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bringen, eS ist schon jetzt Gelegenheit geboten, sich mit Einlaßkarten zu versehen, indem eine EinzeiLnungsliste in Zirkulation gesetzt ist. Die öffentlichen Verkaufsstellen für Eintrittskarten rc. werden noch dieser Tage durch Inserate bekannt gegeben. Da der Besuch dieser Festlichkeit selbstverständlich ein allgemeiner sein wird, so dürfte sich das frühzeitige Anschaffen von Einlaßkarten sehr empfehlen.
* Wahlbewegttng. Nach der Meldung eines Zentrumsblattes beabsichtigt das Zentrum für den Wahlkreis Hanau-Gelnhausen-Orb einen eigenen Kandidaten aufzusiellen. Bereits bei der 1893er Wahl war das Gleiche der Fall.
* Stadttheater. (Benefiz Wehn.) In der morgen stattfindenden Aufführung der beliebten Posse: „Kyritz- Pyritz" werden die Hauptrollen wie folgt besetzt sein. Die Benefiziantin wird den „Emil Thülecke" darstellen. Da die Partie zu den Lieblingsrollen der trefflichen Darstellerin gehört, dürfte sie mit dieser an ihrem Ehren-Abend sicherlich eine vorzügliche Leistung bieten. Den „Rux" spielt Herr Gehrmann; „Piepenbrink" Hr. Jungk, „Lietzow" Hr. Retzbach, „Ulrike" Frau Hantke, „Theudelinde" Frau Rieger, „Frau Soltmann" Frl. Hohenfels, „Ebert" Hr. Feist, „Susanne" Frl. Leoni, „Ranke" Hr. Schwarz, „Klobig" Hr. Rygrin und „Schwefelmann" Hr. Firmans — Die Regie führt Herr Gehrmann. Vorrecht der geraden Nummern am Freitag vormittags von 10—11 Uhr.
* Konzert des Weins'schen Gesangvereins. Wir verwesten auch an dieser Stelle nochmals au' das nächsten Samstag in der „Centralhalle" stattfindende Konzert des Weins'sLcn Gesangvereins und bemerken, daß, vielfachen Wünschen entsprechend, auch für die Dauer des Konzertes Orchestertarten zu Mk. 1 ausgegeben werden. Diese Karten sind ebenfalls in den beiden Hofbuchhandlungen erhältlich.
* 4. Abonnements-Konzert Eentralhalle. Las
4. Abonnementskonzert am 5. «Februar wird durch drei hervorragende Künstler vertreten sein, nämlich durch Frl. Adele Krauß von der Hofoper Berlin, die Biolin-Virtuosin Frl. Klara Schwarz und Herrn Edmund Hertz, Pianist. Das Konzert beginnt um 8 Uhr.
* Kaisersgeburtstagsfeier im evang. Arbeiterverein. Gemeinsam beseelt von Gefühlen der Liebe und Verehrung zu dem allerhöchsten Landesherrn hasten sich gestern abend dre Mitglieder des evangelischen Arbeitervereins mit ihren Familien im Weismantelschen Saale vereinigt zu einer einfachen Feier des Geburtstages Sr. Maj. des Kasters und Königs. Rach den einleitenden Begrüßungsworten des Vorsitzenden Herrn Lehrer Kleinhans hielt Herr Pfarrer Bär eine längere, vorzüglich aufgebaute Ansprache. Der Redner stellte zwei Gedanken in den Mittelpunkt seiner Ausführungen: den imperialistischen und den sozialen. Kaiser Wilhelm II. sei der Vertreter und Patron beider für unser Volksleben so hochbedeutsamen Gedanken. Der imperialistische Gedanke, richtig verstanden der Gedanke eines mächtigen, expansiven, zukunftsreichen, achtunggebietend im Rate der Völker stehenden Reiches, sei ein alter. Schon vom Beginn unserer Zeitrechnung von Hermann dem Befreier leuchte das Morgenrot des Deutschgedankens. Seine Zukunft beweise eine unverdächtige englische Stimme: „Die Zukunft Deutschlands ist die Zukunft der Welt!" Der soziale Gedanke, der seine Wurzeln habe im Christentum, sei erst neuerdings in die Tat übersetzt, aber schon jetzt zur hellen Bewunderung des Auslandes ausgereift. Die christliche und national stark ausgeprägte Persönlichkeit Wilhelms 11. bürge uns dafür, daß auch dies große, notwendige Werk nicht ins Stockengeraten werde. Die Ansprache schloß mit einem Hoch aus Kaiser und Vaterland, in das mit freudiger Begeisterung die Anwesenden einstimmten. Hierauf folgte die Äbsingung der Nationalhymne. In ungetrübter Fröhlichkeit setzte sich dann das Fest bei Vorträgen der Gesangsabteilung, Gesangssoli und humoristischen Darbietungen fort.
