Dienstag
26. Juli
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man sich im Dianagarten zu einem ^rübfiioppen. Mittags um 1*/$ Uhr fand am Bahnhof im Wartefaal II. Klaffe das gemeinsame Mittagsmahl statt, an welchem sich über 50 Personen beteiligten. Die Bewirtung war bei Borzugspreiien, wie es bei Verkehrsbeamten in Bayern üblich ist, eine ganz vorzügliche und gebührt dem Herrn Bahnbofsreßaurateur ganz besondere Anerkennung. Um 3'/- Uhr wurde unter Vorantritt einer Musikkapelle ein Spaziergang nach der Fasanerie unternommen. Daselbst fand Konzert statt. Herr Kollege Hufnagel machte die üblichen photographischen Ausnahmen. Abends vereinigte man sich im Bürgerverein „Frohsinn". Zunächst dankte Herr Kollege Kober ich im Namen der Hanauer den bar rischen Kollegen für ihr freundlicher Entgegenkommen. Ein solenner Ball schloß die wirklich gelungene Veranstaltung. In gehobenster Stimmung trat man um 10.28 Uhr abends die Heimreise an. Soviel sieht fest, daß man sich jenseits der blau-weißen Pfähle großartig amüsieren kann.
* Der Gesangverein „Fröhlichkeit" hält morgen abend in dem Garten der „Brauerei Dörr" bei Mitglied Rvhrwcg einen Familien abend ab.
* Kath. Gesellenverein. Freitag abend ist hier ein kalholiicher Gesellenverein ins Leben gerufen worden. Ein provisorischer Vorstand wurde alsbald gewählt.
* Rudersport. Eine Lust und Freude ist es zu sehen, wie der Rudersport immer mehr in unserer Stadt erblüht. Angespornt durch die vorzüglichen Leistungen ihres Anfängervierers aus den Regatten in Frankfurt und Würzhurg, worüber der Wassersport zum zweiten Male einen großen Lob- ari'kel brächte und sie als die bes'e Juniormannschaft bezeichnete, sind der GeiellsLasi eine große Anzahl junger Leute beigeircien, die mit ältern zusammen den Main bis zur spätesten Abendstunde in Achter und Vierer beleben. Wenn die Mitgliederzghl io weiter wächst, ist die Gesellschaft zum zweiten Male gezwungen, ihren Baufonds anzugreifen und ihre Räume erweitern zu lassen.
* Athletensport. Bei dem am 23., 24. und 25. Juli in Schönberg stattgefundenen Kreisfest des 2. Kreises des Deutschen Aihleienverbandes wurden zwei Mitglieder des hiesigen „Stemm- und Ringklub Eiche" mit Preisen ausgezeichnet: Im Stemmen 2. Klasse erhielt Herr Georg Jüngling den 9. Preis, im Stimmen 4. Klaffe Herr August W a a s den 26. Preis, im Ringen Mittelgewicht Herr Georg Jüngling den 6. Preis.
* Kurort WUhelmsbad. Morgen nachmittag von 4 Uhr ab findet zu Wilhelmsbad großes Konzert der Jnsanteriekapelle Nr. 166 statt.
* Visenbahngärtchen. Bei günstiger Witterung findet heute abend das angekündigte Konzert der hiesigen Stadtkapelle in dem gern besuchten Eisenbahngärtchen statt.
* Konzerthaus „Germania". Diele Woche finden unwiderriiü.j die letzten Konzertaufführungen der hier so beliebt gewordenen „Wiener Schwalben" und zwar täglich abends 8 Uhr statt.
Biehmarkt. Morgen früh findet dahier Zucht- nub Ferwieh-Markl statt.
Dreister Fahrraddieb. Gestern nachmittag gegen 5 Uhr naht ein wahrscheinlich zu diesem Zweck hierhergekommener Mensch im Alter von 26 bis 29 Jahren in einem Hausgang am Neustäster Marktplatz ein wertvolles Fahrrad und fuBr in der Richtung nach Fränkfurt davon. Der ziemlich gut gekleidete D?ö wurde alsbald bemerkt und von einem Radfahrer verfolgt, jedoch konnte er nicht mehr eingrbolt werden. Das gestohlene Rad ist ein Dürkspv-Rad mit schwarzem Rahmenbau, vernickelten Felsen und Freilauf und bat die Fabriknummer 170991.
