Einzelbild herunterladen
 

Erstes Blatt.

Bezugspreis: vierteljährlich 1,80 Mk., monatlich 60 Pfg., für aus- värtige Abonnenten mit dem betreffenden Postaufschlag. Die einzelne Nummer kostet 10 Pfg.

Gedruckt und verlegt in der Buchdruckerei des verein, ev.

General-Anzeiger.

Amtliches Organ für Stadt- and Landkreis Hanau.

EinruckungSgebühr:

Für Stadt- und Landkreis Hanau 10 Pfg. die fünf» gespaltene Petitzeile oder deren Raum, für Auswärts 15 Pfg., im Neklamentheil die Zeile 25 Pfg., für Auswärts 35 Pfg.

Waisenhauses in Hanau.

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, mit belletristischer Beilage.

Perantwortl. Redakteur: G. Schrecker in Hanau.

^lr. 4 Bezirks-Fernsßrechanschlilß Nr. 98.

Amtliches.

Candkreis Danau.

SelamittlmchttlWn des Königl. Landrathsamtes.

Unter dem Viehbestände des Johannes Oht in Ober do rfeld en ist die Maul und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. Ueber das Gehöft des Genannten wurde die Sperre verhängt.

Um eine weitere Verbreitung der genannten Seuche in Oberdorfelden und Umgegend zu ver­hüten, ordne ich auf Grund der §§ 59a und 64 der Vundesrathsinftruktion zur Ausführung des Ksichsviehfeuchengeiehes hiermit an, datz das für die Gemeinden Wachenbuchen, Kilianftädten, Mittelblechen und Vruchköbel bestehende Ve- obachtungsgebiet mit dem Verbote des Durch- triebs von auswärtigem Vieh durch dieses Ge­biet a«? den Ort und die Gemarkung Ober- Dorselden ausgedehnt wird. Auf die zu beachtenden Bestimmungen, welche in Nr. 302 des „Hanauer Anzeiger" pro 1901 abgedruckt sind, wird noch besonders hingewiesen.

Hanau den 6. Januar 1902.

Der Königliche Landrath.

V v. Schenck.

An der katholischen Volksschule zu Fechenheim ist eine äkehrersteAe zu besetzen.

Das Grundgehalt der Stelle beträgt 1400 Mk., der Ein­heitssatz der Alterszulage 150 Mark und die Miethsent- schädigung 400 Mk.

Bewerber wollen ihre Melrungsgesuche nebst Zeugnissen binnen 10 Tagen dem Herrn Lokalschulinspektor Kurarus v o n I a g e m a n n in Fechenheim einreichen.

Hanau den 4. Januar 1902.

Namens des Schulvorstandes.

L)er Königliche Landrath.

V 13979 v. Schenck.

Hus Stadt und Land.

Hanau, 6. Januar.

* Ferusprcchwesen. Die Gebühr für ein Gespräch von 3 Minuten von Hanau mit Verviers, Lüttich, Andenne, Engis, Ouffet und Sprimont betrügt vom 1. Januar ab 2 Mk. 50 Pfq,

* Versetzt: Stationsassisient Schermuly von Hanau- Ost nach Oberlahnstein, Stationsassistent Kälble von Elm nach Hanau-Ost.

* Geistliche Musikaufführung in der Marien­kirche. Wie bereits mitgetheilt, siudel die geistliche Musik­aufführung am 14. d. Mts. statt. Die Programm Nummern entsprechen der gegenwärtigen Kirchenzeit. Vom Kirchenchor werden zwei Choräle „Werde Licht, du Stadt der Heiden" und „Lobet den Herrn, ihr Heiden all", der 24. Psalm (von L. Spohr) und der 117. Psalm (von K. F. Appel) vorge- tragen werden. Frau Balser-Landmanu wird die beiden herrlichen Arien von Händel „Er weidet seine Heerde" und „O hätt' ich Jubals Harf" singen. Herr E. R e n ck von Offenbach (Violine) wird ein Ariolo von Händel und eine Arie von Durante darbieten. An Orgelsätzen sind zwei Vorspiele von Bach „Nun komm der Heiden Heiland" und „In dir ist Freude", sowie eine Fuge und endlich eine Fan­tasie Pastorale von Lux vorgesehen. Eine Liste zirkulirt und sind Karten für den unteren Raum zu 1.50 M. und für die Emporen zu 0,50 M. zu haben. Auch ist eine Anzahl reser- virter Plätze zu 2 M. vorgesehen.

