Erstes Blatt.
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8kttdiffljdi($ 1,80 M., numotliib 60 Pfg., sät «* gitUjje Abonneulm mit bem b««fjmde» PoßkuffchiKA.
Die emjetut Kummet lo>« 10 Uz,
Geruckt und vertrgt in der Buchdrucker« d« m w WaijeuhaujÄ in Hanau.
Gencral-Anzeiger
Avilichts Vrz« fit Siebt« «ob Mbttie gern.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
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Setatitsetti. 8teafte»t Q. Schreck«, in ^exatu
Nr. 280 8er»sprechans»!uß Nr. 605» MÜMSK b^H 3 0. November
Fernsprechanschlnh Nr. 605.
1904
$tem
„Amtliche Beilage« Nr. 20
Amtliches.
Auf Beschluß des Bundesrates vom 22. v. Mts. findet im Deutsckm Reiche am 1. Dezember d. I. eine Viehzählung Mittleren Umfanges statt, mit der zur Prüfung der Frage der Fleischoersoraung zum erstenmale eine Erhebung der Zahl der »on der amtlichen Schlachtvieh- und Fleischbeschau befreiten Schlachtungen verbunden wird.
1 Es wirv die Mitwirkung der selbständigen Ortseinwohner bei der Austeilung, Ausfüllung und Wiedereinsammlung der Zählpapiere in Anspruch genommen werden.
, Die große Wichtigkeit dieser Zählungm sowohl für die $iaat3* und Gemeindeverwaltung als auch für die Förderung wissenschaftlicher und gemeinnütziger Zwecke berechtigt zu d-r Erwartung, daß die Ausführung des Geschäftes allerorts die bereitwilligste Unterstützung der Haushaltungsvorstände und der für das Zäbleramt bestimmten Personen finden wird.
Ich weise hierbei ausdrücklich darauf hin, daß die unter der Bevölkerung noch immer verbreitete Annahme, daß eine io'che
III. 11037.)
Aufnahme zu irgend welchen steuerlichen Zwecken «folge, irrig ist. (A.
Cassel den 18. November 1904.
V 8172
Der Regierungspröstdent.
I. V.: Kameke.
Stadtkreis Banati.
Im Anschluß an unsere Bekanntmachung vom 19. März d. Js. machen wir daraus aufmerksam, daß nach dem Erlaß deS Herrn Ministers der öffentlichen Arbeiten und Chefs des Reichsamts für die Verwa^ung der Reichseisenbahnen vom
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23 . Mai d. Js. -----die Frachtfreiheit nunmehr auch A* loD <
für diejenigen zur Unterstützung her freiwilligen Krankenpflege in Deutsch-Südwellofrika bestimmten und in den Frachtbriefen als solche ausdrücklich bezeichneten Liebesgaben zugeflanden worden ist, die zur Erleichierung der Zuführung an die Haupt- sommelllelle in Hamburg an die von den Provinzialvereinen rc. vom Roten Kreuz errichteten Zwischensammelstellen gesandt »erden. Danach genießen auch die Liebes!aben-Sendungen an die als Zwischensammelstellen anzusebenden, in unserer oben erwähnten Bekanntmachung gedachten Hauvtsammelsteüen der Vaterländischen Frauenbezirksvereine in Cassel und Wiesbaden Fiackifreiheit.
Indem wir diese weitere Vergünstigung veröffentlichen, oer» Naben wir damit zugleich die Bitte um weitere Liebesgaben.
Hanau den 29. Juni 1904.
Der Vorstand deS Zweigvereins vom Roten Kreuz.
Dr. Gebejchus, Vorsitzender. 22356
Bekanntmachung.
Auf Grund des rechtSkräfligen PlanfeflnelluugsLesLsusses deS hiesigen BezilksausjckuffeS vom 10. Juni d. Zs., B. A. 2283, sollendiezum Bau der NebenbahnVilbel-Höchsta. b. Nidder- Stockbeim in der Gemarkung Niederdorfelden erforderlichen Grundstücke, soweit sie nicht freihändig haben erworb.n werden können, enteignet werden.
