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Mittwoch

6. August

79. Preis Karl Müller von der Turngemeinde Fechenheim mit 51,1 Punkten, den 80. Preis Heinr. Kaiser vom Turn­verein Fechenheim mit 51 Punkten, den 82. Preis Lud­wig Fliedner vom Turnverein Großauheim mit 50,4 Punkten, den 85. Preis Robert Simon von der Turngesellschaft Bruchköbel und Friedrich Will vom Turnverein Bischofs­heim mit je 50,1 Punkten.

* Deutsch - amerikanisches Orchester. Auf seiner Kontinental-Tour begriffen, gibt morgen Abend in dem best- renommirten Gartenetablissement „zum Kaiserhof" das deutsch-amerikanische Orchester (Kapellmeister Max G a b ri e l), wie schon öfters erwähnt, ein großes Concert. Das eigenartige Pro­gramm der interessanten musikalischen Veranstaltung ist Folgendes: 1) King Cotton, Marsch von Sousa. 2) Ouvertüre a. d. Op. „Raymond" von Thomas. 3) At a Gorgia camp meet- ing, Cake walk (neu) von Mills. 4) In a cosey Corner, Novelletta (neu) von Bratton. 5) Fantasie a. d. Op. „Bajazzo" von Leoncavallo. 6) Ei capitane, Marsch von Sousa. 7) Ouvertüre a. d. Op. „Rienzi" von Wagner. 8) Cornet-Solo (Solist Mr. Vogelsberg). 9) Die Reise des Prinzen Heimich durch die Vereinigten Staaten. Großes Potpourri mit Benutzung deutscher und amerikanischer National- Melodien von Gabriel. (Commentar: 1. Königsruf aus „Lohengrin". — 2. Freundschaftsmarsch von Sousa. — 3. Yankee doodle. — 4. Sturm auf hoher See („Tell", Ros­sini). — 5. Heil Columbia. — 6. Salut der Kriegsschiffe. — 7. Präsentirmarsch der amerikanischen Ehren-Kompagnie. — 8. Abfahrt nach Washington. — 9. Besuch beim Prä­sidenten (amerikanische Hymne). — 10. Gedächtnißfeier für Mac Kinley und Abreise nach den Staaten. Nationalmärsche: a) Red, white and blue, b) Marching through Gorgia, c) Dixie, d) The minstrel boy. — 11. Die Neger-Tänzer und Sänger vor Prinz Heinrich, a) Skirt-Dance, b) Cake- walk. — 12. Finale: Die Abreise nach Deutschland). 10) United flags, Marsch (neu) von Gabriel. 11) Fantasie a. d. Op. „Carmen" von Bizet. 12) Adlyn-Walzer (Neu) von Hall. 13) Glühwürmchen-Idyll (neu) von Lincke. 14) Rag-Time Melodies; Potpourri beliebter Negerlieder (neu) von Mac Kay. — Falls wider Erwarten ungünstige Witte­rung eintreten sollte, bieten die geräumigen Hallen hinreichend Schutz. Möge dem Unternehmen die Unterstützung weiterer Kreise unserer musikliebenden Bevölkerung nicht ermangeln.

* Familien-Fürsorge. Die segensreiche Thätigkeit in Familien-Fürsorge für das Gastwirthegewerbe, welche die Sterbekaffe des Bundes Deutscher Gastwirthe (Juristische Person, Sitz in Darmstadt) so erfolgreich entfaltet, hat auch in unserer Gegend Wurzel gefaßt und schöne Früchte gezeitigt. So wurde den Angehörigen des kürzlich verstorbenen Gastwirths Georg G i e s e, Melsungen, das ansehnliche Sterbegeld im Betrage von Mk. 1000 durch den Bezirks-Ortsrechner Herrn- Friedrich- Cafsel wenige Stunden nach Einlauf der Sterbe akten ausbezahlt. Wir verfehlen auch bei dieser Gelegenheit nicht, auf den guten Stand und das erfolgreiche Wirken dieses angesehenen und weitverbreiteten Institutes aufmerksam zu machen. Den dieser Sterbekaffe noch nicht als Mitglieder an- gehörenden Gastwirthen dürfte der Hinweis auf obige ansehn­liche Auszahlung ein Ansporn zum Beitritt zu einem so segens­reichen Institute sein.