)( Hanauer Rudergesellschaft. In den Täten der „6eu= tralhalle" herrschte am Samstag fröhliches Treiben. Die Hanauer Rudergesellschaft 1870 feierte dort ihr diesjähriges Wmterml. Die stimmungsvolle Dekoration und der frohe, kameradschaftliche <rmn, der Ruderern stets eigen ist, ließen mit Zuversicht einen frohen verlauf des Festes erhoffen und bewirkten ihn auch. In gewohnter Wcue uurden die einzelnen Nummern der mannigfachen und reichen Abend- llnterhaltung zwischen die Tänze gelegt, um auch den nicht mehr tanz- wohen Besuchern fröhliches Genießen zu sichern. Das Programm war sehr reich. Neben ernsten und humoristischen Darbietungen seitens einzelner Mitglieder erfreuten insbesondere die Liedervorträge des Frl. Hufnagel. In vorzüglichster Beherrschung der stimmlichen Technik, m geschmackvollerBehandlung des durchaus sympathischen Organs erhoben «ich diese Darbietungen weit über die Grenzendes Dilettantenhaften hinaus. Hen Tanzlehrer Kis s ei st ein hatte mit einigen Paaren einen englischen Matro-entanz eingeübt, der in seiner künstlerischen Aus- iührung lebhaften Beifall fand. Besonderes Interesse wurde einem .leinen Lustspiele entgegengebracht, dessen Autor ein Mitglied war, der Theaterzettel brächte den Namen Heinrich Georg. Eine gute Situations- ^rif und die Zeichnung einiger humoristischer Gestalten, besondersdcs 'illen Engländers, sicherten den Erfolg des Stückes. Die einzelnen Rollen wurden mit Bravour durchgeführt. Die Srimmung war von Anfang an eine für den Verlauf besonders glückliche. Sie steigerte sich

Montag den 6. Januar zur echten Gemüthlichkeit und frohen Festesfreude und hielt an bis zur frühen Morgenstunde.

* Turner-Maskenball. Samstag den 1. Februar 1902 anbei der von Mitgliedern der Turngemeindc arrangirte und in weitesten Kreisen wohlbekannte Turner-Maskenball in den Sälen der „Eentral- Halle" statt. Ein origineller Gedanke liegt dem diesjährigen Feste zu Grunde. Die ganze Veranstaltung ist nämlich als Bauern-Ball ge­dacht, seine Balltoilekke deshalb verpönt, und dieVeranstalter wünschen, daß sämmtliche Theilnehmer in bäuerlichen Kostümen, bei denen auch die malerischen Trachten der Schwälmer, Fulder it. s. w. nicht fehlen dürfen, erscheinen. Es ist ferner geplant, den üblichen Hanauer Wodenmarkt abzuhalten und den Besuchern desselben auch Gelegenheit zu geben, zu sehen und zu hören, was in einer Großstadt Alles a.: Unterhaltung geboten wird. Wie aus Vorstehendem ersichtlich, hat das aus bewährten Kräften bestehende Komitee sich eine große Aufgabe ge­stellt, deren beste Lösung ohne Zweifel gelingen wird.

