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* Frequenz Der städtischen Badeanstalt im Monat Juni 1901.

Verabreicht mürben:

92 227 824

34

21

Bäder Kl. I.

Kl. II.

Kl. III.

Douchebäder.

Römisch-Irische Bäder.

Sa. 1198 Bäder.

Die größte Zahl der abgegebenen Bäder betrug 104 am 1. Juni.

Die kleinste Zahl der abgegebenen Bäder betrug 10 am 18. Juni.

* Viehmarkt. Morgen früh findet dahier Zucht- und Fettvieh-Markt statt.

* Sommerfest. Das diesjährige Sommerfest der Turn­gemeinde findet Sonntag den 21. Juli am Forsthause statt und werden alle Vorbereitungen getroffen, um dasselbe in schönster WeUe zu gestalten.

G Während eines starken Gewitters, welches gestern Morgen über unsere Gegend zog, schlug der Blitz in das neben der Kirche unserer Nachbargemeinde Z e I l - hausen stehende Schulhaus, in welchem zwei Schulklassen versammelt waren. Der elektrische Strahl wurde durch den auf dem Schulgebäude befindlichen Blitzableiter abgelenkt; der vielen Kinder aber bemächtigte sich ein bedeutender Schrecken. Vom Luftdrücke wurde einem Knaben die Platte seiner Schullafel eingedrückt. Der Schutz der Blitzableiter trat bei diesem Einschläge recht drastisch in die Erscheinung.

* Verbansstag der Raiffeisenschen Genossen­schaften in Marburg. Für den am 17. und 18. Juli d. J. stattfind nd n Vebandsiag ist folgendes Programm vorgesehen: I. Voivnsm mlung am 17. Juli, nachmittags 5 Uhr im Museum:

1. Eröffnn - g durch den Verbandsdirektor Rexervdt; 2. Art und Dauer des von den Darlehnskassen zu gewährenden Kre^- dits. Rcserenl Herr Pfarrer Hillenbrand in Hattenhof; 3". Regeln für den gemeinsamen Bezug mit besonderer Berücksich­tigung der Lagerhäuser. Referenten Herr Saforer Glintzer m Wasenberg und Lagerhausverwalter Fröhlich in Gensungen ;

4. Fördering des gemeinsamen Verkaufs. Referent Herr Pfarrer W ssemann in Spielberg; 5. Bâuerlicke Buchführung. Referent Herr Oberamtmann Gerland in Cassel ; 6$ Verkehr mit der Filiale. Referent Herr F. Lucke in Cassel; 7,. Warum besucht der hessische Landmann feine Derbandslage? Referent Herr Mühlenbesitzer Wiegand in Caßdorf; 8. Unsere Rechner- kurse. Referent Herr Pfarrer Endemann in Niederurff; 9t Gründstücksoerkehr in der Darlehnskasse. Referent Herr D)- mânenpächter Selhausen in Burghasungen ; 110. Die Raiffrisen- vereine und die ländliche Wohlfahrtspflege. Referem Herr Pfarrer Maurer in Dillich; 11. Die Ausgestaltung unserer Unteroerbanbetage. Referent Herr Pfarrer Bachmann in Ge­sundbrunnen; 12. Die Konsumbuchfühvung. Referent Herr In­spektor Mah ke in Cassel ; 13. Was bringt und erhält uns den Erfolg. R-ferent Verbandsfekrelär Pfarrer Wrvensckem in Cassel. II. Hauptversammlung am 18. Juli, vormittags 8 Uhr: Besichtigung der Stadt Marburg. Versammlungsort an der Elisabethenkwche. Vormittags 10 Uhr im Museum: 1. Begrüßungsansprache des Berbandsdirektor R xerodt; 2. An­sprachen der Ehrengäste; 3. Jahresbericht, erstehet vom Ver­bandsdirektor Rexerodt ; 4. RaiffefienUben und -Kämpfen in der Rhön. Vortrag von Herrn Pfarrer Sippell in Tann; 5. Rechnungsabl g: über die Velbrnsskasse, erstattet durch Herrn Amtsgericht- Sekretär Psieging in Treysa; &Hessischer Raiff­eisendank." R ferent Verbandsdirektor R xerodr; 7. Brrichte der Herren U-rterverbandsdirektoren. Referenten a) Pfarrer Bode-Marjotz für Hanau, b) Pfarrer Sck m lz-Bm ghaun für Fulda, c) die Pfarrer Wagner-Vera und Bachmann-Gesund- drunnen für Ciederhessen, d) Pfarrer Glintzer für Oberhessen, 6) Pfarrer Tewaag für Schaumburg, f) Pfarrer Weinreich für Kreis Heil^genstadt; 8. Anträge und Wünsche; 9. Fest­setzung des netten Veibandskags.

