Einzelbild herunterladen
 

Erstes Blatt.

Hanauer G Anzeiger

eÄsegSOreUe

VSatESHrNch 1M M., monatlich 60 Wg., für «* »KUge «boonaum mit dem betrefienben PostoufschtL-, Dir emjtlvr Slummtt taflet 10

WArwti ueb verlegt in drrvuchdruckerci beß geteilt. @h Wkl^mhsujtA ist HsKML»

Gkneral-Anzeiger

MiMts GrW fit Stot- und Fm-Krtis Kam«.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sann- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Edrrück»zSgrbLH,

Für Stadt» tmb gnnatote Hanau 10 Mz. Mt fünf' VjKartrw Paitzellr aber bereu Kaum, für LiiowLvtütS W, tat Keflameutljeii dir Beile 26 Pfg, M a-iSm-a, üb Pfg,

Drrmrdvrrü. vickaktrurr S. Schrecke« in He»au,

Nr 3 0 3 Rmifvr*fW ^r. 605. Mittwoch den 2 8. Dezember Feriif-rechan'chluß Nr 605 19fM

fiMMMMiiwwMWBOiiiiBiii lllmlIlIWfKam^mm^l^HmrMt^^ in r n mrwmw?mg^r,,^T"^oHa<u^M^l^Wff,IW1 w'111!11^111^1^^

Amtliches.

Zwangsversteigerung.

Zum Zwecke der Aushebung der Gemeinschaft, die in An­sehung der in der Gemarkung Niederrod-nbach belegen?». im Grundbuch? von dort Band V Artikel 263 zur Znt der Ein» tragung deS Versteigern» gsvermerkes auf den Namen

1. der ElilabetO Margarethe Eisler,

2. der Milltelm?ne E-sler,

3. der Marie Eisler,

Wilhelms Kinder, sämtlich zu Niederrodenbach, je zu einem ideelle!', ^s einge­tragenen Grundstücke:

Krtbl. B Parzelle 297 = 5 ar 97 qm, Acker auf dem Hessenrotb, Reinertrag 1 M. 26 Pfg., D v 31 = 2 ar 74 qm, Wiese hinter« Röhr-g,

Reinertrag 1 M. 29 Pfg.,

y D , 45 = 1 ar 27 qm, Wiese daselbst,

Reinertrag 60 P'g.,

# D y 46 4 ar 77 qm, Wiese daselbst,

Reinertrag 2 M. 25 Pfg,

y D y 348 = 21 ar 72 qm, Acker im Abreis-

garten, fRrmerirai 6 M. 12 Pfg.,

y D y 561 = 5 ar 09 qm. Acker an der Hoch-

stadt, Reinertrag 1 M. 08 Psg-,

y E y 176 5 ar 89 qm, Wiese am Auegraben, Rnnerlrag 2 M. 76 Pfg.,

y E y 851 = 3 ar 66 qm, Wiese am Bether,

^ Reinertrag ^2

y E y 810 = 4 ar 45 qm, Wiese am Bach-

araüen, R-ineriraq 2 M. 10 Pfg.,

y E y 1009 = 1 ar 42 qm, Wiese auf dem Bach­

graben, Reinertrag 99 Pfg.,

< E y 191 10 ar 26 qm, Wiese auf der

Schwein^grube, Reinertrag 9 M. 66 Pfg.,

v G y 166 = 89 qm, Wiese vorm Rieth, Rein­

ertrag 30 Pfg.,

y G y 697 = 8 ar 03 qm, Acker im Hainborn,

Reinertrag 1 M. 71 Pfg.,

y J » 214 ä 3 ar 95 qm, Acker vor dem Rieth,

Reinernai 84 P'g,

y K y 626 = 1 ar 16 qm, Garten hinter der

Hochstadt, Re nertrag 54 Pfg.,

y M y 151 = 1 ar 46 qm, Wiese, die Ober»

gartel, Reinertrag 1 M. 02 Pfg.,

w M s 435 = 1 ar 61 qm, Wiese, die Ober-

grrtel, Reinertrag 1 M. 14 P^g,.

