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Seite 10.

Samstag

3. September

Einnahme:

Ksffenbestand von 1902/1903 . Mk. 69.18

Mitgliederbeiträge . . . 1179.50 Beitrag aus der Stadtkasse . . ,, 300.

Mk. 1 548.68

Ausgabe:

Für Bücher und Literalien . . Mk. 784.80 Buchbinderarbeit . . . . 265.78 Verwaltungskosten. ... M 464.15

Jahresbeitrag aus dem hessischen Oeschichtsverein . . . . 3.

Mk. 1 517.73

Einnahme . . . . Mk. 1 548.68

Ausgabe . . . . 1517.73

Mk. 30.95

Die Zahl der Mitglieder betrug am 'Ende des Rechnunzs- jahres 198 gegen 205 im Vorjahre; der Jahresbeitrag der Mitglieder wie bisher 6 Mk.

Die Bücher der Lesegeiellschaft wurden den Mitgliedern nach eigner Wahl zum Lesen regelmäßig durch die Dienerin überwacht. Der Umtausch erfolgte alle 14 Tage.

Im Interesse der Ordnung muß auch diesmal die dringende Biiie an die verehrlichen Mitglieder ausge'prschen werden, das gelesene Luch an dem betreffenden Montag zum Abholen durch die Dienerin bereit zu legen, da nur bei Ablieferung des alten Buches ein neues geschickt werden kann, und die Dienerin nicht verpflichtet ist, ein zweites Mal zur Abholung zu kommen.

Jeder Einwohner hiesiger Stadt und deren nächster Um­gebung kann der Lesegeiellschaft als Mitglied beitreten und hat dann auch das Recht, Bücher zur Anschaffung vorzuschlagen.

Anmeldungen zum Eintritt in die Lesegeiellschaft werden von jedem Mitgliede der Deputation, sowie in der Siadtbib- liothek von dem Bibliothekar während der Biblisiheksstunden jederzeit entgegengenommen.

Hanau den 27. August 1904.

Die Deputation

der Allgemeinen Lesegesellschaft.

Dr. Gebeschus, Dr. E i s e n a ch, Boehm, L o r e n z.

vät. W. R a a b e.

Stadtbwliothck.

Jahresbericht für 1903.

Die Li. listhe? war wie bisher jeden Mittwoch, Samstag und Sonntag von 111 Uhr für das Publikum geöffnet, ausgenommen die Feiertage und 14 Tage Ferien im Juli.

Sie wurde in der Zeit vom 1. April 1903 bis 31. März 1904 von 9521 Personen (im Vorjahre 11293) besucht, die 11 853 Bände (im Vorjahre 15 583) entliehen.

Am meisten benutzt wurde die Bibliothek in den Monaten Januar, Februar und April, am schwächsten im Juni (Juli), November und Dezember. Unter den Entleihern der Bücher waren alle Stände vertreten, das größte Kontingent stellten die weniger bemittelten Berufsklassen. Am meisten verlangt wurden Ünterhaltungsschriften einschließlich der Klassiker und Werke über Länder- und Völkerkunde.

Viele Entleiher mußten mittels Mahnkarten an die Zurück­gabe der Bücher erinnert werden. Für die 1. Mahnkarte wurde eine Gebühr von 10 Pfg., für die zweite eine solche von 20 Pfennig erhoben. Bei Erfolglosigkeit der beiden Mahnungen wurde das Buch von der Dienerin abgeholt, wo­für eine Gebühr von 40 Pfennig'gezahlt werden muß. In mehreren Fällen mußten die fälligen Bücher vom Magistrat durch einen Stadifergeanken eingetrieben werden. Tritt letzterer Fall ein, oder wird die Mahngebühr vom Entleiher ver­weigert, so werden an diesen weitere Bücher nicht mehr ab­gegeben.

Verloren gingen 3 Bände.

Neuangeschafft wurden Bücher für 410 Mark.

