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schönen Handlung, tiefernsten wie humorvollen Szenen einen schönen Erfolg. 'Vielfachen Wünschen nachkommend bringt die Direktion das Stück am nächsien Sonntag nachmittag als Volksvorstellung bei halben Preisen zur nochmaligen Anffübrung. Abends wirb als Schluß der diesjährigen Sommersaison ein Ueberbreitl-Abend gegeben.

8 Der Hessische Bimtz, der schon so manches schöne Fest' absehalten, feierte am Samstag in den Sälen zur Harmonie" sein 10. Stiftungsfest. Wie zu erwarten war, hatte der Vorstand alles anigeboten, um den Gästen die Stunden 'o angenehm wie möglich zu gestalten. Den gesang­lichen Teil hatte die Gesangsabteilung des Es. Arbeiter­vereins übernommen und müssen wir offen gestehen, daß die­selbe unter der Zeitung ihres derzeitigen Dirigenten Herrn spüret Schnell bedeutende Fortschritte gemacht hat, denn alle zu Gchör gebrachten Chöre verrieten dessen meisterschaftliche Hand. Was den humoristischen Teil anbetraf, so ruhte der­selbe in den besten Händen, denn Herr Müller, eine erste Kraft auf diesem Gebiete, ließ die Anwesenden nicht aus dem Zachen kommen. Ein Teil unserer 166er Kapelle trug eben­falls zur Erhöhung der Stimmung Wesentlich bei, ebenso ließen Küche und Keller des Herrn Restaurateurs W. Ohler nichts zu wünschen übrig. Ein flottes Tänzchen zum Schluß ließ die Anwesenden den kommenden Tag erwarten.

* Ein schwerer HttfrtU ereignete sich gestern morgen 8 Uhr auf dem Ostbahnhofe indem der Rangierarbeiter Georg B o t t aus Hörstein beim Rangieren von einem Güterwagen an die Wand gedrückt wurde und eine Quetschung der oberen Hauchpartie erlitt. Das heutige Befinden, des Verletzten ist relativ günstig.

* Ueberfahren wurde gestern in der Nordstraße von einem Radfahrer ein Knabe der nicht unbedeutende Ver­letzungen davontrug.

* Unfall. Bei einem Gerüstaufbau in der ZindeNstraße fiel gestern eine Gerüststange seitwärts und demolierte ein Fenster der Reichsbank.

* Racheakt. Eine ältere Frau Verfiel gestern in der Römerstraße ein junges Mädchen und traktierte dasselbe mit einer Hundspeitsche.

£ Ein roher, mutwilliger Bubenstreich. Wenn man, auf einen Spaziergang nach dem Kohlbnmnrn begriffen, nach dem langen, sonnenbeschienenen Weg über den Exerzier­platz in den herrlichen Laubwald eintritt, so laben links und rechts vom Wege auf schattigen, lauschigen Plätzen vom Ver­schönerungsverein angebrachte Bänke auS Naturholz den müden Wandrer zum Ausrnhen ein. Viele werden gewiß mit Dank für den VerschönerungSverkin diese uneigennützige wohltätige Einrichtung gerne benutzt baden. Diese beiden Bänke find nun gestern nachmittag zwischen 3 bis 6 Uhr ruchlosen Händen zum Opfer befallen, indem beide vollständig demoliert wurden. Bei der einen Bank wurden sogar die Pfeiler aus der Erde gerissen, was vermuten läßt, daß selbst Erwachsene vor solchen rohen Bubenstreichen nicht zurückschrecken. Bei dem gerade gestern nachmittag stattgefundenen lebhaften Verkehr auf diesem Wege scheint es nicht ausgeschloffen, daß die Täter beobachtet und erkannt worden sind und wäre eS im Interesse der guten gemeinnützigen Sache sehr erwünscht, daß dieselben zur Anzeige gebracht und exemplarisch bestraft wurden.

* Viehmarkt. Morgen früh findet dahier Zucht- und Fettvieh-Markt statt.

* *

o Rückinge«, 12. Septbr. (M i s s i o n s f e st.) Sonntag den 18. September, nachmittags 2 Uhr, findet in unserer Kirche das Misstonsfest der Klaffe Bücherthal statt. Festprediger sind Herr Pfarrer Heck- Hüttengesäß und Herr Missionar S ch u l tz e - China, z. Zt. auf Urlaub in Darmstadt.

