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Offenbach, 26. Februar. Eine Gasexplosion hat sich heute früh um 6 Uhr in der Obermainstraße an der Stelle, wo der Große Biergrund in dieselbe einmündet, ereignet. Dort waren, wie die „Off. Z." meldet, mehrere Arbeiter damit beschäftigt, einen Nebenstrang an das Houptrohr der Gasleitung anzulegen. Plötzlich begann das Gas heftig auszuströmen; es entzündete sich sofort an einer einige Meter entfernt stehenden brennenden Straßenlaterne, sodaß die in dem Rohrschacht befindlichen Arbeiter wie in einer Feuersâule standen. Sie erlitten zum Teil sehr erhebliche Brandwunden an Gesicht und Händen. Die Verletzten sind der in Fechenheim wohnende Rohrleger Konr. Biegemer, der Spengler Jakob Peusch, welche beide zum Teil schwere Brandwunden an den Händen. und im Gesicht davontrugen, ferner wurde der Ingenieur am städtischen Gaswerk Stephan Liebel im Gesicht verbrannt, während der Maschinist Klemens Hoffmann mit leichteren Verbrennungs- wundcn an den Händen davonkam. Nur der Geistesgegenwart be§. Ingenieurs, der sofort herzusprang und den brennenden Biegemer aus dem Rohrschacht zog, ist es zu danken, daß dieser mit dem Leben davonkam. Nachdem den vier Verletzten durch die städtische Verbandstelle die erste Hilfe geleistet worden war, wurden sie in das Krankenhaus gebracht. Der Spengler Peusch mußte im Krankenhaus verbleiben, während die anderen drei Verletzten sich in ihre Wohnung begeben konnten.
Bebra, 25. Febr. Welch' eine segensreiche Einrichtung der Fernsprecher ist, erfuhr dieser Tage ein Einwohner aus e nem etwa 2 Stunden von hier entfernten Ort, der in einer hiesigen Wirtschaft eine so ausgedehnte Sitzung halte, daß er es nicht wagte, die Heimreise zu Fuße zu machen. Kurz entschlossen läßt er sich mit feiner besseren Hälfte telephonisch verbinden und bittet dieselbe, ihn doch hier mit dem Wagen abzuholen. Doch der Fernsprecher mochte die Worte des biederen Landsmannes in allzu getreuer Weise recht stammelnd wiedergegeben haben, wodurch die gestrenge Gattin plötzlich die ganze Situation überschaute und eine gepfefferte Gardinenpredigl per Telephon übermittelte, wie sie das bekannte Telephonstübchen wohl noch nicht bester gehört haben wird. Sie findet sich aber doch schließlich bereit, ihren Gatten unterwegs mit dem Wagen abzuholen. Was weiter erfolgte, entzieht sich der Kenntnis der „Hersf. Ztg." welcher die vorsteheuden Zeilen entnommen sind.
Bamberg, 24. Febr. Der Schnellzug 102 Bamberg- München wurde heute früh kurz vor Erlangen durch Anziehen %er Notbremse zum Stehen gebracht. Eine im Zuge befindliche junge Dame war tobsüchtig geworden, so daß die sie begleitenden Verwandten sie nicht bewältigen konnten. Nachdem die Dame mit Hilfe des Zugsversonals zur Ruhe gebracht worden war, konnte der Zug die Fahrt fortsetzen. — Einen plötzlichen Tod fand heute nachmittag in der Nähe des Krankenhauses der 33jährige verheiratete Taglöhner Georg Benedikt aus Priegendorf. Der Mann hatte am Mittag im Trinken des Guten zu viel getan, wollte indes seiner bedrängten Familie noch einen Laib Brot nach Hause bringen. Unterwegs und an der sonst ungefährlichen Böschung an der Regnitz entfiel ihm der Laib, er wollte diesen, da er die Böschung hinäv- kollerte, wieder auföolen und stürzte dabei in den Fluß. In der Nähe stehende Personen warfen dem von den Wellen Fort- gerissenen den Schwimmgürtel nach, der auch über dem Kopf des Ertrinkenden einfiel, im selben Augenblick versank indes Benedikt spurlos in den Fluten.