Verkehrsmutti im Innern zu sprechen, auf „Tramways, Omnibusse und Eisenbahnen", nachdem eingangs des sogen. Platz« fuhrwerkS schon hinreichend gedacht worden. Der volkstümliche Omnibus ist in Berlins Straßen schon in der ersten Hälft« des 19. Jahrhunderts bekannt geworden und zwar nach Londoner und Pariser Mustern. Das plumpe Geführt bestand aus einem „bedeckten länglichen Kasten, mit dem Eintritt von hinten und nur zwei Bänken, die von vorn nach hinten laufen." Zum „ Sommeraufenthalt" waren auf dem „länglichen Kasten" in gleicher Richrung noch Sitze angebracht, mit den Rücklehne« einander zugekehrt, eingefriedtgi durch leichte Geländer, was'ja heute noch zu sehen ist während ein anderer Vorzug von ehe- mahls ehlt, nämlich im Innern ausgebreitetes Stroh zur Wmierszeit, „um die Füße warm zu halten". Ueber den „Kondukteur auf dem Trittbrett" wird geklagt, daß er sich zu wenig um faSrlum,. Gäste bemühe und das „Ziel der Fahrt" nicht laut verkündige. Auch wird die zwischen je zwei nacheinander verkehrenden Omnibusse liegende Wartefrist von 10 Minuten für zu lang erachtet, besonders an regnerischen Tagen, schließlich be^t es: „Unser Omnibuswesen leidet eben, wie »o vieles, unter ur. rer Schwäche. Rechnet die Unternehmung nicht au das Publikum und kommt sie deshalb demselben nicht kühn entgegen, so kann auch das Publikum der Unternehmung aichl trauen und läßt sie schließlich fallen." Glücklicherweise ronmi man sich oamats, vor 25 Jahren, schon anderweitig «helfen, nämlich durch Tramways, „Eisenbahnen auf dem Liraxendamm, welche mit Pferdevorspann befahren werden". Anfänglich mürben ja diesem Unternehmen große polizeiliche Lchwierigkeiien bereitet, denn gewisse Straßen mußten von ikner modernen „Verunglimpfung" verschont bleiben — was ja bekanntlich noch für heute gilt — besonders zeigte das angelegte Schienennetz immer noch große Schüchternheit in Betreff der Durchdringung der inneren Stadtteile". Aber auch diesem Mißstande sollte abgeholfen werden, denn es war bereits 1877 „eine Eisenbahn in Aussicht genommen, welche die Stadt durch- lDtfen und die beiden Staatsbahnhöfe im äußersten Osten zunächst mit dem Magdeburger, dem Lehrter und dem Hamburger Bahnhöfe verbinden soll." Nun, die Verwirklichung jenes kühnen Planes ist längst geschehen und hat in der heutigen Stadt-, Hoch- und Untergrundbahn fast den Gipfel der Vollkommenheit erreicht, wie denn auch noch die unterstützende „Elektrische" sich beigesellt hat, um gleichsam Berlin zu einem „Verkehrsmittelpunkte" zu stempeln. Welcher Unterschied dort zwischen 1877 und 1904!
* Unwetter. Wie uns mitgeteilt wurde, hat das Unwetter infolge der Gewitter gestern nachmittag im ganzen Maingebiet und auch im Vogelsberg arg gewütet. In der Gegend von Seligenstadt soll es 3 Stunden ununterbrochen stark gegossen haben, sodaß die Radfairer wegen Ueberschwemmung die Straßen mit ihren Rädern nicht passieren sonnten. Nähere Details fehlen noch. Unsere Gegend wurde jedoch von dem Unwetter verschont. Das Gewitter und der niedergegangene geringe Regen kühlte die fast schier unerträglich hohe Temperatur etwas ab, aber der so sehnlichst gewünschte ergiebige Regen blieb auch diesmal leider wieder aus.
* Mairrwafierwärme. Gestern abend 20 Grad.