* Variete „Stadt Bremen". Wer sich hübsch unterhalten, einige Stunden lustig und vergnügt sein wollte, dem war durch die gestrigen Vorstellungen wieder die beste Gelegenheit dazu gegeben. Speziell war es der Komiker Herr Man st cd t, der durch meisterliche Mimik und urdrollige Vortragsweise die Anwesenden zum Lacheu geradezu nöthigte und stürmische Heiterkeit erzeugte. Die drei Soubretten trugen jedoch auch ihr Theil zur Hebung der Stimmung bei. Als wirklich gute Kraft verdient der Akrobat und Jongleur Herr Kropp ka noch besonders hervorgehoben zu werden. Da auch der Be­such ein recht guter war, so dürften die Vorstellungen die Unternehmer ebenso wie die Besucher befriedigt haben.

* Singspielstalle „Brauerei Dörr". Ungeachtet der vielen vorhergegangenen Feiertage war die Singspielhalle während der gestrigen und vorgestrigen Vorstellungen recht gut besucht. Die Dar­bietungen waren bis auf den Komiker, der allerdings seinem Titel keine sonderliche Ehre machte, durchweg zufriedenstellender und fröhliche Stimmung erzeugender Art, mie der lebhafte BAfall zeigte. Man unterhielt und amüsirte sich vorzüglich, und damit hatte ja' jeder Be­sucher auch seinen Zweck erreicht.

* Konzert. Das gestern Abend im „Deutschen Hause" stattgehabte Konzert der Ulanenkapelle hatte sich eines außer­ordentlich zahlreichen Besuchs zu erfreuen, sodaß viele, die kein Plätzchen mehr bekommen konnten, wieder umkehreu mußten. Das vorzüglich zulammengestellte und durchgeführte Programm erfreute sich großen Beifalls.

* Vom Kriegsgericht der 21. Division. 43 Tage Gefängniß erhielt der Musketier K. von der 5. Komp. Jnf.- Regts. Nr. 166, der als Urlauber vor seinem Eintritt die vorschriftsmäßige An- und Abmeldung unterlassen hatte.

* Bankhaus Gebr. Stern. Laut Zirkular theilt das Bankbaus Gebr. Stern mit, daß gemäß früherer Vereinbarung die bisherige Theilhaberin Frau Esther Stern aus der Firma ausgeschieden ist. An ihrer Stelle nimmt die Firma ihre Söhne Julius und Adolf Stern als Theilhaber auf, während die Wittwe des Herrn Jsaac Stern, Frau Therese Stern in Frankfurt a. M>, mit dem bisherigen Geschäfts­kapital als Kommanditistin der Firma Beitritt.

* Der Main und die Kinzig fallen wieder. Schon gestern Mittag wurde vom Obermain das Stehen des Wassers gemeldet. Seit heute ist der Nachrichtendienst über Hochwasser eingestellt.

* Kleiderfund. Bei Kesselstadt wurden am Samstag Uniformstücke gefunden, die jedenfalls von einem Musketier des 166. Jnf.-Regts. herrühren, der dort wohl seine Uniform gegen Zivilkleider gewechselt haben mag. Der Mann hat sich seit einigen Tagen von seinem Truppentheil entfernt.

* Ein Europamüder. Ein früher hier ansässig ge­wesener älterer Zahntechniker soll sich nach bestimmt auftauchen­den Meldungen in Amerika erschossen haben.

* Hesfenland. Inhalt der Nummer 1 des „Hessen - land" : Keiter-Kellner, Th. „Neujahr" (Gedicht). — Neuber, C. „Das Wilhelmshöher Riesenschloß und die Herkulesstatue und ihre Erbauer". — W. B. „Heinrich Henkel" (Zur Er­innerung an seinen hundertsten Geburtstag). — Herzet, Richard. „Das Centgericht im Amt Auersberg bei Hilders in der Nhön". — Mentzel, E. „Der innere Appell (No- vellette). — Aus alter und neuer Zeit. — Hessische Toten­schau von 1901. — Aus Heimath und Fremde. — Hessische Bücherschau. — Personalien. — Briefkasten.

