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kapelle den musikalischen Anstoß und der bedenklich nahegerückte Sonntag konnte erst den Kehraus versrbenchen.
*♦ Maskenball der Turngesellschaft. Am Samstag abend herrschte im „Deutschen Haus" fröhliches Matkentreiben, das von den Mitgliedern der Turngesellschaft arrangiert war. Der große Anhang, dessen sich die fröhliche Turnerschaar mit Recht erfreut, kam in dem sehr zahlreichen Besuch zum Ausdruck. Die zahlreichen Schornsteinfeger, Bauernburschen, Frösche, der Affe u. s. w., die an dem Abend erschienen waren, entpuppten sich nachher als äußerst gewandte Turner, deren prächtigen Leistungen reicher Beifall zu teil wurde. DaS bunte, srohbe- wegte Bild, das durch hervorragend hübsche Masken gehoben wurde, hielt die Teilnehmer lange zusammen und es war schon sehr früh, als die letzten Walzerklänge verhallten.
* Wetterauische Gesellschaft. Heute Montag abend 8 Uhr im Hörsaale der Gesellschaft: Vortrag des Herrn Dr. Ambrosius über „D i e Tuberkulose" (2 Teil: Verhütungsmaßregeln und Heilmittel, Erfolge der Heilstätten- behandlung.)
* Diebstahl und Hehlerei. Viel besprochen wird eine hier zur Aufdeckung gekommene Diebstahls- und Hehlerei- affaire, die alsbald zur Verhaftung zweier Beteiligten geführt hat. Bei einem Frankfurter Althändler wurden in letzter Zeit Platinabfälle verkauft, die dieser dann wiederum der Sieberl- schen Platinschmelze offerierte. Letztere erkannte sedoch sofort, daß diese Abfälle gestohlen waren und veranlaßte das weitere. Auf Vorhaltung gab der Frankfurter Händler als Verkäufer den hier wohnhaften, derzeitig stellenlosen Kaufmann F. und den ebenfalls hier ansässigen Kleiderhändler Moritz S. an. Der Letztgenannte, bei welchem Hehlerei in Betracht kommt, wurde Samstag abend, der Erstere gestern früh in Haft genommen. Die beiden Fälle stehen nicht mit einander in Verbindung, sie haben nur das Gemeinsame, daß die Beiden die Sachen in Frankfurt bei ein und demselben Händler zum Verkauf gebracht haben. Die von dem Kaufmann F. verkauften Platinabfälle sollen von einem Bisouteriegeschäft stammen, in dem derselbe früher angestellt war. Bei dem S. förderte die Haussuchung noch weitere, offenbar von Diebstählen aus hiesigen Geschäften herrührende große Mengen von Gold- und Silberabfällen zutage, jedoch weigert sich derselbe vorläufig, seine Hintermänner zu nennen.
* „Die Macht der Finsternis" breitet ihre riesigen Vampyrflügel gespenstisch über die unglücklichen Helden des gleichnamigen russischen Sittenromans vom Fürsten I. v. Lubomirski, den wir in der Lage sind, den Lesern unserer Unterhaltungsbeilage jetzt darbieten zu können. Der Verfasser führt uns in das Getriebe der ungeheuren Verwaltungsmaschine des russischen Reiches, in der unzählige kleine Rädchen, hinter den großen Triebrädern versteckt, heimlich ineinander greifen. Durch ihre gemeinsame stille Tätigkeit halten sie das Werk in scheinbar ruhigem Gang, gefährden aber in Wirklichkeit die Sicherheit des ganzen großen Betriebes. Denn die niedrigsten menschlichen Leidenschaften: Habgier, Neid, Haß und Rache, sind die geheimen Triebfedern, die sie in Bewegung setzen. Da wird verleumdet, gehetzt, intriguiert — scheinbar um den Staat zu retten,' in Wahrheit aber, um die eigenen Gelüste zu befriedigen. Die unglücklichen Opfer dieser Machinationen aber verschwinden in den Eiseskerkern Sibiriens. Und aus ihren Seufzern, aus ihren Tränen und ihrem unschuldig vergossenen Blute littet sich ein Explosionsstoff zusammen, der, von rächender Hand in Brand gesetzt, seine unheimliche Zerstörungswut gegen Schuldige und Unschuldige richtet . . . Einen genauen Zeitpunkt, in dem die hochdramatische Handlung, deren starke Spannung unvermindert bis zum Ende dauert, sich abspielt, hat der talentvolle Autor nicht angegeben. Aus leicht begreiflichen Gründen: das Werk des Dichters ist ein scharfer Spiegel, in dem die russische Gesellschaft schaudernd ihr trauriges Zerrbild erblickt. Hat doch vor garnicht langer Zeit erst der Amerikaner Kennan in seinem „Sibirien" die unendlichen Leiden der dort in den scheußlichen Gefängnissen zusammengepferchten Verbannten herzergreifend geschildert.