Standesamt der Stadt Hanau.
Verzeichnis
der in der Zeit vom 19. Februar bis 26. Februar vorgekommenen
Aufgebote.
Am 20. Febr. Wilhelm Reitz, Bureaugebilfe von hier, mit Elisabeth Beitler dahier. 20. Karl Desch, Goldarbeiter dahier, mit Elisabetha Hensch in Kestelstadt. 23. Georg Friedrich Beck, Bahnarbeiter in Neuenhaßlau, mit Lisette Bieber daselbst. 24. Peter Poppelsdorf, Kaufmann in Frankfurt a. M., mit Amalie Heck dahier. 25. Georg Matz, Mechaniker dahier, mit Pauline Scheil dahier. 25. Otto Schaack, Mechaniker dahier, mit Anna Dietrich dahier. 25. Friedrich Wilhelm Raffenberg, Hofarbeiter dahier, mit Maria Pfannmüller dahier. 26. Wilhelm Weider, Kaufmann dahier, Witwer, mit Elisabeth Müller von hier.
Eheschließungen.
Am 21. Febr. Karl Oettinger, Schmiedemeister dahier, Witwer, mit Anna Klug dahier. 21. August Werner, Lehrer in HilderS, Witwer, mit Theresia Grosch von hier. 21. Peter Bonifer, Cigarrenmacher in Großsteinheim, mit Friederike Kurz von hier. 21. Karl Rimbach, Feinmechaniker von hier, mit Marie Rüttger von Steinau. 21. Franz Strohschnitter, Goldarbeiter von hier, mit Kathinka Jäger von hier. 25. Karl Christian Lauer, Etuismacher von hier, mit Euphrosine Stürmer von hier.
Geburten.
Am 15. Febr. Erna Hedwig, T. des Proviantamts-Con- trolleurs Goswin Ruppe. 16. Karl Friedrich Willy, S. des Goldarbeiters Wilhelm Richter. 17. Brunhilde Martha Anna, T. des EisendreherS Franz Nagel. 18. Margarethe Louise Elisabeth, T. des Kaufmanns Peter Demuth. 18. Marie, T. des Taglöhners Christian Böhm. 18. Karl Heinrich, S. des Diamantschleifers Wilhelm Metschan. 20. Auguste Johanna Margarethe, T. des Feldwebels und Zahlmeisteralpiranten Gustav Linke. 20. Karl Rudolf, S. des Graveurs Ludwig Völp. 21. Rudolf, S. des Fahrburschen Edmund Frohnapfel. 21. Heinrich, S. des Erdarbeiters Heinrich Lißmann. 22. Heinrich Josef, S. des Tabakarbeiters Josef Zahn. 23. Anna Maria Dorothea, T. des Maschinenschlosters Wilhelm Faß.
23. Emma Helene, T. des Fahrburschen Rudolf Rimbach.
25. Elisabeth, T. des Hüssweichenstellers Georg Zell.
Freitag
Dodesfâlle.
Am 18. Febr. Witwe Susanne Heß geb. Seiffert dahier, alt 76 I. 19. Marie, T. des Bremsers Johann Reitz dahier, alt 6 J. 20. Johannes Kirchhof, Taglöhner von Bergen- Enkheim, alt 73 I. 21. Ehefrau des Vizefeldwebels und Bataillonsschreibers Hermann Metz dahier, Marie oeb. Breiten- bücher, alt 24 J. 21. Witwe Katharine Fix, geb. Weinig dahier, alt 72 I. 21. Iohannes Mehrling, Streckenarbeiter dahier, alt 65 J. 21. Karl August Ferdinand, S. der Witwe Karl Türk dahier, alt 4 I. 22. Ehefran des Feldwebels und Zahlmeister-Aspiranten Gustav Linke dahier, Gertrud Hedwig Bertha geb. Friebel, alt 20 J. 22. Wilhelmine Lorey, Schneiderin dahier, ledig, alt 56 I. 22. Maria Cäcilie, T. des Glasers Daniel Hölzer dahier, alt 9 M. 23. Karl Christian Gräbener, Ciseleur von hier, ledig, alt 25 I. 24. Jakob Grimm, Kaiastergehilfe von hier, alt 19 I. 25. Johann Peier, S. des Backsteinarbeiters Valentin Sauerwein dahier, alt 3 Wochen. 25. Wilhelm Julius, S. des Bade- anstaltèbcsitzers Heinrich Ernst dahier, alt 11 M. 25. Elise Johanna, T. des Papierhändlers Heinrich Schmitt dahier, alt 10 M.
