28. Juli
Montag
in der Wohnung überreichen. Die matbematflch-naturw'ssen- schaftlicbe Fakultät der diesigen Universität ernannte Fischer zum Ehrendoktor. Im Verlage der hiesigen Winierschen Uni- versitäisbuchhandlung erschien heute der erste Band einte von Geheimrat Prof. Dr. Windelband Herausgegebenen, Kuno Fischer gewidmeten Festschrift, an der mehrere Fachgenossen mitgearbeitet haben, betitelt: „Die Philosophie am Beginn des 20. Jahrhunderts."
Hus aller Weit«
Familien-Drama. In Dresden ermordete der Kaufmann Sander seine Frau und nahm sich dann selbst das Leben.
„Goldgräber" im Bett der Elbe. Halb Dresden macht sich auf dem bis auf eine schmale Fahrrinne durch die Hitze trockengelegten Grund der Elbe zu schaffen. Zwei Jungen haben beim Buddeln im Sand und Schlamm ein Portemonaie mit 22 Mk., 20 Mk. in Gold, gefunden! Seitdem ist in Dresden das Goldfieber epidemisch geworden, und die liebe Jugend, darunter aber auch recht viele „großeKinder", wühlt und gräbt und schaufelt im Elbebett nach versunkenen Schätzen, denn wo 20 Mk. in Gold liegen, da kann noch mehr des Entdeckers harren, und das weiß ja jedermann: 1845 bei der großen Ueberschwemmung hat die Flut den prächtigen Schmuck der alten Augustusbrücke, ein stark vergoldetes, großes Kruzifix, fortgerissen, und seitdem ist es nicht mehr zum Vorscheine gekommen. Wer das Glück hätte! Bis jetzt haben die „Kalifornier" aber noch kein Glück gehabt. Was die gestüchteten Wassernixen der Elbe zurückgelassen haben, sind nur Steine, zerbrochene Töpfe und Konservenbüchsen. Vielen ist das Goldgraben denn auch schon zum Ueberdruß geworden und sie beschäftigen sich mit nicht minderem Eifer, Hammer und Meißel in der Hand, an den Fundamentpfeilern der Augustusbrücke, um ihre Namen dort einzugraben (!), damit einst ferne Geschlechter erfahren, daß es auch in Dresden zur Zeit der großen Hundstagshitze Schülzes, Schmidts und Meyers gegeben hat.
Begnadigt. In London ist Frau Maybrick begnadigt worden. Der Fall erregte semer Zeit großes Aufsehen. Im Jahre 1881 heiratete ein Liverpooler Baumwollbändler James Maybrick eine bekannte Dame, Florence de Roques. Die Ehe war nicht glücklich. Maybrick machte seiner Frau den Vorwurf, daß sie ihm untreu sei. Plötzlich erkrankte er, wie er selbst glaubte, in Folge des Einnehmens von allerhand Arzneien. Als die Dienerschaft aber im Zimmer des Kranken Fliegenpapier fand, das in Wasser aufgeweicht war, behauptete sie, daß Maybrick vergiftet sei, und Frau Maybrick wurde verhaftet. Herr Maybrick starb und die Leichenschau stellte Spuren von Arsenik in seinem Körper fest. Frau Maybrick wurde in Liverpool, trotz aller Bemühungen des vorzüglichen Verteidigers, Sir Charles Russell, und trotz der Parteinahme des Publikums zum Tode verurteilt, weil sie ihren Mann vergiftet haben sollie. Der Verteidiger suchte jedoch in einem Schreiben an den Minister des Innern nachzuweisen, daß das Arsenik in der Leiche von den Arzneien herrühren könne, und außerdem nicht ausreichend gewesen sei, um einen Meirichen zu töten. Darauf wurde das Todesurteil in lebenslängliche Zuchthaus strafe umgeändert. ^Scii dieser Zeit sind die Freunde der Frau Maybrick unermüdlich tätig gewesen, die Freiheit der Verurteilten herbeizuführen. Die fresse unterstützte sie dabei aufs Beste und die Familie der Verurteilten war auch sonst in der Lage, ohne Rücksicht auf die Kosten alles aufzuwenden, was zu einer Aenderung des Geschickes der Verurteilten führen konnte. Als Frau Maybrick aus dem Zuchthause in eine Heilanstalt überführt wurde, ahnte man, daß die Regierung an eine Begnadigung denke, und die Mutter der Unglücklichen, die Baronin be Roques, wurde nicht müde in ihren weiteren Bemühungen. Am wirkiamsten war es wohl, daß der Lord-Oberrichter, Lord Ruffell von Killowen, noch kurz vor seinem Tode seiner Ueberzeugung von der Unschuld der Verurteilten Ausdruck gab. Jetzt ist sie in Freiheit gesetzt worden und sie beabsichtigt, nach Amerika zu gehen.
