Einzelbild herunterladen
 
  

5. Juli._______________

statt. Das all jährige Bundesfest derNidderthaler" dürfte sicherlich noch in gutem Gedächtniß bei den Freunden eines gesunden Gesanges von Landgesangvereinen stehen und wollen Air deshalb nicht verfehlen, auf das für Alt sowohl als auch für Jung reiche Unterhaltung bietende Fest aufmerksam zu machen. Das sehr abwechselungsreiche Programm enthält y. a. : Festzug der Bundesvereine durch die Ortsstraßen ; Absingen des Bundesliedes durch die anwesenden Vereine unter der Leitung des Bundesdirigenten, Herrn Lehrer Scharmann -Kaichen; Festrede des Bundespräsidenten .Herrn Grafen O r i o l a ; Einzelgesänge der verschiedenen Gesangvereine; Volksbelustigung und Tanz.

Hue aller Weit.

Der Mordprozetz v. Krosigk hat eine bemerkens- werthe Personalveränderung gezeitigt, der Dragoner Skopek, welcher bekanntlich in dem Prozesse als Hauptbelastungszeuge auftrat, jedoch nicht vereidigt wurde, ist jetzt in das in Allen­stein garnisonirende Dragoner - Regiment Nr. 10 versetzt worden.

Die Folgen der letzten Bankkatastrophen mehren sich. Wie dieLUpz. N. N." melden, machte der Geheime Kirchenrath Superintendent Pank den Zusammenbruch der Leipziger Bank zum Gegenstand einer Predigt. Bei dieser Gelegenheit theilte er auch mit, daß der Leipziger Hauptverein der Gustav Adolf Stiftung durch die Katastrophe zeitweilig sein ganzes Baarvermögen verloren hat, und daß auch das Leipziger Diakonissenhaus schwer in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Außerdem meldet noch ein Telegramm aus Gotha, daß der Superintendent Müller Gräfentonna wegen erlittener Verluste bei der Leipziger Bank irrsinnig geworden ist und in ein Irrenhaus gebracht werden mußte.

Von einem Bären zerfleischt. Bei Gelegenheit eines ländlichen Festes, das im Flecken Bögles in der Nähe von Bordeaux jüngst stattfand, hatte der Besitzer einer Wander­menagerie seine beiden Knaben im Alter von zwei und drei Jahren unbeaufsichtigt vor den Käfigen der wilden Bestien zurückgelassen. Unglücklicherweise muß sich das jüngere der Kinder dem Behälter eines grauen Bären zu sehr genähert haben, denn plötzlich streckte dieser seine gewaltige Tatze durch zwei Gitterstäbe nach dem Knaben aus, zog ihn zu sich heran und zerfleischte ihm derartig Kopf und Schulter, daß der Kleine bald darauf seinen Verletzungen erlag.

Selbstmord. Der Begründer der egyptischen Tabaks­und Zigarettenfabrik, Leopold Engelhard in Kairo, erschoß sich aus unbekannten Gründen in seinem Comptoir in Bremen.

Eine furchtbare Katastrophe hat sich in Cadix er­eignet. Dort machte seit einem Monat die spanische Marine Versuche mit Torpedos, die alle erfolgreich verliefen. Ver­schiedene Torpedos enthielten 250 kg Schießbaumwolle. Bei den Schießversuchèn im Hafen spürte man zwar eine große Erschütterung in der Stadt, Schaden wurde jedoch nicht ange­richtet. Mittwoch waren, wie einem Berliner Blatt berichtet wird, verschiedene Torpedos losgesckossen worden unter Ober­leitung des Admirals Cervera. Als der letzte Torpedo, 20 kg Sprengpulver enthaltend, versagte, wurde er ins Laboratorium geschafft. Dort platzte er in dem Augenblicke, wo ihn Leutnant Padillo untersuchen wollte. Die Explosion war von furcht­barer Wirkung. Zwei Personen blieben auf der Stelle todt, 17 wurden verwundet, viele sind furchtbar verstümmelt. Auch Padillo liegt hoffnungslos darnieder. Die Hände sind ihm wie abgehackt. Der Leiter des französischen Geschwaders im Hafen drückte der spanischen Marineverwaltung sein Beileid aus.