* Gaslichtstärke. Gaslichtstärke in der Zeit vom 16. bis 30. Juli 1902: Deutsche Vereinskerze, testier Licht.

16.

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Abends 6

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Mithin durchschnittlich 20,s ’ 24,35

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4« Fechenheim, 5. August. (Appell ehemaliger 83er.) Am vergangenen Sonntag fand dahier im „Kaiser Friedrich" der Appell ehemaliger 83er in festlicher Weise statt, an welchem sich 243 auswärtige frühere Angehörige des Re­giments, der hiesige Kriegerverein und drei aktive Feldwebel betheiligten; auch hatten sich 50—60 Veteranen eingefunden. Herr Landkrankenhaus - Inspektor Sch ä fer-Hanau eröffnete den Appell, worauf Herr Polizeikommissar Stein von hier die erschienenen Kameraden herzlichst begrüßte und mit einem begeisterten Hoch auf Se. Majestät den Kaiser schloß, an welches sich der Gesang der Nationalhymne anreihte. Der hiesige Gesangverein „Germania" trug hierauf die Hymne „Dies ist der Tag des Herrn" vor. Herr Kamerad Schäfer schritt sodann zur Erledigung des offiziellen Theiles des Appells und stellte als 1. Punkt: „Die Errichtung eines 83er Denkmals auf dem Schlachtfelde bei Wörth" zur Besprechung. In länge­rer Ausführung bat er die Kameraden aus den 30—40 Ort­schaften, aus denen sie hierhergekommen waren, in ihren Heimathsorten für diesen Zweck unter ihren Kameraden Samm­lungen zu veranstalten, deren Beträge dann an Kamerad Post- sekretär Müller-Hanau, welcher sich zur Empfangnahme bereit erklärt hatte, einzusenden seien, um sie dann an die Denkmals- kowmisston abzuführen. Bei dem 2. Punkt der Tagesord­nung: „Wahl des Appellplatzes für das nächste Jahr" erhielt Hochstadt bei der Abstimmung die meisten Stimmen; außerdem kamen Hanau und Keffelstadt in Vorschlag. Nach Erledigung des offiziellen Theiles brächte sodann Kamerad Gemeinde- Sekretär Ho eck von hier für die rührige Leitung des Appells Herrn Inspektor Schäfer ein Hoch aus. Ein weiteres Hoch galt den Fechenheimer Kameraden für die den ehemaligen 83ern gebotenen genußreichen Stunden, ausgebracht von Kamerad Roth aus Langendiebach, welcher besonders des Verdienstes um das schöne Gelingen des Kameraden Herrn Polizeikommissar Stein dahier dabei gedachte. Concertstücke, vorgetragen von

der trefflichen Husarenkapelle aus Bockenheim, und gesangliche Vorträge des mitwirkenden Gesangvereins „Germania" unter­hielten noch bis zur späten Abendstunde die Kameraden, deren Reihen sich jedoch nach und nach lichteten.

Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.

Telegramm aus Hamburg vom 6. August,

9 Uhr 48 Min.

Minima von 755 mm lagern bei Südwestirland, an der mittleren schwedischen Küste, ein Maximum von 765 mm zwischen Süddeutschland und Nordwestösterreich. In Deutschland ist die Witterung ruhig, außer im Osten meist trübe, im Norden kühl, im Süden etwas wärmer.

Prognose für den 7. August: Meist trockenes Wetter, im Westen und Süden Erwärmung wahrscheinlich.

Barometerstand

mittags 12 Uhr am 5./8. 6./8.

