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Erstes Matt

-Vierteljährlich 1,80 Mk., ^natlich 60 Pfg., für aus. Siabt- und L-ndkre-s H-m«ür 10Pfg. die sÄff-

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^ ^ b Äi. X. Amtliches AM für W mtii MKttis N«. * *

W-ilenbauf-s in Sanau. , ~r Leraniwsrtl. Redrckteur: G. Schrecker in Henau.

*' ; Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristricher Beilage.

Nr. 130 FernsprechaMlnß Nr. 603.

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Amtliches.

Landkreis Danau.

BMmLmachungeK des Kömgl. Landratsamtes.

Der Vorstand der Handwerkskammer in Cassel hat den Schlossermeister Leonhard Schäfer in Schlächtern zum Beauftragten für den Landkreis Hanau gemäß § 44 des Statuts für das laufende Jahr bestellt. Derselbe wird im Laufe dieses Monats den Landkreis bereisen, um die Befolgung der gesetzlichen und statutarischen Vorschriften, insbesondere der Vorschriften zur Regelung des Lehrlingswesens zu überwachen. Da den Beauftragten bei Ausführung ihrer Aufgabe oft Schwierigkeiten seitens der Handwerker bereitet werden, ersuche ich die Herren Bürgermeister, den Beauftragten nach Möglich­keit zu unterstützen.

Hanau den 3. Juni 1904.

Der Königliche Landrat.

V 3891 v. Becke' a t h.

Durch Beschluß vom 4. Juni 1904 ist der Johannes Adam Köppel, Johannes II. Sohn, Landwirt und Fuhr­mann in Kilianstädten, wegen Trunksucht und Ver­schwendung entmündigt.

W i n d e ck e n den 4. Juni 1904.

____ Königliches Amtsgericht. 10435

Lm-MWUer -nisrenn Hmm.

. Nächste Versammlung Samstag den 11. d. Mts., nachmittags S1^ Uhr, im Gasthaus zum goldenen Löwen hier.

Tages-Ordnttng r

1. Geschäftliche Mitteilungen.

2. Meinungsaustausch über die bei der am 5. b. Mts. stattgehabten Besichtigung der Domänen Kinzigheimerhof und Baiersröderhof, der Molkerei in Roßdorf, sowie kleinbäuerliche Wirtschaften in den Gemeinden Roßdorf Butterstadt, Ober- und Niederissigheim und Bruchköbel gewonnenen Eindrücke.

3. Bericht der Delegierten über die Versammlung des Vereinsausschuffes der Landwirtschaftskammer zu Cassel.

4. Vortrag des Herrn Kreistierarzt Collmann überImp­fung gegen Rotlauf und Schweinescuche.

5. Betr. Beteiligung an der Bezirkstierschau am 15. k. M. in Fulda.

6. Aufnahme neuer Mitglieder.

7. Sonstige Mitteilungen.

Der Vorstand.

Die Herren Bürgermeister wollen die vorstehende Bekannt­machung des landwirtschaftlichen Kreisvereins in ihren Ge­meinden wiederholt in ortsüblicher Weise bekannt machen.

Hanau den 5. Juni 1904.

Der Königliche Landrat.

v. Beckerath.

Gefundene und verlorene Gegenstände rc.

Gefunden: 1 Damenschirm, 1 Partie Schulbücher mit dem Namen Karl Stein.

Verloren: 1 silberne Herrenuhr, 1 Taschenmesser mit Perlmutterschale.

Entflogen: 1 Kanarienvogel.

Hanau den 6. Juni. 1904.

Mus Stadt und Cand.

Hartem, den 6. Juni.

Historische Gedenktage.

6. JuM 1188» Einweihung der Kapelle zu Boineburg (Ruine in der Metsnergegend), bei welchem Akt der Kaiser Friedrich der Staufer (von Hohenstausen), der Rotbart, zugegen war.

6. Juni 1495 starb die Witwe des Landgrafen Ludwig II. (von Niederhessen) Mathilde, geborene Gräfin von Würt­temberg, zu Rotenburg a./F., wo ihr Gemahl das Schloß erbaut hatte, welches nach manchen Veränderungen und manchem Umbau noch heute steht.

