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27. Januar

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* Kaisers GelmrtstaMeter der Garnison. Die Kasernen Laben seit gestern festliches Schmuck angelegt, «m auch äußerlich zu bekunden, haß .Kaisers Geburtstag in zeLabeaer Gtünmung von feinen Bewohnern gefeiert wetten wird. Der Kr-srniiteich gmq gestern abend programmgemäß oov Ratten, deSgleicken das große Wecken am heutigen Morgen. Nach den Festgottesdiensten in der Marien- und katholichen Kirche ging 11*/* Uhr die Parade der Garni'on auf dem Paradep'atze vor sich. Infolge Erkrankung des Garnison- ältesten Herrn Oberst v. Temp 8 ky nahm der Kommandeur des Ulanen-RegimentS Oberst Herzog v. Urach, Durchlaucht, die Parade ab.

(!) Rücklttgttt, 37. Januar. (Kaisers Geburts­tagsfeier.) Der diesige Militär-Verein feierte gestern abend imGastiauSzum Löwen" den Geburtstag Sr. Majestät deS Kaisers in würdiger Weise. Der Präsident, Herr Karl Diel, krachte das mit Begeisterung ausgenommen« dreifache Hoch am Se. Majestät Kaiser Wilhelm II. aus. Im ferneren Verlauf des Abends erklang noch ein Hoch auf Herrn Bürger­meister Brenner, der seinerseits in einer Anspracbe den Kaiser und das kais rliche Haus feierte, mit einem kräftigen Hob schließend. Kamerad Friedrich Naas trug durch ge­lungene Vorwäge zur allgemeinen Unterhaltung an der patrio- ii'd^n Feier bei, die sicher bei jedem Teilnehmer in angenehmer Erinnerung bleiben wird.

st. Lstheim, 27. Januar. (Vortrag im Krieger- verein.) Der hiesige Kriegerverein hielt gestern abend in 'einem Dereinslokal eine gut besuchte B rsimmlung ab, zu der euch Nichtmiig'ieder Zutritt hatten. Als Redner war für den Abend Herr Lehrer Will aus Rendel gewonnen. Mit kurzen Worten begrüßte der 1. Vorsitzende Clarius die An- wr'endkN und schloß mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser. Sodann er eilte er Herrn W ll das Wort, der in ca. ^/t stündiger Rede seine Aufgabe glänzend löste, nicht mit großen Worten, sondern in einfacher schi chter Wei e, erläutert durch leicht faßliche Beispiele, w e sie dem einfachen Bürger und Landwirt am besten -ugängig sind. Redner kam zu rst auf die Ursachen der Gründung der Kriegervereine zu sprechen, so­dann auf die vielen Wohltaten, die wir denselben verdanken, durch die hehren Ziele, die sie sich gesteckt haben, nämlich die Unterstüyung der am ,Feldzuge teilgenommenen Kameraden, die Pflege deS Patriotismus und der Vaterlandsliebe u. a. m. Die Wirkungskraft der einzelnen Vereine sei nicht abhängig von der Quantität der Mitglieder, fordern von der Qualität derselben. Redner verwarf die sagen. wilden Verbände und Lpezialoereine, die Krieger gebörlen nur in Kriegervereine. Vortragender teilte nun den Grund für die Entstehung der Wanderoorträge in den Kriegervereinen und das für den Abend gewählte Thema mit. ES sei die Aufgabe an die Redner gestellt, die Begeisterung bei deutsche» Volkes durch patriotische Deriamslungen auizurü teln, das Volk zu er­innern an die Erhöhungen und Erniedrigungen des deutschen Vaterlandes. Nunmehr begann Redner mit dem eigen lichen Thema:Welchen Wert und w-lche Bedeutung dat die Weltgeschichte für die Volk-erziehung und Po kSbildung?" Der Geschich -unterricht in den Schulen sei ein Teil des reli lösen Unterrichts, tone Wirkung sei vielseitig, er schärfe das Gedächtnis, waS für die jetzige Zeit mit ihrem Ansichwung auf allen Gebieten höchst wichtig sei. Im Verlaufe seiner Aus­führungen berührte Redner ferner die Deru"g!impfunp des dmtichen Heeres durch den englischen Koloniaiminister Ehsm- berlain und gab durch kleine Besipiele und Episoden auS dem Kn-g? 1870 und d m der Buren ein anschauliches Bild über den Kontrast der beiderseuircn Kriegsiühruna, er erinnerte an den Boxerauistand und an die mit ihm Bedingte Entsendung des Grafen Waldersee. Luch die Lehre der deutschen Ge­schichte fördere Patriotismus und Vaterlandsliebe. Es lebe in unserem Volke noch ein guter Krim, trotz der trüb-n Er- scheinunzen der letzten Zeit. Reder beleuchtete die Ausbildung der Heutgen Jugend, der s ädliichen sowohl wie der ländlichen. Auch der Landmann habe in der hevtigen hastenden Zeit einen gewissen Grad Bildung nät g, denn er sei das Fundament des Staates. Die Ausbildung des HerzenS und des Gemüts sei der Grundstein dazu, einen guten brauchbaren Menschen zu erziehen. Die in den Kriege,vereinen zu haltenden Vor- träge müßten, um zu nutzen, drei-rlei enthalten: 1. Helden­taten innerer Vorfahren, 2. Erhöhungen und Erniedrigungen unseres Volkes und unseres Vastrlandes, 3. Episoden aus der Geschichte. Der Herr Vortragende gedachte der Er- nieberigung eines Teiles unseres Vaterlandes durch Ludwig XIV. und gab in Beifpi len ein anschauliche- Silo über die späteren traurigen Verhältnisse unseres Vaterland-S, der Niederlage des Reiches unter dem Welteroberer Napoleon L, er erinnerte an die große Dulderin der Frihtrietriege, die Königin Luise, gedachte dann der weiteren Entwickelung aus den Freiheitskriegen und endlich der großen Zeit von 1870/71. Wie Kit dreier Zeit ein großer Fortschritt auf allen Gebieten zu verzeichnen gewesen sei, und daS habe nur die Einigkeit, das Zv'awmrnhslten und die sittliche Kraft des deutschen Volkes zustande gebracht. Mit einigen weiteren Erinnerungen aus 1870/71 schloß Redner seinen sehr interessanten Vortrag. Reicher Bestall wurde ihm dann auch zu Teil. Herr Lehrer Hofacker dankte dem Vortragenden im Namen der An­wesenden für den genußreichen Abend. Mögt es nicht der letzte gewesen sein.

