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Athletenklub .Germania": Riegenstemmeu und Musterriegen^:: ;ii^. (Restauration Wagenbach, Paradeplatz),

Stemm- und Ring-Klub „Eicke": Abends von 9—10 Uhr: Daucr- stemmen und Sreinstoßen; von 10—11 Uhr: Musterriegen­arbeiten (Restauration aur ..Wiener Spitze").

Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.

Telegramm aus Hamburg vom 10. Dezember,

9 Uhr 35 Min.

Ein Maximum über 765 mm lagert über dem Biscayasee, ein Minimum unter 740 mm über der nördlichen Nordsee, unter 732 mm über dem Rigabusen. In Deutschland herrscht kaltes Wetter mit Niederschlägen, der Nordwesten hatte Ge­witter.

Prognose für den 11. Dezember: Etwas kälteres Wetter und Niederschläge wahrscheinlich.

Barometerstand

mittags 12 Uhr am 9./12.

Sehr trocken

Beständig 770—==^

Schön

Veränderlich —

Regen (Wind) |||

Viel Regen 740—

Sturm —

730—

720 =

710

Hus stab und fern.

âSdktz 8. Dezbr. In der vorhergehenden Nacht er- ngnete sich in dem benachbarten Dorfe Wallmar ein betrüben­der Unglücksfall. Der Maurer Wiegand Koch von dort, ein verheiratheter Mann in den 30er Jahren, war mit dem Aus­mauern des Hofbrunnens des Landwirths Scherer beschäftigt. Schließlich löste sich eine gewaltige Erdmasse und fiel direkt auf den in der Tiefe sitzenden Koch. Die Ausräumungs­arbeiten wurden sofort begonnen. Man legte einen Neben­schacht an und stieß durch diesen gestern in später Abendstunde auf den Verunglückten, der wohl einen schnellen Tod gefunden haben dürfte. Die Marburger Staatsanwaltschaft ist bereits benachrichtigt und wird zur gerichtlichen Feststellung des That­bestandes erwartet. Koch hinterläßt eine Frau und 2 Kinder.

Frankfurt a. M., 9. Dezbr. Das Messer spielte bei einer Schlägerei auf dem Hofgut Praunheim in der Nacht von Sonntag auf Montag eine große Rolle. Die dort beschäftigten 28 Taglöhner gericthen in Streit miteinander, dabei stach ein 41jähriger Taglöhner einen 38 Jahre alten landwirthschaft- lichen Arbeiter derart in den Kopf, daß der Schädel verletzt wurde und der Gestochene nach Bockenheim in das Kranken­haus geschafft werden mußte. Der Thäter wurde von den Freunden des Gestochenen so zugerichtet, daß er nach seiner Verhaftung in das städtische Krankenhaus überführt werden mußte, jedenfalls büßt er seine Rohheit mit dem Verluste eines Äugest — Heute Vormittag wurde im Walde hinter der Sachsenhäuser Warte ein in den mittleren Jahren stehender, den Arbeitsständen angehörender, Mann mit einer Schädel­wunde aufgefunden und in das städtische Krankenhaus gebracht. Neben dem Mann, der noch Lebenszeichen von sich gab und der jedenfalls die ganze Nacht mit der Wunde im Walde gelegen hatte, wurde der Revolver gefunden, mit dem er sich eine Kugel in die Schläfe gejagt hatte. Trotz der schweren Verletzungen soll Aussicht vorhanden sein, den Selbstmordkandidaten am Leben zu er­halten.