* Stiftungsfest. Der hiestge Lokomotivführer-Verein (Zweigverein des Deutschen Lokomotivführer-Vereins) feiert am Sonntag den 15. Februar er. sein 19. Stiftungsfest im Saale „zum deutschen Haus". Ausweislich des uns vorliegenden Programms dürfte ein hübscher Abend bevorstehen, da die Männer vom „eisernen Roß" sich jede erdenkliche Mühe gegeben haben, um das Fest interessant und unterhaltend zu gestalten. Das Nähere wird noch bekannt gegeben. Hoffentlich werden die Veranstalter für ihre Mühe durch ein volles Haus belohnt.
* Jubiläumsbecher. Zum Andenken an die 600jährige Jubelfeier der Altstadt hat die Glas- und Porzellanwaren- handlung Schulz in der Fahrstraße einen Jubilâumsbecher Herstellen laffen, der nach einem Entwurf unseres einheimischen Künstlers Herrn Maler Schultz gefertigt ist. Der Becker ist aus antikem Glas hergestellt und zeigt in künstlerischer Ausführung die Bürgerrechtsurkunde, deren Schild den Wunsch enthält: „Prosit, noch 600 Jahre dazu! Ein zweites Bild zeigt das Altstäbter Wappen mit dem Wahrzeichen der Hanauer, den „Gehlerüben", und eines Löwen mit Bierglas. Die Becher dürften ein hübschen Andenken an die Jubelfeier bilden. Die Verkaufsstelle für die Altstadt befindet sich in der Cizarren- Handlung von Gottfried Brög Nachf., Marktstraße.
* * Falsche Einmarkstücke. Zur Zeit kursieren hier wieder eine außerordentlich große Anzahl falscher Einmarkstücke. An einem der letzten Tage wurden nicht weniger wie sieben Stück angehalten. Die Falsifikate tragen sämtlich die Jahreszahl 1887 und das Münzzeichen A, haben einen matldläu- lichen Glanz und fühlen sich fettig an. Echte Markstücke fühlen sich durch die scharfe Prägung hart und rauh an. Also Vorsicht!
* * Unfug. Ein Unfug gröbster Art wird gegenwärtig von einigen halbwüchsigen frechen Burschen an verschiedenen Orten der Stadt getrieben. Dieselben machen sich das „Vergnügen", mit sog. kleinen Taschenteschins vorzugsweise nach den Fenstern zu schießen, hinter welchen abends Leute beim Lampeuschein sitzen und lesen, um diese dadurch zu erschrecken. Diese Bürschchen, denen man übrigens auf der Spur ist, mögen sich einmal merken, was sie ein derartiger „Spaß" kosten kann, wenn sie dabei ertappt werden. Der § 367 des Reichsitrafgesetzbuches besagt nämlich: „Mit Geldstrafe bis zu
Donnerstag
1150 Mark oder mit Haft wird bestraf«, wer ohne polizeiliche Erlaubnis an bewohnten oder von Menschen besuchten Orten mit Feuergewehr oder anderem Schießwerkzeug schießt, oder Feuerwerkskörper abbrennt."
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H Niederrodenbach, 28. Januar. (Gauturnfest.) Der in Niedermittlau abgehaltene Gauturntag des Kinziggaues beschloß, das diesjährige Gauturnfest in unserem Orte abzuhalten. Das Gauanturuen soll ausfalleir und dafür im Herbst eine Gauinrnsahrt mit volkstümlichem Wettturmn stattfinden.
•}• Eichen, 27. Januar. (Unfall eines Postwagens.) Gestern abend, kurz vor 7 Uhr, verunglückte in dem Hohlwege oberhalb Eicken das von Heldenbergen nach Höchst gehende Postwägelchen, indem das Pferd vor einem entgegenkommenden Fuhrwerk scheute und die Böschung hinauf» springen wollte, wobei es samt dem Wagen umfiel. Von den zwei Paffagieren, beide Handelsleute aus dem benachbarten Höchst, erlitt der eine einen schweren Beinbruch, während der andere und der Postkutscher mit dem Schrecken davonkamen. Pferd und Postkutsche konnten erst den anderen Morgen nach Heldenbergen zurückgebracht werden.