* Die Marnkanallsatton. I» derKreuzzig." wird auseinander gesetzt, warum in der preußischen Thronrede die Mainkanalisation nicht erwähnt wurde. Es ist nach dem Blatte deswegen nicht geschehen, weil zwischen der preußischen und bayerischen Regierung noch keine Vereinbarung erzielt werden konnte. Es handele sich nicht sowohl um dir Kosten dieser Kanalisation, die für Preußen bekanntlich nur 3'/, Millionen betragen, sondern auch um eine weit wichtigere Frage, nämlich diejenige der Verständigung über die Ge- Nairung der Eisenbahntarife nach Fertigstellung der Kanali­sation. Durch biefe würden die bayerischen Bahnen An­schluß an das große rheinische Wasserstraßennetz erlangen und eine sehr konkurrenzüberlegene Strecke bis Holland und Veloie« Gegenüber den preußischen Bahnen erhalten. Unter

Mittwoch

diesen Umständen »erlangten die preußischen Vertreter, Bayern solle sich verpsi chten, Estenbahntarife im bayerischen, b^onderS im DschaFenburaee Umsch'aasverkrbr wicht ohne Ausatmung der preußisch-hessischen Bahn» vroa'titng kinzuführen. Nun er­blicke man in Bayern in brer Zum wir ig daS _ Verlangen eines Verzichte? auf ein verf ssunzSmäßiq gewährleisteteS Hoh- heitsrecht und daran seien bisher die Verhandlungen gescheitert. Auch in diesem Falle," so schreibt dieKreuzzfg.",ist es Bayern, daS ein Entgegenkommen von Preußen verlangt, während eS seinerseits selbst in minder wichtigen Fragen jedes Entgegenkommen verweigert und sich dabei auf sein formales Recht stellt."

* 42. Infanterie-Brigade. Wie verlaute!, tritt in dem Kommando der 42. Inlanterie-Brigade demnächst ein Wechsel ein, indem Generalmajor v. Normann in den Ruhe­stand treten wird.

