19. Juni
Donnerstag
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darauf thatsächlich und es wurde H. zur Zahlung des geforderten Betrages verurtheilt, trotzdem er das Geld bereits an den Vertreter der Firma, den P., bezahlt hatte, weil dieser Vertreter keine Vollmacht zum Einkassiren von Geldern besessen hätte. Nun sagte aber der Geschäftsleiter in der Schöffengerichtsverhandlung aus, daß der P. öfters Gelder einkasstrt hätte und diese Beträge dann immer angenommen und als bezahlt gebucht worden seien. Der Vertreter der Anklage schließt sich deshalb auch den Ausführungen des Vertheidigers insoweit an, daß durch diese Acceptirung der Ein- kassirungen auch die Einwilligung der Geschäftsleitung dazu gegeben und der P. im Gegensatz zu der Zivilgerichtsent- scheidung als Bevollmächtigter der Firma zu betrachten sei. Er hält deshalb die Anklage wegen Betrugs nicht aufrecht und beantragt behufs Klarstellung, ob eine Unterschlagung vorliege, die Ladung des Geschäftsleiters als Zeugen. Diesem Anträge wird entsprochen und die Verhandlung deshalb vertagt.
Hue Hab und fern,
W. Caffel, 19. Juni. (Telegramm.) In der vergangenen Nacht entgleisten bei der Ausfahrt eines Güterzuges die 5 letzten Wagen, während der vordere Theil des Zuges weiter fuhr. Niemand wurde verletzt. Der Materialschaden ist erheblich.
Hungen (Oberhessen), 18. Juni. Die Brikettfabrik und Braunkohlenarube Friedrich in Trais-Horloff bei Hungen ist in der verflossenen Nacht ein Raub der Flammen geworden. Um 8'/, Uhr wurden die Feuerwehren von Hungen, Steinheim, Rodhcim, Langd u. s. w. durch die Meldung alarmirt, die Fabrik Friedrich in Trais-Horloff stehe in Flammen. Beim Eintreffen der Wehren glich das ganze Fabrikanwesen einem einzigen großen Feuerklumpen, sodaß man sich darauf beschränken mußte, die arg gefährdete Nachbarschaft zu schützen. An ein Löschen des eigentlichen Fabrikbrandes war nicht zu denken. Das Feuer dehnte sich im Verlauf des Abends auch auf das große Brikettlager aus, das einen Werth von etwa 60000 Mark repräsentirte, und bald stand auch dieses nebst mehreren auf dem Geleise befindlichen leeren und beladenen Waggons in hellen Flammen, die gierig um sich griffen. Als ein Glück ist es zu betrachten, daß der Windzug nur schwach war, andernfalls wäre das Dorf verloren gewesen. Gegen Mitternacht hatte das Feuer im Fabrikgebäude etwas nachgelassen, im Brikettlager wüthete es aber mit ungehemmter Kraft fort. Um dem verheerenden Element das Uebergreifen auf die Theerschwelerei abzuschneiden, wurde mit großer Anstrengung ein Abstand zwischen Lager und Schwelerei von 30 Metern geschaffen. Die Namen der Verunglückten sind: Wilhelm Baumbach aus Trais-Horloff, todt; Fr. Lotz aus Scheiden, Vater von vier Kindern, lebensgefährlich verwundet; Wilhelm Schreiber aus Trais-Horloff, zwei Brüder Lind aus Berstadt und Ludw. Streb aus Steinheim, verwundet; Feuerwehrmann Wilhelm Filsinger aus Steinheim, Armbruch durch Sturz vom Dach. Ueber die Entsiehnngsursache des Brandes verlautet, daß eure Welle in der MaMam^ HM, gelaufen Jei; um sie zu löschen, habe Baumbach Wasser aufgeschüttet, wobei der Staub emporgeschleudert worden ist. Dieser habe sich und damit den ganzen Inhalt der Staubkammer entzündet. Darauf erfolgte eine heftige, weithin gehörte Detonation, bei der die Decke eingestürzt sei. Im Nu habe die Fabrik in Flammen gestanden. Man hat gesehen, daß Baumbach emporgeschleudert wurde und durch die eingestürzte Decke geflogen ist. An 250 Arbeiter werden brodlos, wenn nicht seitens der Gesellschaft, deren Hauptbetheiligier Sternberg in Berlin ist, etwas geschieht. Einige Tage wird der Brand noch dauern, dann wird man die Abräumungsarbeiten beginnen können. Den Gesammt- schaden schätzt man auf weit über 100 000 Mark.
