2. Januar.^
Techniker 30, Jmisien und tö^re Verwalttingsbeamte 29 initiiere Verwaliungèbeamte 19, Zehrer 51, Lehrerinnen 41, sonstige Berufe und Beruslote 32, abgesehen von . den beruf - losen Frauen, deren Zahl 69 betrug. Die Gesamtzahl irr die Vorlesungen der Akademie besuch°nden Frauen betrug 115.. Von den Ho Manien waren 82 akademisch gebildet.
* Jubiläum. Herr Armenverwalter Clasen blickte mit dem gestrigen Tage auf eine 25jährige Amtstätigkeit zurück.
^Konzert der Nlanenkapelle. Wie an anderer Stelle fdboit erwähnt, ist die Dekoration, welche diè „Carneval- geiellscha't" im „Deutsche» Hause" geschaffen hat, diesmal eine ganz besonders wirkungsvolle, bei der sich die Hand unseres Manschen Künstlers Herrn Ma er Schulz wieder glänzend bewährt hat. Auch sein Sohn, sowie eine Anzahl Mitglieder der Carnevalgeselllchaft haben geholfen, das schwierige Werk auszuführen. Es dürfte inkeresstren, zu wissen, daß Herr Mustksirigent Urbach das Nützliche mit dem Angenehmen verbindet und auch denjenigen Gelegenheit gibt, das Kunstwerk in Augenschein zu nehmen, welche die Festlichkeit der Carneval- gesell'chaft nicht besuchen konnten. Es findet nämlich am nächsten Sonntag abend ein Konzert der gesamten Ulanenkapelle statt, zu welchem das Programm noch bekannt gegeben wird. Es wird daher wohl dem nächsten Ulanenkonzert an zahlreichem Zu'pruch nicht fehlen.
* DepoirmtersKlaMng. Die kursierenden Gerüchte yer den ungünstigen Stand des hier am Orte betriebenen kleineren Bankgeschäfts Mich. Benjamin Nach f., Jn^ Haber: Leopold Lilienfeld, gaben der Behörde Veranlassung, der Sache weiter auf den Grund zu gehen. Am Mittwoch nachmittag erschienen der Erste Staatsanwalt Lehmann und Gertchtsassessor Schwartze in dem Lokale des genannten Bankgeschäfts und nahmen eine eingebende Untersuchung und unter Heranziehung von Sachverständigen auch eine Prüfung der Bücher vor. Es ergab sich, daß bereits seit 1896 eine geordnete Buchführung und Bilattzziehung nicht statigefunden, auch verschiedene Depots unterschlagen waren. Diese vorderhand konstaiirien Vergehen genügten bereits, um zur Verhaftung des Geschäftsinhabers schreiten zu können, die gegen 7 Uhr abends erfolgte. Ja der Kasse befanden sich noch 6 Mk. In welchem Umfange die Veruntreuungen stattgesunden haben, wird sich noch ergeben, doch dürfte heute bereits feststehen, daß, da das Bankgeschäft selbst nur in mäßigem Umfange betrieben wurde, auch die Summe der veruntreuten Beträge sich nicht allzu hoch stellen wird. Lnder werden durch den Fall wohl meist Leute in kleinerer Vermögenslage betroffen.
* Der Eisenbahttbearnten-Verein feiert Sonntag den 4. Januar im Saale der „Brauerei Weismantel" seine Weihnachtsverlosung. Freunde und Gönner des Vereins sind dazu freundlichst eingeladen. Anfang 6 Uhr.
* Schneller Tod. Ein bejahrter Kektenmacher des Grubnerschen Geschäfts wurde am Mittwoch abend im Kabinet von einem Sâlaganfall befallen. Er war sofort tot.
* Wasserrohrbruch. In der Hofpiialstraße fand gestern ein Wasserrohrbruch statt.