Krtbl. M Parzelle 679 = 51 qm, Garten, die Gürtel, Reinertrag 24 Pfg.,

y N 211 = 5 ar 57 qm, Acker am Kalköfer

Pfad, Reinertrag 1 M. 17 Pfg.,

P 135 = 4 ar 45 qm, Acker an den alten

Wiesen, Reinertrag 93 Psg.,

P y 136 = 5 ar 41 qm. Acker daselbst, Rein­

ertrag 1 M. 14 P'g.,

P 281 = 10 ar 10 qm, Acker in der langen

Gewann, Reinertrag 1 M. 71 P°g»

8 827 5 ar 09 qm, Acker in der Dorn-

bach, Reinertrag 48 Psg.,

, F 190 = 10 ar 10 qm, Wiese auf der

Schweinsainbe, Reinertrag 9 M. 51 Pfg., Ey 288 2 ar 03 qm, Wiese an der krummen Bach, Reinertrag 2 M. 40 Pfg.,

y F 289 2 ar 50 qm. Wiese daselbst,

Reinertrag 1 M. 17 Pfg.,

F 290 = 2 ar 61 qm, W est daselbst,

Reinertrag 1 M. 23 Pfg.,

y F y 291 = 2 ar 27 qm, Wiese daselbst,

Reinertrag 2 M. 67 Psg.,

L y 805 4 ar 46 qm, Ackcr über dem

Tiebschlich, Reinertrag 93 Pfg.,

y L y 306 = 1 ar 40 qm, Acker daselbst,

Reinertrag 30 Pfg.,

M 1470/11 = 4 ar 45 qm, Haus Nr. 109 in der Slicheisiraße, a) Wohnhaus mit Hofranm, Nutzungswert 60 M.,

~.......b) Scheuer mit Stallung am Hause, c) weinestall (A) und Holzremise (B), d) Wasnerw-rkstätte,

Nutzungswert 18 M., Krtbl. T Parzelle 358 = 13 ar 21 qm, Ack-r am Beinholz, R? N'ilraa 2 M. 79 Pf.,

4 E 17 = 2 ar 93 qm, Miete, die Weimers-

wie!e, Re- vertrag 1 M. 02 Pfg.,

B 21 = 2 ar 87 qm, W ee daselbst,

Reinertrag 1 M. 02 Pfg.,

y S 600 = 3 ar 13 qm, Acker daselbst,

Reinertrag 30 Pfg., besteht, sollen diese Grundstücke

am 24. Februar 1905, «achMtttsgs 2 Utn, durch das unirrieiäurte Gericht in der Gastw'rtfchast VStt Schaaf in NkeSerroderrbach versteige« werden.

Hanau den 15. Dezember 1904.

Königliches AmLsst^ichL 2. 23924

Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen

I. die in Bruchköbel belegmen, im Grundbuch von dort, Band VII Artikel 370 zur Zeit der Eintragung des Periteigerungsverm-rkeS auf den Namen des ZiegeleibefitzerS Nsinholv Opisteitts in Frankfurt a. M. eingetragenen Grundstücke:

1. Krtbl. 2, Parz. 44 = 1 Hekt. 61 ar 17 qm, Wiese an

2.

3.

4.

5.

N

M

V

ZZ

2,

2,

2,

2,

w

ZZ 0

der Mühle, 45 = 61

47 = 12

48 = 68

49 = 23

ar

v

78 qm, Acker daselbst,

y Haupistraste, ) Hauptstraße Nr.56 y f a) Wohnhaus mit

98

18

19

Anbau Q, abgesonderten Abort 0, Hosraum

und Hausgarten,

a) Müblenaebäude, jetzt Fabrikbau,

c) Fabrikaebävde A mit Wohnräumen,

d) Werk alte (B),

e) Maschinenbaus mit Schornstein (C), Ö Scheuer mit Stall (D),

g) ^nbau an die Scheuer (E),

h) Futterküche mit Geräteraum (k'),

i) Fabrikgebäude mit zwei offenen Trocken­schuppen (H I und H U),

k) Fabrikgebäude (J),

1) Holzschuppen (K),

m) FabrikaebLude mit Brennofen und Schorn­stein (L),

n) Lausgalerie (M),

,o1 Keller Lum AnieuUeu der Erde (8),

6. Krtbl. 2, Parz. 50 = 77 ar 40 qm. Wiese am Sindach, 1153 Hekt. 10 ar 46 qm, Acker am

7.

