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Dienstag

28. Oktober

♦ Eisenbahnunfall. Auf der hiesigen Kleinbahn er­eignete sich am Sonntag Nachmittag ein Betriebsun­fall dadurch, daß eine von Langendiebach kommende Rangir- maschine auf 2 Personenwagen stieß, die auf das Geleise außerhalb des Kleinbahnhofes rangirt worden waren. Der Materinlschaden ist nicht unbedeutend.

* Verschieden. Der Güterexpedient N., der, wie be­richtet, sich einen tiefen Schnitt am Halse beibrachte, ist gestern an den Folgen der sich zugezogenen Verletzung verschieden.

* Unfall. In das hiesige Landkrankenhaus verbracht wurde der 14jährige Arbeiter Rüben aus Neuenschmidten, der, in einem Steinbruche bei Birstein beschäftigt, in die Aufzug­maschine gerieth und sich einen komplizirten doppelten Bein­bruch zuzog.

* Frauenturnen. Die Absicht der Turngemeinde, den gesundheitsfördernden Turnübungen auch bei den Frauen und Mädchen unserer Stadt Eingang zu verschaffen, hatte den er­freulichen Erfolg, daß sich bis heute 30 Damen angemeldet haben und noch weitere Anmeldungen in Aussicht stehen, sodaß die Gründung der Turnabtheilung gesichert ist. Die bethei- ligten Damen werden nunmehr in einer demnächst stattfindenden Versammlung ihren Vorstand wählen, der in Gemeinschaft mit einigen Mitgliedern des Vorstandes der Turngemeinde alle das Frauenturnen betreffenden Angelegenheiten regelt und die Turnstunden, für welche die Abendzeit von 7—8 Uhr in Aus­sicht genommen ist, festsetzen.

& Der evangelische Arbeiterverein veranstaltet alljährlich im Laufe des Winters eine Reihe von Familien- abenden. Diese sollen den Mitgliedern, deren Kraft sich vor­nehmlich in physischer und mechanischer Arbeit erschöpft, einmal Gelegenheit geben zu geistiger Anregung, sodann aber auch Quellen reiner Freuden sein. So versammelten sich auch am Sonntag Abend im Saale des „Restaurants Weismaniel" die Mitglieder mit ihren Angehörigen und Freunden zu frohem Thun. Das Festkomitee hatte die Vorbereitung mit größter Sorgfalt und gutem Geschmack getroffen. Nach kurzer Be­grüßung durch den Vorsitzenden, Herrn Schuhmachermeister G oerke, und einleitendem Musikstück hielt ein Mitglied einen Vortrag über die Entwickelung der evangelischen Arbeitervereine im letzten Jahre und die Aufgaben derselben für die Zukunft. Die Worte: „Fürchtet Gott, ehret den König und habet die Brüder lieb" charakterisiren die Stimmung, welche diese Ver­eine erfüllen, und bilden die Basis, auf der sich die weiteren Thätigkeiten dieser Bestrebungen aufbauen. Der unterhaltende Theil lot viel des Guten und Schönen. Besonders wirkungs­voll waren die Vertrüge der Gesangsabtheilung. Die präzise und von glücklicher musikalischer Auffassung zeugende Dar­bietung der einzelnen Liedervorträge gereichten dem Dirigenten, Herrn Kämpfer, zur vollen Ehre. Auch der Humor kam zum Wort: komische Duette und Soloscenen erheiterten die Gemüther. Ein^klcines Tänzchen bildete den Schluß. Der geräumige Saal war dicht gefüllt, ein Beweis, daß in weiten Kreisen der hiesigen Arbeiterschaft ein Interesse an solchen Be­strebungen vorhanden ist. Wünschenswerth, sehr wünschens- werth wäre es, wenn eine größere Anzahl der Gebildeten unserer Stadt M'in den Dienst bieserguten Sache stellten und so durch thätige Mithilfe einen Beitrag lieferten zur Lösung der großen sozialen Probleme.

