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Erstes Blatt,

Hanauer M Anzeiger

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.«ästige toonnenta mir bau betrefieubea Post-msjchtaK, Die euyeise Nummer kostet 10 Uz,

Güaickt verlegt m der Buchdruckers ds omst, «. SBaifatfraufei tu Hauau.

General-Anzeiger .Amtliches Organ fit Stadt- md Landkreis Laam. Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

KLr ©tobt* LwüksiS Hrmor- 10 «g. di, fünf. zejMvit PaitMl« oder Bereu Kaum, für AuSsÄrstö Ug.,

W Ädlamembeil bis geile 25 Ug,

Nr. 306

Fernsprechanschluß Nr. 605»

Sllveltergloeken!

1 ^

Hort. vonr Turm die Glocken Hallen, Hört Posaunenchöre schallen, wieder ist ein Jahr vollbracht.

Lobt den Herrn, den Gott der Gnade, Er, der lenkt der Sterne Pfade, Lebt und herrscht und schirmt und wacht.

Hört's, ihr müden Schläfer alle, wachet auf vom kräft'gen Halls - Der Posaunen, wachet auf!

Alle Sorgen, alle Plagen Soll das Dank- und Loiüied tragen Zu dem Herrn der Herrn hinauf!

Lobt ihn! Seele, Leib und Leben hat er wundersam gegeben, Und sein Hauch erhält die Welt. Jahre eilen, Völker ziehen, Sterne glühen und verglühen, Gott nur bleibt im Himmelszelt,

Hort vom Turm die Glocken Hallen,

Stabs und Land und Volk, wacht auf! Auf, das Wort des Herrn ;n hören, Auf, den Fuß zum QetI zu kehren

In des neuen Jahres Lauf!

VaarltW-. Steattatt: 6. Schrscker irr H«m-

Samsiaa den 3t. December

1904

Fernsprechanschluß Nr. 605

Zum neuen Jabrei

5 St.

vertrau auf Gott im neuen Jahr, Dann bist du wohlgeborgen, Der mit dir in dem alten war, Mrd auch im neuen sorgen.

& ist mit dir zu jeder Zeit, In Kampf und Not, in Kreuz und Leid, Drum brauchst Du nie zu zagen.

vertrau auf Gott im neuen Jahr Auf deiner Pilgerreise, Ist auch sein Rat oft wunderbar, Er ist doch gut und weise.

Gott führt durch Sturm und Mogenbrand Dein Scbifflein glücklich doch aus Land In einen sich'ren Hafen.

vertrau auf Gott im neuen Jahr, Befiehl ihm deine Sachen, Und hoffe auf ihn immerdar, Er wirds zum besten machen. Er steht dir bei in jeder Not, Und bist du treu ihm bis zum Tod, llvlrd er dich nie verlassen.

vertrau auf Gott im neuen Iahrl Was soll ich beffres sagen?

Und sei getreu nnd gut und wahr, Und mußt du Schweres tragen, So sag' es deinem Gott und Herrn, Er ist dir nah und hilft dir gern, Wie dir fein Wort verheißet.

vertrau auf Gott im neuen Jahr Uuh durch dem ganzes Leben, Nanu brauchst du niemals in Gefahr Zu zittern und ^, beben.

Der Herr ist dem getreuer Hirt, Der niemals dich verlassen wird, Wirft du ihm Treue halten.

Selnbaufen. Hermann Haase.

Neujahr.

Als die Kinder Israels durch die starke Hand des all­mächtigen Gottes aus dem Lande der Aegypter geführt wurden, da machte sich der König Pharao mit seinen Rossen und Reisigen auf, um das verhaßte Volk, das ihm soviel Plagen und Verluste eingebracht hatte, womöglich noch an der Grenz- seines Reiches einzuholen und zu vernichten. Näher und näher kamen die Verfolger dem bedrängten JSrael, drohender und drohender ward ihre Haftung da lagerte sich die Wolken fäule, in der der Herr vor seinem Volke Herzog, mitten zwischen die Aegypter und die Kinder Israel. Auf feiten der Aegypter gerbrettefe sie eine undurchdringliche Finsternis, so daß m weder Weg noch Steg sahen, aus feiten der Jsraeliien er- jeuchtete sie den Weg, so daß sie ungefährdet dem Ziele enr- zegenzogen, welches ihnen Gott der Herr gesteckt hatte.

Was bama's geschah, das wiederholt sich mit den Führungen ÄS Herrn und seinem Eingreifen in un^r Leben noch heute. Den einen sind sie eine dichte, finstere Wolke, alio, daß sie mit sehenden Augen nicht sehen und mit hörenden Obren nicht hören, daß sie die Hand Gottes nicht begreifen und feine Wege nicht verstehen, und ob sie wohl könnten, so wollen sie doch nicht, sondern sperren sich gegen seine Schickungen _«nb trotzen mit ihrer eigenen Kraft, wie die Aegppter, und ntunen »och zu'ckanden werden. Den andern sind die Führungen de^ Herrn eine helle, lichte Wolke, in deren Glanz und S-Snn sie fröhlich und geduldig ihre Straße ziehen tm kelfenfesien Vertrauen und Harren auf Gott und seine Gute und WeiSyer

