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uinEren 'helfen. - Um Groß und Siafforst die Mög- nehmen, Selbstmord zu begehen, sind sie mit der Lwananacke vertehen. welche freie Bewegung der Arme nicht oestatlki • mit dieser sind sie durch eine Kette an einen eisernen Stab soa. Pilzenstab, angkschlossen uns liegen in diesem Zu­stande so lange auf einer Seite, bis He an die Wärter die Bitte richten, sie auf die andere Seite zu legen. - Die Schwuraerichtsverhandlung gegen Groß und Siafforst wird vorausuntlich zn Änianz Mai statistnden.

F1 Wiichtcrsbach 20. März. Prinz Maximilian zu Menburq-Büdinaen in Wächiersbach ist, w» bereits kurz gt. -Ibet am statt« früh um 6 Uhr nach 8tag,gem Leiden an erzschMche und Wassersucht auf Schloß Wachtersbach g-. ^rben Er war erst 37 Jahre alt und unvermählt. Der der einige Jahren al8 Offizier bei den Gardereitern in Dresden gestanden bat, war ein Enkel des letzten Kur- Msten von Hessen. Ais den entthronten Kurfürsten in den Bor-iitagsstunden des 21. Juni 1867, an einem herrlichen y^C/ jm Schloß zu Hanau, wo Friedrich Wilhelm regierte, i ie Geburt dieses Enkels gemeldet wurde, heiterte sich sein Antlitz, über das seit Monaten kein Lächeln gegangen wir, ' plötzlich auf. Friedrich Wilhelm war außer sich vor Freude. Burachtcie er doch die Geburt des Enkels gerare an diesem Tage als ein gutes Omen für die Zukunft, denn dw 21. Juni des vergangenen Jahres, deS verhängnisvollen Jahres 1866, hätte ibn seine Gefangennahme aus Wilhelms- Höhe gebracht. Die Geburt des Prinzen wurde vom Kur- fürsten und seiner Familie sofort festlich beg^en. Großherzog Ludwig III kam zufällig aus Darmstadt herüber und nahm an dem Freudenfeste teil, dem letzten Feste, das den Kurfürsten und die Seinen auf hessischem Boden vereinte. Einige Wochen später, am 16. Juli verließ er sein Hessenland für immer.

)( Biernheim, 20. März. Eine hiestge Frau war dieser Tage damit beschäftigt, Wäschegegenstände hinter dem gebeizten Dien aufzuhöngen. Infolge der übergroßen H-tze geriet ein Teil der Wäicheartike! in Flammen. Bei ihrem Be­mühen, die brennenden Objekte vom Gestell herunierzureißen, zog sich die ' rau grauenhafte Brandwunden an Gesicht und Händen zu. Fast das ganze Kopfbaar ist ver­sengt und man fürchtet für das in hohem Grade gefährdete Augenlicht der bedauernswerten Frau.

Kunst und Leben.

Krätke auf Reissu. Die „Franks. Oderzig." erzählt folgendes Geichicbichen: Der Staatssekretär Krälke bereist mit einem seiner Räte einen Oberpostdirekt oasbezirk und der Ober- pondirlkior schließt sich beiden an. Alle drei find Junggesellen. Auf einem Postamie fragt der Staatssekretär einen jungen Beamten: „Wie ich lehe, find Sie schon verheiraiet? Sie sind doch nach recht jung?" Treuherzig antwortete der An- geredeie: „Ja, als Ja nggeselle verbummelt man zu sehr." Die drei Herren lachten recht herzlich und stören von bannen.

_ Das zweite Heft von „Das Aeuffere", der neuen illustrierten Monaisicbrifl für weibliche Schönheit und Kärper- pit-ge (Berlin, Willy Kraus Verlag), ist jetzt erschienen und hält damit nicht nur die ersten Versprechungen, sondern erweitert das ausgestellte Programm noch um Dmae. die jeder auf sich bedachten Frau höchst wissenswert sein müssen. Ein Füllhorn guter Lehren ist da wiedirum ausgeschütiet. Wenn aber die berufenen Federn, die hier über die Aistbeiik der Leibesübungen und Leibesbewegungen oder — wie Emma Calvg von der Pariser Großen Oper — über Mode und Persönlichkeit oder über C emie im Haushalt, über weibliche Aerzte in Amerika oder über modernen Schmuck schreiben, an sich nicht schon umerhattsam genug wären, so würden die Jllu'trierung der Au-säre und die fein kommentierten Reproduktionen schöner Frauenbildn sie dafür sorgen, daß das Interesse nicht einen Augenblick etlalme. Photographien weiblicher Persönlichkeiten, die durch Geburt, Beruf und Schönheit eine ausgezeichnete Stellung in der Gegenwart einnehmen, sind dem neuen Hefte wieder in guten Nachbildungen eingeiügt, lodaß diele Monats» schritt zu'ammen mit seinem novellistischen Beiträgen sich gleich­zeitig als ein Spiea-l weiblicher GeisteSkultur borfteKt.