8 Irtbiläum. Heute feiert Herr Wilhelm Gust ine sein 25jährigeS Jubiläum als Mitglied des Gesanrvereins Fröhlichkeit". Der Verein ehrt sein langjähriges Mitglied durch ein gestern abend dargebrachles St&nbcben und einen am nächsten Samstag abend imDeutschen Haus" stait- findenden Kommers.

* Ladenschluß. Dem kürzlich veröffentlichten Beschluß einer Anzahl hiesiger Firmen, an Sonn- und Feiertagen die Läden vor dem Vormittags-Gottesdienst geschlossen zu halten, sind jetzt noch, wie auB dem Inseratenteil ersichtlich, die Firmen Heinrich Sponsel, Arnold Gerhardt und Heinrich Schuiz bei letrete».

88 Unlauterer Wettbewerb. Wegen Vergehens gegen das Geirtz gegen den unlauteren Wettbewerb hatte sich gestern vor der Strafkammer der Schuhwarenhändler Z. zu ver­antworten. Dem Anaeklagien wurde zur Last gelegt, in der Zeit vom August bis November y. I. in der Absicht, den An­schein eines besonders günstigen Angebots zu erwecken, in öffentlichen Ankündigungen unwahre Angaben gemacht zu haben. Es handelt sich hierbei um den Total-Ausverkauf, den der An- gekiagte im August v. Js, in hiesigen Biäitern annonzierte und worin dem Publikum besonders günstige Angebote beim Kauf in dem aufzulöfenden Schuhgeichä'te gemacht wurden. Dem öffentlichen Strafverfahren hatten sich 7 hiesige Schuh- warenhändl-r als Nebenkläger mit der Forderung auf Schaden- eriatz angelchlosse», die übrigen nur deshalb nicht, weil sie kleinere Geschäfte führen und den durch den Ausverkauf des Angeklagten entstandenen Schaden nicht genügend erweisen konnten. In der Anklage wurde dem Beschuldigten ins- btfenbere vorgeworfen, daß er vor Beginn des Ausverkaufs sein Warenlager erst reichlich komplettierte, dann während des­selben durch häufige Nachschübe immer wieder anfüllte, ferner daß er sogenannte Lockartikel im Schaufenster ausstellie und sie auf Berlangen beu Käufern nicht verkaufte. Der An­geklagte betrieb daS Schuhgeschäft hier seit dem 25. Juni 1902, wo er resp, sein Onkel ei von seinem Vor­gänger gekauft hatte. In dem K»ufver«rag war bei bei Meidung einer Konventionalstrafe von 10 000 Mk. auB« g'macht, daß die Verkäuferin während der nächsten 3 Jahre in Hanau und Umgebung weder ein neues Schuhgeschäft er» öffnen, noch in irgend einer Weise sich in einem solchen be« tätigen durfte. Die Verkäuierin verhandelte aber bald wieder mit Z. mehrfach über die Rückgabe des Geschäfts, ohne daß ei zu einer Einigung kam. 3113 aber dem Anaeklagte« am 3. Juni der Laden auf den 3. Dezember 1903 gekündigt wurde, habe er Zweifel bekommen, ob er sich hier ballen könne, und ein größeres Unternehmen in Bielefeld inS Auge gefaßt, fei sich aber noch nicht im Klaren gewesen, ob er daS hiesige Geschäft ganz aufgeben sollte oder nicht. Zu einem definitiven Entschluß im letzteren Sinne fei er erst am 28. August ge­kommen, und von da an habe er auch den Total Ausverkauf begonnen. Wie schon oben erwähnt, macht aber die Anklage dem Beschuldigten zum Dorwurf, daß er die Aufgabe des diesigen Geschäfts schon im Juni beschlossen hatte und den Ausverkauf deshalb erst Ende August begann, weil er fein Lager erst vorher gehörig anfüllen wollte. QB geht näml ch aus den be-chlagnahmlen ®e|&äfi8büdern una dem Kopierbuch hervor, daß er im Juni schon an Lieferanten außergewöhnliche Bestellungen aufgab, gleichzeitig aber auch an Angehörige schrieb, der Aus­verkauf wegen Aufgabe des GeschästS solle in einigen Tagen beginnen. Während des Ausverkaufs, der bis zum November dauerte, kamen dann noch zablreiche Nachsclübe. Die Rrnta- bilität eines solchen Ausverkaufs ergibt sich aus den Fest­stellungen der Bücher, wonach der Angek!agie im September einen Umsitz von 14 516 Mk. hatte, gegenüber einem solchen von ungefähr 3000 bis 4000 Mk. in den früheren Monaten. Die übrigen hiesigen Schuhhändler, insbe andere die Neben­kläger, stellen während biefer AuSverkaufszeit einen erheblichen Minderumlatz, einer über 3000 Mk., auS ihren Büchern fest. Sie verlangen von dem AngeNagiku die Zahlung einer Ent­schädigung von 20 Prozent von dem festgestellten Minder- umietz, da dieser nur eine Folge bei schwindelhaften Busoer- tauf# des Angeklagten fei. Die Anklagepunkte bezüglich der Nichtherausgabe von ausgestellten billigen Waren klärten sich zu Gunsten deS Angeklagten auf. Das Gericht etbannte ge­mäß dem Antrag bei Staat-anwalts gegen den Angeklagten wegen unlauteren Wettbewerbs auf eine Geldstrafe von 300 Mark und einmalige Veröffentlichung des Urteils imHanauer Anzeiger" und in derHanauer Zntung". Die Zuerkennung einer Buße an bie Neb.nkläger wird abgelehnt. In den Urteiligrünben heißt, das G licht sei überzeugt, daß die Aufgabe des GeichästeS bereits im Juni ober Juli beschlossene Sache war, wie an3 einem Briefe auS dieser Zeit hervorzihe, wonach der Angeklagte schon einen Laden in Bielefeld für fein neues Geschält gemietet hatte, daß er sich aber vorher noch mit einem gehörigen Lager »ersehen wollte. Auch die Nachschübe seien ganz erhebliche gewesen. Die Zuerkennung einer Buße sei nur deshalb abgelehnt wor­den, weil daS Gericht nicht in der Lage wir, festen Hellen, wie sich der den Nebenklägern erwachsene Schaden auf bie einzelnen Personen verteilt.

