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' zu können. — Ferner liegt die Meldung vor, daß die Crown Deep-Mine am 23. Dezember das Pochwerk wieder in Betrieb setzte. Bisher arbeiten 20 Pochsiempel; ihre Zahl soll, sobald die erforderlichen Arbeitskräfte vorhanden sind, auf 50 erhöht werden. — Die Jubilee-Gold Mining Co. wirb am 13. Januar 1902 den Betrieb mit 25 Pochstempeln wieder aufnehmen.
Freitag
Die Engländer haben es für nöthig befunden, den . Burenkommandanten Scheepers, der ihnen lange in der Kapkolonie bitter zu schaffen machte, und ihnen nun als todtkranker Mann am 11. Oktober bei Katting im Süden der Kapkolonie in einem Farmhaus in die Hände fiel, vor ein K r i e g s g e r i ch t zu stellen unter der Anklage, E i n- geborene ermordet, Eisenbahnzüge in die Luft gesprengt und Farmen geplündert zu haben. Die Verhandlungen, die in Graaff Reinet stattfinden, mußten, wie die „Köln. Ztg," berichtet, schon einmal wegen Krankheitsrückfalles Scheepers vertagt werden und sind am 27. Dezember wieder ausgenommen worden. Scheepers machte in vierstündigem Verhör seine Aussagen. Er wies alle Verantwortung für die 6 oder 7 Morde von sich ab, die ihm zur Last gelegt wurden, und erklärte, daß einige von diesen Morden von Van de Meerwes Leuten begangen worden seien, während in den üblichen Fällen entweder eingeborene Kundschafter in einem Rückzugsgefechte getödtet oder die Opfer sonst durch Fouchäs oder Kritzingers Leute ermordet worden seien. Er gab zu, daß er einen eingeborenen Spion bei Worcester getödtet habe, aber erst, nachdem der Mann durch ein Kriegsgericht für schuldig befunden worden sei. Züge hätte er zerstört, um die Versorgung der britischen Truppen mit Vorräthen zu verhindern. Er habe seine Gefangenen mit großer Milde behandelt. Er habe sie zwar gezwungen zu gehen, aber in schwierigem Gelände habe er ihnen Pferde gegeben und sie mit derselben Nahrung versorgt wie seine eigenen Leute. Er leugnete, seine Gefangenen dem Feuer ihrer eigenen Kameraden ausgesetzt zu haben, und erklärte, er habe sie im Gegentheil geschützt. Er gab zu, in zwei Fällen Eingeborene gweitsckt
zu haben, weil sie die Anwesenheit der Buren auf Farmen gemeldet hätten, aber diese Bestrafung sei auf Wunsch der Farmer selbst erfolgt. Beweis Befehl sei gewesen, solche Angeber streng zu bestrafen. Bei einer Gelegenheit habe er einen eingeborenen Kundschafter nur gepeitscht, den er nach Beweis Anweisung hatte erschießen müssen. Seit seinem Einbruch in die Kapkolonie habe er Beweis Kundmachung mit Anordnung von Vergeltungsmaßregeln im „Graaf Reinet Advertiser" gelesen und danach gehandelt wie Fouchö, Van der Merwe und andere Kommandanien. Er habe strengen Befehl gehabt, alle britischen Unterthanen in der Kolonie, die die britischen Truppen gegen die Buren unterstützten, zu bestrafen und Rcgierungs- gebäude zu zerstören, und darum habe er Regierungsgebäude niedergebrannt und Eisenbahnen zerstört. Er habe niemals Van der Merwe oder Fouchg Befehl gegeben, bestimmte Maßregeln auszuführen, denn diese Kommandanten, die denselben Rang hätten wie er selbst. Hätten seine Befehle nicht annehmen können oder wollen. Er fügte hinzu, er fei Freistaatler und mit der beliographischen Abtheilung in Bloemfontein verbunden gewesen. Zum Schlüsse erklärte er, seine Gefangenen hätten sich niemals bei ihm beklagt, daß sie Hunger litten oder sonst schlecht behandelt würden.
Harrauer Nereinsnachrichten
für Freitag den 3 Januar.
Kunstverein: In der Aula oer Köntgl. Zeichenakademie: Ausstellung von Gemälden; geöffnet von vormittags 10 bis nachmittags 4 Uhr.
Stadtthealer in Hauau: „Madam Sans-Göne", Lustspiel in 4 Auszügen von Sar^oul; Anfang 7 Uhr.
Evang. Männer- und Jünglingsverein: Unterhaltungsabend (Evane. Vereinshaus).
Merkes'scher Stenographen- Verein: FortbildungskursuS im Restaurant „zur Sonne"
Turn- u. Fechtklub: Turnen.
Klub der „Harmlosen": Gemüthliche Zusammenkunft im „Frankfurter Bau". m „
Bicheleklub „Hanusvia": Klubabend in der „goldenen Gerste"., Verein für Homöopathie und Naturheilkunde: Vereinsabend in de? „goldenen Gerste".
Männerabtheilung der Turngemeinde: Turnen.
Hanauei Schützenverein: Abends 9 Uhr: Zimmerstutzenschießen.
Verdingung.
Die nächstjährigen Bauarbeiten int Hot gute Bonneburg, veranschlagt zu 5,245 M. 24 Pfg., sollen im Ganzen. vergeben werden und sind schriftliche Angebote bis zum 20. Januar 1902 an die unterzeichnete Stelle, woselbst auch Zeichnung und Bedingungen eingesehen werden können, einzureichen.
Zuschlagsfrist 14 Tage. 90
Wächtersbach, 27. Dezember 1901.
Fürstlich Ysenburgische Rentkammer.
Preser.
Die am 2. Januar 1902 fälligen Zinsabschnitte unserer Obligationen, sowie die statutengemäß ausgelooste Obligation Nr. 11 werden vom genannten Tage ab bei dem Bankhaus J. Benjamin hier eingelöst. 213
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