, Mittwoch
26,. Juni
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...M.KT^nww«mCT^1ii™i»^:s^ -tiMi™^a^^ .u^»aB®3«rBj«miw «rj»««^^ legenen Gärten und lauerte auf unbefugte Jäger. Plötzlich vernahm er ein Geräusch, und darauf losgehend lief ihm gerade der Steinbrecher M. von Wachenbuchen in die Hände, der einen noch warmen, mit dem Knüppel erschlagenen Lampe in den Händen trug. Nicht weit davon tauchten noch drei weitere Personen auf, von denen M. nachher bekannte, daß sie ihn „verführt" hätten. Es waren der Bäckermeister B., der Briefträger und Landwirth F. und der Landwirth E. Die Jagdparthie hat sich yt einer sehr theuren gestaltet, denn B., der schon vorbestraft ist, erhält eine Geldstrafe von 100 M., die anderen Drei je 70 M. — Gleich nach dieser tritt eine andere, gleichfalls 4 Mann starke ^Jagdgesellschaft" von Wachenbuchen vor die Schranken. Es sind die Landwirthe P. 2ter, P. 8tcr, Wilh. S. und Philipp S. Die Scheune des P. 2tcr stößt mit der Rückseite an den Friedhof, auf welchem sich die Häslein in ihrer großen 'Noth zur Aesung einfanden. Hier wurden nun gewöhnlich regelrechte Kesseltreiben veranstaltet, indem die Einen die Treiber spielten, während die Stubern die Ausgänge besetzten und jeden flüchtenden Hasen mit dem Knüppel erschlugen. Der P. 2ler war der Anführer. Auch für diese Jäger endigte das Jägdver- gnügen mit einein sehr erheblichen Appell an ihren Geldbeutel, denn der P. 2ter, der den Sport fast gewerbsmäßig betrieb, erhält 300 M. Geldstrafe, der P. Ster 100 M., der Wilhelm S. 60 M. und der Philipp S. 40 M. Geldstrafe. Außerdem wird der von den Angeklagten benutzte Hund cin- gezogen.
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FrattLfUrt a. M., 25. Juni. Ein iiadj Tausenden zählendes Publikum, darunter Mitglieder der besten Gesellschaftskreise, begrüßte mit Hoch- und Hurrahrufen bie ankommenden Fernfahrer. Als Erster traf hier um 10 Uhr 4 Minuten Katzenstein (Wagen Nr. 210), als Zweiter Dcbacker (Wagen Nr. 246) um 10 Uhr 10 Minuten, als Dritter Prinz Areu- berg (Wagen Dir. 212) um 10 Uhr 30 Minuten ein u. s. f. Die 81er Kapelle empfing die Ankommenden mit einem Tusch und viele begeisterte Damen des Autosports warfen Blumen in die Wagen.
Das Festmahl im PalmerrgarLe«.
Die vornehm einfache Eleganz des Palmcngartensaales war zum Festmahl gestern durch einige Palmen auf Pylonen längs der Gallerte diskret verständnißvoll gehoben. Mit großem Eifer walteten die Festordner des schwierigen und verwickelten Amtes, alle Gäste an den Tischen, und zwar Franzosen und Deutsche in bunter Reihe gemischt, unterzubringen. Kurz nach 7 Uhr verkündeten Fanfarenbläser von der Gallerie herab den Beginn der Tafelmusik und somit auch den Anfang der Tafelfceuden. Das Esten war ebenso trefflich, wie die Bedienung flott und ineinandergreifend war. Doch schon zu Anfang war es klar, daß bei einem gewissenhaften Abessen des Speisezettels der Besuch des Hippodroms sich wohl auf eine spätere Stunde hinausschieben würde. Tie Speisekarte war französisch, und das wird ihr Niemand übel nehmen bei so viel französischen Gästen. Hier ist sie:
Bisque d'ecrevisses. Saumon du Rhin, Sauce Hollandaise (1895 Dürbheimer. 1893 Assmannshauser,) Jambon de Mayence garni, Filet ge boeui' â la Francfortoise. Poussins de HamVburg â la persillade. (Mumm, Cordon rouge.) Selle de chevreuil piquée, Sauce poivrade. (Johannisberg 1893.) Saladc & compöte line — Le Toasts.—Pouding glacé Prinee Pückler. Patisserie Génoise. Pailles au Parmesan. Fruits. Dessert. Café. Liqueurs.
