Erstes Matt
Hanauer W Anzeiger
Geucral-Auzeiger
vezngSprelSt
-Siertelsährlich 1,80 Mk., monatlich G0 Pfg., für aus- wärtige Wonnenten mit dem betreffenden Postaug-Naz. Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.
EnrrSckmi-Sgerühr
Für Stadt- und Landkreis Hanau 10 Pfg. die Mf- NspMuPsÄtzeüe »der deren Raum, für Auswärts 15 Wg.,
Gedruckt und verlegt in der Buchdruckerei des verein, ev. Waisenhauses in Hanau.
Amtliches OkW flr Stadt- md Landkreis Hanan.
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
im Rcklamentheil die Zeile 25 Pfg^ für Auswärts 35 Pfg.
Verantworil. Redakteur: G. Schrecker in Hanau.
Nr. 106
Fernsprechanschluß Nr. 605.
^reitaa den 6. Mai
Ferusprechauschluß Nr. 605
1904
Hierzu
Amtliche Beilaae" Nr. 8
Zu den Kosten der Ausbildung des Landwirts Hch. Schustert in Ostheim als Obstbaumwärter sind seitens des Kreises und der Gemeinde je 25 Mk. gewährt worden. Im Landkreise sind nunmehr 7 ausgebildete Obstbaumwärter ansässig.
Amtliches.
Zwangsversteigerung.
Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft, die in Ansehung der in der Gemarkung Grohkrotzenburg belegenen, im Grundbuche von dort Band I Artikel 34 zur Zeit der Eintragung des Dersteioerunqsvermerkes auf den Namen des Wagners Joseph Klassert, Heinrich Josephs Sohn, in Großkrotzenburg und besten Ehefrau Eva geb. Kremer je
zur ideellen Hälfte eingetragenen Grundstücke:
P P P
437 = 43 qm, Wiese die Bann^ärten (Neinertrag 21 Pf.),
438 = 1 ar 04 qm, Wiese daselbst (Reinertrag 48 Pf.),
442 =
2 ar 32 qm, Wiese daselbst (Reinertrag 1 Mk.
Für Gemeindeobst ist
Windecken . Bergen . . Bischofsheim Bruchköbel . Dörnigheim Eichen . . Erbstadt . Gronau. . Hochstadt . Hültengesäß Kilianstädten
110.74 337.—
159.-
14.65 343.40 105.61 35-9.09 168.93
52.- 59.40
69.73
Mk.
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im Jahre 1902 gellst worden in:
Langenselbold . 857.70 Mk.
Mitlelbuchen . 29.13 „
Langendiebach . 48.50
Riederisstgheim. Riederrodenbach. Oberd orfelden . Oberisstgheim . Oberrodenbach . Ostheim. . . Ravolzbausen . Roßdorf. . . Rüdigheim . .
72.80
112.95
—.50 28.90 16.74 48 10
631.02
76.—
65.10
P P P P N
448 =
444 —
435 =
436 =
46 qm, Wiese daselbst (Reinertrag
24 qm, Wiese daselbst (Reinertrag
8 2t 12 24 12
stalt gemachten Aufwendungen bezw. auf Ersatz der auf den Anteil der Stadt fallenden Kosten verklagt worden. In dem Prozeß hat eine mündliche Verhandlung noch nicht stattge- funben. Eine aktenmäßige Darstellung der Verhandlungen bis zur Klageerhebung ist dem Kreistage in der Sitzung vom 26. März b. J. zugegangen. Zur vorläufigen Deckung der vom Kreise verauslagten Summen ist in dieser Sitzung die Ausnahme einer Anleihe von 35 000 Mark bewilligt worden. Im ersten Betriebsjahr (1. Juli 1902 bis 30. Juni 1903) wurden der Anstalt überwiesen: 89 Pferde, 231 Kühe, 1 Fohlen, 52 Rinder von 3 Monaten bis 1 Jahr, 273 Kälber, 191 Ziegen, 16 Lämmer, 2 Schafe, 220 Schweine, 134 Ferkel, sowie eine Anzahl andere kleinere Tiere und die im hiesigen Schlachthof verworfenen Einzelorgane. Das Rohmaterial im Gewichte von 153 520 Kilo, in 217 Chargen verarbeitet, brächte 14 367 Kilo — 9,35 pEt. Feit und 41 301 Kilo — 26,90 pCt. Kadavermehl. An die Vieh- befltzer wurden nach Maßgabe des bis zum 31. März 1904 in Gültigkeit gewesenen Tarifs 1926 Mark als Entschädigung für Häute gezahlt. Die vom Kreistag am 7. November 1903 abgebörte Delriebsrechnung, in welcher ein Teil der Baukosten berücksichtigt ist, schließt ab
in Einnahme 47 085 83 Mk, „ Ausoabe 46 642.55 „
mit einem Bestand von 443.28 Mk.