Ein Dorado für Spieler in Amerika. Auf der Grenze von Indiana und Illinois ist ein eigenartiges Spielhaus errichtet worden, das von Chicago wie von anderen Städten mit der Bahn bequem zu erreichen ist. Die Antispielgesetze wurden nämlich in Indiana mit solcher Strenge durchgeführt, daß es unmöglich war, selbst bei Pferderennen zu wetten. Darum ist mit diesem Spielhaus einemtiefempfun­denen Bedürfniß" abgeholfen. Es ist von einem breiten, tiefen Graben umgeben, in dem bissige Hunde gehalten werden, die jeden Fremden anhalten. Zugelassen werden nur solche Personen, die den Angestellten als zuverlässige bekannt sind oder sich mit Empfehlungen als solche ausweisen können. Sie betreten das Haus, nachdem eine Zugbrücke über den Graben gelassen worden ist. Kommen Polizisten oder Reporter, so steht ihnen kein anderer Eintritt als der durch den Hunde­graben frei ... So kann kein Staatsanwalt Beweise er­langen, daß dort gespielt wird.

Ein glückliches Dorf in Griechenland. In der Nähe von Megaloupolis liegt ein Dorf von 300 Personen bewohnt, die ein wahrhaft glückliches Leben führen. Ihnen sind Verbrechen, Ungerechtigkeit, Diebstahl und Gerichtshöfe unbekannte Dinge. Das Eigenthum des Nächsten ist ihnen heilig, als sei es ihr eigenes. Niemand in dem friedlichen Dorfe denkt daran, sein Haus abzuschließen, und das Vieh nndet allenthalben freie Weide. Kommt einmal wegen eines Grundstücks ein Streitfall vor, so erwählen beide Theile ein aus Greisen bestehendes Schiedsgericht, dessen Urtheilsspruch unbedingt befolgt wird. Bei Anleihen genügt das Wort, Schuldscheine sind unbekannt. Nur über mangelnde Verbindung mit größeren Ortschaften haben die Bewohner dieses glücklichen Dorfes, ^>em sich wohl auch in Griechenland kaum ein zweites an die Seite stellen lassen dürfte, zu klagen. Leider verräth der Korrespondent den Namen diesesglücklichen Dorfes" nicht, in das man zum mindesten in die Sommerfrische eilen möchte.

Der Gründer der Goldstadt Dawson City, Joe Ladue, ist im Alter von 66 Jahren in New-York ge­storben. In Plattsburg an der Grenze gegen Quebec geboren, wurde er von seinen Eltern zum Goldsucher bestimmt. Er durchquerte Colorado und Dacota, ohne allerdings auch nur ein Körnchen Gold zu finden. Mühsam nur erwarb er seinen Lebensunterhalt durch die Anfertigung von allerlei Schnurr­pfeifereien aus Holz und Stein, die er an die Eingeborenen verkaufte. Endlich lachte ihm das Glück; an den Ufern des Klondike fand er eine große Menge Goldes und schließlich

_____________ Freitag__________________ reifte in ihm der Plan, die jetzige Goldstadt Dawson City an dem Zusammenflüsse von Yukon und Klondike zu erbauen. Die Stadt wuchs riesenschnell und Joe Ladue konnte sich bald als schwerreicher Mannvom Geschäfte zurückziehen". Be­merkenswerth für seine Bescheidenheit ist der Umstand, daß er die junge Stadt nicht mit seinem Namen belegte, sondern ihr den Namen jenes Ingenieurs gab, welcher im Jahre 1867 in dem jetzigen Goldgebiete die Vermessungen vorgenommen hatte