S-marrer Vereins- h. Nsrgnngnngsnachrrchte«

für Dienstag den 13, September.

RestaurantGermania": Großes Instrumental-Konzert.

Oratorienverein: Probe im Stadtschloß,

Turngemeinde: 7'/,9 Uhr: Turnen der Damen- u. Inzendabteilung: TurnqeseSschsft: Abends von 9 Uhr: Turnen der Jugendabteilung Turnverein: Abends von 79 Uhr: Turnen.

Dram.-Liter. Verein Hanau: Vereinsabend imCarlsberg".

Sveng. Männer- und JünglingSverein: JünglingSveretn: Bibel- b-wrechung; Jungfrauenverein: Mickabend (Tv. BereinShauSf. Kath. Kasino .Eintracht" (Bereinsl.: Braustüb'l"'': Vereinsabend. GesangvereinSumser": Singstunde üter «Stadt Bremen".

Gesangverein .Eintracht": Singstunde

GesangvereinMelomania": Singstunde in derKarthaune". GesangvereinFröhlichkeit": Singstunde im Vereinslokale. Gewerbe- und Handwerker-Verein: Vereinsabend in derKarthaune". Kegel-KlM der Speffart-Touristen: Gasthauszur guten Quelle". Verein der Bayern: Vereins aben- m Gasthauszur Sonne". Deutschnationaler Handlungsgehilfen - Verband. Ortsgruppe Hanau, Lereinsabmd imKarlsberg".

Zitherverein Hanau: Probe in der Restauratio»Allemama". Süddeutscher Klub: Klubabend in der Restauratisu .Allemania". Athleteuklub .Germania" : Riegeusteutmen und Musterriegenarbesteu. (Restaurationsum großen Kurfürsten").

2remm- und Ring-KlubEiche": Abends 9 Uhr: Stemmen, Ringen und Sreinstoßen (Restaurationzum Sandhof").

für Mittwoch t en 14. Septemb er.

Hanauer Schützenverein: Nachmittags von 2 Uhr ab: Schießen auf den neuen Scheibenständen.

Uerstriger«ngs- etr. Ka!r«der

für Mittwoch den 14. September.

Vormittags 11 Uhr wird auf dem Kavallerie-Kasernenhofe dahier Reitdienst nicht mehr geeignetes Dienstpfero meistbietend gegen bare Zahlung verweigert werden.

TeitWphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.

Telegramm aus Hamburg vom 1-3. September, 9 Uhr 40 Minute«.

, Depressionen unter 755 mm lagern westlich Schottlands und über Nordwestrußland; ein Maximum über 768 mm lagert über Nordösterreich. In Deutschland ist die Witterung veränderlich mit Bewölkung, im Süden ziemlich warm, sonst ziemlich kühl. Der Osten und der Süden hatten Regenfälle.

Dienstag

Prognose für den 14, September: Stellenweise Regen, im Nordwesten und Osten Erwärmung wahrscheinlich.

Hue Mb und fern.

E. Aus dem Kkuzigtal, 11. Septbr. Einen überaus reichen Segen spenden in diesem Jahre die Obstbäume. Ob­gleich infolge der großen Dürre sowie namentlich durch die lebten Stürme eine große Menae Obst zur Erde fiel, sind die meisten Bäume noch förmlich Erlaben, sodaß die Beste, Um sie vor dem Knicken zu schützen, gestützt werden müssen. Die Zwrtschmernte ist, wie wir beobachteten, namentlich im Kreise Hanau eine sehr reiche, sodaß der beliebte ZwetschenmuS in diesem Jahre überall gekocht werden kann. Das sogenannte Latwergerühren" ist ein kleines Familienfest. Alt und jung ist stets dabei beteiligt. Nach getaner Arbeit wirb dann die kleine Gesellschaft zu dem obligaten Kaffee nebst Zwetschen- kuchen eingelsden, letzterem wird alsdann besonders gut zu- gesprochen. Auch die übrigen Obstsorten sind gut geraten, sodaß mancher Baumbefitzer eine schöne Einnahme haben dürfte; insbesondere wird Oberrodenbach glänzende Einkünfte haben. In Breitenborn bei Lieblos werden über l(>00 Malter Aepfel zum Verkauf kommen, darunter sehr schönes Tafelobst. Man steht, wie rentabel die Obstbaumzucht ist, wenn sie rationell betrieben wird. Deshalb sollten die vielen noch unbenutzt daliegenden Flächen mit Obstbäumen bepflanzt wer­den. Jedenfalls könnte manche Gemeinde noch viele Obst- bäume pflanzen, wenn das Gemeiudeoberhaupt mehr darauf bedacht wäre. Wenn der Vorteil solcher Anlagen kein augen­blicklicher ist, so stellt er sich später ein. Darum pflanz t O b st b a u m e!

