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Serie 3»

17. Juni

Montag

Drahtnachrichten.

Der Kaiser in Hannover.

Hannover, 17. Juni. Der Kaiser ist heute, früh 5 Uhr 20 Min. mittelst Sonderzuges hier cingctroffen. Er begab sich in offenem Zweispänner nach dem königlichen Reit- Institut, wo er mehrere Abtheilungen besichtigte. Hierauf fuhr der Kaiser nach dem großen Sprunggarten und von dort zur Besichtigung des Königs-Ulanen-Regiments nach der Vahren- walder Heide.

Der Kaiser von Oesterreich in Prag.

Prag, 17. Juni. Kaiser Franz Joseph, welcher sich seiner Umgebung gegenüber äußerst befriedigt über den ohne jeden Zwischenfall verlaufenen Prager Aufenthalt geäußert hat, soll dabei der Erwartung Ausdruck gegeben haben, daß eine wirkliche Versöhnung zwischen den beiden sich feind­lich gegenüberstehenden Völkern bald zur Thatsache werden möchte.

Prag, 16. Juni. Heute früh wohnte der Kaiser einer stillen Messe bei. Um 1 Uhr nachmittags fuhr der Monarch in Begleitung des Stadthalters, der Minister v. Hastel und Nejek im Wagen nach Smichow, wo er von der Gemeinde­vertretung und Vereinen empfangen wurde. Unter Hoch- und Hurrahrufen fuhr der Kaiser hierauf mit Gefolge zur Grund­steinlegung des Taubstummeninstituts, woselbü er von dem Kardinal Fürst-Erzbischof Skebenska, dem Oberstlandmarschall und dem Präsidenten des Herrenhauses empfangen wurde. Nach der Weihe des Grundsteines unterzeichnete der Kaiser die Gedenkurkunde und fuhr sodann zur Blindenversorgungs­anstalt Franzisko Josephine. . Nach einem Nundgange durch die Anstalt begab sich der Kaiser zu Wagen nach Biwg Karl­stein. Auf dem ganzen Wege wurde der Monarch von der Menge auf das Lebhafteste begrüßt.

Prag, 16. Juni. Der Kaiser besuchte nachmittags von der Station Karlstein die von Kaiser Karl IV. erbaute Burg gleichen Namens und kehrte hierher zurück. Den Abschluß der Festlichkeiten zu Ehren des Kaisers bildeten abends eine Illu­mination der Stadt sowie eine Abendgefillschrst beim Grafen Thun. Die.$!hmunation war äußerst glänzend. Um 9 Uhr sand auf der Moldau eine Regatta mit venezianischem Nacht­fest statt. In der Abendgesellschaft, an der außer den Ministern und zahlreichen Abgeordneten die Spitzen der Gesellschaft theil- nahmen, sprach sich der Kaiser dem Bürgermeister gegenüber über den ihm seitens der Bevölkerung bereiteten Empfang in lobenden Worten aW.

Entschädigungsfrage in China.

Berlin, 17. Juni. Nach einem Telegramm desKleinen / Journals" wird aus Peking gemeldet: Die Gesandten haben sich endlich über die Entschädigungsfrage geeinigt. (Alle haben Amerikas Vorschlag angenommen, die Gesammtsumme der Entschädigung mit 450 Millionen Taels zu fixiren, die mit 40/0 zu verzinsen wären. Danach hätte China jährlich 18 Millionen Taels an Zinsen zu zahlen. Mit der Amorti- I sirung der Schuldsumme soll erst in einigen Jahren begonnen werden. Rußland hat seine Einwendungen aufgegeben. Mehrere Gesandten haben noch an ihre Regierungen depeschirt, um deren formelle Zustimmung zu dem einhellig gefaßten Beschlusse zu erlangen. Auch über die Steuer-Quellen, aus denen die Bezahlungen Chinas zu bestreiten sein werden, haben sich die Gesandten geeinigt. Es sollen das sein: Die Abgaben auf Salz, die Inland-Zölle und ein Zuschlag von 5a/o aus See- Zölle. Für diese letzteren hat der amerikanische Gesandte Rockhill bereits die Zustimmung der Mächte erlangt. Auch in Betreff der Details ist vollständige Uebereinstimmung erzielt worden. Ein italienischer Priester aus Schaust bestätigt die Meldung von der vor einigen Wochen erfolgten Massak- tirung von 15 belgischen Priestern und einer Anzahl bekehrter Christen in Ningtiaoling (Süd-Mongolei) durch Soldaten der Prinzen Tuan, Tungfuhsiang und Alarkan. Doch erklärte der Priester, man könne für diese Unthat nicht den Hof ber- antwortlich machen. Der betreffende Bezirk sei das Rendez­vous vieler abgesetzter Beamten. Die jüngste gemein­same Expedition französischer und chinesisch er Tr up p en nach einem chinesischen aufrührerischen Bezirke südlich von Paotingfu schlug fehl, zum Theil wohl infolge von geheimer Vorschubleistung der Chinesen.