Die Toaste wurden durch eine 9tebe des Herrn Oberbürgermeisters eingeleitet, die in ihrer geistreichen Kürze zwar in deutscher Sprache gehalten, aber französischen Esprit ebenbürtig war. Herr Dr. Adickes sagte etwa:
Es gereicht mir zur besonderen Ehre, so viele Gäste aus Frankreich heute hier herzlich willkommen heißen zu können. Die Gäste kommen aus einer Stadt, die einzig dasteht, wie sie in der Würde des Alters neben wissenschaftlichem Ernst, künstlerischem Wallen und industriellem Fortschritt in echter feuriger Lebensfreude glüht. So ist diese Stadt der rechte Mittelpunkt gewesen für ein Rendez- vous der Völker im vorigen Jahre. Auch viele Frankfurter fanden sich dort ein. Wie könnte es also fehlen, daß wir heute so viel Pariser gastfreundlich bei uns begrüßen! vor zwei Jahren war es, als man hier gelegentlich des Heidelberger Kongresses der l'nnion littéraire et artistique mit dem berauschenden Klänge französischer Beredsamkeit Goethe feiern hörte. Der Kausmannstand, die Industrie, sie haben nun noch außer der Wissenschaft ein verknüpfendes Band zwischen beiden Völkern gewoben. Der gemeinsame Sport kommt hier noch hinzu. Welches Roß gewinnt und die aufregenden Endresultate der Segelregatten' sind ja nichts Neues. Toch eine Zukunftsmusik liegt im Automobil. Soeben hörten wir die Klänge von Wagners „Tannhäuser". Auch das ist eine „Zukunftsmusik", die aber Gegenwartsmusik geworden ist. Möge es mit dem Automobil gerade so gehen, dessen muthstählender, ge- sahrentrotzender und daher kultureller Faktor nicht gu unterschätzen ist. Wenn ich recht berichtet bin, sind ja heute schon von 62 Damen und Herren nur 12 nicht angekommen. (Heiterkeit.) Hoffentlich bringt es die Zukunft, daß ein. abge- laffenes Automobil auch immer ankommt. In den herrlichen Weinlanden des Rheins und der Mosel scholl diesen Männern der Zukunft eine freudige Sympathie entgegen. Mögen Sie Ihre Hinreise ebenso glücklich vollenden, wie ich Ihnen wünsche, daß Ihre Rückreise gut von Statten gehe und darauf leere ich mein Glas !
Während nun von allen Seiten die Hoch lustig in den Saal dröhnten, schmetterte oben, geblasen von der Kapelle unserer 13er Husaren, die Weise der Marseillaise herab. Herr Baron de Zuylen, der Präsident der Ausflügler, erwiderte sofort auf Französisch:
Ich danke dem Herrn Bürgermeister dieser Stadt für tiefen außerordentlich liebenswürdigen und großartigen Empfang. Je mehr wir auf den trefflichen Straßen Deuifch- lands hineinfuhren, desto lebhafter fühlen wir uns geschmeichelt durch die freundliche Aufnahme und desto größer wurde unsere Achtung für das Land. Auch dieser Empfang schmeichelt uns aufs Neue. Da es aber der Kaiser des
Reiches war, der in ganz hervorragender Weise uns durch die Stiftung eines Preises zu der Fahrt ermuntert hat, so gilt mein GlaS dem deutschen Kaiser!
