Seiko 2 _____________-__ dafür, daß er ein warmes Herz für diejenigen i'olfo^idjten hatte, die der staatlichen Fürsorge am Meisten bedürfen.
Beivundernswert war es wie Bismarck, auch nachdem er Las 70. Lebensjahr längst überschritten hatte, trotz der ungeheuren Arbeitslast, die er zu bewältigen hatte, trotz der gc- -r altigen Anfürderunqcn die unausgesetzt an seine Energie und Spannkraft gestellt wurden, in ungemindeter Kraftfülle seines Amtes waltete. So wurde es 31t einer gar merkwürdigen Tragik in -htm Leben dieses Heroen, daß er, dessen Ruhm und' Größe mit jedem neuen Jahr noch zu wachsen schien, als er das 75. Lebensjahr beinahe beendet hatte, nicht weil 'ihn Krankheit oder Alter an der Wetterführung seiner Aemter verhindert hätten, aus seiner Stellung auS- schied, sondern daß er in voller Rüstigkeit aus ^derselben ausscheiden mußte, weil nun ein Anderer den Thron bestiegen hatte, der — ein echter Hoheuzoller, die jugendliche Kraft in sich fühlte und von dem heißen Verlangen erfüllt war, selbst mehr, als es zusammen mit Bismarck möglich war, das Steuer ^de8, Staats- schifies zu führen. Eine erschütternde Tragik^ ist es gewesen, wie sie die Weltgeschichte nur in wenigen Beispielen aufweist, die sich in den letzten Märztagen deS Jahres 1890 in dem Kanzler-Palais in Berlin, aber vor dem Forum der ganzen Welt abspielte, als der greise Staatsmann auf der bödiften Höhe seines Ruhmes stehend auf Geheiß feines Königs seine Aemter niederlegen mußte. Tief erschüttert hat das deutsche Volk diese fast unfaßbaren Vorgänge vor seinen Blicken sich abspielen sehen und immer wieder wurde in den nun folgenden Jahren die Erregung uud die Leidenschaft wachgerufen, wann immer von neuem schwarze Gewitterwolken sich in den Beziehungen zwischen Kaiser und Kanzler auftürmten und mancher grelle Blitz, der oben im Sachsen- wald seinen Ausgang nahm, die schwüle politische Atmosphäre erleuchtete.
Aber in einem können wir der Vorsehung doch dankbar sein, daß sie Bismarck vor seinem Tode noch einige Jahre der Ruhe gewährte, denn ihnen ist es zu danken, daß er nun Zeit und Muße fand, menschlich seinem Volke so nahe zu treten, wie es im anderen Falle nicht möglich gewesen wäre. Denn es kamen die Jahre, da alljährlich Tausende nach Friedrichsruh wallfahrten oder, wenn er in Kissingen zur Kur weilte, fast allwöchentlich Extrazüge von weit her Huirderre zugleich dorthin brachten, die ihren Bismarck von Angesicht zu Angesicht schauen, ihm ihre Liebe und Anhänglichkeit beweisen wollten. Es waren die Jahre, da seine Reisen durch die deutschen Lande einem Triumphzug glichen, denn auf allen Stationen drängten sich begeisterte Männer und Frauen, alte und junge, an seinen Wagen heran, um einen Blick ober gar einen Händedruck zu erhäschen.
Darum wollen wir dem Schicksal nun nachttäglich nicht grollen, daß es so anders die letzten Lebensjahre dieses seltenen Mannes gestaltet hat, als es nach menschlichem Ermessen hätte sein sollen. Hatte die Bewunderung für ihn schon vorher ihren Höhepunkt erreicht, so waren diese letzten Jahre eben nötig, daß sich der Bewunderung in dem Maße wie es geschehen, die Liebe und Anhänglichkeit beigesellten, denn alle die vielen Tausende, dir das Glück hatten, in diese klaren, in diese stolzen und doch auch so milden blauen Augen zu schauen, die erstaunt es wahrnahmen, wie dieser gigantisch große Mann so schlicht doch und einfach in seinem Wesen war, sie alle haben die Gefühle einer unauslöschlichen Liebe für ihn und einer glühenden Begeisterung mit fortgenommen und reicher Segen hat der Samen, der damals in das Herz des deutschen Volkes gelegt war, getragen.