Hus aller Mâ.
Geständige Raubmörder. In Freiburg im Breisgau wurden vor einiger Zeit der Hausknecht Weißer und zwei andere Burichen wegen eines Einbruchsdiebstahls festgenommen. Im Untersuchungsgefängnis gestanden nun die drei Verhafteten ein, vor kurzem auch den als Leiche aufgefundenen Handelsmann Bergheimer in Freiburg ermordet und beraubt zu haben. Schließlich gab Weißer auch noch zu, im Jahre 1899 seine Geliebte, eine Fabrikarbeiterin namens Kirchhöfer erschossen zu haben. Er war s. Z. als der Tat verdächtig in Untersuchung genommen, aber wegen mangelnder Beweise wieder freigelassen worden. Weißer behauptet, er habe seine Geliebte mit deren Einverständnis getötet, und dann Selbstmord begehen wollen, doch habe ihm hierzu der Mut gefehlt.
Zusammenstoß zwischen Polizei und einem Markierten. Während des gestrigen Faichinastreibens in Vigo kam es anläßlich der Verhaftung eines Maskierten zu einem Zusammenstoß zwischen der Polizei und einem Volkshamen, der für den Verhafteten Partei nahm. Da die Polizei in Bedrängnis geriet, erschien eine kleine Abteilung Infanterie auf dem Platze. Sie gab, angeblich auf Befehl des Leutnants, Feuer auf die Menge; ein 13jâhriger Junge wurde getötet; fünf andere Personen wurden verwundet, darunter eine tödlich.
Zum Tode verurteilt. Das Kriegsgericht der vierten Division in Bromberg verurteilte nach zweitägiger Verhandlung den Unteroffizier Humbert Karnowski von der 9. Kompagnie des 34. Füsilierregiments wegen Mordes zum Tode, zur Degradation und zur Entfernung aus dem Heere. Er wurde für schuldig befunden, ein vierzehn Tage altes Kind, das ihm die unverehelichte Schneiderin Katharina Dognadna geboren hatte, im Juli vergangenen Jahres durch Einflößen von Salzsäure vergiftet zu haben.
Das Tanzen in der Poesie.
Von F. Kunze.
Hurtig ist man freudenvoll, Wenn der Tanz beginnen soll.
Seit den ältesten Zeiten ist der Tanz ein nie fehlschtagendes Belustigungsmittel aller Völker gewe'en, und noch heute lieben und üben ihn kultivierte und wilde, weiße, schwarze und kupferfarbige Menschen mit gleicher Begeisterung. Ja, „der Tanz würde eins der edelsten Vergnügen werden, wenn Männer von Genie und Geschmack sich die Mühe gäben, bedeutungsvolle Tänze zu erfinden und eine passende Musik dazu zu komponieren," lautet eine philosophische Behauptung, und Basedow meinte, „das Menschengeschleckt müßte um ein beträchtliches glücklicher fein, wenn wenigstens einmal in jeder Familie getanzt würde." Obgleich ursprünglich der Tanz in seiner eigenartigen Beschaffenheit einen religiösen Zweck verfolgte, z. B. bei den alten Egyptem, Ebräern, Kriechen und Römern, so ist er mit der Zeit doch zum weltlichen Vergnügen herabgesunken, denn seit Mmschenaedenken Sumte sich die fröhliche Stimmung in allerhand Regungen, Wendungen und Sprüngen, bei denen nicht nur die Beine und Füße, iondern auch der ganze obere Teil des Körpers beteiligt war. Waren auch diese körperlichen Bewegungen anfänglich noch sehr unregelmäßig und eckig, so bildeten sich doch mit der wachsenden Erfahrung einschlägige Regeln und Gesetze, der Takt und der ihm verschwisterte Rythmus, so daß Geschmack und Genie schließlich den Tanz als „Ausdruck froher Empfindungen" zu einem Gegenstände der Kunst erhoben.