* Fechenheim, 28. Januar. (Kaiscrgcburtstags- feier). Gestern abend veranstaltete die hiesige Ortsgruppe des n a t i o n a l l i b e r a I e n Wahlvereins im Saale „Zur Schanze", welcher mit den Bildnissen der ersten Kaiser, ringsum mit Fahnen und Enblemen und auf der Bühne mit der in frischem Grün prangenden Büste unseres jetzigen Kaisers geschmückt war, die Feier des Geburtstages unseres Kaisers, die sich eines außerordentlich regen Besuchs der Parteifreunde erfreute. Nach. den von der konzertierenden i Kapelle zur Eröffnung vorgetragenen effektvollen „Deutschen Kaiser Marsch" von Golde hielt Herr Lehrer Martell von Frankfurt die Festrede. Das Glück und die Freude, Kaisers Geburtstag zu feiern, war auch immer dein beut]d)en Volke beschieden. In den Zeile«: seiner Zerrissenheit unb Zerstückelung hatte es den Wunsch: „Handlung und Wissenschaft hebe mit Mut und Kraft ihr Haupt empor," heute : aber erschalle cs laut durch das ganze Vaterland: „Handlung und Wissenschaft hoben mit Mut und Kraft ihr Haupt empor," denn gar manche deutsche Firma genieße Weltruf unb sende seine Erzeugnisse über alle Meere 311 den fernsten Ge- staten und deutsches Wissen unb Können finde Bewunderung unb Nachahmung in allen Landen. Dieses verdanke Deutschland seinen Kaisern und jenen großen Männern, die ihnen zur Seite gestanden, aber auch der Mitarbeit des ganzen Volkes. Das ganze Volk hat darum auch Grund und Ursache, sich der Errungenschaften einer großen Zeit und des Ausbaues derselben unter der friedlichen Regierung unseres Kaisers 31t freuen, besonders an seinem hohen Geburtstage. Wahre und innige Vaterlandsliebe durchdringe ihn in seiner Meinung über herrschende Tagesfragen und seiner Stellungnahme zu denselben und in seinem Streben, mit feinem Volke zu fühlen, zu denken und zu handeln als eine moderne Persönlichkeit. An seinem Geburtstage aber beseele alle der Wunsch, daß ihm auch in Zukunft tüchtige Männer zur Seite stehen, daß seine Worte und Taten, durchdrungen von. glühender Vaterlandsliebe, auch nur so verstauben würden, daß endlich Thron und Volk vereint seien allezeit zum Wohle des Vaterlands. An bem begeisterten Kaisertoast reihte sich der gemeinschaftliche Gesang der Nationalhymne. Bei Bericht über den weiteren Verlauf der Festesfeier, sind vor allem die Gefangsvoriräge der Konzertsängerin Frl. E. Panli aus Frankfurt lobend hervorzuheben. Ihre schöne Stimme, ihre vollendete Ansbildung, ihr natürliches, von aller Befangenheit freies, sicheres Auftreten erregten allgemeinsten Beifall und Bewunderung, besonders bei „Jl baccio" Walzer v. Aditti. Auch die von einem Doppelquartett vorgetragenen Chöre: „Kriegers Abschied" v. Panli und „Im Feld des Morgens früh" v. Burkhardt unter Leitung des Herrn Lehrers Pauli von hier fanden reiche«: Beifall. Jin weitere«: folgten Solo- vorlräge, zumeist hnmoristischen Juhalts und Tanz, bei welchen: man sich noch lange vergnügte. —
* ** Fechenheim, 28. Januar. (Schulfeier.) Die hiesige evangelische Schule hielt auch in diesem Jahre wieder die Kaisers-Geburtstagsfeier in der Turnhalle ab und fand auch seitens der Eltern der Kinder recht zahlreiche Beteiligung. Nach dem einleitenden Gesang „Lobe den Herrn" hielt Herr Lehrer Ziegler eine Ansprache, in welcher er die Herrschertugenden unseres Kaisers rühmte, ferner die Segnungen feiner den Frieden schützenden Regierung darlegte und als schu'digm Dank das erneute Gelöbnis der Liebe und Trene zu Kaiser und Reich zum Ausdruck brachte. Erhebend war sodann die Deklamation: „Huldigung der Blumen" v. O. Lassen, vorgeiragen von Schülerinnen der 1. Mädchenklasse, sowie die Gesänge des Schülerchores; „Gott schütze den Kaiser und das Reich" nach der Weise der russischen Nationalhymne und das niederländische „Dankgebet" von Kremier. Im übrigen wechselten Deklamationen der Schüler und Gesänge patriotischer Lieder.
