KÄW in Nr. 232 des „Aiiffizer"
Eamstag den 4. Oktober 1902.
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Wittbrchalk-
&htem geehrten Publikum von Hanou und Umgegend, insbesondere meiner werthen Nachbarschaft die ergebene Diitlhellung, daß ich die Restauration
Zum goldenen Rad
übernommen habe.
1T Wiiruhei^erstrasse
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Es wird mein einigstes Bestreben sein, die mich Beehrenden außer
. . einem Glas prima Orschler
Bier, reinen Weinen, Aepfelwein etc. mit einer besonders gute« Küche zufrieden zu stellen.
Guter Mittags- und Abendtisch fotuie reichhaltige Speisekarte gu jeder Tageszeit.
^ Ändem ich unter Zusicherung bester Bedienung einem recht zahlreichen Beuch entgegensehe, zeichne ich
^b9^6 Hochachtungsvollst
* Heinrich Steinbrecher. X
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Meinen Werthen Freunden und Gönnern, sowie einer geehrten Nachbarschaft hiermit mr gefälligen Nachricht, daß ich Won heute den 1. Oktober ab die Wirthschaft
»5 „zu h vier Mnszeiten" Ui
übernommen habe Indem ich für gute Spei'en und Getränke bestens Sorge tragen werde, bitte ich um geneigten Zuspruch.
Achtungsvoll
Georg Breidenbach.
Haua« den 1. Oktober 1902. 16825
Wirthschafbüberttahme.
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Ziehung am 8. Oktober. — 1 Loos nur 1 Mark.
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NR. Den Mitgliedern der Spielkasse der „preußischen Atlassen- lotterte" im „Falken" diene zur ces affigsten Kenntnißnahme, d ch die Auflagen von Montag den 6. Oktober ab, in den „vier Jahreszeiten" in Empfang genommen werden. D. D.
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Feuilleton.
Himmclscrschcinmigcll im Oktober.
Das Tagesgestirn zieht sich me^r und mehr von uns zurück und wkndet ficb der süd'icken Erdkölfie zu. Nachdem die Sorne am 22. September den Aeqnoior überschritten hatte, steht sie am 1. O'iober 3'/, Grad südlich von ibm, um im Laufe des Monats rock um 11 Grad weiter nach Süden vor- zmücken, iodaß unter ßentrolftern am Ende des Oktober sich 14 Grad südlich vom A«quator befindet. Die Höhe, bis zu der die Carre an unterm Himmel emporsieiot, nimmt immer mehr ab. Sie brt,äzt roch"34 Grad am 1. Oktober, dagegen nur noch 23 Grad am letzten Tage des Monats. Eine w?iiere Folge der südlichen Stellung der Sonne ist dann, daß der Bauen, den sie täa'ich über unserm Horizont beschreibt, der Taaebogen, immer kleiner wird: die Taae nehmen ab, das Tagesgestirn echt immer später auf und immer früher unter. Am 1. Oktober erfolgt der Sonnen-Aukgang kurz nach 6 Uhr, der Connen-Unteraang gegen o1/» U6r. Am 31. Oktober erhebt sich die Sonne erst gegen 7 Uhr über un ern Horizont und sinkt berei's um 4'/, Ubr wieder unter ihn hinab. Die Länge big Tages verm'ncert sich demnach im Laufe des Monats von iP/i auf 9’/s Stunden.