Sechs Jahre sind es nun, daß Bismarck für immer die Augen geschlossen, 6 Jahre daß er — nicht nach dem Wunsche seines Königs im Dome zu Berlin — sondern nach seinem eigenen Wunsche unter den schattigen Eichen und Buchen seines Fürstensitzes in Friedrichsruh seine letzte Ruhestätte fand.
Der Leib ist den Weg alles irdischen gegangen, aber sein Geist ist unsterblich!
* Möge das Volk, das er aus tiefer Erniedrigung zu der höchsten Stufe der Macht und des Ruhmes geführt hat, das treue Vermächtnis, welches ihm Bismarck hinterlassen, alle 3eü in Ehren halten.
Uns aber und unseren Nachkommen möge die Säule, die ihm an dieser Stelle erstehen wird, eine geweihte Stätte sein, an der wir immer aufs neue uns seiner großen Taten erinnern, an der wir alljährlich, wenn auf hoher Turmesspitze die Feuer lodern, das Gelübde erneuern, daß wir ein einig Volk von Brüdern sein wollen, daß uns in all dem Kampf und Streit des Lebens doch stets die Liebe zu unserem herrlichen Vaterlande als ein festes unzerreißbares Band umschließen soll. Das walle Gott!
Die markigen Worte der Festredners, weithin verständlich, machten einen gewaltigen Eindruck auf die in weitem Kreise uehenden nach Tausennden zählenden Zuhörer. Nun folgte die feierliche Grundsteinlegung, mit den üblichen Hammer- schlägen verbunden. Herr Dr. Heraeus-Hanau sprach:
„Wie ein Fels im Meer Bismarck zur Ehr!"
Dann folgte Herr Baurat Wohlfahrt, der seine Hammerschläge mit folgenden Worten begleitete:
. «Gott erhalle den Kaiser und das Reich und bewahre dem djen Volke das Andenken an seinen großen Kanzler Bismarck." Für den Landkreis Hanau wirkte Herr Amtsrichter vr.Lucas- Langenselbold, Reichstagsabgeordneter unseres Wahlkreises, der aussührte:
Dem Steine aus heimischer Erde gleich, — einig — soll stehen das deutsche Reich!
So lange ein Pflnz noch furchet das Land, so lange soll lodern der Feuerbrand t
So lange man kennt noch Bürger und Bauern, so lange soll sein Gedächtnis dauern!
Herr Oberbürgermeister Dr. GebeschuS sprach:
„Was Er, dem diese Stätte geweiht, Geschmiedet hat in eiserner Zeit, Halt fest, mein Volk, in Ewigkeit!"
Monkajf
Herr Landgerichi3prnndent Geh. Oberjustizrat Koppen begleitete seine Hammerschläge mit dem Spruche:
„Aus Bewunderung, aus Verehrung und Liebe, aus Dankbarkeit".
Herr Fabrikant Kehl-Hanau:
„Was vergangen, kehrt nicht wieder, Aber ging es leuchtend nieder, LeuchtetS lange noch zurück!"
Den Beschluß der erhebenden Feier bildete der gemeinsame Gesang von „Deutschland, Deutschland über alles".
Die Bismarcksäule, deren Einweihung am 1. April n. Js. vor sich gehen wird, hat als Standort die Mitte der von Wilhelmsbad nach Wachenbuchen führenden Straße erhalten. Eine Verbreiterung der Straße an dieser Stelle lenkt den Verkehr seitwärts der Säule, die sich auf kleiner Anhöhe, vor allen sichtbar, erheben und jedem Eingesessenen wie auch dem Fremden ein Zeugnis ablegen wird, daß auch unsere Bevölkerung das Andenken des Deutschesten aller Deutschen zu ehren weiß. Die den Standort umgebenden Bäume werden noch fallen, und dafür Pappeln zur Anpflanzung kommen, die dann schlank auffchießend die Säule flankieren werden.
Ein allgemeines Volksfest in den Anlagen Wilhelmsbads reihte sich an den offiziellen Festakt.