Don einer Rentabilität der Anstalt, die lediglich aus samtäLs- polizeilichen Gründen errichtet ist, kann bei dem geringen Anfall von Tierkadavern keine Rede sein; es muß dccher von den beiden Betriebskreisen ein geringer Zuschuß geleistet werden. . ■ ' "
Die landwirtschaftliche Winterschule zu Geln-
Haufen wurde im Wintersemester 1903/04 von 8 Schülern aus dem Landkreise besucht. 3 hiervon erhielten Unterricht im Ober- und 5 im Unterkursus.
Die Grundstücks - Zusammenlegung ist im Berichtsjahre in Langenselbold un" Kefselstadt beendet, in Gronau, Hültengesäß—Neuwiedermuß, Marköbel, Ravolzhausen, Wachenbuchen und Windecken im Gange. Begründete Anträge liegen von Kilianstädten und Oberdo-ielden vor.
Reallasten-Ablösungen sind in Gronau, Eichen und Hüttenqeläß d'"-chgeführt.
Belohnungen für treue Dienstzeit. Von dem aus KreiSmitteln zur Verfügung gestellten Betrage von 150 Mark erhielten für 15jährige ununterbrochene treue Dienstzeit in landwirtschaftlichen Betrieben je 20 Mk.: 1. Dieustknecht Bernhard Bergmann - Großkrotzenburg^ 2. Dienstknecht Ernst Kaikbof-Marköbel, 3. Diensimagd Elisabeth Stark-EKonau.
spür die Vertilgung bezw. Zerstörung der im Kreise nistenden Raben und Rabenhorste sind pro 1903 = 1667.72 Mk. verausgabt, wozu der Staat eine Beihülfe von 667.72 Mk. gewährt hat. Im ganzen sind 21162 Eier, 4322 junge und 865 alte Raben abgeliefert, sowie 5900 Nester zernört.
Schankkonzessionen. Im Geschäftsjahr 1903 wurden 58 Amräge auf Erteilung von Schankkonzessionen rc. gestellt. Neugenehmigt wurden: 1 Gastwirtschaft in Bischof-Heim, 2 Vereinswirtschaften (Ruder- und Turnverein) in Fechenheim, je 1 Branntwein! einhandel in Keffelstadt, Großauheim, Bergen, und Langenselbo d, je 1 Kaffee-, Milch- und Mineralwaffer- Ausschank in Fechenbeim und 1 Ausichank alkoholfreier Getränke in Enkheim. 8 Gast-, 4 Schank-Konzessionen und 2 Branntweinkleinhandlungen sind auf Betriebsnachfolger übcr- jchrieben, 33 Anträge wurden abgewiesen.
Viehseuchen. Im Jahre 1903 kamen in 15 Gehöften des Landkreises 16 Milzbrandfälle vor. Der Schweineroilauf kam zum Ausbruch in 1 Gehöft in Enkheim, wobei 3 Schweine und in 1 Gehöft in Großauheim, wobei 1 Schwein gefallen ist. In Form der Backsteinbi attern (Neffelsteber) wurde der Rotlauf in 1 Gehöft in Fechenheim und in 2 Gehöften in Langenselbold festgestellt. Die Schweineseuche (Schweinepest) trat in 7 Gemeinden, besonders in Dörnigheim und Ostheim bösartig auf. Der Krankheit erlagen 171 Schweine und Ferkel. An der Geflügelcholera sielen in Keffelstadt und Fechen- Heim 5 Gänse und 5 Hühner. Von der Maul- und Klauenseuche ist der KreiS verschont geblieben.