Neujabr! DaS alte Jabr scheidet von unS, und es ist' »IS ob wir einem alten lieben Freunde die Hand zum A - schied reichen wollten. Mit all den Tagen und Wochen, die es uns gebracht, mit all den Mühen und Arbetten, die es unS auferlegt, mit all den Freuden, die es uns seschentt, mi all den Schmerzen und Leiden, damit eS uns heimgesuckt, mit iU den Erfahrungen, die es uns nelehrt, ist es 'Ms embebe^ guter Freund geworden. Wir denken zurück an die Tage! > Stunden des Jahres, zurück an alle Barmherzigkeit und «eu , Die unser Gott uns erwiesen bat. Ja, .nanchmal war es, als ob eine dunkle und finstere Wolke vor unS lagerte. Im An­fang des Jahres lastete auf uns wie ein schwerer Druck ° Nachricht von der .Erkrankung uniereS gelitten Kaisers. Mn

banger Sorge richteten sich die Augen des Volkes auf den Koben Kranken, und es zog wie eine Erlöstwg aus schwerer Angst durch die Gemüter, als sich die Krankheit als harmlos zeigte und der Kunst der Aerzte weichen mußte.

Mit herzlicher Teilnahme sah wer Volk seine Söhne aus dem Vaterlands scheiden, um im fernen Afrika die Ehre des deutschen Namens zu verteidigen, Unter Entbehrungen und Anstrengungen größer Art haben unsere braven Soldaten in­zwischen der Empörung in Deutsch-Südwestafrika wieder Ein­halt zu tun geiMüt, mit Ems-tzung ihres Lebens. Licht ist die dunkle $8o:fe geworden und das Blut, das in Gefilden Afrikas geflossen ist. Dient zur Ehre des deutschen Vo kes. Aufrichtig und herzlich war die Freude, die umen Volk emp'an^ als unser Kronprinz sich eine Gefährtin für b»S Leben erkor, und die besten Wün'che, die ein Volk darzubringen hat, richten sich auf die Zukunft des hohen Paares und sein Glück.

Vor uns liegt ein neu»s Jahr, wie ein UnbekanntesLand, in das wir eintreten. Was wird es uns bringen? Wr wissen es nicht. An der S*welle abw steht der alle Gott, der mit seiner Liebe und e nicht von uns weichen will. Vertrauen wir uns seiner Führung an, so so inen wir mit Zuversicht und Hoffnung hinein lehen. Was uns die 365 Tage und Nächte auch bringen mögen, mir missen. es sind Schickungen Gottes,. die h-nausz^len aus unser Heil. Ihm wollen wir unsere staat'ichen und häuslichen Dinge übergeben in kindlichem Glauben, er hat noch nie eiwis verfehlt in seinem Negimente, und die Lo una, mit der wir den neuen Znlab- schnitt «ntreien, laute: Ein neues Jahr der alte Gott!

Wünsche an des neuen Jahres Schwelle

Bon Jeannette Bramer.

Und wieder kam die Mitternacht,

Da um die große Mutter Sonne

Die Erde ihren Lauf vollbracht!

WaS wird uns bringen dieses neue Jahr,

Wird woll geschehen, was noch niemals war?

Steigt zu uns nieder nvt dem SirahlenbUck

DaS vielgehoffie, heitzersehnte Glück?----

Die heutiae Nummer umfatzt außer dem rrntervattungsbratt

Glück? Was ist Glück? Der Jugend Traumgesichi!

Nein um Fantome bitten wir dich nicht,

Du neues Jahr! Wenn du rastlosem Streben, Des Geistes" Mühen den Erfolg willst geben, Der kommenden Geschlechtern Segen bringt

Und Anerkennung Strebenden erringt, Dann gleichst du aus, was wir so lang erduldei, Gibst endlich, waS das Leben uns noch schuldet! . . .

Euch schuldet? O,wer so noch reckten kann,

Dem rauschet nicht der volle s>trom des Lebens, Sein Lied von Talkraft, frischem Mut, vergebens! Nimm fort die Last, die Geist und Körper bindet Und immer wieder neue Qualen findet, O neues Jahr, Gesundheit gib zurück. Was fragt der Kranke nach Erfolg und Glück! Nur mit dem WunschGesundheii" ncchi die Schar Der Schwerzaewohnten neu erstandnem Jahr l . . .

Von Königsthronen, aus der Aermsten Hütte, Der Trauernden und der Zufriednen Mitte, Drängt Wun ch auf Wunsch' nach zwo stiem Glockenschlage Hin zu des jungen JahreS erstem Tage.

Und froh erstaunt, wie Kinderaugen schauen, Nimmt Villen, Fleben und Vertrauen Der Erde junger König an:

Ich will den strahlenden Smaragd Euch reichen. Der meine Krone ziert, zum guten Zeichen, Wie aller Wünschen mir zum Herzen drang !. ... , Die Hoffnung will ich zu Euch nieberienbeu, Und kann sie Gottes Wellen auch nicht wenden. So leuchtet sie auf rauhen Lebenswegen Doch einem gottgewollten Ziel entgegen!'

Älbutnbläü«.

Wenn dir die Freude zu trinken beut, Tu' einen herzhaften Zug für heut.

Willst du den Kelch bis zum Gnmd Spießen, Wird dir die Hefe dazwischen fließen. GeW-

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