Einzelbild herunterladen
 

KÄW in Nr. 232 desAiiffizer"

Eamstag den 4. Oktober 1902.

MXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Wittbrchalk-

&htem geehrten Publikum von Hanou und Umgegend, insbesondere meiner werthen Nachbarschaft die er­gebene Diitlhellung, daß ich die Restauration

Zum goldenen Rad

übernommen habe.

1T Wiiruhei^erstrasse

LS

Es wird mein einigstes Bestreben sein, die mich Beehrenden außer

. . einem Glas prima Orschler

Bier, reinen Weinen, Aepfelwein etc. mit einer besonders gute« Küche zufrieden zu stellen.

Guter Mittags- und Abendtisch fotuie reichhaltige Speisekarte gu jeder Tageszeit.

^ Ändem ich unter Zusicherung bester Bedienung einem recht zahlreichen Beuch entgegensehe, zeichne ich

^b9^6 Hochachtungsvollst

* Heinrich Steinbrecher. X

H*****v*********itXK*wtK**jtgn^^

Meinen Werthen Freunden und Gönnern, sowie einer geehrten Nachbarschaft hiermit mr gefälligen Nachricht, daß ich Won heute den 1. Oktober ab die Wirthschaft

»5zu h vier Mnszeiten" Ui

übernommen habe Indem ich für gute Spei'en und Getränke bestens Sorge tragen werde, bitte ich um geneigten Zuspruch.

Achtungsvoll

Georg Breidenbach.

Haua« den 1. Oktober 1902. 16825

Wirthschafbüberttahme.

Nsr«8ÄIcr Nserk-AIirrie.

Ziehung am 8. Oktober. 1 Loos nur 1 Mark.

(Ziehungs iste und Porto 20 Pfg.) 16352

IpfcrteWirr Q^tTeTMt Zweispänner, mit 2 Pferden und compl. Ge- im|UIULL sch-rr i. W. von 6000 Wart.

1 Reitpferd mit Sottet und Sonnt y&*

1 Stiihlwagcir mit 1 Pferd n. Geschirr ÜÄÄÜ

17 Pferde oder Fohlen im Gesammiwerthe von 10 300 Mark.

Die gouomoNjtnfMIf in Berlin, WilhelmsNahe 10, bildet in einem drei- und viermonntlichen Lehrcursus die c Löchter au Kinderfräulein, Stützen. J-ing- co fern und besseren HnnSmadchen auS und ^5 besorgt >hnen nach Oeendiguna desselben nute Stellen in besten herrschaftlichen Häusern. Für Auswärtige billige Pension. Ausnahme an jedem ersten und sünf- ^ehnten im Monat. Prospekt gtatis. Sie .Vorsteherin Frau Erna Grauenhorst, Berlin, Wilhelmst, atze 10.

NR. Den Mitgliedern der Spielkasse derpreußischen Atlassen- lotterte" imFalken" diene zur ces affigsten Kenntnißnahme, d ch die Auflagen von Montag den 6. Oktober ab, in denvier Jahreszeiten" in Empfang genommen werden. D. D.

^stans panopticum

535 nnderc Gewinne im Gesommtmerthe von 5000 Mark.

geimu-Btritifi i. tot: L F. Ohnacker, Ltmkihs.

Charles Dörr &Cie.,

Bordeaux.

anerkannt vorzügliche und best eingeführte Qualitäten:

Frankfurt a. M. naiserstr. 67 -69. Frankfurt a. M.

Geöffnet von 9 Uhr vorm. bis 10 Uhr abends. 9568

Auftreten der noch einzig lebenden Zwillingsschwestern Rosa m Josefa Blazek.

^riiWkr Wck-M

in Hanaii b i 16369

W. Lohmann,

Loosegeschäst, Römersir. 21.

Ootes.......!

Bas Medoc «...

Medoc.......

Cantenac .....

Cognac vieux . . .

.. tine Champagne in Original-Mfüllung bei

D. Dechert.

M. 1.101 1.25 1.40 1.80 4.- * 5,

Nachfolger.

