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Die cmzelne Nummer kostet 10 PfA.
——J«* Mg« für ÄÄt- M KMeis Kam«
Waisenhauses in Hanau. ®rf$efai täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.
EfterSMagsgebühr
Für Stadt- und Landkreis Hanau tvPfg. die läuft geixaltruePetitieile oder deren Raum, für AuZwäÄLIh Mk-. im ReNamencheil die Zelle 25 Ug^ für Auswärts 35 Pfg.
Dtrauiwonl. Redakteur: G. Schrecker irr Harr«.
N" 50.
FernspreKanschluß Nr. 605. mitWMBW»^»««XM!^^
MoMaa her 29. Februar
Ferusprechauschluß Nr. 605. 1904
ArseMches.
Stadtkreis Danau, BetaniMachungen des OherbnrcsermeißeraMes.
BekanntwÄchung.
Die seither von Herrn Lebrer Jung bewo mre Wohnung im Hause Leimenstraße Nr. 22, 1. Stock, bestehend aus surft Zimmern, Küche und sonstigem Zubehör ist zu vermieten. Auf Wunsch können weitere Zimmer im Hinterhaus mitver- mietet werden. Angebote an den Magistrat.
Hanau den 27. Februar 1904.
Der Magistrat.
J. A.: Wagner. 3898
Bekanntmachung.
Die Sprechstundenzeit während der Monate März bis Oktob°r einschließlich ist bei den Herren Kassenärzten Mmbrostus, Eifenach, Kittsteiner, Selfgmgnn und Nich. Wagner versuchsweise folgende:
VormiiEags ^8 bis 8 Uhr, Nachmittags 2 bis 3 Uhr.
Hanau, 27. Februar 1904.
Der Vorstand der Hanauer Ortsikrankentasse.
Schabt, Vorsitzender. 3815
------.......ÄLkuMNMaÄUNg. ,
Die Ersatzwahl für die am 31. März 1904 ausscheidenden Eemk!ndeverord«?ten und zwar:
Jacob Traudt )
Philipp Diehl s m Abteilung,
Wilhelm Wild 2r TL Abteilung, Jacob S chä fer I. Abteilung findet am
Montaff den 7. März W04 im hiesigen RatSzimmer statt und zwar für bis
III. Abteilung, welche zwei Verordnete zu wählen hat, von vormittags 10 bis 1 Uhr,
II. Ableitung, welche einen Verordneten zu wählen hat, von mittags 2 bis 3 Uhr,
r. Abteilung, welche einen Verordneten zu wählen hat, von nachmittags 3 bis 4 Uhr.
Kesselstadt den 24. Februar 1904.
Der Bürgermeister. 3896
^Ma^^B^aE^^CT^MIMSMWM^^
Feuilleton.
Stadtthcater in Hanm.
H«rnMt, 29. Februar.
In dem weiteren Verlauf der Benefizabende gewährte der letzte am greitaa zum Vorteil für Herr Leander Knauth in sofern eine belondere Freude, als er den Spielplan mit einer Nonitä! berei erle. Das Publikum erwies sich dem Bene- fizanteu für seine Wahl dankbar, indem es sich recht zahlreich tdlgesunden hatte. Zur ersten Ar-fführung gelangte ein neues vierakliges Schauspiel von Felix Phi ppi „Dos große giit" genannt, das hier ebenfalls eine recht beifällige Aufnahme fand. Es ist einigermaßen verwunderlich, daß in den letz en Ja- ren dieser Amor ein so seltener Gasi in dem Sole plan unserer Bühne geworden ist, indem es Herrn Ph lippi ntdn abgebrochen werden kann, daß seine Stücke nach der Seile des äußeren Erfolges hil! recht wirkungsvoll gearbeitet sind, wenn auch das krinsche Urteil ihnen keinen bewnderö hohen künblerischen Wert zugestehen tan*. Das Prädikol wirkungsvoll beaniprncht auch diese neuste dramatische Arbeit Philippis, wenn sie auch für den Kenner der älteren Slücke des Auiors kein Ränel ernhnll', viel ^ausgeklügelter Effekt mit dem Behagen am Sensation-, llen gewürzt, dazu die schlaue Benutzung zeitlicher Vorgänge und Tagesfragen nach französischemMiistw. Diese Eigenschaften besitzt auch das neue Schau'piel in reichlichem Maße. In kluger Weise ist in die Tra ik der Bühncuvorgänge der erregte Meinungsaustausch der alten und neuen Knnstanschauungen hinein- gftraqeu und die Bühne im ersten Alte zum Kampfplätze dieser nch befehdenden Parteien bestimmt. Für die festgefügte Komposition der Handlung der weiteren Alle hat dieser erste Akt sehr wenig zu bebeulen, hier ist es eine interessante Seelen- studie, etwas flüchtig zwar, die fesselt, die aber nicht ohne Kunst t zu Ende geführt wird. Und der 9lufbau dieses Teiles der k
Holz-Verkauf.
