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Die Uebungen beginnen vormittags 9'/, Uhr und werben vor- ansstchtlick nachmittags 2 Ubr brenbet sein.
O Dramatisch«Literarischer Verein Hanau. Wie wir hören, findet der zweite Theaterabend in dieser Sai on Ende nächsten Monats statt. Das für denselben ausgestellte Programm besteht auS drei Einaktern, die weder hier noch in Frankfurt bisher gegeben worden sind. — Don dem Gedanken geleitet, mit einem gemischten Programm jedem Geschmack Rechnung tragen zu können, hat der Verein für dielesmal davon Abstand genommen, ein abendfüllendes Stück aufzuführen und hat drei sehr interessante Novitäten — ein Drama, ein Schauspiel und ein Salonlustspiel — gewählt. Die beiden ersten sind Werke von hervorragend literarichem Wert, die sicher allgemeines Interesse und tiefgehende Wirkung erzielen werden, während das Lustspiel durch seinen graziöen Inhalt und durch seinen zündenden fein pointierten Dialog ebenfalls sehr fesseln dürfte. Mit den Vorbereitungen ist bereits begonnen worden und wird der Verein alles aufbieten, die Stücke zu angemessener Darstellung zu bringen. Die Regie liegt in bewährten Händen und wird für intime Ausarbeitung und passende Dekorationen Sorge tragen.
9 Jubiläum. Am Heuti en Tage sind 30 Jahre verflossen, seitdem Herr Bauführer Ferdinand Heck in Diensten der Baufirma Friedrich Rumpf steht. Vor 5 Jahren war es dem Jubilar vergönnt, sein 25jährigeS Jubiläum unter all seitiger Würdigung und Anerkennung zu feiern und wird deshalb der heutige Ehrentag Herrn Heck wiederum erneute Beweise der Achtung und Anerkennung seiner Tätigkeit von Seilen der Fwma und Mitarbeiter bringen. Auch wir schließen uns den Glückwünschen zum Jubiläum herzlichst an.
* Prämiirt. Herrn Gg. Gerner, Mitglied des hiesigen Geflügelzucht-Vereins, wurden auf der 9. deutschnationalen Geflügel Ausstellung, welche vom 20. bis 23. Februar in Frankfurt a. M. statlfand, auf dortselbst ausgestellte Huhn- schtcken-Tauben ein Ehrenpreis, ein 1., ein 2, und ein 3. Pnis zuerkannt.
** Fastnacht. Es scheint, baS sich auch hier, entgegen dem Gebrauch in trüberen Jahren, wo sich die Fannachtsvarren fast nur in den Wirtshäusern etablierten, der Fasching mehr und mehr auf die Straße verpflanzt, wie es auch gestern wieder der Fall war. In den Nachmittagsstunden herrschte in manchen Straße« ein Gedränge, daß kaum durchzulommen war, wodurch der Physiognomie unseres werktäglichen Sixaßen- bildes ein völlig verändertes Gepräge verliehen wurde. Große und kleine Narren in beträchtlicher Anzahl trieben einzeln oder in Gruppen ihr lustiges Spiel und entleerten auch dem griesgrämigsten Philister ob der Orginellität ihrer Verkleidung ein Lächeln. Radfahrer in den verschiedensten Variationen, Mohren, Musikbanden zu Fuß und zu Wagen, Orgelmänner, Stromer und sonstige Fastnochtèfiguren huldigten dem Karneval in allen möglichen Formen. In der Hammer- und Krämerstraße wurden die üblichen Konfetti chlachten geschlagen, Papierschlangen sausten durch die Suite und die junge Welt amüsierte sich bei gegenseitigen Neckereien, während die Fastnachtsnarren inmitten der wogenden Menschenmenge ihr munteres Spiel trieben. Und als sich der Schwarm verlaufen hatte, ging cs schon bedenklich nahe dem A chermi-twoch zu, der die kurze Herrschaft des Prinzen Karneval endgilrig beseitigt und den Ernst des Lebens wieder zur Geltung bringt. Der Wmd fegte die bunten Konfettihausen auf den Gassen auf die Seite und verspätete Fastnachtsnarren überzeugten sich von der Ver- gängltchkeit aller irdischen Freuden, indem sie sich mangels Ge- sellfcho't endgiltig heim oder —- ins Wirtshaus drückten. — Im „Deutschen Hauie" feierte die K wneoalsgeiellichaft das Ende ihrer Hauptfraktionszeit durch eintn Maskenball, der si h eines außerordentlich zahlreichen Besuches erfreute. Hier war der Aschermiilwoch schon längst erschienen, als man an's Heim- gehen dachte, und es bedurfte schon der bedrohlich heranrücken- den Morgenstunde, um die Kappenbrüder und ihren Anhang aus der Domäne ihres seitherigen W.rkens binauszufegen.
