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27. Juli

k^-«M^«a»^.»<:,t.,^^.isuM?«^^xv^8j^»^i^i»u».^,«»^^l^^^^^ mmn,, «CTrawr^immm nwimi«li wmrui U»*MC Jahren st-Zknde, verheiratete Mann, Vater von drei Kindern, war beim AtMeigeu auf das Gerüst abgeglitten und längs der Hauptfassade in die Tiefe gestürzt.

Caffel, 26. Juli. Heute nachmittag 1 Uhr 58 Minuten traf, aus Eadinen kommend, Ihre Majestät die Kaiserin mit der Prinzessin Viktoria Luise und dem Prinzen Joachim auf dem festlich geschmückten Wilhelmshöher Bahnhof ein. Der aus 2 Lokomotiven und 7 Salonwagen bestehende Hofzug hielt vor der kaiserlichen Empfanqshalle, die mit einem Arrangement von Viktoriarosen geschmückt war. Im Gefolge Ihrer Maje­stät befanden sich die Palastdame Gräfin Keller und Kammer­herr Mr. v. d. Kuesebeck. Zum Empfang waren erichienen Se. Excellenz der Oberpräsident v. Windbeim und Se. Excellenz der kommandierende General Linde; ferner war anwesend der Landrat des Landkreises Caffel, Frbr. v. Dörnberg. Nach er« folgtet Begrüßung bestieg Ihre Majestät, die eine blaßlila Sommertoilette trug, mit den kaiserlichen Kindern die bereit­stehende Hofequipage, in der auch, zur Linken der Kaiserin, Gräfin Keller Platz nahm. Der kaiserliche Waaen, gefolgt von mehreren Hofequipagen, in denen sich Damen und Herren des Gefolges befanden, fuhr vom Babtthos durch die im Flaggen- schmuck prangende Wilhelmshöher Allee zUm Schlosse, wo als­bald die Standarte der Kaiserin gehißt wurde. Zu der An­kunft der Kaiserin hatte stch am Bahnhof ein vielhundert- köpfiges Publikum eingefunden, das der Kaiserin herzliche Ovationen bereitete, wofür die hohe Frau, die sehr wohl aus- sah, huldreich dankte. Auch die kaiserlichen Kinder sahen sehr wohl aus. (C. T.)

):( Melsrtttgsn, 26. Juli. Beim Feueranmachen wurde heute gegen mittag die achtjährige Tochter des Landwirts George Schäfer von den Flammen am Herd erfaßt. Im Nu brannten dem Kinde sämtliche leichte Nöckch-n am Leibe. Auf sein Geschrei eilte der Vater herbei und versuchte, das Feuer zu cr- stiKen. Er riß die brennenden Fetzen vom Leibe, wobei er sich selbst erheblich an den Händen verbrannte, södnß er mehrere Tage hindurch arbeitsunfähig ist. Allein die Hilfe kam zu spät. Das arme Kind hatte am ganzen Körper der­art große Brandwunden erlitten, daß der ganze Rücken, Hals und Arme nur noch gänzlich rohes Fleisch oder bloß die Knochen zeigten. Nach zwei Stunden unsäglicher Qual erlöste der Tod das bedauernswerte Kind von längerem Leiden. Die Ursache des Unglücks ist leider wieder die Petroleumkanne!

0 Atts der Rhön, 26. Juli. Bei Weißenbach wurde eine Bauersfrau, die auf dem Felde beschäftigt war und bei dem ««brechenden Gewitter unter einem Baum- Schutz suchte, vom Blitz getötet.

3 Mainftinaen, 26. Juli. Die von hier.gemeldete Pferdeeinfangungsaffäre fand inzwischen ihre Aufklärung. Das entsprungene Mililärpferd, bisher beim 24. Dragonerregiment zu Darmstadt eingestellt, wurde vom 81. Artillerieregiment übernommen und einer Babenhäuler Batieris zugeteilt. Bei einer am Samstag unternommenen Nacht-Felddienftübung warf Nelson" den Reiter, einen Einjährig-Freiwilligen, im Walde ab und nahm Reißaus. Der Fahnenflüchtige wurde bereits von zwei Artilleristen abgeholt und nach der Garnison Baden- Hausen zurückbefördert.

