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* Einführung einer neu n Form für die den ausländischen Ursprung von Gold- und Silber- waarerr kennzeichnenden Punzen (Ausl rrds- punzen). Das österreichische Finanzministerium hat unterm 21. Oktober d. Js. mit Bezug auf den § 40 des Gesetzes über den Feingehalt der Gold- und Silberwaaren Reicks- Gesetzblatt Nr. 75 ex 1866 und den Abschnitt 4 des Erlasses des Finanzministeriums vom 30. November 1866, Reichs­gesetzblatt Nr. 149, bekannt gemacht, daß an die Stelle der gegenwärtig in Anwendung befindlichen, mit dem Erlasse des Finanzministeriums vom 30. Mai 1868 Reichsgesetzblatt Nr. 55, eingeführten, den ausländischen Ursprung einer Gold- und Silberwaare kennzeichnenden Punzen (Auslandspunzen) vom 1. Januar 1902 angefangen eine neue Punze je für Gold- und für Silberwaaren, und zwar letztere in drei verschiedenen Großen zur Anwendung kommen wird. (Oesterreich isches Neichsgesepblatt vom 1. Dezember 1901.)

* Keine Arbeiterentlossungen? Einige Frank­furter Blätter brachten am Samstag die Nachricht, daß in der chemischen Fabrik Cassel la u. Co. zu Mainkur demnächst die Entlassung von 200 — 300 Arbeitern bevorstehe. Nach den von uns an kompetenter Stelle eingezogenen Erkundigungen entbehren diese Nachrichten jeglicher Begründung. Ueber die Arbeitsverhältnisse der genannten Fabrik können wir noch Folgendes mittheilen: Durch die aus freien Stücken ausge­schiedenen Arbeiter, welche nicht ersetzt wurden, ist im Laufe des Jahres die Zahl der Arbeiter um etwa 10 Proz. zurück­gegangen; auch wurden im letzten Vierteljahr in einer größeren Zahl von Betriebsabtheilungen die Ueberstunden beschränkt bezw. abgestellt. Einzelne Betriebszweige, die infolge starker Lagerbestände stillqestellt werden mußten oder mit beschränkter Produktion arbeiteten, werden sofort mit Beginn des neuen Jahres wieder stärker beschäftigt sein, so daß im Januar die Einstellung einer nicht unerheblichen Zahl von Arbeitskräften erforderlich ist.

* Strenge Kälte in Aussicht ! Eine soge­nannte „kalte Welle", welche seit 48 Stunden sich über Nordamerika ausdehnt, ist eine der kältesten, welche seit Menschengedenken festgestellt worden ist. In verschiedenen Orten wurden 18 Grad unter Null verzeichnet. In Chicago herrscht eine derartige Kälte, wie sie seit 200 Jahren nicht mehr vorgekommen ist. Mehrere Personen sind ^bereits er- sroren. Den amerikanischen Meteorologen zufolge wird auch Europa von dieser kalten Welle in Mitleidenschaft ge­zogen werden, da dieselbe sich über den atlantischen Ozean nach der französischen Küste hinbewegt.

* Stadttheater. (Wochenspielplan.) Mitt­woch : „Der Talism an", dramatisches Märchen in 4 Auf­zügen von Ludw. Fulda; Freitag: „Des Meeres und der Liebe Wellen", Tragödie von Grillparzer; Sonn­tag: „Krieg im Frieden", Lustspiel in 5 Akten von Moser und Schönthan.