• $< Rohdorf, 28. Januar. (Kaisers Geburtstag.) Anch hier wurde der Geburtstag Sr. Maj, des Kaisers durch den Kriegerverein in würdiger Weise begangen. Die Feier fand am 25. d. M. in dem Saale „zum Schwan" statt und rourte eingeleitet durch den Kaisermarsch (Kamerad Roß und Wörner-Eichen), worauf Kamerad Knoche die markige Worte enthaltende Festrede hielt, welche mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf unseren obersten Kriegsherrn schloß. Weiterhin brachte die Feier den Vortrag patriotischer Lieder und Musikstücke. Zuletzt wurde noch ein flottes Tänzchen arrangiert.
7. Langendiebach, 28. Januar. (Kaisers Geburtstag.) Der diesjährige Geburtstag Sr. Majestät un eres Kaisers wurde von dem hiesigen Kriegerverein in folgender Weise gefeiert, ,Am vergangenen Sonntag fand gemeinsamer Kirchgang statt. Gestern abend versammelte sich der Verein und die dazu eingeladenen Gäste im schön dekorierten Saale des Gastbanses „zum Schwanen". In Abwesenheit des Vereinspräsidenten und durch plötzliche Erkrankung des stelloertreienden Vorsitzenden übernahm der Schriftführer Herr Kaufmann Schupp den Vorsitz, während Kamerad Herr Pfarrer H e r ch e n r ö t h e r die Festrede über-
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nommen hatte. In begeisterten Worten schilderte der Redn" die edöt, landesvâlcrliche Fürsorge unseres Kaisers und pries ihn als Frikbenssürstkn, alle ermahnend, recht festzustehen zu Kaiser und Reich. Die Rede schloß mit einem brausenden Hoch auf Se. Majestät den Kaiser, worauf die Nationalhymne gesungen wurde. Im weiteren Verlaufe hielt dann Herr Lehrer Weckmann einen gut durchdachten Vortrag über das Thema: „Drei Männer aus Deutschlands schwerer Zeit". In diesem Vortrage schilderte dann Redner die drei deutschen Patrioten Arndt, von Schenkendorff und Körner in vortrefflicher Weise, wofür bem Vortragenden reicher Beifall gespendet wurde. Ji: mupkalischer Beziehung — Vorträge für Klavier und Geige wurde außerordentlich viel und schönes geboten. Hierfür gebührt auch den Herren Lehrer Gustav Hofmann, Heintz, Seip, Obermann und Herrn Kaufmann KIös besonderer Dank, nicht minder Dank auch dem Herr«: Lehrer J. Hofmann und Herr«: Ries ans Großauheim für ihre gediegenen musikalischen Vorträge. Auch einige fo= wische Vorträge fanden allgemeinen Beifall. So verlief die Geburislaosfeicr^ in fdföucr und würdiger Weist. Es soll schon ziemlich früh gewesen sein, als die letzten Teilnehmerde«: heimatlichen Penalen zuüeuerten.
(!) OberiMgheim, 28. Januar. (Kaisers Geburtstag.) Der hieüge Krieger-Vereir« feierte am Dienstag abend iu seinem Vereinslokal bei Kamerad Schmidt den Geburtstag S. M. des Kaisers durch ein gemütliches Beisammensein. Eröffnet wurde die Feier nach 8 Uhr durch den Vorsitzenden Kameraden H. Lind bur$ eine Ansprache, die der Bcdeiitnng dieses Tages gedachte und die Kaineraden an ihr Gelöbnis der treuen Anhänglichkeit an Kaiser und Reich erinnerte, endend mit einem Hoch auf S. M. den Kaiser, das begeistert ausgenommen wurde. Allerdings wäre ein zahlreicherer Besuch der Kameraden erwünscht gewesen, «vas hoffentlich bei der nächsten Feier der Fall sein wiro.
