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Freitag

.Das verunglückie Ständchen" verliefen die Stunden nur zu rasch und es war schon 11 Mr, als die tgnzlustigcJugmd -sich zum Tanz anstellen konnte. Mir dem Bewußtstiu, recht kameradschaftlich einige schöne Stunden verlebt zu haben, trennten sich die Meisten erst in früher Stunde.

* ObrrA v. Tempsky. Durch Merhöchsie Kabinetts- ordre vom 4. ds. wurde Oberst v, Tempsky, Kommandeur der 166er, mit der Führung der 12. Infanterie-Brigade (Brandenburg) beauftrag!.

C. K. Kstholischer Mätttt<kvereitt. Der erste^ies- jährige Famil:euabend mit Tanz vorgenannten Vereins findet am Sonntag den 7, Februar d. J. im Saale zurStadt Bremen" statt. Für diesen Abend ist ein besonders reichhalti­ges Programm vorgesehen, mehrere gute Gesangs- rc. Kräfte ind gewonnen worden, sodaß den Teilnehmern ein genuß- reicher Abend bevorsteht. Der Anfang erfolgt präziS 6'/« Uhr und ist ein pünktliches Erscheinen sehr erwünscht. Freunde des Vereins können durch Mitglieder einaeführt werden.

Historischer Liederabend. Im Centralhallensaal gaben gestern abend das Frankfurter Künstlerpaar, Herr H.

I. Veldkamp und Frl. Elie Mann, unter freundlicher Mitwirkung von Frl. Streicher! von hier einen historischen Liederabend, der außerordentlich interessant war durch das eigenartige Programm, das er aufwies. Es waren in der Hauptsache Lieder von alten Meistern, die Herr Veldkamp mit kräftigem, wohlklingendem Organ und temperamentvollem Vortrag den Hörern bot, Kompositionen aus der ^tt von 1549 bis 1861. Schade, daß das Konzert nicht besser besucht war, unter den zahlreichen historischen Liedern, deren Hervor- holen aus der Vergessenheit mit Reckt als ein Verdienst be­zeichne! werden darf, befand sich manch' eine Perle edler Ge- sangskunft, die lauten Beifall erwarb. Zum Schluß kamen noch sechs Lieder von bekannten zeitgenössischen Komponisten, wie Wolf, Bohm, Kern rc., zum Vertrag, die ebenfalls stark applaudiert wurden. Frl. Elfe Mann und Frl. Margarete Streicher!, die ja bekannte Künstlerinnen sind, lösten ihre Ausgabe am Klavier mit gewohnter Sicherheit.

* Erschossen. In einem hiesigen Hotel erschoß sich gestern nachmittag der 24 Jahre alte, in letzter Zeit stellen- lsfr hiesige Kaufmann Friedrich E. Vorher im Diakonffsen- bause befindlich, begab er sich Dienstag abend in das Hotel und logierte sich dort ein. Als er gestern mittag nickt zum Esten gekommen war, wurde der Kellner in sein Zimmer ge* schickt, der den Gast tob im Bette liegend fand. Mit einem Revolver hatte er sich eine Kugel in das Herz geschaffen.

* Schwerkrank wurde gestern von Wächtersback per Bahn und vom Bahnbof per Tragbahre ins hiesige Schwestern­haus ein Mann gebracht, der einer Operation unterzogen werden sollte. Noch ehe zur Operation geschritten werden konnte, trat schon der Tod ein.

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( Enkheim, 4. Febr. (Kriegeroerein.) Wie all­jährlich, so wurde auch in diesem Jahre das Geburtsfest Sr. Majestät des Kaisers und Königs seitens des hiesigen Krieger vereins in festlicher Weise gefeiert. Am 27. Januar, von abends 8 H;r ab, fand im engeren Kreise der Vereinsmit- glieder in dem Saale des Gastwirts Herrn Jean Müller ein Bierkommers statt. Die eigentliche Feier, zu welcher auch zahlreiche Gäste geladen und erschienen waren, war für Sonn­tag den 31. Januar vorgesehen worden und fand in den Lokalitäten des Gastwirts Herrn Martin Müller statt. Nach Eröffnung der Feier durch den Vorsitzenden, Herrn Maurer­meister D i e tz hier, folgte eine Begrüßungsansprache, unter Hinweis auf die Bedeutung des TageS, durch den Schriftführer Herrn Esser, welche mit einem donnernden Hoch auf Se. Majestät und gemeinschaftlichen Gesang der Nationalhymne endete. Die Musik ließ hierauf ihre Weisen ertönen und brächte eine recht frohe Stimmung unter die Mitglieder und Gäste und gar bald schwebten die einzelnen Paare tanzend durch den Saal dahin. Die Pausen zwischen den Tänzen wurden in anerkennenswerter Weise durch deklamatorische und Gesangsvorträge sowie gemeinschaftliche patriotische Gesänge aus» gefüllt, wofür den beteiligten Mitgliedern, insonderheit den Herren Jakob Ludwig V ö l p und Johannes Friedrich V ö l p, seitens der Anwestnden durch allseitigen Beifall verdiente An­erkennung in reichlichem Maße gespendet wurde.

