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Erstes Blatt

LezagSprelS: EmrLLmrgsgebüh-

Dierteljährlich 1,80 M., monatlich 60 Pfg., für aus- 1 IBI aB IBIS II »Ä lil&i Für Stadt- und Landkreis Hmau 10Pfg. die fünf»

nötige Abonnenten mit dem bettefjendm Poßauffchlag. ^^< vv vv W vv ▼♦ gespaLenePÄtzeile oder deren Raum, für Auswärts 1H Pg.,

Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg. itn R-klamemheil die Zelle 25 Pfg.,

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^°ukes « H---U. ^t täglich mit Ausnahme der Sonn- undFeiertage, mit belletristischer Beilage. ^^ biedalteur- G. S4«-.P « ^au.

Rr. 77

Fernere lanschluk Nr. 605

Donnerstia den 31. März

Fernsprechanschluß Nr. 605.

1904

Amtliches.

Candkreis Danau.

Manntmachungen des Königl. Landratsamtes.

Unter dem Schweinebesiande des Domaineupächters G. Schwarz zu Kinzigheimerhof ist die Schweine­fett che festgestellt.

Die Gehöftsperre ist ang-ordnet worden.

Hanau den 26. März 1904.

Der Königliche Landrat.

V 2130 I. A.: Conrad, Kreissekretär.

a«Z dem Voranschlag zum KreishausftaHsPlan des Landkreises Hanau für 1904.

Titel

Titel Titel Titel Titel Titel

Titel

Titel

Einnahmen:

I Betriebsfonds und Überschuß aus Vorjahren

II Vermögeusverwaltung

III Verwaltungskostenbeilrage

IV Unterhaltung der Landwege

V Dotationen, Gebühren u. Abgaben

VI Kreisabgaben (Kreis-, Hunde- u.

Betriebssteuern)

VII Vorschüsse

VIII Insgemein

17000, Mk.

23922,50

2905,10

18660

8410

146500,

379.80

Hue Stadt und Cand.

Hanatt, 31. März.

Historische Gedenktage.

81. März 1567 starb Landgras Philip p der Groß­mütige, 62 Jahre alt, nach einer Regierung von im ganzen fast 58 Jahren, von welchen jedoch neun Jahre unter die Vormundschaft, erst der sogenannten Regenten (Landhofmeister von Boineburg u. a.) sodann seiner Mutter. Anna von Mecklenburg, fallen. i

1. April 1594. Ordnung für die Casseler Schützenkompaz- nie, welche letztere nach dieser, später nur in einzelnen Punkten abgeänderten Vorschrift bis zur westfälischen Zeit bestand. Daß es damals mit chr zu Ende ging, sah man wohl daraus, daß sie sich übermäßig beeiferte, dem Herrscherpaar Jerome und Katharina zu huldigen; es half das nichts, denn sie ward doch aufgelöst. Nach der Restauration 1813 ward sie zwar wieder hergestellt, ober nur als ein Schatten früherer Zeiten, um 1831 in der Bürgergarde zu verschwinden, deren Leben übrigens nicht von so langer Dauer gewesen ist, als das der Schützen- kompagni- von Gaffet

1. April 1651 starb Landgraf Johann von Hesseu-Darm­stadt, jüngerer Bruder des Landgrafen Georg II., und «iterer des Kardinals und Fürstbisbofs von Breslau, der 1636 zur katholischen Kirche übergetreieu war. Land­graf Johann hatte seinen Sitz zu Braubach in der Nieder-

Titel

Summa der ordentlichen Einnahmen 229000, IX Außerordentliche Einnahmen 12000

Titel Titel Titel Titel Titel Titel

Gesamt-Einnahmen

Ausgaben:

I Betriebsfonds u. Ueberzahlung .

II Vermögensverwaltung III Kreisoerwaltungskosten .

IV Unterhaltung der Landwege V Leibungen an andere Kassen

241000,

M Mk!