Q Don der Bergstraße, 28. Juli. Geradezu un­glaubliche Nnterbietnngen unterliefen bei den jüngsten Arbeirs- vergebungen zum Schulhausneubau in Weinheim. Die Diffe- renz bei Maurerarbeiten betrug über 20 000 Mk., das Höchst­gebot 100 075 und das niederste Angebot 80 242 Mark. Weit schlimmer noch waren die Unterbielungen bei dey Granit­steinarbeiten. Diese schwankten zwischen 12 150 und 30 556 Mark. Bei den Zimmerarbeiten wurden 8610 Mk. als Höchst­gebot und 6634 Mk. als Mindestforderung eingelegt. Aehn- lich verhält es sich mit den sonstigen Arbeiten. Angesichis dieser erstaunlichen Abbietungen muß man sich fragen, wie bei diesen niederen Preisen ein Unternehmer überhaupt auf seine Rechnung zu kommen gedenkt. Bei der Jagdverpachtung zu Wald-Katzenbach stieg der Jahrespachtpreis von 100 auf 810 Mk. Den Zuschlag erhielt Kaufmann Baffermann aus Mannheim, welcher die Jagd während der letzten Jahre zu 300 Mk. in Afterpacht hatte. Beim Kirchweihfeste in einer Weschnitztalgememde wurde einigen Bergsträßer Gästen in einem Gasthause anstatt der gewünlchien Flasche echten Rheinweines eine Flasche puren Brunnenwassers serviert. Vielleicht ist der betreffende Wirt ein werktätiger Verehrer der Alkohol- feinde.

Drahtnachrichten.

Der russisch-japanische Krieg.

Petersburg, 26. Juli. General Kuropatkin meldet dem Kaiser vom 25. Juli: Erkundigungen, die in letzter Zeit täg­lich th der Richtung auf Kaitschou und Siahotan ausgesührt wurden, ergaben, daß der Feind den Kamm und die Abhänge der Höhe im Norden von Kaitschou zwischen der Eifinbahn- linie und dem Tale des Tsinsahe stark befestigt. Bei Hotsiatun ging der Feind am 25. Juli 5 Uhr morgens mit etwa zwei Divisionen auf der Front zum Angriff auf dem zwischen der Eisenbahn und dem Tale des Tsinsahe liegenden Gebiete vor. Ferner entwickelte der Feind im Süden eine Division In­fanterie zwischen der Eisenbahn und dem Dorfe Hotsiatun. Seine Hauptmacht zog er in der Richtung auf Datschapu, 13 Werst südlich von der Station Taschitschiao zusammen, während die japanische Reiterei sich auf dem linken Flügel bei der Eisen­bahn befand. Der Vormarsch geschah ziemlich langsam und mit Unterbrechungen. 30 Geschütze deckten ihn mit ihrem hef­tigen Feuer, das von den Batterien unserer Nachhut erfolgreich erwidert wurde. DaS Feuer der japanischen Batterien war anfangs auf die Höhen bei Mahuntsuiki und Jaslinki, 10 Werst nördlich von Kaitschou, gerichtet, die allmählich von unseren äußeren Feldwachen geräumt wurden. Auf die vor­rückende japanische Infanterie eröffnete unsere Nachhut Gewehr­feuer. Oberst Loesch führte die Nachhut rechtzeitig auf die neue Stellung bei Datschapu weg. Hierbei fuhren unsere Valerien, die mehrere Male ihre Stellung wechselten, fort, das feindliche Artilleriesemr zu erwidern und richteten ihr Feuer

Mittwoch

auch auf die JnianteriekolonnkN des Feindes. Gegen O1^ Uhr morgens rückten zuerst drei Bataillone aus dem Tale des Tsinsahe in der Richtung auf Taschitschiao vor. Auf dieser Linie hielt eine üon unseren Abteilungen zwi'cken Tauscht und Taschitschiao eine befestigte Stellung besetzt, sowie eine Stellung 7 Werst südöstlich von Taschitschiao. Im weiteren Verlauf des Kampfes entwickelten die Japaner in der Richtung auf Taschitschiao etwa eine Brigade Infanterie und außerdem ein Regiment längs des Tsinsahe nach Tantschi hin. Um 4 Uhr nachmittags stellte der Feind den Vormarsch ein. Die Haupt­macht zog der Feind bei Mahuntsuilsi zusammen. Am Abend bezogen unsere Truppen die ihnen angewiesenen Biwaks, nach­dem einige Abteilungen auf einer befestigten Stellung zurück­gelassen waren. Unsere Verlusie sind noch nicht festgestelli; wie gemeldet wird, sind sie jedoch unbedeutend. Am Tage war es sehr heiß und es kamen Fälle von Hitzschlag und Sonnen­stich vor. Bei Einbruch der Dunkelheit besetzte unsere Vorhut wiederum Tantschi. Die Nacht auf den 24. Juli verlief ruhig. Um 5 Uhr morgens begannen die Vorposten Scharmützel. Aus der Umgegend von Tantschi liegen weitere Meldungen nicht vor.

