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Dienstag ,
5. Januar
Heute sind eS 25 Jahre, daß Herr I werden. AIS Entschädigung für die ausfallenden 80 Mk. soll r alS er sich flüchten wollte, erfaßt und ihm der Schädel zer- 'qer bei der Firma W. Roediger es dem feägeSenden Verein gestattet sein, Bei dem Feste von trämmert. Der Tod trat sofort wn.
* Jubiläum, t
Gottfried 8 r a u B u rq e r Bei der Firma 5
als Installateur tätia ist. Der Jubilar hat durch Fleiß und bescheidenes Wesen sich die Achtung seines Arbeitgebers sowie der Kundschaft erworben und erfreut sich allgemeiner Belibt-
Zeit. Möae ihn auch weiterhin Glück und Segen begleiten.
* We-itspr-l. Am vergangenen Sonntag spielte die 1. Mannschatt des 1. Hanauer F. E. 93 in Mannheim aeqen die gleiche der Mannheimer F.-G. 1896, Meisierschaftsklub des Pfalzgaues. Trotzdem Hanau 93 mit vier Mann Ersatz spielte, konnten die 93er, dank ibrer Ai'sdauer und dank des guten Zusammenspieles den schönen Sieg von 3:1 davon- tragen.
* Das Winterfest des landwirifchattlicken Kreisvereins, welches nächsten Samstag in den Kursälen zu Wilhelm-bad stanfindet, beginnt pünktlich 6^8 Uhr abends.
* Beim Eisbrechen hatte gestern ein Fuhrmann K. das Malheur, zweimal auf der Kinzig einzubrechen, glücklicherweise ohne ernstlich zu Schaden zu kommen.
* Silberne Hochzeit feiern morgen Herr Heinrich H 0 l l tu a n n, Tbeaie-di->ner, und Frau.
* Von einem Nierenschlag betroffen wurde heute morgen am Frankfurtertor das Pferd eines Milchführers vom Baiersröderhof.
* Durch einen Federbrn^ stürzt? Heute mittag an der Zni'anteriekaserne ein Flalchenbierwagen um, wodurch eine Anzahl Flaschen in Trümmer gingen.
* Im Zirkus Wilke findet heute abend große Gala- Sport-Vorstellung statt. Näheres ist aus dem Inserat ju triefen.
den Nichtvereinsmitgliedern ein Eintrittsgeld bis zu 25 Big. zu erbeben. Außerdem soll der Dundesbeiirag der Mitglieder von 25 auf 40 Pfg. erböbt werden. Diese Anträge fanden einstimmige Annabme. Möge dieses lobenswerte Dorbaben dem Bunde zum Segen gereichen. — Die weiteren Punkte der Tagesordnung fanden rasche Erledigung. Mit einem Appell an alle Bundesvereine, treu zuiammenzuhalten, und einem Hoch auf Se. Maj. den Kailer und Se. Kgl. Hoheit den Großberzog von Hessen schloß Herr Graf Oriola gegen VsS Uhr die Sitzung, an die sich dann ein gemütliches Zusammensein anreihte.
G Aechenheim, 4. Ja». (Tödlich verlaufen.) Das noch vor Jahresschluß in so schrecklicher Weile vernn- glückte Töchterchen des hiestzen Zimmermanns Craß ist seinen fürchterlichen Brandwunden, die es namentlich an Brust, Armen, Händen und Kopf erhalten hatte, nach eintägigem schmerzlichen Krankenlager erlegen. Am gestrigen Sonntage sollte die Beerdigung stattfinden, und schon war das Leichengelolge erschienen, als noch in letzter Stunde auf Anordnung der Kgl. Staatsanwaltschaft die Beerdigung ausgefallen wurde, welche eine geriLts ärztliche Besichtigung der Leiche angeordnet hat. Morgen soll die Sezierung derselbe«, nachdem diese nunmehr nach dem Totenhause verbracht ist, vorgenommen werden.