236

Hoflief.

76 Einjährige

innerhalb eines Jahres bat die Goethesehule tmilitärberechtigte Privatreal- schule, verbunden mit Peusiouat) aufuwei'en. Prospekte durch

13314 Hit lirtilin in SuhskWie!I Iftdik I $iii.

J. Castellan

Schneider

9 Römerstr. 9

vis-a-vis Hotel Adler.

----- 16359

Atelier i« jlsuze

unter persönlicher Leitung,

M Preußische keutral-Pi>ilenlrci>it-ActitnHesellsch«ft

gewährt erststellige

^ Hypotheken-Kapitalien ^

!«itilgtmö|tii ÄdiUmge« taut ihn« Smrnlagettteu

Fr. Landmann in Frankfurt a.M. Goethestr.34.

"Wg* Vermittelungs-Proajsion wird nicht beansprucht. "VW 12828

Coaksbestelltarten sind zu haben und Gaseoaks in allen Quantitäten von 10 im ab jederteit abzu- geben. 23 Städt. Gaswerk.

ParkeFol

ges. gesch.. einziges Mittel für Parket­böden, das Feuchtaufwisehen gestattet, Glanz ohne Glätte gibt jahrelang hält u. Linoleum conservirt u. auffrischt. Wichsen u. Bohnern fällt ganz fort, geruchlos u.

sofort trocken, überall bewährt. Zeuqni==e etc. auf Anfrage. Der Liter gelblich M. 3. "nfi farblos m. 3.5o zu haben. jean Bauer Xachf., oder durch die Fabrik v. Braselmann & Querner. Höchst a. M. 142C6

Feuilleton.

Himmclscrschcinmigcll im Oktober.

Das Tagesgestirn zieht sich me^r und mehr von uns zu­rück und wkndet ficb der süd'icken Erdkölfie zu. Nachdem die Sorne am 22. September den Aeqnoior überschritten hatte, steht sie am 1. O'iober 3'/, Grad südlich von ibm, um im Laufe des Monats rock um 11 Grad weiter nach Süden vor- zmücken, iodaß unter ßentrolftern am Ende des Oktober sich 14 Grad südlich vom A«quator befindet. Die Höhe, bis zu der die Carre an unterm Himmel emporsieiot, nimmt immer mehr ab. Sie brt,äzt roch"34 Grad am 1. Oktober, dagegen nur noch 23 Grad am letzten Tage des Monats. Eine w?iiere Folge der südlichen Stellung der Sonne ist dann, daß der Bauen, den sie täa'ich über unserm Horizont beschreibt, der Taaebogen, immer kleiner wird: die Taae nehmen ab, das Tagesgestirn echt immer später auf und immer früher unter. Am 1. Oktober erfolgt der Sonnen-Aukgang kurz nach 6 Uhr, der Connen-Unteraang gegen o1/» U6r. Am 31. Oktober er­hebt sich die Sonne erst gegen 7 Uhr über un ern Horizont und sinkt berei's um 4'/, Ubr wieder unter ihn hinab. Die Länge big Tages verm'ncert sich demnach im Laufe des Mo­nats von iP/i auf 9/s Stunden.

Unsern treuen Begleiter auf der Reise um die Sonne, den Mond, ikhen wir bei Beginn des Monats nickt. Er steht am 1. Oktober zwi>cken der Sonne und^uns, wir haben Neu­mond. Er liebt aber etwa l1 /> Grad südlicher als die «Lonne, iodaß die Srrahlen der letzteren, ohne den Mond zu treffen,