Von den tn der Zeit vom 1. März 1903 bis dahin 1904 angekörten Stieren entfallen auf
Pf.), Pf.), Pf.), Pf.), Pf.),
48 qm, Wiese daselbst (Reinertrag
26 qm, Wiese daselbst (Reinertrag 484/290 = 4 ar 39 qm, Nebengasse Nr. xw, a) Wohnhaus mit Anbau (A) (früher Werkstätte)
106,
und Hofrarm, b) Scheuer mit Stall (C), c) Wirtschaftsgebäude mit Tanzsaal, d) Waschküche und Remise, e) Schweinestall und Remise, t) Stall mit Remise, g) Halle mit Kegelbahn,
— Geiamtnutzungswert 336 Mk. —, 849/421 = 8 ar 02 qm Hosraum, daS Werdrg am Römerbrunnen, besteht, sollen diese Grundstücke
P
am 24. Juni 1904, nachmittaas 41 M Uhr, durch das unterzeichnete Gericht in Grostkrotzenburg im Gasthaus „zum Schlüssel" versteigert werden.
Hanau den 23. April 1904.
Königliches Amtsgericht 2.
8539
Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Hanau belegenen, im Grundbuche von dort Band 63 Blatt Nr. 3496 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Ehefrau des Kaufmanns Georg Noth, Katharina geb. Welsch in Hanan eingetragenen Grundstücke:
Kartenblatt EE Parzelle 473/28, Garten, jetzt Hofraum an der Rhönstraße, = 7 ar 43 qm, und
Kartenblatt EE Parzelle 299/27, Garten, jetzt Hofraum vor dem Mühlior — 77 qm,
— jetzt bebaut mit Wohnhaus Rhönstraße Rr. 5, zur Gebäudesteuer mit 3900 Mark Nutzungswert veranschlagt —
am 17. Juni 1904, vormittags 10‘M Uhr, durch das unterzeichnete Gericht, an der Gerichtsstelle, Marktplatz 18, Zimmer Nr. 14, versteigert werden.
Hanau den 23. April 1904.
Königliches Amtsgericht 2.
8540
Hus Stadt und Cand.
Hanau, 6. Mai.
Aus dem Landkreise Hanau.
Dem Berwaliungeberichte des Kreisausschustes pro 1903 entnehmen wir weiter nachstehende Angaben:
Kreiswanderbibliotheken. Im Jsbre 1903 sind zwei weitere Wanderbibliotheken mit je 80 Bänden beschafft und eine Standbibliothek mit 118 Bänden errichtet. Letztere ist zur Ergänzung der z. Zt. bestehenden 22 Wanderbibliotheken bestimmt. Nach den Berichten der Bibliotheksverwalter werden dieselben bei einer großen Nachfrage recht fleißig gelesen. Die Ausgaben pro 1903 belaufen sich aus 506.60 Mk., wozu staatlicherseits eine Beihilfe von 250 Mk. bewilligt wurde. Für Volkskalender wurden 169 Mk. verausgabt, wozu der Staat wiederum einen Beitrag von 70 Mk. geleistet hat.
Dem Obstbau-Verein für den Regierungsbezirk Castel wurde zu der am 2. Oktober in Hanau abgehaltenen Obstbau- Ausstellung eine Beihilfe von 150 Mk. und dem Kreisobstbauverein eine Unterstützung in Höhe von 50 Mk. bewilligt.
den Körungsbezirk Langenselbold . . 20 Windecken ... 17 Bergen .... 11 Hanau .... 21
Von diesen angekörten Stieren sind 50 Simmentaler Abstammung bezw. Nachzucht, 17 Simmentaler Kreuzung und 2 Oftsriestscher Rasse bezw. NiederungSvieh. Die Zuchteber unterliegen der Körung nicht. Die Eber in Langendiebach und Langenselbold sind aus besonderen Antrag vom KreiS- tierarzt unter acht und zur Zucht sür tauglich befunden worden.