* Schtvinoler. In einem Hause am Nürnbergerthor logirte sich vor einigen Tagen ein junger Mann ein, der es , scheinbar darauf abgesehen hatte, hiesige Geschäftsleute zu be­schwindeln. In einem Schuhgeschäftkaufte" er einige Paar Schuhe, nahm ein Paar an sich und gab den Auftrag, die anderen Schuhe unter Nachnahme an seine Adresse in Hammel-

bürg zu senden. Auch in anderen Geschäften manövrirte er auf ähnliche Weise. Gestern Abend gegen 11 Uhr verschwand er aus seiner Wohnung, wurde aber bald in der Neuen An­lage von einem Kriminal Polizeibeamten ergriffen und ver­haftet. Er trug einen Revolver bei sich. Wie sich ergab, heißt er Kienle' und ist aus Nürnberg. Er gibt an, Renn­fahrer zu n.

St. Bäderfrequenz. Baden - Baden 26,797, Ems 9367, Homburg 3836, Kreuznach 3471, Nauheim 9324, Schwalbach 17 50, Soden i. T. 1429, Helgoland 2499.

* * *

* Kesselstadt, 2. Juli. (Volksfest.) Wie aus dem Inseratenteile ersichtlich ist, wird das infolge ungünstiger Witterung gestern nicht abgehaliene Volksfest des Radfahrer- klubsAdler" nunmehr am Mittwoch Abend vor sich gehen. Großartige Arrangements sind hierfür vorgesehen, u. 6. auch ein großes Feuerwerk der Herren Oberfeuerwerker Henning.

Telegraphischer Wetterbericht der deutschen Seewarte.

Telegramm aus Hamburg vom 2. Juli,

9 Uhr 45 Min.

Ein höchster Luftdruck erstreckt sich vom Norwegischen Meer bis Skandinavien und jenseits der Pyrenäen, ein niedrigster über das Kanalgebiet. In Ostdeutschland ist das Wetter heiter, meist wärmer, in Süd- und Mitteldeutschland kühler und regnerisch. r

Prognose für den 3. Juli: Regenfälle, stellenweise Ge­witter wahrscheinlich.

Mainwasserwärme heute Vormittag 16 Grad.

mittags 12 Uhr am 1J7.

Dienstag

Barometerstand

2./7.

Sehr trocken

Beständig

Schön

Veränderlich

Regen (Wind)

Viel Regen

Sturm

779

,760

750

740

730

770

760

750

740

730

720

720

710

710

Hanauer Vereinsnachrichten

für Dienstag den 2, Juli.

Evang. Männer- und Jünnlinasverein: Jünplingsverein: Bibelbe- sprechKna; Jungfrâuenverein : Flickabend (Er Ve ein^baus.)

Kath. KasinoEintracht (Vereittslokal:zum Braustüb'l ): VereinS- abeud.

Alpenverein: SrktinnsVersammlung im .Bürgerv rein'.

Verein der B Mn: Vereindabem imSchwarzen Bären".

Turn- u. Kechtktub: Fechten,

Süddeutscher Klub: Klubabend in der Restauration Allemauia". Zitherverein Hanau: Probe in der Restauration Aüemnnia".

Athletenklub . Germania : Me^mstemmen unb Musterriegenarbeiten. (Restauration Wagenbsch, Paradeplatz).

für Mittwoch den 3 Juli.

Hanauer Schützenverein: Nachmittags von 2 Wr ab: Schießen auf den neuen SchießOânden^

Kurort Wilhelmsbad:^ NtMdmittcrgs von 7 Uhr ab: Grsßes Militar- Konzsrt tSchllachtenmusik) der Zrffanteriekcrpelle Nr. 166.