VI Für Armen- u. wohltätige Zwecke Titel VII Für gemeinnützige Einrichtungen rc. Tuet VIII Vorschüffe .... Titel IX Insgemein

15000, 37380, 18627,50 87300, 42000,

15000,- 6500, 6416,

776 50

Mk.

w

«

w

M

V

M

Symme der ordentlichen Ausgaben 22900U, Mk.

Titel X Außerordentliche Ausgaben . 12000, Gesaml-Ausgaben 2410U0, Mk.

Abschluß.

Die Einnahmen betragen Die Ausgaben Betragen Hanau den 29. März 1904.

241000,Mk.

241000,-Mk.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses.

A1350 v. Beckerath.

Schulsache.

Die Anmeldung der in der Zeit vom 1. Oktober 1897 bis 30. September 1898 geborenen und zu Ostern ^ses Jahres schulpflichtig werdenoen Kinder kann

Mittwoch den 6. April,

Donnerstag den 7. April, Freitag den 8. April und Samstag den 9. April, vormittags von 1012 Uhr, im Konferenzzimmer der Knabenschule bei dem Unterzeichneten bewirkt werden.

Borzulegen ist von allen Kindern der Impfschein. W i ^vder, die auswärts geboren sind, ist auch noch der deburts- oder Taufschein beizubringen.

Eine Gefamtanf,rahme zu Beginn -es neuen Schuljahres findet nicht mehr statt.

Langenselbotd am 30. März 1904.

Der Ortsschulinspekior. M a l d f e l d , Rektor.

6152

Bekanntmachung.

Im Handelsregister Abt. A ist zu Nr. 9 Firma Johannes Keller II., Langendiebach eingetragen:

Tie Firma ist erloschen.

-angenselbold den 25. März 1904.

Königliches Amtsgericht.

6143

* W* Redaktionell. Des Karfreitags wegen erscheint die nächste Nnmmer unseres Blattes erst Samstag den 2. April zu gewohnter Stunde.

* Grüner Donnerstag. Er wird sich wohl kaum jemals entscheiden lassen, woher der Name des grünen Donners­tags eigentlich stammt. Wahrscheinlich geht dasGrün" at j düsen oder jenen aliheidni'chen Frühlingsbrauch zurück, wonach die bekannte ErklärungTag der erben grünen Kräuter" manches für sich hat. Im Volke ist es jedenfalls Sitte gewordeu, an diesem Tage neben den gewöhnlichen Speisen irgend etwas Grünes zu genießen, sei es nun eine Kräutersuppe aus sieben Arten Kräutern, oder ein Kräutergemüse, Rübrn'>lat, Spinat oder, wie in Böhmen, mit Grünzeug gefüllte Mehlspeisen uiw. Daneben darf der Honig am grünen Donnerstage nicht fehlen. Vor allem Möglichen schützt dieses Honizrssen: vor dem Dumm- .werden wie man glaubt, anderwärts vor dem Biß toller Hunde, vor Ungeziefer in der jungen Saat und vor andrrm Unglück. Überhaupt sichert man sich am grünen Donnersiage durch geeignete Maßnahmen das Glück und den Segen des ganzen Jahres. Die christliche Kirche hat den grünen Donners­tag mit der Einsetzung des heiligen Abendmahles durch Christus in Verbindung gebracht. Man spricht deshalb in einigen Län­dern auch von demreinen",reinigenden",hoben" oder großen" Donnerstage. An diesem Tage der Karwoche wird in evangelischen Gegenden unter zahlreicher Beteiligung, das Abendmahl gefeiert, während die katholische Bevölkerung vor allem sich an die von Jesus vorgenommeue Fußwaschung erz innert und es hoch ausnimmt, wenn an katbolischen Fmstrn- Hsien, wie z. B. in Wien, eine enisprechende feierliche Zeremonie mit armen alten Leuten vorgenommen wird.. Pilger und atme Reisende konnten früher sicher fein am grünen Donnerstage eine bei anders freundliche Aufnahme in K östern und H-lpnälern zu finden, gab es doch zu diesem Zwecke eigene Gründonners- lazs-Stlstungea. Der wieder auflebende Frühl-ng läßt sich um die Osterzeit leicht mit dem Immergrün der christlichen Hoffnung verweben und so ist eS beqre fl ch, daß da die Herzen überhaupt weicher gestimmt waren und auch des lieben Nächsten gern gedachten. Ja sogar den Toten wollte man eine Freude machen und schmückte deshalb am grünen Donnerstage ihre GcrenMxn in der Kirche mit blühe,wen Wrideuzweigen, eine Sitte, die in ländlichen Gegenden noch nicht ganz verschwun­den ist.