- n. Jubiläumsfeier'. Wenn wir die im Saale herrschende Stimmung als Maßstab für das Gelingen einer Festlichkeit anlegen, so müssen wir sagen, daß die Feier des 25jährigen Bestehens des Vereins für Homöopathie und Naturheilkunde als eine in allen Theilen wohlgelungene anzusehen ist. Es ist eine Eigenthümlichkeit aller Veranstaltungen des Vereins, daß sich von Anfang an eine fröhliche freudige Stimmung Platz macht und jede Steifigkeit im Verkehr ausgeschaltet ist. So besamen wir auch am Sonntag den Eindruck, als wir den wohlgefüllten Saal der Centralhalle betraten und sich uns ein farbenreiches Bild entrollte. Hier war wohl Niemand, der den Darbietungen mit dem scharfen Messer der Kritik folgte; man amüsirte sich über alles, es war das Gefühl gegenseitigen Wohlgefallens, in dem man sich auflöste. Eine der schönsten Nummern des Programms war der Festakt, in welchen die Frauen und Jungfrauen der Mitglieder dem Verein eine Hahnemann-Büste stifteten. Der Uebergabe vor­an ging ein tiessnrchdachter Prolog, der von einem Mitgliede des Vereins gedichtet und gesprochen wurde, darauf erhob sich der Vorhang und wir sahen rechts die Fest-Damen, in deren Namen Frl. Emilie Z i m m e r m a n n die in der Mitte in hübschem Blumenarrangement ausgestellte Hahnemann-Büste dem links stehenden Fest-Ausschuß übergab, wofür namens des Letzteren der Vorsitzende seinen Dank aussprach und eine kurze Skizze über das Leben und Wirken Hahnemanns gab. Die darauf folgende bengalische Beleuchtung der Gruppen gab ein festliches reizendes Bild. In der Abwicklung des übrigen Programms hatte der Gesangverein Eintracht den Festgästen mit 3 Chornummern, die Herren Engelhard und Weißenstein mit einigen Sologesängen auf gewartet, die alle mit tosendem Beifall ausgenommen wurden. Auch das von einem Mit­gliede mit Geschick verfaßte Festlied erfreute sich beifälliger Aufnahme. — Hatte man von den Darstellern der Theater­stückchen „'s Liefet" und „Das Versprechen Unterm Herd" schon etwas Gutes erwartet, so sah man sich darin über- troffen. Die Marken waren tadellos und wurde durchweg von Allen mit Gefühl und Natürlichkeit gespielt. Ver­standen es im Lieserl ^rau Haas sowie die Herren Jüng­ling, Matthäus und Rehbein, uns Thränen des Mitgefühls zu entlocken, so stellten die Herren Matthäus und Haas (Berliner) unsere Lachmuskeln auf eine harte Probe, so daß Thränen der Freude floffen. Das Programm dehnte sich soweit aus, daß das dritte Ensemblestück „Die Wasserkur" wegen Zeitmangel dem Tanzbein das Feld räumen mußte. Der Verein kann auf den Verlauf seines Jubiläums stolz sein und die Besucher werden noch lange an diesen Abend zurückdenken.

- 1. Langendiebach, 27. Oktober. (Kir chWeihtage.) Vorüber sind die schönen Tage von Aranjuez — nämlich die Kirchweihrage — und für Alle beginnt nun wieder das all­tägliche Leben. Friedlich und gemüthlich sind die Tage ver­

laufen. In zwei Lokalen spielten Mitglieder der wackeren Ulanenkapelle zum Tanze auf und bei den Klängen eines Strauß'schen Walzers oder des einfachsten Schottisch bewegten sich Alt und Jung frohgestimmt dahin. Der Zuspruch von Auswärts, insbesondere von Hanau, war auch in diesem Jahre ein sehr reger, jedoch nicht so bedeutend, wie in vorigem Jahre, da die diesjährige Witterung nicht allzu günstig war. Doch glauben wir, daß unsere Wirthe auch mit dem dies­jährigen Geschäft zufrieden sind.

