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Toasten auf den Präsidenten und auf den Dirigenten des Vereins in launiger Rede den Empfindungen Ausdruck gab, die die frohe Sängerschaar beseelten. Hier wie zuvor in Bad Brückenau sammelte dann auch der Dirigent, Herr Lehrer Hamburger, die Sänger um sich und frohe Lieder und Vorträge von Herrn Rohde und anderen füllten die nur allzu rasch entschwindenden Stunden aus, von denen Herr Bailly mit Recht gesagt hatte, daß die schönen Stunden von Brückenau jedem immerdar im Gedächtnis bleiben würden. Herr Vor­sitzender Gleiß gab auch dem Dank für die ihm gebrachte Ovation Ausdruck und dem gastfreien Hotelzur Post" wurde noch ein jubelnder Sängergruß dargebracht, ehe der Zug die Scheidenden wieder zur Heimat führte.

* Mainwasserwärme. Gestern abend 19 Grad.

* Bergen-Enkheim, 1. August. (Kirchl. Wald­fest.) Einen recht schönen und angenehmen Verlauf nahm das kirchliche Waldfest, das am gestrigen Sonntag nachmittag in unserem Walde abgehalten wurde und an dem sich auch Gemeindeglieder aus Hochstadt, Fechenheim, Dörnigheim und Bischofsheim beteiligten. Ansprachen hielten hierbei Herr Pfarrer Ganß-Bischofsheim über Apost.-Gesch. 4, 112, ferner Herr Metropolitan Reich-Hochstadt im Anschluß an 2. Korr. 6, 34 über die Herero-Mission und Herr Pfarrer Stofppel-Fechenheim anlehnend an 1. Korr. 3, 25 über Christ und Presse. Die Leitung hatte der hiesige Pfarrer Weber, der außer den einleitenden Worten noch ein Schluß­wort sprach. Die gemeinschaftlichen Gesänge begleiteten die Posaunenchöre aus Frankfurt und Fechenheim; außerdem wirk­ten der hiesige Kirchen- und Kinderchor mit.

O Fechenheim, 31. Juli. (Jubiläumsfeier.) Am gestrigen Samstag konnten wieder sieben Arbeiter der hiesigen Farbwerke von Caffella u. Cie. ihr 25jähriges Jubiläum feiern. Herr Kommerzienrat Dr. G a n ß nahm selbst Gelegenheit, diesen die Anerkennung der Firma zu« Ausdruck zu bringen und überreichte jedem derselben 300 Mk. in bar und eine wert­volle Uhr.

Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.

Telegramm aus Hamburg vom 1. August.

9 Uhr 42 Minuten.

Ein Maximum über 770 mm lagert südöstlich Riga- eilte Depression Unter 757 mm nordwestlich Schottlands« In Deutschland ist das Wetter ruhig, meist heiler und warm, im Süden ist Regen gefallen, stellenweise traten Gewitter auf.

Prognose für den 2. August: Etwas kühleres Wetter mit Gewitterneigung wahrscheinlich.

Hue Nah und fern.

r-. Marburg, 31. Juli. Der Streik der freiwilligen Feuer­wehr, die in diesem Jahre bekanntlich ganz und gar ihre Uebungen eingestellt hatte, weil die Stadt ihren Wünschen be­treffs Anschaffung neuer Löschgeräte nicht Nachkommen wollte, hat nun sein Ende erreicht, da die städtischen Behörden jetzt Anstalten machen, die erforderlichen Geräte anzuschaffen und diese in der nächsten Zeit hier Eintreffen. Als Gründe gibt das Kommando der freiwilligen Feuerwehr bekannt, daß von morgen ab wieder die regelmäßigen Uebungen her einzelnen Löschzüge stattfinden.

r-. Marburg, 31. Juli. Der etwa 60 Jahre alte Fuhrwerlsbesitzer Jean Grimmill würbe gestern mitten in der Stadt am steil abfallenden Steinweg von seinem mit Schnitt­holz beladenen Wagen elend zerquetscht und blieb tot auf der Stelle.