Sprechsaal. siür die unter dieser ntubrit cinqesandten Noifien übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.

Zur Teilung der 100 Mk.-Sterbekaffe.

, Mit großer Genugtuung habe auch ich, wie wohl noch viest andere, den gestrigenSprechsaslarlikel" gelesen, der ganz trefflich den Beschluß, die Teilung der 100 Mk.°Sterbekaffe am äußersten Ende der Stadt, in der Patrontasche, statt- stnden zu lassen, kritisiert. Hoffentlich wird noch in letzter Stunde eine Aenderung vorgenommen. Ueirigens können ja auch Kassierer oder Vereinsdiener, die noch bis zum 1. k. M. im Dienste sind, beauftragt werden, den Mitgliedern die Be­träge inS Haus zu bringen.

Einer von der Kommission, der überstimmt wurde.

Hanauer Vereins- «. Kergnügnngsnachrichte«

für Freitag den 6. Februar.

Stadtcheater:Madame Sans G<ie'; Amano. 7 Uhr.

Allgew. Deutscher Schvlverein' Rackmistass 6 Uhr: Hauptversamm­lung im roten Sätzen beg BürgervereinS.

Es. Männer- u. IünalinaSvereiv: Umerva-tunssabend <E». BerentSh.). Erster Hanauer Kellnerserein- VereinSabend in betHarmonie". Hammer Kellnerveretn (gegr 1881): VereinSabend bei Ulfamet.

Turn- v Femtttub: Von 7910 Uhr: Fechten uno Turnen.

Dere-rc. Hornöovathie«. Raturyeilkun'"e VereinSabend (Stobt Bremen.) Französischer Klub: Sitzung im Restaurant »Bernharax-Eck Klub .Amicilia': VereinSabend im Gasthauszum Elephanten" Au? derHarmlosen": Gemütl. Zutammenkunn tm Frankturt« Bau". KlubSchlarassto": VereinSabmo in ver Restauration .All mania". KlubFraternitoS": Klubabend in den ,3 Schwanen" (Kirchstraße). Klub .Fech' tStammt'sch): RestaurantCarlkber-". Sänger-Quartett r LerrmSab nd tn der Brauerei Orschler. Wertes'icher Stenographen - Berem: Fortvil"Mlgrknrs«»zur Sorme". Btotzele-Anb 1896: Klubabend imKaiser Friedrich".

EabelSbcreer Ttrnoaraickien-Vercin im Gastbantz zu bc ,8 Rindern". Abends neu 910 Uhr UebunsSstunde: Redeschrift.

GesellschaftScharfes Eck": Atoilrisberssatmlttua.

Wcveleki'EHanevia": Klubabend in derRestauration Carlsbcra". Zimmerschjitzen-Abteilung des SchützeuvereinS: Abends 9 Uhr: Schießen bei Fritz Stettner.

AthletenkludGermania": Riegenstemmen und Ringen der 1« 2. und 8. Ktaü'e (Restauration Waaenbach, Baradeplabl.

Stemm- u. Riug-Llud .Ciche": Abends von 91C Uhr: Ehrenpreis, stemmen, von 1011 Ringen (RestaurationWiener Spitze').

für Samstag den 6. Februar, ^andwirtschastlicher Kreisverein Hanau: Nachmittags 2a Uhr: Ver­sammlung im Gasthauszum goldnen Löwen" dahier.

Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.