( !) Langenselbold, 27. Oktober (Obstbauverein.) In der gestern Abend abgehaltenen Vorstandssitzung benach­richtigte der Vorsitzende zuerst vom Gang der auf Einladung des Herrn Regierungsraths Wenke — Vertreters der Spezial- kommission in Hanau — unter Mitwirkung des Herrn Ober- landmessers Köhler mit der Zusammenlegungskommission hier und deren Vorsitzenden gepflogenen Verhandlungen zwecks Förderung der Obstbaumzucht hier. Zu unserer Freude konnten wir daraus ersehen, daß Herr Reg. Rath Wenke hofft, von der Regierung vorerst wenigstens einen Zuschuß von 1500 Mark zur Pflegung von 3000 Bäumchen hier zu erlangen. Es sollen dieselben früherem Plane gemäß an paffenden Stellen der Hauptstraßen und größeren Feldwegen gepflanzt werden. Um eine möglichst gute Entwicklung der Bäumchen sicher zu stellen, soll die Beschaffung, Pflanzung, Pflege und Beaufsichtigung dem Obstbauverein, speziell den beiden in der Baumzucht rc. aus­gebildeten Vorstandsmitgliedern Gärtner Gönner und Baum­wärter Mohn hier, übertragen werden. Da indeß der Re- gierungszuschuß erst für nächstes Jahr und nur für noch zu pflanzend Bäumchen zu erwarten ist, so erscheint es für diesen Herbst zweckmäßig, nur die für Gärten, Obstfelder abseits der Hauptwege nöthigen Bäumchen, Zwergobstbäumchen rc. zu beschaffen. Um eine gute Auswahl treffen zu können, muß nun auch bald die Herbstbestellung geschlossen werden. Wir bitten die verehrten Mitglieder deshalb ergebenst, ihren Bedarf doch bis spätestens Ende dieser Woche bei den Vorstands­mitgliedern Herrn Gärtner Gönner oder Herrn Baumwärter Mohn hier anmelden zu wollen.

)( Bergen, 28. Oktbr. (Verstorben.) Wie wir kürz­lich meldeten, wurde eine hiesige Frau Heß durch einen Ge­wehrschuß in die Brust lebensgefährlich verletzt. Mit dem Ge­wehr, das man ungeladen wähnte, hantirte ihr Sohn. Plötz­lich entlud sich das Gewehr, in dem noch ein Schuß steckte, und traf die Frau. Vorgestern ist dieselbe in einem Frank­furter Krankenhause, wohin sie verbracht worden war, ver­schieden.

Aus dem Gerichtssaal.

Sitzung der Strafkammer I vom 27. Oktober.

Betrug.

Der Gemeindeförster zu Erbstadt hatte im Nebenamt noch die Aufsicht über forstfiskalische Wege, Steinbrüche rc. bezw. über daselbst vorzunehmende Arbeiten erhalten. Als zur Ernte­zeit v. Js. in dem Steinbruch eilige Arbeiten vorgenommen werden mußten und es an der gnügenden Zahl Arbeiter mangelte, arbeitete der Förster ebenso mit, wie jeder Tag- löhner, stellte aber nachher unter anderen Namen die betr. Arbeitstage in die Lohnliste ein, um das Geld dafür zu er­halten. Statt des erwarteten Lohnes erhielt der Förster eine Betrugsanklage, denn die Geschichte war bemerkt worden. Das Schöffengericht zu Windecken hatte auf Freisprechung er­kannt, wogegen der Amtsanwalt Berufung einlegte. Die Strafkammer fällt ebenfalls ein freisprechendes Erkenntniß, weil für den Fall, daß das Geld zur Auszahlung gelangt wäre, der Staat keinen Schaden erlitten hätte, da die Arbeit hierfür geleistet war. Es fehlt also des wesentlichste That­bestandsmerkmal des Betrugs, die Vermögensbeschädigung.

Ein evangelischer Israelit.