Weil schon im frühesten Altertum Tanz und Musik mit einander eng verbunden waren, so wurden beide in Gemeinschaft zum „Ausdruck der Freude am Leben."
„Ionische Schwingungen zu lernen.
Freut sich die mannbare Jungfrau," behauptete schon Horaz von seinen erwachsenen Zeitgenossinnen, und noch heute heißt es bei den Niederwenden:
„Der Spielmann spielt auf,
Tausend Schmerzen heilen."
Das gilt in erster Linie für die Jugend, darum singt auch Heinrich Albert:
„Junges Volk, wer rufet euch Zu dem Tanz hervor.
Auf, es spielet schon zugleich
Unser ganzer Chor.
Wer nm Lust zu tanzen hat,
Stelle sich hier ein,
Tanze, bis er tanzes-att
Und begnügt mag iein."
Aber nicht nur „der Jugend erschließt sich die ganze Wonne des Daseins ruhig beim Tanz," sondern auch Leute vorgerückten Alters verschmähen vielfach nicht, der bezaubernden Muse Terpsichore zu huldigen.
____________2 7. Februar.
„Und sie tanzen, und sie springen, Und di« Füße mit den Herren
Heben sich in gleichem Takte" — wie Wilhelm Müller beobachtet-. Ja, f#on in den berühmten Liebesliedern des altklasstschen Dichters Anakreon (f 478 vor Chr.) ist zu lesen:
„Alter, tanze! Wenn du tanzest,
Alter, so gefällst du mir!
Aster. tanze trotz den Jahren!
Welche Freude, wenn es heißt: •
Alter, du bist alt an Haaren,
Blühend aber ist dein Geist!"
Sollte aber „das liebe Alter" die reckte Ausdauer nicht mehr gewähren, so dürfte in solchen Fällen wohl das nachstehende Wort Sebastian Brants zu beachten sein: „Das Beste am Tanzen ist, daß man nickt immerdar geht voran, sondern bei Zeit umkehren kann." Nun, im buntscheckigen Mittelalter gab es ja hin und wieder Tänzer, von denen es nicht hieß:
„Auf den Zehen schlichen sie hier
Aach dem neuen höfischen Sinn," sondern sie riefen gleich'am mit Julius Wolff:
„Nun, fiedelt aus, Herr Spielmann,
Ein nagelneues Stück!
Drei Schritte geht es vorwärts
Und einen Sprung zurück!"
Heutzutage weiß man natürlich nichts mehr vom bizarren „Siebensprung" der guten alten Zeit, nein, der unbeteiligte Zuschauer bei modernen Walzertanz ist vielmehr eingedenk der dichterischen Worte:
»Siehe, wie schwebenden Schrilles im Wellen- . schwung sich die Paare
Drehen! Den Boden berührt kaum bet geflügelte Fuß!"
