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25. Juni

Berlin führte die ganze Bahn durch und siegte überlegen mit 45 Längen.

IX. Zweier ohne Steuermann. Insel-Preis. (Herausforderungspreis.)

Sieger von 1900: Stuttgarter Ruder-Gesellschaft v. 1899. 1. Stuttgarter Nuder-Gesellschast v. 1899 7.25 Miu.

2. Ruder-Gesellschaft Heidelberg 7.30

3. Fraukf. Ruder-Ges. Sachsenhausen 7.30 l

_ 0. Hanauer Ruder-Gesellschaft v. 1879 aufgegeben. Stuttgart gewann sicher mit 2 Längen gegen die gut ru­dernden Heidelberger.

X. Vierer. (Preis von der Kaiserlay.)

1. Frankfurter Nudergesellschaft Sachsenhausen.

2. Frankfurter Ruder-Verein.

3. Frankfurter Ruderklub.

4. Hanauer Rudergesellschaft v. 1879.

0. Ruder-Gesellschaft Worms aufgegeben.

Infolge Kollision fliegender Start bei 1500 Mir. Sachsen­hausen führt vom Start weg, dicht dahinter der Nuderverein. Ersterer siegt leicht mit 21/2 Längen. Frankfurter Nuderverein guter Zweiter. , ,

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Kiel, 23. Juni. Bei der heutigen Segel-Wett­fahrt des Norddeutschen Nega ttavereins er­hielten : In Klasse la:Clara" den Ehrenpreis,Comet" den 2. Preis; in Klasse 1b:Susanna" den 1. Preis; in Klasse 2 (Renn-Yachten):Johanna" den 1.,Hertha" den 2. Preis; in Klasse 2b (Kreuzer-Yachten):Vesta" den 1., Atalanta" den 2. Preis; in Klasse 3 (Renn-Yachten): Polly" den 1. Preis; in Klasse 3 (Kreuzer-Yachten): Valuta" den Extrapreis auf den 1. Preis,Carlota" den 2. undValkyrjen" den 3. Preis; in Klasse 4a (Renn- Yachten) :Heoella" den 1. undHanseat" den 2. Preis; in Klasse 4b (Renn-Yachten):Jenny" den 1. Preis ; in Klasse 4a (Kreuzer-Yachten):Zin" den 1. undIris" den 2. Preis; in Klasse 4b (Kreuzer-Yachten)Marie 2" den 1., Haus und Kurt" den 2. undAttila" den 3. Preis. Von den am 18. d. M. auf der Elbe nicht ausgesegelten Preisen erhielten heuteJenny" einen Antheil am Pretosia-Preis, Ain" den Prinz Heinrich-Preis.Johanna" hätte den Hamburger Jubiläumspreis erhalten, wenn sie auf einer- Deutschen Werft gebaut wäre.

Ailtomobil-Fcrnslihrt Paris-Berlin.

Tie Tourenfahrer sind vorgestern in Luxemburg einge­troffen und haben gestern die Fahrt ins deutsche Gebiet fort­gesetzt. Während der erste Tag der langen Reise auf der Route ParisReims nicht ohne störende Zwischenfälle verlief, ging vorgestern Alles glatt ab.

Aus Luxemburg wird von einem der Theilnehmer hierzu gemeldet: Die Fahrt von Reims nach Luxemburg ge­staltete sich glänzend. Da es Sonntag war und das Wetter geradezu herrlich, befand sich in allen Ortschaften, die wir püssirlen, die ganze Bevölkerung auf den Beinen und man brachte den Automobilisten glänzende Ovationen. Blumen und Bouquets wurden in die Wagen geworfen, einzelne Ortschaften hatten sich sogar zu Ehrenpforten aufgeschwungen. In Longwy bewirthete ein Großindustrieller uns in splendider Weise. In Luxemburg fand im Gemeindehause feierliche Begrüßung durch den Oberbürgermeister Schouö statt. Unfälle sind glücklicher­weise nicht zu verzeichnen. Jede Automobile wurde von der Bevölkerung mit Hochrufen begrüßt. Die erste Automobile, die in Luxemburg eintraf, war diejenige des Herrn van den Beck; sie langte um 12 Uhr 16 Minuten abends an, im Ganzen trafen 50 Automobilen ein. Forain kam später als Letzter, er hatte unterwegs leichte Havarie erlitten, Einigen war es etwas schlimmer ergangen. Die Automobile Cahcns mußte mit Vorspann nach Luxemburg gezogen werden. Die Auto­mobile des Comte de Foy stürzte bei Stenay und riß einen Baum nieder, konnte aber weiterfahren. Aehnlich erging es den Automobilen der Herren Woog und Comiot. An der deutschen Grenz; ist ein Triumphbogen errichtet.

