15. Juli. ________
Joh. Heier von Steinmassen verschüttet und blieb auf der Stelle todt.
<C Vom Mittclmaltt, 14. Juli. Das gange diesseitige Maingebiet steht mitten im Zeichen der Getreideernte. In manchen Gemarkungen "ist die Kornernte sogar bereits vollständig geborgen und die leeren Stoppelfelder werden zur Aufnahme der Weißrübensaat gestürzt. Die tropische Hitze begünstigt die Erntearbeiten ungemein, fordert freilich auch manchen Schweißtropfen, der aber gern mit in Kauf genommen wird. Noch selten konnte so frühzeitig mit dem Getreideschnitte begonnen werden, wie heuer. Diese Thatsache ist vorzugsweise der herrschenden Witterungsgunst zuzuschreiben, nach Ansicht Sachkundiger aber auch der immer mehr Platz greifenden Anwendung künstlicher Düngermittel zu verdanken. Die Kunstdünger fördern wesentlich die Entwicklung der Saaten und gleichen die verschiedenen Bodenarten annähernd aus. Während allerwärts die Kornernte sehr zufriedenstellend ausfällt, machte man heuer in einzelnen Gebirgsstrichen mit dem Anbau des russischen Korns betrübende Erfahrungen. Ganze Aecker dieser Kornsorte sind nämlich von „Brand" befallen und verursachen bedeutenden Schaden. Die Körner in den langen und vollen Aehren wachsen zu fast zolllangen violetten oder schwarzen Gebilden aus, die unter dem Namen „Mutterkorn" bekannt sind. Dieses „Mutterkorn" ist sehr gesundheitsgefährlich. Es wird durch einen Pilz erzeugt und tritt namentlich in besonders feuchten Jahren auf. Da aber das gegenwärtige Jahr wohl kaum als hervorragend „feucht" bezeichnet werden kann, so bleibt nur die Annahme übrig, das russische Korn sei für den verheerenden Pilz leicht empfänglich. Die übrigen Kornsorten haben Heuer unter keinerlei Krankheiten zu leiden.
Frankfurter Theater - Repertotr.
Schauspielhaus. Dienstag, den 16. Juli: „Jo- hannisfeuer". Gew. Preise. — Mittwoch, 17.: „Der Biberpelz". Gew. Preise. — Donnerstag, 18.: Vorstellung bei kleinen Preisen: „Macht der Finsterniß". — Freitag, 19.: Vorletzte Vorstellung vor den Ferien: „Nora". Gew. Preise. — Samstag 20.: Letzte Vorstellung vor den Ferien: „Claoigo". Gew. Preise.
Mainwasserwärme heute Vormittag 20 Grad.
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Hofgeismar, 12. Juli.
Unser Städtchen prangt heute im Festschmucke, Ehrenpforten, Guirlanden und Tannenbäume schmücken die Straßen der reichbeflaggten Stadt und bieten so den aus allen Kreisen unseres hessischen Heimathlandes eintreffenden Vertretern der Landwirthschaft ein freundliches Willkommen. Bereits am gestrigen Abend fand im Hotel „zum Hessischen Hof" eine Begrüßung und gesellige Vereinigung der fremden Gäste statt, welche zu der heute hier stattfindenden 9. Generalversammlung des Vereinsausschusses der Landwirthschaftskammer — die dieses Mal mit einer landwirthschaftlichen Ausstellung und der 'Bezirksthierschau verbunden ist — eingetroffen waren. Die heutigen Frühzüge brachten weitere Gäste, welche am Bahnhof von dem Festausschuß empfangen und nach dem Festplatze geleitet wurden. Um 10 Uhr wurde die Ausstellung für landwirth- schaftliche Maschinen und Geräthe durch den Vorsitzenden der Landwirthschaftskammer, Herrn Rittergutsbesitzer von Stock- Hausen-Abgunst, mit einer Ansprache eröffnet, in welcher Redner zunächst die als Vertreter der Regierung erschienenen Herren Regierungspräsident von Trott zu Solz und Landrath Ruß von Scheuernschloß herzlich willkommen hieß. Des Weiteren führte Redner aus, daß hier in Hofgeismar nach 20jähriger Pause wieder eine größere Vereinigung von Landwirtheu ta;e und daß diese Tagung nicht deswegen anberaumt sei, um Feste zu feiern, dazu seien die Zeiten für die Landwirthschaft zu ernst, sondern den Landwirthen sollte Gelegenheit geboten werden, Gebrauchsobjekte zu besichtigen und sich über landwirthschasckiche Fragen aufs Neue zu informiren, damit der hessische Bauer seine Leistungen vermehren könne. Redner versichert am Schluffe seiner Ausführungen, daß die deutschen Landwirthe in guten und bösen Tagen stets treu zu ihrem Kaiser ständen und bringt ein begeistert aufgenommenes Hoch auf Allerhöchstdenselben aus. Die anwesende Kapelle des 5. Rheinischen Dragoner-Regiments intonirte hierauf die Nationalhymne. Nachdem diese verklungen war, erklärte Herr v. Stockhausen die Ausstellung für eröffnet. Die Ausstellung bot eine große Anzahl Säe-, Mäh-, Dresch- und sonstige landwirthschaftliche Maschinen, Motore, Geschirre und andere Fuhrwerksbedarfsgegenstände, und war von hiesigen und auswärtigen Firmen beschickt. Die Besucher nahmen die Ausstellungsgegenstände mit großem Interesse in Augenschein.