Frankfurt, 2. Januar. DsraMrn fand e'n armes Densimädchen an d-r „Spänen An fUt" eine Ta'ch-, welche
st. Windeck^tt. 4. Januar. (Delegiertentag des Niddertal-Sanserbundes.) Unter dem Vorsitze des Bundespiöstdenten Herrn Grafen Oriola zu Büdes- feim fand am vergangenen Sonntag der diesjährige Dele- giertentag des Niddertal-Sängerbundes in dem Saale „zur Hochmühle" basier statt. Verlierer hatten fast sämtliche Vereine enr anbt. Nach Verlesung und Genehmigung des vorjährigen Protokolls wurde der AuStritt von zwei Vereinen bekannt gegeben. „Eintracht^-Ostheim und „Eäcilia"-Jlbenstadt. Der Hauptpunkt der diesjährigen Tagesordnung war die Einführung des Dreisgelanoes im Bunde. Bereits im vorigen Jahre war von Mitgliedern des Gesangvereins „Concordia"- Windcckcn der Wunsch geäußert worden, dem Bunde durch Veranstaliuvg von Prei?gefeng neuen Aufschwung zu verleihen. Die im vorigen Jahre g'wählte Kommission zur näheren Informierung u. s. w. über di-se Neuerung erstattete denn auch in diesem Jahre Bericht über ihre Beratungen. Nach heftiger Debatte, in welcher für und wider den Antrag gesprochen wurde, gelangte dieser mit großer Majorität zur Annahme. Auch in unserem Bunde hat sich mit der Annahme dieses Antrages der Zeitgeist Bahn gebrochen, ob zum Nutzen obre Schaden, müssen wir kommenden Zeiten überlasten. Das erste Preisnngen findet in diesem Jahre in Verbindung mit dem Bundesiest in Marköbel statt und können sich daran nur Bundesvereine beteiligen. Mit den Vorbereitungen wurde eine fünfqltebetige Kommission Beauftragt. AlS Prelle sind fünf Diplome vorgesehen, drei für Vereine mit über 20 Mitgliedern und zwei für solche unter 20 Mitglieder, außerdem stiftete Herr Graf Owola einen Ehrenpreis im Werte von 30 Mark. Da durch bie*e Neuerung dem Bunde wesentliche Kosten entgehen, so soll von diesem Jahre ab der Beitrog zur Abba'tunc des Bondesiestes von 50 auf 20 Mk. reduziert
Kauarter yeieiu«-«. Uergrmgimgslmchrichtrn für DrenStaa den 5. Januar, Oratorieuverein: Probe in der Oberreallchule.
GvMß. Männer- rmd RnglingSvereik^ ZünglingSverein: Bibel b isrechung; Jungfrauenverein' Flickabend (Sd. BereinshauSi
Katß. Kafino .Eintracht' (Vereinst.: u. S-anftiLW': Berelnsabend
Tv'-nk-s-Nschaft: Abends von 7—9 Uhr: Turnstunde. Gesangverein w®umfei": Singstunde in der „Stab» Bremen". Geianoveirin „Melomania": Singstunde in der »Karthaune*. Kegel-Klub der Spessart-Touristen: Gustban« .zur outen Quelle". Verein per Bauern: Vereinsabend tat Gasthaus „zur Sonne". Verein *ür GeMgel- und Sinovogelrucht: Monatsversammlung
Vereinblokal zu den 3 Ruidern'.
im
Deutjchnatianaler HaudlungSaebilsen - Verband, Ortsgruppe Hanaur VerewSabend im .Karlsberg".
Zitherverein Hanau: Probe in der Restauration .Allemonia*.
Süddeutscher Klub: Klubabend in der Restauration .Allemanla",
Athletenklub .Germania* : Riegenstemmen und Misterriegenatbritett, (Refiauration Wagenbach, Poradeplad),
Stemm- und Ring-Klub „Eiche*: 9—lu Uhr: Lauerleunnen und Sreiuststzen: 10—11: Mnsterrieoen arbeiten („Wiener Spitze')
Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.
Telegramm aus Hamburg vom 5. Januar
9 Uhr 35 Minuten.
Ei» Maximum von 775 mm lagert über Westrußland, eine Depres^on unter 752 mm am Biscoyalee. In Deutschland ist das Wetter ruhig, trocken, im Westen wärmer, im Osten kälter.
Prognose für den 6. Januar: Fortdauer der herrschenden Witterung wahrscheinlich.