Ein donnerndes Hoch war das Echo dieser Rede, das begleitet war von den Klängen der deutschen Nationalhymne. Nun erhob sich der französische General-Konsul Herr Baron de Beli ssen-Böuac, um französisch etwa Folgendes zu sagen:
Nach dem Hoch auf bin Kaiser scheint mir noch ein Trinspruch übrig zu bleiben, unb z rar der, der den Dank an die trefflichen Organisatoren eines so ausgezeichneten Empfanges in sich begreift.- Und diese Aufnahme richtet sich ja speziell an meine Landsleute, und zwar von einer so schönen, alten und ausgezeichneten (noble) Stadt wie Frankfurt. Nun wird sich die Reise projveffi j steigern von Frankfurt nach der Hauptstadt des Reiches, nach Berlin. Wenn aber heute Frankfurt nicht mehr eine Hauptstadt ist wie ehedem, so soll es das nicht schwer nehmen. Ein großer Mann bleibt ein solcher, selbst wenn er seinen Titel verloren hat. So geht es auch Frankfurt. Und ich kann davon Zeugniß ablegen, daß Frankfurt in allem dem, was es leistet, noch immer eine Hauptstadt ist. Und wenn ich nun auf dieses Ihr herzliches Gefühl trinke, das eine solch: Organisation für den Empfang zu Stande kommen Ucp, so möchte ich wie der Herr Oberbürgermeister auch an Wagncrßche Musik erinnern, und zwar an das „Lied an den Abcudstern." Ja, „auswärts zu den Sternen" muß man das Motiv einer solchen Gastfreundschaft und Liebenswürdigkeit zwischen ben Nationen nennen. Und nun cuhebe ich mein Glas für ein Hoch auf den Herrn Oberbürgermeister, den Herrn General v. Diising und alle Herren, die sich um den Empfang verdient gemacht haben.
Zum Schlüsse erbat sich nochmals der Herr Oberbürger- mcislcr Aufmerksamkeit. Er wolle nicht seine Wünsche auf die glückliche Heimreise beschränken, sondern sie zusammenfassen in den Ruf: Frankreich und sein Präsident, Herr Loubet, sie leben hoch! Die Gläser klangen frisch und hell aneinander, und mit echt französischer Lebhaftigkeit versicherte mancher der französischen Gäste den Deutschen ehre warme Sympathie, die selbstverständlich ebenso herzliche Crwiocrung fand.
Nachdem man nun noch zu einer Fest-Vorstellung im Hippodrom sich zusammcugefuuden hatte, war das Zu- fammcnsein der Ausflügler mit den Frankfurtern zu Ende.
Heute Früh um 7 Uhr erfolgte die Abfahrt von der Mayfarth'schen Maschinenhalle auf der Hanauer Landstraße nach Hanau, Gelnhausen re.
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Irr Hanau hatte das sportliche Ereigniß die Einwohnerschaft schon früh mobil gemacht. Eine dicht gedrängte Zuschauermenge bildete auf den zu passirenden Straßen Spalier. Am Eingang zur kleinen Hainstraße hatte die Fabrik der Tunlop-Pneumatic- Reifen eine Ehrenpforte errichtet, auch sonst zeigte diese Straße schönen Flaggenschmuck. Um 7 Uhr 26 Min. langte an bir Hainstraße das erste Fahrzeug, Nr. 210, an, dann folgten in kurzen Abständen Nr. 222, 226, 234, 215, 229, 213, 216, 308, 212, 225 u. s. f., mit Hurrahrufen begrüßt und mit Blumenspenden bedacht. Bis 10V* Uhr passirten 47 Wagen die Strecke. — Auch ein kleiner Unfall, hervorgernsen durch eigene Vorwitzigkeit, trug sich in d:r Hainstraße zu. Der sechsjährige Sohn des Schneidermeisters H. stand dort in der Nähe des Canthal'fchcn Hauses mit seinem Vater. Als einem herankommenden Wagen Blumen zugeworfen wurden, fiel diese Spende zu Boden, der Junge ging vom Fußweg herunter, um die Blumen amzuhcben, in demselben Augenblick kam auch ein zweiter Automobilwagen heran, dessen Schutzblech den Jungen streifte und zu Boden warf. Ein früherer Oberlazarethgehilfe stand dicht dabei, nahm den Jungen auf die Arme unb trug ihnindieCanihal'fche Wohnung, woselbst Stärkung verabreicht und durch den alsbald erschienenen Arzt Herrn Dr. Ambrosius die entsprechende ärztliche Hilfe geleistet wurde. Der Junge hat hinter dem rechten Ohr eine Hautabschürfung, sowie durch den Fall einen Bruch deS rechten Schlüsselbeins erhalten. — Jm Langenselbolder Walde gab cs bei dem Versuche zmüer Fahrzeuge, an einander vorüberzufahren, eine Karambolage, wobei daS eine Fahrzeug beschädigt wurde. — In Rückingen wurde ein Hund lodtgesahren.
Hus aller Melt.