Sprechkaai. iflir bie unter bietet Rubrik etngetaubten Notmn übernimmt die Redaktivu dem Publikum ^e^enüber keinerlei Beantwortung.
Offener Brief an die hochwürdigen Presbyierien der Marien- und der Johanniskirche, sowie der Niederländischen und Wallonischen Gemeinde
hierselbst.
„Unlerzeichneler erlaubt sich hiermit, ben bochwürdigen Presbyterien der Marien-, der Johannis-, sowie der Französischen Kirche den Vorschlag zu macken, die Kollekte vom nächsten Sonntage dem Baufonds für den Neubau des Diakoniffen- heims zuzuführen. Ich bin überz-ugt, daß der Gedanke bei unserer evangelischen Bevölkerung auf guten Boden fallen wird, und wenn die Herren Pfarrer, welche den Fellgottesdienst abhalten, das unmittelbar nach der Predigt verkünde«:, so wird, ohne jemand sonderlich weh 31t tun, ein hübsches Sümmchen eingeben, dem sich dann später vielleicht noch anbere Gaben anschlietzen. Für mein Teil kann ich wenigstens Versucher«, daß, wenn erst der Anfang mit einer Sammlung gemaM W anderes nachkommen rowb. Will jemand einen größeren Beitrag geben, so werden die Herren Geistlichen gewiß gerne bereit sein, denselben in Empfang zu nehmen und an den Vorstand des Diakonisfenbeims abzuliefern, wie ich schon mit 2 Gaben getan, worüber später ein Mehreres. — Wenn die katholische Gemeinde für den St. Vincenz-Verein und die evangelische für das Diakonisfenheim sammelt, so ist das ein herrliches Beispiel znm Grundsatz: Getrennt marschieren und vereint schlagen!
Hochachiungsvollft und ergebenst
Hanau den 28. Januar 1903.
Carl Neßler".
Telegraphischec Wetterbericht der deutsische Seewarte.
Telegramm aus Hamburg vom 29. Januar,
9 Uhr 38 Min.
Ein Maximuii« über 777 mm lagert über Frankreich, ein Minimum von 730 mm westlich von den Lofoien. In Deutschland wehe«: an der Küste frische bis stürmische, "im Binnenland mäßige westliche und lüdwellliche Winde. ' Das Wetter ist mild, meist trübe, vielfach ist Regen gefallen.
Prognose für den 30- Januar: Fortdauernder herrschenden Witterung wahrscheinlich.
Hue Nab und fern,
Schlüchtern, 17. Januar. In der „Schl. Ztg." legt ein Kreiseingesessener eine Lanze für eine neu zu erbauende Kleinbahn Sterbsritz-Schlüchlern Salmünster ein. Diele Bahn würde Sterbfritz, Sannerz, Vollmerz, Herolz, Schlüchtern, Niederzell, Steinau, Ahl und Salmünster direkt verbinden, diese Orte enthalten 9500 Einwohner ober Va der gesamten Kreièbewohner und wenn man nun noch die nabe bei diesen Orten gelegenen Gemeinden berücksichtigt, wie Weichersbach, Mottgers, Weiperz, Ramholz, Elm, Hohenzell, Btllings, Breitenbach, Marborn, Seidenro:h und Soden, so kann man wohl ohne Uebertreibung sagen, daß eine solche Kleinbahn dem größten Teil des Kreises ein Verkehrsmittel schaffen würde. Sobald diese Bahn fertig gestellt ist, würde man dann eine Abzweigung von Sterbfritz über Heubach nach Uttrichshausen anzustreben haben und ferner müssten durch die Seitentäler der Kinzig die größeren Orte des Vogelsberges wie Ulmbach angeschlossen werden.
Neffe (Kr. Fritzlar), 26. Januar. Ein eigenartiger Unglücksfall ereignete sich die'er Tage im Scharfschießgelände des 1. Kurh. Feld Art.-Regt. Nr. 11. Ein Geschoß verirrte sich wahrscheinlich infolge falscher Geschützuchtung in unser Dorf und beschâdigle ein .^au§.
Homburg, 27. Januar. Durch die Stiftung eines Hesien-Denkmals für Homb««rg seitens des Kaisers, auf dem die überlebensgroße«: Relresbilder des letzten Landgrafen Ferdinand und des Landgrafen Friedrich IL angebracht werden