Geschenke gingen ein:

1. Lom Magistrat a) die 3. Lieferung des hessischen Trachtenbuchs.

2. b) 12 Werke, herausgegeben von der deutschen Dichter- Gedächtnisstiftung.

3. Von Fräulein Lindenbauer, 4 Bände Romane von Fr. Spielhagen.

4. Bon Herrn Verwalter C l a s e n, 31 Bände (Daheim, Gartenlaube, Zur guten Stunde, Illustrierte Zeitung, Ueber Land und Meer, Buch für Alle, Illustrierte Welt, Universum).

5. Von Frau Sonore Wwe., Der praktische Ratgeber im Obst- und Gartenbau 18861892.

6. Von der Buchhandlung Haar u. Steinert zu Paris im Aufträge deS Verfassers E. de Cyon:

1. Witte et les Finances russes und

2. Histoire le lentente franco=russe.

7. Von dem Bibliographischen Institut für Versicherungs- Wesen: R ü d i g e r - Miltenberg, Der gerechte Lohn.

8. Von der hiesigen Handelskammer, der Jahres­bericht für 1903.

9. Von Herrn Altmannsperger, das Hanauer Adreßbuch für 1904.

10. Vom hiesigen Waisenhaus, der Hanauer Anzeiger nebst Unterhaltungsilatt von 1903.

41. Von Herrn 8. Soßberger, die Hanauer Zeitung nebst Familienblatt von 1903.

Für die Zuwendungen wird den verehrlichen Gebern der gebührende Dank abgestattet.

Dr. GebeschuS. W. Raabe.

politischer Wochenbericht.

Um sich innerhalb des rheinisch-westfälischen Kohlensyndi- kats eine dauernde Stellung und damit einen maßgebenden Einfluß auf die Preispolitik dieses Syndikats zu sichern, hatte die preußische Regierung die Verstaatlichung der Bergwerks-

GesellschaftHibernia" ins Auge gefaßt. In der während der BcriLtswoche stattgehabten Generalversammlung derHibenua" aber ist das Kaufgebot deS Staates abgelehnt worden. Man kann diesen Beschluß nur bedauern. Die Regierung hat durch mannigfache Kundgebungen ihrer Vertreter in den letzten Jahren bargetan, daß sie die volkswirtschaftliche Berechtigung des Kar­tell- und Syndikatwesens grundsätzlich anerkennt. Unerläßliche Voraussetzung dieser Anerkennung aber ist eine gesunde und maßvolle Preispolitik, durch welche die Interessen der Konsu­menten mit denjenigen der Produzenten der kartellierten Industrie­zweige in stetem Einklänge gehalten werden. Die nötige Ge­währ für ein derartiges Verhalten der Leitung des Kohlen- syndikats zu schaffen, darauf zielte der Verstaatlichungsplan gegenüber derHibernia" ab. Nun derselbe zunächst ge­scheitert ist, dürften sich die Bestrebungen, welche auf eine Syndikats-Gesetzgebung abzielen, in verstärktem Maße geltend machen. Es erscheint aus mancherlei Gründen zweifelhaft, ob dieser Weg ohne tiefere Eingr'ffe in die bisherige Bewegungs­freiheit der Kartelle beschritten werden kann. Die Leiter der Kartelle selber handeln daher höchst unklug, wenn sie das Sicherheitsventil einer Beteiligung des Staates an der Kar- telloerwaltung von sich weisen.

Wie tiefe Wurzeln das Streben nach einer gesetzlichen Regelung des Kartell- und Syndikatswesens bereits geschlagen hat, das beweist die Behandlung dieses Themas auf den ver­schiedenartigsten Versammlungen. Auch der deutsche In- nungs- und Handwerkertag, der soeben in Magdeburg statigcfunden hat, beschäftigte sich mit demselben. Im übrigen war die Tagesordnung des Handwerkertages eine überaus reichhaltige.