Sehr trocken

Beständig

Schön

Veränderlich

Regen (Wind)

Viel Regen

Sturm

Sarmuec Uereins- «. UergnStzuugsnachrichtr«

für Mittwoch den 6 August.

Ev. Männer-u. IünglingSveretn: Pssaunenblaien (Ev. Vereinshaus.) Kaufmännischer Verein Hanau: Vereinsabend im Restaurant Mohr. Gesellschaft „Treu beim Alten" • Zusammen!, in der »Brauerei Orschler". Gesangverein .Tonblüthe": Singstunde in der „Stadt Bremen .

Turn- u. Fechtklub: Gemeinschaftliches Turnen der Männerriegen von Turngemeinde und Turn- ;•. Fechtklub.

Verein „Geselligkeit": Monatsversammlung in der „großen Krone". Gewerbe- und Handwerker-Verein: VereinSabend in der „Allemania". Thaler-Klub: Zusammenkunft in den „3 Hasen".

Radfahrerverein Hanauer Radsport 1895: Vereinsabend im »Restaurant zur Stadt Bremen".

ArendS'scher Stenographenverein „Apollobund' (Gasthaus „z. Grafen Philipp Ludwig): VereinSabend.

National-Stenographenverein: Usbunasstuude für die Praktiker-Ab­theilung (Lokal: „Zur großen Krone").

Zimmerstutzengesellschaft „zur Mainlust' - Kesselstadt: Abends 9 Uhr Zimmerstutzenschießen.

Hanauer Schützenverein; VereinSabend im „Restaurant Mohr." Freiwillige Feuerwehr: 1. Komp. im „goldnen He^": Steiger-KorpS in der „Brauerei Beck'.

Rccstrigecimgs- etc. Kalender für Donnerstag den 7. August.

Nachmittags ? Uhr sollen die Restbestände von Konserven, Marme­laden rc. im Fabriklokal der Maingauer Konserven-Fabrik, Vor der Kinzigbrücke Nr. 12, durch den beeid. Taxator und Auktionatdr Herrn Fr. Kämpfer gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. — Nach­mittags 3 Uhr kommen in dem Polizei »Direktionsgebände, Zimmer Nr. 14 dahier, 30 auSrangirt Schutzmannshelme, 31 Tuchröcke, so­wie 31 Tuchmäntel gegen gleich bagre Zahlung zur Versteigerung.

Aus dem Gertchtssaat.

Sitzung des Hanauer Schöffengerichts vom 5. August.

Ein landwirthschaftlicher Arbeiter W. hatte sich bei dem Forstmeister auf dem Wolfgang als Knecht verdingt und die 3 Mk. Dinggeld in Empfang genommen, trat aber nachher seinen Dienst nicht an, gab auch die 3 Mk. nicht zurück. Der Angeklagte erhält wegen Betrugs 1 Woche Gefängniß, welche durch die Untersuchungshaft verbüßt sind. — Der mehrfach vorbestrafte Arbeiter B. von Steinheim hat seinem Arbeitgeber einen kleinen Geldbetrag unterschlagen. Es wird auf 6 Wochen erkannt. — Der Lehrling R. versäumte es, bei seinem Wegzug von hier sich bei der gewerbl. Fortbildungsschule ab- zumelden. Sein Einspruch gegen den Strafbefehl von 1 Mk. ist ohne Erfolg. — Ein Drehorgelspieler B. war durch Straf­mandat mit 48 Mk., den doppelten Betrag der Gewerbesteuer, bestraft, weil er ohne Gewerbeschein umhergezogen ist. Seinen Einspruch begründet der Bestrafte mit dem Vorbringen, nicht er hätte georgelt, sondern seine Söhne. Das erweist sich als wahr, deshalb wird der Angeklagte freigesprochen. — Die 17 bezw. 18 Jahre alten Bäckerburschen Martin und Andreas H. sind angeklagt, sich durch betrügerische Manipulationen von den Kunden ihres Meisters kleinere Geldbeträge verschafft zu haben. Der Andreas H. behauptet bezüglich des ihm zur Last ge­legten Zurückbehaltens von 1 Mark, er müsse dieselbe ver­loren haben; er habe sie aus seiner Tasche wieder ersetzt. Das erweist sich als richtig, deshalb wird er freigesprochen. Der Martin H. hat Backwaaren und einen Kuchen theurer verkauft, als wie er den Auftrag hatte und das übrig bleibende Geld für sich behalten. Es wird auf 6 Mk. Geld­strafe erkannt. — Der Lenker des der Dunlopfabrik gehören­den Automobils hatte einen Strafbefehl wegen Uebertretung der Polizeiverordnung über die Kraftfahrzeuge erhalten und zwar sollte er in übermäßig schnellem Tempo gefahren sein und kein Warnungssignal gegeben haben. Der Beschuldigte war durch die Nußallee nach dem Westbahnhof gefahren, um die Ange­stellten der Dunlopfabrik daselbst abzuholen. Als er vor dem Kanalthor um die Ecke bog, waren Kinder im Wege von denen eins in der Eile, womit es ausweichen wollte, stolperte und hinfiel und nur durch schnelles Zurückreißen vor dem Ueberfahrenwerden gerettet wurde. Ein Paffant, der den