Der Typhus. In Bern sind 213 Typhusfälle amtlich gemeldet worden. i
Die Explosion eines Blindgängers hat wiederum verhängnisvolle Folgen gehabt. Wie der „L.-A." meldet, hatte ein Schmied, der von Thorn in die Nähe von Jnowrazlaw gezogen war, von dort eine noch nicht krepierte Granate mit« gebracht. Einige Kinder spielten mit dem Geschoß so lange herum, bis eine Exolosion erfolgte. Ein Kind wurde in Stücke gerissen und mehrere andere wurden schwer verletzt in das Jnowrazlawer Krankenhaus gebracht.
Öandd, Gewerbe und Verkehr.
Mshmarkt in Frankfurt a. M. (Telegramm.) Amtliche Notierung der heutigen Viehmarktpreise. AM Ver- kaul standen: 576 Ochsen, 57 Bullen, 880 Kühe und Färsen (stiere und Rinder), 186 Kälber, 136 Schafe und Hämmel, 1480 Schweine, — Schailämmer. Aus Oesterreich: 259 Ochsen, 6 Bullen, 2 Kühe. Bezäblt wurde für 100 Pfd. Schlacht- g-wickt: Ochstn a. voll fleischige Höchsten Schlgcktwertes 69 bis 70 M., b. fleißige 65—67, c. mäßig genährie 59—61. Bullen, a. Höchsten Sch achlwertes 62—64, b, mäßig genährte 59—61 Kübe und Färsen (Stiere und Rinder) a. Färsen (Stiere und Rinder) Höchsten Sä la,r-wertes 68—70, b, voll fleischige und ausgemästete Kühe Höchsten Schlachiwertes 63—65, c. ältere 58—60, d. mäßig genährte 45—47, e. gering genährte 00 bis 00. Kälber für' 1 Pfund Schlachtgewicht a. feinste Mast- und beste Saugkälber 82—86 M (Lebendgewicht 48—31 $:gt), b. mittlere Mast- und gute Sauokäiber 73—77 Pig. (Lebendgewicht 43—46), c. geringere Saugkälber 58—61, (Lebendgewicht 00—00). Sckafe a. Mästlämmer und jüngere Mast- Hämmel 70—72, b. ältere Mastdämmel 62—64. Schweine, a. vollfleischige bis zu V/4 Jahren 59-00 (Lebendgewicht, 46.00,) b. fleischige 58—00 (Lebendgewicht 45—00), c. gering entwickelte sowie toarten und Eber 52—54. Geschäft bei Hornvieh gedrückt, Ueberstand bedemend. Geschäft bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand.
Frankfurter f^ruchtmarkt vom 25. Juli. (Telegramm.) Weizen, hiesiger 17.25—17.35, kurbeisischer 17.40 bis 17.50, La Vlata, Kansas 17.00 18.00 Roggen 00 00 bis 00.00. Gerste (WeNerauer) 00 00—00.00. Franken, Pkälrer Ried 00.00-00.00. HaOr 13.50—15 00. Mais 11 50 — 11.80. Weizenmehl 0 26.25—26.75, I 24.25 bis 24.75, III 22.25-22.75. Roggenmehl 0 21.50—22.00, 0119.00 bis 19.50. Weizenkleie 8.80-9.00 Ro,:genkleie 9.80 bis 10.20. Malzkeime 10.50.-10.75. Alles per 100 Kilo ab hier.