* SSariété „Sisdt Bremen". Dank eines recht hübschen und unterhaltenden Programms war die Stimmung bei den gestrigen Vorstellungen sehr animirt, was wohl in erster Linie den urkomischen Vorträgen des beliebten Humoristen Herrn Tusch sowie dem Schnellmaler Herrn Jean von Herrath zugeschrieben werden darf. Letzterer ist ein ebenso routinirter Spaßmacher und kurioser Witzereißer als famoser Karrikaturenzeichner und erzielte durch das Eine wie durch das Andere gleich intensive Lacherfolge. Aber auch die drei Soubretten partizipiren theils' mehr, theils weniger an der allgemeinen Animation. In Bezug auf humoristische Wirkung verdient Frl. D urm o nt resp. Wegner, wie sie vorige Woche aus dem Programm der Singspielhalle verzeichnet stand, be­sondere Anerkennung, während Frl. H e y 1 e r mehr durch f Pikanterie und schneidiges Auftreten, Frl. Elloni aber Haupt- | fachlich durch ihre reizenden Tänze zu fesseln wußte. Als Schluß­nummer verzeichnete das Programm einen „drastischen Konuker" und es versprach damit wahrhaftig nicht zu viel. Drastig im höchsten Grade und humorvoll durch und durch, wurde derselbe öfter© durch schallende Heiterkeit unterbrochen und durch lebhaften Beifall belohnt. Wer sich also für einige Stunden gut unter­halten und erheitern will, versäume einen Besuch der heutigen Vorstellung nicht.

* Singspielhalle „Brauerei Dörr". Wenn es ! draußen stürmt und wettert und Gott Pluvius mit Frau Holle vereint seinen Segen über unsere Häupter schüttet, wie es am Samstag und thetlweise auch gestern noch in überreichem Maße der Fall war, dann fühlt sich Jung und Alt um so wohler beim Gläschen Bier in behaglicher Geselligkeit und der Ein­druck der heiteren, freudeathmenden Darbietungen eines Variötö-Ensembles ist umso wirkungsvoller und nachhaltiger, wie der Verlauf der vorgestrigen und gestrigen Vorstellungen zeigte. Das Programm wies zwar einige Wiederholungen auf, indem der vor acht Tagen mit so vielem Erfolge ausgetretene Jongleur und Equilebrist Almaior sowie der „Schlangen- mensch" Santos sich diese Woche nochmals produzirten, doch that dies der guten Wirkung des Ganzen keinen Abbruch, denn der Haupttheil des Applauses fiel wiederum diesen beiden Künstlern zu. Außerdem verdient besondere Anerkennung die gut talentirte Liedersängerin Frl. Müller. Als Humoristen traten die Herren Alberun und Furk auf, Ersterer mit gutem, Letzterer mit durchschlagendem Erfolge. Auch ein Hanauer Kind, und zwar die Cbansonnette Frl. Geisel, suchte sich dies­mal die Gunst des Publikums zu erringen, was ihr auch voll und ganz gelang. Neben ihrer anmuthigen äußeren Er­scheinung verdankte sie den reichen Beifall wohl hauptsächlich ihrem graziösen, eleganten Auftreten und der Pikanterie ihrer Vortragsweise. Gut amüsirt hat sich sicherlich ein Jeder und damit ist ja schließlich der Zweck der Vorstellungen für die Besucher erreicht.

* Falsche Gerüchte. Allerlei abenteuerliche Gerüchte über eine gestern Morgen verübte Messerstecherei durchschwirrten gestern die Stadt. Veranlassung zu dem falschen Gerücht gab jedenfalls ein bedauerliches Vorkommniß, das sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag in einer Wirthschaft der Nosen- straße zuoetragen hatte. Dort erschien noch zu später Stunde ein auswärts wohnender pensionirter Offizier, der sich erst für

Montag

einen ehemaligen hier beamtet gewesenen Polizeikommissar aus- aab, dann seinen wahren Stand nannte und für die übrigen Gäste Getränke spendirte. Als er bezahlen sollte, beanspruchte er Kredit, kam dann mit den Gästen und dem Wirth in Wort­wechsel, zertrümmerte einen Stuhl und schlug schließlich mit der Faust in die Fensterscheibe, in die er dann auch mit dem Gesichte fiel. Er wußte dann nach dem Landkrankenhause ge­bracht werden. Da sich der Vorgang in den frühen Morgen­stunden absp'elte und von vielen Perlonen, die aus den abend­lichen Veranstaltungen kamen, beobachtet worden war, traten bald Gerüchte auf, man habe eine Person gefaßt, die eine weibliche Perlon ungehalten und mit dem Messer verletzt habe. Hierbei bemerken wir noch, um weiteren übertriebenen Gerüchten ähnlicher Art vorzubeugen, daß an den letzten Abenden in den Anlagen unserer Stadt hie und da weibliche Personen von einer Mannesperson mit unsittlichen Anträgen belästigt wor­den sind.