Ein Verzeichnis der zu enteianenben Grundflächen liegt in der Zeit vom 8. bis einschli-tzlich 10. Dezember d. Js während der ©knftftunben auf dem Bürgermeisteramt
3” Niederdorfelden zur jedermanns Einsicht offen.
Von dem Herrn Regierungs-Prästdenten zum Enteignungs- kommissar ernannt, habe ich zur kommissarischen Verhandlung ®'t den Beteiligten zwecks Feststellung der Entschädigungen mr die zu enteignenden Grundflächen gemäß § 25 Abs. 1 deS ^nikignun>iSgksttzes vom 11. Juni 1874 Termin auf Montag den 12. Dezember d. As., nachmittags 1'/» Uhr, ^b Dienstag den 13. Dezember d. Js., vormittags 98M Uhr, — Zusammenkunft an beiden Lagen tm Bürgermeisteramt zu Niederdorfelden — anberaumt.
Au diesem Termin werden alle Beteiligten gemäß § 25 Matz 4 a. a. O. mit der Aufforderung geladen, ihre Rechte W Termin wahrzunebu cn. .
. Die'e Ladung erfolgt unter der Verwarnung, daß beim lirSbleiben der Geladenen ohne ihr Zutun die Culschädi- »ungen werden festgestelll werden und wegen Auszahlung oder 'SMierlegung der Entschädigungen verfügt werden wird.
..In dem Termin ist jeder an den zil enteignenden Grund- l'ucken Berechtigte befugt zu erscheinen und sein Interesse an Feststellung drr Entschädigungen, sowie ihrer Auszahlung Hinterlegung wahrzunehmen.
Auch etwaige Anträge auf vollständige Uebernahme von teilweise in Anspruch genommenen Grundstücken sind von den
Beteiligten in dem Termin anzubringen. Spätere dieser Art sind unzuläiflg.
Ueber den Besttztitel haben sich die Beteiligten Termin ouSzuweilen.
Eine Benchtigung der zu enteignendm Flächen
Anträge
in drur
wird zu
Beginn des Termins »am Terminlokale aus vorgenommen
werden.
Caffel den 26, Nov°mber 1904.
Der Enteignungskommiflar.
A.H. 16136 Schumann, Regierungsrat.
22377
politische Rundschau
Der Kaiser ist gestern nachmittag um 4 Uhr von bleu» deck in Slawentzitz eingetroffen und wurde vom Fürsten Hohenlohe-Oehringen empfangen. In Begleitung des Kaisers befindet sich der Gesandte von Schön.
Die Gochzeit des Kronprinzen ist, wie aus Hofkreisen gemeldet wird, auf Donners'ag den 23. März kommenden Iabres festgesetzt worden. Das kronprinzltche Paar wird im Potsdamer Stadtschloß Wohnung nehmen.
Sächsischer Sanrtag. In der Thronrede zur Eröffnung des außerordentlichen Landtags gedenkt der König zunächst des Heimganges seines heißgeliebten Vaters. Wenn ihm in dieser schweren Heimsuchung etwas Trost und Be- ruhigung gewähren könne, so seien es die Beweise aufrichtiger Treue und Anteilnahme, welche aus diesem Anlässe in allen Kreisen zum Ausdrucks gelangt und ihm in so wohltuender Weise entgegengebracht worden seien. Es sei ihm ein Bedürfnis, für die auch auf diese Weise betätigte treue Gesinnung und Anhänglichkeit seinen tiefempfundenen Dank aus zusprechen. Er sei überzeugt, daß die Stände, die die hohen Tugenden des Verewigten kannten, sein Andenken heilig halten werden. Nicht besser aber könne man das Andenken an den Verewigten ehren, als wenn man in seinem Geiste fortarbeite. So sei es auch sein fester Wille, die Regierung im Sinne und Geiste seines Vaters zu führen; die echte Gottesfurcht und Duldsamkeit und das edle, selbstlose.Pflichtgefühl des Verewigten sollen für ihn selbst vorbildlich sein und allezeit bleiben. Die Thronrede hebt sodann hervor, daß der König die Stände berufen habe, um nach den Vorschriften der Verfassungsurkunde über die im Falle eines Regierungswechsels erforderliche anderweite Feststellung der Zivilliste und über verschiedene andere damit zusammenhängende Fragen mit der Regierung eine Vereinbarung zu treffen. Die Thronrede schließt mit dem Wunsche, daß das teure Kleinod des gegenseitigen Vertrauens zwischen Fürst und Volk, welches stets den schönen Schmuck seiner Vorfahren auf dem Throne gebildet habe, auch ferner unverkümmert erhalten bleibe.