W. Gießen, 18. Juni. Ueber den Brand auf der Friedrichgrube bei Hungen wird noch gemeldet, daß der Brand an den Fabrikgebäuden nunmehr gelöicht ist, während das Brikettlager noch weiter brennt. Getödtet wurden 2 Personen, an dem Aufkommen eines Dritten wird gezweifelt. Außerdem erlitten noch mehrere Personen Verletzungen, die jedoch nicht tödtlich sein dürften. Unter der Erde befindet sich Niemand mehr.
W. Gießen, 18. Juni. Bon den bei dem Brand auf der Friedrich grube Schwerverletzten sind bis jetzt zwei gestorben. Das 650 Doppelwaggons enthaltende Brikettlager dürfte noch acht Tage lang brennen. Die Maschinen sind größtentheils unbeschädigt, ebenso der Grubenbau. Die 250 Arbeiter werden voraussichtlich weiter beschäftigt.
)( Froschhanfen, 17. Juni. Bei der gestern hier abgehaltenen Versteigerung der Heugrasernte von den fiskalischen Wiesen der Großh. Oberförsterei Seligenstadt wurden trotz der gesegneten Futterernte enorme Preise erzielt. Obgleich die zur Versteigerung gelangten Wiescngründe feuchten Lagen ange- hören und deshalb Heuer weit weniger ertragsreich blieben, als jene in trockenen Lagen, wurden doch durchschnittlich 45 Mark pro Morgen erlöst. ' Im Vorjahre stellte sich der Preis auf 28 Mark" Aehnliche Preisverhältnisse werden auch aus der 'Nachbarschaft gemeldet. Dagegen wurden in Seligenstadt gelegentlich einer Privat-Grasversteigerung nur 14 Mark pro Morgen geboten. , .
)( ^ensenstamm,17.Juni. Ein Milchhändler hatte bei einem Gastwirttze zu Offenbach für gelieferte Milch den Be- trag von 67 Mark einzukassiren, der ihm auch an emem Schalterfenster vorgezählt wurde. Der redebeflisfene Händler hielt aber noch mit seinem Kunden ein längeres Gevatter- schmuschen und bemerkte zu seinem Schrecken erst nach stmer Heimkehr, daß er inder Hitze des Redeschwalls dleEinttreichung der 67 Mark übersehen hatte. Die sofortige Rückreue nach Offenbach verlief refultatlos; denn inzwischen hatte sich em unbefugter Unbekannter des schnöde verlassenen Mammon, erbarmt. , n „
j Settaenstadi, 18. Juni. Aeltere Leute mancher deutscher Gauen pflegten in früheren Zeiten ihre ^aarvorrmhe zum Schutze vor den Gelüsten allenfallstzer Langfinger mit Vorliebe in einem Strickstrumpfe auszubewahrenund diese wollene Kassette im Strohsacke ihrer na4lH*^ verbergen. Ein hiesiges altes und unbemitteues Mütterchen,
welches seine sauer erworbenen Sparpfennige nach derselben Radikalmetbode vor Diebeshänden sicherte, scheint in der originellen Verwahrung ihres Schatzes nicht vorsichtig genug zu Werke gegangen zu sein, denn dieser Tage fand sie ihre Schatzkammer mit 85 Mark vollständig au?geplündert. Die Bemühunaen der Sicherheitsorqane nach Ermittelung des mit den Gepflogenheiten der Bestohlenen offenbar vertrauten Spitzbuben verliefen bislang refultatlos.