W. Homburg v. d. H., 1. August. Gestern früh verunglückte ein Gehilfe des Feuerwerkers Schubert beim Füllen von Raieten mit Leuchtkugeln. Es erfolgte eine heftige Ex­plosion. Dem Verunglückten wurde der linke Arm und einige Finger der rechten Hand abgeriffen; außerdem wurde derselbe am Unterleibe schwer verletzt. An seinem Aufkommen wird gezweifelt.

^ Von der Bergstraße, 31. Juli. Gebratene Frosch­schenkel gellen zwar als Delikatesse; aber mit Appetit sogar 8 lebendige Frösche zu verschlingen, sollt« einem Burschen zu Hemsbach Vorbehalten bleiben. Der Unmensch leistete sich diese Heldentat infolge einer um 3 Liter Bier ein- gegangenen Wette. Die ekelhafte Mahlzeit bekam dabei dem Schauermenschen vortrefflich. Nächstens kann er sich als Kannibale" für eine Schaubude engagieren lasten. In das Stationsgebäude zu Wahlen wurde abermals ein raffinierter Einbruch verübt. Der Vorsteher hatte aber die Kasse in Sicherheit gebracht, so daß sich der Einbrecher mit Schreibuten- silien und einem Thermometer begnügen mußte. Der Verüber des unlängstigen Einbruchs, das 16jährige Bürschchen Döriam, wurde inzwischen einer Zwangserziehungsanstalt überwiesen. In der Hofreite des Landwirts Walter zu Unter- Schön- maitenwag brach zur Mittagszeit ein Schadenfeuer aus, daS auf seinen Herd beschränkt werden konnte.

Drahtnachrichten.

Der russisch-japanische Krieg.

Vor und in Port Arthur.

Tokio, 30. Juli (Reuter"-Mudung.) Der General- stab machte heute abend bekannt, daß seit Dienstag bei den «pfen um Port Arthur 5 Offiziere getötet und 41 ver­wundet worden seien. Dies ist die erste amtliche Mitteilung seit der Belagerung. Man schließt aus ihr, daß ein schwerer Kampf im Gange ist.

London, 30. Juli. DemDaily Mail" wird auS Niutschwang telegraphiert, daß die Japaner bei dem Sturm­angriff auf Port Arthur 400 Kanonen verwenden würden.

Tokio, 3t. Juli. (Reuter.) Ein verspätet eingelaufener Bericht des Admirals Togo erwähnt ein Gefecht zwischen

Montag

Torpedobooten und anderen kleinen Fahrzeugen, das am 24.

Juli stattgefunden hat. Die Japaner schössen dabei drei Torpedos ab, die explodierten. Das Ergebnis des Kampfes ist unbekannt, da Nebel herrschte. Togo's Bericht scheint das von den Chinesen verbreitete Gerücht zu bestätigen, daß drei russische Torpedobootszerstörer gesunken seien.

Petersburg, 31. Juli. Ein Telegramm Ssacharows an den Generalstab unter dem 30. Juli lautet: Die japanische Gesandtschaft in London veröffentlicht ein Telegramm Generals OkuS über einen vom 24. Juli von der japanischen Armee unternommenen Angriff auf starke Befestigungen unserer Armee bei Taschitschiao. Unsere Streitkräfte waren danach 5 Divisionen und 100 Geschütze stark. Nach mehreren Angriffen auf unsere Stellungen hätten die Japaner vor Tagesanbruch unsere Stellungen genommen und uns nach Taschitschiao zurück­gedrängt. In Wirklichkeit nahmen an dem Kampfe bedeutend geringere Streilkräfte teil. Unsere Stellung, die nur einge­nommen war, um den Feind aufzuhalten, aber nicht, um uns auf ihr hartnäckig zu verteidigen, hatte keine besonderen Be­festigungen. Die japanischen Truppen unternahmen allerdings mehrere Angriffe, diese wurden aber bei Eintritt der Dunkel­heit eingestellt. Das Gewehrfeuer dauerte zwar bis in die späte Nacht, doch behaupteten wir alle unsere Stellungen. Die Stellung wurde jedoch später geräumt, weil es der Ab- teilungschcf nicht für möglich hielt, am folgenden Tage eine Schlacht anzunehmen. Unsere 16 Werst lange Operations­linie wurde daher geräumt; dies kam den Japanern völlig unerwartet.