Uerste^zrrWngS' etc. Kalender für MitUwoch den 3. Juli.

Vormittags 10 Uhr werden ii ^er Ksiser'schen Bierbrauerei, Geoße Dechui eiärußr 24, verfthiedens der P-äftnz Hanau z stehende Acker­grundstücke verpachtet <f Nr. 146Han A' z.").

Aus dem Gerichtssaal»

Sitzung des Schwurgerichts vom U Juli 19014

Ein folgenschwerer Rausch.

Am 6. April ds. Js. hatte sich der Müller Bruno- Jöckel auf dcr Heckenmühle bei Hosenfeld über seine Fr« gewaltig geärgert. Sie hatte ihm durch Nachlässigkeit ein Notizbuch somgebracht, in dem eine wichtige Adnsse enthalten war. Jöckcl vertrank seinen 2&rger im Wirthshaus und hatte schon eine ansehnliche Menge Bier und Schnaps vertilgt,. als er in der Becker'schen Wirthschaft mit dem Bauer Neider in einen Disput gerieth, der, als er eine ernstere- Gestalt, an­nehmen wollte, von dem Wirth einfach dadurch beendet wurde, daß er den Jöckel zur Thüre hinaus bugstrte. Jöckel war darüber sehr aufgebracht und schimpfte draußen auf den Wirth, was das Zeug hielt. Es blüh bei den Schimpfworten aber nicht allein, sondern auch- schauerliche Drohungen stieß Jöckel aus, in denen es u. A. hieß, daß der Wirth heute Abend noch dran glauben müsse. Fünf Minuten nach 10 sei er eine Leiche u. s. w. Die Gäre in der Wirthschaft meinten, das sei denn doch so eine Geschichte,, rückten vorsichtigerweise vom Fenster weg und setzten sich an weniger gefährliche Stellen, denn sie Hauten dem Jöckel nichts Gutes zu, weil er mehr­fach schwere Strafen erlitten hatte. Jöckel ging weiter, konsumirte noch weitere Getränke und ließ auch bei- den Ehe- leutkn Ritzel hören,daß der Becker heute Abend noch dran glauben müsse."Was der Bauer sage, das halte, er auch !" Daß die Gaste in der Becker'schen Wirthschaft mit ihrer Be­fürchtung nicht so ganz Unrecht ^athn, bewies auch das folgende Ereigniß. Gegen 10 Uhr gab es nämlich draußen vor dem Fenster einen lauten Krach und im selben Moment flogen auch die Fensterscheiben zum Zimmer herein. Zu gleicher Zeit sah man auch das Roleaux sich bewegen und es schien, als ob Rauch darunter Hervo komme. Die Einen meinten nun, es sei ein Schuß gewesen, die Andern bezweifelten das, als aber erst Einer Pulver gerochen hat'e, rochen es die Andern auch, und dann stand allgemein die Ueberzeugung fest, daß es ein Schuß gewesen sei, der nach Lage den Sacke dem Jöckel zpgeschrieben wurde, weil dieser ein schon vorbestrafter WitddUi war und auch Waffen besaß. Allerdings hatte man keine Spur von einem Geschoß, weder schrote noch Kugel ge­funden^ Die Sache kam zur Anzeige und wurÄe für den Jöckel. zu einer sehr fatalen Angelegenheit, denn er wurde be­schuldigt, es versucht zu haben, den Wirth Becker zu tobten und- am 23. April in Untersuchungshaft genommen. Während die Gäste aus der Wirthschaft früher dabei blieben, daß ein Schuß g'fallen fei, sind sie heute der Ansicht, daß es auch ein Schlag mit einem Srück Holz gewesen fein könne. Das Pulver hatte eigentlich Keiner gerochen, es sagte es nur Einer dem Andern nach. Jöckel erzählt heute die Geschichte genau wie sie sich zugetragen und behauptet, daß er mit einem Brett an das Fenster gescklagen habe. Das stellt sich denn auch als wahrheitsgemäß heraus.

