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GOes Blatt.

Hanauer G Anzeiger

»ezngSPrekSr

LieMjahrsich 1,80 M., monatlich 60 Pfg.. für an*, tgäruge Abonnevleu mu bem bettefienbeti PostLuffchtag, Dr« einzelne Nummer topet 10 Pfg.

druckt und verlegt in der Buchdrucker« des »erei«. es.

WaileuhaujeS in Hau au.

General-Anzeiger

Amtliches Organ für Stadt- und FandKreis Kanan.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

6iurMnng8gehfi|t

Für Stabi» und Landkreis Hanau 10 Psz. di« fünf- gespaileue Petitzellt oder deren Raum, für Auswärts Pfg.

im ReNamenlbeü die Zecke 2b Pjg* für KuLwärrS 3b Pfg,

Vrrannvsrtl. Redakteur; G. Schrecke« in Haue«.

»ir. 269

Fernsprechanschluß Nr, 605«

Donner§taa ren 17. November

Ferusprechanichluß Nr. 605,

1904

eeeeeeeiK*

Amtliches.

Eandkreie Danau.

Mann machten des Kömal. LandratsamteS. Betrifft Einkommenstener- Voreiuschätzung im Landkreis.

Die Gutsvorsteher und diejenigen Bürgermeister, welche nicht den Vorsitz in der Voreinichätzunaskommisston führen, find angewiesen, das Veranlagungsmaterial für die Einkommen­steuer bis zum 28. d. Mls. fertig zu stellen.

Die Herren Vorsitzenden der Voreinschätzungskommissionen veranlasse ich daher, von diesem Zeitpunkte ab das gesamte Veranlaungsmaterial (Personenverzeichnis mit Gemeindesteuer- liste, Kartenblätter mit Kontrolliste und Staatssteuerrolle) ein« zuziehen und es der im Ariikel 4t der Ausführung-anweisung vom 6./7. 00 vorgeschriebenen Prüfung zu unterziehen, auch seine Ergänzung und Berichtigung herbeizuführen.

Hieraus ist die Voreinschätzung alsbald in die Wege zu leiten.

Als Sitzlingsort für die Poreinschätzungskommislionen Hestimme ich je den Wohnsitz des Vorsitzenden und als Ter­mine für die Vornahme der Voreinschätzung

1. für den II. und III. Bezirk (Eichen M« Ostheim) den 2. Dezember;

2, für den VII., VIII. und IV. Bezirk (Bruchköbel, Rüdiqheim u.Huttengesätzs den 3. Dezember;

3. für den V. und I. Bezirk (Kiltanstäststt und Windecken) den 5. Dezember;

4. für den VI. und X. ©eurt (Wachenbucheu und Kesfelstadt) den 6. Dezember;

6- für den X41l. und XIV. Bezirk (Langendiebach und Langenselbold) den 7. Dezember;

6. für d-n IX. und XV. Bezirk Grostauheim und Niederrovenbach) den 8. Dezember und

7. für den XL und XII. Bezirk (Kechenheim und Bergen) den 9. Dezember d Js.

Zm allgemeinen ist mit der Staatssteuer-Voreinschätzung und zwar vormittags zu beginnen. Nur in den Bezirken Eichen, Ostheim, Wachenbuchen, Hüttengeiäß, Bruchköbel, Niederrodenbach ist die Staatssteuer-Voreinschätzung nur dann vormittags zu beginnen, wenn dieses Ge'chäft erfahrungs­gemäß mehr als einen halben Tag in Anspruch nimmt.

Zu den vorgenannten Terminen sind die Mitglieder der Kommission gegen Empfangsbe cheinigung oder mittelst einge­schriebenen Briefes rmzuladen. Die stellvertretenden Mitglieder dürfen nur einberufen werden, wenn ein Mngliev sei es ein gewähltes oder ernanntes durch Tod oder aus anderen Gründen ausgeschieben, oder dauernd an der Mitwirkung bei den Geschälten behindert ist.

