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25. Mai

ZeichenpüLagogen: Fedor Flinzer, Stuhlmann, Hirth, Rein, Stäbe, Mattbaei, Lange, um die Hebung dieser DiSz'pln erinnernd, gedachte er dann desKaiserlichen Erlasses an den preußischen Kulmsminister vom 26. November 1900", der für eine all­gemeinere Wertschätzung der Zeichenkunst in den allgemein­bildenden Schulen den entscheidendsten Anstoß geben sollte. Die nächste Folge desselben waren dieneuen Lehrpläne vom 1. Juli 1901", die nebst den am 3. April 1902 veröffent­lichten AuSführungsbestimmungen auch eine völlige Umgestaltung des Zeichenunterrichts in höheren Lehranstalten herbeiführten, welche auf Grund des am 12. Juni 1902 vom Königlichen Ministerium herausgegebenen Lebrplanes auch in allen Volks- und Mittelschulen angebahnt werden soll. Um von der innigen Verbindung zwischen Kunst und Pädagogik, welche in diesem Lehrpläne zum Ausdruck kommt, zunächst Zeugnis zu geben, besprach Redner zuerst die Grundzüge der Reform, die sowohl hinsichtlich des Lehrzieles (Erziehung zu bewußten Sehen von Formen und Farben Ausbildung der zeichnerischen bezw. malerischen Ausdrucksfähigkeit Aneignung eines Be­dürfnisses nach wahrer Schönheit), der Stoffauswahl .(das Zeichnen ist nur im Anschluß an tatsächlich vorhandene Lebensformen oder in der Erinnerung haftende Wirklichkeits­bilder zu betreibe») und der Lehr weise (Vielseitigkeit der Betätigungsarten: Zeichnen nach der Wirklichkeit, Zeichnen aus dem Gedächtnis, Farbentreffen, freies Pinselzeichnen, Skizzieren, Linearzeichnen Wechsel im Gebrauch der Mate­rialien Streben nach Großzügigkeit bezüglich der optischen Betrachtung, geistigen Auffassung und graphischen Darstellung), künstlerischen Tendenzen huldigt. Dar­nach nahm er eine Besprechung der Einzelsorschriften vor und behandelte in übersichtlicher Weise die Aufgaben auf den verschiedensten Altersstufen unter Berücksichtigung der empfohlenen mannigfachen zeichnerischen Ausdrucksweisen. Nach­dem er auch noch die der Einführung dieser gesunden Reform entgegenstehenden Meinungen zu entkräften versucht hatte, schloß der Referent seine von hoher Begeiuerung für diese Kunstsache getragenen Ausführungen mit einer Aufforderung an die Lehrerschaft, unentwegt auf der gewiesenen freien Bahn dem Ziele entgegenzuschreiten, damit die Schule Mithelferin werde bei der Erziehung einer Generation, welche unsere Meister der bildenden Kunst versteht, deren Leistungen würdigt und bewundert und mit ihnen aus dem Borne reinster Schön­heit der Natur Erfrischung und neue Kraft schöpft. Eine laute, anhaltende Dankeskundgebung lohnte auch diesen Redner. Die kurze anschließende Debatte sachlichen Inhalts trug zur Klärung der verschiedensten Ansichten wesentlich bei und gab Zeugnis von der durch die Vorträge gewonnenen Anregungen.

Um 2 Uhr versammelten sich die Teilnehmer im Zunftsaal desselben Hauses zu einem Festessen, das durch manche treff­liche Ansprache aufs beste gewürzt wurde. Im Anschluß hieran wurde unter Führung des Herrn Professor Bronner eine Be- sichtigung der Sehenswürdigkeiten der Stadt vorgenommen. Den Schluß dieses Tages bildete ein Festkommers im Haupt­versammlungslokal, in dem durch Konzertweisen und Voriräge heiterer Art bestens für die Unterhaltung der Teilnehmer ge­sorgt wurde.

Hue aller Welt.