Aus Wittich (Nheinproviuz) traf in Berlin gestern folgendes Telegramm ein: Kaum hatten wir heute die deutsche Grenze überschritten, da zeigte sich uns ein neues, verändertes Bild: Ueberall festlicher Empfang, ungeheure Menschenmengen an allen Wegen und Stegen, in Wasserbillig, der ersten deut­schen Stadt Ehrenpforten mit dem Wappen der französischen Republik und der Tricolorc, in Trier begrüßten uns deutsche Truppen, die auf einer Felddienstübung begriffen waren, und so ging es das ganze Moselthal hindurch. Die französischen Gäste werden mit dem Empfang, der ihnen bereitet wird, sicher sehr zufrieden sein. Die Wegordnung ist in Deutschland viel besser organisirt, als es in Frankreich der Fall war. Leider sind aber die Wege schlecht.

Aus Koblenz wird gemeldet, daß gestern Vormittag um 11 Uhr 25 Min. Dr. Keser auf seinem Panhard-Automobil als erster das Ziel des heutigen Tages nach vierstündiger Fahrt von Luxemburg auS erreichte. Ihm folgten hart auf dem Fuße Roussy, sowie Prinz Arenberg auf einem Gobron-Brilliè-Wagen, denen sich Debacker und Katzenstein auf de Dietrich-Fahrzeugen anschlossen. In Luxemburg stellten sich 46 Wagen dem Starter des Automobil- Klubs de France. Die deutsche Grenze wurde bei Wasser­billig passirt. In Hetzerath, kurz vor Trier, wurden die Fahrer durch eine größere Feuersbrunst aufgehalten. Heute früh 7 Uhr erfolgt der Start in Koblenz. In Frankfurt werden die ersten gegen 10 Uhr erwartet, abends findet dann im Palmengarten ein größeres Festmahl statt, zu dem Oberbürgermeister Adickes die Einladungen hat ergehen lassen.

Die Liste der Theilnehmer an der Tourenfahrt ist folgende: Brauen Dugesne, Fabre, Bernard, de Moy, Lockert, Brierre, Lambert, Katzenstein, d'Arenberg, Vernes, Vernes- Gröterin, Plattier, Dietrich, Muth, Mathis, Gerard, Keser, Cahen, Villalonga, Lucotte, Nussy, Boisaye, Kapferer, Bousquet, Roux, Flameng, Woog, Mauduit, Ruef, Tranchant, Guenod, Bocande, Thevin u. s. w., Houry, Louvet, Jaensch, Debacker, Weber, Benz, Vilain, Comiot, Didiier, Gobron, Zuylen,

Dienstag

Garonne Zuylen, Grobron, Deutsch, La Valette, Klopsteiu, Mors, Deâfosses, Roussier, Cronan, Forain, Haarbleicher, van der Breck, Schmidt, Delaunay, Vclleville, Turgan, Bell.

Drahtnachrichten.

Aus China.