Telegramm aus Hamburg vom 5» Febeaar

9 Uhr 35 Minuten.

Ein Maximum über 765 mm lagert über Nord- Skandinavien, ein Minimum unter 744 tnm bei C'lly. In Deutschland ist das Wetter ruhig, meist trübe, ziemlich mild, vielfach sind Niederschlüge gefallen.

Piggnofe für den 6. Februsr: Etwas kälteres Weiler mit Niederschlägen wahrscheinlich.

Barometerstand

mittags 12 U|v am 4./2.

S-hr trocken "

Beständig

Schön 760-^-

Veränderlich=r Regen (Wind)^^O-^

Viel Regen 740_g

Sturm S 780_== 8

720_^ I

710 =? 8

5./2.

Hub Nah und fern.

W. Frankfurt a. M., 4. Februar. Die Herren Emil und Dr. Karl Sulzbach überwiesen zur Erinnerung an ihren verstorbenen Vater der Handelskammer 100 000 Mark zur Errichtung cims Rudolf Sulzbach-Unterstützungsfonds.

FC. Frankfurt a. M., 4. Februar. Im Hafen wurde gestern ein neugeborenes Zwillingspaar aus dem Waffer geländei. Vor einem Hause in der Scknurgaffe wurde heute morgen ein in Winkeln gewickelter neugeborener Erden- pilger aufgefunden. Das Kcrlcken schrie aus vollem Halie. Man benachrichtigte den Armeuv-rein, der die Fürsorge für das Kind übernabm. Pon der Mutier fehlt jede Spur.

O Groß - Steinhelm, 3. Februar. Das Statut unserergemeinnützigen Vaugesellschaft, e. G. m. b. H.", hat nunmehr die behörrliche Genehmigung gefunderi, wie auch der Eintrag in das Eenossenschaftsrcgister bereits erfolgt ist. Die ©encffeufiaft hat sich zur Ausgabe gesetzt, unbemittelten Famiuen gesunde und zweckmäßig eingerichtete Wohnungen in eigens erbauten ober engekauften Häusern zu billiam Preisen zu verschaffen, ifie Herren Pfarrer Fecher, Assistent Hof­mann, Fabrikant Kutzrlwann, Arbeiter Ullrich und Schriftsetzer Jung bilden den Geroffensckaflsvorstand. In der Zeit vom 22. Februar bis 5. März a. c. wird dahier auf Veranlassung des landwirtschafilichLL B^irksverein Offenbach unter Leitung des Kr,lsobstbauiechnikers Biesterfeldt aus Offenbach ein theoretischer und praktischer Obstbau-LehrkurkuS unentgeltlich abgebaiten. Der Kursus bezweckt die Ausbildung aller Jn- tereffenten im Ob bau und damst die Hebung und Förderung dieses wichtigen Landw-sttschasiszweiges.

Darmstadt, 3. Februar. Gestern nachmittag um halb 6 Uhr machte, wie bereits gemeldet, der Großh. Landgerichts- direkior Dr. Karl Meise! in seinem Amtszimmer im Justiz- gebäude seinem Leben durch einen R-volverschuß in die Schläfe ein Ende. Man hatte in den benachbarten Räumen den Schuß nicht gehört, ein zufällig Eintretender fand Herrn Dr. Geisel bereits als Leiche, im Sessel vor dem Arbeitstisch sitzend, während der Revolver zu seinen Füßen laa. D-r Tod muß augenblicklich eingetret.n sein. Ein hinterlassener ©rief, sowie der ganze Befund ließen sofort an einem Selbstmord keinen Zweifel. Bezüglich der Gründe hierfür steht man vor einem Rätsel und man kann bis jetzt nur irgend ein löiper- l ches Leiden ober plötzliche Geistesverwirrung vermuten. Dr. Meise! war im Jahre 1853 hier als Sohn des späteren LandgerichtS- rats Dr. Meisel geboren, war u. a/von 1880 biS 1885 Amtsanwalt am hiesigen Amtsgericht T, von da bis 1893 Amtsrichter in Groß-Gerau, dann etwa ein Jahr lang Oberamtsrichter in Ortenberg, von 1894 an Mitglied des hiesigen Landgerichts und seit 1900 Direktor an demselben. Er lebte in den besten pekuniären Verhältnissen und hatte erst vor kurzem eine Erb­schaft von 60,000 Mk. gemacht. Vor 14 Tagen gab er noch im städtischen Saalbau einen «länzenden Privatball, auf welchem seine Tochter von ihm in die Gesellschafteinzeführt wurde. Der Verstorbene war noch am 1. Januar vom Großberzog mit einer Ordensdekoration auSaezeichnet worden. Als befähigter Jurist, pflichttreuer, gewissenhafter Beamter und tüchtiger Cdarakstr war der Dahin^eschiedene allgemein geichätzt. Er hinterläßt eine Witwe (Tochter des verstorbenen Geheimrats Walter), einen erwachsenen Sohn und eine Tochter.