Vorfall mit ansah, meint, das Tempo wäre zu schnell gewesen, auch das vorherige Warnungssignal an dem verkehrsreichen Platz sei unterblieben. Die Angestellten, welche den Lenker des Fahrzeuges erwarteten, bekunden jedoch, daß das Signal gegeben wurde, ebenso behaupten sie, daß der Lenker des Fahr­zeuges an dem betreffenden Platze umwenden mußte, was schon allein ein zu schnelles Fahren ausschließe, da der Wagen sonst umfallen würde. Der Angeklagte wird freigesprochen, da er Alles gethan habe, wozu er durch die betreffende Verordnung verpflichtet sei.

Hue JVab und fern.

Caffel, 5. August. Das Spielen mit Schießgewehren hat heute wieder ein Unglück herbeigeführt. In einem Hause am Holzmarkt hierselbst wurde heute Vormittag ein kleines Kind aus der Nachbarschaft von einem Bäckerlehrling, welcher mit „einem geladenen Revolver spielte, aus Fahrlässigkeit so unglücklich an den Kopf getroffen, daß nach kurzer Zeit der Tod eintrat.

Wachtersbach, 4. August. Am 1. August wurde der zum Bürgermeister der Stadt Wächtersbach auf die Dauer von 12 Jahren einstimmig gewählte Bureauvorsteher Herr H a n k e l n von Hanau durch den Herrn Landrath von Baumbach in sein Amt eingeführt.

Gelnhausen, 5. August. Gestern ging zwischen Lanzingen und Roßbach eiu Luftballon mit 2 Insassen nieder. Der Ballon stieg am 3. August, abends 9 Uhr, in Paris auf und wurde von günstigem Winde gut ge­trieben; sein Endziel sollte Rußland sein, der Wind schlug jedoch um und gingen die Insassen, zwei Franzosen, bei Lanzingen nieder. Das Bergen des Ballons war sehr in- tereffant und hatten sich die Einwohner der beiden Orte fast vollzählig eingefunden. Mit dem Zug der Speffartbahn langten die beiden Franzosen gestern "Abend um 8 Uhr mit ihrem Ballon hier an und fuhren per Bahn nach Paris zu­rück. Sehr lobend und anerkennend sprachen sich die beiden Herren über das freundliche und hilfsbereite Entgegenkommen der Einwohner beider Orte aus, was sie von ihren früheren Fahrten, bei denen sie in Rußland landeten, nicht sagen konnten.

Hünfeld, 4. August. Heute Mittag um ^2 Uhr wurde in einem Kornacker in der Nähe der Zuckerfabrik die Leiche des Schlossers Wilhelm Gerlach aus Rothenditmold bei Caffel gefunden, welche anscheinend schon länger in dem hohen Korn gelegen hat. Wie derselbe verunglückt ist, ist bis jetzt nicht bekannt.