Das Mailüfterl. An verschiedenen Stellen Ostpreußens und in der Umgegend von Stralsund sank dieser Tage das Thermometer nachts auf 1 Grad unter Null. Die Felder und Wiesen woran am Morgen weiß von Reif, draußen hängende Wäsche war steif gefroren. So arg treibt,8 dasMailüfterl".

Raubmoro. An der 58jährigen Witwe Anna Faron in Floridsdorf bei Wien wurde gestern nachmittag ein Raubmord begangen. Täler bisher noch nicht ermittelt.

Kirre Wette. In Parchim in Mecklenburg weitete ein Mühlenbesttzer, demjenigen sein Grundstück zu überlassen, der auf dem Bauche liegend mit 2 Zentner Mehl auf den Schul­tern sich aufrichtet. Ein Mann brächte das Kunststück fertig. Jetzt will der Müller nur gescherzt haben, der andere aber ver­langt mindestens 1000 Mark und droht mit Klage.

Schiffsberichte.

Mitgeteilt ron Agent Ad. Treusch-Hanau.)

Der Hamburger DampferBelgravia" ist am 19. Mai wohlbehalten in New-York eingetroffen.

Hamburg, 19. Mai. Der DampferPrinz Joachim" von der Hamburg - Amerika - Linie ist gestern in Vera-Cruz und der DampferPhoenicia" vorgestern in Montreal ein- geiroffen.

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Lebensversicherttnas-Bank a. G. zu Bremen. ciJ" vorliegenden 86. Geschäftsberichte der Bank über das r Entnehmen wir, daß die Fortentwickelung des Geschäftes in finanzieller Hinsicht. Der erzielte Reingewinn Mk. 653273.95 gegen Mk. 6O6362.to im Vorjahre. Mk Ziniencinnahme stieg im Berichtsjahre auf 3Jlf 24 197 0»:^ Die Brümien-Re,erben und Ueberträge sind von was ein, ;b2 nKf Mk. 24 924 890.54 im Jahre 1903 gestiegen, Svvll!bek-.? !5""° von Mk. 797 803.02 ergibt. In mündelsicheren M°lv«cn waren Mk. 28 392 912.67 und in Wertpapieren Betrag «^""kielegt. Der in der Gewinn-Reserve angeiammelte VersÄckern^ Mk. 1934 655 82. Die Dividende in der Lebens- ^air i^^ würbe auf% der Todesfallsprämie für daS R»n?^t. Der V-rsicherungs Bestand betrug Ende 1908 Gesamt-» ^ Mk. 89533 903.- Versicherung« umme. Die M 87 605 264.75 ^ank beliefen sich pr. 31. Dezember 1903 auf

Mittwoch _

Drahtnachrichten.

Der nissisch-jaPanische Krieg.

W. Tokio, 24. Mai. General Kuroki berichtet, daß eine Abteilung Infanterie am 21. Mai mit einem aus 200 Mann feindlicher Kavallerie bestehenden Detachement 8 Meilen nord­östlich von Kuantien handgemein wurde. Der Feind floh in nordwestlicher Richtung und ließ 20 Tote zurück. Die Japaner hatten keine Verluste.

W. Jrkutsk, 24. Mai. Auf dem Baikalsee beginnt das Eis aufzubrechen.

W. Petersburg, 24. Mai. Ein Telegramm des Generals Kuropatkin an den Kaiser von gestern besagt: Am 22. und 23. Mai stellte die Kavallerie der russischen Vorhut fest, daß japanische Streitkräfte in der Richtung nach Westen auf dem Wege nach Haitscheng vorgingen. Am 21. Mai griff eine japanische etwa 6 Kompanien und 3 Eskadrons starke Abteilung mehrere Kosakenioinien an, die zu Fuß das rechte Ufer des Sedzihosluffes besetzt hielten. Bei Beginn des Ge­fechts zog sich die japanische Kolonne hinter japanische Infanterie zurück, die nicht wagte, das Tal zu durchschreiten und sich auf fast ununterbrochenes Fernfeuer beschränkte. Nur eine unbe­deutende Abteilung versuchte den Fluß zu überschreiten, um den russischen linken Flügel zu umgehen, wurde aber in die Flucht geschlagen. Gegen abend zogen die Japaner ihre Posten­ketten ein und zogen sich zurück. In diesem Gesicht wurden zehn Kosaken verwundet.