Petersburg, 26. Juli. Wie General Kuropatkin an den Kaiser vom 25. Juli weiter meldet, b-^etzie eine russische Abteilung am 21. Juli den Pschanlinpaß. Am Nachmittag des folgenden Tages begann in dct Umgebung des Passes ein Gefecht, in welchem die Japaner, die etwa eine Brigade stark waren, die Russen in der Front bedrängten und sie auf beiden Flügeln umgingen. Die Russen zogen sich langsam zurück. Um 7 Uhr abends stellten die Japaner, nachdem sie den Pschanlinpaß eingenommen hatiett, den Angriff ein. Auf rus­sischer Seite sind ein Offizier und 49 Mann verwundet worden. Die Zahl der Gefallenen ist noch nicht festgestelli.

Ein anderes Telegramm des Generals Kuropatkin an den Kaiser vom 25. Juli besagt: Auf der Südfront erneuerte der Feind am 24. Juli den Vormarsch. Der Kampf begann auf dem linken Flügel bei Tagesanbruch in der Nähe von Tantschi. Hieraus unterhielt der Feind 12 Stunden hindurch ein sehr heftiges Artilleriefeuer. Das Artilleriegefecht verlief günstig für uns. Die japanischen Batterie«, 7 Werft südlich von Taschitschiao, verstummten um 4 Uhr nachmittags. Um die­selbe Zeit unternahm der Feind einen energischen Angriff bei Dafanschen, um das Zentrum unserer Stellung zu durch­brechen. Unsere Truppen schlugen alle Angriffe des Gegners zurück und alle unsere Stellungen wurden von uns be­hauptet. Der Kampf endete um 9^/, Uhr abends. Die Einzel­heiten des Kampfes unb die Verluste sind noch Nicht bekannt. Der Abteilungschef, der den Vormarsch des Feindes zwei Tage lang aufgehalten hatte, hat alle Angriffe der Japaner zurück­geschlagen und hat nach kurzer Rast, ohne vom Feinde be­helligt zu werden, begonnen, allmählich nach Norden zurück- zugehen.

Tientfftt, 28. Juli. Das ReUtersche Bureau meldet: Die Japaner besetzten gestern nachmittag um 5 Uhr Niutschwang.

Tientfftt, 26. Juli. (Reuter.) Es verlautet, daß heute zwischen Liaujang und Mulden ein heftiges Gefecht staitge- funden habe. Die japanischen Verluste in den Kämpfen am 24. und 25. Juli sollen 380 Mann betragen.

Tokio, 26. Juli. (Reuter.) Die der dritten Armee zu- geteilten fremden Militärattachös sind heute zur Front abge­gangen.

Petersburg, 27. Juli. Wie General Kuropatkin an den Kaiser unter dem 26. Juli meldet, rückten die japanikchcn Truppenabteilungen am 24. Juli von dem Pschanlin-Passe vor, wurden aber eine Zeit lang von den Truppen der russischen Vorhut aufgehalten, die hierbei vierzehn Verwundete zu ver­zeichnen hatten. An demselben Tage besetzten die Japaner mehrere Orte östlich von Simutchen. Am 24. Juli entwickelte der Feind, abgesehen von dem Vormärsche von Kaitschou nach Taschitschiao etwa zwei Divisionen noch in der Richtung auf Hauscheng, deren Vorgehen aber keinen entschiedenen Charakter trug.

DieBeschlagnahmevottSchiffen durch die Ruffen.

Suez, 26. Juli. (Reuter-Meldung.) Der Dampfer Formoia" der Penin'ular- and Oriental-Linie wurde gestern von den Ruffen im Roten Meere aufgebracht und kam hier unter russischer Flagge und mit russischer Bemannung an.

