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Praxis, die das Gute hatte, daß man das Gelernte wiedn- holen mußte. Ferien gab es niLt. Mit französischem Gruße wurde eingelreten, und wer deutsch sprach, wurde mit einem Kreuzer bestraft. AIs Kuriosum führe ich noch an, daß jeder Schüler zur Beleuchtung der Schalräume für den Winter ein Pfund Talglichte mitbringen mußte." Mit dem 14. Lebens­jahre verließ er diese Schule, um ein Handwerk zu erlernen und kam zu einem Hanauer Seifensieder für 250 Fl, auf drei Jahre ohne Kost und Logis in die Lehre. Nachdem er aus­gelernt hatte, ging er im Alter von 17 Jahren auf die Wanderschaft über Aichaffenburg. Nürnberg, Augsburg, München, Regensburg, Passau, auf einem Floß die Donau hinab nach Wien, wo er Ende September 1838 anlangte. Dort befaß er Verwandte und fand eine Stelle zuerst als Volontär, als es sich aber herauSstellte, daß er dank der Ausbildung in der Gaquoin'schen Schule, mit den Kindern seines Meisters perfekt französisch sprechen konnte, stieg sein Lohn auf 10 Fl. für die Woche. Dann durch- »auderte er Ungarn bis Szegedin, kehrte aber bald nach der österreichischen Hauptstadt zurück, wo er wieder Stellung fand, bei der ihm eine besondere Aufgabe zu teil wurde, die darin bestand, daß er für die später so bedeutende Apollo-Kerzen- fabrik, die erste deutsche Siearinlichtfabrik, den ersten Talg zu schmelzen hatte, der in bekränzten Fässern zur Fabrik gefahren wurde. Im Mai 1840 nahm er von Wien Abschied und reiste durch Böhmen und Sachsen nach Berlin und sodann nach Hamburg. Dort vervollkommnete er sich in der Fabrikation feinerer Tosictielcifen, Pomadin und Parfümerien. Das Ende seiner erstenFremde" erreichre er i i Mo nz, von wo er sich 1841 zur Militärausnahme in :n^e Vaterstadt zu stellen hatte. Nachdem er als unmuglip l^imde- worden war, kam er 1842 nach Casiel in daS E-ichUl von Emil Weißhaupt, in dem er nach vierwöLnul r Tätigkeit schon eine erste Stellung erhielt. 1847 machte er sich selbständig und schloß seinen Ehrbund. Durch seine rastlose Tätigkeit und die treue Hilfe, die ihm seine Gattin dabei ge­währte, erweiterte das Geschäft sich immer mehr, sodaß er am Abend seines Lebens mit Befriedigung auf sein Werk zurück- blicken konnte. Für Cassel war der Dahingeschiedene von außerordentlichem Wert, da er mit seinem schon mehr dem Süd­deutschen angehörenden Temperament Unternehmungen zu Stande brächte, die ohne seine Initiative hier nicht ausführbar gewesen wären. Lchon kurze Zeit nach seiner Hierherkunft begründete er den Turnverein unter den schwierigsten Verhältnissen und 1863 rief er mit einigen Freunden den Carneval-Verein ins Leben, dessen Präsident er auch eine Reihe von Jahren war; als solcher veranstaltete er die drei großen Carnevalzüge und d:e beiden Maifestzüge. Aus seiner anderweitigen Tätigkeit ist hervorzuheben, daß er 1879 mit befreundeten Kollegen den all­gemeinen Leiseniabrikanten-Verband gründete, dessen Vorsitz er über 9 Jahre führte und dessen Ehrenmitglied er war. Seit 18861891 gehör-e er, der jederzeit bereit war, seine Kräfte für das Wohl seiner Mitbürger einzusetzen, dem hiesigen Bürger­ausschuß an. In der Mitte ihrer zahlreichen Familie und um­geben von ihren Freunden war es Christian Neul und seiner Gattin vergönnt, am 27. Juni 1897 das Fest der goldenen Hochzeit zu feiern, das die Netze und V-r-hnnU d'e beide in den weitesten Kreisen der Stadt aenoffer so recht zum Aus­druck brächte. Diese Liebe und Verehrung wird auch dem Dahingrsch-edenen zu seiner letzten Ruhestätt.' folgen.

