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Erstes Blatt.

Hammer W Anzeiger

«rzngSperk-r

WtMahrLch 1M Mk., monatlich 60 Pfg., HU cu* MK^ JUwunkMe« mit bau betrefswdeu PostmrWag.

Die ewzrüie Nummer kostet 10 $fg.

@6twti u«d verlegt in der Buchdrucker« oeL serri«. es. WmseechlmseS is Hamm.

General-Auzeiger

KMh« AM für Steif- und Landkreis Kaum.

Erscheint täglich unt Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

SdtrückmlgsgeLLhr

Für Stadt» und Landkreis Hanau 10 Pfg, die fünf» gespaltene Petitzeile ob« beten iRaiim, für Auswärts 15 Pfg., im KektamrutheU die Zeile 25 Wg, für 8Ui8märt3 35 Pfg,

Wirautworil. RLaÜmrr 6. Schreckte m Cm

Nr. 257

FerusPrechanschluß Nr. 605«

MittmoL den 2. November

Fernstzrechanschluß Nr. 6o5.

1904

Amtliche Beilage« Nr. 18.

Amtliches.

»ngMtigteits-Erklärung.

Der auf den Namen des Gustav Hamburger aus Langenselbold unterm 24. Dezember 1903 für das Jahr 1904 zum Handel mit Manufaktur- und Schuhwaren und Lande«produkten erteilte Wandergewerbescheiu Nr. 3056 ist angeblich verloren. Er wird hierdurch mit dem Bemerken für ungültig erklärt, daß dem p. Hamburger ein Ersatz-Wandergewerbeschein erteilt worden ist.

Cassel den 25. Oktober 1904.

Königliche Regierung.

Abteilung für direkte Steuern, Domänen und Forsten.

H 6891 Rudolph. 20547

Stadtkreis Danau»

Der Dienstmann Karl Friedrich Herbert hier hat um Rückgabe seiner Kaution gebeten.

Gemäß § 2 der Polizei-Verordnung vom 18. April 1868 betreffend das Dienstmannswefen in Hanau gebe ich anheim, etwaige Ansprüche auf die Kaution binnen 14 Tagen im Sekretariate der Königlichen Polizei-Direktion anzumelden, widrigenfalls sie zur Auszahlung gelangt.

Hanau den 31. Oktober 1904.

Königliche Polizeidireklion.

P 8800 J. V.: v. Schrieben, Reg.-Assessor.

Landkreis ßanau.

Bekanntmachuk^en des Köniql. Landratsamtes.

Der Metzger Karl Dietz in Ravolzhausen be­absichtigt auf seinem Grundstück Kartenblatt N Nr. 1024/36 rc. Wilhelmstraße Nr. 2 die Einrichtung einer Schlächterei.

Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Einwendungen gegen die Anlage, zu welcher die Zeichnungen und Beschreibungen im Bureau des Kreisausschusses hier offen liegen, binnen 14 Tagen, vom Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung an ge* rechnet, hier anzubringen sind.

Zur mündlichen Erörterung der rechtzeitig erhobenen Ein­wendungen wird Termin auf

Montag den 21. November d. Js», vormittags 10 Uhr, im Bureau des Kreis-Ausschusses anberaumt, und werden die

Kleines Feuilleton.

Kunst und Leben.