Um 11 Uhr fand in der Reitbahn des hiesigen Dragoner- Regiments die 9. General - Versammlung des Vereinsausschusses der Landwirthschaftskammer statt. Es hatten sich hierzu außer den Delegirten fast sämmtliche landwirthschaftlichen Vereine im ehemaligen Kurhessen, sowie auch Vertreter der angegliederten Spezialvereine, wie z. B. des Fischerei-Vereins, des Gartenbau-Vereins, des Obstbau-Vereins und des Geflügelzuchtvereins eingesunden. Der Vorsitzende, Herr von Stockhausen, eröffnete die Versammlung mit einer einladenden Ansprache, in der er u. A. darauf hinwies, daß gelegentlich dieser Tagung der landwirthschaftliche Kreisverein für den Kreis Hofgeismar die Feier seines 50jährigen Bestehens begehe. Redner entrollt ein Bild über die bisherige Thätigkeit des Vereins, der in bewegter Zeit gegründet, immer das Verständniß für organisatorische Fragen im landwirthschaftlichen Berufe verbreitet und dadurch eine ersprießliche Thätigkeit entfaltet habe. Man dürfe aber nicht die Hände in den Schooß legen und namentlich auf dem Gebiete des Genossenschaftswesens gelte es vorwärts zu schreiten, denn dadurch würde am Besten dem kleinen Bauernstand geholfen. Nachdem Redner noch weitere geschäftliche Mittheilungen gemacht, erhält das Wort Herr Landwirthschasts-
Montag
lehrer Dr. Helmkampf-Weilburg über die „zweckmäßige Gestaltung des Taxwesens für ländliche Grundstücke". Redner führt aus, daß man sich in landwirthschaftlichen Kreisen schon la:-:ge mit der Frage beschäftigt habe, wie man Besten den wirklichen Werth des Grund und Bodens feststelle. Es gebe zwei Arten des Taxoerfahrens: Die Grundtaxe und die Er- lragstaxe. Redner erörtert beide Arten des Taxwesens nach der theoretischen und praktischen Seite hin und kommt zu dem Schluß, daß wegen der ungleichen Beschaffenheit des Bodens zur Zeit das Taxoerfahren nach dem Ertrag für die Land- wirthschaft vorzuziehen sei, jedoch stoße auch dieses Verfahren auf Schwierigkeiten. Ein Taxoersahren, welches allen Ansprüchen der Landwirthe genügt, sei noch nicht vorhanden. Es müsse dahin gestrebt werden, das ein solches Verfahren erfunden würde und die Lösung dieser Frage möge eine der ersten Aufgaben der Landwirthe sein. Lebhafter Beifall belohnte den Redner für seine Ausführungen.