X Rückingen, 25. Juli. (Jubiläumsfeier des Gesangvereins „Eintracht".) Vom schönsten Wetter begünstigt, ohne irgend einen Mißton, ist das Fest verlaufen, für das schon lange mühevolle Vorarbeiten und Vorberatungen getroffen waren. Der Ort hatte sich in schönes, teilweise glänzendes Festgewand geworfen; von Flaggen wogten alle Straßen, Kränze, Girlanden, Ehrenpforten überall, wohin das Auge blickte. Am Vorabend des Festes bewegte sich ein glänzender Lampionzug durch die reich illuminierten Straßen nach dem schön gelegenen Festplatze, begrüßt durch ein prächtiges Feuerwerk, das Herr B ö h m von der Pulverfabrik abbrannte. Den Festakt eröffnete der Vorsitzende des Festausschusses W. I äg er mit einer Ansprache, in welcher er einen Rückblick auf die verflossenen 25 Jahre gab. Die noch lebenden vier Gründer wurden mit Diplomen bedacht. Es sind die Herren Reinhold Schreiber I, Johann Spratler, Jak. Traudt und Hrch. Lamm IV. Durch Deputationen auswärtiger Vereine wurden dem Jubelvereine prachtvolle Ehrenurkunden überreicht und zwar von der Turngemeinde Rückingen, Sängerlust- Langendiebach, Melomania-Hanau, Eintracht-Gr.-Auheim, Ger- mania-Hanau. Es folgten nun Gesangsvorträge, Pyramiden und flotte Weisen der Ulanenkapelle. Em munteres Treiben bis spät in die Nacht hinein herrschte auf dem Platz, der durch Azetylen schön beleuchtet war. Auch wollen wir den vorzüglichen Stoff der Brauerei Kaiser nicht unerwähnt lasten. Gestern, am Haupttesttage, herrschte eine schier tropische Hitze. Die Hoffnung, daß daS am Vormittag vorüberziehende Ge« Witter einen staubsernichtenden Regen senden würde, wurde getäuscht. Der Festzug hatte eine stattliche Länge, waren doch neben allen Rückinger Vereinen auch eine ganze Anzahl auswärtiger Gesangvereine erschienen. Nach der Ankunft auf dem Festplatze und einem von dem festgebenden Vereine gesungenen Begrüßungschor ergriff Herr Jäger das Wort, um in schwungvollen Worten das deutsche Lied zu feiern. Das auf dieses ausa-brachte Hoch fand begeisterten Widerhall. Die nun folgenden Cyöre der als Gäste anwesenden Vereine gaben einen vollgültigen Beweis davon, daß es um das deutsche Lied zum besten bestellt ist. — Die Besucherzahl war eine ganz enorme. Auch als gegen Abend infolge eines drohenden Gewitters stch viele entfernten, so konnte dies doch nur wenig Abbruch tun. In kurzer Zeit füllte sich der Platz wieder. Der Juxplatz wurde namentlich von der Jugend stark frequentiert. Wir können unseren Bericht schließen mit dem befriedigenden Bewußtsein, daß das Fest ohne jeden Mitzklüng verlaufen ist; knrz, es war ein echtes und rechtes S ä n g e r f e st.
Aus dem GerichtMal.
Sitzung der Ferienstrafkammer vom 25. Juli.
Unterschlagung.
Ein Bierreisender war von November 1899 bis zum April 1903 als Bierreisender und Fitial-Verlreter der Babenhäuser Bierbrauerei „Michelsbräu" in Gelnhausen tätig. Er bezog ein ziemlich niedriges Gehalt und im Anfang 5 Mk. Spesen pro Taq. Dafür hatte er die nähere und weitere Umgebung von Gelnhausen behufS Gewinnung von neuen .Kunden und Erhaltung der alten zu bereisen. Als es mit der G-winnung von weiteren Kunden kaperte, wurde dem Bierreisenden der Spesenbezug um 2,50 Mk. pro Tag gekürzt, worauf der noch verbleibende Spesenbezug von 2.50 Mk. pro Tag nicht im entferntesten mehr ausreichte, um die Unkosten, die mit der Bekleidung eines solchen Postens verknüpft sind, zu decken. Der Sachverständige, der heute geladm ist, bezeichnet 2.50 Mk. denn auch als eine lächerlich geringe Summe, die schon beim Besuch der ersten Wirtschaft drauf ginge. So kam es denn, wie es in solchen Dingen stets zu kommen pfleat, der An- gettagte griff die Gelder an, die er als Leiter der Filiale vereinnahmte und hatte bis zum April 1903, wo er die Stellung aufgab, von diesen Geldern 2200 Mk. verbraucht, weshalb er sich wegen Unterschlagung zu verantworten hat. Der Angeklagte will aber keine Unterschlagung begangen haben, denn er habe die Gelder lediglich im Jrttereffe dir Brauerei verausgabt. Es sei ihm schlechtes Bier geliefert worden, sodaß er oftmals auf telephonischen Anruf zu den belr. Abnehmern Hütte eilen muffen, um sie zu beruhigen, was ihm wiederum nur neue Kosten verursacht habe. Der Fahrbursche hätte manchmal so viel schlechtes Bier wieder mitgenommen, als er gebracht habe. Dadurch sei auch die Filiale nicht zu heben gewesen. Der Angeklagte wird zu 1 Monat Gefängnis verurteilt' mit bet Begründung, daß das alles ihn nicht berechtigte, die fremden Gelder anzugreifen ; immerhin lägen so viel Milderuuqsgründe vor, daß die erwähnte geringe Strafe ausreichend erschien.
