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Erstes Blatt.

vezngSprekSr

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druckt und verlegt in der Buchdrucker« des verein, es.

Waisenhauses in Hauau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

General-Anzeiger

Amtliches Am fit Statt- irai Landkreis Kmu.

SiurLckuugsgeüühr

Für Stadt- und LandkroS Hauau LüPfg. die fäuf* gespaltene Petitzeile ober deren Raum, für Auswärts Pfg., im ReNamentheil die Zelle 25 Pfg^

für Auswärts 85 Pfg.

Deranttvortl. RÄakteurr G. Schrecker tu Hauau.

Nr. 255

Fernsprechanschluß Nr. 605»

Montaq den 31. Oktober

Fernsprechanschlug Nr. 6o5.

1904

Amtliches.

Eandhreio Sanau.

BekauntNachungen des Röntgt Landratsamtes.

Diejenigen Herren Bürgermeister, welche mit der Erledigung meiner Verfügung vom 29. Februar d. Js., J. Nr. 399 U, betreffend Einreichung der im laufenden Jahre entstandenen Betriebsveränderungen, noch im Rückstände sind, werden hier­mit aufgefordert, dieselbe baldigst tmü spätestens inner­halb 10 Tagen zu erledigen.

Hanau den 22. Oktober 1904.

Der Vorsitzende des Sektions-Vorstandes.

5 Nr. 2486II I. A.: v. S ch l i e b e n, Reg.-Affeffor.

8«i»irtfiiflli6tr KeiÄmiii Hm».

Nächste Versammlung Samstag den 5. k. Mts., nachmittags 2 ^2 Uhr, im Gasthaus zum goldenen Löwen hier.

1. Geschäftliche Mitteilungen.

2. Besprechung über den Ausfall der Ernte von den seitens des Vereins im vergangenen Frühjahr verteilten Saat­kartoffeln.

3. Der Ausfall der diesjährigen Obsternte.

4. Vortrag des Herrn Emil Dröge über tierische Schädlinge der Halmfrüchte, Zuckerrüben und der Spargelfelder.

5. Die hiesige Kornhausgenoffenschaft.

6. Beschlußfassung über das seitens des Vereins im tom-. menden Winter ahzuhattende Winterfest.

7. Aufnahme neuer Mitglieder.

8. sonstige Mitteilungen.

Die Herren Bürgermeister wollen die vorstehende Bekannt­machung des landwirtschaftlichen Kreisvereins in ihren Ge­meinden wiederholt in ortsüblicher Weise bekannt machen. Hauau den 31. Oktober 1904.

Der Königliche Landrat.

v. Beckerath.

Kus Danau Stadt und Cand.

Hanau den 31. Oktober.

* Forusprechverkehr. Der hiesige Sprechverkehr ist auf Boxtel ausgedehnt worden.

* Klassenlottsrie. Die Erneuerungslose sowie die Freilose zur 5. Klasse der 211. Königlich preußischen Klassen- lstterie sind nach den §§ 8, 6 und 13 des Lotterieplans unter

Feuilleton.

Stadtthcater in Hauau.

Hauau, 31. Oktbr.