Der Staatsanwalt läßt danach die Anklage wegen ver­suchter Tödtung fallen und beantragt nur noch die Schuldig­sprechung wegen Bedrohung, Beleidigung und Sachbeschädigung. Die Geschworenen verneinen dagegen auch die Frage nach der Bedrohung und fällen nur ein Schuldig bezüglich der Be­leidigung und Sachbeschädigung. Gegen den Angeklagten wird darauf auf eine Gefängnißstrafe von 7 Wochen erkannt, welche durch die Untersuchungshaft als verbüßt angesehen werden. Der Angeklagte wird sogleich entlassen.

Vertreter der Anklage war Herr Staatsanwalt v. Jbell, Vertherdiger Herr Rechtsanwalt Dr. Bulle.

Damit haben die Sitzungen der diesmaligen Schwurgerichts- periode ihr Ende erreicht. Der Vorsitzende entließ die Ge­schworenen mit dem Dank des Gerichts für ihre angestrengte Thätigkeit.

__________________________________________2. Juli

Sitzung der Strafkammer I vom 1. Juli.

Diebstahl und Hehlerei.

Die bei dem Mehl- und Getreidehändler Emanuel L. hier verübten Mehl- und Getreidediebstähle sind heute der einzige Gegenstand der Verhandlung. Angeklagt sind die Fahrburschen I. und St. und der Lehrling F., vom Sommer 1897 bis Herbst 1900 fortgesetzt Salz, Mehl, Kleie, Frucht rc. dem Kaufmann E. L. entwendet zu haben. Ein zweiter Lehrling O., der auch Unterschlagungen mit begangen hat, ist verschwunden. Der Kaufmann W. und Handelsmann O. von hier, der Gastwirth I. und dessen Ehefrau von Dietesheim und der Heuhändler W. von Rothenbergen sind der Hehlerei der gestohlenen Waaren angeklagt Die Diebstähle wurden von den Fahrburschen und den Lehrlingen auf verschiedene Weise begangen. Entweder wurden gleich Säcke mehr auf den Wagen geladen, als wie bestellt waren und von den Burschen dann unterwegs abgesetzt, oder es wurden den der Hehlerei Beschuldigten, wenn sie bei L. beispielsweise Weizenkleie be­stellt hatten, von den Burschen Hafer geliefert, während die Empfänger nur Kleie bezahlten, oder es wurde ihnen Koch­salz geliefert und sie hatten nur Viehsalz bestellt und bezahlt u. f. w. Der Bestohlene bekundet, er wäre seit längeren Jahren bestohlen worden. Im vorigen Herbst sah er vom Fenster aus, daß der Knecht St. 1 Sack mehr auf den Wagen geladen hatte, als wie er beauftragt war. L. ließ den Burschen ruhig abfahren, schickte aber alsdann seinen Reisenden zu Rad nach Dietesheim mit dem Auftrag, das Haus des Gastwirths I. zu beobachten, dort werde der Sack jedenfalls abgeladen. Und so war es auch. Infolge der hierauf von dem L. angestellten Untersuchung kamen denn auch die übrigen Sachen zu Tag. Einer von den Knechten war vom Lehrling F. beobachtet worden, wie er einen Sack t Mehl zu O. trug, dieser will dann 3 M. bekommen haben, ' damit er ruhig sei. Bei W. war es vorgekommen, daß ihm Säcke über den Gartenzaun geworfen worden. Der Bestohlene gibt an, er habe auf Grund seiner Bücher seinen Schaden, den er in den letzten drei Jahren durch Diebstahl erlitten, auf 7000 bis 8000 M. berechnet. Nach der Entdeckung der Diebstähle fanden mit den Abnehmern der gestohlenen Waaren Unterhandlungen statt behufs gütlicher Beilegung der Affaire L. behauptet nun, er habe sich auf dem Bureau des Rechts­anwalts, wo die Unterhandlungen mit W. stattfanden, erst nach vielem Drängen mit 2000 M. Entschädigung zufrieden geben wollen, obgleich sein Schaden viel höher gewesen fei,, während W. behauptet, L. habe ohne Weiteres 2000 M. ver­langt und auf die verschiedenen Vorhaltungen, es sei doch eine Sünde, für so ein Paar Säcke solches Kapital zu verlangen, geantwortetder kann es bezahlen!" Es sei von L. einfach eine beliebige Liste von angeblich erhaltenen Waaren aufge­stellt worden, wie zur Erreichung des Betrags von 2000 M. nothwendig gewesen, das sei ihm als Schuldurkunde unter­breitet worden und er habe es unterschreiben müssen; es wäre mit Zuchthaus und allem Möglichen gedroht worden. Bei der Frau I. von Dietesheim wurden 500 M. gefordert, angeblich ebenfalls unter Drohungen mit Zuchthaus. Der Bestohlene bestreitet dies und behauptet, er habe seine Forderungen nach dem Geständniß des Fahrburichen I. aufgestellt. Die Angeklagten bestreiten so ziemlich Alles, was sie früher zugegeben hatten. Die Knechte sagen, sie hätten allerdings öfters mehr geladen, als wie bestellt war, aber im Auftrage ihres Dienstherrn, der sie mit den Waaren auf den Hausir­handel geschickt habe, die Ehefrau I. sagt, sie habe manchmal einen Sack gekauft, aber den reellen Preis bezahlt und von keinem D«bstahl gewußt. O. bestreitet, etwas Gestohlenes bekommen- zu haben, wenigstens nicht mit seinem Wissen.. W. gibt einen Fall zu. Er habe es mehr aus Mitleid oder Gefälligkeit gegen den Knecht, der bei ihm gewohnt, gethan. Die Lehrlinge haben verschiedene Beträge unterschlagen, ferner haben sie mit den Knechten einige Male den Gewinnst getheilt und einen falschen Eintrag in dem Bestellbuch gemacht. Vom Staatsanwalt wurden gegen die des Diebstahls Angeklagten. Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 1 Jahr und 7 Mo­naten beantragt, gegen die der gewerbsmäßigen Hehlerei An­geklagten W:, O. und Ehefrau I. je ein Jahr Zuchthaus. Gegen den Ehemann I. und den Heuhändler W. von Rothen» bergen, ist Freisprechung beantragt, da gegen diese nichts er­wiesen sei. Das Urtheil des Gerichts soll nächsten Montag verkündet werden.