Der Dienstknecht L. von Oberissigheim legte im Jahre 1898 bei der Anmeldung zur Stammrolle in Windecken einen Ge­burtsschein vor, der neben den übrigen Ausweisen die Be­merkung enthielt, der 8. sei evangelischer Konfession. Er hatte auch stets die evangelische Kirche besucht und sich bei seiner Braut als der evangelischen Kirche angehörig bezeichnet. Nun stellte sich aber nachträglich heraus, daß der L. semitischer Ab­kunft war und auch der mosaischen Kirche noch angehörte, er hatte aber in dem Geburtsschein das Wort „israelitischer" ausradirt und dafür „evangelischer" hingeschrieben. Dieser eigenmächtige Konfessionswechsel hat nun den Dienstknecht L. auf die Anklagebank gebracht, und zwar lautet die An­klage auf Urkundenfälschung. Er gibt an, er habe die Fäl­schung deshalb begangen, um sich den Besitz seiner evan­gelischen Braut zu sichern, von der er bei seinem Eintritt zum Militär Unterstützung zu erwarten hatte und um auch sonst ein besseres Fortkommen zu finden. Die Strafkammer fällt ein freisprechendes Urtheil, weil sie in der That des Ange­klagten nur eine Uebertretung aus § 363 des R.-Str.-G.-B. (Fälschung von Legitimationspapieren zum Zweck des besseren Fortkommens) erblickt, deren Strafverfolgung schon nach 3 Monaten verjährt ist.

Barometerstand

Hananer Urreins- ir. Vergnugungsuachrichten

für Dienstag den 28. Oktober.

Oratorienverein: Probe im Saale der Turngemeinde; für Orchester präcis 6 Uhr, für Chor präsis 7 Uhr.

K rchenchor der Marienkirche: Abends präcis 8 Uhr: Probe in der höheren Mädchenschule.

Ausschuß für VolkSvorlesunqen: Abends 8 Uhr im Stadttheater: Volksvorstellung: „Vick Lärm um Nichts", Lustspiel in 5 Auf- züaen.

Kath. Kasino „Eintracht* (Vereinst.: „z. Braustüb'l"^: VereinSabend. Turn- n. Fechtklub: Fechten.

Turngesellschaft: Abends von 8-10 Uhr: Turnstunde.

Evang. Männer- und JünqlingSveretn: Jünglingsverein: Bibelbe- . sprechun«; Junaftauenverein Flickabend (Ev. VereinShaus.>

Sanitätskolonne des Kriegervereins: Uebungsstunde i. d. „Centralhalle". Gesangverein „Sumse:": Singstunde in der „Stadr Bremen".

Zitherverein Hanau: Probe in der Restauration ,.Allemania".

Süddeutscher Klub: Klubabend in der Restauration „Allemania".

Athletenklub „Germania": Megenstemmen und Musterriegenarbeiten (Restauration Wagenbach, Paradeplatz),

Sremm- und Ring-Klub „Eiche": Abends von 9-10 Uhr: Dauer­stemmen und Sreinstoßen; von 10—11 Uhr: Musterriegen- arbeiten (Restauration zur „Wiener Spitze").

für Mittwoch den 29 Oktober.

Deutscher Verein für Volkshygiene, Ortsgruppe Hanau: Nachmittags 3’^ Uhr im DiakonissenhauS: Vortrag des Herrn Dr. med, Richard Wagner über: „Wartung und Pflege des gesunden und kranken Kindes."

UerSeigernng»- etc. Kalender

für Mittwoch den 29. Oktober.

Nachmittags 2 Uhr sollen im Auftrage des Vormundes Herrn G. Junr dahier, Erbsenstraße 1, verschiedene Mobiliar- und andere Ge­genstände durch Herrn Fr. P. Meerbott gegen gleich baare Zahlung versteigert werden.

Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.

Telegramm aus Hamburg vom 28. Oktober,

9 Uhr 35 Min.

Ein Hochdruckgebiet bis 767 mm lagert über Mittel­europa, Depressionen unter 766 mm über Nord- und Süd- europa. In Deutschland ist das Wetter ruhig und ziemlich mild, an der Küste vielfach heiter, im Binnenland trübe.