London, 26. Juli. Nach bei Lloyds eingebundenen Mitteilungen erhielt die Reederei deS Dampfer-Kalchas" in Liverpool ein Telegramm ans Hongkong, wonach der Dampfer von der russischen Flotte beschlagnahmt wurde.Kalchas" war auf der Fahrt vom Pugetsound (Nordamerika) nach Japan und Hongkong.

Konstantinopel, 26. Juli. (Meldung desWiener K. K. Telegr.-Korresp.-Bureaus.") Infolge der Schritte Eng­lands bei der Pforte bezüglich der Durchfahrt der Schiffe der russischen Freiwilligen Flotte durch die Meerenge besuchte der Minister des Aeußern den englischen und den ruisi chen Bot- schaster, und bat sie, ihre Regierungen zu ersuchen, sie möchten sich diesbezüglich mit einander verständigen. In Jildis- und Pforlekreisen wünscht man sichtlich, daß der Konflikt beigelegt und die Meerengenfrage nicht aufgerollt werde.

Paris, 26. Juli. (L.-A.) Die russischen Kreuzer Don" undOrel", ehedemKaiser Wilhelm" undFürst Sigmare!", sind unterwegs nach dem Roten Meere als Ersatz fürSmolensk" undPeiersburg". Fünf andere Kreuzer, die aus Privalmitteln des Zaren angekauft wurden, sollen demnächst abdampfen. Diese sieben Schiffe erhalten neue Instruktionen zwecks AnhaUens verdächtiger Dampfer.

Rüstungen und Stimmungen.

Tokio, 26. Juli. Die hiesige offiziöseKoknniin" be­spricht bereits die Frage, wie Japan die Mandschurei behan­deln solle, und versichert, der Kaiser werde die Tore der Mand­schurei öffnen und sich mit den anderen Mächten in die Vor­teile teilen, welche aus bietet Tat heroorgeheN. China solle dir Souveränität über die Mandschurei zurückerhalten. Daß Japan imstande sein werde, sein mandichurisches Programm durchzuführen, dafür bürge der Rückhalt, welchen Japan an

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inWiiwiLi., UM- IIU . -M«i»^ir.»wrar.'m, ->«^. ,uamwr«naacacca«cieiMMtlxM)rwn»«» England und Amerika habe. Mit diesen beiden Staaten zu­sammen werde Japan in der Lage fein, bett Krikg zu einem befriedigenden Abschluß zu bringen, den Frieden wiederherzu- stellen und zu verewigen.

Kiel, 27. Juli. Mit Zustimmung deS Neichsmarine- amteS erbaut die Stadt Kiel eine Trajektsähre nach amerika­nischem Muster nach der Reichswerft und nach der Germania- werft.

Budapest, 27. Juli. In Fiume kamen am Donnerstag zwei Fremde aus Deutichland an und unternahmen nach Buccari eine Kahnfahrt. Sie wurden seitdem nicht mehr ge« leben. Die Behörden recherchieren eifrig nach den Ver­mißten. Mau befürchtet, daß sie verunglückt sind.

Venedig, 27. Juli. Die hiesige Kirche San Giacomeito di Rialto ist von Einsturzgefahr bedroht. Die Kommission zur Erhaltung der Baudenkmäl°r veranlaßte die notwendigen Maßnahmen, um den aus dem fünften Jahrhundert stammenden Bau zu rehen. Die Gemeinde Venedig bewilligte eine aus- giebiae Unterstützung.

Paris, 26. Juli. In Petersburger RegierunzskrciseN weiß man, daß Japan wegen bet Organisation einer Hilfs- kreuzerflotte mit der Türkei und Schweden unterhandle. Ferner habe man erfahren, daß Japan mit Hilfe Englands die Be- -»--gnnaen der baltischen Flotte durch funkentelearaphische Stationen übermalten lassen will.

Paris, 26. Juli. Amtlich wird erklärt, es sei unzu­treffend bezüglich des Konfliktes mit dem Vatikan von Ver­handlungen zu sprechen. Der LegationSsekretär de Courcel habe seit der Uebergabe bet Note und dem Ersuchen um prompte Antwort keine weiteren Schritte unternommen. Diese Antwort sei erst Ende dieser Woche zu erwarten. Die end­gültige Entscheidung werde in dem am 2. August stattfindenden Minisierrat getroffen werden.

Paris, 26. Juli. DemTemps" wird aus Tientsin gemeldet, daß bit franrösische Regierung, die das Protektorat über die Katholiken in China hat, ehren Gesandten in Peking beauftragt hat, für die Ermordung des belgischen Missionars völliae Genugtuung zu verlangen.

