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3a etArtien, ihm nicht glückte. Fraße stand gemütlich da und vertrieb sich die I-it damit, er raten zu suchen, was der Junge

Eou«en b««ösichrise, und als der mit einem betrübten Achsel« |u5en und leeren Händen sich von dem anderen trennte, gab Fraße ihm feine stille Billigung und «and es k>uq von einem 9 «'^s" Bar chen, sich nichts aufhännen zu lassen.

Flusse wütige Sekunden danach hielt Fra^e seine Tecoeb ure w-eo-r m der Hand und der Junge, welcher ibm di se TSteber zmückgeaeben, achte auf ki!i4e Saldi rur Belohnung 15* Ktne Fhrltchkr'.t. Fraße fiel ruirmm-n w? ein eespranaeneS vStisklov'p^ er begriff, worum die Unterhandlung mit dem r-rüchteverkünier sich gedreht, und weich tn feder Nichtung, wanderte er seinen Weg, oe'chlg'kn und v""rucktet. Eins stand tlar, die Münze war verhext, eS ging w der sie zu wechseln, noch ne wegruwerfen, zu ver'ckenken orer zu verlieren. Erst sei nacknen ist? sad er, wo der F-*Ier lag, sein ^weitire« stück war so e'enr ge'u ist, daß es das Ge K'ck aller andern dergleichen testen mußt«. Und wenn ein Ausländer Besitzer eines derartigen Metollnückes geworden, glückt es bloß mit Beobachtung der äußrrsieu Dorsichtsmaßregeln, dasselbe los zu werden.

Fraße war ehrlich gewesen und gerade auf fein I-el los- g-gangen, aber wir Nordbewo^ner tentz-n k ine Talente, m t minderwertiger Münze zu hantieren, wir sind genötigt, uns daraus zn b-'chränftn, daß wir sie so heimlich al? möglich Hinter die Täfelung in dem von uns g?m>-r-ten A mmer rossen und dann noch dankbar sind, wenn sie nickt w eder auftauchen. Dies tat such Fraße, nachdem er vo fittia die Türen geschloffen und die Scklüssellöch-r mit Pap^erfttzen v-r- nopft hatte. Danach bli b er zwei Tag- zu Ha»'e und p-dte -eine Ma -träte zu,rmmen, um von Rom fortznreiken, er fühlte, d-ß n in dieser Stadt nicht länger würde gedeihen können.

Jäj für meine Person halte große Stücke auf Fraße als 3teuren und Künstler, eher ich b n nicht blind für seine kleinen Eigenheiten. Ha bieten rechne ich bte Leichtigkeit, seine Gemüts- lstw-rangen zu äusern. Als die zwei Tage voll Mißvergnügen

und Selbstv'raitung ihren Weg in den Strom der ßrt ge­nommen und der dritte a^brack, war er wieder munter und vergnügt. Während der Nackt Faste er etwas vom Ring des Po'y'rates ü-träumt und am Moroen n-uße er, daß es eine Giucksmünze war, die er heimlich beiseite geschafft und bereute lief reine Torheit, eine w seltene Münze w-gscheuken zu wollen. Er riß emi e Ellen Tapsten herunter, brach ein Stück der Wandtäfelung los und beschloß, für ewig sein Jwnliresiück aukzub-wabren. Aber da er aus eirener Erfahrung wußte, wie schwer es bisweilen ist, feB't echtes Geld zu behalten, nabm er sich vor, einen ha'ben Tag damit zu verlieren um ein Loch in seine Lire zu bohren und diese in eine Shnur ein» zusädckn.

Schon allein der Umstand, daß er sich den Daumen der reiften Hand verstaucht hatte und außer S'and oej $t war, aus me^rer- Wecken einen Pnftl zu halten, Zollte i6m den zw'isel« asten Wert der Glück münze gezeigt h ben, aber Fraße hatte üb-r ehe Dinge keine eiaen-n J-een. Hernach rannte er in Rom umher mit einem verbundenen F n-er und einer recht schlecht zusammen^piukchten Bleimünze innerhalb der Weste. Für fHen, der ihn hören w»De und auch für andere berichtete er ouslühr'ich deren Hisio-'-e. Ich habe diese auch etliche Male gehört und sie in dieser einzig wahrheitsgemäßen und lehrreichen Form rum Druck befördert.

W-nn Fraße heimkommt, wird er vermutlich versuchen, diese Dir auch ewzu chenken, hochgeehrter Le'er. Teile ihm gleich mit, daß Du sie schon hier in diesem Blatt gelesen hast.

Kunst und Leben.

Vom Volksschiverprels. Das Preisgericht d-s beuif^enBoltsschiSe'prei e * hm bere ts seine'-gke.t' ausge­nommen. Es besiegt aus k» g-nden Herren: Dr. Mfr," v. Berger fHgmß'ira), Bros ssor Dr. Bulthanp« (str-men). P of. Dr. Küster <L ipz g) Prost Dr. Minor (Wienk, Baro > zu Pullitz (Stuttgart), Diret or Dr. Schlenthec (W.rn, P.of.

Dr. Volk lt (Le vz'g), Dr. Franz D'ederich (Dresden), D^' dadwia Fnlba (Berlin), H?rmann S"d«rmann (Berlin), Gerb. Hellm-rs (Bremen), Dr. Bruno W Ui (Friedrich?haqen/ Dr. Erich F-eund (Bres au), Prost Dr. Harnack (Darmstadt'/ Ot-onar Enking (Dres en), Dr. Herm. Diez (Hamburg), Redakteur E. Krause (Königsberg), Dr. F. Mamroih (Frank« furt a. M.' Pg-of. Dr. Diez (Stuttgart). Den Ausschuß des P k sg°rickts bilden die Herrn Dr. Gerb. HellmerS (als Sekre- 'ar) Dr^ Ludwig Fulba, Dr. Erich Freund und Baron zu Pullitz (Stuttg rt). Alle Einsendungen sind an den Sekre­tär des Preis gerichs-AusichufseS, Herrn Dr. Gerh. Hellmers, Bremen, Lo-tzmgstraß- 10, zu richten. Der Schlußtermin der S trenbuH en ist b'r 31. Januar 1905. Das Interesse für den Preis ist sehr rege. So z. B. bewillig'« schon das kgl. ^affeater in M'" sch-n 5°/o des Ueberichusses einer Schiller« Vorstellung dem Preise und kbenN das kgl. Hof'hea'er in Wiesbaden 50 Mk. und das Schillertbeater in Berlin 200 Mk, so daß b«e Koeih-bünde hoffen dürfen, auch das notwendige Kapital für den Preis vom deutschen Volks aufgebracht zn f ben. Das Kapital des erst n Preises ist natürlich längst g«stiert. Bei' e für den Preis sind an das Generalsekre« tariat der deutschen Goethebünde, Herrn J. Wiegano, Bremen, z» richten.

Albumblätttt

War' auch ein Wer Mensch gleich einer lecken Bütte, Die keine Wosttai hält:

Stab beides, Büli' und Nur deine Wohltat ein.

demungeachtet schütte

M-nsch, nickt all,»morsch und alt Wie leicht verquillt ein Spalt.

Lessing.

Fast alles Gro^r in der Welt ist durch das Genie und die Festigkeit eines einzelnen Mannes bewirkt worden, der flehen die Vorurteile der Menge ankämpfte, oder ihr welche beibrachte. Voltaire.