Erstes Blatt.
Danauer U Anzeiger
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jpiertckjährlich 1,80 M., monatlich 80 Pfz., für ts* Bärtige Abonnenten mit dem betresjenden PoAaujjchlaz.
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General-Anzeiger
Amililsies Organ fit Statt- im) Fan-Kreis Hansa.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Somr- und Feierrage, mit belletristischer BeUage.
Hür Stadt« mü> LaudkrsS Haww 10 Mg. die fltuf- gespattentPetttzeile oder beten Kaum, für Auswärts tb ^., im Rcflamentbeil bte Zeile 26 Pfz^
für BuStbärti 36 Pfg.
Derrnimortl. Kebafteutt «. Schrecket L» H«e»
Nr. 292
Feriisprechavsiluß Nr. 605.
Miriw^ck b?n 14. Dezember
Fernsprechansibluß Nr 605.
1904
Amtiiches.
Verzeichnis
Wer Jbie bis zum 1. Od ober 1904 erfolgte Verteilung der Erkennungsnummern für Kraftfahrzeuge im Landespolizeibezirk PotSdam.
Erkennungsnummern
Zugeteilt dem (der)
1-100
Landrat des Kreises Zeltern in Berlin
101-200
„ „ „ Niederbarnim in Berlin
201-210
„ „ „ Westprignitz in Perleberg
211-220
„ „ „ Onprignitz in Kyritz
221-240
„ „ „ Osthavelland in Nauen
241-250
„ „ „ Oberbarnim in Freien
walde a. O.
251-260
„ „ „ Beeskow»Storkow in
Beeskow
261-300
Po'izeiverwaltung in Brandenburg a. H.
301-330
Polizeidirektion in Potsdam
331-360
Polizeiverwaltung in Spandau
861-370
„ „ Rathenow
371—380
„ „ Cöpenick
381—390
„ „ Neu-Ruppiti
391-400
„ „ Eberswalde
401—410
Landrat des Kreises Zauch-Belzig in Belzig
411-420
Polizeiverwaltung in Wittenberge
421-430
Landrat des .Kreises Ruppin in Neu-Ruppiu
431^-450
„ „ „ Angermünde in Anger-
müüde
451—460
„ „ „ Templin in Templin
461-470
„ „ „ Jüterbog-Luckenwalde in
Jüterbog
471-480
Polizeiverwaltung in Luckenwalde
481-490
Landrat des Kreises Westhavelland in Rathenow
491—500
„ „ „ Zauch-Belzig in Belzig
501-550
„ „ „ Westprignitz in Perleberg
551-600
„ „ „ Ostprignitz in Kyritz
1000-1199
„ „ „ Tellom in Berlin
1200—1249
„ „ „ Prenzlau in Prenzlau
1250-1449
„ „ „ Niederbarnim in Berlin
1450—1499
„ „ „ Oberbarnim in Freien
walde a. O.
1500-1549
„ „ „ Jüterbog-Luckenwalde in
1550-1599
Jüterbog
„ „ „ Templin in Templin
1600—1629
Polizeiverwaltung in Prenzlau
1630—1679
Landrat des Kreises Ostdavelland in Nauen
1680—1749
Polizeidirektion in Potsdam
1750-1799
Polizeiverwaltung in Neu-Ruppiu
1800—1900
„ „ Brandenburg a. H.
1901—1930
Landrat des Kreises Zauch-Belzig in Belzig
1931—1950
„ „ „ Ruppin inNen-Nunpin
1951—1999
Polizeiverwaltung in Luckenwalde.
8
s
Wird veröffentlicht. (A. II. 15539.) Cassel den 18. November 1804.
Der Regierungspräsident.
V 8326 J. B.: Kamele.
Stadt- nnd Landkreis Hanau
Leichenfund.
Am 19. November d. Js. wurde an der Schleuse oberhalb Frankfurt a. M. die Leiche eines unbek,unten jungen Mannes aus dem Main geläudet, die etwa 3 Wochen im Wasser gelegen haben kann. Beschreibung: Ungefähr 16-20 Jahre alt, 1.51 Meter groß, du»kelblonde (rötliche) irause Haare und Augenbrauen, schlank. Bekleidung: Schwarz und gelb gestreiftes Hemd, dunkle Hose, graue, frisch angestrickie Strümpfe, Schnürschube.
Es wwd um eingehende Nachforschung nach den Perionalien / 'ses Verstorbenen ersucht nnd um Mitteilung zu II b 14850 gebeten.
Frankfurt a. M., bett 9. Dezember 1904.
Der Polizei-Präsident.
Wild veröffentlicht.
• Hanau den 10. Dezember 1904.
Der Königliche Landrat und Polizei-Direktor.
I. V.: v. Schrieben, Reg.-Affessor.
Die heutige
Candkräe hanau.
Bekanntmachungen des Königl. Landrat^amtes.
In der Gemarkung Kessel st adt ist die Rotlanf- senche (Backsteinblattern) erloschen.
Die Gehöstssperre ist aufgehoben worden.