Verluste in Siibweülasrika. Am Typhus gest o r b e nt Reiter Emil Büttner, geboren am 28. Februar 1880 in Hopfgarten, früher Pionier-Bataillon Nr. 10, am 25. November im Lazarett Qkahandja; Gefreiter Gottlieb Kalreiter, geboren am 25. Mär; 1881 in Augstupönen, früher Pionier-Bataillon Nr. 18, am 25. November im Lazarett Epukiro; Gefreiter Walter Nensel, geboren am 30. Mai 1881 in Elberfeld, früher im sächsischen 2. Grena- dierregimeni Nr. 101, am 25. November im Lazarett Otjo- sondo; Reiter Franz Maye, früher Feldartillerie-Regiment Nr. 30, am 37. November im Lazarett zu Otjimbinde; Reiter Konrad Broßmer, geboren am 3. Juli 1881 in Konstanz, früher Dragoner-Regiment Nr. 22, am 13. November im Lazarett in Epukiro. Verunglückt: Reiter Heinrich Zickfeld, geboren am 28. September 1878 in Zeven, früher Feldartillerie-Regiment Nr. 9, am 27. November in Swa- kopmund an einer herbeigeführten Verwundung (Scbuß durch den Hals) durch Fahrlässigkeit eines Zivilisten gestorben.
Der neue deuNch-serbische Kanbelsvertrag wurde gestern in Berlin unterzeichnet.
In Kapstadt ist gestern der Dampfer „Batavia" mit der Leiche des früheren Prästdenten Krüger eingetroffen. Die Leiche wurde d»rt feierlich aufgebahrt. Am 7. Dezember wird sie in einem Sonderzug, der an den meisten größeren Orten hält, nach Pretoria gebracht.
Beide mexikanische Kammern nahmen die von, Finanzminiller 9'mauiour emgebrachte WöhrunvSvorlage an.
Der Anarchist Most ist auf das Verbrechen, die Stadt St. Louis zu verlassen, wieder freigelaffen worden.
Dia h-tttiga Stummer umfaßt außer dem UnterhaltuugSblatt 1S Seiten*
Hue Banau Stadt und Cand,
Kanau den 30. November.
Historische Gedenktage.
30» Novbr. 1304 starb Graf Gottfried V. zu Ziegenhain. Seine Gemahlin Mechiild war eine Tochter Heinrichs deS KivdeS.
30. Novbr. 1375. Einführung des Primogeniturrechtes in Hanau durch den Grafen Ullrich von Hanau und dessen Gemahlin Elisabeth, geiorene Gräfin von Wert beim.
30. Novbr. 1581 starb der treue und vielversuchte Schreiber (Kobineissekreiär) des Landgrafen Philipp des Groß- mütiaen, Simon Bing.
30. Rovbr. 1698. Tumult in Schmalkalden wegen der Iierbefferunosvnnkte des Landgrafen Moritz.
30. Rovbr. 1630. Nachteiliges Urteil des Reichshofrairs in dem Streite Heffen-Caffel's mit Waldeck über einige Dorfichsiten.
30. Novbr. 1644 wurde der Geheimerat Jakob von Hoff, der bebeutenbite damalige besten-cassel'iche Diplomat, die Stütze der energischen Fürstin in den Wirnistm des 30- jährigen Krieges, von der Landgräfin mit Rommersh«ffen und DitterShausen belehnt.