^Hörsteitt, 3. Februar. Gestern nachmittag verun­glückte der Landwirt Wendelin Stolzenberger. Er hatte im Steinbruch eine Fuhre Steine zu holen. Beim Drehen der Deich el geriet der unbekannte geladene Wagen in Be­wegung und lief hinab. Stolzenberger, der ihn halten wollte, kam unter die Räder und erlitt einen Arm- und Rippenbruch. Sein Zustand ist bedenklich.

6. Februar ~~'~-~*"~~~"i-i-iinnisiwiHmw w^mlmamn^^rr-lll^*Tmn1^^1^|-.-||^l||ll|| maiu,---------r-1~.\n-ss|||W EHndunst einer kurhesstschen Gruppe drr tir6W^ Konftreuz,

Caffel, 3. Februar.

Zwecks Gründung einer kurhessischen Gruppe der kirchlich- sozialen Konferenz habe man auf heute nachmittag eine Ver­sammlung in dasEvangelische Vereinshaus" berufen. Na- men8 des Vorstandes der Konferenz begrüßte Pfarrer Nord­mann die Erschienenen. Redner sprach seine Frende darüber aus, daß man nun endlich auch zur Gründung einer tut« hessischen Gruppe der Konferenz spreite, umsomebr, als ja hier in Caffel s. Zeit die Wiege der gesamten Vereinigung gestanden habe.