Hanau den 12. Dezmber 1904.
Der Königliche Landrat.
V 8731 J.A.: Conrad, Kreissekretär.
Handelsregister.
Firma Vereinigte Gelatine-, Gelatoid-Folten nnd Flitter-Fabriken, Akiiengejellsrbast, Hauptniederlassung in Mannheim, Zweigniederlaffung in Hanau: Der Fabrikant Karl Spatz in Hanau ist aus dem Vorstände ausgeschieden.
Dem Karl Kiefer in Hanau ist Prokura erteilt.
Hanau den 7. Dezember 1904.
Königliches Amtsgericht 5. 23232
Gefundene und verlorene Gegenstände re.
G e f u n d e n: 1 Brille mit Nickelgestell, 1 Sturmlaterne, 1 Bäcker-Decke, 1 Kiste mit einer Wrge am 10. d. M. auf dem Wochenmarkt stehen geblieben; abzuholen auf der Armen- verwaltuug.
Verloren: 1 Kinder-Gummischuh, i zweiteiliges Notrz- buK, 1 Portemonnaie mit 28 Pfg. und einem Ring mit drei roten Stein chen.
ferhund.
Hanau den 14. Dezember
S^OlBggg^ ■!■!■»■«=
Hue hanau Stadt und Cand.
Hanau den 14. Dezember.
Historische Gedenktage.
14. Tezbr. 1143. Gründung (Bestätigung) des Augustiner Mönchsklosters (später Nonnenklosters) Weißensttin bei Gaffet.
14. Dezbr. 1601. Stiftung des Mäßigkeilevereins des Landgrafen Moritz, dessen Erfolge dieselben waren, wie die der.Mäßigkeitsoereine späterer Zeiten.
* Vom landgräflichen Hofe. Nächste Woche wird Se. Kgl. Hob. Landgraf Alexander Friedrich von Hessen in Schloß Pbilippsru''e eintressen.
• Postdieuftliches. Am Sonntag den 18. Dezember werden außer Paketen auch Einschreibbriefsendungen während des ganzen Tages ohne Erhebung der besonderen Einlieferungs- gebü r bei dem hiesigen Postamt« angenommen werben.
• Auf der Weltausstellung in St. Louis erhielt die Firma W. C. Heraeus in Gruppe 19, Deutsche Unterrichlsausstellung, P azistonsinstrumente und physikalische Apparate die golseue Mldnlle; in Gruppe 23, Chemische Gewerbe und Pharmacie, den großen Preis; in Gruppe 68, Elektrochemie, die goldene Medaille; Gruppe 69, Elektrische Beleuchtung, die silberne Medaille.
* Stadttheater. Auf die Leute stattfindende erste Aufführung von Anna Haverlands Lustspiel: ^Die gnädige Frau i st nicht zu Haus e" und auf die Neueinstudierung von Sardous Lustspiel: „Cyprienn e" sei nochmals be
sonders hingewiesi«. In Hauptrollen treten in ersterem hervor die Herren: M e r k e r und Schneider, sowie die Damen: $ e 11 i o t und Urba n. In letzterem die Herren: Merker, Schneider, Derzbach, Römer und N auen d or f; ferner die Damen: R an neei, Heidenfels und Weh n. — Am Sonntag gelangt eine der hervorragendsten^ Novitäten der Spielzeit," Schätzler-Perasim's Lustspiel: „Sein Prinzeßchen" zur erstmaligen Aufführung. Die bedutenden Erfolge, welche dieses Werk bei seinen ersten Darstellungen erzielte, haben ihm bereits den Weg zu allen größeren Bühnen geöffnet und wird das neue Stück allgemein für eine der besten Erscheinungen aus dem Gebiete der modernen LustPiel-Lueratur gehalten.
• * Zweites Damhofer-Konz-rt^ Das Damhofer'sche Koschallleder-Nalionat-Konzeri, das gestern abend im „Deutschen Haus" gegeben wurde, erfreute sich abermals rauschenden Beifalls. Die Sänger zeigten sich dankbar und quittierten durch manche hübsche Zugabe. Da auch der Besuch wiederum ein guter war, so hat die Gesellschaft mit ihrem diesmaligen hiesigen Auftreten einen guten Erfolg zu verzeichnen.
Mummet umfa&t außer dem UnterhattttnaSblatt 14 Letten.