Barometerstand
mittags 12 Uhr am 4./1.
5./1.
ein Sparkassenbuch über 17 000 M°. und eine Gelebarse mit etwa 20 Mk. enthielt. Das Maschen lieferte den Fund auf dem Polizeirevier ab. Anderntags erhielt es von der Ver- liererin, einer wohlhabenden Dame, als Lohn für die bewiesene Ehrlichkeit einen großen Brief zugesandt. Dicker enthielt, wie das „Franks. Volksbl." schreibt, eine schon gebrauchte Glückwunschkarle, ordentlich beschmutzt auf der Vorderseite; auf der Rückieite war her Name des vorinjährigen Absenders ausradiert und dafür hatte die Dame ihren eigenen Hingekritzelt; außerdem fand sich in dem Kuvert ein Wunschbogen, wie in Kinder zu gebrauten pflegen. Auf demselben bedankte sich die F an für den ihr erwiesenen groben Dienst und wünschte der ehrlichen Fmd-rin ein glückliches Neujahr. Damit war die Dankbarkeit der vermögenden Frau erschöpft. Solche Schäbig» seit verdient öffentlich gebrandmarkt zu werden.
z? Grofi-Steinhelm, 4. Januar. Längs des Main- stromes werden gegenwärtig Wild- oder Stockenten in großen Scharen beobachtet. Züge von 100 Suick und mehr zählen nicht zu den Seltenheiten. Selbst die ältesten Nimrode erinnern sich nicht solcher enormen Enienmeng-n. Die Seiten- gewässer des Mains sind b-reits meistens vollständig zugeiroren, weshalb die Entenscharen dem Maine zueilen, zu dem sie der Hunger treibt.
^ Kleiu-Kroizenburg, 4. Januar. Eine größere Anzahl von HauSgänsen, man will deren 20 gezählt haben, wurden gestern auf dem Maine vom Eisoange mit zu Tal getrieben. Die Vögel machten vergeblich Anstrengungen, das Land zu gewinnen. Dem Vernehmen nach sind die unfreiwilligen Flüchtlinge Eigentum von Landwirten auS Groß» Welz-eim. Auch im Vorjahre wurden zahlreiche Gänse vom EiSgange entführt und erst bei Mainz gelandet. Zeitungsnotizen nerbalfen damals den Eigentümern zu ihren entflohenen Kapitolswächtern.
Bndinqeu, 3. Januar, Gestern wurde der ^Fuhrwerks» besttzer S. von der Deichsel eineS Bierwagens so gegen eine Rampe gedrückt, daß ihm 3 Richpen zerbrachen.
Verkokungen.
Anleihe der Stadt Paris von 1863. Ziehung »sm 15. Dezember 1903. Auszahlung am 1. Januar 1904. .Eanptpreise: Nr. 480904 zu 150 000 Fr. Nr. 491868 zu 50 000 Frcs. Nr. 213718 292180 309473 527636 je 10 000 Fr. Nr. 211940 234940 289138 534970 553800 je 5000 Fr. Nr. 124909 132482 132946 245003 264576 289392 359447 384542 534900 593638 je 2000 Frcs.
Anleihe der Stadt Paris von 1899. Ziehung vom 26. Dezember 1903. Auszahlung am 10. Januar 1904, Haimtpreise: Nr. 363641 zu 100 000 Frcs. Nr. 33804
343712 se 10 000 Frc«. Nr. 3567 13247 14639 24027 25063 56570 60169 80213 124317 127845 135100 158051 166726
277491 305599
365496 373568
173623 187304 230389 235971 238238
306058 332850 336295 350995 364346
381886 392967 400167 je 1000 Frcs. (Ohne Ge
ew.)