ß Seligenstadt, 9. Dezbr. Seit September d. I. wurden, wie früher berichtet, auf dem Mainstrom, sowie auf den Weihern und Teichen der Umgegend zwei Prachts-Schwäne beobachtet, deren Einfangung leider nicht gelingen wollte. Die beiden herrlichen Wasservögel sind dem Vernehmen nach dem „Schönen Busch" bei Aschaffenburg entsprungen. Auf ihren Fang waren 50 Mk. Prämien ausgesetzt. Heute Nachmittag gelang es nun einem hiesigen Fischer, den einen der Aus­reißer oberhalb der Kahlmündung im Mainströme mit leichter Mühe zu erfassen. Bei näherer Besichtigung zeigte es sich indessen, daß das edle Thier infolge eines vermuthlich schon vor einigen Tagen erhaltenen Schusses in den Leib erkrankt war. Auf dem Transporte hierher verendete der prächtige Langhals. Der zweite Schwan wurde feit Mittwoch nicht mehr gesehen. Wahrscheinlich ist auch er einem unbekannten Schützen erbarmungslos zum Opfer gefallen. Seit 3 Monaten hatte sich das herrenlose Schwanenpaar stets vereint umher­getrieben. Den Erleger der kostbaren Ziervögel dürfte im Ermittelungsfalle eine empfindliche Bestrafung erwarten.

Babenhausen, 9. Dezbr. Auf dem Waldjagdgebiete des Herrn Augst in unserer Nachbargemarkung Hergershausen wurden 12 Rehe und 13 Hasen zur Strecke gebracht. Wäh­rend der diesjährigen Jagdsaison war dies bereits das vierte Treiben, von welchen jedes ein gleich befriedigendes Resultat ergab.

Aus dem Mümlingthale, 9. Dezbr. Der 17 Jahre alte Johann Wollmann, Sohn des Gemeinderaths­mitgliedes Sebastian Wollmann zu Mömlingen, war mit ande- rm Holzarbeitern im dortigen Walde mit dem Fällen einer kräftigen Buche beschäftigt. Der Baum stürzte unvermuthet rasch nieder, weshalb die 'Arbeiter eilig zur Seite sprangen. In der augenblicklichen Verwirrung lief der junge Wollmann direkt in die Fallrichtung und wurde erschlagen. Der brave Jüngling wird allgemein betrauert.

Dienstag

HfHffcnbnrg, 9. Dezbr. Se. k. Hoheit der Prinz- Regent hat nach Prüfung des gegen den Aschaffenburger Raub­mörder Nowicki gefällten Todesurtheils von dem Begnadigungs­recht keinen Gebrauch gemacht. Nowicki wird nun nächster Tage in Würzburg hingerichtet werden.

Würzburg, 6. Dezbr. Postgehilfe Georg Arnold hier wurde heute früh wegen Verbrechens im Amte verhaftet. Es soll sich um Manipulationen mit Postanweisungen handeln.

Schweinfurt, 9. Dezbr. In der letzten Magistralssitzung nahm Herr Bürgermeister Söldner Veranlassung, sich über die Unterschleife im Schweinfurter Rathhause öffent­lich zu äußern. Er erklärte, daß aus der Haftentlassung des Pfandamtsdieners Brändlein durchaus nicht dessen Unschuld gefolgert werden dürfe. Brändlein werde jedenfalls nicht in dem Maße schuldig befunden, um eine weitere Haft gerecht­fertigt erscheinen zu lassen. In welchem Umfange ihn die Schuld treffe, darüber werde die gerichtliche Verhandlung Auf­schluß geben. Die Frau Brändleins habe alle Schuld auf sich genommen und auch gestanden, daß sie bereits seit dem Jahre 1888 falsche Pfandscheine augefertigt hat. Auf welche Art und Weise die Unterschlagung erfolgte, ist vorläufig noch nicht be­stimmt bekannt; vermuthet wird u. A., daß die Frau Bränd­leins Pfänder fingirle, indem sie bereits eingelegte Pfänder als neue Pfandobjekte in Vorlage brachte. Es wurden außer einer Anzahl Defekte auch Pfänder mit unrichtiger Namens­angabe gefunden, ebenso fehlten einige Werthstücke, was zu­sammen 538 Mark ausmacht. In der Hauptsache bezieht sich die Unterschlagung auf 700 singirte Pfandscheine — Pfänder sind hierfür überhaupt nicht vorhanden — mit einem Betrage von 8024 Mark, welcher von der Pfandamtskasse ausgezahlt wurde. Dadurch, daß der Zins hierfür regelmäßig weiter be­zahlt wurde, erfährt obige Summe eine dementsprechende Ver­minderung. Zur Deckung der Fehlsumme ist in erster Linie die Kaution Brändleins (500 Mark) herangezogen worden; weiter der Mehrerlös eines Werthpackets von ca. 30 goldenen Uhren, das Brändlein (nachdem dessen Einlegung ins Pfand­amt seiner Zeit aus verschiedenen Gründen verweigert wurde) auf eigene Kosten in Pfand genommen und bei einer Bank deponirt hat.

