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31. ^WtW

. Werkstätte bie fänftltrii^e Unterweisung mit der iedmifäen Hand in Hand geht. Die Stüler haben daher in der Regel ihre eigenen Entwürfe tniSwibren. Die zeichnerische Behand­lung deS Entwurfes hat sich dann auf das Notwendigste zu beschränken und innerhalb der Grenzen der Werkstattzeicknung zu galten, bei der auf die Darstellung kein wesentliches Gewicht gelegt wird.

18 geeignetster Lehrer für den Werkstättenunterricht in den kunstgewerblichen Abteilungen ist der ausübende Kunst- handwcrker 10 lange zu betrachten, alS eS gelingt, Periönlich- keiren zu finden, die das Künstlerische wie das Technische in gleicher Weise beherrschen. Nur da, wo ausübende Hand­werker mit genügenden künstleri'ch-n Fähigkeiten nicht zu er­langen sind, ist der Unterricht zwischen einem Künstler und einem Techniker zu teilen, wobei der Techniker unter der Leitung des Kün'ticrs arbeitet.

Für Anstalten oder Abteilungen von Schulen, die nicht in erster Linie daS Z-el der Kunsterziehung, sondern das der Heranbildung tüchtiger Handwerker verfolgen (H^ndwerkeri-buten) kommt in der Werkstatt? vorzugsweise die t-chmjche Ausführung in Betracht. Obgleich auch hier der Schüler auf das Künst­lerisch« hinzu,veiien und namentlich sein Sinn für die Iegn*e Entwickelung der Form auS der Konstruktion zu wecken ist, lowird eS sich bei Schulen dieser Art im allgemeinen doch um die Aus­führung vorhandener Entwürfe wandeln. Es ist dann jedoch oeinlich darauf zu schien, daß nur Entwürfe von künstlerisch guter und technisch einwandfreier Art hierfür gewählt werden.

In allen Fällen emnnehlt es sich, den Werkstöttenhetrikb zunächst in klein-« Rahmen zu beginnen und Erweiterungen erst auf dem Basen der gewonnenen Eriabrun-en vorzunehmen. Beim Planen von Neubauten ist jedoch auf die Anlegung von W-rkitätten von vornd-rem Rückstcht zu nehmen. Dabei wer­den, wo die Verhältnisse dies zutossen, solche Wcrk''itten, in denen geräuschvolle Arbeiten ausge'ühr« werden, zweckmäßiger» weist in ein Unter^eiwoß oder, wenn möglich, in ein Neben­gebäude zu verlegen sein.

Die in Sch«!Werkstätten erzeugte« Gegenstände dürfen nicht !l einer Weist veräußert werden, daß daraus dem Handwerk oder der Industrie en Wettbewerb erwächst. Sie können den Abfertigern gegen ent prechenden Entgelt, der zum «'«besten ö,e Mat-"o'kn»ten zu d-cken hat, überlassen, der Sckutsamm- luug einoerl^bt oder anderen Anstalten für deren Sammlungen aber als Unterrichtsmaterial seien Ersatz der Selbstkosten ab­getreten werde«. Soll eine Veräußerung zu engeren als den vorerwähnten Zwecken Rah finden, ja ist diese nicht unter dem Ma-ktwert zulä'sig und bedarf der Genehmigung der Schul- »prfienbe (Kuratorien).

Die für die kunstgewerblichen Fachschulen mit D-rksiatt- unterricht bisher gültigen be-onbere« Besti«mu«gen, betreffend den Abiatz der Erz«rc>nisie, werden eufzedoben. Unberührt riiersrn bleibe« stibn,«-nändlich die unter dem 28. Februar 1902 erlassenen Bestimmunae« über die Buchführung bei der Heritellung und den Verkauf von Waren an den Fachschulen für Textilindustrie.

Die staatlichen und staatlich unterstützten Fach- und Fort- ^ildungsschnlen sind zu ermächtigen, sich wegen der Beschaffung von gebrmiiieln nach Maßgabe vgehender; Bortchriiten mit b« Säulen «io- «VeMSlM^irW MaMkWUMUMng' jS fegen.

Neujahr in Holland und Belgien.

Bon A. de SSmU

(Nachdruck verboten.)