Adolf L'Arronge, der Mitbegründer des dentschen Theaters in Berlin, welches heute von sämtlichen deutschen Kunstinstituten den ersten Platz einnimmt, hat sich nicht nur in dieser Hinsicht einen bedeutenden Ruf erworben, sondern er verdient auch in der Rangliste der volkstümlichen Bühnen- schriftsteller als erster registriert zu werden. Seine Werke üben stets mit Recht eine große Anziehungskraft auf das Publikum aus, was wir durch die gestrige Aufführung von L'Arronge's »Mein Leopold" treffend bezeugen können. Der Autor führt uns mit diesem Volksstück eine Spanne Leben vor Augen, das uns sowohl mit kernigem Humor, als auch mit tiefempfundener Wehmut die strotzende Blütezeit sowie das allmähliche Sinken eines ehrlichen Handwerkers schildert, der seinen Fall seinem verwöhnten, verschwenderischen SöhnchenLeopold",seiner einzigen Passion", zuzuschreiben hat. Mit wohltuender Be­friedigung läßt der Verfasser sein Stück enden, indem er dem alten, vom Schicksal gedrückten Vater noch einmal für sein ehrliches Streben gerechtfertigten Lohn widerfahren läßt. Der alte Mann fühlt sich in der Familie seiner Tochter, mit der er jahrelang entzweit war, durch seine beiden Enkelkinder wieder verjüngt und steht dort gleichzeitig seinen sehnsüchtigsten letzten Wunsch dadurch erfüllt, daß er den von seiner Auswanderung als reumütig zurückgekehrten Missetäter Leopold noch einmal an sein Herz drücken kann. Durch die stimmungsvolle Musik ®ial8 ist dem Stück noch eine ganz besondere Würde ver­liehen. Das Auftrittslied des alten Weigelt weist eine der populärsten Melodien auf. Die umsichtige Regie des Herrn Gehrmann verhalf bem Stücke zu einem großen Erfolge, auch '«ukteHerr Gebr wann die.Rollendes .Wkiaelt" berat t natur*

Vorlegung der bezüglichen Lose aus der 4. Klasse bis zum 4. November d. I. bei Verlust des Anrechts einzulösen. Die Ziehung der 5. Klasse dieser Lotterie wird am 8. November d. I. ihren Anfang nehmen.

* Wettbewerb. Seit Samstag sind in der Königl. Zeicheuakademie die im Wettbewerb um die Weishaupt'sche, Behrens- und Zwernemann-Stiftung eingereichten Arbeiten aus­gestellt. Im Wettbewerb erhielten Preise: 4) Weishaupt- sche Stiftung: 1. Preis 120 Mark: Karl Horst; 1., 3. und 4. Belobung: Karl Busch m a n n; 2. Belobung: Wilhelm Gertenbach. 2)Behreus-Stiftung: 1. Preis von 75 Mark und Belobung: Wilhelm Homburg; 2 Preise von 50 und 25 Mark und Belobung: Karl Busch­mann; Belobungen: Wilhelm Gertenbach, Haus Hanke. Karl Horst, Jean Naas, Anton Rank, Hugo Schaper, 3) Zwernemann-Stiftung: 1 Preis von 60 Mark: Wilhelm Homburg; 1 Preis von 60 Mark: Karl Horst; 1 Preis von 40 Mark: Wilhelm Gertenbach; 1 Preis von 40 Mark: Oskar Müller; Belobungen: Jean Naas, Anton Rank, Willy Schüler.

* W-rtteherr. Dem pensionierten Eisenbahnweichensteller Adam Halter zu Kesselstadt, wurde das Allgemeine Ehren­zeichen verliehen.

* Versetzt. Stationsassistent Mohrhardt von Hanau- West als Stationsverwalter nach Gebern, Sationsassistent Dehn-Rotfelser von Hanau-Ost nach Eitorf.

* KonZltts A. Ochs. Die neueste Nummer des Konfekt." teilt berichtigend mit, daß in dem Konkurs A. Ochs sich die Aktiven und Passiven mit 70 000 Mk. decken, die Ehe­frau außerdem 47 000 Mk. zu fordern habe. Eine Bankfirma, die mit 20000 Mk. beteiligt ist, habe den Konkursantrag ge­stellt. Ein Dergleichsvorschlag unter Bürgschaft des Schwieger­vaters wurde abgelehnt.

* Stavttheater. (Wochen spielpl an.) Mittwoch: Höhenluft"; Freitag:Jo h ann i s fe u e r" ; Sonn­tag nachmittags SVa Uhr:R ee s e m a nn s RH e i n f a hr t", abends 7 Uhr: Zum ersten Male:A sr a", Schauspiel von Felix Philippi.