Im asiatischen Kriege sind die Ereignisse gegen­wärtig zweifellos auf einem Höhepunkt angelangt, und jeder Augenblick kann gewichtige Entscheidungen bringen. An zwei Schauplätzen, vor Port Arthur und um Liaujang, findet ein Völkerringen bedeutsamster Art statt. Gewaltige Truppen- maffen stehen sich gegenüber, und sowohl auf russischer wie auf japanischer Seite wird mit Anspannung aller Kräfte und mit bewundernswertem Heldenmuts gesümpft. , Die letzten Nachrichten vom gestrigen Tage besagen, daß die Russen bei Liaujang eine Niederlage erlitten haben.

Im Hafen von M a r s e i l l e hat der dortige Ausstand zu einer vollständigen Lahmlegung des Verkehrs geführt. Es ist damit über den großen französischen Mittelmeer-Hafen durch den Uebermut der Sozialdemokratie eine wirtschaftliche Krisis heraufbeschworen worden, deren unheilvolle Wirkungen sich sobald nicht beseitigen lassen dürften. Mittelbar aber wird dem gesamten Wohlstände Frankreichs eine tiefe Wunde ge­schlagen. Wer die Dinge schärfer betrachtet, wird die gegen­wärtigen Leiter Frankreichs nicht ganz von der Schuld an derartigen Zuständen freifpretben können. Um sich die Hilfe der Sozialdemokraten insbesondere für den antiklerikalen Feld- zug zu sichern, legt das Ministerium Combes seit lange schon eine zu weit gehende Konnivenz gegenüber den immer dreister» Zumutungen und Forderungen der Revolutionspartei an den Tag. Die Folge sind dann derartige Machtproben wie der Marstiller Ausstand. Hoffentlichen entnehmen die franzö­sischen Machthaber hieraus eine Mahnung für ihr künftiges Verhalten.

Im übrigen ist aus dem Auslande wenig Neues zu be­richten. In Tibet bereiten die starken Regengüsse der eng­lischen Expedition zur Zeit große Schwierigkeiten, wenngleich anderseits die Verhandlungen mit den tibetanischen Delegierten Fortschritte zu machen scheinen. Aus China wird von einem Wiederaufleben der B o x e r - B e w e g u n g in der Provinz Petschili berichtet, und ebenso sollen in Armenien revolu­tionäre Erhebungen bevorstehen. Von der B a l k a n halb­in s e l endlich lauten die Nachrichten wie gewöhnlich äußerst wechselvoll; heute'wird die Lage beruhigend und morgen ernst geschildert. Doch dürfte erfahrungsgemäß die nun bald herannahende kältere Jahreszeit zügelnd und hemmend auf das dortige Bandenwesen und dessen revolutionären Eifer ein­wirken.

Kolomalpolitil.

Hilfeleistung für Südwestafrika. Die Samm­lungen der Deutschen Kolonialgesellschaft für die Hilfstätig- keit in Südwestafrika haben bis Ende August mehr als 260 000 M. ergeben.

Die Reichshauptstadt und die deutschen Schutz­gebiete. Die größte Handels- und Industriestadt des Kontinents, die Hauptstadt des Deutsche« Reiches, beteiligt sich mehr an der Erschließung der deut'chen Schutzgebiete als es wohl gemeiniglich bekannt ist. Diejenigen Gesellschaften und Firmen, die in Berlin ihren Sitz haben und deren Betriebs­mittel öffentlich bekannt sind, haben ein arbeitendes Kapital von über 127 Millionen Mark in die Kolonien geschickt. Kiautschou mit 66 Millionen Mark steht an der Spitze, weil der größte Teil dieser Summe durch das Kapital der großen Schantung-Eisenbahngesellschaft dargestellt wird. Südwest­afrika mit 34 Millionen Mark, Ostalrika mit 13 Millionen Mark, Kamerun mit 8 Millionen Mark, Neuguinea mit 4 Millionen Mark, Samoa mit l1^ Millionen Mark und Togo mit l1/* Millionen schließen sich an. Dem ist noch hinzuzu- fügen, baß Berliner Kapital auch in Gesellschaften, die in an­deren deutschen Städten ihren Sitz haben, arbeitet.