Wie in Frankreich, so gekört in Belgien, und, wenn auch siüher wehr wie jetzt, doch euch heut« noch in Holland der Iahrerwrchwl z« einem der Tage, die festlich begangen w-rden. Es ist ja der Tag der Taae, an dem die rastlos vorüber- Mende Zeit gleichsam einen Augenblick in ihrem Laufe inne

zu halten scheint, und die gequälte und ab-whetzte Menschheit wie in eine Märchenwelt tausend verschiedener beglückender Mög'kchkeit-n bineinblicken läßt.

Zahlreich sind die Feierlichkeiten, womit, wie die Geschichte im8 belehrt, die Menschen den Anfang des nnrn Jahres zu einem Ereignis von ganz besonderer Wichtigkeit erhöhten, r Namentlich über Maien g bt sie uns so manche Auskunft, die ein ganz eigenartiges Bild früherer Zeiten und Sitten entwirft

In Brüssel errichteten die reichere« Einwohner der Stadt den Vorbeigänoern Büfette mit Likören und Erfrischungen vor ihren Wohnungen. Hohe weiße Wachskerzen strahlten feierlich zwischen den Spenden auf. In An'werpen wurde der st-r-atyve Wunscheen sali? Nienfaer von Umarmung?« begleitet, die man sich an dem Tage ohne Geschlechts- und Alter-unterschied gefallen ließ. Edler Wettbewerb fand i« der Provinz Limburg s-inen Lohn darin, daß, wer am ersten seinen Wunsch heroorgebrackt hatte, von dem anderen beschenkt werden muffe. Den ganzen Tag hindurch ertönte das ewige Glückseliges Neujahr" und es wurden Kuchen und Liköre in reichlichem Maße gewendet und verzehrt.

Einer Dkkondnunq aus dem Jahre 1862 gemäß zogen die Brüsseler Dominikaner um Mitternacht in Progelsion nach der Kirche der heiligen Gudule, wo sie das Sakrament der W mder eine Stunde la"g anbeteten. 1695 aber wurde diese Zeremonie auf 4 statt 12 Ubr verlegt. Zu gleicher Zeit bört-n die Ständchen, die um Mitternacht den Au ontäten und Be­hörden der Städte den Anfang des Jahres zu verkünden pflegten, allmählich auf.

Auch die Gewohnheit, Gewehrschüsse abenteuern, sobald die Uhr ihre zwölf feierlichen Schläge über das Land ertönen ließ, erhielt sich nur in einigen Gegenden von Mamland und Limburg. .

Die alten Gebräuche erlösche», während die Gewohnheit 91euiabr8gefdeute zu geben, immer mehr um sich greift, und nicht nur in den französisch redenden, sondern sogar in den aus'chlieksich tiamifden Provinzen.

Der Tag deS Jahreswechsels wird bezeichnet als einer, an dem die Dienstbo'-n ihre L-ute wie Gerichtsvollzieher ver­folgen, wo jeder Glückwunsch mit barer Münze bezahlt wird und jeder Händedruck Geld kostet. Die Postboten, Zeitnnas- anSiräaer, Laternenanzünder ufw. Halten wahre Streifzüge durch die Stadt ab, um ihre Trinkgelder zu bekommen. Die teOuer in den Hotels, Cashs und Restaurants bieten den Stammgästen einen kleinen Almanach oder gebruckies Gedicht, um sich von vornherein für elnmige Neujakrsbejcherungen zu revanchieren. Eine Sammlung all dieser Reime und Sprüche dürfte nicht ganz ohne Interesse sein.

Die Schänkwirte back-n Kuchen für den Brauer, der ihnen das Bier liefert, und die Fleichhändler schicken Uten Kunden ein Stück Hammelfleisch. Noch benizutaqe verschenken die Bäcker in Brüssel und Mecheln Rosinenkuchen. In Brügge erhalten diese ^Nienjaerskes" die Gestalt von Herren und Sternen.

Die Schulkinder in Dinani bringen ihren Lehrern und den Klosterfrauen, deren Unterricht sie empfangen, Naschwerk und Wein mit. Auch di« Bauern bekchen^en bett* B-siW ihres Landes. Arme .Kinder bieten für ein kleines Trink­geld Hostien an, die erste wirb von der Köchin übw die Kücheniür geklebt. In Limburg begehen die Kinder sich am Neujahrstage freudig und erwartungsvoll zu ihren Paten, denn Neujahrsgeichenke werden nicht inS Haus gebracht, man muß sie sich selbst holen.