Deutsche Reichsbank. Berlin, 22. Juli. In der heutigen Sitzung des Zentrolonsschusses der Reichsbank hob der Vorsitzende, Präsident Dr. Koch, hervor, daß nach der großen Anspannung am Vierteljahrsschluß zwar eine erhebliche Kräftigung der Reichsbank eingetreten, die Mekamtlage aber dennoch weniger gut als im Vorjahre sei. Die Anlage über« steige mit 956 Millionen Mark die von 1903 noch um 26 Millionen Mark, die von 1902 um 100, die von 1900 um 123, die von 1899 um 35 Millionen Mark und sei nur kleiner gegen 1901 um 79 Millionen Mark. Der Metall- vorrat sei mit 912 Millionen Mark um 10 Millionen Mark kleiner als 1903 und um 115 Mill. Mk. kleiner alt 1902. Die fremden Gelber seien um etwa 11 Millionen Mk. bezw. 33 Millionen geringer als in den beiden Vorjahren. Die steuerfreie Notenreserve befrage mit 142 Millionen Mark 49 Millionen Mark bezw. 137 Millionen Mark weniger. Auch die Deckung für Nown und fremde Gelder sei schwächer. Der Privatdiskout an der hiesigen Börfl habe sich allmählich auf 2'/, Prozent ermäßigt und sei niedriger als in London. Gold sei hereingekommen in der letzten Woche in nicht unerheblichem Betrage vom Auslande, während die Ausfuhr ganz gering gewesen sei. Der Kurs von kurzen Wechseln auf London sei aestl-gen. Eine Diskontversicherung sei um so weniger beabsichtigt, als neue Anforderungen des Reichs und im weiteren Verlauf des Vierteljahres auch des Verkehrs bevorständeti. Der Zentralausschuß war damit ohne Diskussion einverstanden.
Drahtnachrichten.
Der russisch-japanische Krieg.
Neue japaniche Erfolge.
Tienisin, 24. Juli. (Reuter.) Nach einem Telegramm aus Niutschwang bat am Samstag bei dem sechs Meilen von bort entfernten Tahsuitong ein für die Japaner erfolgreiches Gefecht stattgefunden, in dem die Russen 700 Mann verloren haben sollen. Die Japaner nähern sich langsam Niutschwang, wo infolgedessen große Aufregung herrscht.
Petersburg, 24. Juli. Wie General Ssacharow dem Gencralstabe meldet, befinden sich in der Itmgegenb von Ben- sibu auf dem linken Ufer des Tailsibo Abteilungen der japaut- sch-N Vorhut in einer Stärke von 2 Bataillonen mit Maschinengewehren. Hinter ihnen in der Richtung auf Sihejapu und Fanssiapust sind recht bedeutende Jnfanterieabteilungen des Gegners und 30 Geschütze staffelförmig aufgestellt.
Die Angelegenheit der Beschlagnahme fremder Handelsschiffe durch die Russen,
Port Said, 24. Juli. Der Dampfer „Scandia" wurde von den Russen heute freigelassen. Die russische Mannschaft wurde an Land gebracht; sie wird mit dem nächsten Dampfer nach Odessa fahren.
London, 24. Juli. Dem Reuterffchen Bureau wird aus Petersburg gemeldet: Die „Malakka" wird von dem russischen und englischen Konsul ist Algier empfangen und noch Abgabe der Erklärung, daß der auf der „Malakka" befindliche Kriegsvorrat für die britische Regierung nach Hongkong geschickt wird, dem englischen Konsul übergeben werden.
Aden, 25. Juli. Der Peninsular and Orientdampfer „Marmora" mit den Passagieren von der durch die „Petersburg" aufgebrachten „Malakka" an Bord, ist hier eingetroffen.
London, 24. Juli. Reuters Bureau meldet aus Kon- stantinopel unter den 23. Juli: England protestierte gegen die Erteilung der Erlaubnis an weitere Schiffe der FreiwilUgen- flotte zur Durchfahrt durch die Dardanellen und besteht darauf, daß die „Malacea" anzuhalten sei, falls sie auf der Fahrt nach Sewestopol in den Dardanellen ankommt. Die Pforte befahl, die „Malacca" im Falle ihrer Ankunft in den Dardanellen anzuhalten.