Provisionen auf LoLteriegewinne. Ein Arbeiter in Berlin hatte kürzlich das Glück, in der Lotterie mit einem für seine Verhältnisse sehr bedeutenden Gewinn herauszukommen, der jedoch nach den Lotteriebestimmungen erst nach einiger Zeit ausgezahlt werden konnte. Die Sache sprach sich natürlich herum, worauf zwei andere Angestellte der Fabrik den glücklichen Gewinner so lange breit schlugen, bis er sich von den beiden Vermittlern den Gewinn abzüglich einer Provision von nicht weniger als 1200 Mk. sofort in baar aus- zahlen ließ. Bald darauf erfuhr aber auch der Chef von dem Provisionsgeschüft und ging nun gegen seine beiden Angestellten sofort energisch vor, daß diese wohl ober übel die gejammte Provision wieder herausgeben mußten. Man begreift nicht, wie sich überhaupt die Gewinner größerer Summen auch nur einen Pfennig Provision abjagen lassen können. Gegen Vorzeigung von Loos und Liste erhalten sie doch überall bis zur Auszahlung des Gesammtbelrages ein paar 100 Mark geborgt.
St. Bädersreanenz» Baden - Baden 24925. Ems 8156. Homburg 3340. Nauheim 8164. Schwalbach 1287. Soden i. T. 1279. Helgoland 1872.
SchMherèchL.
Der Hamburger Dampfer „Belgravia" ist am 21. Juni wohlbehalten in New-Uork eingetroffen.
^âmlWß/ 21. Juni. Der Dampfer „Polaria" von der Hamburg-Amerika-Linie ist gestern in St. Thomas unb der Dampfer „Nicomedia" vorgestern in Halifax ein getroffen.
Drahtnachrichten.
Vom Burenkrieg.
London, 25. Juni. Das Neuter'sche Bureau meldet aus Barkly-East vom 24. d. M.: Kommandant Fouchä rückte mit zwei Burenkommandos über Glenalmond hinaus vor. Die Durcnpatronillen tauschten sechs Meilen von hier Schüsse mit ben britischen Patrouillen aus.
Kapstadt, 24. Juni. Ueber den Kampf bei Reitz, ber in der Wegnahme von De Wels Konvoi gipfelte, liegen nunmehr nähere Mittheilungen vor, aus denen hervorgeht, daß die Engländer den Wageuzug überrumpelten. Die Buren flohen; als sie aber sahen, daß die Zahl der Engländer nur gering war, kehrten sie zurück und griffen mit großer Verve an. Da sie an Zahl überlegen waren, gelang es ihnen, nach verzweifeltem Kampfe die Wagen wieder zu nehmen. Jn- zwsichcu war aber Oberst Delisle mit Verstärkungen einge- trcffen. Das Gefecht begann mit großer Heftigkeit von Neuem. Die Buren lagen unter den Wagen und schossen unablässig zwischen den Rädern hindurch, während ein Theil ihrer Kameraden schleunigst die von den Engländern weiter entfernt stehenden Wagen bespannte und forlschaffte. Die Engländer sprangen nunmehr zwischen die Stränge und vor die Deichseln bev Wagen unb machten nach Möglichkeit von dem Bajonnette Gebrauch. Geschossen wurde nur auf kürzeste Entfernung. Der Burenkommandant Telarey nahm selber an dem Gefechte Theil. Neben ihm wurde ein Bur getödtet und sein Nachbar auf der anderen Seite verwundet. Schließlich löste sich der Kampf in eine Reihe von Gefechten Mann gegen Mann auf, in bereit Verlaufe die Buren schließlich zurückgetrieben wurden. Auf allen Seiten wurde mit großer Tapferkeit gefochten. Die Engländer erbeuteten 71 Wagen. Ein Offizier von De Wets Stab wurde verwundet und gefangen genommen.
Kapstadt, 25. Juni. Nach einer Meldung der „Cape Times" wurde das Parlamentsmitglied für Aliwalnorth, Botha, von den Buren gefangen genommen und wegen seiner Haltung im Kap-Parlamente bei der Abstimmung über das Hochverraths- Gesetz ausgepeitscht. (?) Seine Farm wurde, verbrannt.