Der Hweck der Einladung ist kurz anzugeben. Ueber die Sitzung ist ein Protokoll aufzunehmen; dasselbe ist vom Vor­sitzenden und den Mitgliedern zu vollziehen. Den bereits ver- pstichieten Mitgliedern rc. ist die strengste geheimhaltung d°r Verhandlungen u. s. w. einzuichärfen, auch sind ihnen die Sirafbestimmungm im § 69 des E>nk.-Ges. nochmals bekannt zu geben.

Die Doreinschätzung ist tunlichst an einem Tage aus- zuführen.

Die Veranlagung der nicht eittskommensteuervflich- tigen Per onen, welche nach dem Erlasse des Herrn Finavz- miniiiers vom 19 /6. 92 bei der Berechnung der Reiseko ien und Tagegelder au^er Betracht zu lasten ist, bal a^irennt von der Loremichätzung der einkommenste«erpstichtt«en Personen und nach dieser Doremlchätzung slalizunnden.

Wenn die DoreiNichätzung der Einkommeniteuerpstichtigen Sei minvestens 8stünviger Arbsit wehr als einen Tag in An pruch nimmt, so ist dieselbe an den unmittelbar darauf- solgenden Tagen sonzusetzen und zu beendi en.

Bom Vorsitzenden der VoreinschätzUngskommrision ist in diesem Falle auf den Liquidaiionen zu bescheinigen, daß die tos die Veranlagung der nicht elnkommensteuerpfl.chtigen ©er Ionen verwendete HeN attßtt Ansatz geblieben ist und rote« viel Stunden die Doreinlchätzung der einkommenfteuerpfllchngeu Personen an jedem Tage gedauert hat.

Nach der Verordnung vom 4./7. 92 werden den aus- wänigen Mitgliedern bei Zurücklegung eines Weges von über 2 Kilometer für die Hin- und Rückrer,e Tagegelder von 2

bv Pfg., für 1 Kilometer Landweg 10 Pfg. und für 1 Kilo- weter mu der Eisenbahn 5 Pfg. gewährt. Die Hin- und Rückreise, auch wenn sich die'elbe wiederholt hat, wird nur nmal berechnet. Die Kilomnerzahl zwilchen 2 und 8 wird aus 8 abgerundet. Den am Siyungsort oder m ge- ^ngerer Entfernung als 2 Kilometer vom Ditzungsorte wohn­

haften Mitgliedern sieben bei tatsächlicher Versäumnis Ber- sättmnisgebühren bis zur .Lohe von 2 Mk. 50 für den Sitzungstag aus der Staat?kaste zu. Aus für diese Mitglieder der Kommission ausgestellten Liquidationen ist der Stand oder das Gewerbe der Mitglieder anzugeben.

Die vorichrsitSmäßig aufgestellten Liquidationen über Reise­kosten und Versäumnisgebühren sind vom Vorsitzenden der Vor- einschötzungskommission mit der Bescheinigung der Richtigteit zu verleben und, unterschriftlich von den Mitgliedern vollzogen, in einfacher Ausfertigung den Voreinschätzungsarbeiten beizufügen. Die Formulare über Reisekosten und Versäumnis- gebühren werden in der Waisenhaus-Buchdruckerei vorrätig gehalten.

Mit der Einsendung des gesamten Materials darf nicht gezögert werden. Sofort nach BemdigtlNg der Sitzungen ist mir dasselbe vorzulegen.

Vermerke auf den Kwtenblättern wiezur Steuererklärung aufzutordern" haben zu unterbleiben. Pflichtige, welche zur Abgabe einer Steuererklärung gemäß § 25 des Gesetzes in Vorichlag zu bringen sind, sind in einem besonderen Ver­zeichnis anfzulühren. Lch'eres ist mir getrennt vom Bor- einschätzungsmaterial nach der Sitzung einzureichen.

Den Beginn der Sitzung wollen mir die Herren Vor­sitzenden sofort anzeigen.

Hanan den 15. November 1904.