Frankfurt (t. M., 5. August. Die hiesigen medizi­nischen Anstalten und wissenschaftlichen Institute sollen nach amtlicher Mittheilung zusammen mit den städtischen Kranken­anstalten zu einer Akademie für praktische Medizin vereinigt werden.

Cronberg, 5. August. Heute Vormittag IOV2 Uhr fanb in der hiesigen Stadtkirche zum Gedächtniß der Kaiserin Friedrich ein liturgischer Gottesdienst statt, dem beiwohnten: der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland mit ihren beiden ältesten Söhnen, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl, von Hessen, Erbprinzessin Charlotte von Sachsen- Meiningen, der kommandirende General des 18. Armeekorps, General der Infanterie von Lindequist, Stadtkommandant von Stülpnagel, der Chef des Generalstabes des 18. Armeekorps, Scholz aus Frankfurt a. M., sowie der Kommandeur des Füsilier-Regiments von Gersdorff (Kurheff.) Nr. 80, Oberst uon Jacobi aus Wiesbaden, und die Offiziere des Hamburger Bataillons des 80. Regiments. Auch sonst hatte sich zahl­reiches Publikum zur Theilnahme an der Feier eingefunden. Der Stuhl der verstorbenen Kaiserin Friedrich war mit> Blumen und Kränzen und der Altar mit weißem Flieder ge­schmückt.

Mainz, 5. August. Die hiesige Strafkammer verhandelte heute den letzten Prozeß wegen der sogenannten Hunnen­briefe. Angeklagt war der Redakteur der sozialdemokratischen „Mainzer Volksztg.", Landtagsabgeordneter Philipp Haas. Der Staatsanwalt beantragte 200 Mk. Geldstrafe, das Gericht erkannte jedoch auf eine solche von 309 Mark.

Auerbach, 5. August. Trotz des zweifelhaften Wetters waren am letzten Sonntag wieder ziemlich Fremde hier an- ' roefenb. Im Hotel Bauer hatte der Gesangverein „Ein­tracht" aus Hanau Einkehr gehalten. Derselbe hat unter vorzüglicher Leitung mit seinen zum Vorirag gebrachten' Siebern wahrhaft Großartiges geleistet und jubelnden Beifall bei dem anwesenden Publikum gefunden. Ein gelungenes Duett und ein Solo-Vortrag des unermüdlichen Tenoristen, sowie endlich der komische Vortrag über den „Mainzer Schuster- jungen" trugen zur Vervollständigung des Hochgenusses be­sonders bei. Leider mußte der Verein schon früh Auerbach ver­lassen, um mit dem Zug 8.30 Uhr die Heimreise anzutreten. Hoffentlich ist den lieben ehemaligen „Kurhessen" der Ausflug in die Bergstraße recht gut bekommen.

8t. Langenberghekm, 6. August. Selbstmord unter eigenartigen Umständen beging in vergangener Woche der in, den achtziger Jahren stehende Auszügler Roth von hier. Auf einem Stuhle sitzend, schnitt er sich mit einem Rasirmesser die Kehle durch. Das hervorströmende Blut ließ er in einen von ihm selbst bereitgestellten Eimer laufen. Seine Angehörigen fanden ihn noch auf dem Stuhle sitzend, und da ein Halstuch die klaffende Wunde verdeckte, waren sie der Meinung, der Alte habe einen Blutsturz gehabt. Erst als sie ihn zu Bette bringen wollten, bemerkten sie die durchschnittene Kehle.

Arolsen, 5. August. Auf dem heute hier abgehaltenen Viehmarkte wurde der Zirkuskünstler Traber von dem Korb­flechter Sennebach erschossen. Der Mörder wurde sofort festgenommen.

Kunst und Leben.

Ueber Ziele im» Forderungen der Steno­graphen sprach am vergangenen Sonntag in der Eröffnungs­sitzung des 7. (außerordentlichen) deutschen Stenographentages