Der Ursprung dieser Geschenke überhaupt, die jetzt in Frankreich unter dem NamenEwennes" so ziemlich das einzig we:em(ide bei der Feier des Tages bedeuten, fällt weit in die graue Vorzeit zmück.

Wie der Historiker Summachus erzählt, habe Tatius. König der ©abimer und ^eiü^rte des Ng^ulus, der 750

a. C. n. das heilige Rom gründete, sie einaefübrt. Ma» bitte ibm einmal als günstiges Omen Zweige aus einem bei Göttin der Nacht, Sirenia, geweihten Haine geboten. Dit Wiederkehr dieses Tages wollte er festlich begehen und nannh bie Geschenke, welche er zu der Gelegenheit spendete,Strenae", Obwohl Kaiser Claudius sie verbot, wurden die Strengj unter Arcadius und HeonoriuS schon eine vom Kaiser uns Senat beanspruchte Festgabe.

Dieser Branch nun ivurde allgemein.

Der L-aende nach bestanden bie jetzigen gegenseitigen schenke zwi'chen V-rwandten und Freunden zuerst aus Feiger und vergoldeten Datteln, bald ober fügte man Vasen, Edel­steine und kostbare Gegenstände hinzu. Es waren auch wieder die Römer, bie dazu bei der ersten Begegnung an Neujabrsiage Glückwünsche fürS ganze Jahr gesellten.

Auch in den Niederlanden geht der Brauch, sich Neujahrs- gesckenke zu geben, bis in die alten Zeiten zurück, und ob­wohl im 15. Jahrhundert daS Jahr noch nickt mit den» 1. Januar anfing, betrachtete man dennoch den Tag als den ersten des Eonnenjahres, der römischen, im Westen sehr be­kannten Jahresrechnung gemäß, und nannte ihnNieuw» jaarsdag".

Es war umsonst, daß der Gelehrte Svonius in seiner Dissertationüber bie Neujabrsgeschenke" darauf bestand, daß die Christen den geradezu heidnischen Brauch, sich ein glück­liches Neujahr zu wünlchen und dazu Geschenke zu geben, ab­legen sollten. Er erhielt sich biS in unsere Tage hinein, wenn auch freilich in montier Hinsicht geand-rt und als religiöse Feier gänzlich abgeschwächt. Der frühere Brauch aber, sich in TterfeBe gehüllt tanzend und sinkend in der Silvesternacht in den Straßen herum zutreiben, ist völlig verschwunden. Dai Konzil von Torrs verordnete schon 506, die heidnischen Ge? länge durch Sitenien zu ersetzen, auch wurden die Tänze und Masken verbo'en. Vielleicht sind es noch die letzten Spuren dieier Gewohnheit, die man jetzt noch in einigen Flecken in der Gegend von Turnbsut findet.

So schlimm wie in Frankreich und im französisch redenden Bel-ien, wo dieEtrennes" sich zu einer gesellschaftliche« Ver­pflichtung gestaltet haben, der man sich nicht entziehen kann, ebne denbon ton" zu verletzen, und die wie eine grausame Steuer, welche man vor dem Forum seines Geldbeutels nicht einmal mit Nützlichkeiismoliven zu beschönigen imstande ist, auf den Einwohnern lastet, steht's nun freilich nicht in V.am- land und Holland. Hier sind eS nickt die kleinen Leute, die oewissermatzen gezwungen werden, ihre Vorgeirtzten zu be­schenken; auch die französi'che Angewohnheit, die liebenswür­digen Dame« des Hauses mit den köstlichsten und kostspieligsten Banbonu.ören zuüverraschen", hat noch keine Verbreitung gefunden. ^ie Geschenke beschränken sich mriRenS auf Trink­gelder, vereinzelte Blumni'penden und kleine Beiträge für die Sparkasse der Kinder seitens ibrer Eltern und Paten.