Petersburg, 31. Juli. DemRegierungsboten" wird aus Liaujang gemeldet, daß bei Haitscheng gestern ernste Vor­gänge erwartet wurden.

Nitttschwang, 30. Juli. (Reuter.) Das russische KanonenbootS i w u t s ch" soll auf dem Liaufluffe 30 Meilen oberhalb der Stadt z er st ö r t worden sein. Aus der Richtung von Haitscheng wird ein andauerndes heftiges Feuern vernommen.

Tokio, 31. Juli. Die Verluste der Japaner bei Taschitschiao betragen der endgültigen Aufstellung zu­folge: 12 Offiziere und 136 Mann tot, 47 Offiziere und 848 Mann verwundet.

London, 31. Juli. Das Reutersche Bureau meldet aus Petersburg: Der dortige englische Botschafter erhielt bisher keine Antwort seitens der russischen Regierung in der Ange­legenheit desKnight Commander". Die Botschaft habe nicht den geringsten Grund zu der Annahme, daß die dem Bot­schafter Hardinge gegebenen Zusicherungen nicht in loyaler Weise erfüllt werden würden. Dem Vertreter des Reuter'schen Bureaus wurde heute mitgeteilt, daß dem Admiral Skrydlow infolge des Zwischenfalls desKnight Commander" abgeänderte Instruktionen zugehen würden.

Petersburg, 1. Aug. Das Prisengericht in Wladi­wostok verhandelt heute über die Beschlagnahme des Dampfers Arabia".

Kopenhagen, 31. Juli. Heute vormittag passierten zwei russische Torpedoboote und zwei große Dampfer unter der russischen Kriegsslagge, nordwärts steuernd, den Großen Bell.

...... "

' Berlin,

nach Norderney abgereist.

Dessatt, 31. Juli. In den preußischen und anhaltischen Forsten zwischen Oranienbaum, Sollnitz und Möhlau wütet ein heftiger Waldbrand. Bis zum Abend standen 3000 Morgen in Flammen, ohne daß das Feuer zum Stillstände kam. Bei der Löschung sind 400 Dessauer Soldaten, die Feuerwehren und freiwillige Mannschaften tätig.

Molvo, 31. Juli. Der Kaiser hielt heute vormittag Gottesdienst an Bord derHohenzollern". Heute nachmittag arbeitete der Kaiser allein und nahm später den Vortrag des Vertreters des Auswärtigen Amtes, Gesandten v. Tschirsky« Bögendorff entgegen. Das Wetter war heute etwas trübe aber sehr warm.

Madrid, 31. Juli. Der Ministerrat hat die Vorlage betreffend die Kolonisierung der äußeren Zone von Melilla , durchberaten und gutgeheißen.

Madrid, 31. Juli. Hier und in der Umgegend sind die Bäckergesellen in den Ausstand getreten. Es entstanden Ausschreitungen. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen.

Bukarest, 31. Juli. Das Amtsblatt veröffentlicht ein Dekret, welches die Ausfuhr von Mais ab morgen bis auf weiteres untersagt. Frühere eingegangene Engagements dürfen, wenn der Zeitpunkt des Abschlusses derselben gehörig nachge­wiesen wird, zur Ausführung gelangen. Ein weiteres Dekret beschränkt die Ausfuhr von Trebern und von Oelkuchen, welche als Viehfutter bieneti, vom 16./29. September ab auf den Grenzort Vercierowa.

P-t-rsbttrg, 31. Juli. Heute fand in Anwesenheit des Kaisers, der verwitweten Kaiserin, des Großfürsten-Thronfolgers, mehrerer Großfürsten und Großfürstinnen, fämtlicher Minister und des diplomatischen Korps eine Trauerfeier für Plehwe statt. Nach dem religiösen Akt, den der Metropolit Antonius vollzog, wurde die Leiche nach dem Kirchhof übergeführt. Es hat sich kein Zwischenfall ereignet.