r- Mar burg, 12. Cept. Die durch die großen studentischen Ferien in unserer Stadt bedingie Stille wurde heute früh durch die Manövertruppen der 22. Division unterbrochen. Von mittags 1 Uhr an rückten nacheinander, direkt aus dem Gefecht bei Schwarzenborn kommend, Husaren, Artillerie, 32er Infanterie und unsere Jäger in die Stadt ein. Morgen früh begeoen sich die Truppen über die Lahnberge ins Wohra- und Ohm­tal, um in der Gegend zwischen KirchhaiN, Amöneburg und Rauschenberg auf historischem Gelände, wo im 30jährigen Kriege blutige Gefechte und im 7jährigen Kriege die letzten Schlachten geschlagen wurden, ihre Kricgsübnnzen zu veran- stalten. Der Friedensstein im Brücker Hofe bei Amöneburg erinnert an den denkwürdigen Akt der Zusammenkunft des Her- zogs von Braiinschweig und der französischen Marschälle Soubise und Streis am 8. Nov. 1762 und der dadurch be­dingten Einstellung der Feindseligkeiten des 7jäbrigen Krieges.

FC. Schloß Adolfseck, 12. Septbr. Frau Prinzessin Friedrich Karl von Reffen ist gestern vormittag von Schloß Frieorichshos kommend auf Schloß Abotfseck, der einstigen Sommeiresidenz der Fürstäbte von Fulda, zum achttägigen Aufenthalt eingetroffen, um von hier aus an den Herbst­übungen der 21. Division und den daran anschließenden des 18. Armeekorps teilzunehmen.

St. Frankfurt, 12. Sept. Der Plan eines neuen Theaters verwirklicht sich nunmehr :md schon am 1. Oktober wird Herr Julius Dellar, der frühere rührige Direktor des Hippodrom-Verißtä, ein Parodie-Theater in E'räfs Garteu am Allerheiligentor, nächst des Ostbahnhofes, eröffnen. Nächstes Jahr werden fobann die Gebäuüchkriten niebergelegt und an deren Stelle dasNeue Frankfurter Orpheum" errichtet, welches sich als volkstümliches Spezialitaten-Theater einführen wird.

Frankfurt a. M., 12. Septbr. Gestern abend ließ sich ein bisher unbekannter Mann im Alter von etwa 25 Jahren an der StationFahrlor" von der Verbindungsbahn überfahren. Der Kopf wurde vom Rumpf getrennt. Im Stadtwald gerieten in der vergangenen Nacht in der Nähe des Forsthauses mehrere Tagelöhner in Streit, wobei der Tage­löhner Hermann Grotzmann von dem Mechaniker Ehrhardt erstochen wurde. Ehrhardt behauptet, er sei zuerst angegriffen worden und habe in Notwehr gehandelt. In der Rosen- gaffe hat in der Betroffenen Nacht der 19 Jahre alte Sohn des Schneidermeisters Ganther seinen 13jährigen Bruder über­fallen und mit dem Küchenmesser schwer verletzt. Die Schutz­leute konnten das Publikum nur mit Mühe davon abhalten, den Täter zu lynchen.

Frankfurt a. M.; 12. Septbr. Gestern abend gegen 9^2 Uhr stieß das Fuhrwerk des Schmiebemeisters Haas aus Rödelheim bei der Heimfahrt von Eschborn an einen Prell- stein. HaaS und der Kellermeister Baum wurden aus dem Wagen geschleudert, wobei Baum das Genick 'wach, sodaß der Tod auf der Stelle eintrat. Haas erlitt erhebliche Ver­letzungen.

