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37. IahNesversammLmtg dsr ZüdWLstdsütschtu Konferenz für Innere Mrffton.
Friedberg, 13. Juni..
Die Südwestdeutsche Konferenz für Innere Mission, welche die Vereine für Jnnnere Mission in Baden, Hessen, der Pfalz, Elsaß - Lothringen und in Frankfurt a. M. umfaßt, beging gestern und heute ihre 37. Jahresversammlung in unseren Mauern. Die Verhandlungen begannen um 10 Uhr in der Burgkirche. In Vertretung des derzeitigen Vorsitzenden der Konferenz Freiherrn von Göler (Baden) eröffnete Herr Stadtpfarrer Mühlhäußer von Karlsruhe die Konferenz und begrüßte die zahlreich Versammelten (ca. 300 Theilnehmer) in herzlichen Worten. Als Vertreter an den Verhandlungen hatte das Oberkonsistorium von Darmstadt Herrn Oberkonsistorialrath D. Flöring gesendet, das Kgl. Konsistorium von Wiesbaden Herrn Konsistorialrath Jäger, die Großh. Hessische Negierung Herrn Regierungsrath Holzinger, die theolog. Fakultät der Universität Gießen Herrn Prof. Dr. Drews, der Kirchenvorstand von Friedberg Herrn Seminardirektor D. Weiffenbach, welcher zugleich auch im Namen des Predigerseminars sprach, die Stadt Friedberg Herrn Beigeordneten Hieronimus, der Zentralausschuß für Innere Mission in Berlin Herrn Pfarrer Fritsch und die evangelische Gesellschaft Stuttgart Herrn Stadtpfarrer Kopp von Stuttgart. Bis diese abgesandten Vertreter ihre Grüße überbracht und die Gesammt-Konferenz der regsten Antheilnahme an ihren Bestrebungen versichert hatten, war es ^112 Uhr geworden. Nun erstattete Herr Oberkonsistorialrath i. P. Waas von Gießen das erste und Hauptreferat über das Thema: Wie schärfen wir unserem Volk das Gewissen für seine Erziehungspflicht? In ernsten, überaus eindringenden und zu Herzen gehenden Worten wies er zunächst hin auf den bestehenden Nothstand und stellte fest, daß die Klage über die zunehmende Pietät- und Sittenlosigkeit der Heranwachsenden Jugend vollberechtigt ist. Das beweist schon ein Blick in die Statistik der Verurteilungen Jugendlicher (solcher im Alter von 14 bis 18 Jahren). Die Zahl betrug im Jahre 1882 ca. 30 000, in 1895 dagegen 45 329, also eine Steigerung um die Hälfte. Der Schaden hat seinen Grund darinnen, daß von vielen Seiten her gegen die Säule der christlichen Grundanschauung gekämpft wird, von der Sozialdemokratie, wie von Nietzsche, der das Böse des Menschen beste Kraft nennt, von dem Pessimismus wie von einem oberflächlichen Optimismus, der nichts Böses gelten lassen will. Dazu kommen soziale Einflüsse, wodurch große Massen fast ganz von selbst jeglicher Autorität entrückt werden. Die berufenen Erzieher als Vater und Mutter werden theilweise außer Wirksamkeit gesetzt, die fundamentalen Ordnungen der Ehe und Familie würden schnöde gelockert und das 4. Gebot frech übertreten. An der Hauptkcaft der Erziehung werde gerüttelt, wenn nicht mehr gemeinsam gebetet werde. . Dagegen treten Erzieher und Einflüsse bedenklicher Art in Wirksamkeit, namentlich in dem Alter, in dem die auch in gewöhnlichen Zeiten schwierige und gefährliche Lösung von dem Uebergewicht der elterlichen Autorität geschehe, und das gegenwärtig Zmter ganz besonderen Versuchungen stehe, die Jahre nach der Schulentlassung. Daraus ergeben sich erzieherische Winke für die Kirche. Sie hat das Heiligthum gegenüber dem Zweifel zu wahren. Sie soll die Heiligkeit der Ehe und Familie schützen. Die Kirche muß ferner ihr Augenmerk auf die Feinde richten, Ungenügsamkeit, gesunkener Lebensmuth, Unkeuschheit. Auch der Staat hat feste Ordnungen zu schaffen, durch obligatorischen Fortbildungsunterricht, der nachmittags zu ertheilen sei und in dessen Plan auch Religionsunterricht gehöre, auf die Jugend einzuwirken. Besonderes Erziehungsobjekt sind die Gefährdeten der Jugend
Nach diesen nur kurz sktzzttten Ausführungen schloß Die Vormittags-Versammlung, um nachmittags mit zwei Korreferaten „Was kann die Schule thun" und „Was kann die Familie thun" einzusetzen.