* Verwahrung der Wertpapiere bei ver Landes- kredittaffe. Wie aus einer Bekanntmachung im heutigen ! Lnzeigenleile hervorgeht, übernimmt die -Landeskreditkasse zu Gaffel die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren unter Betörgung aller damit verbundenen Geschäfte, insbe­sondere der Einlösung der fälligen Zinsscheine, Kontrolle der Verlosungen, Beschaffung neuer Zinsscheinbogen. Nachdem '-e bereits durch gemeinsamen Ministerialerlaß vom 17. Dezbr. 1899 als Hinterlegungsstelle für Mündelvermögen bestimmt worden war, gründet sich die erweiterte Tätigkeit der Landes» kredükasse in dieser Beziehung auf das Besitz vom 16. April 1902. Den Effeklenbesitzern auf dem Lande ist der Verkehr mit dem Institut dadurch sehr erleichtert, daß bei jeder Landes» renterri, also in jeder Kreisstadt die Hinterlegung und ebenso die Rückgabe der Wertpapiere erfolgen kann.

* Denkmalspflege. Aus dem Bericht des Konser­vators der Denkmäler im Rez.-Bez. Cassel ist zu ersehen, daß m der Berichtsperiod- vom 1. April 1902 bis zum 31. März 1904 der hessische Bezirksverband an Unterstützungen die nach» verzrichneten Beträge bewilligte: 1902 der Stadt Frankenberg zu Wiederherstellungsarbeiten in der Marienkirche 1000 Mk. 1902 der Stadt Volksmarsen zur Unterhaltung der Ruine Kogelburg 300 Mk. 1902 der Stadt Gelnhausen zur Wieder- Mstandsetzung des Haitzertores 500 Mk. 1903 der Gemeinde Raboldshausen zur Versetzung und Herstellung der zwei Walden-

. Grabdenkmäler 200 Mk. 1903 der Gemeine öur Herstellung der sogenannten Totenkapelle ^60 Mk. 1903 der Stadt Frankenberg zur Wiederherstellung des Hexenturmes 150 Mk. 1903 der Stadt Grebenstein als Berhrlst zur Herstellung des Rathauses 1500 Mk. 1903 der Fnno .Vblkmarsen zur Herstellung der Kozelburg 300 Mk. 1903 dem Gutsbesitzer Staudinger zu Viermünden zur Er- Miang der Reste der Jtterburg 200 Mk. 1903 der Stadt ^möneburg zur Erhaltung der Mauerreste der ehemaligen Burg 250 Mark.

* Stadttheater. Die als Eröffnungs-Vorstelluna ge- wählte bedeutende Schauspiel-Novität:Rose Bernd" wird von Herrn Oberrezisseur Zeitz, welcher der hundertsten Ber- nnrr Aufführung beiaohnte, aufs sorgfältigste inszeniert werden. Dre Titelrolle ^ibt Fräul. Heidenfels und dürfte dieselbe chrer künstlerischen Individualität ganz besonders entsprechen. DenBernd" spielt Herr Fink, denFlamm" Herr Mel­ker, denKeil" Herr Nauendorf, dieFrau Flamm" Kraul. Iirsak und denKleinert" Herr Gehrmann. In dieser Vorstellung wird also den von der letzten Spielzeit bekannten Kräften Gelegenheit gegeben, sich wieder vorzustellen, während an den folgenden Theaterabenden sich hauptsächlich das neuengagierte Personal betätigen wird. Da das neue Werk auch hier eine bedeutende Zugkraft ausüben wird, findet

_____Freitag___________________ der erste Vorverkauf schon am Samstag von 45 Uhr nachmittags an der neuen Tageskasse im Vestibül statt.

* Kirchliches. Zu den beiden Allstädter ev. Kirchen nimmt vom nächsten Sonntag ab der Nachmittags-Gollesdienst um öVs Uhr seinen Anfang.

* Schwurgericht. Die Sitzungen der nächsten Schwur- gerichtsperiode beginnen Montag den 24. Oktober er. unter dem Vorsitz des Herrn Landgerichtsrat Gieberich.

* Der Theaterbau wurde gestern baupolizeilich abge- nommen. Mit fieberhafter Anspannung aller Kräfte werden jetzt noch die letzten Arbeiten verrichtet, damit auch äußerlich am Eröffnungstage der jetzt sich recht schmuck präsentierende Bau fertig dasteht. Auf die im amtlichen Teile enthaltene Bekanntmachung der Polizeidireklisn hinsichtlich der Wagenan­fahrt weisen wir auch an dieser Stelle hin.