Nach einer halbstündigen Pause erhielt Herr Dr. Schulz- Marburg das Wort zu einem Vortrag über: „Die Stickstoff- frage in der Landwirthschaft." Hierüber führte Redner aus, daß die Stickstofffrage für die Landwirthe akut würde, da die Salpeter-Lager in absehbarer Zeit erschöpft und der Salpeter, das wichtigste Düngemittel, immer theurer werde. Es empfehle sich daher, für die Landwirthe wieder zum ursprünglichen Düngemittel, dem Stallmist zurückzukehren. Redner bespricht nun den Düngewerth des Stallmistes und wie der Stickstoffgehalt desselben zu steigern ist. Zu diesem Zwecke sei eine Torsstreu der Strohstreu vorzuziehen und die entstehenden Bakterien durch Desinfektion zu unterdrücken. Von allergrößter Bedeutung sei die Konservirung des Mistes, sowie die Scheidung des trockenen und stüssigen Mistes (der Jauche). Andere ergiebigere Stickstoffquellen als wie der Stallmist seien leider für den Landwirth nicht vorhanden. An diesen Vortrag schloß sich eine lange ausgedehnte Debatte. Nach deren Beendigung ist die Tagesordnung erschöpft und der Vorsitzende schließt, da weitere Wünsche und Anträge nicht gestellt, gegen 3 Uhr nachmittags die Versammlung. Um halb 4 Uhr vereinigten sich die Delegirten und Gäste zu einem gemeinsamen Festmahl in der in der Nähe belegenen Turnhalle. Von G Uhr ab fand Konzert und gesellige Vereinigung auf bent Festplatz statt. Für Volksbelustigungen aller Art war reichlich gesorgt und auch das junge Volk konnte sich in genügender Weise dem Tanzvergnügen widmen. (C. A. Z.)
Kus aller Melt.
Nachklänge zur Leipziger Vankkatastrophe. Ueber die Spinnercimaschinenfabrik I. H. Bopp zu Werdau wurde der Konkurs verhängt. Der Direktor Moritz Henning wurde verhaftet. Der zweite Mrektor, Max Teichmann, ist flüchtig geworden. Die Verhaftung des Direktors Henning erfolgte unter der Anschuldigung der Wechselfälschung in Gemeinschaft mit dem Direktor Teichmann in Höhe von etwa 400 000 M. Die Entdeckung geschah infolge des Konkurses der Leipziger Bank. Die fallirte Firma verfügte über eine Million Aktienkapital und beschäftigt etwa 350 Arbeiter.
Der württembergische Durst. Aus Stuttgart wird geschrieben: Finanzrath Dr. Losch, Privatdozent der Nationalökonomie und Statistik an der Stuttgarter Technischen Hochschule, bespricht in einer soeben erschienenen Broschüre „Würt- tcmbergische Gegenwartsfragen und Zukunftssorgen". Losch hebt darin u. a. hervor, daß der Verbrauch an geistigen Getränken in Württemberg in den letzten 25 Jahren zusammen auf 4000 Millionen Mark zu veranschlagen ist. Er knüpft an diese Feststellung folgende Betrachtungen: „Setzen wir einmal den Fall, es hätte von den 4000 Millionen Mark, die wir als „Getränkebudget" der württembergischen Bevölkerung in den letzten 25 Jahren gesunden haben, 3000 Millionen Mark das normale, d. h. das berechtigte und naturgemäße „Trinkbudget" gebildet, 1000 Millionen aber das, was man als „Saufbudget" bezeichnen könnte, so wird kein Verständiger in Abrede ziehen: 1. daß man jene Milliarde auch anders hätte verwenden können, 2. daß sie unbedingt verloren ist, 3. daß sie noch eine Reihe von ganz erheblichen Nachtheilen im Gefolge gehabt hat, welche finanziell nicht genau zu beziffern sind, aber in Krankeirhaus-, Zuchthaus-, Irrenhaus-, Unfall-, Arzt-, Gerichts- und anderen Kosten aller Art in die Erscheinung theils getreten sind, theils noch treten. Mau hätte durch diesen Betrag die sämmtlichen Schulden des Staates und der Gemeinden Württembergs bis auf den letzten Pfennig tilgen können und wäre so der lästigen Zinsen ledig, die Jahr zu Jahr aufgebracht werden müssen." — Ein Nichtraucher fragte einst einen Freund, der eine gute Cigarre leidenschaftlich liebte, warum er denn so viel Geld für Tabak ausgebe, hätte er das nicht gethan, könnte er schon eine Villa sein eigen nennen. „Wo ist denn Deine Villa?" lautete die Entgegnung — und der Tabakfeind mußte schweigen. Die Lehre dieser kleinen Geschichte werden wohl auch die Württemberger beherzigen.