Port Said, 24. Juli. Dem Reuterscheu Bureau ist über die Aufbringung des englischen Dampfers „Ardova" durch den Dampfer „Smolensk" der russischen Freiw lligen- flotte folgender Bericht zugegangen: Der „Smolensk" feuerte drei blinde Schöffe ab. Als aber die „Ardova" daraufhin nicht abstoppte, gab der „Smolensk" zwei scharfe Schüsse auf sie ab, von denen der eine sie in der Mitte, der andere am Heck traf. Die „Ardova" wurde dann beschlagnahmt und die Mannschaft auf den „Smolensk" über» geführt.
London, 24. Juli. Das Reutersche Bureau meldet aus Petersburg: Unter dem Vo- sitze des Großfürsten Alexis fand ein Ministkrrat statt. Großfürst Alexander, Graf Lamsdorff, Marineminister Avellan und andere hohe Marinebeamte nahm-n an demselben teil. Die Stichhaltigkeit der englischen No'e über die Unrcchlmäßiqkeit der Siellung der Schiffe der freiwilligen« Flotte wurde insofern anerkannt, daß der Minist-rrat beschloß, das Recht auf Durchsuchung von Schiffen aulzugeben. Nach einer langen Debatte entfärb sich der Mmisterrcn dahin, daß der ge gen w ärt ge Status der Freiwilligen-Floue vom Standpunkie des Völkerrechtes nicht genügend tu sintert sei, um Durchsuchungen und die Beschlagnahme von Sch ffen zu rechtfertigen. Infolgedessen entziehe Rußland den Schiffen der Freiwilligen-Floue das Recht, Schiffe zu beschlagnahmen und zu durchsuchen, da es bemüht sei, freundschaftliche internationale Beziehungen auf« rechnu-rbalten.
®ti<?$e 25^ Juli. (Reuter). Einem Gerücht zufolge steht der hiesige rnisifche Kon'ul mit einer ägyptischen Gesellschaft wegen eines Dämpfers in Unterhandlung, der den Schiffen der
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ith IJI 11 n mrwniwuwi ’i n—uir-«n—rTmj»s:~n=aB;xn» iuj»— Freiwilligen - Flotte Depeschen der russischen Regierung überbringen soll, wie es heißt, damit die Schiffe daS Röle Meer sofort verlassen.
Ueber dle Politik Krankreichs.
Coreavoirue, 24. Juli. Zu Ehren des Ministerpräsidenten Combes und des Kriegsministers Andre fand ein großes Festmahl statt, an dem gegen 3600 Personen teil« nahmen. Der Ministerpräsident hielt eine Rede, in der er die innere Politik der Regierung rechtfertigte, auf die bei den Gemeindewahlen trotz der gewaltigen Anstrengungen der Opposition und der großen Macht der Kongregationen erzielten Erfolge hiuwies, und die jüngsten Vorgänge erwähnte, die geeignet seien, eine Losung der Beziehungen zwischen Staat und Kirche nach den Wünschen der Republikaner herbeizuführen. Die Regierung habe verstanden, Ordnung und Freiheit zu schützen, und gewaltige Ausstände einzudämmen, deren häufiges Vorkommen den Interessen der Arbeiter ebenso schädlich sei, wie der Entwicklung der Industrie. Der Ministerpräsident verwahrte sich dann gegen die Beschuldigung, daß er gegen Unruhestifter unerschöpfliche Nachsicht an den Tag gelegt habe und verwies auf die Lage des öffentlichen Kredits und die Wiederherstellung des Gleichgewichts im Staatshaushalt. Im weiteren Verlaufe seiner Rede führte Combes sodann aus: Wenn demnach unsere innere Politik es mit jeder unparteiischen Kritik airfnimmt, so ist unsere äußere Politik ein Gegenstand des Neides und der Bewunderung für die ganze Welt. Allerdings haben mir keine kriegerischen Abenteuer und keine kolonialen Eroberungen aufgumeifen, aber wir haben die patriotische Freude festzustellen, daß Frankreich zu keiner Zeit größeres Ansehen und größere Achtung genossen hat. Niemals ist die Freimütigkeit und Loyalität seiner