* Epileptischer Anfall. Samstag Nachmittag gegen 2 Uhr siel der hier wohnende Handlanger Martin S., als er sich nach der Hauptpost begeben wollte, an dem Hotel zur Post plötzlich zur Erde und zog sich hierdurch eine etwa 3 cm lange und 1 cm tiefe klaffende Wunde über dem rechten Auge zu. Nach kurzer Zeit kam der Genannte wieder zur Bennnung und wurde von einem Schutzmann seiner Wohnung in der Langstraße zugeführt.

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G Oberissigheim, 26. Dez. Freitag den 14. d. Mts. fand die Bürgermeisterwahl statt. An Stelle des kürzlich ver­storbenen Bürgermeisters Georg Lind II. wurde Kaspar Lind einstimmig auf die Dauer von 8 Jahren gewählt. Möge es dem Neugewählten vergönnt sein, recht lange zum Segen und zum Wohle der Gemeinde dieses Amt zu begleiten.

Kus Nab und fern.

Ziegetthsitt, 13. Dezbr. Der Besitzer der bei Los­hausen gelegenen sogen. Klinkenmühle, Müller Wiederhold, wurde von dem Getriebe erfaßt und so furchtbar verletzt, daß der Tod augenblicklich eintrat.

Hd. WiesbKHen, 15. Dezbr. Das amtlich ermittelte Ergebniß der Reichstagsstichwahl vom 11. Dezember istFolgen- des: Wahlberechtigte 40,824, abgegebene Stimmen 26,415. Davon waren 167 ungillig. Giltiq waren 26 248. Von den giltigen Stimmen erhielten Grüger 14,902 und Dr. Quark 11,346.

):( Frankfurt $♦ M., 15. Dezbr. Am heutigen sil­bernen Sonntag ging Las Vormittagsgeschüft durch die schlechte Witterung vollständig verloren, doch hatte nachmittags der Himmel ein Einsehen und es gestaltete sich ein lebhafter Ver­kehr, doch beschränkten sich die Umsätze größtentheils auf Kon­sumartikel. Wirkliche Überfüllung der Verkaufsräume war nur in den großen Waarenhäusern bemerkbar. — Jm Hippo­drom wird zur ^eit eine große Velobahn eingerichtet und wird voranssichtlich Sonntag den 5. Januar bereits das erste Radrennen daselbst abgehalten werden. — Dienstag den 14. Januar veranstaltet Fräulein Clara Schaeffer einen Lieder­abend. Karten hierzu bei B. Firnberg hier.

'T Heddernheim, 16. Dezbr. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurde dahier ein Pferd, ein 6jähriger schw. Wallach, aus dem Stalle gestohlen.

O Offenbach, 15. Dezbr. Bei den gestrigen Ersatz­wahlen zum Kreistage von Seiten der Bevollmächtigten der Gemeindevertretung wurden zum ersten Male drei Sozial­demokraten auf 6 Jahre und ein Bürgerlicher (Oberbürger­meister Brink) auf 3 Jahre gewählt. In der Stadtverord­netenversammlung haben bekanntlich die Sozialdemokraten bis zum Ablauf des Jahres noch die Majorität.

= Babenhausen, 15. Dez. Bei der Ende Oktobera. c. hier staitgehabtcn Beigeordnetenwahl siegte der Landwirrh Wilhelm Rademer mit 113 Stimmen über den Gegen­kandidaten Heinrich Löw, auf welchen 5 Stimmen weniger entfielen. Die Wahl wurde auf erhobene Reklamation vom Kreis-Ausschusse zu Dieburg wegen gröblicher Verstöße für un- gilüg erklärt. Die Neuwahl wurde nunmehr auf nächsten Samstag anberaumt. Dem diesmaligen Wahlausfalle sieht man mit gesteigertem Interesse entgegen.

Q DuZenhofen, 15. Dez. Die Offenbacher „blaue Jagdgesellschaft" erbeutete bei der in unserer Feldgemarkung veranstalteten Treibjagd nahezu 200 Hâslein. Das Jagdterrain wird demnächst wieder leihfällig.