LondStt, 25. Juni. DieTimes" veröffentlicht folgen­des Telegramm ihres Pekinger Korrespondenten: Man darf hoffen, daß die Jndemnitätsfrage auf eine befriedigende Weise geregelt wird und zwar nach dem englischen Vorschläge. Die Vertreter der Mächte sind einig über die Gesammtsumme der Entschädigung, über die Dauer der militärischen Besetzung, für welche ebenfalls eine Entschädigung gefordert wird, ferner über die Art und Weise der Zahlung der Entschädigung, welche durch Schatzanweisungen erfolgen wird sowie über die Deckungs- srage, welche durch See- und Jnnland-Steuer auf Salz und durch die Erhöhung des Einfuhrzolles bis zu 5 pCt. vom Werthe erfolgt. Nur zwei Fragen verhindern augenblicklich den gänzlichen Abschluß der Unterhandlungen. Japan fordert nämlich, daß seine Entschädigung erhöht werde unter Hinweis darauf, daß es ihm unmöglich ist, augenblicklich eine Anleihe mit nur 4V2 pCt. zu gewähren und Rußland, welches die Forderung aufstcllt, daß die Einfuhrsteuer auf 10 pCt. er­höht werde, falls die übrigen Steuern das gewünschte Ergch- niß nicht hätten. Sämmtliche Mächte werden bis zur end- giltigen Lösung ihre Entschädigungs-Forderungen aufrecht er­halten. Die diesbezügliche Note wird China demnächst zuge­stellt werden.

Vom Vurenkrieg.

London, 24. Juni. Die Invasion in die Kap­kolonie ist, wieDaily Mail" aus Kapstadt meldet, ziem­lich ernst. Die Eindringlinge erhalten Rekruten und besonders auch Pferde. Bei Colesberg erbeuteten sie nicht weniger als 500 Pferde. Sie schwärmen über alle östlichen und westlichen, Distrikte und zählen schon 700010,000 Mann. Die Reise des Gouverneurs durch die westlichen Distrikte und seine netten kleinen Reden wurden durch Kritzingers Eroberung von Jamestown beantwortet, die trotz der unmittelbaren Nähe von 8000 Engländern in Aliwal-North erfolgt. Ein großer Theil der Kolonie ist praktisch in Händen der Buren. Von Dordrecht südlich bis Willowmore über Kenhardt und selbst bis Namaqualand ist der Bur im that­sächlichen Besitz der Kolonie. Die langsamen Fortschritte der britischen Kriegssührumg erregt tiefe Unzufriedenheit.

Cradock, 24. Juni. (Neuter"-Meldung). Ueber' das Gefecht bei Waterkloo f, 30 englische Meilen westlich von Cradock, werden jetzt folgende Einzelheiten bekannt: Eine Erkundungsabtheilung der Midland Mounted-Nifles, die zur Verfolgung des Kommandanten Malan ausgesandt war, schlug am Mittwoch bei Waterkloof ein Lager auf. Als der Buren­kommandant Kritzinger davon Nachricht erhalten hatte, eilte er herbei, wartete aber mit dem Angriff bis Tagesanbruch, ge­rade als die englische Truppe sich zum Aufbruch anschickte. Die Buren üherschüttetcn das Lager mit Geschossen. Das Gefecht dauerte 2*/a Stunden. Der Verlust der Engländer betrug 10 Todte und 11 Verwundete.

Berlin, 25. Juni. DemLok.-Anz." wird aus London telegraphirt: Chamberlain telegraphiere an den Vorstand der Unionistischen Partei in Strafford on Avon, wo eine parla­mentarische Ersatzwahl stattfindet: Ich hoffe, die Wähler wer­den daran denken, daß ein von der Regierung verlorener Sitz noch immer ein von den Buren gewonnener Sitz bedeutet. Lord Kitchener meldet folgendes Resultat her leiten Kämpfe: Die Buren verloren 41 Todte, 27 Verwundete. Gefangen wurden 160. Es unterwarfen sich 70. Außerdem wurden 264 Wagen erbeutet.

Kapstadt, 25. Juni. (Neutermeldung.) Oberst Pilcher operirt mit Erfolg im Westen des Oranje-Freistaates. Eine fliegende Kolonne hat am 17. Juni Balfontein besetzt, ohne auf Widerstand zu stoßen. Während der Operationen wurden 8 Buren gefangen, 500 Pferde, eine Anzahl Rindvieh und Wagen erbeutet.

Frau Botha.

Berlin, 25. Juni. Nach einem Telegramm auS Bochum erfährt dieRhein.-Wests. Ztg." aus Amsterdam, Frau Botha werde demnächst für längere Zeit zum Besuche einer Freundin nach Duisburg übersiedeln. Die Rückkehr nach Südafrika ist vorläufig nicht geplant.