Die Nachmittagsversammlung begann ^w Uyr. Sie brachte die zwei Korreferate zum Vormittags-Hauptreferat: „Wie schärfen wir unserem Volke das Gewissen für seine Erziehungspflicht !" Herr Oberlehrer Müller-Lauterbach behandelte die Frage: „Was kann die Schule thun?" Seinem mit praktischen Winken reich ausgestatteten Vortrag lagen folgende Thesen zu Grunde:
1. Gegenüber den schweren Gefahren, Denen die Jugend unserer Zeit ausgesetzt ist, hat die Schule die Pflicht, ihre Aufgabe in dieser Beziehung fester ins Auge zu fassen. Religiös- sittliche Erziehung der Jugend ist nicht eine der Aufgaben der Schule unter anderen, sondern ihre vornehmste Aufgabe. 2. Die Schule kann dieser Aufgabe nur gerecht werden, a) indem sie den Stoff des Unterrichts sorgfältiger auswählt, und b) indem sie diesen Stoff sorgfältig bearbeitet. 3. Hinsichtlich der Zucht gilt es, die Hauptschäden unserer Zeit energisch zu bekämpfen und einen engeren Anschluß an das Elternhaus herzustellen. 4. Die Fortbildungsschule ist für die religiös-sittliche Erziehung ihrer Schüler vorerst auf zwei Fächer angewiesen: Gesetzeskuude resp. Volkswirthschaftslehre und Lesen.
5. Der Staat ist verpflichtet, diejenigen Hindernisse zu beseitigen, die der Schule die Erfüllung ihrer Aufgabe erschweren. Zu diesen Hindernissen gehören: a) Ueberfüllung der Klassen, b) häufiger Lehrerwechsel, c) Mängel im Lehrplan.
Herr Stadipfarrer Wurster-Heilbronn behandelt das Dhema: Was kann die Familie thun? Er hatte folgende Thesen gestellt:
1. Die Familie braucht, um ihrer Erziehungspflicht bester nachzukommen, mehr Zeit (welche jetzt von Arbeit, Wirths-
Saurstag
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Die sich nun an das Referat und die beiden Korreferate anschließende lebhafte Diskussion beleuchtete die Hauptfrage noch von verschiedenen Seiten und brachte noch neue Einzelvorschläge, zeigte aber au$, daß das so erstrebte Ziel nur erreicht werden könne auf dem Grunde einer sittlich religiösen Erneuerung unseres Volkes überhaupt, an der Jeder zu arbeiten habe, der sein Volk lieb hat. Die Diskussion mußte um Uhr geschlossen werden, da um 6 Uhr der Festgottesdienst begann. In diesem verrichtete Herr Direktor D. Weiffenbach den durch zwei treffliche Chorgesänge des hiesigen eoangl. Kirchengesangvereins verschönerten liturgischen Dienst, während Herr Pfarrer Kanzler von Speier (am dortigen Diakonissenhaus) über Jer. 2, 13 und Jes. 12, 3 die geisteslräftige und mächtig packende Predigt hielt. Abends ^20 Uhr sammelten sich die Festtheilnehmer und ein gut Theil Friedberger wieder im Saalbau, um nach des Tages Arbeit und Berathungen noch ein wenig gesellig beisammen zu sein. Herr Pfarrer Widmann aus Darmstadt, der Vorsitzende des Hessischen Zweiges der Konferenz, dankte den Friedbergern für die freundliche Aufnahme der Festgäste und forderte dieselben aus, recht treue Freunde der Inneren Mission zu werden imb zu bleiben, wie es schon ihre Väter gewesen. Herr Direktor D. Weiffenbach gab diesen Dankesgruß zurück mit dem Hinweis bar auf, daß auch die Friedberger zum Danke verpflichtet seien für die geistige Bereicherung, die sie durch die Tagung erfahren durften. Dazwischen wechselten Gesangs- und Musikoorträge. Zum Schluß erzählte Herr Pfarrer Fritsch aus Berlin, ein alter Friedberger, in überaus lebendiger, auffassender Weise aus dem reichen Leben der Inneren Mission und dann der deutschen Seemanns- mission insbesondere, sodaß die schönen Stunden rasch dahinflogen. Es war ein Tag reich an Eindrücken, möchten sie auch recht tiefe und nachhaltige sein.
