Montag
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3. März
Firmen schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Eine Firma verliert allein 140000 Franken.
Kinder von Hnnden zerfleischt nnd gefressen. Aus Basel, 27. Febr. wird geschrieben: Vorgestern wurden wie schon kurz berichtet, ein dreijähriger und zwei siebenjährige Knaben aus der Furastraße, welche im Bruderholzwäldchen spielten, von zwei Wolfshunden angefallen. Einer der älteren Knaben, Heinrich Nullmeyer, konnte sich flüchten und kam mit kleineren Bißwunden davon, dagegen wurden laut „Markgr. Tgbl." dem einen anderen Knaben, Hans Krüdie, die Ohren durchbiffen, ein Stück aus der Wange und theilweise die Kopfhaut abgerissen, so daß die Hirnschale blos liegt. Auch sonst noch erheblich verletzt, mußte derselbe in das Spital verbracht werden. Obwohl gleich darauf und die ganze Nacht durch mehrere Personen und Polizeipatrouillen nach dem jüngsten Kinde, Hans Neumann suchten, konnte dasselbe erst gestern Morgen aufgefunden werden, und zwar todt, bis auf die Knochen abgenagt. Es ist dies das einzige Kind besserer Leute. Von den Hunden konnte einer eingefangen werden, derselbe soll dem Bannwart einer Landgemeinde gehören, dagegen ist der andere bis jetzt noch frei. Einer der Knaben sagt, die Hunde seien auf sie gehetzt worden. Es wäre dies eine kaum glaubliche bestialische Handlung. Die eingeleitete Untersuchung wird über den Vorfall, der hier ungeheure Aufregung verursacht, wohl bald Klarheit schaffen, da der erstgenannte Knabe ziemlich genaue Anhaltpunkte geben konnte.
Großer Brillotttendiebstahl. Aus Berlin wird berichtet: Die Rentnerin H» in der Hepdistr. 2 ging Freitag Abend um 7 Uhr aus und ließ ibr Dienstmädchen allein in der Wohnung. Als sie später zurückkehrie, fiel ihr nichts auf. Erst Samstag Morgen sah sie, daß von einem dreitheiligen Garderobenspind der erste Theil erbrochen und seines Inhalts theilweise beraubt war. Es fehlten für 75 000 M. Brillanten, die theils in einem Kästchen, theils lose in dem Spind gelegen hatten: eine dreisttähnige Perlenhalskette mit einem Schloß von etwa einem Zentimeter, in der Mitte ein hasel- nußgroßer Brillant, den kleinere Brillanten umgaben, ein Schmuckstück im Werthe von 24000 M.;, ein mit einem Sammelband durchzogenes Brillanthalsband, dessen Schloß ein mit Perlen besetzter Brillant bildet (Werth 15 000 Mark) u. s. w. Der Dieb ist vermuthlich ein Mann, der zwischen 7 und 8 Uhr das Haus abgebettelt hat. Dienstmädchen im
Weiten und dritten Stock, die ihn fragten, wie er denn herein- gekommen sei, antwortete er, die Hausthür habe aufgeftanben. Das bestreitet jedoch der Pförtner entschieden. Man hat es wahrscheinlich mit einem gewerbsmäßigen Einbrecher zu thun, der die Hausthür in Abwesenheit des Pförtners mit einem Dietrich öffnete, ebenso in die H.'sche Wohnung gelangte und das Spind mit einem Stemmeisen erbrach. Da er einen großen Theil der Schmucksachen, ungefähr auch noch für 75 000 M., hat liegen lassen, so scheint er durch irgend ein Geräusch des Dienstmädchens gestört worden zu sein.
Bremen, 28. Februar. Der Dampfer bei Norddeutsche,: Lloyd „Lahn" ist gefürr in Nem-Dork eingetroffer.
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Schiffs-Nachrichten.
Der Postdampfer „Southwark" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 27. Februar wohlbehalten in New-Pork angekommen.
Unsere ' r ' '
machen wir darauf aufmerksam, daß alle für den „Hanauer
Anzeiger" outgegtemm Inserate gi-^puiz auch, ohne Preisaufschlag, im
Langeuselbolder Anzeiger
Amtliches Organ für den Amisort Langenselbold
sowie im
Neuen
Groß-Auheimer Anzeiger
General-Anzeiger für Groß-Auheim u. Umgegend erscheinen und damit eine thatsächlich große Verbreitung erfahren.
Beide Neben - Ausgaben des „Hanauer Anzeiger" werden in den betreffenden Ortschaften fast von
gelesen.
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Für die vielen Beweise der Theilnahme bei dem Hinscheiden unserer un- vergesslichen
Mathilde Voute, ^. m
sprechen wir allen lieben Verwandten und Freunden den herzlichsten Dank aus.
H a n a u den 2. März 1902.
Die Hinterbliebenen :
3944
Alexander Voute u. Kinder, Wilhelm Flies .11. Frau.
Wwe H J Voute 11. Familie, Otto Fues jun.u. Frau, geb. Pannol. Carl Schädel u, Frau, geb. Voute.
403
Ecke der Hammer- U. Langstraße.
teel
Danksagung.
Für die so vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem so schweren Verluste meiner lieben Gattin unserer guten Mutter, für die vielen Kranz- und Blumenspenden sowie die zahlreiche Betheiligung an dem Leichenbegängniß, ebenso für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer G ö b e l, sprechen wir hiermit unseren tiefgefühltesten Dank aus.
Königl. Pulverfabrik den 1. März 1902. 3995
Hermann Köppen
und Hinterbliebene.
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Privat-Bealschule mit Vorschule.
Pensionat und Erziehungs-Institnt mit der Berechtigung zum einjähr.- freiw. Dienste. Arbeitsstunden unter Auflicht der Lehrer. 1901 erhielten b2 Schüler das Einjähr.-freiw. Zeugniss. Das neue Schuljahr beß — Prospekte durch 2184
chuljahr beginnt Dienstag den 8. April.
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Die traucriide» Hinterbliebene»
Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung unserer lieben Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante,
Frau Marie Erhskom Ww. sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden, sagen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank. — Herzlichen Dank auch dem Herrn Pfarrer Lambert für die trostreiche Grabrede.
Groß-Auheim, den L. März 1902.
Danksagung.
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