T. Hatugründau, 11. Sept. Vor einiger Zeit ver­schwand ein junger Bursche von hier spmlos. Wie'nun ver­lautet, soll er sich nach Amerika gewandt haben. Der junge Mann hatte ein Verhältnis mit einem hiesigen Mädchen. Seine Eltern gaben jedoch eine Heirat nicht zu und soll er aus diesem Grunde sich übers Meer begeben haben.

T. Büdingen, 11. Septbr. Die hiesige Glasfabrik hat vor einiger Zeit ihren Arbeitern eröffnet, daß die Ein- stellung des Betriebs in Kürze erfolgen werde. Als einen der Hauptgründe gab sie die «nverhäitnismäßig hohen öffentlichen Abgaben, insbesondere den hohen Beitrag zu den Kreisstraßen- unterhalt«ngkkostrn an. Nach längeren Behandlungen erklärte sich her KreisauSschuß bereit, um die Arbeiter nicht brotlos werden zu lassen, eine Herabsetzung des Beitrags eintreten zu lasten, knüpfte jedoch hieran die Bedingung, daß der Fabrik­betrieb 2 Jahre noch fortdauere. Auf diese Bedingung ging jedoch die Fabrik nicht ein. Z«r Zeit sind über 200 arbeitet in der Fabrik beschäftigt. Eine Deputation derselben hat sich nun an das Großh. Ministerium des Innern um Vermittlung gewandt.

,»^^nbach, 12. Sept. Im Monat August passierten 180 Schiffe mit 18 353 Tonnen Ladung den hiesigen Hafen. Davon entfallen auf die Talfahrt 137 und auf die Bergfahrt 43 Mainschiffe. ,113 Schiffe führten die hessische, 38 die ^.^'^ dw preußische, 6 die babifebe und 2 die bol- .andpche (rlagge. An Hafengeldern wurden vereinnahmt

.. . 13. September

4714 Mk., gegen 3756 im August 1903 und 3080 Mk. im Juli 1904, wo nur 155 Schiffe mit 16 074 Tonnen Ladung verkehrten. In Dreieichenhain beschloß man die Erbauung eines neuen Sckulhauses. Die Submissionseröffnungen finden am 26. September statt.

W. Darm stützt, 11. Septbr. Der Rhein-Mainische Verband für Volksvorlesungen und verwandte Be­strebungen hielt heute vormittag in der Aula des alten Gymnasiums einen Volkskunsttag ab. Der Verband will den­jenigen Bevölkerungskreisen, denen durch ihre soziale Lage ober durch örtliche Entfernungen von den Mittelpunkten des geistigen Lebens der Mitgenuß der höheren Kulturgüter unmöglich ober erschwert wird, die Pflege geistiger Interessen und die Freude an künstlerischen Darbietungen durch Vorträge, Verbreitung guten Lesestoffes, Theater- und Mustkaufführunqen, Wander-^ anssiellungen u. s. w. ermöglichen. Mit diesem Volkskunsttage eröffnete der Verband die Reihe der von ihm geplanten Sonderversammlungen zur Beratung seiner einzelnen Arbeits­gebiete in der Volkskunstpflege. Den Vorsitz führte Siadtrak Dr. Flesch-Frankfurt a. Main. Es fanden nach Begrüßung der erschienenen Damen und Herren folgende Vorträge statt: Prof. Or. Mannheimer-Frankfurt a. Main sprach über das ThemaDie Beziehungen zwischen Kunst und Volkstum nett kulmrgeschichtlichem Standpunkt aus", Dr. Greiner-Darmstadt, Mitglied der Künstlerkolonie, über das ThemaWie kann man im Volke Kunstinteresse wecken und fördern?", Dr. Stein, Geschäftsführer des Sozialen Museums in Frankfurt a. Main überDie soziale Bedeutung der Volkskunst". An die Bor- träge schloß sich eine Diskussion an, worauf die Verhandlungen nach dreistündiger Dauer geschlossen wurden.

W. Dakmstützt, 12. Septbr. Zum heutigen Gedenk­tage des Geburtstages seines verewigten Vaters hat der Groß- Herzog in herkömmlicher Weise an eine Reihe von Militär- personen Ordensauszeichnungen verliehen. Unter anderen erhielten derDarmstädter Zeitung" zufolge der Kommandeur der 49. Jnfanteriebrigade (1. Großh. Hess.) Graf von Kanitz und der Generalmajor v. Lynckcr, Kommandant von Darm­stadt, das Komthurkreuz erster Klasse des Philippsordens; der Kommandeur des JnfanterieleibregimentesGroßherzogin" (3. Großh. Hess.) Nr. 117, Oberst v. Gersdorff das Komthur­kreuz zweiter Klasse des Philippsordens.