Petersburg, 25. Mai. In Odessa trafen auf dem russischen DampferRossija" 500 Erwachsene und 20 Kinder ein, die die Japaner von russischen Handelsschiffen zu Ge­fangenen gemacht halten.

Nach einer Meldung derMorningpost" aus Schanghai vom 23. Mai, offenbar aus chinesischer Quelle, wären die Russen beschäftigt, die Kriegsvorräte und Proviant aus den bisherigen Stellungen nach Charbin zu schaffen. Hundert Lokomotiven und 800 Wagen seien in Liaujang bereit, Reitende und Güter zu befördern. Man schließe daher auf Vorbe­reitungen zum Rückzüge. Eine Depesche derDaily Mail" aus Niutschwang, die deutlich erkennbar aus russischer Quelle schöpft und der Zensur untersteht, meldet, die neuerliche Ver­änderung in den japanischen Plänen erkläre sich aus dem Wunsche, bald zur Besetzung von Dalnij zur engeren Ein­schließung von Port Arthur zu gelangen. Die erste japanische Armee sei zurückgegangen und verschanze sich in Föngwang- tichöng. General Mischtschenko mit 4000 Kokken stehe am Motienling-Passe und halte Fühlung mit den japanischen Vor­posten. Die zweite japanische Armee wende sich von Pitzewo und Port Adam lanaiam südwärts, um einen kombinierten Angriff zu Lande und zu Wasser gegen Kintschou zu unter­nehmen. Dieser Punkt müsse genommen werden, ehe an eine enge Einschließung Port Arihurs zu denkm sei. Die dritte japanische Armee halte sich in Hiroschima zur Einschiffung be­reit. Die japanische Flotte liege teils vor Vort Arthur, teils in der Bucht von Tatienwan. Das Ge chwader, das jüngst Kaitjchou bombardiert, eine Abteilung Marinelruppen und Matrosen gelandet, aber wieder eingeschifft habe, fei nicht von Transporidampfern begleitet gewesen. Es werde demnächst die zweite Armee bei ihrem Einschiffen auf Kintschou von der Seeseite her unterstützen. In Niut'ch vang steht wieder eine kleine russische Besatzung bereit, vor stärkeren Angreifern das Feld zu räumen. General Kondratowilsch leitet die Verwal­tung. Man erwarte einen schließlichen Angriff jedoch erst nach der Einschließung Port Arthurs zu Lande.

Die Gefahr treibender Mine«».

Vriiffel, 25. Mai. Zwei Handelsschiffe, die oen Colombo (Ceylon) nach dem äußersten Osten liefen, sind ver­schollen; man befürchtet, daß sie auf treibende Minen gestoßen und gesunken sind.

Washington, 24. Mai. Die Marineattachees der Ver­einigten Staaten im Auslande erhielten Instruktionen, zu be­richten über die Gefahr für die neutrale Schiffahrt durch schwimmende Minen an der mandschurischen Küste. Der Be­richt wird dem Generalseeamt übergeben werden, welches seine Ansichten dem Präsidenten unterbreiten wird. Eventuell sollen den Kriegführenden Vorstellungen gemacht werden.

Internationale Versammlung von Männern der Wiffenschast.

London, 24. Mai. Im Hotel Metropole fand heute abend eine internationale Versammlung von Männern der Wissenschaft statt. Bei dem Bankette, das von der Royal Society of London zu Ehren der internationalen Vereinigung der Akademien verunstaltet wurde, führte Sir William Huggins den Vorsitz. Abordnungen aus jeder Hauptstadt Europas und aus Washington waren anwesend. Die Verhandlungen wurden mit einer Ansprache des Professors Diels-Berlin ge­schlossen, der einen Toast auf die Royal Society ausbrachte.