Ueber die skandalöse Eheschließung zwischen zwei Mädchen, die, wie bereits gemeldet wurde, in Spanien das größte Aufsehen erregte, liegen jetzt ausführliche Meldungen vor. Aus Madrid wird nämlich unter dem 28. Juni ge­schrieben ; Unter der Bevölkerung von La Corunna herrscht gegenwärtig große Aufregung über ein Ereigniß, das einem phantastischen Romane zu entstammen scheint; handelt es sich doch um die bürgerliche und kirchliche Ehe zwischen zwei Frauen, die erst vor wenigen Tagen vollzogen wurde und plötzlich, man weiß nicht wie, ans Tageslicht gekommen ist. Die Ge­schichte des Verhältnisses der beiden Frauen ist folgende: An­fangs der achtziger Jahre des verflossenen Jahrhunderts be­suchten die beiden jungen Mädchen Marcela Gracia Jbaas und Elisa Sanchez Loriga das Lehrerinnenseminar in La Corunna Zwischen beiden Mädchen entspann sich eine innige Freundschaft, die wegen ihres eigenartigen Charakters den Eltern der jungen Marcela ein Gräuel war. Alle Warnungen, die an Marcela gerichtet wurden, waren vergeblich; sie wollte den Verkehr mit der gefährlichen Freundin nicht abbrechen. Selbst ein ausdrückliches Verbot blieb fruchtlos. Marcela ließ sich vollständig von Elisa beherrschen und vernachlässigte ihre Eltern. Um dem Treiben seiner Tochter ein Ende zu machen, ließ sich der Vater ein Hauptmann nach Madrid ver­setzen. Nach Jahren trafen die beiden Mädchen Marcelas Vater war gestorben wieder in Corunna zusammen, um sich nicht wieder zu trennen. Elisa Sanchez gab ihre Lehre­rinnenstelle auf und zog zu ihrer Freundin Marcela, die in der Nähe von La Corunna als Lehrerin angestellt war. Vor einigen Monaten kam Elisa auf den tollen "Gedanken, mit ihrer Freundin eine Ehe in aller Form einzugehen. Sie stellte sich in Männerkleidern bei einem Geistlichen in La Corunna vor und bat ihn, sie zu taufen; dies sei nämlich früher aus Rücksicht auf die religiösen Anschauungen des Vaters unterlassen worden; sie sei in London erzogen worden; aber sie wünsche dem katholischen Glauben Treue zu schwören, um sich mit der Marcela Gracia, die dem Geistlichen sehr gut be­kannt war, zu verheirathen. Das Benehmen des angeblichen Mannes war ein derartiges, daß der Geistliche nichts Böses ahnte und nach einer sehr erfolgreichen Unterweisung in der katholischen Lehre am 26. Mai den 38jährigen Mann auf den Namen Mario Jose Sachez taufte. Mittlerweile hatte der falsche Mario Sanchez die Eheschließung mit Marcela Gracia vorbereitet. Da alle Dokumente in bester Ordnung und das Aufgebot in formeller Weise erledigt war, stand der Ehe nichts mehr im Wege. Am 8. Juni fand die Ehe­schließung in aller Form statt; ein Verwandter desBräu tigams" war einer der Trauzeugen. In diesen Tagen nun lies bei dem Geistlichen, der den angeblichen Mario getauft und getraut hatte, eine regelrechte Anzeige ein, nach der er und alle an den religiösen Handlungen betheiligten Personen das Opfer eines frechen Betruges geworden waren. Der Geistliche übergab die Anzeige dem Staatsanwalt, der jetzt das Weitere veranlaßte. Das junge Ehepaar wurde verhaftet. Das Ergebniß der Untersuchung war derart, daß das Ehepaar ins Untersuchungsgefängniß geschickt wurde. Eigenartig ist es, daß der Verwandte des falschen Mario sich von dieser Person hatte täuschen lassen, obwohl er sie bisher stets als Frau ge­kannt hatte. Er entschuldigt sich jetzt damit, daß seine Ver­wandte ihm eine hochromantische Geschichte erzählt habe, wo­durch allerdings das Andenken ihres verstorbenen Baiers ent­ehrt wurde. Die Mutter wußte von dem Treiben ihrer Tochter nichts; sie wohnt in Santiago und erfreut sich dort allgemeiner Achtung.

Derloofungen.

Kommunal- Anlehen der Stadt Wien vom Jahre 1874. Ziehung am 1. Juli. Auszahlung am 1. Oktober 1901. Gezogene Serien: Nr. 338 361 954 1064 1095 1194 1220 1526 1646 1762 1870 1872 2205 2210 2215 2233 2316 2436 2438 2671 2755 2809. Haupt­preise : Serie 338 Nr. 61 zu 400 000 Kronen. Serie 2436 Nr. 75 zu 40 000 Kronen. Serie 1762 Nr. 59 zu 10 000 Serie 338 Nr. 2, Serie 1095 Nr. 14, Serie 2215 Nr. 78, Serie 2436 Nr. 23, Serie 2809 Nr. 9 je 2000 Kr. Serie 338 Nr. 88, Serie 1095 Nr. 71, Serie 1526 Nr. 68, Serie 1762 Nr. 34, Serie 2210 Nr. 69, Serie 2233 Nr. 32, werte 2436 Nr. 2, Serie 2438 Nr. 56, werte 2671 Nr. 63, Serie 2755 Nr. 3, 36, 61 je 500 Kronen. Alle übrigen in den gezogenen Serien enthaltenen Nummern je 300 Kronen.