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& Marköbel, 9. Februar. (Gutes Resultat.) Der Landwirt Friedrich Wilhelm Eckhard hat im Januar an die hiesige Molkereigenoffenschaft von nur einer Kuh für 42 Mk. Vollmilch geliefert, was in Anbetracht dessen, daß die Magermilch wieder zurückgegeben, also nicht mit bezahlt wird, ein recht bemerkenswertes Ergebniß rationeller Fütterung ist.
Sprechfaul.
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Kommunales.
In letzter Stadtverordnetensitzung am 5. Februar cr. wurde Punkt 2 der Tagesordnung: „Verlegung von Bureaux „aus dem Stadtschloß in das früher Mätschel'sche Haus und „Vermietung von Wohnungen im Schloß" a b g e s e tz t und kam nicht zur Verhandlung, da der Magistrat diese Vorlage zurückgezogen habe und zwar weil, wie man privatim vernahm, wieder andere Neubau-Bure aux-Zu- . sammenlegungs-Projekte dazwischen gekommen seien rc.
Sollte in dieser Erklärung wirklich ein Körnchen Wahrheit liegen,. so wäre nicht verständlich, daß trotz der momentanen schwierigen städtischen Finanzlage immer wieder solch' erneute Projekte wie für „N e u b a u t e n zur Konzentration der Bureaux oder garderenZusammen- legung im Schloß" auftauchen könnten, da besonders bezüglich der letzteren, infolge vieler kostspieliger Aus- und Umbauten der letzten Jahre im Rathaus, das Schloß-Projekt als erledigt und aufgehoben betrachtet werden mußte.
Eine allmähliche beffere Zusammenlegung der städtischen Aemter auf seitheriger Grundlage am Rathaus ist gewiß zu wünschen und daher beizubehalten, soweit dies Umstände und wirkliche Bedürfnisse erfordern und die Mittel erlauben.
Aber vorerst muß man bei einiger Betrachtung der am Rathaus zur Verfügung stehenden Räume zugeben, daß, wenn
Montag
es auch gerade keine Prunkjäle sind, doch bei einiger praktischer Einteilung dieselben voraussichtlich noch auf viele Jahre hinaus dem gegenwärtigen Bedarf unserer Bureaux genügen werden. Deshalb sollte man eben an dieser Sache für größere Aenderungen gar nicht rütteln, denn sonst, mag man diese proj hieren und damit vorgehen wie man will, so kostet's schweres Geld.