A. Groß-Steinheim, 19. Juni. Samstag, Sonntag und Montag den 21., 22. und 23. Juni, findet in unserem so herrlich gelegenen Mainstädtchen das Fest der Einweihung und Enthüllung des Kriegerdenkmals statt. Das Fest wird sich nach der Organisation des Festausschusses zu einem großartigen gestalten. — Samstag den 21. Juni, nachmittags 5 Uhr, Einleitung des Festes durch Böllerschüsse; abends halb 9 Uhr Aufstellung des Fackelzuges an der Bernard'schen Fabrik, sodann Zug durch die Straßen Groß'Steinheims auf den Fest- platz; hierselbst Eröffnungsrede, Concert, Tanz, Volksbelustigung. — Sonntag den 22. Juni, morgens 6 Uhr, Choral vom Schloßthurm und Reveille; von 11—1 Uhr Empfang der Ehrengäste am Rathhause; um 1 Uhr Aufstellung des Festzuges, Abholen der Ehrengäste und der Stadtvertretung zur Abholung der hiesigen Veteranen von deren Vereinslokal nach dem Aufstellungsplatz; Festzug durch die Hauptstraßen nach dem Denkmal; hierselbst Choral der Musikkapelle und Vortrag eines Festchores, Enthüllungsrede, Uebergabe des Denkmals an die Gemeinde, hierauf Abmarsch nach dem Festplatz. Daselbst Ansprache des Herrn Kreisrath v. Hombcrgh, Concert, Gesangsvorträge, Tanz und große Volksbelustigung. Abends 6 Uhr findet ein Knabenreigen in Kostüm statt: Darstellung der deutschen Bundesstaaten. Die Festzugordnung ist folgende: Festreiter, Radfahrer-Korlo, Spielleute des Jnf.-RgtS. Nr. 166 von Hanau, Festmusik, Knabengruppe in Kostüm, die deutschen Bundesstaaten darstellend, Ehrengäste und Stadworstand, Veteranen Groß-Steinheim's, umringt von weißgekleideten Schul- mädcken unter dem Schutze der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr, die Anfertiger des Denkmals, der Festausschuß; hieran reihen sich die einzelnen Vereine. Interessant dürfte u. a. der Knabenreigen werden, der am Sonntag Nachmittag 6 Uhr auf dem Festplatze statifindet. Der Eintrittspreis ist' sehr mäßig ge- balten und zwar werden Dauerkarten, giltig für das ganze Fest, für 40 Pfg. ausgegeben. Für Sonntag Nachmittag kostet der Eintritt 20 Pfg. Die Festhalle ist für 2000 Sitzplätze hergerichtet. Bis jetzt sind 33 Kriegervereine mit 2000 Mann angemeldet. Auf dem Festplatz ist in jeder Hinsicht für die Festgäste Rechnung getragen, um den Aufenthalt daselbst recht angenehm zu gestalten.
Kunst und Leben.
Vitzverlehrmgen durch tolle oder tollwnthver- dächtige Thiere. Nach Mittheilung des Herrn Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten sind aus dem Jahre 1901 bis jetzt 487 Bißverützungen von Menschen durch tolle oder tollwuthverdächlige Thiere amtlich gemeldet worden, von denen 123 das männliche, 64 das weibliche Geschleckt betroffen. Von den 187 Verletzten unterwarfen sich 146, davon 1 in Wien, die übrigen im Institut für Infektionskrankheiten in Berlin, der Schutzimpfung nach Pasteur. Von sämmtlichen durch tollwuthverdächtige Thiere gebissenen Personen ließen sich, auf das Hundert berechnet, impfen im Jahre 1898 29.0, 1899 80.5, 1900 82.3, 1901 78.1. Von den 4t Personen, welche sich im Jahre 1901 nicht impfen ließen, blieben ohne jede ärztliche Behandlung 12; bei den übrigen 29 bestand die Behandlung seitens des Arztes im Ausschneiden der Wunden 4mal, Ausbrennen 2mal, Aus- beizen 7mal, während bei 19 Verletzten die Art der Behand- lu"g nicht angegeben worden ist. Die Zahl der Bißverletzungen durch tolle oder tollwuthverdächtige Thiere hat im Jahre 1901 erfreulicher Weise abgenommen. Die Schutzimpfung aber scheint im Berichtsjahr an Volkstümlichkeit etwas verloren zu haben. Dies ist bedauerlich, da die Wirkung derselben, wenn auch keine absolut sichere, so doch eine große ist. Das hat sich auch jetzt wieder gezeigt, indem von den 144 geimpften Personen keine, von den 41 nicht geimpsten aber eine an Tollwuth gestorben ist. Es wird darauf hingewiesen, daß jeder, anscheinend auch noch so leichte Riß oder Biß durch Hunde oder Katzen lebensgefährlich werden kann und daher, sofern nur der geringste Tollwuthverdacht besteht, baldmöglichst der Behandlung durch einen Arzt und der Schutzimpfung zugeführt werden sollte. Die Feststellung der Tollwuth durch Vorimpfung des verlängerten Markes der getödteten Thiere war nur in einem Bruchtbeile der Fälle möglich, theils, weil die Einsendung des Kopfes der Thiere an das Institut für Infektionskrankheiten überhaupt unterlassen worden, theils, weil dies so spät geschehen ist, daß es verwest dort ankam, so daß die Impfung von Versuchsthieren nicht mehr möglich war. Der vorerwähnte Todesfall an Wuth hat sich in einem Dorfe des Kreises Ratibor ereignet. Der betreffende Hund machte nicht den Eindruck der Tollwuth. Das verletzte junge Mädchen blieb daher anfänglich ohne Behandlung. Als sie nach 8 Tagen zum Arzt geführt wurde, weil die Wunde nicht heilen wollte, unterließ man es, diesem von der Entstehung der Verletzung durch den Biß eines Hundes Mittheilung zu machen. So kam es, daß der Arzt eine ungenügende Behandlung — Verband mit Ichthyol cinleitete. Am 42. Tage nach der Verletzung starb die Verletzte an Wuth.