London, 26. Juni. Nach einer Meldung aus Kapstadt griff am Samstag eine Abtheilung Buren eine Patrouille der Kap-Polizei und der berittenen Schutztruppe 10 Meilen westlich von Barklcy-West an. Die Patrouille verlor einen Todten und 9 Gefangene. 2 Dèann werden vermißt. Eine kleine Buren-Abtheilung besetzte wieder Jamestown und nahm soviel Waffen und Vorräthe mit, als sie fortschaffen konnte. Sie erließen auch eine Proklamation, nach welcher^Zamestown vorläufig die Hauptstadt des Oranje-Freistaates sei.
LouDorr, 26. Juni. Nach einer Meldung aus Kapstadt fand ein Gefecht bei Vellcommboom statt, bei welchem die Buren 20 Todte und mehrere Gefangene verloren. Die Engländer zerstörten große Mengen Gelreide-Vorräthe und eine Anzahl Wagen. Die Zahl der im Felde stehenden Buren betrug 600.
Lorrdorr, 26. Juni. Eine Nummer des Blattes „Graaf- reinet", welches mit der südafrikanischen Post cingetroffen ist, bringt den Wortlaut eines amtlichen Aufrufes, in welchem alle Handelsleute aufgefordert werden, sänrmtliche Wagen, sowie das Ergebniß der Ernte den Engländern einzuhändigen.
Vom PrüsiderrLen Krüger.
Aurfterdam, 26. Juni. Zum Empfang des Präsidenten Krüger, welcher morgen in Rotterdam eintreffen soll, wird eine Ehren-Kompagnie Jäger auf dem Bahnhöfe Aufstellung nehmen. 50 Gesellschaften mit Fahnen und mehreren Musik-Korps werden am Empfange theilnehmen. Nach dem Besuch des Präsidenten in Amsterdam begibt sich Krüger nach Kämpen und von dort nach Schloß Hillversum zurück.
Gtrglr?ches Parlament.
London, 25. Juni. (Unterhaus.) Brodrick erklärt, daß nach den neuesten Meldungen in der Kap- kolonie 1000 bis 2000 Mann gegen England unter den Waffen stünden und daß der wöchentliche K r i e g s a u f w a n d sich auf etwa 1 250 000 Pfund Sterling beziffere. Gretton fragt an, ob die französischen Behörden gegenwärtig in S h a n g h a i die Aufsicht über ein Stück Land auszuüben beginnen, das jenseits des Gebietes liege, dessen Grenzen von Salisbury in dem Abkommen mit der französischen Regierung über die französische Niederlassung in Shanghai festgesetzt seien. Cranborne erwidert, vor einiger Zeit habe die Regierung die Mittheilung erhalten, daß die Franzosen in Shanghai Kasernen-Neubauten für die Truppen ausführten. Bezüglich des Platzes seien nähere Mittheilungen noch nicht eingegangen, ebensowenig weitere Informationen. Erkundigungen würden eingezogen. Auf eine andere Anfrage erwidert Cranborne, es sei der Versuch gemacht worden, gewisse ausgleichende Handelsbeziehungen in China zu erlangen als Entschädigung für die Gewährung des 5prozentigen Tarifs. Der englische Gesandte unterstützte vorläufig dieses Ansinnen; die Angelegenheit stehe noch unter Diskussion. — Im Finanzausschüsse des Unterhauses brachte Hicks-Beach bei Artikel 3 der Finanzbill betreffend den Kohlen ausfuhrzoll "den Antrag ein, daß für alle Kohlen, deren Werth in einer für die Zollkommission ausreichenden Weise nachgewiesen wird, als sechs Schilling per Tonne nicht übersteigend, ein Zollnachlaß eintreten soll, dcsgleichen für alles aus Kohlen hergestelltes Feuerungsmaterial, das nachgewiesener Maßen den obenerwähnten Werth nicht überschreitet. (Beifall.) Nach diesem Vorschläge würden, wie angenommen wird, die Kohle und ^Brennmaterial aus Kohle von dem angegebenen Werthe ganz vom Kohlenausfuhrzoll befreit sein.
Loèldolt, 25. Juni. (Unterhaus.) Auf eine Anfrage erwidert Hicks Beach, er habe vorgeschlagen, die Befreiung von dem Kohlenausfuhrzoll bis zum 31. Dezember, nicht bis zum 30. September bei solchen Abschlüssen „free on Board" und einschließlich der Versicherungsprämien zu gewähren, die vor der Einbringung des Budgets zu Stande gekommen sind. In keinem Falle würde aber diese Befreiung über diesen Zeitpunkt hinaus ausgedehnt werden.