* Aohanneökirche. Die Vorbereitung zum heil. Abend­mahl für Kartreitag findet im Anschluß an den Go-teedienst am GlöudonnerStag abends 7 Uhr statt und dir Vorbereitung für den 1. Öftertast am Karfreitag nachmittags 2 Uhr, woselbst die Konfirmanden Anteil nehmen.

* Personalien. Oberkrie-Sgerichtsrat Mülberger vom 18. Armeekorps ist als Rat an das Reichsmilitärgericht nach Berlin berufen. An seine Stelle tritt Kriegsgerichtsrat Hasemann von der 21. Division.

* Oberförsterfiellen. Die Cherförfter sieden Brachi im Regierungsbezirk Gaffe! und Eberbach im Itegierungsbezirk Wiesbaden sind voraussichtlich zum 1. Juli 1904 anderweit zu besitzen.

Die ^utiae Nummer umfaßt autzer dem iUUtrbaüuuyoVlßii 14 Geitett»

Ä * Hauptversammlung des Turn- & Fechtklubs. Am Montag abend hielt der Turn- & Fechtklub in dem klei­nen Saale der Turnhalle seine diesjährige ordentliche Haupt­versammlung ab. Aus dem Jahresbericht des Vorsitzenden entnehmen wir folaendes: Der Verein besteht jetzt 35 Jahre und zählt 183 Mitglieder in der Männer- und Jugend­abteilung gegen 174 im Vorjahre. Die Damenabteilung, ge­gründet 1892, zählt gegenwärtig 52 Turnerinnen gegen 34 im Vorjahre. Die Vereinsgeschäfte erledigte der Verein in 18 Sitzungen. Außerdem fanden 2 Monatsversammlungen, die ordentliche und 2 außerordentliche Hauptversammlungen statt Am Karfreitag unternahm der Verein eine Turnfahrt von Kahl über WasirrloSHahnenkamm nach Alzenau, an der sich 32 Mitglieder beteiligten. Am 28. April fand das Schauturnen der Damenabteilung statt, das in Gegenwart der Angehirigen, der Milglieser und anderer sich für das Schauturnen In­teressierender den besten Verlauf nahm. An der nsm Main- gau am 10. Mai veransialieten Turnfahrt beteiligten sich 9 Turner. Das Lamboyfesi wurde in der gewohnten Weise ge­feiert. Das Stiftungsfest wurde am 28. Juni durch einen Familienausflug nach Klein-Steinheim, Restaurant Kuschke, ge­stiert; demselben ging ein Wettturnen und -Fechten der Ver­einsmitglieder voraus, an dem sich 15 Turner beteiligten, von denen 10 als Sieger hervorgingen. Auch in diesem Jahr hat der Verein 3 Milgliedkr aufzuweisen, die auf eine 25jährige Mitgliedschaft zurückblickm und in althergebrachter Weise aus­gezeichnet wurden. Unserem früheren langjährigen Vorsitzenden, Herrn I. Bauer, der infolge seines Verzugs nach Frankfurt stin Mit uiederlegte, wurde zur Erinnerung an seine hiesige Tätigkeit eine Ehrentastt mit entsprechender Widmung über­reicht. Bei dem am 5. Juli in Rumpenheim stattgehabten Gaulurnfest gingen 2 Turner als Sieger hervor. Das deut­sche Turnfest, welches vom 19. bis 24. Juli in Nürnberg stattfand, wurde von 10 Turnern mit der Fahne besucht. Am Wettturnen (Dreikampf) nahm ein Turner, am Fechten 3 Turner teil. Am 24. Juli fand zu Goren der hier anwesen­den TurNer des Londoner deutschen Turnvereins im kleinen Saale der Turnhalle ein Kommers statt. Bei der am 28. November abzehaltenen Abendunterhaltung brächte die Jugend­abteilung Reckturnen und Leiterpyramiden zur Vorführung, während die Damenabteilung ein Keulenschwingen ausführte. Aus dem Bericht des Kassierers ist zu entnehmen, daß die Kassenoerhälmlsse auch in diesem Jahre wieder als recht günstige bezeichnet werden können. Bei der sich hieran an­schließenden VorstandSivahl wurde der seitherige Vorsitzende H. W llamowitz, sowie die satzunzSgsmäZ ausscheidenden Vor- standsmitgliedrr L. Birkner, J. Förster, G. Fliedner und H. Zlcglkr einstimmig wiedergewöchlt. Für die diesjährige Kar- srenags-Turnfahrl wurde von der Versammlung folgende Tour angenommen: Wachenbvchengroße LoheNiederdorfeLen B"chossheim; Abmarsch 8A2 Uhr von der Kinzigbrücke. Nach Erledigung riniger geschäftlicher Angelegenheiten schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einemGut Heil!" auf das fernere B Lheu und Gedeihen deS Vereins.