Die Oberförstern Hanau versteigert am Montag den 7. März 1904, von vormittags 'Mt Uhr ab, im Valzerschen Gafthaufe zu Erbstadt aus den Distrikien Dachsbau, Kohlylaite, Stellqrnnd, Dürrschalt und Erlesweg: Eichen: 19 Stämme 3. bis 5. Klasse mit 6.47 fm Inhalt, 24 rm Scheit, 18 rm Knüppel, 11,5 rm Stock- 185 Wellen Reis.
Bachen: o rm Scheit, 16,2 rm Knüppel, 10 rm Stock- ! oh. 1050 Wellen Reis,
und nachmittags von '/-3 Uhr ab im Stein'schen Gafthaufe zu Eichen aus dem Distrikt Herrenwald: Eichen: 113,5 rm Knüppel, 2970 Wellen Reis.
Aspen re.: 10 rm Knüppel, 850 Wellen Reis. 3899
Gefundene und verlorene Gegenstände rc.
Gefunden: 1 Brillantring, 1 Paar rotbraune warme Kinderschuhe.
Zugelaufen: 1 junger schottischer Schäferhund ru. Geschlecht.
Entlausen: 1 deutscher Schäferhund.
Hanau den 29. Februar 1904.
Bus Stadt und Cand.
^anau, 29 Februar.
Kreisturutag des MiLtelrheiulreises.
In Bad Nauheim wurde gestern mittag d^LK? Kreis - iurntag des Mitteirheinkreiies sSgehalie«, Die Beratungen fanden in der Turnhalle des dortigen Turnvereins statt und wurden geleitet vom 2. Kreisvertreter Herrn Otto Schati- Hanau. Anwesend waren 280 Vertreter von 170 Vereinen, i außerdem 29 Mitglieder des Kreissussmusses uud 12 Eau- wrnwaric, insgesamt 329 Stimmberechtigte. Nach dem Be- Zrüßungsakte wurden verschiedene Mitteilungen entgegengc- nommen, worauf die Ber.chierstattung des Kreisverirerers Herrn Schmuck-Darmsiabr und des Kreisturnwarts Herrn Bolze Frankfurt a. M. erfolste. Der Kreis ist im letzten Jahre bedeutend gewachsen, denn er zählt 21 Gaue mit 805 Vereinen gegen 707 im BorjaLre. An Mitalirder über 14 Jahre umfassen diese Vereine 79 998 gegen 70 569 im Vorjahre, d. i. eine Zunahme von ca. 10000 Mitgliedern. Weitere 4000 Mitglieder sind dem Kreise zu-efühu worden durch die am Samstag in einer Kreisausschußsitzung vollzogene Ausnahme einiger Gaue worüber wir noch berichten werden. Aus dem nirftangreichen, f-sselnd ifilmen Bericht
Künsti-rtra. öd-.e stempelt das Werk auch zu dem Besten was wir an Philippi kennen, hier hat er Gestalten und Situationen zu hinlänglicher Eigenart geschaffen und. Hier glaubt man auch zuweilen den Pulsschlag wirklichen Lebens zu spüren. Der Lorenz Ferleitner, der geniale Erbauer des Münsters, bevor- zuzt zur künstlerischen Ausschmückung der J-aneuräume, ein junges aufsirebindes Talent, den Maler Fritz Rasmussen. Das Gefühl der Dankbarkeit in der Brust des jungen Malers waudilt sich allmählich in Neid für die Künstlirg-ö»? Ferleik- ners und als sich zu dem Nc d auch bald die EifersuLr gesell!, da wandelt es sich in Haß. Diese Leidenschaften im Bunde mit einer