Ein ehemaliger deutscher Offizier, der Bruder des Herrn v. Rottenburg, des früheren Unterstaatssekretärs und jetzigen Kurators der Universität Bonn, befindet sich bei der jetzt in Berlin anwesenden marokkanischen Gesandtschaft. Nottenburg ist Chef des marokkanischen Ingenieur- wesens. Als solcher hat er u. a. die Befestigungen von Rabat angelegt. Als Jngenieuroffizier hatte Rottenburg 1870 den Krieg gegen Frankreich mitgemacht. Im Jahre 1883 machte ein Unglücksfall ihn dienstunfähig und er trat aus der Armee. Wiederhergestellt, wurde Nottenburg dem Sultan Muley Hassan empfohlen, der damals die Küsten seines Reiches durch Fortifikationen europäischer Art zu schützen wünschte. Nottenburg nahm die ihm angebotene Stellung an und so befindet er sich bereits seit 14 Jahren im Dienste Seiner Scheriffianischen Majestät Muley Hassan. Nottenburg, der mit einer deutschen Dame vermählt ist, lebt mit seiner Familie in Tanger. , . ,
Hexenwahn. In Kovil, Torontaler Komitat, gerielh eine 60jährige Frau namens Marre Luries, die im Ruf stand, eine Hexe zu sein, mit dem Landwirth Gyoko Josits in Streit, weil dieser der Luries für Behandlung seiner Frau, die an
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Ohrensausen litt, nur etwas Treberbranntwein, ein Stück Speck und einen halben Laib Brod gab, die Forderung von 20 Hkller baar jedoch ablehnte. Am nächsten Tag fand Josits seine Kuh todt im Stall. Nach allgemeiner Ansicht konnte nur die Hexe Luries daran Schuld sein. Der Landwirth Milan Gavanski machte ihr darüber Vorwürfe — am anderen Tage war auch seine Kuh todt. In der d-.rauf folgenden Nacht schlichen Josits und^Gaoanski vor das Hexenhaus, machten auf Schwellen und Thüren Kreuze, vernagelten die Thüren und zündeten das Dach über der tauben und gebrechlichen Hexe an, so daß diese verbrannte. Ganz Kovil ist erfreut, der Hexe den Garaus gemacht zu haben. Die Hexenverbrenner wurden jedoch verhaftet.
Gefährliche Ozeaubummler. Im Atlantischen Ozean sind jüngst zwei Heulbojen beobachtet worden, die sich von ihrer Verankerung losgerissen haben und nun, ein Spielball der Meeresströmungen, ziellos herumtreiben. Bei der einen ist die Heulvorrichtung zerstört, die andere zieht noch heulend durch die Fluth. Wenn solche Bojen des Nachts oder bei undurchsichtigem Wetter in die Nähe der Küste kommen, können sie durch Irreführung der Schiffer leicht großes Unglück herbeiführen.
Dicht vor dem Glück. Vom Hitzschlag getroffen wurde gestern ein armes Mädchen, das einen ihm plötzlich zu- gefallcnen Reichthum abzuheben im Begriff stand. Die 25- jährige Fabrikarbeiterin Antonie Strauch aus der Neinicken- dorferstraße in Berlin ist die Tochter eines Oberlehrers, der sechs Monate nach ihrer Geburt starb. Ihre Mutter verlor sie als achtjähriges Mädchen. Sie stand allein in der Welt und verdiente sich ihr Brod durch ihrer Hände Arbeit. Cie ist mit einem Arbeiter verlobt und steht vor der Heirath. Da stirbt ein Onkel der armen Weise, der sich niemals um sie bekümmert hatte. Er hinterließ zwar keine Familie, aber 200 000 Mark, der nun der Nichte zufallen und gestern auf dem Gericht in der Neuen Friedrichstraße abgehoben werden sollten. In Begleitung ihres Bräutigams wollte sie sich um 11V2 Uhr auf einer Bank am Alcxanderplatz ausruhen, als sie infolge eines Hitzschlaoes bewußtlos umsank. Der Bräutigam brachte sie in einer Droschke nach der Unfallstation X, von wo sie dem Krankenhaus im Friedrichshain zugeführt wurde.
Glücklich erwischt. Bei der Abfahrt von Brüssel nach Ostende vermißte ein deutscher Reisender seine Brieftasche mit 40 000 Francs. Er erinnerte sich, daß sich kurz vorher am Bahnhof zwei Männer an ihn herangedrängt hatten und theilte dies dem Zugführer mit. Auch diesem waren die Beiden ausgefallen ; darauf hatte er sie in ein Abiheil des Zuges ein- steigen sehen. Vor Ostende wurde das Abtheil abgeschlossen und bei der Ankunft verhaftete die Polizei die Diebe, bei denen die Summe gefundeu wurde. Einer von ihnen ist geständig.