Aus dem #rrtd$ts!rtaL

Mtzmig des Schöffengerichts vom 28. Januar.

Der Fichrikarbeiter M. von Frankfurt war im Jahr.« 1809 auf her Dörnigheiwet Kirchwe'h und entbrannte dort in solcher Liebe zu einw Dorf-Ickönen, daß er ihr schließlich auf bie Stube rückte und stürmisch erhärte, nur ihn ober keinen dür^e sie heiraten. Die Muster des Mädchens fand an den Liebesschwüren dc§ neuen Seladons feinen Sonderlichen Gefallen und forderte ihn mehrmals auf, ihre Wohnung zu verlassen, welchem Verlangen er aber nicht nachkam. Zwar hat M. inzwischen im Chinafeldzuge sich von seiner Leiden­schaft hinreichend erholt, aber die damalige Liebesszene bat doch noch ein unangenehmes Nachspiel insofern, als Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs und Bedrohung gestellt wurde, be­züglich dessen jetzt die Anklage erhoben ist. Das Gericht läßt Milde walten und erkennt nur auf 20 Mark Geldstrafe. Der Partner M Lehrlings, der gestern von der Strafkammer wegen Golddiebstahls zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt wurde, nämlich der frühere Goldarbeiterl hrling R>, der von dem vorerwähnien das Gold nahm und Ringe anfertigte, hat sich heute wegen Hehlerei vor dem Schöffengericht zu verant­worten, Er kommt mit 1 Monat Gefängnis davon. Der in einer Brennerei beschäftigte Kutjchw R. geriet mit einem im selben Geschäft tätigen Küfer in Streit und schlug ihn mit gefährlichem Handwerkszeug derart, daß blutenbe Wunden ent­standen. R. erhält 60 Mark Geldstrafe. Der Steinmauer L. hat bei einer Frau zur Miete gewohnt und ist dann meg= geblieben, ohne zu bezahlen. Ferner hat er den Schlüssel mitgenommen und einen ihn zur Rede stellenden Schutzmann beleidigt. Der Angeklagte, der neulich von der Strafkammer wegen Fahrraddiebstahls zu mehrmonailicher Gefängnisstrafe verurteilt wurde, erhält 1 Monat Zusatz. In einer un­glücklichen Ehe lebt ein früh-r hier angest Ht gewesener Be­amter. Nachde n die Ehehälfte durch Betragen den Ehemann mehrfach gezwungen hatte, sich verletzen zu. lassen, ist sie schließlich von hier mit einem Galan, einem verheirateten Manne, durchgegangen. Von einer häuslichen Szene hier elbst rührt noch eine Anklage gegen den Ehemann her, der beschul­digt wird, die Gattin bedroht und mißhandelt zu haben. Das Gericht erkannte auf 15 Mk. Geldstrafe. Der Metzger- meister R. wird beschuldigt, schweflig saures Natron dem Hack­fleisch beigemischt zu haben. Der Beschuldigte erk att, nur von dem Verbot der Beimengung von Präseroesalz gewußt zu haben. Das oben genannte Mittel sei als Konservierungs- mittel in Fläschchen verkauft worden. Das Gericht erkannte auf 30 Mk. Geldstrafe, da nach dem neuen FleisLbestangksetz alle Konservierungsmittel verboten sind. Der Schlosser H/ erhielt ein Strafmandat von 6 Mk. wegen groben Unfugs. Auf seinen Einspruch wird die Strafe auf 3 Mark herabge» setzt. Der Waffenhändler M. soll sich durch Verkauf von Pulver enthaltendem Spielzeug gegen eine alte kurhessische Verordnung vergangen haben und erhielt d'swegen ein Strafmandat. Aus seinen Einbruch erkennt das Gericht auf Freisprechung, da der­artiges ungefährliches Spielzeug durch eine neuer!! " nung freigegeben ist.***6».