gefährlichen Ueberschätzung seiner eigenen Persönlichkeit mtb siines künstlerischen Schaft nö führen zum trag-schen Ausgang. Rasmussen hat bett Auftrag, für die Kapelle das kleine und große Licht zu malm, als er sein Werk nahezu vollendet, findet er nicht den B-iiall des Meisters. Der in seiner Künstlerehre lief getroffene junge Mann rächt sich, indem er Ferleiiner durch eine gegen ihn gerichteie Prolchüre der Lächerlichkeit preiszugebni glaubt und das neue Brid das er in fieberhaftem Erster berzustellenöcmühtist,zeigt das große und kleine Licht, Sonne und Mond, im Kampfe. Der siegreichen Sonne gab er feine eigenen Züge und in dem unterlieaeuden Mond kennzeichnete er den Meister Ferleitner. Das gin; leibst dem überlegenen Fer- leitner zu weit, abw in einer Aussprache Beider muß er 'chaudernd erkennen, daß Fritz Rasmussen m seinen geistigen Funktionen gestört, daß er dem Größenwahn zum Opfer geworden. Aber Liebe und Sorgfalt lassen Fritz wieder so weit genesen, daß er an den Festlichkeiten der Einweihung des Münsters teilnehmen kann. Oben in der Kuppel vollendet sich sein Geschick, hier trifft er noch einmal mit Ferleiiner zusammen und als unten im Goueshawe der Jubelchor erfchallt und die Stimme des geliebten Mädchens, das ihn verschmähte, im HaLluja zu ihm heraufdringt, da umkrallt ihn der kaum gebannte finstre Geist auss neue und über die Brüstung der Kuppel strebt er in feinem Wahn. seinem erträumten Ziele zu. Das ist in flüchtiger Skrzzierung das Wesentliche der Handluncc. die in der
des Kreisoertreters war zu ersehen, daß rüstig gearbeitet worden ist, namentlich auch an der Heran- ziehung der Jugend zur Turusache, und überhaupt frisch pulsierendes Leben wahrzunehmen war. Ueber die turnerische Tätigkeit im Kreise verbreitete sich Herr Kreisturnwarl Dslze- Frankfurt a. M. Die von dem Kreisgeschästsrührer Herrn K a m i n s k y - P'ungstadt erstattete Rechnurn-sablage für 1903 zeigte folgendes Bild: Bestand der Kreiskasse 655.39 Mark, Bestand der Untersiützungskasse(Rothermelstiftung) 3603.48 Mk., Bestand der Unterstützunaskaffe zur Ausbildung von Turn- warlen und Vorturnern 596.20 Mk., zusammen 4855.07 Mk. Für den 13. demschen Iurntag in Berlin hat der Kreis folgende Aniräge gestellt:
a) Aenderung des § 5 des Grundgesetzes der deutschen Turnwschaft durch Hinzrnügmrg der Worte nach Kreisturn- warlen: „oder deren SteUoertreter."
b) Aenderung des § 8 der Grundgesetzes der deutschen Turnerschaft durch Hinzufügung der Worte nach Vertretern der Kreise: „oder deren S'ellvertreter."
c) Bestimmungen für das Fechten bei deutschen Turnfesten (abgedruckt in Nr. 7 der deutschen Turnzeitung).