Verschiedenes.
Der Schuhmacher A. von Geislitz hatte seine Frau geschlagen, was ihm eine schöffengerichtlich erkannte Gefängnisstrafe eintrug. Die hiergegen eingelegte Berufung wird verworfen. — Der Handelsmann K. von Schlächtern war vom Schöffengericht wegen Jagdvergehens zu 15 Mk. Geldstrafe verurteilt worden. Die vom Amtsanwalt eingelegt» Berufung wird verworfen. — Der Ackermaun Wilhelm H. zu Nieder- mittlau kam mit dem Feldfchützen S., welcher die Aufsicht im Backhaus zu führen hat, in Wortwechsel und soll hierbei den S. durch Drohungen zum Verlassen deS Backhauses genötigt haben. Bei der Verhandlung stellt sich heraus, da das Rencontre im Grunde ein recht harmloses Wortgefecht war, bei dem weder eine Drohung noch eine Nötigung vorkam.
Der Angeklagte wirb daher freigesprochen. — Der Bauer M. und der Schreiner H. ' von Unterstoppel hatten auf dem Felde ein Handgemenge, weil M. über das Feld des H. gefahren war. Sw bearbeiteten sich abwechselnd mit Peitschenstiel und Hacke und sind der gegenseitigen gefährlichen Körperverletzung angeklagt. Bei oem Rencontrc war aber niemand zugegen und die Angeklagten beschuldigen einer den andern, daß er der Anfänger gewesen sei. Das Gericht ist daher nicht in der Lage, festzustellen, wer cigentiich angefangen und wer eiwa in Notwehr gehandelt hat und erkennt ebenso wie das Schöffengericht auf FreiPrechung.
Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Eeewarte.
Telegramm aus Hamburg vom 26. Juli.
9 Uhr 37 Minuten.
Die Luftdruckvertiefung ist andauernd gleichmäßig, ein Maximum über 763 mm lagert über Südwesteuropa, Depressionen unter 753 mm lagern über England, unter 750 mm über Finnland. In Deutschland ist das Wetter ruhig, ziemlich warm, seit gestern herrschen vielfach Regen und Gewitter.
Prognose für den 27. Juli: Vielfach Regen und Gewitter wahrscheinlich.
Nus Nah und fern.
-r. Marburg, 25, Juli. Der ordentliche Professor der Zoologie und vergleich-nden Anatomie und Direktor des zoologischen Institut, Dr. Eugen Korschelt, wurde zum Rektor der Un versttät für 1904/05 gewählt.
Marburg, 25. Juli. Die Jahresversammlung des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, die zugleich den Charakter einer Gedächtnisfeier für den Landgrafen Philipp den Großmütigen von Hessen trägt, nahm heute abend mit einer Sitzung des GesamtvorstcuHes ihren Anfang. Morgen folgt die Hauptversammlung und tags darauf eine Fahrt nach Kloster Haina zur Denkmalsentbüllung.
X Fulda, 25. Juli. Heute tast die Kasseler Innung der Konditoren und Zuckerbäcker im Parkhotel hier und wird nach der Sitzung gemeinsam der Ausstellung einen Besuch ab» ftatten. Von feiten der hiesigen Fachgenossen ist für einen würdigen Empfang der Gäste aus der Bezirkshauptstadt aufs beste gesorgt worden.