Vom Grafen Walderfee.

Yokohama, 16. Juni. Nachdem Graf Walderfee vom Kaiser in Abschiedsaudienz empfangen worden war, begab er sich von Tokio hierher und verweilte gestern hier. Heute begab er sich nach Nikko, von wo er am 18. Juni nach Kobe an Bord derHertha" geht, welche ihn nach Nagasaki bringt.

Der Depeschenwechfel zwischen dem Präsidenten Krüger und der Transvaalregierung.

Brüssel, 16. Juni. Nachdem dieJndäpendance Belge" bereits vor einigen Tagen gemeldet, daß mit Erlaubniß von Lord Kitchener ein Depeschenwechsel zwischen dem Präsidenten Krüger und der Transvaal-Regierung stattfinde, bestätigt sie diese Nachricht heute in formeller Weise und gibt gleichzeitig in großen Zügen jenen Depeschenwechsel wieder. Die Buren- sührer in Standerton hätten dem Präsidenten Krüger die mili­tärische Lage offen dargelegt und beständen darauf, daß unter den einflußreichen Mitgliedern der Burenregierung friedens- fieundliche Strömungen und solche für den Krieg bis aufs Messer sich geltend machten. Die friedensfreundliche Strömung habe jetzt viel die Oberhand gewonnen. Sie sei der Ansicht, daß die Möglichkeit, die Engländer zu besiegen, sehr zweifel­haft sei. Sie halte es vielmehr für ihre Pflicht, sich zu be­mühen, dem Blutvergießen Einhalt zu thun und den Friedens­schluß unter ehrenvollen Bedingungen zu beschleunigen. Präsi­dent Krüger hatte in dieser Angelegenheit am 10. Junr eine besondere Besprechung mit den in Holland befindlichen Führern der Buren und lelegraphirte hierauf am 11, Juni an seine Regierung in Standerton. Die Antwort auf dieses Tele­gramm sei gestern noch nicht eingetroffen. Unter Vorbe­halt theiltJndöpendance" ferner mit, in der Umgebung des Präsidenten Krüger gehe das Gerücht um, er werde einen Er­

laß veröffentlichen, in fdem er die Verantwortung für emen etwaigen Abschluß eines Friedens ohne Sicherung der völligen Unabhängigkeit der südafrikanischen Republik ablehnt.

Vom Vurenkrieg.

Mottens, 16. Juni. Nachdem die in die Kâpkolonie eingedrungencn Buren nach der Grenze von Kaffreira ge^ drängt waren, wollten sie nicht auf das Gebiet der Koffern hinübergehen, sondern brachen wieder nach westlicher Richtung durch. Sie bestehen aus drei Kommandos, unter Kcuitzinger, Fouchö und Myburg, jedes 200 bis 300 Mann stark. Das Kommando Kruitzingers hat die englische Postenlinie zwei Meilen südlich von hier auf dem Marsche nach Westen gestern Nacht durchbrochen. Es heißt, daß die Buren durch die Ein­nahmen von Jamestown sich wieder gut mit Kleidungsstücken und Munition versehen haben. Kruitzinger erzählte einem Farmer, daß der Einmarsch von 23urentommanbo3 erst in seinen Anfängen stehe. Die Buren hätten die Absicht,» die Engländer zu zwingen, die Kapkolonie ebenso zu verwüsten wie die beiden Republiken.