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D Fechenheim, 1. Januar. (Bran d.) Der gestrige Sykvesterabend, den zu feiern man hier und da bereits sich anschickte, wurde in jäher Weise gestört durch lärmenden Feuerruf und die schrillen Feuerstgnale, welchem mit einem Male durch die Straßen unseres Ortes ertönten. Eine dem Oeko- nomen Herrn Karl West dahier gehörende Scheune war in Brand geraten und rasch stand dieselbe, da reichlich Nahrung sich bot, in hellen Flammen. Schnelle Hilfe war dringend geboten, denn ringsum, zum Teil in unmittelbarer Berührung mit der brennenden Scheune, standen mehrere Wohnhäuser, deren Bewohner auch sofort alle Habe in Sicherheit brachten. Mit aller Energie griff deshalb auch die hiesige Freiwillige Feuerwehr, sowie die Wehr der chemischen Fabrik von Cassella und Cie. hier, unter dem perjönlichen Kommando des Herrn Direkior Dr. Hoffmann ein, und wirklich gelang es, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken und weiteres, sicher drohendes Unheil zu verhüten, so daß die Offenbacher Feuerwehr, welche mit einer Dampf'pritze angerückt kam, nur noch wenig zu tun vorfand. Unglücklicher Weise führten über die Brandstätte einige Hauptleitungen der elektrischen Beleuchtung, welche nun durchschmolzen, so daß die Straßen in völliger Finsternis lagen und auch in den angetchlossenen Wohnungen das Licht ausging. Ueber die Entstehung des Feuers hört man, daß das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in unmittelbarer Nähe der Scheune seitens Kinder die Ursache sein soll.
Barometerstand
mittags 12 Uhr am 31./12
Sehr trocken beständig ‘' ^ 760— Bl Veränderlich fe=
2./1.
Viel Regen
Sturm
Regen (WindH^Q— >» ...
Telegraphischer Wetterbericht dtt deutschen Seewarte.
Telegramm aus Hamburg vom 2. Januar,
9 Uw 35 Min.
Eln Maximum über 764 mm lagert über Oesterreich, in Minimum unter 738 mm nördlich Schottlands, eine Teil-
Frettag
öepreiHon über der Mitten See. In Deutichland wehen schwache, meist südliche und südwestliche Winde. Das Welter ist trübe, meist etwas kälter; meist sind Niederschläge gefallen.
Prognose für den 3. Januar: Mildes meist trübes Wetter mit Niederschlägen wahrscheinlich.
Kanarrs Vereins- n. Vergnügungsnachrichten
für Freitag den 2. Januar.
(lmMcrcin: In der Aula »er Königl. Zeichenakademie; All-stellung von Gemälden und Bildwerken.
Ztadttheater in Donau: „Die Journalisten'' Anfang 7 Uhr.
-v. Männer- u. JünolingSverein: NnrertzMtUkwsaben- (@r. Vereins^). Hanauer Kellnerverein Vereinsabend 'n der Restauration Ulfaser. Lurn- u Fechtk.ub: Fechten um Turnen. Aännerabteiluna der Turnameinde; Turnen.
Verein für Homöopathie und Naturheilkunde: Vereinsabend in der „goldenen ©erste".
Verein der Bayern: Vereinsabend int Gasthaus »zur Sonne" Klub »Amicitia": Vereinsabend im Restaurant „z. großen Kurfürsten" Klub der „Harmlosen": Gemütl. JulammenknnU 'm ^ranffurte' Bau" Klub „Schlaraffia* Vereinsabeno m Der Restauration „Alemannia". B cycle-K«ub 1896: Klubabend im »Kaiser Friedrich". Gesellschaft „Scharys Eck": Monatsuersammlvna. BicyKeklub „Hanobiâ*: Klubabend in der «Revauration Carlsberg*. Hanauer Schiitzenverein: Abends 9 Uhr: Zimmerstutzenschießen. Athletenklub Germania" : Riegenstemmen und Rinoen der 1.. 2. und 3. Klaffe (Restauration. Wagenbach, Paradevlatzl. Mèrkes'scher Stenograph,'' - Verein: Fortbil^ungSkurtus „zur Sonne* Stemm- 1L Ring- ^lud .Eiche" : Abends bon 9—IC Ubr: Ehrenpreis- stemmen, von 10—11 Ringen (Restauration „Wiener Sbitze'.