6. Jnni 1636 hausten schwedische Reitrrhaufe» unter LeSlie in Wetter auf das furchtbarste sechs Tage lang, biS zum II., darauf kamen andere und wieder andere Reiter, die es wenig besser machten, sich jedoch nicht aufhalten konn­ten. Die unglücklichen Bürger waren froh, als endlich ein Regiment schwedischer Infanterie einrückte, das sich menschlicher betrug.

Montan den 6. Juni

* Postdiettstliches. Die Einrichtung der Hausbrief­kasten, das sind Briefkasten, welche der Wohnungsinhaber zur Einlegung von Briefschaften am Eingang seiner Wohnung anbringt, hat am hiesigen Orte in den letzten Jahren zwar in erfreulicher Weise zugenommen, aber noch immer nicht die Verbreitung gefunden, welche sie im öffentlichen Interesse ver­dient und in vielen andern Orten erlangt hat, wo der Haus­briefkasten als selbstverständlicher Zubehörteil zu jeder Woh­nung betrachtet wird. Hausbriefkasten bieten in erster Linie den Vorteil, daß der Briefträger, ohne auf den Erfolg des Kliugelns und auf das Ocffnen der Tür warten zu müssen, die vorliegenden Briefschaften abgeben kann. Wenn man bc- denkt, wie oft der Briefträger auf seinem Beftellgang auf das Ocffnen der Tür, nachdem er vielleicht schon durch mehrmaliges Klingeln sich bemerkbar gemacht bat, warten muß, und wie oft er, wenn er vor verschlossene Türe kommt zwei- und drei­mal derselben Sendung wegen viele Treppen wieder hinauf­steigen muß, so läßt sich ermessen, welche Beschleunigung in der Briefbestellung einiritt, wenn der Briefträger durch das Einlegen der Briefschaften in die Hausbrieskasten des Wartens und der mehrmaligen Wiederkehr enthoben ist. Der Gewinn in der frühzeitigeren Empfaugnahme der Postsendungen würde bald jedem einzelnen fühlbar werden. Daß der Neugier des Dienstpersonals, in das Geheimnis der Briefschaften einzu- dringen, beim Vorhandensein eines Hausbriefkastens ein Riegel vorgeschoben wird, sei noch nebenbei erwähnt, ebenso daß auch andere Mitteilungen wie Besuchskarten, Zeitungen u.s.w. durch den Hausbriefkasten bequem und sicher übermittelt werden. Wo ein abgeschlossener Korridor vorhanden ist, wird der Haus­brieskasten am zweckmäßigsten an der Jnnenseite^der Korridor­tür unter Herstellung eines Einwurfsspaltes in der Tür an­gebracht; andernfalls ist der geeignetste Platz neben dem Klingelzuge oder wo ein solcher nicht vorhanden ist, an einer paffenden Stelle zum Wohnungseingang. Wer also sich selbst eine Bequemlichkeit und eine schnellere nud sichere Zuführung der Postsendungen sowie zugleich dem Briefträger eine Er­leichterung seines oft schweren Dienstes verschaffen will, der bringe an seiner Wohnung einen Hausbriefkasten an, dabei wird zweckmäßig darauf Bedacht zu nehmen sein, die Kasten selbst und ihre Einwurfsöffnung so groß und weit zu wählen, daß auch stärkere und längere Briefe sowie namentlich Zeitungen hineingelegt werden können. An Geschäften, wo solche Brief­kasten billig zu haben sind, fehlt eS auch hier am Orte nicht.

* Fev nsprechverkehp. Der hiesige Sprechverkehr ist auf Groß oft heim ausgedehnt worden.