)( KonzerthausGermania". Morgen Samstag tritt im KonzerthansZur Germania" am Paradeplatz das für längere Zeit gewonnene Eli te-D a men-O rchester Walküre" zum ersten Male auf. Die Kapelle konzertiert in hübschen Husaren-Kostümen und kommt direkt von Rends­burg (Schleswig-Holstein), wo ihr reiche Anerkennung zuteil wurde. Vorher konzertierte die Kapelle mehrere Monate in Münster, woselbst sie sich derartiger Beliebtheit erfreute, daß sie mehrere Monate hintereinander von dem Direktor des Etablissements prolongiert wurde, ein Beweis, daß man es mit einem leistungsfähigen Ensemble zu tun hat. Hoffentlich gelingt es der Kapelle auch hier, dem rührigen und kein Opfer scheuenden Inhaber des KonzerthausesZur Germania" ein volles Haus zu sichern. Letzteres ist um so eher zu wünschen, als keine bürgerlicke Familie den Besuch der neu restaurierten und anständigen Lokalitäten zu scheuen braucht.

* Der Sport-Wettläufer Gerhardt aus Hannover wird Sonntag nachmittag 3^4 Uhr auf der Militärseite des Paradeplatzes die 220 Meter betragende Strecke 82 mal in 65 Min. Umläufen, worauf wir auch an dieser Stelle Hinweisen. Nähers siehe im Inseratenteil. Wer 20 Runden mitläuft, erhält 1 Mk. u. s. w. bis 10 Mk.

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Fechenheim, 29. Septembar. (Floßdieb.) Gestern nachmittag nahm ein etwa 20jähr. Mensch in einem unbewachten Augenblick den Nachen eines an der Mainkur haltenden Floßes weg und fuhr darin stromabwärts. Ein Flößer, der sich ge­rade in einer Wirtschaft auf der Mainkur befand, wurde hier­von benachrichtigt, lief dem Nachen den Leinpfad entlang nach nr.b forderte den Dieb auf, ans Land zu fahren, was diesir auch tat. Während der Flößer mit einem bei sich tragenden Fahrbaum den Nachen beizog, sprang der Dieb heraus und lief eiligst davon, ohne daß ihn der Flößer fassen konnte. Alle Nachforschungen nach seinem Namen usw. blieben denn auch erfolglos.

Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.

Telegramm aus Hamburg vom 30. September.

9 Uhr 35 Minuten.

Ein Maximum über 774 mm lagert über Jnnerrußland, ein Minimum unter 749 mm nördlich von Scbottland. In Deutschland ist die Witterung ruhig, ziemlich mild, meist trübe, vielfach ist Regen gefallen.

Prognose für den 1. Oktober: Ruhiges, vielfach nebliges Wetter wahrscheinlich.

Mus J^ab und fern,

FC. Vad-Nauheim 29. Sept. Der Lokomotivführer Wilzelbach aus Frankfurt a. M., der heute früh die zweite Lokomotive des Schnellzuges Frankfurt-Hamburg, ab Frankfurt 6 Uhr vormittags, führte, lehnte sich während der Fahrt zu weit über die Brüstung der Lokomotive und fiel in der Nähe der hiesigen Station herab. Er erlitt schwere Kopf­verletzungen und wurde in das hiesige Krankenhaus gebracht.

Mainz, 29. Septbr. Der jüngst verstorbene Ehrenbürger der Stadt Mainz, Geh. Negierungsrat Dr. Hochgesann, hat der Stadt testamentarisch 200000 Mark zum Besten des Krankenhauswesens und zur Errichtung eines neuen Kranken­hauses vermacht.