Hamburg, 2. Januar. Serienziehung der Hamburger
" von 1866: 29 128 137 181 249
Zylindern in einer Easteler Lokomot vbausabrik gefertigt worden, die bereits die Probefahrten zur Zufriedenheit der Fachleute (allcrdinrs ohne Belastuno) gemacht haben und gegenwärtig nur noch unbedeutende Veränderungen am Gehäuse erhalten, um dann mit einer Belastung von 10—12 neuen schweren, ebenfalls eigens dazu gefertigten Waggons zu 4 —6 Achsen auf der Strecke Göttingcn-Hannover Probefahrten auszuführen. Diese Probefahrten finden in Gegenwart des Fachreferenten des Eisenbahnministers Budde, mehrerer höherer Regie- ruugs- und E senbahnbeomten anfangs des kommenden
Die um den 11. Dezember herum auS Göttingen verbreitete Meldung, daß dort auf der Strecke Göitingen- Hannover und umgekehrt Probezüge mit einer Geschwindigkeit von oder bis zu 130 Kilometer in der Stunde gefahren werden sollten bezw. gefahren würden, steht mit der hier oben mitgetti ien Tatsache e ne Probesahrt in Verbindung, wenngleich der Notiz den Tatsachen ein Stück vorausgeeilt ist, in« 'mern, als die Abstch: b^s jetzt noch nicht besteht, die Ge- sckwrndigkeit der Züge erheblich über 100 Kilometer, im aller- günstigsten Falle auf 110 Kilometer in der Stunde auszu- dehnen. Sollte es indessen ohne Gefährdung der Sicherheit des gesamten Betriebes und' insonderheit der Bahnstrecken und Geleisaniagen gelingen, die Schnelligkeit über 100 bis 110 Kilometer zu erhöhen, so oll vorerst doch die Durchschnitls- geschwendiekeit von 110 Kilometer in der Stunde die Norm bleiben und Schnellzüge mit einer höheren Geschwindigkeit vorerst nicht gewahren werden.
Von B esen Probefahrten auf der Strecke Göttingen- Hannover und umgekehrt aber wird es abhängen, ob es möglich sein wird, die erste Dampf-Schnellbahn aas der Strecke Frankfurt a. M.-Marburg-Cassel-Götiingen-Hannover-Hamburg in Deutschland mit einer erheblich größeren Geschwindigkeit als bisher üblich zu haben. W-iter wird sich dann auch fragen, ob es praktisch ist, nach den Erfolgen, die hier — in aller Stille eigentlich — auf der Strecke Göttingcn-Hannover erzielt werden sollen, dazu Überzugehen, die Geschwindigkeit der Schnellzüge unter B-nutzuug vierzylindriger Lokomotiven auf 100 Kilometer Durchschnittsgeschwindigkett zu erhöhen, wie man es seitens der Eiienbahnserwaltung beabsichtigt.
Es wird sich tragen, ob die Verwaltung und daS Eisenbahnpersonal ebenso große Aonehmlichkeiie« von einer der- artigen Einführung haben würde, als die Reisenden alle Kategorien bestimmt davon hätten. Im Interesse deS reisenden Deutschlands finb den Probefahrten nur die denkbar besten Erfolge zu wünschen.
Sehr trocken „A Beständig 7'0'
Schön 760.
Veränderlich
Regen (Wind)^0<
Viel Regen 740.
Sturm 780,
720,
710.
,760
.750
,740
.780
,710
Aus f^ak und fern.
Fulda, 4. Januar. In der Nacht von Samstag auf Sonntag ereignete sich in der unteren Heinrichstraße eine Gasexplosion. Es war an der Ecke der Petersbergerstraße ein Gasrohr geplatzt und man hatte Koksöfen ausgestellt, um die hartgefrorene Erde aufjutauen und daS beschädigte Rohr durch ein neues ersetzen zu können. Inzwischen hatte sich eine Menge GaS in dem in der Nähe liegenden Anbau zum Schützenhause, besonders im Keller, angesammelt, so daß man der in dem Häuschen wohnend?« Familie den Rat gab, die Nacht über nicht in dem Hause ^u verbleiben. Glücklicherweise wurde dieser Rat Befolgt, denn gegen 2 Uhr nachts erfolgte ein deftiger Knall, das GaS war explodiert und harte arge Verwüstungen an dem Mobiliar und an dem Harsie selbst angerichtet. — Ein ähnliches Unüück hätte sich leicht im Hotel zum Kurfürsten ereignen können. Auch dort hatte sich am Samstag abend im Keller Gas angesammelt, welches einem in der Friedrichstraße geplatzten Rohre entwichen war. Hier aber wurde man durch den Geruch auf die Gefahr aufmerksam; die Gasverwaltung wurde benachrichtigt und alsbald machten die Arbeiter sich daran, baS schadhafte Rohr ausfindig zu machen und durch ein anderes zu ersetzen, eine Arbeit, die erst gegen Mitternacht beendigt war.