* Dr. Rudolf Amandus Philippi P. Im hohen Alter von 96 Jahren starb zu Santiago in Chile der berühmte Zoologe Dr. Rudolf AmanduS Philippi, der für Reffen ein besonderes Interesse hat als ehemaliger langjähriger Lehrer der Zoologie an der polytechnischen Schule zu Cassel. Nicht zum wenigsten diesem scharfsinnigen unb eifrigen Naturbeobachter verdankte diese, man kann wohl sagen, erste polytechnische Hoch­schule ihre damalige Blüte. Als Mitglied deS Casseler Stadt- rals hatte er großen Anteil genommen an den politischen Be­wegungen von 1848 bis 1850 und sah sich veranlaßt, bei der Besetzung Heffens durch österreichische und bayerische Truppen seinen Abschied zu nehmen. Sein Bruder Eunom Bernhard Philippi rief ihn nach Chile. Freilich waren die Tage des Zusammenlebens mit diesem in Chile sehr angesehenen Manne, der Gouverneur von Magellanes war, gezählt, denn schon im November 1852 wurde er zu Puma Arenas von aufftändigen Patagouiern erschlagen. Amandus Philippi erbte beffen Güter und wollte sie selbst bewirtschaften, wurde aber von der Re- Sierung an die Universität Santiago berufen, wo er als Pro- ^ssor der Naturwissenschaften und Direktor des Museo Nrcional wirkte. Nunmehr faßte er eine planmäßige Durchforschung seiner neuen Heimat inS Auge. Ueber die Pflanzen- und Tierwelt Chiles ließ er eine Reihe von Schriften erscheinen. Sein Lehramt ging 1874 in die Hand seines des Vaters würdigen Sohnes Friedrich über, der im Sinne des VaterS weiter arbeitet. Wenn Chile heute für das bestdurchforschte Land Süd-Amerikas gilt, so hat daran Rudolf Amandus Philippi einen wesentlichen Anteil. 8. i. t. 1.

Die deutsche Kunst in St. Louis. Auf der Welt­ausstellung in St. Louis wurden in der SektionMalerei" !»>«ende bedeutendere Auszeichnungen erteilt: Den höchsten PwiS, den sog. Grand Prix, erhielt Adolf von Wenzel-Berlin.

Interessenten mit dem Bemerken vorgeladen, daß im Falle ihres Nichterscheinens gleichwohl mit der Erörterung der er­hobenen Einwendungen vorgegangen werden wird.

Hanau den 31. Oktober 1904.

Der Vorsitzende des Kreis-Ausschusses.

J9lr A4146 v. Becke rath. 20596

Bekanntmachung.

Dem Darrmeister Werk man« dahier ist am 28. s. M. ein Hammel zugelaufen. Der unbekannte Eigentümer wird zur alsbaldigen Empiangnahme gegen Erstattung der entstandenen Kosten ausgefordert.

Forstbans Wolfgang ö. Hanau a. M., 1. November 1904.

Die Orispolizeibehörde.

Fenner,

Königl. Forstmeister. 20554

KekMntMchuW für Kcffelßsiit.

Die hiesigen Lanbwirtschafttreibendm, in deren Oekonomic- beirieben im laufenden Jahre Veränderungen durch Ab- und Zugänge in den Bebauungsflächen eingelrete» fmb, werden aufgefordert, diese Veränderungen bis zum 10. November dem Bürgermeisteramt anzuzeigen.

Kesfelstadt den 31. Oktober 1904.

Der Bürgermeister. 20536

Bus Danau Stadt und Cand,

Hanau den 2. November.

Historische Gedenktage.

2. Novbr. 1666 starb zu Gießen Hans Günther von Brennhausen, hesstn-barmstädtischcr General-Wachtmeister, Geheimcrat und Befehlshaber aller Fes-ungen.

2. Novbr. 1710. Eröffnung des Collegii Carolini zu Cassel.

2. Novbr. 1850 wurde Caffel von den Preußen besetzt.

* Zur Philippsfeier. Auf Anordnung Kgl. Regierung zu Cassel soll am 12. November Samstag unter Wegfall der letzten Schulstunde in sämtlichen evangelischen Schulen eine Feier Veranstalter werden, bei welcher der Schul­jugend ein Bild des L'bens und WirkensPhilipp des Großmütigen" vor bte Augen gestellt werden soll, das dazu angetan ist, ihre Herzen zur Dankbarkeit gegen die Väter der Reformation zu erheben. Eine ähnliche Verordnung hat auch das Kgl. Provinzial-Sünlkoll-gium erlassen.