* Haitptirbttng der freiwillige»» Feuerwehr. Ueber die gestrige Hauptübung, die um 3 Uhr begann, ist fol­gendes zu berichten: Nach Aufstellung auf dem Markiplatze rückten auf Signal die Kompanien zum Angriff uer. Es lag die Voraussetzung vor, daß bei heftigem Südwest-Sturm das Dach der französischen Kirche in Brand geraten war, wodurch der in dieser Windrichtung liegende Stadtteil in .Gefahr stand. Bereits vor dem Aufmarsch der Feuerwehr war das Feuer nach dem Hanse der Herren Vial & Weisborn übergePrangen und es wurden im Verlauf der Uebung durch das heftige Flugfeuer die Ziealer'sche Besitzung in der Kirchstraße, sowie

lich und zu Herzen gehend zu verkörpern, daß wir von der Leistung hoch befriedigt waren. Ganz vorzüglich erschien tr uns in den bethen Teilen des letzten Aktes. Herr Merker als WerkführerStarke" stellte den ehrlichen strebsamen Menschen auf die Bühne, wie ihn der Charakter jener Rolle erfordert, er war in Spiel und Maske tadellos.Leopold", der verwohnte, affektierte Fatzke, wurde von Herrn Schneid er bewunderungs­würdig charakterisiert, Sprache sowie Auftreten vereinigten sich zur gelungensten Harmonie. Gleichermaßen günstig können wir von Herrn N a u e n d o r f berichten, der den Quecksilber- menschenMehlmeyer" mit entzückender Gewandtheir und herzlichem Humor zur Schau brächte. Einen strammen Unter­offizier repräsentierte Herr Derzbach; die Leistungen der Herren O s c a r f e n und R ö m e r als Schwalbach und Mielisch schloffen sich zufriedenstellend an. Von den Damen zeichnete sich Fräul. Wehn in der Darstellung derEmma" ganz hervorragend aus, indem die junge Künstlerin mit viel Schick und Grazie ihrer Aufgabe gerecht wurde. Mit beson­derer Bewunderung erfüllte uns die Gesangseinlage aus der OperetteDas Modell". Fräul. Heidenfels spielte die hingebende GattinKlara" aufs beste. Fräul. I a i d a als Berliner Mina" gebührt ebenfalls unvorenthaitenes Lob. Erwähnenswert sei noch die urdrollige Figur desWilhelm" durch Fräul. Urban. Nach sämtlichen Aktschlüssen erfolgte verdientermaßen stürmischer Applaus.

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Mit der Feier des 37. Stiftungsfestes des Gesangvereins Eintracht", das am vorigen Samstag im Saale der Turn- geuieinde stattfand, haben die gesanglichen Veranstaltungen (Stiftungsfeste, Konzepte rc.) vorläufig ihr Endx erreicht imb es haben die Leistungen den Freund des Gesanges mit be­rechtigtem Lial; und AnerLennung den Vereinen gegenüber erfüllt.

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die in nächster Nähe befindlichen Fabrikgebäude der Firma Huber & Cie. arg gefährdet. Während die durch die voraus­gesetzte Sachlage erforderlichen Stellungen eingenommen ^wurden, kam die Meldung von einem zweite» großen Feuer, welches in dem früheren Landratsgebäude ausgebrochen war. Es wurden zunächst gegen die französische Kirche 4 Kompanien, gegen das Vial & Weisborn'sche Haus 2 Kompanien ent­wickelt. Unter der Annahvw, daß die französische Kirche auf* gegeben werden müsse, wurde dortselbst 1 Kompanie zum Schutz der umliegenden kleineren Gebäude zurückaelassen und 3 Kom- panieen an den Ziegler'schen - Huber'schen Gebäuden in Stellung gebracht, ferner die 2 älteren Reserve-Spritzen (alte Nr. 6 und Gasfabrikspritze) zur Verwendung auf der französischen Allee in Dienst gestellt. Bei Meldung des zweiten Feuers wurden so schnell als tunlich 4 Kompanien dahin entsandt, der­gestalt, daß die zuerst angenommenen Brandstellen mit je 1 Kompanie besetzt blieben. Die Probe verlief wiederum vor­züglich und zeigte, daß unsere Feuerwehr, auch bei mehreren Bränden, die gleichzeitig durch Flugfeuer entstehen, der Lage Herr werden kann. Nach Schluß der Uebung vereinigten sich die Kompanien zu kameradschaftlicher Unterhaltung in ver­schiedenen Lokalen.