Kttcgerdcnknmlwcihc in Fechcnheim.
X Fechenheim, 4. September.
Eine patriotisch begeisternde und erhebende Festesfeier war es, welche am heutigen Nachmittage mit dem hiesigen Krieger- verein alt und jung aus unserer Gemeinde vereinte, um gemeinsam die Enthüllung und Weihe des nun so reich und würdig ausgestatteten und im Gegensatz zu seinem früheren Standort jetzt an passenderer Stelle wieder aufgerichtelen Kriegerdenkmals festlich zu begehen. Nur eine lokale Feier sollte es sein, und so beteiligten sich an derselben denn auch nur hiesige Vereine, Korporationen und die Schüler, die sich zur festgesetzten Stunde vor dem Vereinslokale des Kriegervereins „Zur Schanze" ein« fanden, um von hier im Zuge durch die mit Fahnen reich geschmückten Straßen nach dem Denkmal sich zu begeben. Der Regimentsmustk voran gingen mit wehenden Fahnen die oberen Schulklasien, während diesen als Ehrengäste Herr Landrat v. B e ck e r a t h, Herr Professor Wiese, sowie die Vertreter des Kreiskriegerverbandes, ferner der hiesige Gemeinberat, die Lehrerkollegien, der Kriegerverein, die Turn- und mehrere Gesangvereine folgten. Vor dem Denkmal angekommen, hielt nach dem gemeinschaftlichen Gesang des Chores: „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren" und dem mehrstimmigen Schülerchor: „Gebet für den Kaiser" Herr Pfarrer Stoppel die Weiherede, sich anlehnend an das Bibelwort 1. Patr. 2, 17: „Fürchtet Gott, ehret den König, habt die Brüder lieb". In patriotischer Absicht und geschichtlichem Verständnis habe man die Weihe des neu hergerichteten Kriegerdenkmals mit der Feier des Tages von Sedan verbunden, mit dem das Ereignis eingetreten sei, aus dessen Schoß die so lang ersehnte und erstrebte nationale Einheit geboren werden sollte. Die Erinnerung an diese Zeit müsse festgehalten und weiter gepflegt werden, damit auch die zukünftigen Generationen nicht vergaßen, welche Opfer die Wiedervereinigung der deutschen Stämme gefordert, aber auch welche Freude das deutsche Volk über diese empfunden habe. Neben fürstlicher Weisheit, staatsmännischem Genie und soldatischem Heldenmute habe als nicht zu unterschätzender Faktor die religiös-sittliche Tüchtigkeit, die das deutsche Volk draußen auf dem Schlachtfelde und in der Heimat beseelte, das große Werk vollbracht und letztere weiter zu pflegen, hätte Aufgabe aller berufener Faktoren sein sollen, um zu v-rhüten, daß die Weltanschauung des Materialismus den Geist unseres Volkes gefangen nehme und das öffentliche Leben verschlechtere, der heule haßerfüllt eine tiefe Kluft geschaffen habe zwischen Hoch und Niedrig, zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die uur der christlich-nationale Geist, aukgestattet mit den Kräften der Bruderliebe und Opferfreudigkeit, zu Überdrücken vermöge. Mit Gott für Kaiser und Reich, das sei die Losung des deutschen HeereS und seiner Kriegervereine: möchten doch alle ihnen Zu- gehörende im öffentlichen wie privaten Leben auch Kämpfe für das himmlische, Vaterland und den himmlischen König sein, bann mag auch das irdische Vaterland ruhig sein und gedeihen und tiefempfundene Treue zum angestammten Herrscherhause des Volkes Glieder durchdringen. — Nach der Weiherede nahm sodann Herr Kaufmann Duill an Stelle des leider erkrankten Bürgermeisters Baumert die Enthüllung des Denkmals vor. Da eS heilige Pflicht sei, den Nachkommen die Bedeutung der Jahre 1870/71 einzuprägen, habe man, wie aller Orten, so auch hier schon im Jahre 1876 ein Denkmal errichtet, das mit der Erinnerung an jene ruhmreiche Zeit die Namen der Braven überliefere, die mit ausgewogen für König und Vaterland. Eine schönere und würdigere Umgestaltung desselben sei mit der Zeit berechtigter Wunsch geworden, der nun seine Erfüllung gefunden habe. Dank ge» bühre allen, welche daran mitgearbeitet