zu uns gelanoen. Wenige Tage darauf erblicken wir dann seine lckmale Sickel bei Sonnenuntergang am Westhimmel. Er nimmt zu, sieht am 9. Okober im ersten Viertel und zeigt uns am 17. sein volles Antlitz. Dabei steht der Mond dem absteigenden Knoten seiner Bahn so nahe, daß eine totale Mondfinsternis? entsteht. Am 17. Oktober, morgens 4 Uhr 18 Minuten, findet die erste Berükrung des Mondes mit dem Halbschatten der Erde statt. Um 5 Ubr 17 Minuten tritt der Kernschalten der Erde an den Mondrand und beginnt nun die Scheibe unseres Trabanten zu rerbunfeln. Um 6 Uhr 19 Minuten ist der Mond vollständig in den Kern'chatten eingetauckt und bleibt darin andertkalb Stunden. Um 7 Uhr 48 Minuten beginnt der -Mond wieder aus dem Kernschatten aus zuireten und ist um 8 Ubr 50 Minuten ganz frei von ihm. Um 9 Uhr 49 M-nulen findet die letzte Berührung des Mondes mit dem Halbschatten der Erde statt. In Berlin ist nur der Beginn der Finsterniß zu beobachten; der Mond gebt um 6 Uhr 37 Minuten total verfinstert unter. Dann nimmt unser Trabant wieder ab, zeigt sich am 23. im letzten Vi'rtel und ste' t am 31. als Neumond zwischen der Sonne und uns. Dabei ist er dem auksteigenden Knoten noch so nabe, daß er für einen Tbei der Erdoberfläche vor die Sonne tritt und eine partiole Sonnen-Finsterniß bervorbringt. Diele ist sichtbar im mittleren, nördlichen und östlichen Europa iowie über ganz Asien mit AnSnabme der südlichen und nordöstlichen Küstengebiete. Ihren größten Betrag erreicht sie im nördlichen Sibirien, wo sieben Zehntel des Sonnendurckmessers vom Monde verdickt werden. Bei uns ist die Finsterniß nur un­bedeutend und sie beginnt um 7 Uhr 3 Minuten morgens 2 Minuten nach Sonnen-Aufgang und endigt um 8 Uhr 26 Mmmen.

Merkur befindet sich zuerst am Abendhimmel im Bilde de Jungfrau. Er geht aber bald nach der Sonne unter. Zu Letzterer kommt er am 19. in untere Konjunktion und geht dann an den Morgenhimmel über, wo er dann in der letzten Woche des Monats noch sichtbar ist. Venus steht am Morgen­bimmel im Bilde der Jungfrau und geht zuerst gegen 4V» Uhr, zuletzt gegen GVt Uhr morgens auf. Mars im großen Löwen geht gegen 1 Uhr nachts auf und wird langsam heller. Jupiter im Steinbock zeigt sich noch am Abendhimmel, geht aber zuletzt bereits oegen 101/» Ubr unter. Saturn im Schützen geht ikm IVs Stunden vorauf, und Uranus im Skorpion wieder 2*/« Stunden vor Saiurn. Neptun im Bilde der Zwillinge geht zuerst gegen 9Va Uhr abends, zuletzt zwei Stunden früher auf.

Der Fixsternhimmel zeigt uns folgendes Bild: Nahe dem Zenilhe steht Deneb im Schwan, westlich davon glänzen Atair ?m Adler und Wega in der Leper. Tiefer am Horizonte finden wir das Bild des Steinbocks, besten hellster Stern von einem scharfen Auge als Doppelstern erkannt werden kann. Unterhalb der Leyer dehnen sich im Westen die Sternbilder Herkules und Opbmchus aus. Nördlich vom Herkules steht ein kleiner, nach Norden geöffneter Halbkreis von fünf Sternen vierter und einem Stern zweiter Größe, das Bild der nörd­lichen Krone, dessen Haupistern Gemma heißt. Im Nord- westen strahlt ziem'ich tief am Himmel Arklur im Bootes. Im Norden finben wir den großen Bären, an den sich im Nordosten das Bild des Fuhrmanns mit der funkelnden Ka- pella anschließt. Im Osten sieben Kaistopeja und Andromeda, tiefer am Himmel die Thierkreis-Bilder Widder und Kilche. Im Südosten finden wir den Pegasus nnd unter ihm den Wassermann. ^n