Hus aller Mett.

Eine Liebesthat unseres Kaisers als Prinz. Zur Weihnachtszeit 1887 war es, da ging Prinz Wilhelm, vom Dienst kommend, mit schnellem Schritt durch Potsdams stille Straßen. Vor dem Schaufenster eines Spielwaarenladens sieht er zwei Knaben von sechs bis acht Jahren stehen, armer Leute Kinder, nach ihrem dürftigen Anzug zu schließen, die drücken ihre kleinen Nasen an das Glas des Fensters und gucken mit ihren Augen sehnsüchtig nach all der Herrlichkeit, die dort zur Schau gestellt ist. Mit einem Male fragt eine Stimme: „Nun, was gefällt Euch denn am besten." „Das Schiff dort", antwortete der Aelteste beherzt und zeigt auf ein kleines Dampfschiff, „Da könnt Ihr es Euch ja zu Weihnachten wünschen", räth freundlich der junge Ofsizier, welcher sie ge­fragt hat. Aber der kleinere Knabe entgegnet ihm: „Denken Sie denn, daß der Vater so reich ist, daß er uns so etwas Schöues kaufen känn?" Da tritt der Offizier in den Laden; schon nach wenigen Minuten kommt er wieder heraus und gibt den erstaunten kleinen Brüdern das ersehnte Schiff. — Schnellen Schrittes geht er dann weiter, so daß die erfreuten Kinder kaum für das so unerwartete Weihnachtsgeschenk danken können. Als sie glückselig weiter wandern, da sagt man ihnen, daß es Prinz Wilhelm war, der sie so gütig beschenkt hatte.

Taufchheiratheu. Der auf den ersten Blick barbarisch klingende Begriff der Täuschheirath ist in vielen niederdeutschen Gegenden, besonders unter der seßhaften Bauernbevölkerung Westfalens und eines Theiles von Hannover, von alten Zeiten her noch heute in Brauch. „In de Tuschke frien" — diese Parole hat auf dem platten Lande noch immer ihren Reiz, und die Ehestifter wissen es sich zur ganz besonderen Ehre anzurechnen, derartige HeiratheN zu Stande zu bringen. Ohne Vermittelung treten sie auch selten in die Erscheinung. Meistens sind es Verwandte und Nachbarn, welche die Tausch- Heirath zu Wege zu bringen suchen. Sind auf einem Hofe zwei heiratsfähige Schwestern oder zwei Brüder oder Bruder und Schwester, die ungefähr in demselben Lebensalter stehen, vor­handen, und findet sich auf einem anderen Hofe ein hierzu passendes Geschwisterpaar, so wird versucht, diese vier Personen zu zwei Ehen zu vereinigen. Ganz selten kommen auch Tauschheirathen zu drei Paaren vor. Gewöhnlich wird die Tauschheirath so abgewickelt, daß die jüngsten der Geschwister im Elternhause verbleiben, während die älteren auf den anderen Hof ziehen. So kommt es dann oft vor, daß das jüngere Mädchen den älteren Mann oder der jüngere Mann das ältere Mädchen heirathet. Nicht selten hat sich eines der Paare in Liebe gefunden. Das andere schließt dann, um dem eingebürgerten Begriff der Tauschheirath Geltung zu verschaffen und die offenkundigen Vortheile derselben zu genießen, eine Vernunflehe, die oft harmonischer verläuft als die Liebesheirath der Geschwister. Sind die finanziellen Verhältnisse auf den beiden in Betracht kommenden Höfen annähernd gleich, so ge­staltet sich die geschäftliche Seite der Tauschheirath sehr einfach. Es werden dann, wie die „Hamb. Nachr." berichten, nur zwei gleiche Aussteuern bestellt, während im Uebrigen Land- oder Kapitalsübertragungen nicht stattfinden. Gewöhnlich finden die Tauschheirathen au ein und demselben Tage statt. Zusammen gehen die beiden Paare zum Standesbeamten, treten zusammen vor den Altar und auf einem der Höfe wird ge­meinsam die Doppelhochzeit gefeiert. So ordnet oft ein ein­ziger Tag für sämmtliche Kinder zweier Familien das Schicksal der Zukunft durch einen feierlichen Akt.