Hofgeismar, 1. Januar. Seinem Leben ein Ziel gesetzt hat der Kontorist Stolze von hier, ein etwa 35jäfriger lediger Mann, indem er sich in seinem elterlichen Hause im Bette liegend heute morgen mit einem Revolver in die Schläfe schoß. WaS den gesunden kräftigen Mann zu diesem unseligen Schritt getrieben hat, ist nicht bekannt.
Hatterove bei Breitenbach a. H., 2. Januar. Der Holzhauer Thomas Stein von hier wurde in den Freiherrlich Dörnberg'schen Waldungen von einer niedersiürzmven Tanne,
3 proz. Prämienanleihe
401 476 566 638 639
1212
1696
2213
2918
3496
1452
1782
2221
2937
3505
1462
1786
2256
2984
3528
1481
1844
2302
3000
3561
697 802 866 869 931 1005 1078
1587 1612 1684 1693
1493
1859
2500
3063
3657
1543
1921
2537
3146
3696
Meinungen, 2. Januar.
1951 2010 2024 2050 2700 2737 2816 2874 3179 3205 3333 3354
3726 3928 39^9.
(Ohne Gcw.)
Gewinnziehung der Meinin-
ger
25, 20
4 p oz. Prämienanleihe: 105 000 Mk. Serie 2492 Nr. 36 000 Mk. Serie 2457 Nr. 13, je 3000 Mk. Serie Nr. 2, Serie 218 Nr. 12, Serie 853 Nr. 4, Serie 1332
Sir. 25, Serie 2635 Nr. 13.
Aus dem Gerichts!««!.
Sitzung der Strafkammer vom 4. Januar.
Ein sauberes Trio.
Als der Landwirt S. zu Gronau am 2. Juli v. I. morgens um 10 Uhr von der Feldarbeit heim kam, fand er in seiner Wohnung eine nette Bescherung. In der Parterrewohnung war eine Fensterscheibe eingedrückt, in der Stube selbst lag alles kunterbunt durcheinander, Kisten und Kasten und sogar das Bett war durchwühlt, der Inhalt lag in der Stube. Das vorhandene Geld das an verschiedenen Plätzen ausbewahrt gewesen war, etwa 350 Mk., war sämtlich gestohlen, die Spitzbuben halten also einen ziemlich reich n Beutezug gemacht. Nachdem der Einbruch Besannt geworden, lenkte sich der Verdacht sofort aus den 18 [ästigen Knecht Döllinger, der bis kurz vorher einige Zeit bei einem Verwandten des Be- stohlenen im Dienst genesen war. Verschiedene Leute hatten ihn in Gemeinschaft einig Kumpans in der Nähe umberschleichen, sehen, später waren sie dann zu Dreien auf der Frankfurter Straße gesehen worden, wie sie eilends der schützenden Großstadt zustrebten. DaS Trio wurde verfolgt und es dauerte nicht sehr lange, so saß es hinter Schloß und Riegel. Heute sitzen sie auf der Anklagebank und der Döllinger macht allerlei interessante Enthüllungen über die Pläne, die sie Vorhalten. Sie wollten die Gemeindekasse in Gronan sprengen und des Inhalts berauben, des Hauses Wächter, der Hund, sollte vorher durch Gift beseitigt werden. Der Plan wurde aber fallen gelassen, weil Döllinger inzwischen den bedeutend ungefährlicheren und Bequemeren bei dem Landwirt S.-ausgekund- schaftet hatte. DieKumpane desD., der20jährige „Bäcker" Eichhorn aus Egelsbach und der37jährige „Schlosser" Stephan aus Königstedt leugnen natürlich, mit bei der Partie gewesen zu sein. Der Stephan, der eine Menge Zuchthausstrafen hinter sich hat, wird aber der Teilnahme übwführt und erhält einschließlich einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten, die er noch von Lassel her zu verbüßen hat, 5 Jahre Zuchthaus und 10