• Siebengebirgslottcrie. Die Ziehung der beliebten Siebkngebirgèloiierie mit ihren Treffern von 100 000, 60 000 und 40 000 Mk. findet bereits am 4. März statt, worauf
kurpfuschkrischen Pharmakapöe gelangt sind. Denn da finden wir zunächst eine überraschend reiche Auswahl von Tiermist aller Gattungen, Menichenselt, Pulver von Verbrecherschädeln (morgens auf nüchternen Magen in Lavendel wasser oder einem warmen Trunke Wein zu nehmen — „und Gott befiehl die Wirkung", setzt der Medizinmann weislich hinzu). Gegen vielerlei Uebel helfen auch Mensckmknochen, und die Madame de Söoignè schreibt am 13. Juni 1685: „Gegen meine vapeurs nehme ich acht Tropfen Essence d’urine ; aber gegen meine Erfahrung hinderte mich das am Schlafen. Darum habe ich jedoch nicht den Glaubm daran verloren, aber ich habe es glücklicherweise seither nicht nötig gehabt". Ja, glücklicherweise, können auch wir nur wiederholen. Zum Ersätze für diese vulgären Dinge operierte aber die kurpfuscherische Apotheke auch fleißig mit Edelsteinen, denen eine geheimnisvolle Macht zugetraut wurde. Das waren freilich die kostbarsten Medikamente.' Der Papst Cremens VII. bekam 1534 ein Diaman'puloer für 2000 Dukaten — und starb doch. Ludwig XIV. nahm Täfelchen, in denen Gold und Prlen enthalten waren; und von der Heilkraft des „Perlenlitörs" ist öfters die Rede.
Man ist der Kurpfuscherei sehr zeitig zu Leibe gegangen. Geiler von Kei'erèberg hat gegen sie geschrieben: „Weiteres wie viel die alten Werber, Triackerskräuer ldas ist Theriakskrâmer), Zahnbrecher und anderen unerfahrene mehr mit ihrer Kunst geheilet haben, weiß ein jedlicher wol, also das sie etliche gelembf, etliche blindt, etliche gar dem alten Hauffen haben zugeschickt" u. f. w. Auch Abraham a Santa Clara wettert in feiner urwüchsigen Weise gegen diese „liederliche und nichtsnutzige Ge ellen, die sich auf das Lügen und Betrügen stattlich verstehen." Die Behörden ließen es gleichfalls nicht an sich fehlen. Seit Clasen Korber, der das oben erwähnte „Elefantenschmalz" feithielt, haben die Nürnberger 1577 abgeschoben, auch einen Johann Weber von Arnstadt, der Elentierschmalz auèbot und dazu gedrucktZettel „von Tugenden des Schmalzes von Eilenden" verteilte, weg
Mittwoch
wir unsere werten Leser mit dem Bemerken Hinweisen, daß die Lo> vermöge ihrer Bill gkeit von Mk. 4 für */i und Mk. 2 für ’/’ recht gesucht sind. (W8 Nähere a. d. h. Inserat.)
Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.
Telegramm aus Hamburg vom 25. Februar.
9 Uhr 35 Mm.
Ein Maximum über 771 mm lagert über Südost- europa, ein Minimum unter 733 mm über Nordwesteuropa. In Deutschland wehen ziemlich lebhafte südliche Winde, das Wetter ist veränderlich und mild.