Ein Leicheufund in der Jdiotenanstalt Hephata in München-Gladbach im Rheinland ist bereits aufgeklärt. Zwei blödsinnige Knaben haben gestanden, den seit mehreren Wochen vermißten zehnjährigen Blödsinnigen, namenS Schütten, in den Speiseaufzug geworfen und so getödlet zu haben. Die Thäter waren sich des Schrecklichen ihrer That nicht bewußt. Die Thüre zu dem seit Jahren unbenutzten Aufzuge war nicht

.______ 10. Dezember verschlossen. Die beiden blödsinnigen Thäter stehen im Alte: von 13 und 15 Jahren. Sie sollten den 10jährigen Blöd sinnigen zum Abort begleiten, dieser wollte weglaufen. Aus Aerger darüber ergriffen sie ihn, nach ihrem Geständniß, ent kleideten ihn und warfen ihn in den Speiseaufzug, weil er dort nicht mehr weglaufen könne. Der Tod Schüttens if durch Schädelbruch einaetreien.

Eine theure Skatparthie wurde am letzten Zahl­tage in einer Weinstube am Hausvoigteiplatz in Berlin gespielt. Drei Konfektionäre saßen an diesem Tage beim Skat. Plötz­lich fiel es Einem ein, daß er vergessen hatte, im Geschäft das Geld für die Lohnzahlung herauszugeben. Eiligst wollte er aufbrechen, um das Versäumte nachzuholen, aber die Mitspieler redeten ihm eifrig zu, daß er bleiben möge, und empfahlen ihm einen einfachen Ausweg: der Hausdiener der Weinstube sollte das Geld von der Bank holen und dem Geschäftsführer über­bringen. Das leuchtete ein. Der „dritte Mann" blieb, gab dem Diener einen Check über 3000 Mk. an die Deutsche Bank und spielte beruhigt seinen Skat weiter. Alles wäre in bester Ordnung gewesen, wenn nicht der Hausdiener einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. Er nahm zwar das Geld von der Bank, lief aber rasch nach seiner Wohnung, um die Kleider zu wechseln, und verlchwand, ohne sich bis jetzt wieder sehen zu lasten. Vorsichtshalber nahm der Bursche auch seine Photographie mit, damit sie nicht der Kriminalpolizei in die Hände falle und ihr bei Verfolgung wichtige Dienste leiste. Da der Bote nicht wieder kam, mußte der Skat nun doch ab-: gebrochen werden. Der Hausdiener, ein 32jähriger Schlesier namens Arthur Toruel, der in den Kreisen seiner Kollegen den Beinamen Kaffee-Arthur führte, ist noch nicht ermittelt.

Ergreifende Szenen spielten sich in den letzten Tagen vor den Thoren der fallirten Spar- und Vorschußbank in Dresden ab. Mehrere Hunderte von Spargeldeinlegern, lauter kleine Leute, waren mit ihren Büchern erschienen und wollten ihre sauer zurückgelegten Spargroschen heraushaben. Freilich ohne Erfolg. Die Stadt hat sich über die Beleihung der Sparbücher noch nicht schlüssig gemacht, doch haben sich bereits einige Bankinstitute bereit erklärt, die Bücher Dresdener- Sparer mit 25 pCt. bis zu 250 Mk. zu beleihen, so daß wenigstens die ärgsten Katastrophen hintangehalten werden dürften.

Kunst und Leben.