Man sollte froh sein, jetzt einen so großen und best gelegenen Komplex mitGcbäuden am Rathaus beisammen zu haben, auf dem, wie bereits begonnnen, nach und nach bequem erweitert werden kann, ohne vorerst große bauliche Veränderungen oder gar Neubauten aufführen zu müssen. Denn soweit die noch vorhandenen Räume nicht ausreichen, möge man das Stadtschloß w i e seither zur Aushilfe benutzen, bis zu gelegeneren Zeiten a m Rathaus sich weiterer Ausbau und komplette Zusammenlegung der städtischen Aemter dahin leichter ermöglichen lassen. Dies aber muß ein für allemal f e st g e h a l t e n werden, indem das immer wieder erneute Pendeln zwischen Rathaus und Stadtichloß nur zu zwecklosen Beunruhigungen in den städtischen Körperschaften wie in der Einwohnerschaft führt und heilloses Geld kostet. Denn das nun noch das Schloß zum Rathaus eingerichtet und alle städtischen Aemter dahin zusammengelegt wurden, dies kann doch nach allen Vorausgängen und bestehenden Umständen w o h l niemanden m e h r e r n st l i ch e i n f a l l e n. Abgesehen davon, daß eine solche Umwandlung in den allen, schwach und unpraktisch angelegten Gebäulichkeiten des Schlosses auch ganz unabsehbare Kosten verursachen würde, deren zweckentsprechender Wert noch sehr zu bezweifeln ist, da große Schwierigkeiten bezügl. der Zugänge zu den einzelnen Räumen, sowie bei Treppen unb Heizungsanlagen zu überwinden sind. Ferner waren abermals feuerfeste und diebessichere Gewölbe anzulegen. Es wäre überhaupt ein Jammer, diese im Freien gelegenen schönen gesunden Wohnungen für andere Zwecke zu demolieren, die einer ganz anderen Lage bedürfen. Zudem muß die Lage des Schlosses mit Rücksicht auf die Stadt und deren Ausdehnung unbedingt als die ungeeignetste und denkbar ungelegenste für Rathauszwccke bezeichnet werden, indem dieselbe gerade an dem Ende der Stadt sich befindet, an welchem eine Ausdehnung derselben geradezu am unmöglichsten ist. Läge das Rathaus an dieser Stelle, so müßte alles aufgeboten werden, dasselbe in die Mitte der Stadt zu verlegen, aber nicht umgekehrt, denu das Rathaus gehört möglichst in die Mitte der Stadt, besonders, wenn eine bessere und schönere Stelle als an unserem prachtvollen Marktplatz gar nicht zu finden ist. Die Bewohner jeder anderen Stadt würden mit Recht stolz sein, ihre städtischen Verwaltungsräume in solch' günstiger Lage zu besitzen. Lasse man uns diesen Besitz ebenso ferner würdigen und schätzen unb keine andere Projekte aufkommen, denn außerdem ist nichts gefährlicher als zu frühzeitig Projekte für die Zukunft zu machen. Wogegen, wenn weniger Projekte vorliegen, auch unbedingt weniger auszufübren versucht werden wird. Wenn ferner weniger zur Ausführung kommt und sich einmal nur auf das Allernotwendigste beschränkt wird, so bedarf man weniger Beamte und infolge dessen auch weniger Bureauräume, so daß wir auf diese Weise erhebliche Ersparnisse machen und weniger ins Defizitern gelangen werden. „Es wurden mit Ankauf des Gys' scheu Hauses mit einem Teil des Mätschel'schen „Gartens, und erst kürzlich dieses Hauses selbst, sowie durch „Verlegung und Herrichtung verschiedener Bureaux darin, durch „Umänderung des großen Ralhaussaals und des Magistrats« „Sitzungssaales sowie durch die feuer« und diebessichere „Anlage für die Stadtkasse, Bücher und Dokumente „ganz enorme Summen" unterder ganz bestimmten Annahme bewilligt und verwendet, daß, wie der Herr Vorsteher Canthal ganz richtig in seinem letzten Jahresberichte erwähnte, durch Ankauf des Mätschel'schen Hauses und Verlegung vo i städt. Aemtern dahinein, nunmehr die Konzentration derselben im Stadtschloß zur definitiven Entscheidung — im verneinenden Sinne gekommen sei.
Dies ist nicht widersprochen worden.