Aus der Rhön, 26. Juli. Infolge der großen Trockenheit gehen zahlreiche Forellen zu Grunde. Der Wasserstand der Fulda ist so niedrig wie noch nie. Zahlreiche Mühlen stehen still.
FC. Frankfurt a. M , 25. Juli. Am Mainkai in der Nähe des Fahrwrs fand heute ein Arbeiter ein Kästchen mit 2000 Mk. bar und einem Pbotographenapparat.
St. Frankfurt a. M., 26. Juli. Das berühmte Philharmoniiche Orchester Lamoureux aus Paris wird Mitte Oktober in Frankfurt ein einziges Konzert ver- anstalten.
Homburg v. d. H., 25. Juli. Das Lawn-TenniS- Turnier für aktive Osfiziere des deutschen Heeres und der Flotte hat heute begonnen. Den Kaiserpreis werden 24 Offiziere bestreiten. Die Offiziere der Marine sind wegen der-Flottenmanöver nicht erschienen.
Biedenkopf, 24. Juli. Aus Anlaß des XIII. Verbandsschießens des Gaues Hessen nnd Nassau hatte unser Städtchen sein Festkleid angelegt und zahlreiche Schützen aus vielen Orten des Hessenlandes haben hier ein vorübergehendes Domizil aufgezogen. Eröffnet wurde das Feß gestern abend durch Böller'chüsse vom Schtoßberg aus, wäyrend auf dem Marktplatz und später im Framnthal die Kapelle des 1. Großh. Hess. Jntanterie-Regiments Nr. 115 aus Darmstadt konzertierte- Heute früh 11 Uhr fand bei dem Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz ebenfalls wieder Frühkonzert statt. Um 2 Uhr' stellte sich beim Kreishaus an der Straße nach Ludwigshütte zu ein recht nett arrangierter Festzug auf, an dem die auswärtigen Schützen, sowie sämtliche Vereine Biedenkopss teil» nahmen. Den Schluß bildete der feltgebende Verein. Auf dem Feliplatz, dem „Seewasem" angekommen, betrat Bürgermeister Grüncwald das Podium und w:es in gut durchdachter Rede auf die patriotischen Ziele der deutschen Schützenvereine hin. Seine Worte klangen in ein Kaiserhoch aus, in das die Anwesenden begeistert einstimmten. Gegen 4 Uhr begann auf dem unweit des Platzes befindlichen neuen Schießplatz das Preisschießen, das erst Dienstag abend um 7 Uhr zu Ende geht.
St. Goarshausen, 25. Juli. Heute schlug der Blitz in die neuauSgebaute Burg Maus bei Wellmich und setzte sie in Brand.
FC. Aus Sturkenburg, 25. Juli. Das in der Haßlocher Gemarkung gelegene Gut des Frhrn. v. Secken» dorf-Verna in Rüff-ksheim ging zum Preise von 450 000 M. an die Stadt Wiesbaden über, die dort Pumpstationen zur Wassergewinnung anlegen will.
V4 Teligsnstadt, 25. Juli. Beim Abbrüche eines alten Oiksnomlegebandes her ehemaligen Benediktinerabtei stieß man -Ue « c^rf” ?uf ^ne Mauer, welche von Sachkundigen für sie Ueoerrefte eines Kirchleins gehalten wurde, das schon vor * 3e>ieR auf den Trümmern des einstigen Römer- kastells erstand. Nach längeren Unterhandlungen hat man neuerdings mit der Niederlegung der wiederholt photographtsch aufgenommenen Mmrerreste begonnen. An ihre Stelle tritt eine neue, durch 5 BogengewSlbe unterbrochene EinfriedigunaS- mauer^ für künstlerische Gartenanlagen.
^ Seligenstadt, 25. Juli. Ein SSL Militärpferd wurde am Samstag
SS!? '" ™ K« WW Mainflinqen aufgefangen amomme» ^ SS"’ ^^ einstweilen in Verwahrung d e 2 Eskadron ?^ ^ H Sattelzeuges weisen auf b u Ob dem k?« ^ Dragoner-Regiments zu Darmstadt 4t PL 4 treffenden Dragoner ein Unfall rustieß oder 06 "-'s Vf-rd auf andere Weis? sich in unsere Gegend per»