Drahtnachrichten.
Der Ausgleich.
Budapest, 1. Januar. Ministerpräsident v. Szell empfing heute eine Abordnung der liberalen Partei, namens deren der Abg. Emmerich Hodossy die Neuj'hrs-Glückwün'che der Partei zum Auèdruck brachle. In Erwiderung der Ansprache stattete der Ministerpräsident auch namens der Mitglieder des Kabinetts für das ausgedrückte Vertrauen seinen innigsten Dank ab und sagte sodann mit Bezuz auf den gestrigen Abschluß des Uebereinkommens mit dem österreichischen Minlsterpräsilenten v. Körber: „Ich komme soeben aus einer Schlacht; an mir klebt noch der Staub des Kampsfeldes. Erst vor wenigen Tagen hat der große Kampf und die große Arbeit den Abschluß gefunden. Es gibt jedoch in diesem Kampfe keinen Sieg und keine Niederlage, und doch hat es in diesem Kampfe einen Sieger gegeben. Sieger ist der Gedanke geblieben, daß zwei Staaten, die, wie Ungarn und Oesterreich, durch die Gemeinsamkeit des Herrschers und durch unlösliche Bande verknüpft sind, richtig handeln, wenn sie bestrebt sind, auch die wirtschaftliche Gemeinsamkeit aufrechtzuerhalten, indem sie sich mit Berücksichtigung ihrer wechselseiligen Jnterffsen verständigen und eine billige Ausgleichung dieser Interessen versuchen. (Lebhafter Beifall.) Der Ministerpräsident erklärte hierauf, er werde hinsichüich des Inhalts der mit Oesterreich geschloffenen Uebereinkunft im Reichstage Eröffnung'« machen, er hoffe, die Volksvertretung werde dem Ausgleich ihre Anerkennung nicht versagen. Derselbe sei mit vollständiger Wahrung der Interessen Ungarns und gerechter Berücksichtigung der Interessen Oesterreichs geschloffen worden. Der Ministerpräsident erklärte sodann, et habe danach getrachtet, den wirtschassiichen Zuständen des Landes, auf welche die Ungewißheit der langwierigen Verhandlungen schwer gelastet habe, die Stabilität wiederzueben; falls jedoch rin Uebereinkommen mit Oesterreich auf der Grundlage der Billigkeit nicht möglich gewesen wäre, sei er entschlossen gewesen, ein getrenntes Zollgebiet zu errichlen. (Beifall.) Redner schloß, indem er die Partei ersuchte, namentlich int Hinblick auf die großen Aufgaben, die des Parlaments harren, ihm und seinem Kabinett fernerhin Vertrauen und Unterstützung zu gewähren. In diesem Falle könne das Land mit Zuversicht der Zukunft entgegensetzen. (Lebbastet Beifall.)
Budapest, 1. Januar. Sämmtliche Blatter drücken ihre hohe Genugtuung über den Abschluß des Uebereinkommens zwischen den beiden Regierungen betr. die zoll- und handelspolitischen Verhältnisse aus. Der „Pester L.oyd" schreibt: Wie wir erfahren, hat Ungarn alle Urmche, mit dem zustande gebrachten Au^g'eich zufrieden zu seN. Die ungarische Regierung widersetzte sich den ungerechten Forderungen v. Körbers so lange, bis diese im letzten Augenblick fallen Massen wurden, und erst, als dies geschehen, gelang es auf Grund der Vorschläge v. Szells, der sich ein unvergängliches Verdienst um den Ausgleich erwarb, sowie dank der Geichickffchkeit v. Kölb-rS, der für die Interessen Oesterreichs mit Zähigkeit läwpfie, einen Modus dafür zu finden, daß Ungarn volle Kompensation für die an Oesterreich gemachten Zugeständnisse erhalte und umgekehrt.
Kettelev-Dènkmal.