* Kreis - Krieger - Verband Hanau a. M. Am gestrigen Sonntag fand in Hanau im Gasthauszum Elephanten" der Frühjahrs-Abgeordnetcntag des Kreis-Krieger« Verbandes )anan statt. Von den dem Verbände angehörenden 35 Vereinen waren 29 vertreten mit 59 stimmberechtigten Abgeordneten und circa 100 andere Kameraden, sechs Vereine fehlten teils mit und teils ohne Entschuldigung. Die Sitzung wurde um 3 Uhr durch den Vorsitzenden Herrn Kam. E. Junghenn eröffnet. Derselbe hieß die erschienenen Kameraden herzlich willkommen und brächte nach einer längeren Ansprache das Kaiserhoch aus, in das die Versammlung kräftig ein- stimmte. Vor Eintritt in die Tagesordnung wurde seitens des Vorsitzenden der heute zum ersten Mal int Verbände an­wesende Gardeverein willkommen geheißen, der Vorsitzende sprach den Wunsch aus, dahin zu streben, daß sich zwischen dem Kriegerverein und Gardeverein ein recht kameradschaftliches Verhältnis gestalten möge. Zunächst gibt der Vorsitzende den Jahresbericht bekannt, er teilt die wichtigsten Vorkommnisse und Beschlüsse des verflossenen Jahres mit und gibt seiner Freude darüber Ausdruck, daß der Verband int letzten Jahre eine be­trächtliche Zunabme an Mitgliedern erfahren hat. In dem Unterstützungswesen an die hilfsbedürftigen Kameraden und Witwen ist Erspießliches geleistet worden. Das Protokoll über den in Ravolzhausen abgehaltenen Herbstabgeordnetentag wird vorgelesen und genehmigt, sowie die Präsenzliste festgestellt. Nunmehr berichtet der Kassierer eingehend über Einnahme und Ausgabe des verflossenen Jahres und gibt bekannt, daß das Barvermögen des Verbandes 1667,70 Mk. beträgt, welches bei der städtischen Sparkasse verzinslich angelegt ist. Der Kam. Kassenkontrolleur teilt mit, daß er Bücher? Belege und Kasse revidiert und Ausstellungen nicht zu machen habe, und bittet, den Kassierer zu entlasten, was seitens des Vorsitzenden geschieht, da auf Anfrage keiner der Abgeordneten Einwendungen zu machen hatte. Herr Kam. Hauptmänn a. D. von Buttlar stellt den Antrag, bett Verbandsvorstandsmit­gliedern, wenn dieselben gezwungen sind, an Versamm­lungen rc. leilnehmen zu müssen, auS der Verbandskasse eine angemessene Entschädigung für ihre Auslagen zu zahlen. Dieser Antrag wurde genehmigt und dem Vorstände die nähere Bestimmung hierüber anheim gestellt. Die Bestellung der Jahrbücher pro 1905 soll wie in den Vorjahren durch den

Ferusprechanschluß Nr. 603.

1904

Verbandsvorstand erfolgen und werden die Vereine aufgefordert dahin zu wirken, daß eine große Abnahme erfolgt, da auf diese Weise dem Nnterstützungsfonds des Verbandes ein nicht unerheblicher Vorteil erwächst. Vor Ankauf anderer Jahr­bücher, resp. Kalender, welche auf ähnliche Weise angepriesen und angeboten werden, wird besonders gewarnt. Verschiedene Bestellungen der Vereine werden aufgegeben. Zu den Fest­lichkeiten resp. Fahnenweihen in Oberissigheim und Niederroden- bach, sowie zur Beteiligung an dem Verbandsfest, verbunden mit Fahnenweihe in Gronau, welche int Laufe dieses Sommers stattfinden, werden die Vereine aufgefordert, recht zahlreich zu erscheinen und den Vereinen bald>'gst Mitteilung hiervon zu­gehen zu lassen. Ueber Punkt 4 be" Tagesordnung betreffend Besprechung über Abhaltung einer gemeinsamen Uebung der Sanitätskolonnkn in Hanau, Hochstart, Kesselstadt und Fechen- heim entspinnt sich eine längere Debatte und schließlich einigte man sich daüin, in diesem Jahre eine solche Uebung nicht statt» finden zu lassen. diCe Angelegenheit aber im Auge zu be­halten und auf dem nächstjährigen Abgeordnetentage nochmals zu besprechen, bis dahin wird auch Herr Dr. Kittsteiner, welcher vor Kurzem zum Inspekteur der SanitätSkolonne des Kreisverbandes Hanau ernannt worden ist, mit verschiedenen Vorschlägen cc. an uns herantreten können. Der Vorsitzende bittet die Vereine, in Erwägung zu ziehen, ob es nicht angemessen erscheine, wenn der Verband sich dem neugebildeten kurhessischew Kriegerbund, Kriegerverband des Regierungsbezirks Cassel in nächster Zeit an schließen wolle, damit wir zuletzt nicht in die Lage versetzt würden, hierzu gezwungen zu werden, selbst­verständlich unter der Voraussetzung resp. Bedingung, daß der Kreisverband als solcher seine Selbständigkeit behält Diese Angelegenheit soll auf dem demnächst in Bruchköbel fiattfin- denddn Herbstabgeordnetentag auf die Tagesordnung gesetzt werden. Betreffend Anschaffung der Verbandsabzeichen wurde beschlossen, z. Zt. einen Zwang nicht auszuüben, die Vereine möchten aber dahin streben, daß dieselben nach und nach zur Einführung gelangen. Dem Vorsitzenden des Krieger- und Militäroereius Herrn Bürgermeister F. A. Zeh in Kiliau- städten und dem Vorsitzenden des Kriegervereins in Bischofs­heim Herrn Walzer wurde durch den Vorsitzenden ein An­erkennungsschreiben des Vorstandes des Preuß. Landeskrieger- vcrbandes für langjährige treu geleistete Dienste im Krieger­vereinswesen ausgehändigt. Zum Schluß dankt der Vorsitzende den Anwesenden für die Unterstützung und schließt die Ver­sammlung mit einem Hoch auf die Kameradschaft. G.