Gebrauchs-Muster.
Nr. 173 940. Verbindungsstutzen für Ofenrohre und Schornsteine aus einem mit umaebördellem Rande versehenen, konischen Außen- und Jnnenrohrstücke bestehend, Franz Iahn in Marburo, vom 4. April 1902 ab. — I, 3869. Kl. 36a.
Nr. 173 847. Eiserner Sägebogen von H-förmigem Querschnitt, mit senkrecht verschiebbarem oberen Gegentheil. Wilhelm fiartmann in Fulda, vom 24. März 1902 ab. — H. 18 109. Kl. 38a.
Drahtnachrichten.
Das Befinden König Alberts.
Sibhüenort, 19. Juni. Der heute Morgen 7 Uhr ausgegebene Krankheitsbericht lautet: Auf den gestrigen unter Erscheinungen großer Schwäche verlaufenen Tag folgte eine ver- hältnißmäßig ruhige Nacht. Der König hat mit leidlich gutem Appetit gefrühstückt. Eine bereits seit längerer Zeit bestehende Anschwellung der unteren Extremitäten hat in den letzten Tagen etwas zugenommen.
Die venezolanischen Wirten.
Berlin, 18. Juni. Infolge der anarchistischen Zustände in Venezuela soll der Kreuzer „Vinta" unter beschleunigten Verhältnissen seine Reparaturen in Newport News beendigen. Mit dem Kreuzer trifft auch Commodore Stiege demnächst in den venezolanischen Gewässern ein.
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Berlin, 18. Juni. Das „Berliner Tageblatt" meldet: Der Prinzregent Luitpold ließ dem Reichskanzler in Nürnberg das Porträtrelief des Prinzregenten in Erz überreichen. — „Die Berliner Pol. Nachr." melden, daß die Erörterungen zwischen den Ministerialressoris betreffend Gewährung von Zulagen an die in den dreisprachigen Landestheilen stationirten Beamten sich auch auf die dortigen V o l k s s ch u llehrer erstrecken.
Köln, 17. Juni. Die Aachener Diskontoge- sellschaft hat, wie die „Köln. Ztg." berichtet, mit der Bank für Rheinland und Westfalen in Köln und mit der Koblenzer Bank in Koblenz Verschmelzungsverträge abgeschlossen, laut welchen die beiden Banken an die Aachener Diskomogesellschaft, die den Namen „Rheinische Diskonto- gesell'chaft" annehmen wird, übergehen. Der Sitz her neuen Bank bleibt Aachen. Die Aktien der Bank für Rheinland und Westfalen sollen im Verhältniß von 3000 Aachener Dis- kontogesellschafls-Akiien zu 4800 alten bezw. 4000 herabgesetzten Rheinland-Bank-Aktien und Koblenzer Bank-Aktien im Verhältniß von 5000 Aktien der Aachener Diskontogesell- sckaft zu 6000 Koblenzer Bankaktien umgetauscht werden. Die Aachener Diskontogesellschaft erböht ihr Kapital um 10 Mill. Mark mit halber Dividenden-Berechtigung für 1902. Die Direktion der Diskontogesellschaft Berlin verbürgt in Gemeinschaft mit dem Bankhaus Delbrück, Leo u. Co. daselbst die Durchführung der Maßnahme und übernimmt die nicht zum Umtausch gelangenden und hierzu nicht benöthigten neuen Aktien zum Kurse von 120 pCt. für feste Rechnung. Direktor Behrens von der Bank für Rheinland und Westfalen wird zum Vorstandsmitglied ernannt werden und zwar besonders für die Kölner Niederlaffung. Da zum Erwerb der Aktien der Bank für Rheinland und Westfalen etwa 6V4 Millionen Mark und der Aktien der Koblenzer Bank l’/s Millionen Mark nöthig sind, so bleiben von 10 Millionen Mark neuer Aktien rund 2 Millionen frei. Die Verschmelzung mit der Koblenzer Bank, an welcher die Aachener Diskontobank schon betheiligt war, erfolgt, um das Koblenzer Geschäft auszudehnen, da sich Koblenz gut entwickelt.