Hue stak und fern.

6aRd, 29. Juni. Nach dem Resultat einer Besprechung von Interessenten im Palaisrestaurant ist der Bahnbau CasselNaumburg sichergestellt. Einer der best bekannten hiesigen Aerzte, Herr Dr. Schüler, ist zum Direktor der neuen Lungenheilanstalt bei Neuwied berufen worden.

RothenditmoLD, 30. Juni. Einem hiesigen Manne war vom Arzte Morphium verschrieben worden. Entgegen der Verordnung nahm der Kranke das gesammte Morphium auf einmal; er schlief ein und wachte nicht mehr auf.

St. Frankfurt a. M., 1. Juli. Der Zoologische Garten zählte gestern um halb 6 Uhr nachmittags bereits 11,000 zahlende Besucher neben den vielen Nbonnsnten.

() Seligenstadt, 1. Juli. Ein schwerer Radfahrerunfall- ereignete sich gestern in unserem Städtchen. Der 20jährige, in Offenbach beschäftigte Fabrikarbeiter Wilhelm Giel^von hier, fuhr nämlich in raschem Tempo auf dem Zweirade über den Marktplatz, als er plötzlich stürzte. Die Maschine wurde dabei zertrümmert und einzelne Stahltheile drangen dem Ge­stürzten in die rechte Seite und verursachten eine etwa 15 Centimeter lange klaffende Wunde. Der Schwerverletzte wurde mittelst der Droschke eines Arztes nach dem Kreiskrankenhause verbracht. Die weiteren Folgen des verhängnißvollen Sturzes lassen sich bislang nicht übersehen.

H Klein-Welzheim bei Seligenstadt, 30. Juni. Bei unserer gestrigen GemeinderathSwahl machten von 159 Stimm­berechtigten 136 von ihrer Befugniß Gebrauch. Unter 13 Kandidaten wurden die Herren Fabrikant Adam Seipel mit 99, Fabrikant Adam Albert mit 94 und Werkmeister Balt-