Bei dieser Gelegenheit bemerkte der Herr Vorsitzende Crn- thal noch ferner: „daß eine Stadt, wie die unsrige, die nur „wenig eigene Mittel hat, sondern fast allein auf die Steuer- „kraft ihrer Bürger angewiesen ist, bisweilen auch eine Pause „eintreten lassen sollte, um die natürliche Entfaltung der Kräfte abzuwarten. -- Nicht nur in „großen, sondern auch in kleinen Ausgaben müsse gespart „werden, da gerade die ins Einzelne gehende fortgesetzte Erwägung das Gepräge einer sparsamen Wirj- „schaft bilde." — Aber kaum sind diese Worte verklungen, da soll schon wieder ein großes Ausgaben-Projekt bezüglich Rathaus-Neubauten in Aussicht gestellt sein, falls man sich nicht entschließen wolle, die ganze städtische Verwaltung in absehbarer Zeit in das Schloß zu verlegen, (?) wodurch alle seither am Rathaus aufgewendeten großen Kosten geradezu umsonst gewesen wären. Nun ich glaube, daß sich gegen dieses Projekt der Verlegung aller städtischen Bureaux in das Schloß die ganze Einwohnerschaft und mit Recht auflehnen würde, denn abgesehen von den entstehenden unabsehbaren Kosten, welche natürlich durch Anleihe und Steuererhöhung aufzubringen sind, könnte etwas Ungeeigneteres eben nicht gemacht werden. Lasse man für die nächsten Jahre wirklich einmal mehr Ruhe in der angeregten, — vielleicht auch in mancher anderen — Richtung eintreten und suche man sich mit der Zusammenlegung der städtischen Bureaux nach den gegenwärtigen gewiß nicht ungünstigen vorhandenen Räumen in und ums Rathaus weiter einzurichten, wie dies schon bereits in letzten Jahren geschehen ist, so wird man finden, daß dies der beste und zweifellos billigste Weg zur Konzentration der städtischen Bureaux sich erweisen wird, an welche man später auch leicht noch Zwischenbauten im früher Mätschel'schen Garten anfügen kann, ohne daß eventuell das hintere Rathausgebäude gleich zum Opfer fallen müßte. --
9. Februar.
Damit blieben denn auch die schönen Wohnungen im Schloß erhalten und tonnten gut vermietet werden, wodurch erhebliche finanzielle Vorteile erzielt werden, weil größere Ausgaben und die Brachlegung oder geringere Verwertung mancher anderen Räume erspart würden. NB. prüfet alles und das Beste behaltet! X
Telegraphischer Wetter bericht dec deutschen Seewarte.
Telegramm aus Hamburg vom 9. Februar,
9 Uhr 4.0 Min.
Ein Maximum über 776 mm lagert über Frankreich, ein Minimum unter 745 mm über Nordosteuropa. Neuer Barometerfall ist nordwestlich von Schottland zu verzeichnen. In Deutschland wehen lebhafte südwestliche bis nordwestliche Winde, die Witterung ist mild, regnerisch, fast überall ist Regen gefallen.
Prognose für den 10. Februar: MildeS Wetter mit Regen- fällen wahrscheinlich.
Barometerstand
mittags 12 Uhr am 7^/2. 9,/2.
Sehr trocken
Beständig
Schön 760—5^.
Veränderlich
Regen (Wind)^O-M
Viel Regen 740^^ Sturm
710 H=!
Kananer Vereins- n. Dergniigungsnachrichten
für Montag °> en 9 Februar.
Turn- u. Fechlk^ib: Abmds von 6—7 Uhr: Turnen der Damcnab- teiluna in der neuen Turnhalle.
Frankfurter Quartett-Vereinigung: Abends 7Vi Uhr : 3. Kammermusik Abend im Saale der „Centralhalle*.
Wetterauische Gesellschaft für die gesamte Naturkunde: Abends 8 Uhr: Vortrag im Hörsaale cer Gesellschaft,
Dram.-Liter. Verein Hanan: Vereinsabend im Vcreinslokal Sonne*. Evang. Männer- und Jünglinasveretn : Gelang (Ev. VeremshauS.)
Turn- u. Fechtklub: Turnen und Fechten.