Diplomatie lauter anerkannt worden. Niemals sind seine von beständiger Sorge für den Weltfrieden eingegebenen Ratschläge mit mehr Emgegenkommen ausgenommen worden. Wenn die früheren Mmiftetiett auch einen rechtmäßigen Anteil an dieser Lage haben, so darf doch das gegenwärtige Ministerium ohne Ueberhebung auf seinen überwiegenden Anteil an der Gestaltung dieser Lage zurückblicken. Gerade das gegenwärtige Ministerium hat das Verdienst, die ersten Schiedsgerichtsverträge unterzeichnet und dabei die Gelegenheit wahrgenommen zu haben, alte und neue stets zu befürchtende Streitfragen mit England aus der Welt zu schaffen. Unser Verbündeter Rußland ist im Vertrauen auf die Festigkeit der Bande, die uns mit ihm verknüpfen, der erste gewesen, der über unsere Bemühungen, üns anderen Mächten zu nähern, Freude empfunden hat. England hat in Anerkennung des seinem Könige bereiteten würdigen und herzlichen Empfanges unser Abkommen mit ihm der Welt kundgegeben. Noch klingen in unseren Ohren die begeisterten Zurufe wieder, mit deucn in Rom der verehrte Präsident unserer Republick begrüßt worden ist, den die klerikale Reaktion den Jtaliettern als einen geheinien Feind ihrer nationalen Einigkeit hinzustellen sich bemühte. Am meisten freuen wir uns darüber, daß die inneren Gefühle der Völker sich in vollem Einklänge mit den Absichten der Diplomatie befinden, die neuen Abkommen nicht nur als ein gesichertes Unterpfand, sondern auch als ein wirksames Werkzeug zur Aufrechterhaltung des Weltfriedens zu betrachten, denn trotz des aus der Ferne ertönenden Kriegslärmes bleibt der Friede unsere erste Sorge itüd unser fester Entschluß. Nach der Rede, die hattfig mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde, be« gäben sich Ministerpräsident und der Kriegsminister jur Präfektur.
Kellnerausstand.
Bordeaux, 24. Juli. Die Casekellner sind heute früh in den Aussiaud getreten. Sie durchziehen die Straßen, um die Angestellten der Gasthäuser zur Nieberlegung der Arbeit zu veranlassen. Fast alle Restaurants, Hotels und CaM haben ihre Räume geschlossen.
Schlächter-Ausstand.
Chigaeo, 25. Juli. Man schätzt die Zahl der jetzt im Äusstanb befindlichen Schlächter auf 54000; die der Arbeiter- aus den der Schlachündustrie verwandten Geschäften, die Montag in den Ausstand treten, auf 35 000, die Zahl der sonstigen Ausständigen auf 52 000.
Panik.
San Sebastian, 24. Juli. Während des Kampfes zwischen Stier und Tiger zertnimmerten die Tiere eine Logen- türe. Die Zuschauer, von Schrecken ergriffen, flüchteten. Die Logendiener töteten mit Flintenschüssen den Tiger; einige Kugeln trafen indes Zuschauer. Unter den Verletzten befindet sich der Vizepräsident des Senats, Marquis Pidal.
Großfener.
Nossrn, 25. Juli. Die Nossener Papierfabriken vorm. Roßberg u. Es. sind gestern durch Feuer vollständig zerstört worden.
Schwerin, 24. Juli. Der König von Dänemark ist heute mittag mit seinem Bruder, dem Prinzen Johann von Schleswig-Holstein, von hier über Wismar nach Kopenhagen abgereift.
Rom, 23. Juli. Der preußische Gesandte beim päpstlichen Stuhle Frhr. v. Rotenhan ist vor Antritt seines Urlaubs heute vom Papste in Audienz empfangen worden.
Paris, 25. Juli. Bei der Wahl zur Deputiertenkammer im 14. Arrondiffement ist der radikale Sozialist Steeg gewählt worden.
Athen, 24. Juli. Der König ist an Bord seiner Jacht „Amphiirue" nach Genua abgegangen, von wo er sich nach A>x-Ies-BainS be-eben wird.
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