Wenn es auch nicht von jedem Teilnehmer eines neuzeitlichen Balles gesagt werden kann: „Er glich einem Halbgott van Tänzer, der durch die Lüste flattert, als wollte er eine Nymphe haschen," so ist doch nicht zu verneinen, was I. A. Everhard in Bezug auf die weitverbreitete Beinkunst sagt, nämlich: „Der Tanz umschimmert Ne Gestalt mit Hebreiz und baucht in die Bewegung die Schönheit, die ihre Grazie ausmacht." Natürlich kann das nur geschehen durch die Mit- Hilfe der regulierend einwirkenden Muflk, die im regelmäßigen Zeitmaß die norme Gleichheit der aus'.»fahrenden Bewegungen veranlaßt. Wie schön drückt das nicht der ideale Dichterfürst Schiller aus! Man höre:
„Es ist des Wohllauts mächtige Gottheit,
Die zum geselligen Tanz orbnet den tobenden Sprung,
Die, der Nemesis elelch, an des Rhythmus goldenen Zügel
Lenkt die brausende. Luft und die verwilderte zähmt'"
Nach ftaitgefundener Vermählung zwiicken Tanzkunst und Tonkunst vermochte man beut sich drehenden und wendenden Körper eine gewisse ästhetische Anmut und Würde zu verleihen. Nicht mehr galt es, „einander zu schleifen in munterm Gedränge," sondern
„Wie vom Zephyr gewiegt der leicht!- Rauch in die ' ■ : " Luft fließt,
Wie leise sich der Kahn schaukelt auf silberner Flui, Hüpft der gelehrige Fuß auf des Takies melodischer Woge, Säuselndes Saitengetöne hebt den ätherischen Leib."
Selbstredend wwen bei den ländlichen und gewissen nationalen Tänzen solche „zierliche Drehungen" nicht zu verspüren, ja man könnte sie hier und da als überflüssig und nicht angebracht erachten. Das bäuerliche Paar umfaßt sich kräftig und denkt:
„Wer tanzen will, der steh nicht still,
------------Darf sich nicht lang besinnen;
Jmnier dreist und wohlgemut
Muß er das Ding beginnen."
Wirklich, man muß dem weisen Plato recht geben, wenn er behauptet: „Den Rhythmus haben uns die Mulen verlieben, damit er die fremden Gemütsbewegungen in uns ordnen Helle." Nun, selbst im wildesten Nationaltanze läßt sich ein gewisses Zeit- und Gleichmaß nicht verkennen. Selbst der feurige tanzlustige Bobine dürfte nicht so ganz willkürlich die Beine wechseln, wenn sein nationales Volkslied, mit dem diese Skizze beschlossen werden möge, von ihm singt:
„Schöne Sprünge, wie im Sack Der Knüttel, kann er machen.
Möchtet ihr ihn tarnen seh'n, Stürbet ihr vor Lachen!"
Drahtnachrichten.
Maßregelungen in Finnland.
Kopenhagen, 26. Februar. Wie „Ritzaus Bureau" auS Helstngfors gemeldet wird, sind 11 Mitglieder deS Hof- gerichts in Aabo, sowie der Advokatfiskal-Sekretär und drei Notare desselben Gerichts ohne Pension verabschiedet und 7 neue Assessoren ernannt worden, weil das Hofgericht infolge von Privaiklagen über die Haltung des Gouverneurs Kaigo- rodow in Helsingfors bei den Straßendemonstrationen im April 1902 die Untersuchung gegen Kaigorodow eingeleitet hatte.
Die makedonische Frage.
Sofia, 26. Febr. (Meldung des „Wiener K. K. Telegr.- Korresp.-Bureaus".) Das allgemeine Urteil über das Reformprojekt lautet hier abfällig. Die Macedonier erklärm auch viel weitergehende Reformen unannehmbar, wenn ihre Durchführung von den Mächten nickt garantiert werde. Die amtlichen Kreise schweigen, da keine offizielle Mitteilung deS Projektes an Bulgarien erfolgt fei. Am schärfsten äußerst sich bisher gegen die Reformen das Organ Karawelows und Preporetz. Das Blatt „Wetscherna Poichta" nennt das Projekt einen internationalen Cynismus und predigt Krieg und Aufstand. Dennoch ist zweifellos auch ein Teil der Macedonier gewillt, die Durchführung der rorgeschlagenen Reformen abzuwarten, bevor sie das Reformprojett ganz verwerfen.
Die Lage in Holland.
Berlin, 26. Februar. Aus Rotterdam wird dem „B. L.-A." telegraphiert: Es herrscht eine Gewitierstimmung nach Einbringung der neuen Regierungsvorlage. In informierten