* Der Verband der Gemeindebeamten des Regierungsbezirks Cassel hielt vorgestern und gestern in Bad Orb seine diesjährige Hauptversammlung ob. Die Festordnung erledigte sich programmgemäß. Nach Empfang der von auswärts eingetroffenen Gäste durch das Ortskomitee fand vorgestern abends 7 Uhr im Gasthausezum goldenen Engel" eine Vorstandssitzung statt, an die sich ebenda eine gemütliche Zusammenkunft schloß. Das Ortskomitee war mit Erfolg bemüht, den Gästen einige angenehme Stunden zu bereiten. Die herrliche Witterung des gestrigen Tages gestattete die in den Vormittagsstunden vorgesehenen geselligen Veranstaltungen voll zu genießen. Nach einem Spaziergange in den Kur­anlagen unternahmen die aus nah und fern, namentlich auch aus H a n a u, zahlreich eingetroffenen Delegierten des Ver­bandes unter Führung des Ortskomitees einen Ausflug in dem nahen Wald zurJeschkeruhe" um 9Ur Uhr wurde das Frühstück in der Kuranstaltzur Küppelsmühle" einge­nommen. Kurz nach II Uhr vormittags mürbe im weißen Saale des Kurhauses die Hauptversammlung er­öffnet. Den Vorsitz führte Herr Stadtkämmerer B a r n«r- Casfel, der zunächst die Anwesenden herzlich bewillkommnete, insonderheit den Magistrat der Stadt Orb, oertrefen, durch Herrn Bürgermeister Toermer, und die Mitglieder des Ortsverbandes Orb. Die Gmudsätze des Ver­bandes, nämlich Treue zu Kaiser und Reich, Treue zum Gemein­wesen, Treue dem eigenen Stande, um diesen wirksam zu ge­stalten für sich selbst und die Familie, ließen sich zusammeu- fassen in das Wort:Pflichttreue" und diese werde leicht gemacht, wenn man seinen Blick hinauflenke zu unserem Kaiser, der allen ein leuchtendes Vorbild sei. Ihm gelte sem Hoch. Freudig stimmte die Versammlung ein. Herr Bürgermeister Toermer -Orb erwiderte, daß, nachdem er schon am Sams­tag abend Gelegenheit gehabt, die Gäste inoffiziell zu begrüße«, er heute dies offiziell tun könne. Zum Schlöffe seiner Be­grüßungsworte wünschte er, daß die Verhandlungen und Be­ratungen dem Verbände zum Segen gereichen möchten. Nun­mehr wurde in die Tagesordnung ein getreten. Der Vorsitzende Herr B a r n e r - Caffel erstattete zunächst den Jahres­bericht, diesen einleitend mit dem Geanten des verstorbenen Zentralverbands-Vorsitzenben Schönrock. Die Versamm­lung ehrte das Andenkm desselben durch Erheben

von den Plätzen. Der wertausgreifende