München, 19. Juni. Der Aufsichtsrath der Bayerischen Bank unterbreitete den Aktionären für die am 12. Juli ab- zuhaltende ordentliche Generalversammlung den Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 1901/02 und betont dabei, daß sich als eine Nachwirkung der Krisis in der letzten Zeit die Verhältnisse einiger Debitoren, denen auf Grund von Hypotheken Kredit eingeräumt war, wesentlich ungünstiger gestalteten. Dies gelte besonders von zwei Hypotheken auf den Volksgarten in Nymphenburg und das Hotel Oberpollinger in München. Das Gewinn- und Verlustconto weist auf der Sollseite auf: An Unkostenconto Mk. 486,781.86, an vertragsmäßigen Tantiemen und Gratifikationen Mk. 33,000, an Effekten, Consortien Mk. 137,088.18, an Verlusten auf Contocorrent-Conto Mk. 190,976.79, an Rückstellungen bezw. Abschreibungen Mark 451,378.38. Summa der Sollseite somit Mark 4,299,225.21. — Die Rückstellungen bezw. Abschreibungen vertheilen sich auf Effekten und Consortien und ständige Betheiligungen Mk. 1,000,000, Außenstände Mark 2,000,000.—, Einrichtung Mark 63,971.70, Grundstücks-Conto Mark 298,406.68, Lagerhaus Mk. 160,000, zusammen somit Mk. 3,451,378.38. Auf der Habenseite stehen: Per Gewinnvortrag Mk. 79,961.60, Wechsel und Zinsen Mk. 577,736.36, Provisionen Mk. 298 143.99, Sorten, Coupon Mk. 12,960.76, Lagerhaus- Erträgnisse Mk. 14,568.08, Uebertrag vom Reservefonds- Conto Mk. 320 854.42, Saldo Mk. 3,000,000, Summa somit Mk. 4,299,225 21. Zur Deckung des Fehlbetrages von drei Millionen Mark wird bekanntlich die Herabsetzung des Grundkapitals durch Zusammenlegung der Aktien im Verhältniß von 4 zu 3 von 12 Millionen auf 9 Millionen vorgeschlagen. Der Bericht spricht die Hoffnung aus, daß diese Summe nicht als definitiver Verlust zu betrachten ist, sondern daß ein Theil bei günstigeren Verhältnissen der Bank als Gewinn wieder zufließe.
London, 18. Juni. Mit Rücksicht auf die Anstrengungen, welchen der König sich in der nächsten Woche zu unterziehen hat, empfahlen die Aerzte demselben, sich in den nächsten Tagen der Theilnahme an allen öffentlichen Veranstaltungen zu enthalten.
Athen, 18. Juni. (Meldung der Agence Havas.) Die Polizei verhaftete mehrere seit längerer Zeit hier ansässige Persönlichkeiten mazedonischer Herkunft, welche als Agenten des mazedonischen Comitös in Sofia thätig waren. Bei denselben sollen verschiedene Schriftstücke, darunter Schreiben des Comitüs gefunden sein. Die Agenten suchten Banden zum Einmarsch in Mazedonien anzuwerben. Es war ihnen bereits gelungen, Unterschriften dazn zu erlangen.
New-Vork, 19. Juni. In einer Bekanntmachung betreffend die Einberufung des Nationalkonvents der Grubenarbeiter nach Indianapolis wird als Zweck der Berathungen angegeben, den Plan der allgemeinen Arbeitseinstellung der Kohlenbergleute in Amerika zu erwägen, um den gegenwärtig ausständigen Anthracit-Grubenarbeitern Unterstützung zu leisten. Der Konvent tritt am 17. Juli zusammen.