FO. Vittgerr, 12. Septbr. Die Abrechnung des 20. Verbandsschießens ist derart ungünstig ausgefallen, daß die Garantiefondszeichner zwischen 5060 Prozent opfern müffen.

O Vom Neckar, 12. Septbr. In der Feldgemarkung R o h r b a ch kamen beim Umpflügen eines dem Landwirt Valentin Eisenhut daselbst gehörenden Grundstückes zahlreiche ältere Münzen zum Vorschein. Beim Nachgraben entdeckte man noch eine weitere Anzahl Geldstücke in einer verrosteten Pfanne. Die Münzen entstammen sämtlich dem Ende des 16. und dem Anfänge des 17. Jahrhunderts und wurden zweifellos zur Zeit des 30jährigen Krieges auf fraglichem Grundstück vergraben. Zu Lambsheim ereignete sich ein entsetz­licher Unglücksfall. Dort wurden nämlich die 3 Kinder des Taglöhners Andreas Scherdel von einem fremden Hit Kalk schwer beladenen Fuhrwerke überfahren. Dabei wurde der 9jährige Wilhelm Scherdel augenblicklich getötet, dem 12jährigen Andreas Scherdel wurden die Füße von den Huftritten der Pferde schwer zugerichtet und dem 16monatigen Schwesterchen wurde der eine Arm dermaßen zerquetscht, daß alsbald zur Amputation geschritten werben mußte. Der Leiter des Fuhr­werks dürfte insofern für das gräßliche Unglück verantwortlich gemacht werben, als er sich im kritischen Augenblicke etwa 30 Meter hinter dem Fuhrwerke befunden haben soll.

Aus dem Gerichts ^aa!.

Sitzung der Ferienstraskammer vom 12. Septbr.

D i e b st a h l.

Der Taglöhner N. zu Fechenheim ist schon mehrfach wegen Diebstahls vorbestraft, trotzdem er kaum 18 Lenze zählt. In der Nacht vom 17. zum 18. Mai d. Js. überstieg er den das Besitztum des Fechenheimer Naturheiloereins einfriedigenden Gartenzaun, zertrümmerte den dort stehenden Schränk und eignete sich die darin befindlichen Ansichtskarten und Zigarren an. Ferner schlug er den Auiomat ein und stahl den Inhalt an Schokolade, Bonbons, Zigaretten rc. Sein Kollege, der Taglöhner E., erhielt einen Teil von dem Raube. N. erhält 6 Monate, E. 3 Monate Gefängnis.

Frei gesprochen.

Der Fabrikarbeiter K. zu Fechenheim soll sich eines Sitt^ lichkeitsverbrechens im Sinne des § 176,3 des Strafgesetz­buches schuldig gemacht haben. Die nicht öffentlich geführte Verhandlung endigt mit der Freisprechung des Angeklagten.

Mißhandlung.

Im Januar 1902 wurde Herr Polizeikommissar Stein zu Fechenheim in die Wohnung der Fabrikarbeilersehel-ute G. da­selbst gerufen, wo sich die Ehefrau G. über die schwere Miß­handlung ihrer vorehelichen Tochter durch ihren Gatten be- Ichwerte. Die Tochter mußte auf Geheiß ihrer Mutter dem Beamlen ihren Rücken zeigen, der voll blauer und gelber Flecken war. Die Mutter sagte damals aus, die Tochter sei mit einem eisernen Schürhaken mißhandelt worden, der dem Beamten auch vorgezeigt wurde. Vor Gericht verweigerten Mutter und Tochter später ihre Aussagen, doch hielt das Schöffen­gericht den Gebrauch des gesährlichen Werkzeugs für festgestellt

Mlateebel.

Wir haben Herrn (4g. Grüner, Pulverhilfsarbeiter in Marköbel, eine

Agentur d.Hanauer Anzeigers" übertragen, von der Abonnements auf denHanauev Anzeiger" jederzeit entgegengenommen werden.

GZepeöition deshanauer Anzeigers".