+ Mörlenbach im Weschnitzthale, 15. Dez. Bei der gestern vollzogenen Wahl eines Beigeordneten für die in poli­zeilicher und administrativer Beziehung dem hiesigen Gemeinde­verbande zugetheilten Filiale Ober-Liebersbach wurde der bis­herige langjährige Beigeordnete Boch mit Stimmeneinmütbig- keit auf weitere 9 Jahre wiedergewählt. — Für die hiesige Pfarrei begann heute eine bis zum 23. Dezember andauernde Volksmission. Von auswärtigen Geistlichen werden täglich mehrere Missionspredigten gehalten. Der Zudrang zur heutigen Eröffnungsfeier war ein ganz gewaltiger.

Gebrauchs-Muster.

Nr. 162 327. Mittels Keiles aufrutreibender, zweitheiliger Leisten zum Aufblocken von Schuhwerk. Wilhelm Hupp in Frankfurt a. M., Meisengasse 18, vom 19. September 1901 ab. — H. 16 857. Kl. 71c.

Auszüge aus dem Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Cassel.

Hell st ein. Zum Zwecke der Aufhebung der Gemein­schaft, die in Ansehung der au Hellstem belegenen, im Grund buche von Hcüstein zur Zeit der Eintragung des Versteige- rungsvermerkes auf den Namen des Fabrikarbeiters Heinrich B a tz 3r (Carl's Sohn) zu Hellstein eingetragenen Gruud- stücke besteht, sollen diese Grundstück am 14. Februar 1902, vormittags 9 Uhr, durch das Königs. Amtsgericht zu Wächters­bach — Zimmer Nr. 1 — versteigert werden.

16. Dezember

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Drahtnachrichten.

Besuch des russischen Grosisürften-Thronfolgers in Berlin.

Hd. Berlin, 16. Dezbr. Der Großfürst-Thronfolger von Rußland ist gestern Abend pe^en 7 Uhr auf dem Bahnhöfe Friedricksstraße eingetroffen. Hier hatten sich der Kommandant von Berlin, Polizeioberst Krause, sowie viele Offiziere ein­gefunden. Um 6^2 Uhr rückte die vom Kaiser Al^xander- Reaiment gestellte Ehren-Kompainie an. Bald nach 6^4 Uhr erschien der Kaiser in der Uniform des ruf Ischen Dragoner- Regiments Narva (Nr. 39). Als der Extrazug mit dem Großfürsten eintraf, ging der Kaiser dem Fürsten entgegen und begrüßte ihn auf das Herzlichste. Um 7 Uhr 20 Minuten erfolgte die Weiterreise nach Potsdam, wo der Kaiser mit seinem Gaste um 8 Uhr 10 Min. eintraf.

Tschechische Anmaßungen.

Hd. Prag, 16. Dezbr. Der tschechische Bürger-Klub des Vorortes Weinberge beschloß, eine Aufforderung an die Mauern anzuschlagen, in welcher die tschechischen Bewohner aufgefoibert werden, nickt mehr bei Deutschen einzukaufen. Die Plakate wurden jedoch von der lobtet verboten.

Republikanisches Manifest.

Hd. Madrid, 16. Dezbr. Das republikanische Blatt „El Pais" veröffentlicht ein Manifest, welches von sämmt­lichen republikanischen Abgeordneten unterzeichnet ist und worin es heißt, da alle republikanischen Führer gestorben seien, stehe einem Zusammenschmelzen der verschiedenen republikanischen Gruppen nichts mehr im Wege. Der .Aufruf ersucht die Republikaner, ihre Meinungs Verschiedenheiten zu vergessen und sich unter einer Fahne zu sammeln.

Argentinien und Chile.

W. New-Uork, 15. Dezbr. Der „Newyork Herald" meldet aus Buenos Aires: Argentinien beantwortete am Sams­tag den Vorschlag Chiles betreffend die Regelung des zwischen den beiden Staaten schwebenden Streites und erklärte sich im Allgemeinen damit einverstanden, die Angelegenheit freundlichst beizulegen.

Beunruhigende Nachrichten aus Indien.