Stahlwerksverband.

Berlin, 25. Mai. DieVossische Zeitung" erführt zu den Verhandlungen der Oberschlesischen Werke mit dem Stahl- werksverbande, daß die schlesischen Werke zunächst die Bildung eines eigenen Stahlwerksverbandes für Oberschlesien beab­sichtigen, der unter Führung der Vereinigten Königs- rmb Laurahütte zu stehen und alle Produkte der schlesischen Hütten zu umfassen hätte, dieser Verband werde bann als solcher dem allgemeinen deutschen Stahlwerksverbande beitreten und von letzterem eine Pauschalbeteiligungsquote überwiesen erhalten, die er an die einzelnen schlesischen Werke zu verteilen hätte. Das Perfektwerden dieses Planes sei bereits binnen wenigen Wochen zu erwarten.

Kongreß für gewerblichen Rechtsschutz.

Berlin, 24. Mai. Bei dem Festmahl der Berliner Handelskammer für den internationalen Kougriß für gewerb­lichen Rechtsschutz hielt der Pariser Handelskammei präsident Lezrand eine Rede, in her er die Bedeutung her Berliner Handelskammer hervorhob, deren Liberalismus und Um6« hängigkeit Frankreich bereits rühmen durfte, als sie die Er»

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Weiterung der Handelsverträge forderte, die in einer langen Reihe von Jahren zu dem fabelhaften wirtschaftlichen Auf­schwung Deutschlands beigetragen habe. Auch die Pariser Handelskammer mrwcht stets den Grund'atz, daß Handels­verträge nötig seien für die Entwickelung des internationalen Handels und daß sie dazu beitragen, die Schranken, die den Verkehr zweier Völker mit einander hemmen, zu verkleinern. Der Präsident der Wiener Handelskammer Maresch ge­dachte der Handelskammern und ihrer Aufgaben.

Französische Deputierieukammer.

Paris, 24. Mai. Der Nationalist Millevoix bringt eine Interpellation über den Stand der Armee ein. Er legt Verwahrung ein gegen jeglichen Gedanken einer teilweisen Abrüstung und erwähnt die Rüstungen in England und vor allem in Deutschland. Millevo x fragt an, ob das Gesetz über die zweijährige Dien st zeit die Verteidigung der Nordostgrenze sicherstellen werde. Der radikale Sozialist Mau je an erklärt, die zweijährige Dienstzeit werde den Effeklivbestand des Heeres auf 575 000 Mann bringen. Man dürfe nicht danach streben, die Heeresstärke Deutschlands zu erreichen, jedoch müsse man seine ganze Sorgfalt auf die vor­geschobenen Heereskörper verwenden. Darauf zeigt er, wie man bei der zweijährigen Dienstzeit zu organisieren haben werde. Der K r i e g s m i n i st e r erklärt, er werde keiner Vorlage zu­gänglich sein, die der Stärke des Heeres Abbruch zu tun ge­eignet wäre, und legt dar, daß es bei Einführung der zwei­jährigen Dienstzeit keinerlei Dienstbefreiung mehr geben werde. Der Effeklivbestand werde gleich bleiben. Hierauf wird die Generaldebatte geschlossen. Die einfache Tagesordnung wird ohne Widerspruch angenommen.

Die Balkanfrage.

Konstantinopel, 24. Mai. (Meldung desWiener K. K. Telegr.-Korresp.-Bureaus". Einem Jrade zufolge be­ginnt heute schrittweise die Räumung von Sassun. Die Ein­wohner werden in der Gegend von Mu ah untergebracht. Der Bandenführer Andranitsch ist verschwunden; infolgedessen ist im Sandschak Musch eine gewisse Beruhigung eingetreten. General Salih Pascha hat den Auftrag erhalte», nach Musch zurückzukehren.