Prognose für den 29. Oktober: Ruhiges, theils heiteres, theils nebliges, sonst trockenes Wetter ohne erhebliche Wärme­änderung wahrscheinlich.

Hus fiab und fern.

Homburg, 28. Oktbr. (Landrath Dr v. Meister.) Herr Landrach Dr. von Meister ist, in Ergänzung unserer gestrigen Mittheilung, als Hilfsarbeiter in das Ministerium des Innern berufen und wird zweifellos dem ehrenden Rufe folgen. Sein Weggang aus dem Obertaunuskreise wird in allen Schickten der Bevölkerung aufrichtig bedauert.

Frankfurt 6. M., 26. Okt. Hier bildete sich eine Vereinigung von Staats-, städtischen und Privatbeamten, um mit eignen Kandidaturen bei den bevorstehenden Stadtverordneten­wahlen einzugreifen. Zwischen den Nationalliberalen und dem Zentrum ist ein Bündniß zu Stande gekommen, das auch von der Handwerkerpartei unterstützt wird. Die Demokraten und Freisinnigen gehen zusammen, die Sozialdemokraten gehen allein in den Kampf. Ein Drittel der Mitglieder der Stadtverordneten- Versammlung scheidet ordnungsgemäß aus.

Aschaffenburg, 23. Okt. Die Frequenz der Forstlichen Hochschule ist in Folge der zur Zeit in Bayern bestehenden Beschränkung sehr gering unb beziffert sich gegenwärtig auf nur 60 Studirende.

Drahtnachrichten.

Englisches Unterhaus.

London, 27. Oktbr. In der heutigen Abendsitzung des Hauses beantragte O'Brien die Vertagung zu dem Zwecke, daß das Haus die Lage in Irland berathen könne. Redner beschuldigt die irische Exekutive, daß sie die Interessen der Grundbesitzer vertrete, und die Pächter zu erdrücken versuche. Ferner erklärt O'Brien, die „Irische Liga" verbannte Ver­brecher aus Irland und bestreitet, daß irgend eine Berechtigung für die Zwangsakte vorliege. Der Chefsekretär für Irland, Wyndham, führt verschiedene Fälle von Einschüchterung und Boykottirung seitens der Irischen Liga an und erklärt, die Regierung sei entschlossen, den Boykott und die Einschüchterung zu unterdrücken. Er sei der Meinung, daß die Lösung der Landsrage näher sei als je. Cambell Bannermann fragt, was die Regierung durch die Inkraftsetzung der Zwangsakte zu ge­winnen hoffe. Der Antrag O'Brien wurde mit 215 gegen 121 Stimmen abgelehnt.

Der Bergarbeiter-Ausstaud in Amerika.

Washington, 27. Okt. Die zur Entscheidung des Bergarbeilerausstandes eingesetzte Kommission ist unter Vorsitz des Richters Gray zusammengetreten. Gray erklärte, die Berg­leute sollten als Kläger angesehen werden und ihre Forderungen vorbringen. Die Gegenpartei solle innerhalb drei Tagen ihre Antwort einreichen. Beide Partei n begaben sich in die Kohlen- bezirke, um dort ein Bild der Sachlage zu gewinnen. Die nächste Sitzung der Kommission findet am Donnerstag in Scranton statt.

Untergegangener Dampfer.

Hamburg, 28. Oktbr. Der englische Dampfer „Seang Lcong" ging während eines Taifuns unweit S w a t o w unter. Die g a n z e Besatzung, sowie die an Bord befindlichen 800 Kulis find ertrunken.

Kampf mit einer Schmugglertruppe.

Berlin, 28. Oktbr. Die „Voss. Ztg." meldet aus T h o r n : Bei O t t l o t s ch i n fand ein K a m p f zwischen der russischen Grenzwache und einer aus sechs Personen be­stehenden Schmugglertruppe statt, die mit einem großen Posten Cigarren und Seidenwaaren die Grenze überschreiten wollte. Auf beiden Seiten wurde scharf geschossen.