Sammelwa enmeisterei. Die Baukosten der vom Kreise für den Stadt- und Landkreis Hanau errichteten Sam- melwasenmeisterei betragen nach der endgültigen Abrechnung, einschließlich aller bis zur Beiriebseröffnung am 1. Juli 1902 entstandenen Kosten und Zinsen — 74713.39 Mk. Die Stadt Hanau hat nach langen Verhandlungen, welche sich von Oktober 1902 bis zum F bruar 1904 hingezogen haben, die Anerkennung der Kosten mit Rücksicht auf die Ueberschreitungen gegen den allgemeinen Voranscblag abgelehnt und ist vom Kreisauslchuß auf Anerkennung der vom Landkreise für die gemeinschaftliche Anstalt gemachten Aufwendungen bezw. auf Anerkennung der vom Landkreise für die gemeinschaftliche An
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* Maggenfchmuck tragen heute unsere öffentlichen Gebäude aus Anlaß des Geburtstages Sr. K. u. K. Hoheit des Kronprinzen.
* Herr Regierungspräsident v. Oertzen, der seine Anhänglichkeit an Hanau, seinen früheren Wirkungskreis, stets dokumentiert hat und auch hier trotz der dahingegangenen Jahre noch allseits in bester Erinnerung steht, hat seine Rückkehr von einer Steife aus Süddeutschland bekanntlich benutzt, hier eine Reiseunterbrechung eintreten zu lassen. Seinen hiesigen Aufenthalt benutzte er, um alte, liebe Beziehungen zu pfl-gen, wie schon aus unterer gestrigen Notiz zu ersehen war. In Stadt und Land wird er stets ein gern gesehener Gast sein.
* Städtische Sparkasse. Der Geschäftsverkehr Hai sich im Monat April d. I. wie folgt entwickelt:
Einlagen auf 1623 Sparkassenbücher Mk. 191.875 Rückzahlungen auf 570 „ „ 140.425
Mithin mehr eingelegt Mk. 51.440
Neu auSgefertigte Sparkassenbücher 91 Stück. Vom Januar bis April 1904:
Einlagen auf 8370 Sparkassenbücher Mk. 941.086 Rückzahlungen auf 2661 „ * 582.378
Mithin mehr eingelegt als zurückgezahlt „ 358.708 Neu ausgefertigte Sparkassenbücher 595 Stück. Zinsfuß für E.nlagen 3V1 pCt.
* Steckbrieflich verfolgt wirb der aus der Zwangs- erziehungSanstalt Sannerz entwichene 13jährige Zögling Karl Schroeder aus Bensheim, der in der Nachbarschaft der Anstalt vor seiner Entweichung einige Diebstähle ausgeführt hat.
* Gestohlen wurde gestern in Frankfurt a. M., wir man von dort meldet, ein Rollfederwagen mit — Pferd.
* Jubiläum. Morgen, am 7. Mai, sind es 25 Jahre, daß Herr Peter Bauer von Kleinauheim ununterbrochen im Geschäft des Uhrgehäusefabrikanten I. B. Pelissier beschäftigt ist.
* Ausflug. Der biesige Stemm-und Ringklub „Eiche* unternimmt kommenden Sonntag einen Ausflug nach Groß- Aubeim, Gasthaus zum Anker. Freunde und Gönner sind freundlichst eingeladen.
® Hanauer Ortskrankenkasse. Gestern abend fand im unteren RatbauSmale die Generalversammlung der genauer Ortskrankenkasse statt. In dem gedruckt vorgelegten Geschäftsbericht für 1903 wird zunächst darüber Klage geführt, daß die Zahl der Mitglieder schon seit Jahren stagniert und dieS auf die Gründung der zahlreichen kleinen beruflichen Sonderkosten zurückgeführt. Es sei deshalb auch an den hiesigen Magistrat sowie an den Herrn Regierungspräsidenten daS Ersuchen gerichtet worden, weitere solche Kasten nicht mehr zu genehmigen, jedoch mit negativem Erfolg. Statt der seither bestehenden 8 Mitglieder-Klassen wurde beschlossen, deren nur noch 7 bestehen zu lassen, und wurde bei dieser Neueinteilung der ortsübliche Tagesohn in der höchsten Klaffe von 4 Mk. auf 4.50 Mk. erhöht, in der ersten Klaffe dagegen von 1 Mk. auf Mk. —.85 ermäßigt. Hierdurch wurde erreicht, daß das