haben, besonders dem Schöpfer des neuen Denkmals. Mit der Enthüllung aber verbinde man den innigen Herzenswunsch, daß deS Allmächtigen Gnade auch ferner segnend walten möge über unserem Vaterlande und seinem Kaiserhause. Während nun die Hülle fiel, gab die Schießsektion des Kriegervereins die üblichen drei Salven ab, worauf die Nieberlezung gestifteter Kränze erfolgte und zwar durch Herrn Schwellenberg-Hanau im Auftrage des Kreiskriegerverbandes, ferner durch die Vertreter sämtlicher an der Feier beteiligten Vereine, woran anschließend als Weihegruß der Maffenchor der vereinigten Gesangvereine „Das deutsche Lied", unter Leitung des Herrn Lehrer Pauli, vortrug und der Schülerchor mehrstimmig „Das Gebet nach der Schlacht" von Kremser sang. Nun überreichte Herr Landrat v. Beckerath die von Sr. Majestät dem Kaiser dem Kriegerverein verliehene Fahnenschleife mtt dem Fahnennagel. Nicht allein die Waffe habe im Jahre 1870/71 die großen und gewaltigen Siege gebracht, sondern vor allem der Geist her Vaterlandsliebe und Hingabe und Opferwilligkeit, der soldatischen Zucht und des
5. Septemver
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Gehorsams habe jene große Taten zeitigen helfen. Möge derselbe noch weiter alle beseelen „die des Kaisers Rock" getragen, wozu den hiesigen Kriegerverein besonders ermähne, die Auszeichnung, welche diesem durch des obersten Kriegsherrn Gnade verliehen sei. Ein dreifaches begeistertes Hoch auf Se. Majestät den Kaiser und König reihte sich an worauf die Nationalhymne gesungen wurde. Nachdem noch im Namen des Kriegervereins dessen Vorsitzender, Herr S p a m e r, für die dem Verein gewordene Auszeichnung gedankt und das Gelübde fernerer Treue und Hingabe für Kaiser und Reich ausgesprochen hatte, fand sodann eine Besichtigung des Denkmals statt, dem in seiner reichen Ausstattung und imposanten Höhe allgemeine Bewunderung zuteil wurde. Nun gings in geordnetem Festzug wieder zurück zur Schanze, wo man noch unttr den Klängen der konzertierenden Militärkapelle in angenehmer Unterhaltung manch schöne Stunde verbrachte.
g. Der Hanauer Kriegerverein feierte am Samstag abend im Kreise seiner Mitglieder und Freunde im Saale der Centralhalle das Sedanfest, damit verbunden wurde die Ausgabe der am Vereinsabzeichen angebrachten silbernen Schleife für 25jährige ununterbrochene Mitgliedschaft. Die Eröffnung wurde von der sogenannten Vereinsmusikkapelle, bestehend vorzugsweise aus Mitgliedern des Vereins, bestens eingeleitet, dann folgte eine Begrüßung mit Kaiserhoch. Eirr leichtfaßlicher ernster Vortrag aus der großen Zeit von Sedan, vorgetragen von einem Mitglieds, fesselte alle Zuhörer sichtbar und allgemeiner Beifall folgte demselben am Schlüsse. Zufolge Beschlusses der letzten Jahres-Generalversammlung sollte jedes Mitglied für 25jährige Mitgliedschaft außer dem üblichen Diplom eine sichtbare Auszeichnung erhalten. Dieses wurde, nachdem ein exlra hierzu von einem Mitgliede verfaßtes Lied gesungen war, an die verschiedenen Jubilare ausgegebm. Ein Jubilar sprach im Namen Aller hierfür den Dank. Ein Vor- trag über die Denkmalsenthüllung für das Regt. 83, Chorlieder, Musikvorträge, Deklamationen und Soli aus dem Kreise der Mitglieder wechselten dann noch ab und entschwanden die schönen Stunden nur allzu rasch, auch mußte man daran denken, sich für den andern Tag einige Stunden Ruhe zu gönnen, denn zur Grundsteinlegung der Bismarcksäule wollte keiner fehlen. Ganz besonders dürfen wir die vorzüglichen Leistungen unserer Vereinskapelle auch nochmals hervorheben. Für 25jährige Mitgliedschaft wurden ausgezeichnet: aus dem Jahre 1898: 20 Jubilare (davon 3 verstorben),
„ „ „ 1899: 13 „ (davon 1 „
,/ „ „ 1900: 7 „ (davon 1 „
11 if ,/ 1901: 4 „
ti « 1902: 3 „
it n 11 1904: 3 „ zusammen 50 Jubilare, von denen 5 verstorben sind.