Prognose für den 26. Februar: Trübes, etwas kälteres Wetter mit Niederschlägen wahrscheinlich.
Barometerstand
mittags 12 Uhr am 24./2. 25./2.
Sehr trocken
Beständig
Schön
Veränderlich —Hz
Regen (Wind)"^-^
Viel Regen
Sturm _
720—gll
710
Hus JMab und fern.
Gelnhausen, 24. Februar. In den letzten Tagen war Herr Tierzucht-Inspektor Amisrat Vaupel in Gelnhausen anwesend, um sich von dem Stande der Viehrucht im Kreise Gelnhaustn ein Bild zu machen und ev. Vorschläge znr Hebung und Besserung derselben zn erteilen. Vorige Woche fand zu diesem Zwecke eine Versammlung der vom landw. Kreisverein gewählten Kommission zur Hebung der Rindviebzucht statt. Um dann den weiteren beteiligten Steifen Kenntnis von den Verhandlungen zu geben, fand im Saale des Deutschen Hauses eine zahlreich besuchte Versammlung des landw. Kreisoereins statt. Das Ergebnis ist dahin zusammenzufassen, daß mit der Einführung des Simmentaler Viehes im allgemeinen kein gutes Resultat erzielt worden ist. Es wird deshalb notwendig sein, eine andere Rasse einzufübren, welche keine so hohe Ansprüche an Pflege, Haltung und Fütterung stellt, als das Simmentaler Rind.
-r. Marburg, 24. Febr. Auch diesmal sorgte besonders die Marburger Studentenschaft dafür, daß sich am heutigen Fastnachtsdienstage in unserer Stadt ein rechter und echter Carneval entwickeln konnte. Schon ein Auzug in aller Frühe, bei dem auf urkomische Wnse von einem großen Leiterwagen ein Student aus dem Karzer abgeholt wurde, w rkie in hohem Grade belustigend. In den Mittags- und Abendstunden waren die Straßen mit bitten Men'chenmafsen von hier und auswärts belagert, die dem fröhlichen Treiben der vielen hundert maskierten Studenten, die z i Fuß und zu Wagen mit uns ohne Musik hin- und Herzogen, mit zusagen. Das fröhliche Treiben dauerte Fis in die späten NaLtsiundln.
Frankfurt a. M., 24. Februar. Der Buchhalter Wendl,nd, der in September 190t na* Unterschlagung von 50,000 Mk. bei der Brusirma B ck L Grünwal» flüchtig wurde, hat sich gestern freiwillig der Polizei gestellt. Von dem unterschlagenen Gelde besitzt er nichts mehr.
Offenbach, 25. Febr. E ne Affäre, die her mit grö'ter Spannung verfolgt wurde, hat nun ihre endgiltige Erledigung gefunden: Das auf die Anzeige des Beigeordneten Wolff gegen den Armenbausverwalter Schiff eingeleitete Ver-
geschafft und dem Nic as Göde von Narva 1588 „das begehrte Feilbaben seines berühmten Planetensteins, der für allerlei helfen soll", abgelehnt. Die Augsburger Medizinal- ordnung von 1582 ergreift Maßregeln gegen „die unsinnige schreyende Zinbrecher, Apostatae, Juden, allerley Handwerks- leut, alte wahnsinnige Weyber in onderheii, welliche den Kranken pflegen außzuwarten . . . Diie oberzelle perionen alle miteinander betriegen den unverftenbigen Pöffel, bringen auch zum zweyten die grosse Herren umb den Halß". Trotz aller Verordnungen aber erreichte das Kurpfuschertum in Deutschland während des 17. und 18. Jahrhunderts erst seine größte Blüte, und aus dieser Zeit stammt ja auch der Urtup aller Kurfuscher, der Dr. Eisenbart, der übrigens besser als fein Nachruhm gewesen lein soll. Wie die Herrschaften dazumal das Geschäft betrieben, et sehen wir aus der Schilderung des Einzuges des „berühmten Arzirs" Joh. Cbr. Hüber in Memmingen am 2. Juli 1724: er kam mit fünf Kutschm, begleitet von 50 Personen, darunter auch eine Zwergin, zwei Heiducken, zwei Tromp ter, und verschiedene and-re Musikanten, ferner 18 Pferde und zwei Kamele. Er war Arzt und Thcarerdirckior in einer Person, kurierte und „spielte alle Tage Komödie, und zwar recht methodice". Aehnlich arbutetenoch 1742 in Hamburg ein Arzt namens Fuchs. Nun, das öffentliche Ksmodiespielen haben ja die Kurpfuscher mittlerweile aufgesteckt, aber in ihren vier Wänden führen sie die Komödie munter weiter; und wenn Geiler von Kcisersberz die Gewerbetreibenden dieses Schlages „Wannenkrämer" nennt, so hat er wohl den Herrn Nardenlötter vorausgeahnt, der seine Mixturen in der Badewanne herstellte.