8.

9. y

10. y

3,

9

2, 2,

?/

t/

f/

wovon die Grundstücke:

Pfinillberge, 277/42 = 8 ar

Köllingen, 279'43 = 29 v 283/46 = 84 v

08

40

63

qm, Wiese auf den

Wiese daselbst, y Acker an der Mühle

3« »

w

1. mit 30

2.

3.

y 49 y 10

4. und 5.

6. mit

8.

9.

M

52

6

22

M. 21 Pf.,

y 23 y 68

, zu ammm mit 1191 Rt.,

M. 11 Pf., zu 7. mit 167 M. 07 Pf.,

M 48 y

M 44 y

y 10. 64 y 86 y

Reinertrag bezw. Nutzungsivert veranlagt sind,

Feuilleton.

Das Geheimnis des Erdinnern.

Technische Skizze zum bevorstehenden Durchschlag des Simp'ontunnels.

Von Rudolf Figulns.

(Nachdruck verboten.)

Der Simplontunnel, der längste und in seiner Herstellung schwierigste, der bisher durch den Wall der Hochgebirge gebohrt wurde, geht seiner Vollendung entgegen. Nachdem es der Bau­leitung Gelungen ist, durch einen langen SeitenftoHen die heißen Quellen abzuleiten, die vor einigen Monaten den Fort­gang deS Riesenwerkes in Frage stellten, ist die Hoffnung wohl begründet, daß roch im Januar 1905 der Durch'chiaq erfolgen wwd, durch dessen Oeffnung sich die Ingenieure und Arbeuer von Nord und Süd zur Gratulation 'über das Gelingen des großen Werkes die Hände reichen werden. Bald werden die Züge durch die langen Tunnelrobre brausen und wenn auch mit dem ersten fal.planmämgen Zuge, der seine Passagiere von Brig im Rhonetale nach Domodosiola im Ztalieni'cken trägt, wiederum ein Stück Reiseromanlik anZgeschaltet wird, an dem sich jeder, der es will, übrigens nach wie vor erfreuen kann, so ist doch dem Derkrhr durch die Völker trennenden Berge nun wiederum eine Gäste gebahnt, die die Nationen einander näher zu bringen bestimmt ist.

Die Freude über die nun nicht mehr anzuzweifelnde Vollendung des gewaltigen Tunn lbams i?t eine berechtigte. Es handelt sich dabei nicht nur um ein finanzielles Moment, nämlich um eine Lebensfrage der Bahnen der Wesischweiz und um die Abkürzung großer internationaler Verkehrswege. Der Simplontunnel ist vielmehr auch das größte Meilerwerk uioderner Jnqmieurkunst, bewunderuSwerter^als o-e Nutergrund- bahnen der Millionenstöd" und °^ die Zahnrad- und Seil,

bahnen, die zu den Bergspitzen der Alpen hi'wufkleitern, brld dm Gipfel der Jungfrau im Berner Oberland bezwungen haben und auch vor dem Mont Blanc anscheinend nicht Halt macken werden.