Revision der Genfer Konvention.

Berlin, 25. Juni. DerLok.-Anz." meldet aus Bern: Auch Rußland hat zugesagt, die Konferenz betreffend die Re­vision der Genfer Konvention zum Schutz der im Kriege ver­wundeten Militärs zu beschicken. Bisher wurden vomBundcs- rath nur die Großstaaten sondirt. Die offizielle Einladung erfolgt erst später. Ob die Konferenz noch dieses Jahr im Herbst zusammentreten kann, ist zweifelhaft./

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Berlin, 25. Juni. Wie demLok.-Anz." aus Wren gemeldet wird, schreibt diePol. Corr.": Für die Sache des Bündnisses mit Deutschland kann es jedenfalls als ein sehr erfreuliches Symptom gelten, daß in Ungarn keine andere Gegnerschaft aufzutreiben war, als die Ugrons und daß dieser seine ganze Hoffnung auf allerlei kleine Praktiken und Machen­schaften setzen mußte, um eine Agitation herbeiführen zu können. Der BudapesterMagiar Nemzel" erklärt nach einem Te­legramm desBerl. Tagebl." von dort: Jeder Versuch, den Dreibund zu sprengen, sei sinnlos unb nur mit politisch un­erlaubten Mitteln möglich. Auch Ugron habe solche Mittel benutzt und erfreulich sei nur, daß man in Paris das geringe polititische Gewicht Ugrons sofort erkannt habe. In dieser Auslassung sicht man den Einfluß des Wiener Auswärtigen Amts und glaubt, da auch die Kossuth-Partei über die Ange­legenheit sehr aufgebracht ist, daß die Affäre noch im Abgeord­netenhaus ein Nachspiel haben wild.

Berlin, 25. Juni. DerBerl. Lok.-Anz." meldet - aus Flensburg: In der Moniirungskammer der Kaserne des Regiments Königin in Sonderburg brach ein Schaden-

______________ Seite 3, fouer aus, durch welches nicht unerheblicher Schaden ange­richtet wurde. Das Feuer wurde durch Militär auf seinen Herd beschränkt.

Berlin, 25. Juni. DieVoss.Ztg." meldet aus Bern: Im Vuertilower Thal in Graubünden verirrten sich 2 kleine Mädchen von 3 und 5 Jahren im Walde und kamen vor Hunger und Entkräftung um.

Castel, 25. Juni. General Schweinitz war seit mehreren Wochen bettlägerig. Er litt an Magenkrebs.

Esten, 25. Juni. In Borbeck schoß ein 25jähriger Mensch, der gehört hatte, er solle wegen geistiger Störung in eine Anstalt gebracht werden, auf seine Mutter, Schwester und das Dienstmädchen. Er verletzte die Mutter schwer und erschoß sich dann selbst.

Dortmund, 25. Juni. Auf der ZecheZentrum" er­litten durch eine Explosion schlagender Wetter 4 Bergleute Brandwunden. Einer ist bereits gestorben.

Kopenhagen, 25. Juni. Heute Nachmittag traf hier, von Kiel kommend, die DsmpfyachtPrinzessin Viktoria Luise" der Hamburg-Amerika-Linie mit den an Bord befind­lichen Gästen Se. Majestät des deutschen Kaisers und der Hamburg-Amerika-Linie ein. Abends fand an Bord der Yacht ein Diner statt, an welchem der deutsche Gesandte v. Schoen, der dänisch: Minister des Innern Bramson, Vertreter der Kriegs- und Handelsmarine u. A. theilnahmen. Der ^Ge­sandte v. Schoen brachte das Hoch auf den König Christian aus. Minister Bramson erwiderte mit einem Hoch auf Kaiser Wilhelm, dem unermüdlichen Förderer des Weltfriedens.

; s Paris, 25. Juni. Als gestern Abend in der Kaserne am Boulevard Delatour Maubourg der diensthabende Korporal die Thür des Schuppens schloß, in dem Patronenkisten auf­bewahrt werden, erfolgte eine furchtbare Explosion, die im ganzen Jnvalidenviertel verspürt wurde. Der Korporal wurde verletzt. Die Ursache der Explosion ist un­bekannt.