Hanauer Uereinsnachrichten
für Montag den 15. Juli.
Sommertheater auf Beck's Felsenkeller: Abends 8 Ubr: Vorstellung.
Eoang. Männer- und Jänglingsverein: Gesang (Eo. VereinshauS.) Radfahrerverein „Union': Vereinsabend im „Schützenhof'.
Turn- u. Fechtklub: Turnen der Damenabtheilung.
Deutschnationaler Handlungsgehilfen - Verband: Vereinsabend in der „Schwedischen Krone'.
Gesangvnein „Tonblüthe": Vereinsabend in der „Stadt Bremen". Stenographen-Verein Stolze-Schrey: Vereinsabend in der „Sonne'. Gabelsbcrgcr Stenozraphen-Vcrein im Gasthaus zu den Rindern": UebungZabend für Debattenschrift.
Verein der Briefmarkensammler: Zusammenkunft im Vereinslokale „Restaurant Mohr".
Klub „Amicitia": Vereinsabend im „Deutschen Haus".
Verein „Hessischer Bund": Versammlung im Vereinslokal „zum Hessischen Hof".
Freiwillige Feuerwehr: 4. Komp. Zusammenkunft im „Schützenhof";
5. Komp. Zusammenkunft in der „Allemania".
Dersteègermlgs- etc. Kalender für Dienstag den 16. Juli.
Nachmittags von 2 Uhr ab wird im Restaurant .Centralhalle", Rosenstraße 14, die angefangene Mobiliar- und Restanrations-Jnventar- Versteigerung durch den beeid. Taxator und Auktionator Herrn Fr. Kämpfer fortgesetzt.
Bandel, Gewerbe und Verkehr.
Marktbericht.
Hanau, 13. Juli. (Hebens mittelpreise.) Hülsenfrüchte : Bohnen 40 Pfg., Erbsen 40—50 Pfg., Linsen 30 bis 40 Pfg. das Doppelliter ; Geflügel: Tauben das Pärchen 60—70 Pfg.; ein alter Hahn 60—80 Mk.; ein junger Hahn 1—1,20 Mk.; ein Huhn 80 Pfg. bis 1 Mk.; eine Ente 1,20-1,50 Mk.; eine Gans 2,50-3 Mk.; Fische: gewöhnliche Sorte 35-40 Pfg., Aal 1-1,20 Mk., Bresem 60 Pfg., Barben 60 Pfg., Barsch 60 Pfg., Karpfen 60 Pfg. — Vs kg; Gemüse: Blumenkohl das Stück 40—50 Pfg., Kopfsalat das Stück 3-5 Pfg., Endivien das Stück 8-10 Pfg., Rettig das Stück 5—10 Pfg., Ober-Kohlrabi das Stück 3 bis 5 Pfg., Wirsing das Stück 15-25 Pfg., Weißkraut das Stück 20-40 Pfg., Nothkraut das Stück 45-50 Pfg., Gurken das Stück 20—25 Pfg., Gurken zum Einmachen das Hundert 4-5 Mk., gelbe Rüben das Bund 6-7 Pfg., Neue Erbsen die Portion 20 Pfg., Neue Bohnen die Portion 20 Pfg., Kartoffeln das Doppelliter 15—20 Pfg.; Obst: Kirschen 10-12 Pfg., Stachelbeeren 15-20 Pfg., Johannistrauben 15—20 Pfg. das 1« km, Erdbeeren 20—25 Pfg., Himbeeren 8—10 Pfg. das Vs Liter; Birnen das Pfund 20 bis 25 Pfg.; Pfirsiche das Stück 15-20 Pfg.; Citronen das Stück 6—10 Pfg., Paradiesäpfel das Pfund 35—40 Pfg.; Verschiedenes: Butter das Pstmd 90 Pfg. bis 1,10 Mk., Käse 2 Stück 9 Pfg., Eier das Stück 5 Pfg., Zwiebeln das Doppclliter 18—20 Pfg., Radieschen das Bündel 3 Pfg., Weizenmehl 1. Sorte 20 Pfg., 2. Sorte 18 Pfg., 3. Sorte 16 Pfg., 4. Sorte 14 Pfg. — Vs kg.
SchWsbertchè.
Der Hamburger Dampfer „Patricia" ist am 12. Juli wohlbehalten in New-Aork eingetroffen.