Der Vorsitzende

der Einkommensteuer-Veranlagungs-Kommissiou für den Landkreis Hanau.

St 7098 Z. B.: v. Schlieben, Nez.-Assestor.

Die Firma Lropolv Casirlla & Co., Gesellschaft mit beschränkier Hafiuna in M a i n k u r, beabsichtigt auf ihrem am Wiesenweg in der Gemarkung Fechenheim belegenen Grund­stücken Kartenblatt H Nr. 156 bis 159, 162 bis 164, 167 und 168

eine Gasanstalt zu errichten.

Die Zeichnungen mit einer Beschreibung der Anlage liegen im Bureau des Kreis-Ausschusses zur Einsicht aus.

Eknwendttnge»» gegen die Anlage sind schriftlich in zweifacher Ansfertiaung, oder mündlich zu Pro'akoll iitnev* halb 2 Wochen beim Unterzeichneten anzubringen.

Termin zur Erörterung der rechtzeisig erhobenen Ein­wendungen steht am

Samstag den 3. Dezember d. Js.» vormittags 10 Uhr, im Bureau des Kreis-Ausschusses an, wozu die Beteiligten hiermit eingeladen werden.

Hanau den 14. November 1904.

Der Vorsitzende des Kr-is-Ansjchusses.

J Nr. A 4437 v. Beckerath. 21460

Stadtkreis Danau

LelaullLmachuiilM des Oberbürgermeisieramles.

Bekanntmachung.

Ein Betrag von 10000 Mk. aus CtiflungSmiitclir ist sofort als erste Hyvothek zu 4°/o auszuleihen.

Hanau den 12. November 1904.

Der Magistrat.

I. A.: Wagner. 21406

Handelsregister.

Firma U. L. Hammerfchmkdt in Hanau: Der Kauf­mann Friedrich Hammerschmidt in Hanau ist in das Geschäft als persönlich haftender Gesell­schafter einaetreten und wird dasielbe von diesem und den seitherigen Gesellschaftern Kaufmann Tb e odor Hammerschmidt und Kaufmann Karl Schade, beide zu Hanau, als offene Handelsgesellschaft unter unveränderter Firma fortgeführk.

Hanau den 11. November 1904.

Königliches Amtsqericht 5 21411

---L.,.-., II V"" '«!-VM!!!»^ - , _L_i:;-^^

Hue Danau Stadt und Cand.

tSanou den 17. November.

Historische Gcdciiltogc.

(7. Novbr. 1631. Landtag zu Eassel wegen des Bünd­nisses mit Schweden.

17. Novbr. 1723 starb Johann Georg Freih-rr von EdelS' Heim, gräflich kanonisier Rat, der erste dieses Namens, 1673 geadelt, 1706 in den Freiberrnsiand erboben.

17. Novbr. 1743 starb Friedrich Wilhelm Schlaffer, der erste Dürrer der neugearündeten lutherischen Gemeinde in Eassel, Sohn des Superintendenten zu Marburg.

ist

* Personalien. Durch A. K.-O. vom 15. November der Oberleutnant Mannkopfs, bisher Adjutant im

Anf.-Regt. Hesien-siomburg Nr. 166, zum Adjutanten der Kommandantur Danzig ernannt worden.

* Zur Philippsfeier. Die aus Anlaß des 400. Ge­burtstages Philipps keä Großmütigen geprägten Gedenkmünzen Fünf- und Zweimarkstücke sind in Darmstadt einge- troffen und werden ausgeaeben. Die Geldstücke ähneln den gelegentlich der Z-ntenarieier des Königreichs Preußen geprägten. Sie tragen auf der Vorderseite die Reliesbildnisse Philipp? des Großmütiaen und des Grobb-rzoas mit der Umschrift: PHILIPP, LANDGRAF ZU HESSEN ERNST LUDWIG, GROSS HERZOG VON HESSEN U. B. R