London, 17. Juni. Aus Pretoria wird berichtet: In­folge der Entweichung mehrerer Buren, von denen zwei in jüngster Zeit erschossen worden sind, veröffentlicht die Regierung eine Note, in der sie sämmtlichen Eingeborenen befiehlt, an ihrer Eingangsthür die Liste derjenigen Personen anzuschlagen, die sich bei ihnen befinden, mit Ausnahme der fremden Offiziere, Konsuln und Beamten.

London, 16. Juni. Lord Kitchener meldet vom 15. d. Mts. aus Pretoria. Auf dem Marsche von Salle hatte Ellrot's Kolonne in der Nähe von Neitz am 6. ds. Mts. ein Gefecht mit dem Feinde unter Führung Dewets. Nach heftigem Kampfe wurden 70 beladene Wagen, 10000 Gewehrpatronen und 400 Stück Vieh erbeutet. Es wurden 45 Gefangene gemacht. Die Buren hatten 17 Todte und 3 Verwundete. Die eng­lischen Verluste betragen 20 Todte, darunter 3 Offiziere und 24 Verwundete. Ellrot's Kolonne erreichte Kronstadt.

London, 17. Juni, Lord Kitchener meldet aus Pretoria vom 15. Juni: In der Nähe von Wilmausrust, 20 Meilen südlich von Middelburg in Transvaal, wurden 250 berittene Vckioria-Schützen, welche getrennt von Bcatsons Abtheilung marjchirten, im Lager bei Stccnkoolspruit von einer überlegenen. Streitmacht der Buren am 12, Juni über­rascht. Der Feind kroch bis auf kurze Schußweite heran und überschüttete das Lager mit einem mördcriscken Femr. Zwei Offiziere und 16 Mann wurden gVödtet, 4 Offiziere und 38 Mann verwu-dA. 2 Osfiziere und 50 Mann entkamen nach Beatsons Lager; die Uebrigen wurden gefangen genommen, später aber wieder freigelassen. 2 Maximgeschütze fielen in die Hände des Feindes.

London, 17. Juni. Die heutigen Morgenblätter kommentiren die von Lord Kitchener berichtete englische Schlappe. ^Morning Leader" kommt zu dem Schluß, daß die Buren in Südafrika nach den englischen Siegen auch einmal einen Sieg erfochten haben.Daily Mail" sagt: Unparteiisch gesprochen müsse ein Jeder zugeben, daß die Buren sich in diesem Kriege besser geschlagen hätten als die Engländer.

London, 17. 'Jupi. Die tägliche Verlustliste der eng­lischen Truppen in Südafrika beträgt für gestern 14 Todte, die als vermißt bezeichnet waren, 5 Verwundete, 2 Vermißte und 8 an Krankheit Verstorbene. 80 Gefangene sind wieder in's Lager zurückgekehrt.

Gesandtschaft des Sultans von Thibet.

Odessa, 17. Juni. Hier eingegangenen Meldungen zu­folge befindet sich an Bord des am 24. Juni einlaufenden DampfersTambon" eine aus 7 Mitgliedern bestehende Gesandtschaft des Sultans von Thibet. Die Gesandtschaft wird sich von hier nach Petersburg begeben.

Hochwasser in Bayern.

München, 16. Juni. Infolge der seit 2 Tagen an­dauernden heftigen Regengüsse ist in Oberbayern vielfach Hoch­wasser eingetreten. Auch die Isar ist stark gestiegen. Von vielen Seiten laufen Meldungen über Eiseubahnverkehrs- ftorungen ein. Auch der Durchgangsverkehr auf der Strecke BozenAla ist in der Gegend von Saturn gestört.

Panik.

Wien, 17. Juni. Eine gestern Abend am Praterstern herabstürzende Bogenlampe rief unter dem Publikum eine große Panik hervor. Es kamen dabei mehrere Verletzungen vor. 10 Personen erhielten durch Berührung der von der Bogen­lampe herabhängenden Drähte elektrische Schläge.