Politische ^.undlchau«

Das preußische StaaLsministerium trat gestern zu ein»t Sitzung zwammen. .....^sWWWMm,^»^W

DerMMandln Deulfch-Sudwefiasrfka. General v. Trotha meivkl aus Wmhuk vom 29. Dezember: Am 27. Dez-mber überfiel eine Pairou-lle der zweiten Kompanie deS Regiments Nr. 1 auf dem Rückwege von Maltaböhe nach Gibeon eine Witbo werft bei Tsub Garis. 12 Wilbois fielen. 1000 Stück Kleinvieh wurden erbeutet.

Der Empfang des Oberst Leulwei«. Oberst Lentwein ist in Hamburg von feinem Sohn sowie vom Komman­deur des Jnsanterie-Regiments M. 76 Oberst v. Dassel und Häuptmann n. D. Dannbaner empfangen worden. Oberst Leutwein verweilte längere Zeit mit ihnen an Bord des Dampfer? und begab sich dann in sein Hotel. Oberst Leutwein mit einen von der atrik'niscken-Sonne gebräunten energischen Ge-

er ihn aber vorsiellen könuen, nun mußte er sich wieder an einen Fremden wenden E bat einen vorüberrasenden ©tu« benten mit frisch gereilrem Renommi«r>chmiß.

G-natlen Sie, ^- Günther mein Name .... Möchten Sie die Gefällißkeit haben, mich mit der Hausfrau besannt zu machen?"

»Sie kennen Mama noch nicht? Kommen Sie, bitte, mit mir, ich will loeb s «ach ihr sehen."

Also ein Sohn war and da. Der schien der Mutter wohl mcht rrwäbnenewkrl. Güntb-r folgte dem jungen ge­schmeidigen Kerlchk« in den Speis es aal, wo mit einem 3tf» »unb von Licht, Silber und Blumen einladend für die Gäste gebetft war und eine stolze, reichgekleidete Dame die Tischkarten vertrilte.

Mama, einer unserer Gäste möchte Dir guten Abend sagen.

»^uädi:e Frau, au? bie liebenswürdige Aufforderung 3bre8 Herrn Gemahls hin bin ich heute sehr gern gekommen und bringe herzliche Grüß« meiner Eltern mit."

Danke bestens, Herr L-utnant. Bitte dieselben freund- » ? erwiderv." Eme halbe Verneigung, eine entlassende Kap-bewegung und sie fuhr in ihrer Be chäf.iqunq fort, beim» "M aur ihren M^m, z-nk nd, der in elfter Stunde nach Gäste emlud und sie anzumelden vergaß. Nun mußte sie die Tisch- ordnung wieder umstehen.

Als Günther »erste, daß Mutter und Sohn iraenb etwas -u beraten hatte«, rnüemte er sich diskret und drückte sich an janz-nden und promenierenden Paaren Bothet, in einem der pompös eine ernteten Gemächer ein Plätzchen zu gewinnen, wo er unb-vbachiet beobach en sonnte.

Gern hätte er gelangt, aber ganz gesen seine Gewohnheit fünfte er sich eingeschüchtert, weil er «ichi >8 willkommen schien, als er geglaubt und kein Glied der Familie Planck ihn mit der Damenwelt bekannt gemacht hatte.

Siatt eines gemütlichen Abendessens in engem Kresse tat sich vor ihm der ganze Zauber eines SilvesterballS auf, daS war eine Enttäuschung. Alles um ihn kannte sich, amüsterte sich, nur er cUcm war fremb. Die Tochter des Hauffs hatte er auch «och wi^t gesehen; von näherer Beziehung konnte also keine Rede sein. Gott fei Dank! Er durfte weiter beten zu feinem Götzenbild«, Fühlet daß er hier nur Staffage war

und niemand sich um in kümm-rle, faßte Günther den p'ötz- lichen Entichluß, sich unbemerkt fortguReblen und allmählich den Ausgang zu gewinnen. Unauffällig schlängelte er sich um die Palm-ngruppe, welche die Mitte bildete, da schwebte aus den türkischen Bortitzren, die von Damaszenerklingen falten­reich zurückqebalten würben, etwas Licktes, Lock'ge«, Graz öieS, Flirk s, FlitterbenähteS, SchleifengeschmückteS auf den Ueber« rafften zu.

Das Herz stand ihm still. Träumte er oder narrte ihn eine 8ehnl:4feit ? Philippine Jrnsien!