Gahelsberger Stenographen-Verein im Gasthaus zu den „3 Rindern": Uebungsabend für Debattenschrift.
Arends'scher Stenographen - Verein .Concordia" (Restauration „zur Allemania", Römerstroße): Abends von 8—9 Uhr: Unterricht für Schüler und Auswärtige; von 9—10 Uhr: Für Damen und Herren.
Stenogravhen-Verein Stolze-Schrev Vereinsabend in der „Sonne"' Verein „HessischerBund": Verlamml. im Vereinslok. „z. Hessischen Hof". Erste Hanauer Karnevalgesellfchast: Monatsversammlung im »Deutschen Haus".
Garde-Verein Hanau: Abends 9 Uhr: Monatsoersammlung im Vereinslokale „zur Kartbaune".
Radfahrerverein „Union": Vereinsabend im „Schützenhos".
Radtahrer-Klnb „Germania" : Klubabend im Gasthaus „z. Elevhanleu . Freiwillige Feuerwehr: 4. Komp. Zusammenkunft im „Schü^enhof", 5. Komp. Zusammenkunft in der „Restauration ulsamer".
Rersteigevuttgs» ste. Kalender
für Dienstag den 10. Februar.
Holzversteigenmgcn: 1) im Windecker Junkerwald; Zusammenkunft vormittags 10 Uhr am Eicherweq am Tannenwalde (f. Nr. 82 „Han. Anz."); — 2) im Gemeindewald Klein-Krotzenburg; Zusammenkunft vormiteags 10 Uhr an der Holzmann'schen Ziegelei (s. Nr. 32 „Han. Anz.').
Vormittags von 10 und nachmittags von 2 Uhr ab wird die angefangene Versteigerung im E. Uthoff'schcn Warenhause, Römerstraße, durch den beeid. Taxator und Auktionator Herrn Fr. Kämpfer fortgesetzt.
Drahtnachrichten.
Die sächsische Kronprinzessin.
W. Genf, 8. Februar. (Schweizerische Depeschen-Agentur.) Von den Vertretern der Prinzessin Luise wurde folgende Mitteilung gemacht: Nach den Ereignisfen der letzten Wochen, namentlich nach dem Ausschluß aus dem väterlichen Hause und der Erkrankung ihres Sohnes, ist bei der Prinzessin tiefe Erschütterung und körperliche Depression zu tage getreten. In bereit Verfolg und rücksichtlich der besonderen Umstände, in denen sie sich befindet, entschloß sich die Prinzessin zur Erlangung der für sie dringend notwendigen Ruhe und Wiederherstellung der Gesundheit, den ärztlichen Be i- stand in Anspruch zu nehmen. Die Prinzessin suchte nach und fand heule Aufnahme in dem bei Nyon gelegenen Sanatorium La Metairie.
AuS Marokko.
Madrid, 8. Februar. Dem „Jmparcial" wird aus Tanger gemeldet, der Prätendent befinde sich in G e - fangenschaft der Riattakabylen, die bereit sind, ihn gegen Lösegeld auszuliefern. Zahlreiche Riattas begaben sich am 3. Februar auf das letzte Schlachtfeld, um die Leichname der Gefallenen zu holen. Sie wurden von den kaiserlichen Truppen angegriffen, die einige töteten und 27 gefangen nahmen. Letztere wurden nach Fez gebracht.
Großer Diebstahl.
Kempten, 8. Febr. Der „Allgäuer Ztg." zufolge ist während des Vormitlagsgottesdienstes im Pfarrhof zu Walten« Hofen bei Kempten eingebrochen worden. Die Diebe stahlen Wertpapiere in Höhe von 23000 Mark. Die Kunde verbreitete sich rasch in der Kirche und ein Teil der Kirchenbesucher nahm die Verfolgung der Einbrecher auf. In der Nähe von Lenzfric-d wurden sie eingeholt. Als sie sich verfolgt sahen, warfen sie die Wertpapiere fort und feuerten