Telegraphischer Wetterbericht der dentschen

Seewarte.

Telegramm aus K»amb«rg vom 6. Januar,

9 Uhr 35 Min.

Ein Maximum, über 780 mm lagert norm Kanal, ein Minimum unter 735 mm erstreckt sich über Nord- und Mittel- norwegen, ein solches unter 745 mm lagert über Westrußland. In Deutschland ist das Wetter mild, im Norden regnerisch, im Süden trocken.

Prognose für den 7. Januar: Fortdauer der herrschenden Witterung wahrscheinlich.

Hananer Vereins- u. Uergriiigirngsnachrichlen

für Montag v en 6. Januar.

filmst!crein: In der Aula uer Königl. Zetchenakademi-: Ausstellung von Gemälden; geöffnet von 'lormittags 10 bis nachmittags 4 Uhr.

Bezirks-Fernsprechanschluß Nr. 98. 1902

Frankfurter Ouartetk-Vereinigung: Abends 7 Uhr: 2. Kammermusik- Abend im Saale der „Eentralhalle".

Kunstindustrie-Verein: Abends 7'/« Uhr in der Aula der kgl. Akademie' 0. Vortrag: Dr. Morimilian Claar aus Rom über: „Eine Fahrt durch die Romagne",

Ebang. Männer- und Jünglingsverein: Gesang (Ev. VereinshauS.)

3- u. 5jährige Svar- u. Spielkasse bei J. L. Kaiser Söhne: Abends 9 Uhr: Generalversammlnng.

Radfahrerverein „Union": Vereinsabend im „Schühenhof".

Turn- n. Fechtklub: Turnen der Damenabtheilnng.

Gesangverein „Tonbluthe": VereinSabend in der „Stadt Bremen'.

Gabelsbcrger Stenographen-Verein im Gasthaus zu den „3Rindern": Uebnngsabeiid für Debattenschrift.

Stenographen-Verein Stolze-Schrey; Vereinsabend in der „Sonne". Klub „Amieitia": Vercinsabend im „Deutschen Haus".

Verein „Hessischer Bund": Versammlung im Vereinslokal „znm Hessi­schen Ho ".

Radfabrer-Klub „Germania": Klubabend im Gasthaus „z. Elephauleu

Freiwillige F nerwehr: 4. Komp. Zusammenkunft im „Schützenhof";

5. Komp. Zusammenkunft in der „Allemania".

Brandwache und Rettungskorps: Zusammenkunft in der „Brauerei Kaiser".

Erste Hanauer Karnevalgesellschaft: Abends 9V> Uhr: Monatsver- sammlung im »Deutschen Haus".

Versteigerungs- etc. Kalender

iür Dienstag d en 7. Januar,

Holzversteigeruug im Gräfl. Mm . Revier Meerhocz, Distrikt Wurzelberg, nahe der Haltestelle Wirtheim; Termin vormittags H’A Uhr (f. Nr. 1 „Han. Anz.").

Delegirtentag des Riddcrthalsiiugcrbimdcs.

st. Windccke«, 6. Januar.