Barcelona, 25. Juni. Die auf dem Wege nach Madrid befindlichen regionalistischen und katalanischen Abgeordneten sind hier eingetroffen und von der Bevölkerung mit begeisterten Zurufen:Es lebe das freie Katalonien!"Tod den Dieben!" Nieder mit Madrid!" begrüßt worden.

London, 25. Juni. Oberst Swayne, Befehlshaber der gegen den Mull ah kämpfenden britischen Truppen, meldet in einer amtlichen Depesche: Er verfolgte den Mullah und dessen Truppen bis zur Grenze des Majertainlandes. Der Mullah sei mit der ganzen Habe nach Mudug und ein Theil seiner Gefolgschaft sei in der Richtung von Illig ent­kommen. Die britischen Truppen-Abtheilungen hätten den Mullah bis 56 Meilen vor Mudug verfolgt. 50 Mann seiner Truppen seien getödtet worden. Die Verfolgung habe er dann aufgegeben, da die Pferde erschöpft waren. Swayne kehrte nach Bokstete zurück, um den Aligherystamm zu be­kämpfen.

London,'s 24. Juni. (Unterhaus.) Im weiteren Lause der Berathung über das Finanzgesetz erklärte Hicks Beach zu bem den Kohlenausfuhrzoll betreffenden Paragraphen, die Kohle, welche auf Grund von Verträgen zur Ausfuhr gelange, die abgeschlossen seien, ehe das Budget dem Parlamente vor­gelegt wurde, werde mit einigen Ausnahmen bis Ende Sep­tember vom Zolle frei bleiben.

Rew-Nork, 24. Juni. Der britische DampferCarlis- lecitz", der von Hongkong über Yokohama nach Honolulu fährt, kam in Sandiego an. Auf der Reise sind 5 Mann von der Mannschaft an der Pest gestorben. Jetzt befindet sich an Bord alles wohl.

Melbourne, 25. Juni. Nach dem amtlichen Berichte belaufen sich die Vertheidigungs-Streitkräfte des australischen Bundesstaates auf 61,223 Mann und 15000 Seekadetten.

Aus dem Gerichtssaal.

Sitzung des Schwurgerichts vom 25. Juni.

Meineid.

Angeklagt ist der Maurer M e i st e r von Zirkenbach des wissentlichen Meineids. Bei seiner Vernehmung vor dem Schöffengericht in Fulda in einer Schlägereiaffäre als Zeuge hat Meister wahrheitswidrig behauptet, er habe sich nie mit einer Schußwaffe groß gethan oder Andere mit Schießen er­schreckt. Der Angeklagte war in vollem Umfange geständig, sodaß auf die Vernehmung der Zeugen verzichtet werden konnte.

Das Urtheil lautet auf 1 Jahr Zuchthaus, 3 Jahre Ehr­verlust und dauernde Unfähigkeit, als Zeuge oder Sachver­ständiger eidlich vernommen zu werden.

Auszüge aus dem Amtsblatt der Königlichen Negierung zu Cassel.

Kilianstädten. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Gemarkung Kilianstädten belegenen, im Grundbuche von Kilianstädten , zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermcrkes auf den Namen des Ackermanns Hein­rich Konrad Ohl (Konrad's Sohn) zu Kilianstädten eingetra­genen Grundstücke, am 21. Oktober 1901, vormittags 10 Uhr, durch das Königliche Amtsgericht zu Windecken verstei­gert werden.

Schiffsbericht.

Der Hamburger Doppelschrauben-SchnelldampferColum­bia" ist am 21. Juni wohlbehalten in New-York einge­troffen.

Der Hamburger DampferPennsylvania" ist am 21. Juni wohlbehalten in New-York eingetroffen.

Hamburg, 22. Juni. Der DampferHellas" von der Hamburg-Amerika-Linie ist vorgestern in Montevideo ein­getroffen.

Bremen, 20. Juni. Der Dampfer des Norddeutschen LloydKaiser Wilhelm der Große" ist vorgestern in New-York ringt troffen.