Oesterr. Rothe Kreuz-Loose vom Jahre 1882. Ziehung am 1. Juli. Auszahlung am 4. Juli 1901. Haupt- pre se: Serie 8611 Nr. 31 zu 40 000 Kronen. Serie 6183 Nr. 5 zu 2000 Kronen. Serie 4142 Nr. 29, Serie 10362 Nr. 5 je 1000 Kr. Serie 683 Nr. 16, Serie 1802 Nr. 5, Serie 2712 Nr. 12, Serie 3642 Nr. 34, Serie 3856 Nr. 45, Serie 4544 Nr. 27, Serie 4934 Nr. 1, Serie 5305 Nr. 19, Serie 5926 Nr. 46, Serie 6015 Nr. 13, Serie 6909 Nr. 1, Serie 7363 Nr. 29, Serie 7612 Nr. 8, Serie 10434 Nr. 28, Serie 10983 Nr. 13 je 200 Kronen. Serie

314 Nr. 99, Serie 397 Nr. 14, Serie 531 Nr. 31, Serie 612 Nr. 10, Serie 1011 Nr. 5, Serie 1302 Nr. 33, Serie 2780 Nr. 44, Serie 5721 Nr. 40, Serie 5798 Nr. 4, Serie 6101 Nr. 10, Serie 6426 Nr. 41, Serie 7377 Nr. 15, Serie 8291 Nr. 11, Serie 9026 Nr. 19, werte 9442 Nr. 8, Serie 10597 Nr. 26, Serie 10856 Nr. 19, Serie 1161 Nr. 45, Serie 11075 Nr. 31, Serie 11949 Nr. 5 je 100 Kronen. Amortisations - Ziehung. Nr. 29 80 92 168 710 1037 1115 1145 1749 1799 2117 2408 2559 2773 2997 3007 3302 3501 3538 3807 3874 4044 4070

Seite 7

4151 4244 4358 4414 4457 4956 5056 5211 5379 5714 5800 6026 6079 6122 6188 6551 6975 7068 7118 7470 7765 8003 8164 8737 8842 9090 9111 9392 9508 9529

9658 9943 10068 10119 10298 10400 10677 11059 11148 11254 11631 11662. Die in diesen Serien ent­haltenen 3250 Loose werden mit dem Betrage von 28 Kronen eingelöst. (Ohne Gew.)

Hanauer Vereinsnachrichten für Freitag den 5. Juli.

Hoang. Männer- und Jünglingsverein: UnterhaltungSabend (Evan-. VereinshauS!.

MerkeS'scher Stenographen-Verein: Fortbildungskursus im Restaurant »zur Sonne".

Klub derHarmlosen": Gemüthliche Zusammenkunft imFrankfurter Bau".

St. Joseph Bauverein: Monatsversrmmlung im G lfthausmr golde­nen Gerste."

Turn- u Fechtklub: Turnen.

BicycleklubHannovia"; Klubabend in dergoldenen Gerste".

Männerabthellung der Turngemeinde - Turnen.

Verein für Homöopathie und Naturheilkunde: Vereinsabend in der goldenen Gerste".

Radfahrerverein Hanauer Radsport 1895: Vereinsabend imRestaurant zum Karpfen", Rosenstraße

Athletenklub Germania : Riegenstemmen und Ringen der 1., 2. und 3 Klasse (Restauration Wagenbach, Paradeplatz).

GesellschaftScharfes Eck": MonatSversummlung.

Uersteigerungs- etc. Kalender

für Samstag den f. Juli.

Angebote auf Uebernahme der Arbeiten für die Neuveckung von Dachflächen auf dem Förster bau de«- Stadtschlosses dahier, sind bis vormittags 11 Uhr im Sladtbauamt, Lmgstcaße 41, Zimmer Nr. 3, abzugeben (s. Nr. 150Han Avz.').

Standesamt der Stadt Hanau.

Derzeichnitz

der in der Zeit vom 27. Juni bis 4. Juli vorgekommenen

Aufgebote.