* Verein christlicher Gewerkschaften Hanatts. Heute abend 8V2 Uhr findet eine Allgem. Gewerkschaftsversammlung in der Brauerei Weismantel statt. Als Referenten werden auftreten die Herren Hillen aus Hilden und Eckhardt aus Düsseldorf.
^Gefährlicher Ze'ktvertrM. Nach der Beendigung der Feier in Wilhelmsbad gingen gestern einige halbwüchsige Burschen nach dem Wachenbuchener Steinbruch, woselbst sie sich in einen auf den Schienen stehenden Rollwagen setzten und denselben abwärts laufen ließen. Die Rutschpartie hätte den naseweisen Bürschchen böse bekommen können, denn der Wagen kam immer stärker ins Rollen und sauste schließlich mit derartiger Geschwindigkeit, daß er bei einer starken Kurve aus dem Geleise flog. Zum Glück für die Insassen befand sich an der betr. Stelle eine ziemlich tiefe Wasserstelle, in welche dieselben kopfüber hineinflogen und nun ein unfreiwilliges, sehr kühles Bad nahmen. Dieser vorzeitige Schluß der Fahrt bewahrte die Burschen wahrscheinlich vor einem schlimmeren Schicksal, denn welchen Ausgang die Geschichte genommen hätte, wenn der noch stärker sausende Wagen bis ans Ende gelaufen wäre, kann man sich leicht denken. Mit kleineren Kontusionen und Verstauchungen konnten die jungen Leute später den Heimweg antreten.
* Taschendiebitt. Auf dem Ferkelmarkte wurde am Freitag einer hiesigen Dame von einem Mädchen das Portemonnaie aus der Tasche gezogen. Die Bestohlene merkte aber den Vorgang und sah sich um. In diesem Augenblicke warf auch die Diebin das Portemonnaie fort und entfloh. Die Dame war durch den Vorgang ganz fassungslos geworden, sodaß es der Diebin gelang, unbehindert fortzukommen.
* j3<t Hast genommen wurde heute morgen in hiesiger Stadt durch die Kriminalpolizei ein seit längerer Zeit wegen Betrugs steckbrieflich verfolgter Mann.
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* MittelbuchöN, 4. Septbr. (Tödlich verlaufen.) Mit Birnenpflücken beschäftigt, stürzte vor einigen Tagen der Landwirt und Beigeordnete Phil. E s 4 vom Baum herab und trug schwere Verletzungen davon, an denen er gestern leider verschieden ist.
Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.
Prognose für den 6. September: Nordwesten stellenweise Regen, sonst Fortdauer der herrschenden Witterung wahrscheinlich.
Hus JMah und fern.
F C. Frankfurt, 5. Septbr. Die Frau Karoline Racke, in der Basaltstraße in Bockenheim wohnhaft, welche am Samstag abend von einem Schlofferlehrling einen Schuß erhielt, liegt noch bewußlos im Elisabethenkrankenhause in Bockenheim. An ihrem Aufkommen wird gezweifelt.
FC. Vilbel, 5. Septbr. Gestern abend 11 Uhr wurde Großfeuer gemeldet. Im Felde waren große Vorräte von Stroh, die den Landwirten Karl Schmidt und Heinrich Kramer gehörten, ein Raub der Flammen geworben. Außerdem verbrannten eine Dreschmaschine und eine Strohpreffe. Schmidt ist versichert, Kramer nicht.