Kunst und Leben.
Warum find wir Männer so häßlich? Aus diese Frage antwortet ein Mnarbeiier des „Temps": „Wenn I her Mann, wie wir das heut» sehen, sehr häßlich geworden,
__________________________________2 Februar. fahren weaen Meineid? ist eingestellt worden. Bekanntlich war stiner Z'it Herr Skiff in dem argen den Deigeord- uetèn Wolff schwebenden DiSz-vl narperlabren als Z'u e vernommen uub nachirätlich von Herrn Wolff be^ttlbf i worben, unter feinem Eide falsche Aussagen gemacht zu haben.
Weiskirchen im Rodgau 24. Febr. Eine aus etwa 25 Köpien bestehende Zigeunerborde burdq ierte heute unter starker Gendarmerieeskorte, von Neu-Isenburg kommend, ben nördlichen Rodgau. Bei der „Tannenmühle" wurde die Bande der telegraphisch verständigten Gendarmerie aus Seligenstadt überliefert, welche dieselbe mittelst der „fliegenden Brücke" b?i Seligenstadt über den Mainsirom setzte. Auf rechismainischem Gebi-te harrte die bayerische G. ndarmerie bereits der schmutzigen Gesellschaft und übernahm deren Weitertransport. Die braune Cohorte wurde bei Trier ergriffen und befindet fiS a f be- l ördliche Anordnung auf dem SLub nach ihrer bosni chen Heimat. Die Gründe des Rückiravèportes entziehen sich unserer Kenntnis. Der „Zigeunerzug" erregte allenthalben Aufsehen und aus Veranlassung der Faschingszeit auch be« grei bäte Heiterkeit.
Lauterbach, 22. Februar. Gestern morgen wurde durch den heftigen Sturm auf Station Herbstein ein mit Stückgut beladener 15 Tonnen wagen in Bewegung gesetzt und bei dem großen Gefälle (1: 45) mit unheimlicher Schn-lligleit in her Richtung nach Sauterbach zu über Station R xstld, um bei Eisenbach früh 6 24 Utr auf ben eben glücklicherweise haltenden Personenzug zu stoßen. Die Lokomonve erlitt mehrfachen Schaden, Puffer, Sioßbalken, Laternen u. s. w. sind daran zertrümmert, auch an dem Durchgänger sind die Puffer. entzwei. Ob das Stationsp'rsonal in Herbstein schuldig ist, wird die Untersuchung klarstellen.
Neheim (Westfalen), 24. Februar. Die kürzlich in verschiedenen Blâltern gebrachte Nachricht, wonach hier ein junger Mann an dem Genusse eines Glases Essigsprit, das ihm seine Frau aus Versehen statt Branntwein eingegofjen hatte, gestorben sein soll, ist nach polizeilicher Bescheinigung dahin zu berichtigen, daß es sich nicht um E'sig'prit, sondern um Essigessenz gehandelt hat. Ausdrücklich sei bemerkt, daß der Genuß von Eisiqsprit (Gârungs- ->sig) voll^ändlg gefahrlos ist, während Essigessenz (Holzessig) i t verdünntem Zustande ein starkes Artz- und Bluigift ist. Infolge des Genusses 'olcher Essigeffenz sind in den letzten Jah en über 90 Unglücksfälle vorge^ommen, wovon über die Hälfte mit tödidhem Ausgang. Erschrecklich ist es, daß dieses so leicht erhältliche Gift neuerdings vielfach zu Selbstmordzwecken Verwendung findet.