Alsdann hielt Reichstagsabgeordneter Hofprediger a. D. Stöcker einen eingehenden Vortrag über Zweck und Ziele der kirchlich-sozialen Konferenz. Die Wahlen des letzten SommerL wir folgen hier in kurzen Zügen den Ausführungen des Redners haben auch den Gleichgültigsten nufgeschreckt und belchri. In Deutschland sind so viele sozialdemokratische ©Immen abgegeben wie in der ganzen übrigen christlicheu Welt zusammen. Und gerade in Wahlkreisen mit vorwiegend evangelischer Bevölkerung saßt die Sozialdemokratie immer mehr Fuß. Da wird es denn an der Zeit, der Gefahr enlgegen- zutreten. Und das geschieht, indem die Kirche sich mit den öffentlichen Fragen de8 Lebens beschäftigt. Nie- manb kann sich heute mehr von diesen Fragen zurückhalten. Und eben jetzt ist der Boden für eine Bekämpfung der So­zialdemokratie günstig. Der Parteitag von Dresden hat man­chen sehen gelehrt. Ist da auch nur mit einem Wort von VolkSwohl geredet worden ? Viele, die früher nicht ohne Sym­pathie für die Sozialdemokratie waren, haben jetzt den letzten Nest biefer Sympathie verloren. Die Partei hat sich gründ­lich kompromistiert. Ein zweites günstiges Moment ist der Frankfurter Arbeiterkongreß. Er hat gezeigt, daß es noch eine stattliche Anzahl deutscher Arbeiter gibt, die nickt zur roten Fahne schwört und der daS Wohl der Arbeiter tat'ächlich am Herzen liegt. Die Führer dieses Kongresses sind Leute, die im innersten Herzen in dem Boden des Christentums wurzeln. Es ist unmöglich, eine starke Be­wegung anders zu bekämpfen, als durch eine andere Be­wegung. Und hinter den 600 000 christlichen Arbeitern, die in Frankfurt vertreten waren, steht noch eine große Zahl christlicher und patriotischer Arbeiter, die durch den Terror:smus der Sozialdemokratie .verhindert wird, sich der christlichen Bewegung anzuschließen. Die christlichen Arbeiter bekämpfen die Sozialdemokraiie, nicht durch Reden, sondern dadurch, daß sie sich sammeln und tat* sächliche Propaganda machen. Dazu kommt noch etwa§ Neues. Die Berliner Generalsynode, die sich vor sehr Jahren noch auf das Schärfste gegen eine Beteiligung der Kirche an öffentlichen Fragen aus sprach, hat jetzt beschlossen und zwar mit Zustimmung des Oberkachenrates daß es unerläßlich sei, die Prediger in die sozialen Probleme der Gegenwart ein* zuführen. Sir hat klar erkannt, daß die evanaelische Kirche in ihren Aemtern und der Vorbereuung dazu bie Frugen mit in ihren Gesichtskreis ziehen muß. Wen^yat die Generalsynode erkannt, daß in großen Städten eine viel stärkere Seelsorge statthaben muffe. Sie denkt dabei nicht nur an Pastoren, sondern an Laienhelfer, Arbeiter wie Arbeit- geber. D'e GeneraUynode hat eine Summe von 117000 bis 118000 Mark jährlick ausgeworfen, um die Fragen ernstlich in Fluß zu bringen. ES ist gegenwärtig begründete Hoffnung, ein weiteres Vorwärtsschreiten der Sozialdemokratie zu ver­hindern. Es gilt nur, die Klüfte zu sammeln. Die kirchlich- fokale Konferenz steht feit Jähren in der Arbeit. Wir wollen nicht reden, sondern arb-iten und dir Arbeit am Volksleben organisieren. Wenn aucht nicht gerade großes, so hat die Konferenz dock einiges erreicht: Sie zählt 2800 zahlende Mit­glieder und ihreKirchlich-sozialen Blätter" werben in über 5000 Exemplaren gelesen. Sie hat einen Generalsekretär an* gestellt. Sie ist an die Schaffung einer Literatur herange­treten. DaS war vor allem not, denn es fehlt uns an Werken, die die Volkswirtschaft im christlichen Lichte belracht-n. 28 Hefte sind herausgegeben worden, die sich mit allen mög­lichen Fragen, auch mit der Frauenfrage beschäftigen. Dr. Denner in Godesberg, der bekannte Naturwiffenschof:ler, hat ein christliches Konservationslex kon herausgegeben. Die Arbeit b« Konferenz verläuft in sieben Kommissionen, die sich unab­lässig mit den Zwecken der Konferenz beschäftigen. Die erste Kommission beschäftigt sich nrt Kirchenrecht und kirchlichem Bekenntnisse, die zweite mit sozialen Fragen, die dritte mit dem Gemeinschaftsleben und der Evangelisation, die vierte mit der Presse, Literatur und Kunst, die fünfte mit der Apologetik, der Verteidigung des Christentums, die sechste mit Pädagogik und endlich die siebente mit der frauenfrage. Düse letztere Kom- müston tritt nur da in Kraft, wo derEvangelische Frauen­bund" nicht schon an der Arbeit ist. Redner weist noch ein­mal eindringlich auf die Notwendigkeit eineS Zusammenschlusses hin. Nachdem auch noch Generalsuperintendent Werner diese Notwendigkeit betont, läßt sich Pfarrer Franke darüber aus, wie hier in Caffel die Konlerenz zu gestalten wäre. Er hält zwei Kommissionen für notwendig: eine für soziale Fragen und eine für Presse und Literatur. Redner geht noch auf die Lage der evangelischen Arbeiterver- ejne in unserm Bezirk ein, die sich von der Konferenz eine Stärkung versprächen. Die gebildeten Kreise müßten sth mehr der Sache der christlichen Arbeitervereine annehmen. E.nen Appell zur Mitarbeit riefet General'uperintendent Lohr an die gebildete« Kreise. Hofprediger Stöcker beglückwünscht die neu zu gründende Gruppe dazu, daß sich Ünterstaats- sekretär a. D. Exzellenz Rothe bereit gefunden habe, den Vor­sitz zu übernehmen, ein Mann, der wie kaum ein zweiter, die sozialen Gebiete kenne. Nach einem Gebet des General- supwintmdenten Werner wird zur Konstituierung der kur- hessischen Gruppe ge chrilten. ES haben sich zu den 50 Einzel­mitgliedern, die die Konferenz in unserem Bezirke schon zählte, noch weitere sechzig gefunden. ES erfolgt nun die Beratung des SatzungseniwurfS, der nach unerheblichen Debatten und geringfügige« redaktionellen Aenderungen einstimmig ange-