Unsern treuen Begleiter auf der Reise um die Sonne, den Mond, ikhen wir bei Beginn des Monats nickt. Er steht am 1. Oktober zwi>cken der Sonne und^uns, wir haben Neumond. Er liebt aber etwa l1 /> Grad südlicher als die «Lonne, iodaß die Srrahlen der letzteren, ohne den Mond zu treffen,
zu uns gelanoen. Wenige Tage darauf erblicken wir dann seine lckmale Sickel bei Sonnenuntergang am Westhimmel. Er nimmt zu, sieht am 9. Okober im ersten Viertel und zeigt uns am 17. sein volles Antlitz. Dabei steht der Mond dem absteigenden Knoten seiner Bahn so nahe, daß eine totale Mondfinsternis? entsteht. Am 17. Oktober, morgens 4 Uhr 18 Minuten, findet die erste Berükrung des Mondes mit dem Halbschatten der Erde statt. Um 5 Ubr 17 Minuten tritt der Kernschalten der Erde an den Mondrand und beginnt nun die Scheibe unseres Trabanten zu rerbunfeln. Um 6 Uhr 19 Minuten ist der Mond vollständig in den Kern'chatten eingetauckt und bleibt darin andertkalb Stunden. Um 7 Uhr 48 Minuten beginnt der -Mond wieder aus dem Kernschatten aus zuireten und ist um 8 Ubr 50 Minuten ganz frei von ihm. Um 9 Uhr 49 M-nulen findet die letzte Berührung des Mondes mit dem Halbschatten der Erde statt. In Berlin ist nur der Beginn der Finsterniß zu beobachten; der Mond gebt um 6 Uhr 37 Minuten total verfinstert unter. — Dann nimmt unser Trabant wieder ab, zeigt sich am 23. im letzten Vi'rtel und ste' t am 31. als Neumond zwischen der Sonne und uns. Dabei ist er dem auksteigenden Knoten noch so nabe, daß er für einen Tbei der Erdoberfläche vor die Sonne tritt und eine partiole Sonnen-Finsterniß bervorbringt. Diele ist sichtbar im mittleren, nördlichen und östlichen Europa iowie über ganz Asien mit AnSnabme der südlichen und nordöstlichen Küstengebiete. Ihren größten Betrag erreicht sie im nördlichen Sibirien, wo sieben Zehntel des Sonnendurckmessers vom Monde verdickt werden. Bei uns ist die Finsterniß nur unbedeutend und sie beginnt um 7 Uhr 3 Minuten morgens — 2 Minuten nach Sonnen-Aufgang — und endigt um 8 Uhr 26 Mmmen.
Merkur befindet sich zuerst am Abendhimmel im Bilde de Jungfrau. Er geht aber bald nach der Sonne unter. Zu Letzterer kommt er am 19. in untere Konjunktion und geht dann an den Morgenhimmel über, wo er dann in der letzten Woche des Monats noch sichtbar ist. Venus steht am Morgenbimmel im Bilde der Jungfrau und geht zuerst gegen 4V» Uhr, zuletzt gegen GVt Uhr morgens auf. Mars im großen Löwen geht gegen 1 Uhr nachts auf und wird langsam heller. Jupiter im Steinbock zeigt sich noch am Abendhimmel, geht aber zuletzt bereits oegen 101/» Ubr unter. Saturn im Schützen geht ikm IVs Stunden vorauf, und Uranus im Skorpion wieder 2*/« Stunden vor Saiurn. Neptun im Bilde der Zwillinge geht zuerst gegen 9Va Uhr abends, zuletzt zwei Stunden früher auf.
Der Fixsternhimmel zeigt uns folgendes Bild: Nahe dem Zenilhe steht Deneb im Schwan, westlich davon glänzen Atair ?m Adler und Wega in der Leper. Tiefer am Horizonte finden wir das Bild des Steinbocks, besten hellster Stern von einem scharfen Auge als Doppelstern erkannt werden kann. Unterhalb der Leyer dehnen sich im Westen die Sternbilder Herkules und Opbmchus aus. Nördlich vom Herkules steht ein kleiner, nach Norden geöffneter Halbkreis von fünf Sternen vierter und einem Stern zweiter Größe, das Bild der nördlichen Krone, dessen Haupistern Gemma heißt. Im Nord- westen strahlt ziem'ich tief am Himmel Arklur im Bootes. Im Norden finben wir den großen Bären, an den sich im Nordosten das Bild des Fuhrmanns mit der funkelnden Ka- pella anschließt. Im Osten sieben Kaistopeja und Andromeda, tiefer am Himmel die Thierkreis-Bilder Widder und Kilche. Im Südosten finden wir den Pegasus nnd unter ihm den Wassermann. ^n”