* Theateraufführung. Für gestern und «orgestem baite der „Dramatisch-literarische Verein Hanau" seine passiven Mitglieder wiederum zu einer der von ibm zeitweise arrangierten Theateranffübrungen in den Saal der „Cenwalhalle" eingeladen. Um den mannigfachen Geschmacksrichtungen Rechnung zu tragen, entschloß man sich diesmal zu drei Einaktern verschiedener Gattung, die denn auch ihre Bestimmung hinsichtlich deS Erfolges nicht verfehlten. Obschon gegen das zuerst bar« gestellte Schauspiel „Die Schuld" von F. W. Schroeter in Bezug auf schriftstellerisch- Arbeit mancher Einwand vorzu- bringen wäre, wollen wir doch schonend darüber hinweggehen, da wohl in einem Dilettantenverein mit zu viel Faktoren zu rechnen ist, die oft vorausbestimmte Pläne zu nichte machen. Die Grundidee des Stückes bildete ein aus EifersuchtSgefüblen entstandener und verübter Racheakt. — Diesem Schauspiel schloß sich ein Kind der heiteren Muse an, das Lustspiel „Simson und Delila" von Emil Claar, dem Intendanten'des Schauspielhauses in Frankfurt a. M. Das Werkchen behandelt in äußerst anheimelnder Weise einen kleinen Ehezwist, hervorgerufen durch die herzige Gattin, die in ihrer lieblichen Mädchenzeit eine ihrer Locken einem Verehrer dediziert hatte, die nun zum Verhängnis werden, zum Konflikt führen soll. Die Dialoge wie die darin enthaltenen Pointen sind sehr unterhaltend und wirksam vom Verfasser zusammengefügt. Zum Schlüsse bot man „AUbaycr und Pi- errde", ein Lieblings-Genrebild des bekannten bayerischen Hof-- schau'pielers Konrad Dreher, dem eigentlich das Stück seine Popularität zu verdanken hat. In fesselnder Art führt uns der Verfasser Max Stieler eine lustige Szene aus dem deutsch- französischen Kriege vor Augen, die namentlich zum Schlüsse zu stürmischer Heiterkeit Veranlassung bietet, wenn man sieht, wie unser „blauer Teufel", um noch „etwas" zum Essen mit* zunchmen, einen der Länge nach durchschnittenen Laib Brot, mit Butter vestrichen, auf den Tornister schnallt und seiner opferwilligen jungen Gastgeberin noch zum Abschied ein festes „Busserl" aufbrennt. — Jedenfalls können wir den Mitwirkende» das Lob ausstellen, daß sie in der Durchführung ihrer Rollen gut am Platze waren, eine Tatsache, die auch durch den Beifall der zahlreichen Zuhörer anerkannt wurde. Bemerkenswerte Leistungen boten die Damen Frau Gerl a ch, Fräul. @ ß er er und Fräul. Tboms, die Herren Bock, Göbel und als Altbayer gerade verblüffend wirkend Herr Stassen. Dank verdient der Vorstand des Vereins, der es versteht, seinen Mitgliedern anregende und unterhaltende Stunden zu arrangieren.
Aus dem Gerichtslaal.
Sitzung des Schöffengerichts vom 13. Dezember.
Drei Bettler werden mit den üblichen Haftstrafen belegt.
— Fünf Landwirte von Wachenbuchen baden Einspruch er- hob-n gegen Strafmandate, die ihnen zuginaen, weil sie die Wiesen vor dem Termin gemäht hatten, welcher von der Gemeindevertretung als Beginn der Ernte festgesetzt war. Die Angeklagten werden sämtlich freigefproien, zum teil deshalb, cheil sie nachwiesen, daß sie mit Genehmigung der Anlieger, welche eventuell geschädigt werden konnten, über die Wiesen gegangen waren, teilweise deshalb, weil die Anlieger schon ge- erntet hatten, also nicht mehr geschädigt werden konnten. — Der Fahrradhändler G. von Frankfurt erhielt ein Strafmandat von 5 Mk., weil er mit seinem Motorrad in übermäßig schnellem Tempo durch die Frankfurter Landstraße gefahren sem soll. Der Beschuldigte bet Einspruch erhoben und behauptet, daß er sogar ein sehr langsames Tempo fuhr, schon aus dem Grunde, weil an dem in Frage kommenden Tage die Straße sehr schlüpfrig war und ein zu schnelles Fahren mit Gefahr verbunden gewesen wäre. Dasselbe behaupten zwei Zeugen, welche hinter dem Angeklagten her fuhren. Der Schutzmann, der die Anzeige erstattete, behauptet hingegen, daß das Tempo ein sehr scharfes war, als der Angeklagte an ihm vorbeifuhr, und da dieser Zeuge die genauere Beobachtung machen konnte, wird der Einspruch verworfen. — Der Ausläufer M. soll am 2. November am Marktplatz groben Unfug verübt haben. Er wird freigesprochen, da zwei Kameraden von ihm, welche sich bei ihren Strafmandaten beruhigten, die Urheber des Lärmes gewesen sind. — Der Taglöhner N. zu Dörnigheim war mit einem Strafmandat bedacht worden, weil er Sonniags während des HauptgotleSdienstes Zweischen entwendet haben foule, die Ernte schon vorbei war und der^Angeklagte ”“ ,
kleine Nachlese hielt, so erblickt das Genck.^ m , lungsweise des Angeklagten keine Uebertreiung ordnung, wohl aber eine *bertW « ^ XS R.-Str"G.-B. (Entwendung mitteln zum alsbalr.gen ^^^ vorliegt, so ertenm das Sä Mtot Fehlen eines solchen auf Etustelümg des