27. Juni. Wilhelm Dietrich, Kaufmann von hier mit Ida Anna Katharina Schleich von hier. 29. Bernhard Wertheim, Versicherungsinspektor dahier mit Paula Weil in Okriftel. 1. Juli. Heinrich Wagner, Maurer von hur mit Elisabeth Rech von Oberrodenbach. 2. David Jakob Himmler, Kaufmann dahier mit Maria Katharina Sophie Müller in Fischborn. 2. Philipp Friedrich Opfer­mann, Schlosser dahier mit Elisabeth Eleonore Stock in Birsiein. 4. Peter Hufnagel, Juwelier dahier mit Theo­dora Eifeler dahier.

Eheschließungen.

29. Juni. Heinrich G l a u m, Pulverfabrikarbeiter in Großauheim mit Bertha Walk zu Pulverfabrik. 29. Hein­rich Büh l, Formenschreiner von hier mit Elise Z i n k k a n n von hier. 29. Karl Grob, Juwelier von hier mit Marga­rethe Starck von Kesselstadt. 29. Ludwig L ö f f e r t. Silberarbeiter von hier mit Gertrude Schwenzer von hier, 29. Philipp Krauß, Diamantschleifer dahier mit Karoline Albrecht dahier. 1. Juli. Karl Metterich, Fabrik­arbeiter von hier mit Johanna G e s ch w i n d n e r von hier.

Geburten?

23. Juni. Ungen. S. des Taglöhners Adam Georg Bröll. 23. Auguste, T. des Kutschers Konrad Schüßler. 24. Heinrich Friedrich Wilhelm, S. des Kaufmanns Friedrich Welsch. 26. Friedrich Emil, S. des Fabrikarbeiters Emil Preißler. 26. Margarethe Mathilde Louise, T. des Fabrik­arbeiters August Hartwig. 26. Anna Katharina, T. des Lokomotivheizers Heinrich Otto Becker. 26. Anna Louise Gertrud, T. des Schutzmanns Richard Böhler. 27. Franz Otto, S. des Schreiners Friedrich Oberding. 29. Paula Margarethe, T. des Kaffeebrenners Franz Braun. 30. Jo­hann Karl Eduard, S. des Silberarbeiters Johann Karl Diederich. 30. Wilhelm Nikolaus, S. des Edelsteinschleifers Wilhelm Ebell. 1. Juli. Elsa Margarethe, T. des Taglöhners Emil Schwane. 2. Johannette, T. des Fahrburschen Wilhelm Zeier.

Todesfälle.

28. Juni. Charlotte Wilhelmine Lotz, geb. Seibel, Ehefrau des Ciseleurs Otto Lotz dahier, alt 63 I. 28. Johann, S. des Schreiners Johann Philipp Wolf, alt~3 M. 30. Erna Maria, T. des Taglöhners Friedrich Schneider dahier, alt 10 M. 30. Johann Philipp, w. des Meßgehilfen Karl Lotz dahier, alt 4 M. 30. Sophie, T. des Bahnarbeiters Georg Fieres in Hochstadt. L Juli. Johann Peter, S. des Oeko- nomen Johann Peter weitz dahier, alt 3 J. 3. Minna, T. des Taglöhners Adam Röder dahier, alt 1 J. 3. Wittwe Margarethe Schmidt, geb. Schlißer, dahier, alt 69 I.

10954

Griechische Weine.

Ch. J. Lossow,

Hainichen. DasWer im November v. I. eröffnete Technikum für Maschinen- und Elektrotechnik wird in diesem Semester von 154 Schülern besucht. Im verflossenen Semester betrug die Schülerzahl 88, so daß eine Jahresfrequenz von 242 Technikern im ersten Schuljahre zu verzeichnen ist; ein Zeichen, daß die junge Anstalt bereits einen guten Ruf erlangt hat, welches wohl der energischen, strebsamen und tüchtigen Leitung und den vortrefflichen Lehrkräflen zu verdanken ist. Außerdem verfügt die Anstalt über sehr reichhaltige Lehrmittelsamm­lungen an Modellen, Apparaten u. s. w. Das elektrotechnische und das maschinentechnische Laboratorium sind sehr reichhaltig ausgestattet mit vorzüglichen Apparaten und diese werden von Semester zu Semester durch Neuanschaffungen vermehrt. An der Anstalt unter­richten jetzt 12 Lehrer, ein Beiveis dafür, daß alle lehrplanmäßigen Unterrichtsstunden ordnungsmäßig und gut besetzt sind, sodaß jeder junge Mann sein Ziel voll und ganz erreichen kann. Ausführliche Programme, sowie jede weitere Auskunft erhält man kostenfreiZjdurch die Direktion.