Hd. London, 16. Dezbr. Die englische Regierung hat sehr beunruhigende Nachrichten aus Indien erhalten. Dieselben melden, daß der Aufstand des Wastris-Stammes an der nord­westlichen Grenze eine ernste Ausdehnung annimmt und große Schwierigkeiten zu erwarten seien. Lord Kitchener ist tele­graphisch benachrichtigt worden, daß er unter diesen Umständen selbstverständlich nicht auf die Zusendung von indischen Ver- stürkungstruppen rechnen könne.

Atts China.

Hd. Berlin, 16. Dezbr. Das „Kleine Journ." meldet aus Peking: Die Kaiserin-Wittwe und der Hof haben vorgestern auf ihrer Rückreise nach Peking den gelben Fluß überschritten. Der Regierungssckatz von einer Million Silbertaels ist gestern aus dem Süden hier eingetroffen, um die Mittel zur Bestreitung und Deckung der Reisekosten und anderer Ausgaben zu liefern.

W. Peking, 16. Dezbr. (Reuter.) Nachdem die Ver­treter Englands, Amerikas und Japans den Prinzen Tsching gedrängt, ihnen jeden auf die Mandschurei bezüglichen Vertrag vor der Unterzeichnung mitzutheilen, legte der chine­sische Bevollmächtigte den genannten Entwurf des Vertrages, der sich nur wenig von dem bereits veröffentlichten unter­scheidet, vor.

Die Hrmgersnoèh in China.

Hd. London, 16. Dezbr. Aus Peking wird gemeldet: Die Missionare von Singanfu versichern, daß die Zahl der Opfer der in der Provinz Schansi ausgebrochenen Hungers- noch iVs Millionen beträgt.

Erdbeben in Manila.

Hd. Berlin, 16. Dezbr. Nach einem Telegramm des „Kleinen Journ." aus Manila wurde die Stadt gestern früh durch ein starkes Erdbeben in Schrecken versetzt. Der Erdstoß dauerte 65 Sekunden. Ein großer Theil der Bevölkerung be­fand sich gerade in den Kirchen. In panikartiger Flucht stürzten die Besucher aus den Gotteshäusern auf die Straße. Viele Personen sind verunglückt, doch läßt sich der Umfang der Katastrophe noch nicht übersehen.

Strenge Kälte.

W. Saint Pattl (Minnesota), 15. Dezbr. In ben letzten 48 Stunden herrschte in den Norweststaaten die strengste Kälte, die je im Dezember beobachtet wurde. An einigen Plätzen fiel die Temperatur auf 59 Grad unter Null nach Fahrenheit gleich Minus 39,4 Grad Celsius. Mehrere Hirten sind erfroren; in Wyoming sind zehn Hirten im Stprm ums Leben gekommen. Viel Vieh geht zu Grunde.

Explosion.

St. Julienne, 16. Dezbr. (Departement Ardenne.) Gestern wurden hier durch die Explosion einer Dynamiimine zwei bei dem Bau einer Eisenbahnlinie beschäftigte Arbeiter getödtet, drei verletzt.

Verunglückter Luftschisser.

Basièse (bei Bordeaux), 16. Dezbr. Gestern stieg der Luftschlffcr Mousset in seinem Ballon auf. Der Ballon platzte in einer Höhe von etwa 200 Metern und fiel mit diesiger Schnelligkeit. Mousset wurde aus dem Korbe geschleudert und stürzte in die Garonne. Mehrere Matrown eilten zu seiner Hilfe herbei und zogen ihn unversehrt aus dem Wasser.

Ausstan-sbeweguttg.

W. Barcelona, 15. Dezbr. Die Eisenbahnarbeiter sind in den Ausstand getreten. Die Lage wird als ernst angesehen, da die Zahl der Ausständigen bereits 16000 betrügt. Der Ausstand soll die Folge anarchistischer Umtriebe sein.

W. Poris, 16. Dezbr. Aus Leus wird gemeldet: Der Arbeiterführer Jules Guesde haue für gestern Abend eine Ver­sammlung von Bergleuten einberufen. Die Anhänger des re- gierungsfreundilcheu sozia!isti>chen Deuutirten Basly nahmen