Sprechsaal.

Für bie unter dieser Rubrik ein riefnnbtnt Norirn übernimmt bie Redaktion dem Publikum gegenüber (einerlei Beramwortung.

Fahrgäste der 2. Klasse her Kleinbahnzüge Hanau Hütten- qe'äß möchten hierdurch die Frage aufwerfen, ob es nicht mög­lich wäre wenigstens einmal in der Woche, eventuell probeweise einen späteren Zug von Hanau zmück- fahren zu Uff?n 1 ? Die Passagiere der 2. Kl. müss n, bei dem verhältnismäßig teuren Fahrpreis, in Bezug auf Heizung rc, so viel nur sehr primitiv Eingerichtetes hinnehmen, daß dieselben gut in anderer Hinsicht ein Entgegenkommen höfl. bean- 'pruchm können.* Für die auf btm Lande wohnenden Kunden" der Kleinbahn wäre e$ doch höchst angenehm, wenn dikselbkN wenigstens einmal in der Woche einen Abend in fSanau zubringen, bezw. mit Hilfe der Kleinbahn hier und da Konzerte, das Theater:c. besuchen könnten, sowie einen ge­mütlichen Nachmittag in Frankfurt zubringen könut-n, an wel­chem nicht daS Schreckbild bei schon um 7l/s Uhr zurück- fahrenden Hanauer letzten Kleinbahnzuges im Hinter­gründe steht l! 1 Wenn imHanauer Anz^ger" uim. die Aufforderung erlassen würde, diesen späteren Zug recht fleißig zu benutzen, so dürste wohl in beiden Klassen desselben recht zahlreiche Beteiligung der Fahrgäste zu bemerken sein.

Möchte verehr!. Direktion der sonst mit Recht so beliebten Kleinbahn diese Anregung nicht gleichgültig lassen, sondcrn möchte dieselbe freundlich erwägt werden 1 D elleickt lassen sich noch andere Stimm n aus den Reihen der Fahrgäste, Vor­schläge betreffend, hier hören!?

N. Ü. S. W.

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An die verehrliche Theaierdireklion richlen wir die Bitte, bei der nächsten Aufführung vonAlt-Heidelberg" die Rolle derKälhi" in die bewährten Hände unserer allgemein belieb­ten Künstlerin Fräulein Verben zu legen. Die verehrliche T;«ateibirettion wird sich durch diesen Schritt die größte Dank­barkeit und allgemeinen Beifall sichern, der sich in einem aus- oerfauften HauS zeigen wird. Hoffen wir, daß dieser Wunsch in Erfüllung gehe. Einige Studenten.

Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.

Telegramm aas Hamburg vom 27. Januar 9 Uhr 45 Minuten.

Ein Maxlmum über 774 mm lagert über Westrußland, ein Minimum unter 787 mm nördlich Schottlands, In Deutschland herrscht außer an der 9torbfeefülle, wo mäßige süd iche Winde wehen, ruhiges, trübes, vielfach nebliges trockenes 8i oft Wetter.

Prognose färben 28. Januar? Porw'egend trübes Frost- vetter ohne erhebliche Niederjchjäge wahrscheinlich.