4- Bon der Bergstraße, 29. Sept. Die gegen­wärtige Weinlese hat unter der herrschenden Witterungsungunst empfindlich zu leiden. Neben den erschwerten Arbeiten läßt auch die geringe Kauflust keine rechte, urwüchsige Winzer- st'mmung aufkommen. Obgleich die Qualität desNeuen" gmz vorzüglich ist, bleiben die Preise bei der geringen Anzahl der kauflustigen vorerst noch gedrückt. Der Weinbauer hat vielfach Mühe, sein Produkt an den Mann zu bringen. In manchen Gemarkungen werden nur 25 bis 30 Mark per Hektoliter Weißmost und nur 6,50 Mk. bis 7 Mk. pro Eimer Rotmost geboten. Diese Preise verursachen unter den Wein­bauern bittere Enttäuschungen. Vielfach wird die Behauptung ausgestellt, die maßlosen Pantschereien und die bedeutende Ein­fuhr italienischen Rotweines verschuldeten die ständig abnehmende Nachfrage nach einem gutenBergsträßer" im allgemeinen und einem vorzüglickenRoten" im besonderen.

FC. Oppenheim, 29. Septbr. Die Frau des Bahn­wärters Maurer in ArnSheim versah gestern nachmittag in Vertretung ihres Mannes dessen Dienst. Als gegen 3 Uhr der Zug Mainz-Alzep heranbrauste, war sie im Begriffe, die gegenübttliegmde Barriere zu schließen nach Mitteilung von anderer Seite wollte sie die Gänse vom Bahndamm treiben als sie von der Lokomotive erfaßt und überfahren wurde. Der Körper der Frau wurde mitten durchgeschnitten. Die beiden Teile lagen zirka 20 Meter von einander.

°" Main, 29. Septbr. Auf die Arbeiten zum hiesigen Rangierbahnhof liefen im ganzen 8 Offerten ein. Die Angebote schwanken zwischen 707 730 Mark (Mathias & rt '^ ^.^^ 876 695 Mark (Friedrich Buchner- Würzburg.) Dre Differenz zwischen der Mindest- und der Höchstsorderung beträgt also die Kleinigkeit von 168 965 Mk.

30. September

wimisrm»iM«m»»MiiMiiMmiri«BMWWMWMWMWWW«WB' Ww:»a» i in inwl Dem Mindestfordernben am nächsten steht mit 748 807 Mark die Firma Holzmann u. Co. zu Frankfurt a. M.

Würzburg, 29. Sept. Die Geschworenen billigten dem Bankier Vornberger wegen Verbrechens gegen das Depotgesetz mildernde Umstände zu und erkannten in sechs Fällen wegen Vergehens gegen das Depotgeseh und wegen einfachen Ban- kcrotts auf schuldig. Der Allgeklagte wurde zu einem Jahr neun Monaten Gefängnis verurteilt. Drei Monate wurden auf die Untersuchungshaft ungerechnet.

Mus aller Melt.

In der Angelegenheit der Prinzessier Lnise von Koburg wird aus Budapest gemeldet: Zehn Budapester Bürger richteten an den Honvedminister eine Eingabe, wonach gegen den Prinzen Philipp v. Koburg, welcher dem Verband der königlich-ungarischen Honvedsckaft als Feldmarschall-LeUtnant angehört, Schritte betreffs ehrenrötlichen Verfahrens eingeleitet werden sollen. Sie begründen ihr Anstichen mit den gegen den Prinzen seitens des Reichsrats-Abgeordneten Dasinszky und des Advokaten Reuda erhobenen Anklagen sowie damit, daß er durch eine falsche Anklage einen unschuldigen Menschen der Freiheit beraubte. Wenn nun schon die weniger empfindliche bürgerliche Ehre solchen Menschen von sich wegstößt, so müsse um so mehr die viel empfindlichere militärische Ehre dagegen auftreten. Das ehrenrätliche Verfahren fei um so notwendiger, als der eventuell zu Unrecht angegriffene Prinz dadurch Gc- nngtuung erhalte und sowohl in der Armee als in der Ge­sellschaft nicht der Gedanke sich festsetze, daß für die militärische Ehre nicht nur nach unten hin mit drakonischer Strenge aus­getreten werde, sondern daß dieselbe auch für Höhergestellie gilt. Zur Beruhigung der öffentlichen Meinung und im Interesse des Ansehens der Armee fordern sie die unverzügliche Einleitung des ehrenrätlichen Verfahrens.