Peking, 1. Januar. (Reuter.) Das Denkmal für den ermordeten deutschen G sandten V. Ketteler ist vollendet und soll am 18. Januar eingeweiht werden. An der Feierlichkeit werden deutsche und chinestiche Beamte iéilnehmen. Die deutsche Gesandtschaft hatte voryeichlagen, die Einweihung Sm Geburtstage des deutschen Kaisers stallfinden zu lasten, China wendete aber ein, daß die F?ier an biedern Tage mit der Fe er des chinesi'chen Neujahrstages zusammenfallen würde. Die Einweihung wurde deshalb auf den 18. Januar festgesetzt. Das Denkmal besteht in einem importiert weisen Bögen, der sich über die Hauptgefchâflsstraße an dem Punkte spannt, wo der Ge'andte ermordet ww.de. In den Bogen sind Butzinschriften in deutscher, lateinischer und chinesischer Sprache eingemeißelt.
Graf Lamsdorff in Wien.
Wien, 1. Januar. Heute vormittag ließ der Kaiser durch einen F.ügUadjutanten dem Grafen Lamsdorff sein Bildnis in prachtvollem Rahmen überreichen.
Wien, 1. Januar. Das „Fremdenblatt" vernimmt, die Persöntichleit des Grafen Lamsdorff machte auf den i Kaiser den günstigsten Eindruck. Die bisherigen Be- I
Seite 3.
iprechungeu bet beiden Minister deS Auswärtigen verliefen befriediaend.
Wien, 1. Januar. Graf Lamsdorff wurde heute nachmittag vom Kaiser in Abfchiedsaudienz empfangen, welche zwanzig Minuten währte.
Zu den Vorgängen in Marokko.
Paris, 1. Januar. Halbamtlich verlautet, die Regierung verstärkte wegen der Vorgänge in Marokko die Garnisonen an der algerisch-marokkanischen Grenze, um ein Eindringen marokkanischer Banden in Algerien zu verhindern. Der in Oran befindliche Kreuzer „Duchayta" hält sich bereit, behufs Schutzes der Franzosen gegebenen Falles nach Tanger abzugehen.
Madrid, 31. Dez. Der Ministerpräsident Siivela hielt dem Könige Vortrag über den Auistand in Marokko. Silvela drückte die Ansicht aus, das der Büraerkrieg gegen die Dynastie gerichtet sei und 'üate hinzu, die Mächte gestanden Spanien das Recht der Intervention zu. Die Regierung werde die jetzigen Umstände benützen, um die Zukunft Spaniens in Ma« rotko sicherzustkllen. Schsteßl ch teilte Silvela dem Könige mit, daß von den Mächten Schiffe nach Marokko entsandt würden.
Aus China.
Peking, 31. Dezbr. (Reuter.) Ueber die Weigerung Cbinas, die Entschädigungen auf der Goldbasts zu zahlen, wurde von den Gesandten, die darüber auch ihren Regierungen telegraphisch berichten, gemeinschaftlich beraten. Es wurde die Frage der Ueberreichung einer gemcinfchaftlichen oder identischen Note erwogen, in der China darauf hiuge- wiesen wird, daß das Protokoll ausdrücklich die Zahlung auf der Goldbans vorsteht. Sollte China seinen Verpflichtungen nicht Nachkommen, so würde das ernste Folgen nach sich ziehen. Die amerikani'che Politik ist das hauptsächlichste Hinderniß, das einer gemeinschaftlichen Note entgegensteht. Die bestehenden Schwierigkeiten werden allgemein der Ermutigung zugeschrieben, den China in dem Umstand findet, daß seine Argumente von der amerikanischen Regierung gutgeheißen werden. Die Chinesen begnügen sich damit, die weitere Entwickelung abzuwarim, weil sie glauben, die Mächte werden es so schwierig finden, sich über irgend ein Vorgeben zU einigen, daß die Angelegenheit auf unbegrenzte Zeit völlig zum Stillstand ko^mt.