Petersburg, 1. Aug. Der Präsident des Minister- komitees^ Witte ist hierher zurückgekehrt.

Petersburg, 31. Juli. Der Kaiser und die Kaiserin sprachen telegraphisch der Witwe Plehwes ihr aufrichtiges Mit­gefühl mit deren ferneren und unerwarteten Kummer aus.

Tiflis, 31. Juli. (Rüst. Tel.-Ag.) Der Verweser des russischen Konsulales in Reicht meidet, daß dort zwei Cholera- fälle sorgekommen sind.

Washington, 31. Juli. (Reuter.) Der amerikanische Gesandte in Konstantinopel, Sir Leishman, hatte eine Audienz bei dem Sultan in der Angelegenheit der Forderungen Amerikas auf Entschädigung wegen der Zerstörung des Eigentums amerikanischer Missionare in Armenien und anderen Provinzen der Türkei. Die Unterredung war so befriedigend, daß daS Staatsdepartement es für unnötig erachtet, jetzt ein Geschwader «ach der Türkei zu entsenden.

1. August

Regenstailorr Hanau des Königl. Preußischen Meteorologischen Instituts zu Berlin.

Im Monat Juli wurden 2 Tage mit 4,1 mm Regen­höhe und 5 Gewitter mit 19,0 mm Niederschlagsmenge be­obachtet.

Die Monats - Menge der Niederschläge im Monat Juli betrug 23,1 mm oder 32,1 Liter auf 1 Quadratmeter.

Seit dem Bestehen der Regen- und Gewitterstation wäh­rend 13 Jahren ist eine solche geringe Menge der Nieder- schläge im Monat Juli nicht vorgekommen. Im Gegensatz zu dieser geringen Regenmenge betrugen die Niederschläge im Jahre 1893 (14 Regentage) 141 mm, und 1898 (11 Regen- getttage) 119,4 mm.

Der Beobachter:

Jean Jobst.

Frankfurter Theater - Spielplan.

Opernhaus. Dienstag, 2. August, abends 7 Uhr: Die Fledermaus". Gew. Preise. Mittwoch, 3., abends 7^2 Uhr:Die Regimentstschter". Gew. Preise. Donnerstag, 4., abends 7 Uhr:Falinitza". Gew. Preise. Freitag, 5., abends 7 Uhr:Figaros Hochzeit". Gew. Preise. Samstag, 6., abends 7 Uhr:Boccaccio". Gew. Preise. Sonntag, 7., abends 7 Uhr:Mignon". Gew. Preise. Montag, 8., abends 7*72 Uhr:Zar und Zimmermann". Gew. Preise. Dienstag, 9., abends 7 Uhr:Falinitza". Gew. Preise.

Vom 29. Juli bis inkl. 26. August bleibt das Schauspiel-" haus geschlossen.

Dandel, Gewerbe und Verkehr«

Viehmarkt in Frankfurt a. M. (Telegramm.) Amtliche Notierung der heutigen Viehmarktpreiie. Zum Ver­kauf standen: 432 Ochsen, 59 Bullen, 573 Kühe und Färsen (Stiere und Rinder), 191 Kälber, 187 Schafe und Hämmel, 1475 Schweine, Schaflämmer. Aus Oesterreich: 192 Ochsen, 1 Bullen, 3 Kühe. Bezahlt wurde für 100 Pfd. Schlacht- gkwlSt: Ochsen a. vollfleischige höchsten Schlacktwerles 72 bis 75 M., d. fleischige 6870, c. mäßig genährte 6365. Bullen, a. höchsten Schlachtwertes 6466, b. mäßig genährte 6062 Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) a. Färsen (Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes 6971, b. vollfleischige und ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes 6668, c. ältere 6062, d. mäßig genährte 4850, e. gering genährte 00 bis 00. Kälber für 1 Pfund Schlachtgewicht a. feinste Mast- und beste Saugkälber 83-87 Pfg. (Lebendgewicht 49-52 Pfg.), b. mittlere Mast- und gute Saugkälber 7478 Pig. (Lebend­gewicht 4347), c. geringere Saugkälber 5862, (Lebend­gewicht 0000). Schafe a. Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel 7072, b. ältere Masthämmel 6264. Schweine, a. vollfleischige bis zu l1/* Jahren 6000 (Lebendgewicht, 47.00,) b, fleischige 5900 (Lebendgewicht 4600), c. gering entwickelte sowie Sauen und Eber 5355. Ge­schäft bei Hornvieh gut, kein Ueberstand. Geschäft bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand.