Haag, 26. Juli. Die Leiche des ehemaligen Präsideuien von Transvaal, Krüger, ist heute hier eingetroffen. Am Bahnhöfe überreichte im Aufträge des Hofes ein königlicher Kammerherr der Familie Krügers einen Kranz, dessen Schleife die Jnitialeu der Königin und des Prinzgemahls trug. Die Stegierung war durch zwei Minister vertreten.

£an dwirtlcb aftlicbee»

Der diesjährige deutsche landwirtschaftliche Genoffettschattstag findet vom 18. bis 20. August in Posen statt. Auch in diesem Jahre bietet die Tagesordnung eine Fülle mannigfacher und bedeutsamer Verhandlungsgegeu- stände.Es mag sein," so sagt der Aufruf des Reichsver- bandes der deutschen landwirt'chaftlichen Genoffenschaften,daß auf die Genoffertschafter in der Mitte des Reiches, im Süden unb Westen der NamePosen" nicht die gleiche Anziehungs­kraft ausüben dürfte, wie in den Vorjahren Bonn, Kiel, München! Glaubt doch mancher, daß östlich der Oder die Kultur aufhöre" und es sich nicht verlohne, nach jenen von der Kultur stiefmütterlich behandelten östlichen Gefilden den Wanderstab zu lenken. Mit Unrecht! Wer nach Posen kommt, wird dort eine auiblühende, geschäftige, au6 geschichtlich interes­sante Stadt keuneu lernen und ebenso erfahren, daß die öst­liche Landschaft doch ihre eigenartigen, intimen Reize bietet. Vor allem aber wird er einen Einblick in die wirtschaftlichen und nationalen Verhältniffe unserer Ostmark gewinnen, jenes Gebietes, das heute und für die nächste Zukunft im Vorder­gründe des öffentlichen Jntereffcs steht. Dazu gewährt insbe­sondere der vorgesehene Ausflug in das Ansiedlungsgebiet willkommene Gelegenheit, und wer ntssische Luft ein wenig atmen will, der mag nach Kalisch fahren. Nicht minder er­fordert speziell das genoffenschaftliche Interesse einen besonders starken Besuch des diesjährigen Genoffenschasistages. Gerade in den letzten Monaten ist das deutsche ländliche Genoffen» schafiswesen das Ziel heftiger Angriffe von feiten des Handels gewesen. Demgegenüber wollen wir durch einen imponieren­den landwirtschaftlichen Genoss-nschaftstag den Gegnern nach­drücklich bekunden, daß die Macht der ländlichen Genosfen- schaften ungebrochen ist unb sie unbeirrt auf der von ihnen betretenen Bahn vorwärts schreiten werden! Nirgends kann das wirkungsvoller als in Posen geschehen, weil gerade gegen die dortigen Genoffenschafteu die schärfsten Angriffe gerichtet wurden."

Schiffsberichte.

New - Uork, 24. Juli. Der DampferRotterdam" von der Mederländisch - Amerikanischen Dampfschiffahrts- Gesellschast ist gestern hier eingetroffen.

Gefnndene und verlorene Gegenstände rc.

Gefunden: 1 blaue Pferdedecke, 1 Paar alte graue Damcnhanbichiihe, 1 Damen^onnenschirm, 1 goldener Ohrring mit schwarzer Emaille und einer weißen kleinen Perle, 1 Nickel­uhr mit Kette (auf der Rückseite Monogramm L. 8.), 1 weißer Damen-Glacöbandschuh (rechter, mit dem Namen Marie Frederichs, 1 Taschenmesser mit Metallschalen, 1 Kontobuch für Frau Wwe. Kalb.

Verloren: 1 weißes Batisttaschentuch mit Hohlsaum, 1 Seitengewebrsckeide, 1 schwarzer Kontaktqriff, 1 goldene schmale Bro che, 4,80 Mk. in Papier eingewickelt, 1 schwarzes Porte­monnaie mit 2 Mk. und 1 Radfahrkarte (auf den Namen Th. Lieber), 1 goldene Damenuhr. j

Zugelaufen: 1 brauner Hühnerhund (Bracke) m. Geschl ; Empfanonahme auf dem Baversröderhof.

E »t I a ll f e n: 1 schwarzer Neufundländer m. Hanau den 27. Juli 1904.