Peking, 31. Dezbr. (Reuter.) Auf Anfragen der fremden Gesandtschaften erklärte das Auswärtige Amt die Berichte von kriegerischen Vorbereitungen Tung- f u s h i a n g s allerdings für begründet, wenn sie auch übertrieben seien. Das Auswärtige Amt versicherte, die Vizè- teinige der nördlichen Provinzen verfüoten über eine hinreichende Anzahl Truppen zur Unterwerfung Tungfushiangs. Der letzteren Erklärung wird kein Glauben beigemessen, da man erwartet, daß die Regierungstruppen sich Tuttgfnshiang anschließen werden, für den Fall, daß er einen Aufstand unternimmt. Die öffentliche Sympathie ist auf Seiten Tungfushiangs, der verbannt wurde, weil er bei dem Angriff aus die Gelündt- fchastrn dm Befehlen Höherer gehorchte.
KrönungsfeieMchkeile«.
Tehli, 31. Dezbr. Unter größter Prachtentfaltung wurde heute die Krönung des Königs in dem herrlichen Amphitheater verkündet, in welchem die Königin Viktoria zur Kaiserin ausgerufen morben war. Ungefähr 15 000 Personen nahmen an dem Durbar theil. Nachdem der Dizekönig auf dem mit goldenen Löwen verzierten Throne Platz genommen hatte, verlas ein Herold die Proklamation. Der Vizekönig hielt dann eine Ansprache, in der er sagte, auf dem Durbar sei fast ein Fünftel der ganzen Menschenrasse vertreten; alle beugten sich vor dem einzigen Throne. Eine solche Herrschaft zu gewinnen, sei ein großes Werk gewesen, sie aber zu einem einzigen Garzen zusammevzulchweißcn, sei das größte Werk. Der Dizekönig verlas dann eine Botschaft desKönigs, in der der König dem Wohlwollen, das er für Indien hegt, und der Anerkennung der von den indischen Truppen geleisteten Dienste Ausdruck gibt und die zuversichtliche Hoffnung ausdrückt, daß der Prinz und die Prinzessin von Wales binnen Kurze n Indien besuchen werden. Der König, heißt eS in der Botschaft weiter, wäre selbst gern nach Indien gekommen, wenn es möglich gewesen wäre, er habe indeffen seinen Bruder geschickt. Schließlich gibt der König in der Botschaft all seinen Vasallen und Untertanen in Indien die erneute Versickerung, daß er ihre Freiheiten und Rechte achten und ihre Wohlfahrt sich angelegen sein lasten werde. Nach der Verlesung der Botschaft verkündete der Vizekönig, daß die Regierung für drei Jahre keine Zinfen von den Anleihen beanspruche, welche die indische Regientng den Eingeborenen-Staaten aus Anlaß der Hungersnoth gewähre. Nachdem der Vizekönig dann noch auf die unbegrenzte Leistungsfähigkeit Jndi ns hmgkwiesen, wurde ein dreifaches Hoch auf den König ausgebracht. Hierauf wurden die indischen Fürsten dem Vizekönig und dem Herzog von Connaugbt vorgesiellt. Die Füi stea baten den Herzog, dem Könige ihre Glückwünsche zu übelbringen.
Mus aller Welt.
Kampf zwischen Wölfen und Wildschwein. Bei dem überaus strengen Winter und tiefen Schnee, der in Ungarn liegt, können die wilden Tiere des Waldes nur schwer ihre Nahrung finden, und der Hunger treibt sie dazu, sich gegenteilig zu zerfle.jchen. So haben jüngst im Dorfe Krpiiü (Komilat Sâ"0s), und zwar mitten im Dorfe, zwei Wölfe ein Wildschwein artgesoffen, welches vor den blutgierigen Bestien ins Dorf geflüchtet war. Der wütende von ununterbrochenen Geheul begleitete Kampf alarmirte die Dorfbewohner, welche, mit Knütteln bewaffnet, die Kämpfenden umringten. Der Kampf endete, wie vorauszusehen war, mit der Niederlage des Wildschweines, dem die scharfen Zähne der hungrigen Wölfe ganze Stücke Fleifch aus dem Leche rissen. Mtt je einem Fietschfetzen im Rachen ergriffen schließlich die Wolfe die Fluckt, während dem schon verendenden Wildschwein von den Dorfbewohnern der Garaus gemacht wurde.