Als am 13. Auaust 1^98 die Durchbohrung des fast 20 Kilometer breiten Simp'onmasstvs, des sogenannten Monte Leone begonnen nmrbe, lauteten die Bericht? der Baun? ter- nebirer Brandt-Brandau so koffnungsvoll, daß m«n den Tunnel bis zum Nov-mber 1903 betriebsfertig machen zu können glaubte. Nun sind über den damals in Aurstcht ge­nommenen Vollenbungsterm'N hinaus Wen mehr als F/s Jahre verstricken und es wird nock eine Reihe von Monaten vergehen, bevor die Mailänder um 3 Stunden schneller als bieder nach Paris gelangen wwdm. Die große Verzögerung, auf die man angestchis der Ersabrnngen beim Bau des vor der progrgmnäßjgen Frist vollendeten Rrlberginunels keines­wegs erfaßt war, findet ibre Erliärung in den ungeheuren Hindernisfen, die von den Naturgewalten im Simplontunne! bm fettigen Menschenhänden entgegengetürmt wurden. In den ersten 15 Monaten der Bangeit fdnitten die Arbeiten rüstig vorwärts. Man rückte täglich, beide gleichzeitig be- gpnneren Seäen znsammenaerechnet, um 9 biS 10 Meter vor, sosgß Ende 1899 Won 3866 Meier vollendet waren. Ein Jahr später waren 7627 Meter erbohrt. Schon aber hatte sich daS erste, schwer übrrwiudbare Hindernis in Gestalt der namentlich aus der Nordseite ganz au'ersrdentlich hoben Erd- wärme bemerkbar gemacht, die alle bei dem Bau des Goitbard- lunnkls gemachten (Erfahrungen, die an sich schon schlimm genug warnt, über d n Haufen warf. Nachdem in der Mitte des GonhardluniielS die löcksie Gesteinswürme 80,8 Grad Celsius betragen, hatte man sich allenfalls auf eine Maximal- temperatur von 42 Krad gefasst gemacht. Als man aber auf der Nordieite bei Kilometer 6 angekommen war, stieg die Erd- wärme plötzlich rapid. Für Kilometer 7 hatte man auf 36 bis 37 Grad gerechnet. Statt dessen fand man aber 45 bis 46 Grad. Fünskundert Meter weiter drinnen fand man be­

reits 53 Grad und bei Kilometer 8 zeigte dieQuecklibersäulk 56 Grad an. Die Zuiührnng kalter Luft erwies sich als Mackilos und erst nachdem man Maschinen gebaut hatte, die durch ungeheure Svrübregen von kaltem Master die Luft am Standort der Bodrmaschinen abkühltm, konnte die Arbeit energisch fortgesetzt werden.

War es im Norden die Hitze, so waren es im Süden die Wäss-r des Erdinnern, deren E-nbrüche in die Bohrstellen die Arbeiten fast völlig zum StRstand brachten, sodaß innerhalb sechs Monaten, die sich auf das Ende des Jahres 1901 und den Anfang des Jahres 1902 verteilen, der Stollen nur um 46 Meter vorrückie. Aus großen unterirdischen Reservoirs, die sich infolge der atmosphärischen Niederschläge und der Sckneeschmelze gebildet haben mögen, liefen durch die Spalten des Gesteins bis zu 1200 Meter W sstr pro Sekunde in die Bohrstollen. Zum Glück der Banaussüdrong werden beim Simplon nämlich statt einer einzigen, zur Aufnahme von Toppe- gleisen dienenden Röhre zwei parallele, 17 Meter von einander enterte Bohrstollen getrieben, lo^ es möglich war. die Wastermaffen durch einen Stollen abzuleiten und inzwi'chen im anderen vorwärts zu bringen, und der Wafserzudrang bot sogar auch rot den nick« unbeträchtlichen Ruyei», daß er die Temperatur um fast 20 Grad herunterdrückle. Im Winter und Sommer 1902 gesellten sich aber zu den f*on Gchwierigkeiten neue in Gestalt starker, heißerQ»««^ v - drein erwies sich die Beurieilung der geolog-'chen Him als irrtümlich. Statt auf festen StA «'" ««" °,^dabu bröseligen Kalkglimmersckiefer. Der Geb.ws ru- "^ so stark, daß die dicksten ««»^«^^ S'r«chbölz-r Ktbt.®^\^ den druckreichen ersetzt werben mußten, um das Uornrrs ucn

w-M«<» «,-->>-» 16 taste.totafaftm»«»» "rauchw Aufwand Geringer als d-ri-mge, der für die anderen großen Alpentunnelbaulen erforderlich war. b s sind m ben