Aus dem Gerichts »aal. Sitzung des Hanauer Schöffengerichts vom 24. Februar.
Ein Wehrmann S. aus WürUem'ierg wird wegen unerlaubter Auswanderung zu 30 Mark Geldstrafe verurteilt. — Drei Bettler, darunter einer, beff-n Vorstrafenliste nicht weniger alS 180 v riirteilende Erkenntnisse aufweist, werden zu Haft- strafen von 3-6 Wochen verurteilt. — Bei der freiSärplidter^ Revision der D oierte des Drogisten und Spezereihändlers D. zu Bruchköbel fanden sich unter den A zneimineln Sachen, die nicht darunter gehören. Sein Einspru-d gegen den Straf- bèfihl von 6 Mk. ist ohne Erfolg. — Der Trglö mer D. Hier hat seine Frau und Stieftochter mißhandelt, was er mit 3 Wochen Gefängnis büß°n muß. — Der Metzgermeister K. von Gelnhaulen soll bei einer nach Niederrodenbach aeltefer en Wurst Borsäure verwendet haben. Da die beir. Händlerin heute zweifelhaft ist und nicht mehr an geben kann, ob K. oder ein anderes Metzger der ßit ferant war, wird der Angeklagte freigefptoien. — Der Graveur S. hatte ein Strafmandat wegen «ngenügei d-r Straßenreinigung erhalten. Setn Einspruch ist ohne Erfolg. — Zwei Arbeiter von Oberrodenbach waren w.’ßen Uebertretung der Feierabendstunde mit Strafmandaten bedacht worden. Der eine wird freigesprochen, weil eine Namensverweck'lnng vorli-qt und er nicht der Schuldige ist, der Einspruch des andern ist ohne Erfolg.
so hegt dies daran, daß er feit sechstausend Jadren sich tot arbeitet, um seine holde Gefährtin zu ernähren, deren einzige und Haupt sächlichste Aufgabe die Pflege ihrer Schönheit ist."
Auch ein Reinfall bei Schaffbausen. Aus Ramsen bei Schaffhausen berichtet das „ schaff tjauf. Tagebl." über einen unerhört frechen Diebstahl: Einem Landwirt, der im glücklichen Besitz mehrerer Set weine steht, wurde nächtlicherweile ans Fenster geklopft. Ein Fleischer bat um Beistands da ihm zwei Schweine vom Wagen gefallen seien. Nachsem der Bauer beim Ausladen der Borstentiere Hilfe geleistet und ein Trinkgeld erhalten hatte, fu^r der Fleischer davon. Sehr erstaunt war am anderen morgen der Besitzer, als er seinen Schweinkstall leer sand. Er hatte feine eigenen Schweine dem Diebe auf den Wagen geloben.
70.000 Lire Schadenersatz wegen einer An» fichtskarte verlangt eine junge Dame in Mailand. Sie habe sich photographieren lassen und dabei ihre Reize in verschwenderischer Weise zur Schau gestellt. Der Photograh verbreitete die Aufnahme auf Ansichtskarten. Als diese der sehr reiche Verlobte der Dame zu Gesicht bekam, löste er das Verhältnis. Die Dame fordert nun von dem Photographen 70 000 Lire Schadenersatz. Sie will die Erlaubnis zur Anfertigung der Sorten nicht gegeben haben. Das Gericht soll entschelden.
Albumblätter.
Menschen von dem ersten Preise
Lernen nicht und werben weife;
Menschen von dem zweiten Range
Wersen klug und lernen lange; Menichen von der dritten Sorte
Bleiben dumm und lernen Worte. Rückert.