Der Aufstand in Uruguay.

Moutevidso, 24. Mai. (Reuter"-Meli»ung.) Der Präsident der Republik gibt einen Sieg der Regierungstruppen unter General Muniz bekannt; es seien insgesamt 80 Mann gefallen und 200 verwundet.

Der Ueberfall eines australkfchen Schooners bei den Admiratitätsinseln.

Berlin, 24. Mai. Ueber den Ueberfal, den Einge­borene der Admiralitätsinseln auf den australischen Schoontr Will" verübt haben, liegt jetzt nach derNordd. Mg. Ztg." eine Meldung aus dem Bismarck-Archipel vom 14. März vor. Der Schooner gehörte der englischen Perlsischereigesellschaft Hamilton u. Co. Die Mannschaft wurde getötet, das Schiff auSgcplündert und dann zerstört. Anfang des Jahres 1903 erlitt diese Firma einen ähnlichen Verlust, wobei auch ein Weißer das Leben verlor. Diesmal ist die Bemannung auB Chinesen, Malayen und Eingeborenen zusammengesetzt gewesen, Weiße sind nicht erschlagen worden.

AuS Kolumbien.

Washington, 25. Mai. (Reuter.) Eine dem Staats­departement zugegangene Meldung besagt: Die kolumbische Regierung teilte dem Geschäftsträger der Vereinigten Staaten in Bogota mit, sie ziehe es vor, mit dem neuen Gesandten der Vereinigten Staaten Russell nicht in Beziehungen zu treten. Ausdrücklich wurde erklärt, der Einwand gegen Russell werde nicht aus persönlichen Gründen erboben; die kolumbische Re­gierung wolle damit nur den in der Republik verbreiteten Unwillen gegen die Vereinigten Staaten ausdrücken. Jede amerikanische Gesandtschaft würde gegenwärtig Einwänden be­gegnen.

Verstorben.

Oberndorf, 25. Mai. Oberst Rifat-Bey, Chef der türkischen Waffenprüfungs-Kommisston, ist an Lungenentzündung gestorben.

DreSden, 25. Mai. Frau Prinzessin Johann Georg ist gestern abend gestorben.

Ausstandsbewegung.

Wien, 24. Mai. Der Große Ausschuß der Bau- und Steinmetzmeister-Genossenichaft beschloß heute, infolge des gestern gefaßten Beschlusses der Bauarbeiter, in einen partiellen Streik zu treten, einstimmig, an sämtlichen Bauten am 28. Mai die Arbeit« zu entlassen.

New Uork, 24. Mai. Die Verlader der New-Dork- Newhaven and Harrford-Fisenbahn sind ausständig geworden. Mehrere Tausend Angehörige verwandter Berufszweige, darunter 8000 Fuhrleute von New-Dork, drohen, um ihrer Sympathie für die Ausständigen Ausdruck zu geben, ebenfalls mit dem Ansstande. Der Sonderwagen deS Präsidenten Roosevelt mußie einen großen Umweg machen, um nach Groton (Mass.) zu gelangen, wo der Sohn des Präsidenten die Schule besucht.

Wegelagerer.

Offen a. d. R., 25. Mai. Der zwischen Borbeck und Dergrborbeck verkehrende Postwagen wurde von Wegelagerern überfallen. Der Postillon wurde schwer verletzt. Die Täter sind geflüchtet.

Schwerer Unfall.

Kosten, 25. Mai. Auf dem dem Großherzog von^ Sachsen gehörigen Gute Raco wurden drei Hengste beim Aus­führen aus dem GutShofe wild und gingen durch. Ein Reiten stürzte und brach das Genick, einem anderen wurde dmch einen Hufschlag die Schädeldecke vollständig zertrümmert.

Hagelfchlag.

Madrid, 24. Mai. Durch heftigen Hagelfchläg wurden in Orense 50 Personen verwundet und bedeutender Material­schaden angerichtet.