Die Ansichtskarte hat sich den Pol erobert, möchte man lagen, wenn man die reizenden Postkarten sieh», die soeben von der Fuma F. A. Brockhaus in Leipzig aus­gegeben worden find. Es sind Bilder aus dem rasch bekannt gewordenen Werke „Neues Land" von Kapitän Soerdrup, des treuen Begleiters von Nan'en auf seinen Polar'ahit n, und sie lenken von murrn die Ammerk'amkest auf dieses interessante Werk.

Acht Musikpavillons für die stälttig konzertierenden Kapellen sind auf der W-liausstellung in St. Louis im Bau begriffen. Diese acht Musikpav BonS sind über das Gelände der Ausstellung möglichst gleichmäßig verteilt. Die meisten dieser Pavillons haben 45 Fuß Durchmesser, sind also inEande, sebr g'vse Kapellen aufzunehmen. In jedem der Musikpavil­lons wird zweimal tä ! ch ein Konzert gegeben werden, die Stunden, in denen die Kapellen spielen werden, sind noch nicht festoxiktzt. Abgesehen von der berühmten Kapelle der Republi- kaniichen Garde aus Paris wird noch die Kapelle der Lon­doner Gardeorenadiere auf der Weltausstellung konzertieren, die aus 65 Mann bisieht. Sie hat erst vor kurzem vom Englischen Kriegsdepartement die Erlaubnis erhalten, eine Konzkureise nach St. Louis zu unternehmen. Die Kapelle u>ud ihre Konzerte am 29. Au ust beginnen und während sechs. Wochen zweimal täglich in der Ausstellung spielen.

Montag

bandet Gewerbe und Verkehr.

Biehmarkt in Frankfurt a. M. (Telegramm.) Amtliche No-ierting der heutigen Viehmarkipreiie. Zum Ver­kauf standen: 460 Och'en 38 Bullen, 695 Kühe und Färsen (Stiere und Rinder), 226 Kälber, 223 Schafe und Hämmel, 1702 Schweine, — Schaflämmer. Aus Oesterreich: 183 Ochsen, 7 Bullen, 18 Kühe. Bezahlt wurde für 100 Pfd. Schlach'- aewicht: Ochsen«., vollst'ischize höchsten Schlicktwert-S 70 bis 73 M., b. fleischige 65—67, c. mäßig genährte 59—62. Bullen, a. höchsten Schlachiwertes 62—64, b. mäßig genährte 59—60 Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) a. Färsen (Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes 60—62, b. voll fleischige und onsgemästete Kühe höchsten Schlachtw-iies 57—59, c. ältere 44—46, d. mäßig genährte 41—43, e. gering genährte 00 bis 00. Kälber für 1 Pfund Schlachtgewicht a. feinste Mast­und beste Saugkälber 84—86 P^g. (Lebendgewicht 50-52 Psg.), b. mittlere Mast- und gute Saugkälber 75—80 Pfg. (Lebend­gewicht 45—48), «. geringere Saugkälber 62—65, (Lebend­gewicht 00—00). Schafe a. Mastlämmer und jüngere Mast­hämmel 70—72, b. ältere Masthämmel 60—64. Schweine a. vollfielschige bis zu V/t Jahren 52—00 (Lebendgewicht 41—00,) b. fleischige 50—51 (Lebendgewicht 40—00), c. gering entwickelte sowie Sauen und Eber 42—44. Ge­schäft bei Hornvieh gut, kein Ueberstand. Geschäfe bei Klein­vieh gut, kein Ueberstand.

Frankfurter Fruchtmarkt vom 21. März. (Tele­gramm.) Weizen, hiesiger 18.00—00.00, kurheisischer 18.25 bis 00.00, La Plata, Kansas 17.75 -19.00, Roggen 14 25 bis 14.75. Gerste (Wetterauer) 15.00—15 25. Franken, Ptälrer Ried 15.00-15.50. Haler 13.75-14 75. Mais 12 25-13 00. Weizenmehl 0 26.75 — 27 25. 124.75, bis 25.25, III 22.75—23.25. Rozgenmehl 0 22.50-23 00, 0120.00 bis 20.50. Weizenkleie 8.75—9.00. Roggenkleie 10.00 b.s 10.50. MalMme 10.25-10.50, Alles per 100 Kilo ab hier.

Drahtnachrichten.

Der russisch-japanische Krieg.