Grüß Gott, lieber Herr Leutnant," klang bt eine be­kannte, geliebte Stimme an sein Ohr und zwei unverbüllte, weiße Arme, von durchsichtigen Spitzen umschmeichelt, streckien sich n«ch ibm auS.

Ganz glückstck, so herzlich von jemand angerebet zu werden, schmolz der letzte Rest von Groll, den der Leutnant gegen das schöne Mädchen hegte, und er küßte in übermächtigem Gefühl die Hände derKratzbürste".

Sie sind abp nicht mehr Me, nein -" bettelte sie.

Gar nicht mehr, guädigeS Fräulein. Wenn Sie wich aber erst nach dem Kusse gekratzt hätten, wäre bie Ermnerung schöner."

W rklich? Sie denken alo noch daran?"

Unerfüllte Wüniche quälen. . . ."

Unter tiefem Erröten suchte sie seinen bewundernden, an« betenden Blick und lenkte ab.

Tanzen Sie denn nicht?"

Ich kenne keine Damen. Aber mit ihnen ... ,?*

Gern."

Gerade setzte der Walzer ein; Günther durfte die eben­mäßige Gestalt umfassen und im Sechsachteltakt schwingen, ein Vergnügen, welches vom Jahresschlüsse zu verlangen er nicht den Mut gehabt hätte!

Obwohl Philippine sehr kokett mit ihrem glühenden Vnehrer umging, erlaubte er sich beim Tanze nicht be« leisesten Druck.

Er war gewarnt!

Nachdem sie zu seiner heimlichen Genugtuung mehrere Extratouren auSgeschlagen hatte, stand sie plötzlich still, hängte 8» «rtranlich in feinen Arm und plauderte autibn eiu/ .~M

mach» einen Sch-indei mit den Ti'chkarien, Sie müssen neben mir sitzen, He-r Leutnant, wenn toupiert wird."

Tun Sie das nun aus Mitleid m-'t dem Fremden oder zur Buße?" fragte er und hielt den Schritt an, um ihr kapri­ziöses Gesichtcken 6-ffer studieren zu können.

Aus persönlichem Interesse; den« ick habe mich überzeugt, daß ich Ihnen sehr gut bin . . . Nun sagen Sie mir aber auch was Nettes . . ."

Darf ich? Werden Sie mich nicht kratzen, wenn ich Ihnen meine Liebe gestehe?"

Sie lehnte in stummer Abbitte das Köpfchen an des Ueber« glücklichen Arm.

. . . Und wie ging es eigentlich zu, daß Sie heute zu unS kamen?"

Zu Ihnen?!! ? So sind Sie die Tochter bei HauseS,, Philippine?" )

Der Leutnant war ganz konfus vor Erstaunen und Seligkeit.

Wir sind doch aber hier bei Regierungsrat Planck . / j Nun lachte sie unbändig.Plancks wohne« nebenan im Schwesternhaus, nur durch eine Dachrinne von uns getrennt, und wir haben einen gemeinsamen Eingang ..... Dahin wollten Sie und gerieten zu uns !!! ? Deshalb alfo die Frage der Meinen, wer Sie eigentlich eingeleben hat. Und ich selbst; konnte es mir auch nicht erklären." i

nher laite halb verlegen, halb amüsiert.Heute am Silvester hat fast jede Familie Gäste, und wäre der Kreiß ein kleiner, dann hätte sich dieser Irrtum wohl schon eher aufge* klärt," entschuldigte er sich. >

Irrtum, auch in Bezug auf Ihre Gefühle für mich ?"

Nein, die sind keine Täuschung, Geliebte," beteuerte i er und um'chlang daS schöne Mädchen mit unterdrückter Leideit« schaff. Sie waren allein in dem stillen, trauten Eckzimmer und sahen sich selbstvergessen an.

Und soll ich jetzt zu Plancks hinüber, Philippine?"

Nein, bleibe bei mir. Denen stellen wir uns nach 1 Mitternacht als neugebackenes Brautpaar vor. Horch! Di» > Silvesterglockey'

Feierliches Geläute zog durch ein offenes Fenster herein und unter diesen bedeu ungsvollen Klängen gab sie ihm frei­willig den Kuß, den sie vor Wochen ftreiiträfiig verteidigt hatte.'

fHMUi JMüutP