* Prüfung. Herr Theodor Mergel! von hier, jetzi in Franksurt, bat die Prüfung zum Eisenbahn-Detriebswerk- weifter uns zugleich zum Maschinen- und Wagenwerkmeister abgelegt mit dem Prädikatsthr gut". Wir wünschen dem allseitig beliebten jungen Herrn ferner viel Glück.

** Aprilwetter. Trotzdem der April kalendermäßig noch gar nicht eingezogen ist, gibt er uns doch bereits genug von seinen Launen zu spüren. Eine Viertelstunde Sonnen­schein, die dann gleich mit einigen kräftigen Hagelschauern, Gußregen und stürmischen Augenblicken abwech elt. Gestern nachmittag zog unter zeilweistr ägyptischer Finsternis das erste Frühlingsgewitter über unsere Stadt. Hoffentlich zeigen sich die Wettermacher über die Osterfeiertage etwas gnädiger ge­stimmt unb bescheren uns den langentbehrten Sonnenschein in etwas reicherem Maße.

* SLadiiheatcr. Uon dem diesjährigen Personal hat Herr Dirckior Jaritz folgende Mitglieder für die kommende Spiel­zeit verpflichtet: Die Herren Fink, Gehrmann, Knauth, Krug, Merker, Müller, Nauendorf, N e r u d a und Römer, sowie die Damen H e i d e n f e l 8, I a i d a, I i r s a k, d i R a n u e c i, Frl. und Frau Wehn. Außerdem sind zahlreiLe Neu-EngagementS ersoff, von denen besonders das eines renommierten Ober-Regiffeurs zu ver­zeichnen ist. Für diesen Posten konnte der von seiner früheren hiesigen Tätigkeit als Charakterspieler noch in guter Erinne­rung stehende Herr Ca>l Zeitz gewonnen werden. Zeitz hat sich einen so guten Ruf als Regisseur erworben, daß er von Dir. Ferd. Bonn von Herbst 1905 ab auf 5 Jahre an daS von Baruay gegründeteBerliner Theater" in Berlin engagier, wurde.

* Der Riefe Mianko Karoo, der größte Indianer, "t V geübt, ist zur Zeit in Castans Panovtikum in Frank-