Wakhingto», 20. März. Die Reaierunq hat auf Er­suchen des wpaniichen Gesandten den Bötichaster in Peters­burg Mac Cornick, angewiesen, die russische Regierung zu er­suchen, sie möge den in Sibirien vorhandenen etwa 50 japa- riichen Nichtkombattanien b:bilslich fern, nach Beilin zu ge­langen, wo die japanische Gesandtschaft sich ihrer annehmcn werde.

Kanea, 20. März. (Reuter.) Der russische Kreuzer „Auroia" ist heute mit drei Torpedobooten von der Sudabai abgegangen. Auch daS Schlachtschiff „Osljavija" ist heute mit unbekannter Bestimmung von hier ausgelon'm.

Tokio, 19. März. (Reuter.) Die Vorschläge b-treffend Sriegebefteuerung, welche die Regierung dem autzerordentlechen Laidmge zu unterbreuen gedenkt, find von ihr noch niebt ganz besannt gegeben worden. Es heißt j-tzt, daß keine Änderung der Zuckerzölle, 'v«d-rn eine inländische Auck rsteuer beantragt werden wird. Wahrscheinlich werden die ei-zig-n Zolltar f- änderungen in einer Erhöhung des KerosinzollS tmb des Branntweinzolls bestehen. D"bei soll aber keine unterschiedliche Behandlung zu ungunften rns ischen KvomS ein treten, da sich der bezügliche Handel hauptsächlich in den Händen britischer Kaufleute befindet. Es mi b angenommen, daß Vorschläge auf Besteuerung von Seide und Zucker im Landtage auf ernstl'chen Widerspruch stoßen werden.

Niutschwang, 20. März. (Reuter.) Die russischen Be­hörden haben heute bekannt gemacht, daß fortan keine Konsu- larmeEuncen über Angelegenheiten aus oder betreff nd Dalny oder Port A>thur hier eingehen werden. — Die Konsuln haben b-ute ihren Landesangebörigen amtlich mitgeteilt, daß der russische Garn son kommandant den Ausländern verbiete, über die Mauern der Eingeborenenstadt hinauszu'tben, md der einzigen Ausnahme, daß sie das Flnßuser zwi chen der Fremden-Niederlassung und den Kanonenbooten benützen dürfen.

Petersburg, 20. März. Die Russ. Telegr.-Ag. meldet aus Lmujang vom 19. März, laß die Familien der Äutländer Niutschwang verlüffen haben und nur einige aus ävdische Kauf­leute zurückgeblieben sind. Nur am Tage treffen Dampfer unter Führung ru si cher Lotten ein. General Linewitsch erlieg an die Truppen der Mandschureiarmee einen Tages best hl, in bent er ihnen einschärft, mit der chinesischen Bevölkerung in Frieden und Freundschaft zu leben und niemanden zu beleidigen und zu bedrängen. Einkäufe bei Chinesen dürfen nur bei B zaklung geschehen. Für strenge Beobachtung der Vorschrift haben die Chefs der Truppenteile zu sorgen. Der Tagesbefehl machte auf die Bevölkerung eimn löch l beruhigenden Eindruck. Hn« kiu'e von Lebensrnitteln, Fnirage und Vieh bei der chinesischen Bevö'kerun: gehen oF’r Schwierigkeiten dok flotten.

Petersburg, 20 r^ärz. Riltmeister Jwkow vom General- stabe, tommanb ert zur Haupl-Jntevdaniurverwoltung, ist nach vorheriger Ausstoßung aus dem Heere zum Tode verurteil! und hingerichiet worden. Jwkow hat mil lärische Geheimniffe und zwar die Pläne der Organisation der Feldarmee an Japan verkuis«.

Tokio, 20. März. (Reuter.) Der Kai'er eröffnete, be­gleitet vom Kronprinzen, die vußeto.denliiche Tagung deS Parlaments mit einer Rede, in der er auSführie: Die Be­ziehungen zu den VertragSmächien nehmen stetig an Herz­lichkeit zu. Die Regierung haite Verhandlungen m t Rußland einqeleiiet, aber manqe'S Writblqfeit auf Seiten Rußlands

_ Seite 3 sind wir genötigt gewesen, die Entscheidung der Waffen an» zurufen und können jetzt nicht zögern, bis das Ziel deS Krieges erreicht ist. Die Rede appelliert an alle Untertanen, gemeinsam zur Mehrung des Ruhmes und Reiches zu wirken und ersucht das Parlament, dem Finanzprozramm der Re­gierung freudig feine Zustimmung zu geben.