Ein Chinese über die „fremden Teufel". Man schreibt den „Münch. N. Nachr." aus London: In einer chinesischen Zeitung, die in Peking erscheint, wird folgendes Urtheil über die Eigenthümlichkeiten der fremden Nationen, die Peking näher kennen gelernt hat, abgegeben: „Die Engländer und die Deutschen sind brüsk und aufrichtig, zollen aber sozialen Umgangsformen keine Aufmerksamkeit. Die Russen dagegen behandeln chinesische Beamte besonders gut und alle, die mit Rußland zu thun hatten, sind entzückt über die ihnen zu Theil gewordene Behandlung. Die Japaner, die die gleiche Litteratur haben wie wir, kommen gern mit unseren Gelehrten zusammen. Die Franzosen sind nach ihrer Sitte äußerst höf­lich. Die Amerikaner siud sehr ungezwungen und freund­schaftlicher als andere Nationen."

Schmerzlose Plomben. Alle Leute, denen „der Gang zum Zahnarzt" gleich nach dem Gange zum Schaffst kommt, werden uns dankbar sein, daß wir der „Nordd. Allg. Ztg." die folgende Mittheilung nachdrucken: Ein zahnärztlicher Preis, den Dr. Herbst-Bremen schon vor 6 Jahren ausgesetzt hatte, ist jetzt zur Vertheilung gelangt. Es handelt sich um Aus­findigmachung eines Mittels, hohle Zähne zwecks Plomairung schmerzlos auszubohren. Privatdozent Walkhoff-München er­hielt 500 Mark für theoretische Forschungen, Zahnarzt Bauch- witz-Stettin 300 Mark für die Erfindung des Mittels und der Apparate, Zahnarzt Barbe-Halle 150 Mark, Zahnarzt Hirschbruch-Berlin 100 Mark. Herr Bauchwitz hat über seine Erfindung in der Berliner zahnärztlichen Gesellschaft einen Vortrag gehalten, der auch für weitere Kreise Interesse hat. Der Vortrageude zeigte einen von ihm erfundenen Apparat zur Erwärmung von Kohlensäure in Verbindung mit Medika­menten und erbrachte am Patienten den Beweis, daß ein schmerzloses Ausbohren der Zähne nach der von ihm angege­benen Methode möglich sei. Der Vortragende gab dann theo­retisch Auskunft darüber, wie man auf Grund der Kenntnisse von dem Inhalt der Zahnbeinkanälchen die Wirkung der er­wärmten Kohlensäure und der ihr beigemischten Medikamente erklären könne.

Weihnachtstuten. Das Weihnachtstuten ist ein ur­alter Brauch, der in den Fischerdörfern Pichelsdorf und Tief­werder au der Havel bei Spandau geübt wird. Sechs der ältesten Schulknaben, die von den Mitschülern dazu ausge­wählt werden, blasen allabendlich zwischen 5 und 6V2 Uhr und lasten vor jedem Hause ihre eigenartige Musik aus ihren Hörnern erschallen. Am Weihnachts-Heiligabend selbst begeben sie sich dann in die Häuser und empfangen von den Be­wohnern Weihnachtsgaben. In früheren Jahren fand am dritten Festtage für die Erwachsenen noch das sogenannte „Sternbierfest" statt, dem der Umzug des „Königs vom Mohrenland" voranging, wobei der Stern voraufgetragen < wurde. Das Sternbier ist in den letzten Jahren nicht mehr gegeben worden. Da in den beiden Dörfern in neuerer Zeit nicht Nur die alten Fischerfamilien, sondern auch noch' viele andere Leute wohnen, so fehlt die Einigkeit, und die alte Sitte kommt allmählich in Verfall.

Berloofungen.

Stadt Schaerbeek 100 Fres. -Loose von 1897. Ziehung am 30. November 1901. Auszahlung am 1. Okto­ber 1902. Gezogene Serien: 165 1936 4411 8881. Haupt­preise : Serie 165 Nr. 8 zu 10 000 Frcs. Serie 165 Nr. 16 zu 1000 Fr. Serie 1936 Nr. 6, Serie 8881 Nr. 19 je 500 Frcs. Serie 165 Nr. 25, Serie 1936 Nr. 2, 10, Serie 4411 Nr. 12, 22, Serie 8881 Nr. 12, 17, 18, 23, 24 je 200 Frcs. Alle übrigen gezogenen Nummern je 100 Francs. (Ohne Gew.)