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Berlin, 17. Juni. DasBerl. Tagebl." meldet aus Lissabon: Der Dampfer Kronprinz ist hier ein gelaufen und meldet, daß unterwegs Streitigkeiten an Bord zwischen portu­giesischen Soldaten und deutschen Passagieren stattgefunden hätten. Eine Anzahl der letzteren sei verwundet worden. Ein portugiesischer Oberleutnant intervenirte schließlich. Der Schiffs- Kommandant habe sich neutral verhalten.

Budapest, 17. Juni. Die Verhandlungen der Staats- eisenbahn-Direktion mit der aus Reschitza eingetroffenen Ar­beiter-Deputation scheint einen befriedigenden Verlauf zu nehmen. Es ist Hoffnung auf eine Einigung der beteiligten Parteien vorhanden. Der Streik wird voraussichtlich morgen beendet sein.

Paris, 17. Juni. DemMatip". wird aus Algier gemeldet, daß der französischen Behörde ein Brief in die Hände gefallen sei, welcher an die Söhne des aus dem Jahre 1870 bekannten Jnstwgentenführers Mohrini gerichtet war und in welchem stehe, daß die Eingeborenen für den kommenden Winter einen allgemeinen Aufstand vorbereiten.

Paris, 17. Juni. Mehrfach verlautet, daß die Reise der marokkanischen Gesandtschaft nach Frankreich auch be- merkenswerthe wirtschaftliche Ergebnisse haben werde Die Marseiller Kaufmannschaft beschäftigt sich mit verschiedenen Proben, welche bic Handelsbeziehungen mit Marokko er­leichtern und fördern sollen. Es handele sich insbesondere um mehrere große BnuuuterneMungen, welche von framömüeit Geschäften ausge.ührt werden sollen, u. a. soll en Bahn gebaut werden, welche Tanger und die ganze marokkanische

Küste mit Flemcen, Oran, Algier und Tunis verbinden soll. Die marrotkanische Regierung habe dieses Projekt im Prinzipe bereits angenommen.

Hus aller Melt.,

C Automobil-VerkKUfs-Ausstelluttg in Frank­furt a. M. In den Monaten August und September d. I. findet in der großen Gewerbehalle auf dem Frankfurter Ausstellungsparke eine Automobil-Verkaufsausstellung itatt, die den Automobilhândlern und den mit dem Automobilismus zu­sammenhängenden Branchen zum Vortheil gereichen soll. Das Interesse für den Automobilismus ist in Frankfurt a. M. und Umgegend ganz rapid im Steigen begriffen, aber dieses Interesse gereicht den Automobilhändlern und durch sie auch den Fabrikanten nur dann zu einer finanziellen Annehmlichkeit; wenn Derjenige, der mit dem Gedanken umgeht, sich einen Selbstfahrer zuzu- lezen, Wagen sieht. Er will Vergleiche anstellen, will diese und jene Type im Betriebe sehen und sie probirt haben, ehe er sein Geld hinlegt. Das Prospekt einer Automobil-Ver­kaufsausstellung, auf der auch gebrauchte Wagen zum Verkauf ausgeboten werden sollen, hat dasselbe in den Kreisen der Händler und Fabrikanten Anklang gefunden und schon ehe die Prospekte in die Welt hinausflatterten, lag eine Reihe von Meldungen vor. Die Gewerbehalle in der Posenausstellung eignet sich ganz vorzüglich zu einer Automobil-Verkaufsaus­stellung und die in der nächsten Nähe vorüberziehende Forst­hausstraße außerordentlich gut für Probefahrten. An der Spitze des Unternehmens, das voraussichtlich zu einer perma- nennten, allen Fabrikanten und Händlern zu einem sehr billigen Preise dienenden Verkaufs-Ausstellung führen wird, steht Herr Müller-Herfurth, der gerne jede Auskunft ertheilt. Spiritus-, Benzin-, Elektromotoren wird die Verkaufsausstellung bringen und namentlich die in Frankfurt und in seiner nächsten Nachbarschaft vertretenen Werken aufweisen. Die Ausstellung ist nicht gedacht wie die vorjährige, auf der die Firmen oft tausende für Dekoration ausgaben, sondern einfach aber zweck­dienlich und überall zeigend, daß sie im Dienste des Handels und der Industrie steht. Sie ist ein Produkt praktischen Sinnes und nicht ein Schaustück für müßige Neugierde, sie will den Automobilhändlern helfen i^.e Fabrikate an den Mann zu bringen und nicht den Damen eine Gelegenheit geben, einmal spazieren fahren zu können. Um den Ausstellern ein äußeres Zeichen für ihre Verdienste um die erste Frankfurter Automobil- Verkaufs-Ausstellung zu geben, hat die Verwaltung beschlossen, Herrn Bildhauer Wilhelm Schwind, den rühmlichst be­kannten Meister, lyit der Anfertigung eines Entwurfs zu einer Medaille zu beauftragen, die zweifellos hoch künstlerisch aus­fallen wird.