Durch goldene Medaillen wurden ausgezeichnet: In Berlin: HanS Hermann, Hugo Vogel, A. von Werner: in Düsseldorf: Wilhelm Schrmer; in München: Hans von BartelS, Franz von Destegger, W. von Dietz, AloiS Erdtelt, L. von Loefftz; in Dresden: G. Kuehl, K. Bantzer; in Karlsruhe: Alexander Koester. Anßerdetn wurde noch eine besondere Erinnerungs­medaille an F. A. von Kaulbach-München verliehen. Eine Reihe hervorragender Künstler konnte nach den Satzungen der Ausstellung deshalb nicht ausgezeichnet werden, weil ihre Ar­beiten nicht in den letzten elf Jahren entstanden waren, so u. a.: Arthur Kampf-Berlin, Schoenleber-Karlsruhe, Knaus- Berlin, von Gebbardt-Düsseldorf, Gabriel Max-München. Die Auszeichnungen sind durch eine aus Vertretern aller Nationen gebildete Jury erteilt worden.

Das Riesenkind. Man schreibt aus Mailand: Die Damenica bei Carriere bringt in ihrer letzten Nummer eine Mitteilung, die wohl das Interesse von Barnum unb Daily finden dürfte. Ein Freund des Mailänder Blattes hat in dem Dörfchen Copparo bei Ferrara ein jugendliches Monstrum kennen gelernt und photographiert, so daß die vielleicht sonst ungläubigen Leser sich durch das veröffentlichte Bild von der ganz verblüffenden Dicke eines dreizehnjährigen Mädchen über­zeugen können, das die Kleinigkeit von 200 Kilogramm wiegt. Sofonisba Benini so heißt die junge Dame ist das Kind normaler Eltern, die sich nicht im geringsten durch einen bemerkenswerten Körperumfang auszeichnen. Fränlein Sofo­nisba hat bisher die Höhe von 150 Zentimetern erreicht, kann es also noch^ iveit bringen, wenn es in dem gleichen Verhält­nis weiterwächst. Ihr Brustumfang beträgt 174 Zentimeter, während die Wade mit einem 60 Zentimeter langen Bind­faden kaum umspannt werden kann. Dabei genießt aber das so außerordemlich fette Mädchen vollkommene Gesundheit und hat sympathische Gestchtszüge. Auch seine Beweglichkeit läßt nichts zu wünschen übrig. Sofonisba wirb wohl recht stolz darauf sein, daß ihr Konterfei "in ganz Italien bewundert wird, und wer weiß, ob sie nicht bald aus der idyllischen Ruhe ihres heimatlichen Dorfes durch Schaubuden-Unternehmer,

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* Personalien. Versetzt der Forstmeister Martin in Großenlüder, Regierunasbezirk Caffel, auf die Oberförster­stelle Wellerode mit dem Amtssitz in Waldau, Regierungs­bezirk Caffel. Der Forstaffeffor Demme ist zum Ober­förster in Großenlüder, Regierungsbezirk Cassel, ernannt worden.

* Hubertusjagd. Morgen wird von den Offizieren der Garnison die Hubertusjagd geritten. Die Teilnehmer sammeln sich um 2 Uhr 45 Min. an der Kinzigbrücke, süd­lich Langenselbold. Der beste Platz für Zuschauer ist an der Straße von Rückingen nach Bahnhof Niederrodenkach, wo­selbst die Jagd ausläuft.

* Kontrolversammluug. Donnerstag den 3. No­vember, vormittags 9 Uhr, in Langenselbold am Schloß­berg (Garten der Wirtschaft Gasche): Sämtliche Reservisten, diejenigen WehrlevK, welche in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1892 eingetrete« find und die zur Disposition der Erlatzbehörden entlassenen Mannschaften von Hüttengefäß, Langendiebach mit Reuserhof, Nevwiedermus, Ravolzhausen, Rückingen und Wolfgang; vormittags 11 Uhr: desgleichen von Langen'elbsld mit Bruderdiebacher- und Baumwieserhof, Oberrodenbach und Niederrodenbach.