18. NOV. 15041904 und den Wibl pru-b Landarai Pbilipps:VERBUM DNI (Abkürzung für Domini) MANET IN AETERNUM'4, zu Deutsch:Das Wort des Herru bleibt in Ewiakeii". Die Rückseil- zeint den Reichsadler und die Umschrift:"DEUTSCHE8 REICH 1904 FÜNF (resp, ZWEI) MARK. Auffallend ist die A-bnlich'eit in der, Gesichtszügen der beiden Herrscher, doch ist die Prägung eine sehr schwache. Im Preußischen werden die Geldstücke schon jetzt mit Ausschlag verkamt, sie dürften also bald im Werk steigen. In den allgemeinen Verkehr werden die Münzen kaum kommen.

* Deritfchei- Aben» des Allqemeineie vevtfchen Schulvereins zur Erhattunq des Deutschtums im Auslande. Wie aus der Anzeige in der heutigen Nummer ersichtlich, feiern die biesige Frauen» und Männer-Gruppe des Schulvereins" am 3. Dezember, abends 7 Uhr, in derCen- tralhalle" einenDeutich-n Abend". Wir wollen beule aus die Einzelheiten der Aufführungen nicht eingeben. Die Vor­bereitungen dazu sind schon seit Wochen in flottem Gange und kann ein genußreich Abend mit Sicherheit in Aussicht gestellt werden. Vielmehr sei heute darauf binqewie'en, daß der Verein in diesem Jahre die Hälfte de- Reinertrages desDeutschen Abend" zur Unterstützung von Ansiedlern und Soldaten in Südwestafrika überreifen wird, ein erfreulicher und sicherlich unserer Einwohnerschaft sehr angenehm berührender Entschluß. Selbstredend hofft der Verein unter diesen Umständen, wenn er selbst ein so gr^ eS Opfer bringt, auf besonders tatkräftige Unterstützung und opferwilliZe Beisteuern. Hauptsächlich kommt dabei die Entnahme von Eintrittskarten, Losen zur Tambola und Uebersendung von Gewin­nen in Betracht, da Baiar, d. b. Verkauf irgendwelcher Gegen­stände, mit Ausnahme von Sträurchen und Ansichtskarten, bestimmt in ke!nerWeiie stattfindet.ebenso- w e n i g e i n B u f f e t. Die Vervflegung liegt vielmehr aus­schließlich in den Händen des Wirtes derEentralhalle", Herrn Leipold. Wir sind ausdrücklich ermächtigt, darauf besonders hinzuweifen. Eine Liste zwecks Zeichnung von Eintrittskarten wird in Umlauf gesetzt, außerdem sind selbige in den Hof- buchhandlungen der Herren Alberti's Nachfolger (Elauß u. F edder s e n) un^ Altmannsperger zu haben. Preis wie früher 2 Mk. 50 Pf. Lo'e zum Preise von 50 P'g. sind bei folgenden Damen des Vorstände« jederzeit zu haben: Frau Ambrosius, Frau Heinrich Bracker, Frau Bückmann, Frau Gustav Gustine, Frau Osius-Wille, Frau Wackerm an n; auch vermitteln die bei den Aufführungen mitroirfenben Damen gern den Verkauf von Lo'en. Geschenke, ebenso ftfin wie zahlreich, nehmen die genannten Damen de« Vorstandes entgegen.

* Staditheatev. @ spiel Eichelsheim,Dr c bezähmte Widerspenstige". Das bekannteste Lustspiel des unsterblichen Briten, Shakeipeare's lustige Komödie: »Die bezähmte Widerspenstige" geht morgen nach einer Pause von sieben Jahren neu einstudiert in Szene. Durch die geschickte Urberletzung und Bearbeitung Deinhardsteins ist es eines der beliebtesten Werke unserer Bühnen-Litcraiur ge­worden, welches mit seinem tollen gaunempiel und seinem unvergleichen Humor das Repertoire aller deutschen Bühnen ziert. Die morgige Aufführung gewinnt noch "»e reisn e Bedeutung durch das Gastspiel einer erstklassigen Kun en , ää ää^Sk

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