Tokio, 20. März. Der Kaiser schloß die Rede, mit der er heute den Sanbiag eröffnete, mit Worten der Anerkennung für die Truppen, die jetzt unter ungewohnten Beschwerden und Entbehrungen ihre standhafte Treue und Tapferkeit an den Tag legten. Der Landtag nahm eine Adresse an den Kaiser an, die diesen der Ergebenheit des Parlaments versickert und erwähnt, daß Rußland den Vertrag mit China und seine den Mächten gegenüber abgegebenen Erklärungen verletzt habe. Der Eröffnungsfeierlichkeit, die sehr eindrucksvoll verlief, wohnten die meisten Mitglieder des diplomatischen Korps bei.

Kanea, 20. März. Heule nachmittag traf der rusische Kreuzer Dmitri Donkoi" in der Sudabai ein. Drei rufische Torpedoboote sind ausgelaufen um sich dem heute abgegangenen Schlachtschiffe „Osljaba" mit dem Aomiral Wirenius an Bord anzuschließen.

Des Kaisers Mittelmeerreise.

Gibraltar, 20. März. Der Kaiser hörte gestern roch bm Vortrag des Geheimen Oberregierungsrates Va­lentin!. — Bei der gestrigen Tafel im Hause des Gouver­neurs trank der Kaiser auf das Wohl des Königs Eduard; der Gouverneur brächte ein Hoch auf den Kaiser aus. Nach dem Diner empfing der Kaiser die Gesellschaft Gibrallars. Die Stadt war vielfach illuminiert. — Heule vormittags hielt der Kai'er an Bord des „König Albert" Gottesdienst ab. DaS Wetter ist schön.

Berlin, 20. März. Der am 18. März von Buenos Aires abgegangene zweite Transport Pferde und Maultiere wird am 1. April in Swakovmund erwartet.

Kopenbogen, 20. März. Bei Dyboroen lJütland) ist der Steitiner Kohlenoampfer „Saxonia" gestrandet. Ret- inngsbooie find mit dem Schiffe in Verbindung; Menschen­leben sind nicht in Gefahr. Von Frederikshaven ist ein Ber- gungsdampser abgegangen.

London, 20. März. Wie amtlich bekannt gegeben wird, ist das untergegangene Unterseeboot durch den Dampfer „Berw'ck Castle" wahrscheinlich am Hinteren Teile an der Steuercorbiotte an gerannt, als es völlig untergetauät war. Es liegt j-tzt auf der Seite in sieben Faden tiefem Wasser.

London, 20. März. Amtlich wird bekannt gegeben, daß das gefallene Unterseeboot repariert und wasserdicht ge­macht und dann hochgebracht werden ioll, da es im gegen- wäriioen Zlinande infolge her Schwierigkeiten, die feine Lage barbietet, nicht gehoben werden kann. Die hauptsächlichsten Befchadiaungen sind am Kommandoturm, an dem Zeichen des Zusammenstoßes mit dem Dampfer „Berwick Castle" deutlich sichibar sin». Die Prüfung des Rumpfes ergab, daß im In­nern des Bootes kein teil mangelhaft ist, dessen Sinken viel­mehr bestimmt durch den Zusammenstoß mit dem Dampfer ver­mocht wurde. Die Unterseeboots flottille nimmt heute die Uebungen wieder anst

London, 20. März. Ein Lloydsitlegramm aus Saint Calhermes Point melbet: Der von New Dark kommende Dampfer der Americanline „N w Aork" strandete heute früh bei Kap Delabague, westlich von Cherbourg. Der Dampfer turn mit Beschädigungen des Bodens o)nt fremde Hilfe wieder loS und landete Reisende und Post in Cherbourg. Darauf tr^te er seine Nette nach Couibampton fort. Auf der Fahrt stieß die „New-Uork" nackmiitags unweit Hurst Castle mit dem Travsportdampier „Assaye", der mit 500 Mann Truppen nach Indien ausgelaufen war, zusammen. Der „Affaye" er? litt starke Beschädigungen. Beide Schiffe "fuchtln den Hafen von Sombampion anst

Dublin, 20. März. Die deutsche Bark „Mona" stieß heute früh 25 Me.l-n östlich vom Kishleuchlichiff mit der in Swaniea beheimateten, 1100 Tonnen gro en Bark „Lady Cairns" zu'ammen. Letztere sank rasch. Obgleich die „Mona" bei ihr blieb, wurde von der Mannschaft und den Reisenden nichts g sehen. Später wurde die „Mona" nach Dublin ein- geschleppl.

Rom, 20. März. Heute starb hier der Nationalökonom Coral Gerolamo Boccarde, Senator und Staatsrat. Er war der Vertreter Italiens auf der Berliner internationalen Arbeiterschutzkonferenz im Jahre 1890.

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