Die Kap-Kuirobahu. Ein guter Kenner afrikanischer Eisenbahnverdältniffe schreibt derDeutschen Kolonia'zeitung": Die Verwirklichung des von Cecil Rhodes aufgestellten und von- ihm bis zu seinem Tode mit der ihm eigenen Energie verfolgten Projektes der Kap-Kairobahn scheint in immer weitere Ferne zu rücken, da sich dem Zusammenschluß des süd­lichen und nördlichen Teiles unerwartete, schwer zu über­windende Hindernisse entgegenstellen. Der südliche, etwa 2500 km lange Teil der Bahn von Kapstadt über Kimberley und Buluwayo ist soweit vorgeschritten, daß vor kurzem die Bahn von Buluwayo bis zu den Viktoriasällen des Sambest dem Verkehr übergeben worden ist. Mit ihrer Fertigstellung ist zwar der augenblicklich bestehende Vertrag erfüllt, dagegen

scheinen sich in betreff der ursprünglich in nördlicher Richtung nach dem Tanganyikasee beabsichtigten Weiterführung finanziell« Schwierigkeiten ernster Art ergeben zu haben und deshalb dem Vernehmen nach die Rhodesgruppe zn beabsichtigen, eine Ver­bindung in westlicher Richtung mit dem Kongostaat zu suchen und die Fortsetzung der Kap-Kairobahu auf die Katanga-Ge- fellschaft zu übertragen. Nähere Nachrichten darüber liegen zurzeit allerdings noch nicht vor. Während jedoch bei Besse­rung der finanziellen Verhältnisse der Rhodesgruppe die Mög­lichkeit einer späteren Verlängerung der Kap-Kairobahn von den Viktoriafällen wenigstens zu dem etwa 1200 km ent­fernten Tanganyikasee nicht ausgeschlossen ist, scheint die eng­lische Verwaltung Aegyptens das Projekt der Kap-Kairobahn ganz aufgegeben zu haben. Lord Cromer hat sich wenigstens darüber vor kurzem in folgender Weise ausgesprochen:Ich bin nicht imstande zu sagen, ob vom technischen Standpunkt aus die Ausführung dieses Planes unbedingt unmöglich ist. Aber ich bin überzeugt, daß die Kosten des Baues dieser Bahn ganz außer Verhältnis zu ihrem Nutzen stehen werden. Ich glaube, daß der Plan jetzt so weit abgeändert ist, daß man zwischen Kairo und Kapstadt auch Wasserstraßen benutzen wird. Für den ägyptischen und sudanischen Abschnitt der Linie ist dies schon verwirklicht, denn von Kairo nach Gondokoro findet bereits ein regelmäßiger Touristenverkehr teils mit Bahn, teils mit Dampfern statt. Unter diesen Umständen hat der Reichs­tag jedenfalls das Richtige getroffen, daß er, dem Vorgänge der englischen Ugandabahn folgend, an Stelle der ursprünglich vorgesehenen Kap'schen Spurweite (1,067 Meter) die Meter­spurweite für die Eisenbahn DaressalamMrogoro ange­nommen hat.

DandeL bewerbe und. Verkehr.

Erhöhung der Diamanipreise. Einem Londoner Börsenblatt wird von fachmännischer Seite berichtet, daß sich in den besseren Diamantsteinen in nächster Zeit ein erheblicher Preisaufschlag vollziehen werde, der volle 30 pCt. betrage. Vor wenigen Wochen seien die Preise um 10 pCt. erhöht worden, ein weiterer Aufschlag stehe bevor und der dritte werde im Spätherbst angezeigt werden. Die Produktion von Diamanten ist in den letzten Jahren bedeutend durch Aus­schließung und Eröffnung neuer Gruben in Kimberley ge­stiegen; diese liefern aber vorwiegend geringwertige Steine, deren Preis infolge dessen auch herabgedrückt worden ist, während sich die Nachfrage für die besten Sorten beträchtlich gehoben hat, ohne daß deren Produktion gestiegen ist. In dem südafrikanischen Kimberley-Distrikt werden übrigens 93 Prozent der ganzen Diamantproduktion gewonnen, die übrigen 7 pCt. verteilen sich auf Britisch-Guinea, Australien und Brasilien.