* Der Kriegerverein Hanau hat für die begonnene Wintersaison verschiedene Verträge für feine Mitglieder vorge­sehen, von denen der erste dieser Vortragsabende am nächsten Samstag den 8. November in seinem Vereinslokale zur Cen- tralhalle abgehalten wird. Für diesen Abend ist Herr Lehrer S ch l r u ch e r von Langenselbold gewonnen, der durch seine schon oft gehaltenen Verträge durch Zeitungsberichte als aus dem Gebiete der Geschichte Hanaus bekannt sein dürfte, und jedenfalls in dieser Wahl ein Herr gewonnen ist, der schon im voraus volle Gewähr für einen interessanten Unterhaltungs­Abend bietet,umsomehr, als er gerade Hanau in feinen schweren Schreckenstagen vom 27. Oktober bis 2. November 4813 eingehend vor Augen führen wird. Die Disposition ist folgende:

1. Einleitendes Gedicht.

2. Erste genaue Nachricht über die Schlacht bei Leipzig.

3. Die ersten Bayern in Hanau. Freude der Bürger.

4. Erster Kampf vor der Kinzigbrücke.

5. Das Auskunftsbureau im Backes'schen Hause.

6. Napoleon im Lamboywald. Schlacht. Fast voll­ständige Aufreibung des österreichischen Regiments Jordis.

Brand des Neuhof.

7. Nächtliche Beschießung Hanaus. Die verschiedenen Brände in der Stadt.

8. Verwundung Wrede'S. Letzte Kämpfe vor der Kinzigbrücke.

die sie der neugierigen Welt zeigen wollen, aufgeftört werden wird.

Dom Chausseartssehev zum Operusänapr. Der auS der Gesangschule des Direktors Theodor Schlöffer vom Duisburger Konservatorium Hervorg-gangene Tenorist Hein­rich Schmitz, der seit kurzem die bescheidene Stellung eines Chauffeeaufsehers mit der eines Opernsängers vertauschte und an die vereinigten Sladttbeater in Dortmund-Essen engagiert wurde, gastierte am 24. Oktober am Stadttheater in Koblenz mit ganz bedeutendem Erfolge. So schreibt unter anderen die Kobl. Volkztg.: Herrn Bötel und andere Größen hat der junge Sänger nicht zu fürchten. Vor allem machte der Künstler guten Eindruck, und dazu können wir ihn beglück­wünschen. Er hat Volumen, Wohllaut, befriedigende Aus­sprache, Timbre, Kraft und Umfang, namentlich bedeutende Höhe (in der da capo gesungenen Etretta daS dreigestrichene hohe 0). Beifallsstürme und Hervorrufe begleiteten den Sänger bis zum Schluffe.

FrantfuNcr Thrater.

Schauspielhaus. Donnerstag den 3. Novbr., abends 7 Uhr: Erstes Gastspiel von Madame Sarah Bernhardt mit, ihrer französischen Gesellschaft. Zum ersten Male: ..LAiglon. Drame en 6 actes de As. Edmont Rostand. Außer Abonnement. Erhöhte Preise Freitag den 4. Nov., abends 7 Uhr: Zweites und letztes spiel von Madame Sarah Bernbardt mit ihrer Geiells-bakt. ,,La Dame aux ^l*^ H 5 actes dAlexandre Dumas fils. A"p. 'tnhatts. Donnerstag den 3. 2---.- $ fn 3 ^ "Der fixende Länder. Rom ^^»3 im Don- Wir von Richard Wagner. Freitag den 4. nerstag - Abonnement. < +

Novbr.: Geschloffen- _______