Ein Droschkenpferd mit einem Strohhut ist jetzt in Berlin auch Ecke Koch- und Friedrichstraße vor der Fahrpreisanzeiger-Droschke Nr. 2703 zu sehen. Der Hut ist, w'e es scheint, aus einer Bastmatte hergestellt. Er hat etwa einen halben Meter im Durchmesser; die Krempe ist umnäht. In der Mitte hat der Hut zwei mit rother Borte eingefaßte Löcher für die Ohren. Dadurch, daß er mit Bändern am Kopfhalfter befestigt wird, krümmt sich der ganze Hut etwas hohl nach unten, ähnlich wie einHelgoländer". Der Hut sitzt thatsächlich so, daß er den Nacken und den Kopf bis fast zu den Nüstern gegen unmittelbare Bestrahlung durch die Sonne schützt, Derartige Hüte sind bei starker Hitze für die Pferde eine große Wohlthat, deren Einführung nach südfran­zösischem Muster immer befürwortet wurde. Die Besitzer der Pferde schützen sich selbst durch die kleine Ausgabe vor dem Schaden, der ihnen durch Hitzschlag der Thiere sonst er­wachsen kann.

' Alte Liebe rostet nicht. Nicht vergessen hat eine Frau in Halle a. S. ihren ehemaligen Bräutigam, einen in Tirschtiegel verheirateten Schuhmacher. Sie ist vor kurzem ihrem Mann im Tode gefolgt und hat ihr gesummtes Ver- mögen im Betrage von mehreren tausend Mark, da sie kinder­los war, ihrem früheren Bräutigam vermacht.

Die Erdbeerrauken müssen sobald als möglich ent­fernt werden. Je eher man sie entfernt, desto besser ist es für die Pflanzen und die sich entwickelnden Früchte. Nur dort, wo man auf eine zahlreiche Vermehrung neuer Sorten rechnet, und weniger auf Ertrag achtet, findet das Belassen der Ran­ken giltige Begründung.

Patent-Ertheilungen.

Nr. 122 345. Hebelausschalter für Hochspannungsanlagen. Voigt LHaeffner Aktien-Gesellschaft in Frank­furt a. M. - Bockenheim vom 3. April 1900 ab. Kl. 21c.

Nr. 122 313. Verfahren zur Beleuchtung von Personen oder Gegenständen für photographische Aufnahmen. J. Schmidt in Frankfurt a. M., Kaiserstraße 3, vom 27. März 1900 ab. Kl. 57c.

Nr. 122 367. Tafelwischer. Deutsche Schwamm- Imp ort-Gesell s ch aft, Croll & L and gre be in Cassel, vom 9. September 1900 ab. Kl. 70e.

Nr. 122 686. Verfahren zum Schwarzfärben von Wolle mit Monoazofarbstoffen. Farbwerke vorm. Meister Lucius & Brüning in Höchst a. M., vom 8. Juli 1899 ab» Kl. 8k.

Nr. 122 607. Verfahren zur Darstellung von Mesochlor- und Mesobromakridin. Kalle L Co. in Biebrich a. Rh./ vom 19. Juni 1900 ab. Kl. 12p. - /

Schiffs-Nachricht-it.

(Mitgetheilt von Paul Klein, Agent der «Red Star Linie', Antwerpen.)

Der PostdampferSouthwark" derRed Star Linie" in Antwerpen ist am 10. Juni wohlbehalten in New-Aork angekommen.

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