Nach Erledigung dieses Punktes wurde über das diesjährige Kreisiurnfeft in Koblenz gesprochen. Bei der Wahl des Festortes für das 28. K r e i s t u r u f e st im Jahre 1908 lag ein Antrag vor, wonach stch die Vereine in H a n a u zur Uebernahme gemeldet hatten. In zündenden Worten trat Herr Jean B a i l l y für den Antrag ein, sodaß in Verbindung mit dem vorzüglichen Renommee, das Hanau alS Feststadt genießt, und zwar nicht zum mindesten bei den Turnern, die Stimmung bald allwwein für Hanau war und Mainz seinen Antrag für 1906 zmückzog. Darauf wurde einstimmig Hanau als gestört für daS Kreisiurnfeft in 1906 gewählt. Für Uebernahme des Kreisturnfestes in 1908 haben sich gemeldet Darmstadt, Mainz und Kreuznach. Weiterhin beschloß der Kreistag, dem Ehrenkreisturnwart Herrn Heidecker-Wiesbaden außer Sitz auch Stimmberechtigung bei allen Krnsveranstaltnngen zuzuerkennen. Ein Antrag des geschäflsführenden Ausschusses auf Aenderung des § 32 des Kreisgrundgeietzes durch Hinzufügung des Ab atzes „Gaufeste dürfen mit Kreis- und allgemeinen deutschen Turnfesten nicht zulammeusollkir^ wurde angenommen, ein Antrag des Gau- vwireiers Eckhard vom Unter-Nahegau betr. Aenderung des § 24 des KreiSgrundgesetzes zurückgezogen. Annahme fand dann folgender Antrag der Fkchtrieaen: „Es finden für die Folge 2 ganz für stch getrennte Wettfechten statt, an dmcn jeder Turner beliebig teiluehmen kann und zwar: 1) Florett und deutscher Säbel in fester Stellung und 2) Florett und leichter Säbel mir Stellungswechfel (Aenderung des § 4 der Wett-Fechtord- nungl. Zum Schlüsse wurde anaereat, statt Festzelte bei
Darstellung bis auf einige Kleinigkeiten flott und feffelnd miebergegeben wurde und der Regie des Herrn Fink zur Ehre gereimt. Der Bevesiziant, Herr Knauth, fand in dem Meister Ferleitner eine recht hübsche Aufgabe, der er auch mit Glück ein ausdrucksvolles Gepräge zu geben bemüht war. Auch feine Wirksamkeit an unserer Bühne sah er an seinem Ehrenabend mit dem Lorbeer und anderen Geschenken ausgezeichnet. Darstellerisch die interessanteste Ausgabe ist der Fritz Rasmuffen, der in Herrn Becker einen vorzüglichen Darsteller hatte, der der Rolle alle die Eigenschaften geben konnte, die sie erfordert. Die mit scharfen Deiailzügen ausgestattete Darstellung machte dem jungen Künstler alle Ehre. Frl. di Ranucci war die Charlotte übertragen, aber die junge Dame wird sich bestreben müssen, w'nn sie mit Erfolg bestehen will, ihren Aufgaben eine bessere Beseelung zu teil werden zu lassen. Der Organist Golduer war eine recht hübsche Leistung des Herrn Gehrmann und Herr Römer brächte den Dr. S e! l u i tz in guten charakteristischen Farben zur Darstellung. Frl. Jirsak hatte für die mütterlichen Gefühle der grau Rar muffen den überzeugenden Ausdruck. Auch die weiteren Miiwirkenden boten durchweg recht Befriedigendes. Die beiden Wiederholungen des gestrigen Souutags erfreuten sich guten Besuches.
Teleamphiichec Wetterbertch! der deutschen Seewarte.
Telegramm a«s Hamburg vom 2«. Kebruar
9 Übr 35 Minuten.
Ein Maximum über 776 mm lagert über Nordrußland,, Minima unter 755 mm lagern westlich von Schottland und über Südeuropa. In Demichland wehen schwache östliche Winde, das Wetter ist meist kalt, trübe, vielfach ist Schnee gefallen.
Prognose für den t. März: Fortdauer der herrschenden Witterung wabricheinlich.