Hagel- und Feuerverftcherung. Die Schwebte« Gesellschaft macht bekannt, daß sie auch in diesem Jahre in der Hagel-Versicherung ohne Nachschuß auskommt und die Durch- fchnittsprämie nur 75 Pf. betrügt. (Siehe Annonce.)

Mus aller Welt.

Ein Massenmörder. In der Nähe der Stadt Col- chester in Connecticut fand man, wie bereits gemeldet, in dem Garten eines Mannes namens Max Ueberreste einer Leiche, die als die Reste eines verschwundenen Arbeiters erkannt wurden. Die Farm wird jetzt abgrsucht, da man Marx im Verdacht hat, 10 weitere Morde begangen zu haben. Marx ist ein alter polnischer Jude von außerordentlichem Geiz. Er war dreimal verheiratet und hat 24 Kinder. Seine augenblickliche Frau ist der Beteiligung an den Mordtaten beschuldigt. Marx lebte seit 7 Jahren in der Umgegend von Colchester, und während dieser Zeit verschwanden die Leute, nach denen man jetzt sucht. Es waren meistens Farmarbeiter, die der Geiz­hals vermutlich ermordete, . um ihnen ihre Löhne nicht zahlen zu müssen. Die Schandtaten des Mörders kamen durch einen Arbeiter zu Tage, der bei Aufwerfen eines Grabens auf die Ueberreste eines polnischen Farmarbeiters stieß. Ohne von seinem grausigen Funde etwas zu verraten, machte er der Polizei Mitteilung, und diese verhaftete den nach New-York geflüchteten Marx. In den letzten beiden Tagen fand man die Ueberreste mehrerer weiterer Arbeiter. Der Mord ist in jeden Falle durch Zerschmettern der Hirnschale geschehen; die Leichen sind wahrscheinlich, um sie leichter beiseite schaffen zu können, zerstückelt worden.

Ein Hnndekrieg. Ein Hund war die Veranlassung zu einer höchst erregten Ueberfahrt des DampfersKroon- land", der am 29. August in New-York eintraf. . An Bord dieses Dampfers befand sich ein Ehepaar, das ein Zwerg- Hündchen besaß. Aus unbekannten Gründen wurde dem Hündchem gestattet, auf dem Deck spazieren zu gehen. Andere Passagiere konnten sich diese Bevorzugung des Hündchens ge­genüber ihren auf das Hinterdeck verbannten Hunden nicht gefallen lassen. Eine Dame holte sofort ihre beiden Pudel, und ein Herr brächte einen Dachshund und einen Jagdhund auf das Deck. Die Hundesammlung nahm bald einen uner­träglichen Umfang an, so daß der Kapitän die Entfernung der Tiere verlangte. Die Passagiere erklärten, den Befehl nur dann befolgen zu können, wenn auch das Zwerghündchen in baä Hundelogis befördert werde. Nachträglich entdeckte man jedoch, daß dem vornehmen Hündchen eine Badewanne als Aufenthalt angewiesen worden war, ukld die Dame mit den Pudeln verlangte für jeden ihrer Lieblinge ebenfalls eine Bade­wanne. Da ihrem Verlangen natürlich keine Folge gegeben werden konnte, spalteten sich die 500 Passagiere derKroon- land" in zwei feindliche Lager, die noch nach Eintreffen in New-York mit allen Anzeichen der gegenseitigen Mißachtung von einander schieden.

Das Grubenunglück von Eime. Von den bei ber Explosion im Schachte des Kaliwerkes zu Eime verletzten Bergleuten sind bis jetzt sechs gestorben. Einschließlich der sofort Getöteten ist die Zahl der Opfer nunmehr auf zehn ge­stiegen. Bei zwei weiteren Verletzten ist die Hoffnung auf Erhaltung des Lebens nur gering.