Gestern Nachmittag faiw dahier unter dem Vorsitze des Buiwcs- Präsidenten Herrn Grafen O r i o l a zu Büdesheim der diesjährige Delcgirtentag des Mddcrthalsängerbundcs statt, zu welchem dreizehn Bundesvereine Vertreter entsandt hatten. Kurz nach 3 Uhr eröffnete der Herr Vorsitzende die Versammlung, er begrüßte die erschienenen Telegirtcn int Namen des Bundes und wies sodann auf die Wichtig­keit der Tagesordnung hin Zuerst wurde nun zur Neuwahl von drei auSgefchtebenen Vorstandsmitgliedern geschritten nnd dabei Herr Lehrer H ofa ckcr-Ostheim als Protokollführer, Herr Lehrer B eig ert- Jlbenstadt und Herr Heilmann-Kilianstädten gewählt. In Ver­tretung des erkrankten Rechners erstattete der Herr Vorsitzende den Rechenschaftsbericht, aus welchem zu ersehen war, daß fern Ueberschuß, eher aber ein minimales Defizit in der Bundeskasse vorhanden ist. Trotzdem soll der alte Jahresbeitrag znm Bunde für diesmal noch bei­behalten werden, womit die Versammlung auch einverstanden ist. Hierauf lvurde über die Beitreibung von noch ausstehcnden Jahresbei­trägen in längerer Debatte verhandelt und wurde diese Frage zur beider­seitigen Zufriedenheit geregelt. Herr Graf Oriola theilte mit, daß leider drei gute Vereine aus beut Bunde ausgetreten seien, einer mit Grund, während zwei keine Begründung ihres Austrittes hatten. Im Anschluß hieran erstattete der Bundesdirigent Herr Lehrer Schar­man n-Kaichcil Bericht über den Verlauf Nud deu Besuch der Proben und des Bundesfestes; er theilte mit, daß bis auf 1 resp. 3 Vereine alle anderen Vnndcsvereine sich an denselben rege betheiligt hätten. Er spricht die Hoffnung und den Wunsch aus, daß auch iu diesem Jahre alle Vereine sich wieder lebhaft an beut Feste betheiligen mögen. Das diesjährige Bundes fest erhielt durch das Loos der Gesangverein Kaichen, welcher dasselbe in Verbindung mit seinem 25jährigen Jubi­läum feiern wirb. Als Bundeslied wird das vorjährige beibehaücn werden. Da der Gesangverein „Thal!a"-HeldcnLeraen aus dem Bunde geschieden ist und bic Delegirtenversammlungen seither in dem Lokale genannten Vereins abgehalten wurden, aber jetzt verlegt werden müssen, ivurdc als künftiger Ort Windecken gewählt. Gegen 5 Uhr schloß Herr Graf Oriala bic Sitzung mit einer kurzen Rede, in ivelcher er auf den Zweck der Gesangvereine, das deutsche Volkslied zu hegen und zu pflegen, hinwies und. bic in einem Hoch auf Seine Majestät den Kaiser und Sc. Königl. Hoheit den Großherzog von Hessen ansklang in das die Anwesenden begeistert einstimmten. Die beiden Windcckcr nnd einige auswärtige Gesangvereine unterhielten nun noch bic Ver­sammelten durch mehrere schön gelungene Liedervorträge.

Im Anschluß an diesen Bericht wollen mir noch folgenden schönen Zug niittheilcn: Nach Schluß der Versammlung begaben sich die Mil- gtieber zweier auswärtigen Vereine in bic Wirthschaft Dahl, um hier noch eine letzte Rast vor der Heimkehr zu halten. Nachdem man einige Lieder gesungen hatte und die Gesellschaft in heiterster Stimmung war, erhob sich ein Herr Nikolaus Oestreich, Mitglied des Gesangvereins „Liederlust"-Ostheim, um in wenigen aber herzlichen Worten bic hier so Vergnügten auf die hartbedrängte Lage unserer Stammesbrüder, des armen Burenvolkes, hinzuweisen. Reicher Bcisall lohnte den Redner, als er noch den Vorschlag machte, doch zu Gunsten der Buren eine kleine Sammlung zu verunstalten. Diese ergab denn auch einen Betrag von Mark 3.14. — Ein schöner Abschluß des Delegirkcntugcs.

Aus dem Gerichtssaai.

Sitzung der Strafkammer I vom 6. Januar.

Unterschlagung.

Heute Morgen wurde der Darmhändler I. hier wegen Unterschlagung von 300 Mk. zum Nachtheil der Viehver­sicherungskasse der Metzger-Innung zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Von der weitergehenden Anklage der Urkunden­fälschung und des Betrugs erfolgte Freisprechung.