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Bekanntmachung

Von dem neu erfundenen, mit einem Großherzogl. Badenschen Privilegium ver­sehenen sogenannten - ,

Patent - Catfe welcher nach chemisch- und diatetischerlllnter- suchung von der dazu verordneten Commis­sion aüö Gliedern des Großherzoglichen Sa- nirärö-Colleg'rumö, der Gesundheit zuträg­lich anerkannt und befunden worden ist: daß er nach seiner Wirkung und Geschmack, die Cichorien, Erdmandeln / und aßen an­dern künstlichen Caffee weit übertreffe-hat die Fabrique ein Commissions-Lager dahier in Lit. I No. 156 am Eck der Wedelgasse auf dem Römerberg errichtet und den Ver- sausepreiß von 4 circa ^pfündigen Paquetö zu 20 fr. bestimmt. Es werden allda Pro­ben abgegeben u. Bestellungen angenommen.

Der zeitherige starke Verschluß, zeigt von der Güte und dem Beyfall dieses vorzügli­chen Caffee - Surrogats/.wodurch man ein Mittel erhalt, selbst ohne Zusatz von Indi­schem oder würklichen Caffee, .ein, von Ge­schmack und Wirkung vor allen andern ähn­liches Getränke.sich zu verschaffen, welches desto wohlfeiler ist , da es kaum ein Drittel dessen Preiß erreicht, und den Zucker, je nachdem man das Süße liebt, großentheilS entbehrlich macht.

Wird die Mischung zu gleichen Theilen, halb Patent-Caffee halb Indischen ange­nommen;.so findet man ihn so gut, alö oh man letztem pur nähme und erspart also die Hälfte am Caffee und etwas Zucker.

Die Zusetzung eines Drittels Patent-Caffee zu zwey Drittel Indischem, wird diesen wahr­haft verbessern , sowohl an Geschmack als. m seinen Wirkungen, indem er alle gute Eigen­heiten deS Indischenund keine seiner nach- theilizen hat/auch überdieß Nahrungsstoffe besitzt, die diesem abgetan.

Die beste Zubereicung -endlich ist folgende: Man brühet ihn, wenn der Indische Caffee frisch gebrannt, gemahlen, und mit der be­liebigen Portion Patent-Caffee vermischt ist, mit stark siedendem Wasser an, ohne ihn weiter kochen zu lassen; gießt dies durch Hamand oder ein anderes dichtes -Tuch,

welches an einem Ring trichterförmig be­festigt ist.' Der Ring kann bloß ein runter Drchch oder von einem Spengler oder Blech­ner verfertigt seyn.

Aber auch auf die gewöhnliche Art ge­kocht und zubereitet, wem das Filtriren zu umständlich jseyn sollte, wird jeder Versuch das oben gesagte nach allen Theilen bewähren.

Es soll ohngefähr im Monat Octob. v. J. ein musicalischeS Instrument in aufrecht ste­hender Form, so breit wie ein sogenannter Secretair oder Schreibcommod in einem" Verschlag an einerz, Herrn Abbé Frohm ge­kommen seyn , der sich in hiesiger Gegend .aufgehalten, sich aber um diese Zeit nach Pohlen begeben, und das Instrument hier an Jemand zur weitern Besorgung über­liefert haben soll. Vermuthlich doch nicht gewiß ist e5 M B V, Osnabrück gezeichnet, und eben so ungewiß ist es, ob der Nahme Frohm so richtig geschrieben sey. Sollte Jemand entweder von dem Instrument, soder auch nur von dem.ehemaligen.Aufent- Halc des Hrn. Abbé Frohm Wisscisschafè haben, so wird höflichst gebeten, dem In­telligenz -Comkoir davon Bericht ^zu geben. Alle Kosten werden gerne erstattet.

Bey Rothmann in der MauSgasse sind etliche hundert Karren gute -schwarze Erde gegen Vergütung deö halben Fuhrlohnö abzuholen.

Einem hochgeschätzten Publicum habe ich ^die Ehre anzuzeigen , daß bey mir alle Ar­ten von Ballkleidern im .neuesten und schön­sten Geschmack verfertiget werden, auch alle Gattungen Character- u. Ballkleideranzüge jederzeit bey mir zu bekommen sind, womit ,ich mich unter Versicherung der besten Be­dienung höflichst empfehle.

£ofer Reinganum auf der Friedbergergasse Lit E. 33«

Franz. Geflügel, Cabliau, Schellfische, Austern, Trüffeln und Strohbickinge, bey Gerth in der Sonne.

Ein Garten, nahe vor der Stadt, M zsi verkaufen.