* Irrsinniger Passagier. Samstag abend wurde ein mit dem Perionenzuge aus der Richtung von Bebra am Ostbahnhofe angekommener Paffagier, der Spielkartenmacher Wilhelm W e h n e r aus Halle, nach dem Landkrankenhause gebracht. Der Mann, auf der Reise von Halle nach Frank­furt a. M. begriffen, wurde plötzlich von Geisiesgestörtheit befallen und versuchte, sich auf der Fahrt aus dem Zuge zu stürzen.

* Festgenommen wurde ein bei einem Bauunternehmer beschäftigter Arbeiter B., der sich des Diebstahls mehrerer Werkzeugartikel schuldig gemacht haben soll.

telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.

Telegramm aus Kamburg vom 31. Oktober.

9 Uhr 35 Minuten.

Ein Maximum von 775 mm lagert bei Riga, eine De­pression unter 760 mm im hohen Norden. In Deutsch­land wehen schwache, meist östliche Winde, das Wetter ist trübe, vielfach neblig, sonst trocken.

Prognose für den 1. November: Fortdauer der herrschen­den Witterung wahrscheinlich.

Herr Bailly bezeichnete in seiner vortrefflichen Begrüßungs­rede den Monat Oktober als einen Erntemonat der Gesang­vereine, in dein sie nach angestrengten Wochen emsiger Tätig­keit die Früchte ihres Fleißes einheimsen können. Die Vereine finden nun auch tatsächlich keinen schöneren Lohn, als im Kreise von Fachleuten, Kunstfreunden, Anhängern des Gesanges Anerkennung zu finden. Von diesen Gesichts­punkten fabelt wir uns auch leiten lassen bei Beurteilung der Leistungen unserer Gesangvereine, da nach unserer Meinung ein anerkennendes Wort gegenüber der aufreibenden Arbeit her Sänger und des Dirigenten eher anregende: wirkt als eine scharfe Kritik. Dabei haben wir nicht ver­säumt, auch auf Fehler in milder und schonender Form hin zuweiseu. Damit soll nun keineswegs gesagt sein, daß unsere Vereine keine scharfe Kritik vertragen könnten, im Gegenteil, wir sind der Ansicht, daß die Leistungen selbst vor einer strengen Beurteilung bestehen können, dieses gilt ins­besondere auch von den Leistungen des GesangvereinsEin­tracht". Die Chöre kamen durchsichtig, rhythmisch und dyna vttsch fertig, mit Ruhe und Sicherheit und guter Deklamation zum Vortrag, als daS Resultat festen Zusamnienftehens, tiefen Verständnisses für die Aufgaben deS Männergesangeö. Unter der fdjon so oft erprobten, sach- und fachkundigen Leitung des Herrn Wilhelm Hamburger strebt der Verein den schönsten Zielen zu auf dem Gebiet des Kunst- und VolkSgesanges. Es ist wohl auch ein Verdienst des Diri­genten, dem Hörer stets mit einer wirklich netten Auswab von Chören, in kunstverständiger Weise zusammengej e , aufznwartcn. gearbeitet

Sämtliche Chöre kamen alelchmap.g ü ^ ^ oder Sinn Verträge; es fällt uns dah^ !^^ ^^ ^nächst anderen den Vorzug zu g-b. J ' hervor:Friedrich den größeren Chor^gg^ liebt es, in

den:Unisono" den MMN ^ neben. Er Gestaltet dadurch den Text nackender