* 1. Abonnemerrts-Dortrag im Evang. Vereins- Hause (Nußallee) heute Mittwoch, abends 8 Ubr:, ^Johann Eberl'n von Günzburg, ein demsch-nationaler Vorkämpser im Reformationszkilalter." Pfarrer JuliuS Werner aus Frankfurt.
* Stodttheater. In der beutigen Aufführung des trefflichen Luüip'els „Der Hypochonder" sind hervorragend beschäftigt die Herren Fink (Titelrolle), Merker, Nauen- dorf, Gebrmann, Römer, OHarfen und Hoffmann; ferner die Damen J riak, Urban, bi Ranucci, Wehn und Jaida.
• Prämiiert. Auf der 1. Deulsch-Ratisnalen Tauben- Ausstellung, welche vom 25. bis 28. d. M. in Frankfurt statt» fand, erhielt Herr Jean Semintel hier einen 4. und 2. Preis, bestehend in großer und kleiner silberner Medaille, auf Mischlinge (ßrenpmgen von Hanfling-Ksnarien und Stieglitz. Kanarien). Die Zucht mit ersteren ist schwierig und gelingt nur feitet?.
L. Reichsgericht. Wegen Uebertretung aus § 367,10 Str.-G.-B. ist am 8. August vom Landgerichts Hanau der Schloster Ferdinand Börner aus Offenbar zu 6 Wochen Hast verurteilt worden. Von der Anklaae der Körperverletzung ist er freigefpretben worden. Er hat sich in e ner Schlägerei, die bei einem Tanzvergnügen entstand, eines MesterS bedient. — Seine Revision wurde gestern vom Reichsgerichte verworfen.
* @in Scherz? Einem Schuhmacher von Hüttengesäß wurde am 11. Ctiober am Hanauer Kleinbahnhof ein Korb mit Eßwaren und sonstigen Gegenständen entwendet. Der Korb fand sich nachher auf dem Abort vor, die Eßwaren darin fehlten. Die übrigen Gegenstände waren noch vorhanden. Wie llch später herauSstellte, hatten der Weißbinder L. und der Maurer L. von Langenfilboid den Korb hinauSgetragen, sie wollen aber nur in der Trunkenheit einen Scherz gemacht und von dem Inhalt nichts entwendet haben. Der Weiß- bindrr, welcher der Anstifter zu der Geschichte war, erhielt gestern vom Schöffengericht Hanau 1 Woche, der Maurer 8 Tage Gefängnis.
• Zusammenschluß. In dem Bestreben, gesündere Marktverhällniffe zu schaffen, finden, gleich wie bei anderen Industrien, fa auck in der Baumaterialien -ProduktionSbranche Zu'ammenschlüssr statt und werden Jntereffengtweinschaften gebildet. So haben nch die Zementwerke durch Syndikate, die Tonröhren- und Planen Fabriken in Form von Konventionen vereinigt. Nachdem weiter die Kalkwerke der Lahn (Grau- und Weißkalk) jetzt einen Verkaufsverein bilden, haben sich neuerdings auch die bekannten Schwarzkalk - Produzentm K a l k w e r k e A k t. - G e s. A s ch a f f e n b u r g mit dem KalkwerkBlankenbach b er Äablgrund-Eisen- bahn Ak 1. - Gei. zu einer DerkauWelle ®. m. b. H. zu fammergetan. Gleichzeitig fand eine Verschmelzung der hiesigen Baumateriaiien-Firma W. Kämmerer jun. mit der schon vorgenannten KalkwerkeAkt. - Ges. Aschakkeno « rg statt, welch letztere neben ihrer bedeutenden Kaikprodukiion am? einen sehr umfangreichen Handel in u""-ren Bauar. treibt. Hoffentlich find die Bestrebungen auch vom ncyr 8 Erfolg begleitet, welche dann der Allgemeinheit mit ®ute
Herr Rösch im „Frankfurter Bau" bat ffl? SfcÄ Sfiqe Damenkapelle engagiert. Die hübschen,^ gern besuchten Lokalitäten dürften dadmch sicherlich