Ueber de» Heldentod des Leutnants Hans von Bodeuhausen und seiner Schar, früher beim Regiment der Garde-du-Corps, gibt Oberst Deimling, Kommandeur des Feldregiments Nr. 2 für Südwestafrika, folgende Dar­stellung:Am 6. August erhielt Leutnant Frbr. v. Boden- bausen den Auftrag, aus bem Lager seiner Kompanie am Okondjacheberg einen Erkundigungsrilt mit 12 Reitern nach dem Wslerber'g auszusühren.. Mit dem Schneid und der Gewandtheit, welcher dieser ausgezeichnete Offizier bei früheren Patrouillenritten bewiesen, wußte er auch diesen schwierigen und wichtigen Auftrag zu lösen. Nach vollbrachter Aufgabe zum Lager zurückreitend, wurde die kleine Schar halbwegs zwischen Walerberg und Osondjacheberg von mehr als zehn­facher feindlicher Ucbermacht plötzlich angegriffen und um», gingest. Nach heldenhafter Gegenwehr fiel Leutnant v. Boden- Hausen, von feindlicher Kugel in die Brust getroffen, und mit ibm seine tapferen Begleiter bis auf zwei. Halbwegs zwischen^ Waterberg und Odsondjacheberg liegt das Grab dieser braven^ deutschen Reiter und ihres tapferen Führers." Es hieß an­fangs, eS seien mit dem tapferen Führer nur 6 Reiter ge»; fallen, nach dieser Meldung deS Obersten Deimling haben also bei diesem Patrouillenrilt 11 wackere deutsche Krieger fl Ossi-' zier und 10 Mann) für das Vaterland in Deutsch-Südwest-i afrika bluten müssen.

Jttgettiettrschrtle zu Mannheim. Die Haupt- prüsung im gegenwärtigen Sommersemester fand in der Zeit vom 12. bis 27. September statt. Gemeldet hatten sich zur Hauptprüfung 31 Kandidaten, von denen vier zurückgewiesen wurden, während die übrigen 27 die Prüfung sämtlich be­standen. Der mündlichen Prüfung wohnten bei: vom städtischen Aufstchtsrat der Jngenieurichule Herr Oberbürger­meister Beck und Herr Direktor Bensinger, als Vertreter der Großh. Regierung Herr Regierungsrat Meyer und Herr Pro- feffor Heitler, und als Vertreter des Mannheimer Bezirks- vereinS deutichsr Ingenieure Herr Direltonsrat Staby. Die vom Jngenieurverein gestiftete Prämie erhielt der Kandidat Herr Erich Scyulz aus Osnabrück. Der Unterricht im Winter- femefter beginnt am 19. Oktober.

Auszüge aus dem Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Cassel.

Langendiebach. Zum Zwecke der Aufhebung der Ge­meinschaft, die in Ansehung der in der Gemarkung Langen­diebach telegenen, im GruNdbuche von Langendiebach zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Erben des Johannes Noß 2r (Johannes Sohn) von Langen­diebach als: 1) Heinrich Gustav Adolf, 2) Heinrich, 3) Wil- hrlmine Elisabeth Maria, Ehefrau des Heinrich Bach, 4) Johann Wilhelm Ludwig, 5) Johann Friedrich, 6) Johannes Karl, 7) Johannes Kaspar, 8) Friedrich Ludwig Noß, von Langendiebach, zu je einem ideellen Achtel eingetragenen Grund­stücke besteht, sollen diese Grundstücke am 2. November 1904, vormittags 9!/t Uhr, durch das Königliche Amtsgericht zu Laugrnftibold versteigert werden.

Schiffsberichte.

(Mitgetktlt ron Agent Ab. Treusch-Hüliä>-.>

Der Hamburger DampferPrinz Adalbert" ist am 27. September wohlbehalten in New-York eingetroffen.

Hamburg, 27. Septbr. Der DampferAltenburg" von der Hamburg - Amerika - Linie ist vorgestern in Solen ein- gelrofsen.

Bremen, 29. Septbr. Der Dampfer des Norddeutschen LlyodFriedrich der Große" ist gestern in New-York und der DampferHelgoland" vorgestern in Montevideo eingetroffen.

New = Bork, 28. Septbr. Der DampferPotsdam" von der Niederländisch - Amerikanischen DampsschiffahrtS« Gesellschaft ist gestern hier eingetroffen.

Bremen, 28. Septbr. Der Dampfer des Norddeutschen LloydFrankfurt" ist gestern in Galveston einzetroffen.

Der PostdampferRhynland" derRed Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 27, September wohlbehalten in Philadelphia angekommen.