Frankfurter Fruchtmarkt vom 1. Aug. (Tele- gramm.) Weizen, hiesiger 00.0000.00, kurheisischer 00.00 bis 00.00, La Plaia, Kansas 17.25-18.75, Roggen 00.00 bis 00.00. Gerste (Wetterauer) 00.0000.00. Franken, Pfälzer Ried 00.00-00.00. Hafer 13.5015.00. Mais 11.50 - 11.80. Weizenmehl 0'26.2526.75, I 24.25 bis 24.75, III 22.2522.75. Roggenmehl 0 21.5022.00, 0119.00 bis 19.50. Weizenkleie 8.809.00 Roggenkleie 9.80 bis 10.20. Malzkeime 10.50.10.75. Alles per 100 Kilo ab hier.

Aus aller Melt.

Lehrlinge verbrannt. In der Dachpappenfabrik des Grafen Brsel-Plater in Pluterowo in Russisch-Polen, befahl der Direktor Slawinski 6 Lehrlingen mit dem Heizer Pap- kiewicz das Innere eines Dampfkeffels zu reinigen. Als der Heizer den Knaben im Innern des Kesfels ihre Arbeit ange­wiesen hatte, verließ er den Kessel, um das Filtrieren deS Masters in einem Rachbarkessel anzuordnen. Der Heizer hatt? aber vergessen, die Röhre in dem Kessel zu schließen, in dem die Knaben beschäftigt waren. Ein Arbeiter, der im Herzraum dieses Kessels saß, hörte ein eigentümliches Rauschen in demselben und rief um Hilfe. Man eilte herbei, doch war es schon zu spät. Alle Knaben wurden völlig verbrüht aus dem Kessel gezogen und starben alsbald. Auch der Heizer trug schwere Verletzungen davon.

Der durchgegnngene Postinspektor Klotowsky, der aus Rheydt mit 6000 Mk. flüchtig geworden ist, wird in Berlin vermutet.

Ein Zigeuner als Kirchenpatron. Das in der Nähe Mendais gelegene Rittergut Windberge ist kürzlich an den Zigeunerhaupimann Petermann verkauft worden, der dort eine Zentralstelle für seine braunen Stammesgenossen schaffen und auf den umfangreichen Ländereien eine große Pferdekoppel anlegen,.will. Es sind bereits 10 Wagen mit Angehörigen dieses fahrenden Volkes dort eingetroffen und weitere 30 bis 40 unterwegs, fsdaß diesem Dorfe ein Zuwachs von etwa 80 Personen und 120 Kindern in Aussicht steht. Der Besitzer des Gutes ist aber zugleich Patron der dortigen Kirche, und da P. preußischer Untertan ist, so wird er "vielleicht dieses Amt übernehmen wollen. Die bäuerlichen Kreise der ganzen Umgegend sind, so meldet dasB. T.", in hellster Aufregung und aufs eifrigste bemüht, mit Unterstützung der Geistlichkeit ^« erwirken, daß nicht ein Zigeuner Kirchenpatron wird.

Haar- und Bartkrankheiten ÄÄg von Obermeyers Herba-Seise; dieselbe verhindert den Haarausfall und erzeugt einen schönen Nachwuchs. St. 50 Pfg. u.1Mk.->. H. t. all. Math., Drog. u. Parfm. 13921a