Die zweite Tagung wurde eingeleitet durch eine vom Pfarrer Wissig-Bad Nauheim über Jakob. 5, 16 gehaltene Morgenaudacht, die um ^9 Uhr ihren Anfang nahm.
Als Ergebniß der gestrigen Verhandlungen werden zunächst folgende Resolutionen einstimmig angenommen: 1. die von Professor Krieg-Kaiserslautern lautet:
„Die 37. Jahresversammlung der südwesideutschen Konferenz hält es für dringend nothwendig, daß die schulentlassene Jugend nicht sich selbst und verderblicher Beeinflussung überlassen, sondern durch möglichste Stärkung der Autorität von Familie, Schule, Kirche und Staat erziehlich beeinflußt werde. Durchdrungen von der Ueberzeugung, daß ohne Gottesfurcht und Gebet keine wahre Erziehung möglich ist, erbittet sie von der Familie, Schule, Kirche und Staat kräftigere und nachhaltigere Bemühungen und erkennt zugleich die Nothwendigkeit gesetzlicher oder freier Ordnungen, welche die Heranwachsende Jugend einschränken und schützen. Sie beauftragt die Konferenzansschüsse, nach Kräften die erkannten Schäden aufzudecken unb Mittel und Wege aufzuweisen, um die Erziehung unseres nachwachsenden Geschlechts in christlichem Sinne zu beeinflussen."
2. Die von Pfarrer Fritsch-Ruppertsburg:
„Die am 14. und 15. Juni zu Friedberg tagende Jahresversammlung der südwesideutschen Konferenz für Innere Mission nimmt mit Bedauern davon Kenntniß, daß, wie die Presse meldet, der § 228 der hessischen Polizeiverordnung, welcher den Ausschank während der Gottesdienst- zeit verbietet, nicht mehr gehandhabt werden soll. Sie spricht den Wunsch aus, daß dieser § 228, wenn auch aus dem Wege der Gesetzgebung zeitgemäß umgestaltet, seinem Hauptinhalt nach in Geltung bleibe und insbesondere zum Schutze der Heranwachsenden Jugend gehandhabt werde."'
Hierauf kam es zur Verhandlung des letzten Punktes der Tagesordnung, des Themas „Unsere Pflicht gegenüber den Lesebedürfnissen des Volkes". Der Referent, Herr Pfarrer Dr. Rich. Weitbrecht in Wimpfen, erörtert dasselbe in l1^ stündiger interessanter und höchst sachkundiger Weise. Nachdem er, soweit das sehr dürftige Litteratur-Material dies gestattet, eine Statistik über die am meisten gelesenen Bücher und Zeitschriften gegeben und den verderblichen, unendlich viel Schundwaare ins Volk schleudernden Colportage-Handel gebührend illustrirt und gegeißelt, auch die Uebel des Zeitungs- und Wochenschriften-Wesèns bloßgelegt hatte, wies er darauf hin, daß für eine einheitliche Volksschriftstellerei die Zeit vorüber sei. Vielmehr müsse, nachdem dir Sozialdemokratie die Lesesrage für ihre Genossen ganz sozialistisch — mit Ausschluß aller religiösen und patriotischen Stoffe — geregelt habe, auch die ev.-christliche Gegenwirkung das Lesebedürfniß der Gebildeten, des Handwerkermittelstandes, der Arbeiter und der Bauern unterscheiden und besonders behandeln.
Die aufgestellten Thesen waren folgende: 1. In allen Schichten des deutschen Volkes ist Lesebedürfniß vorhandell; aber die Stärke des Bedürfnisses und die Art seiner Befriedigung ist sehr verschieden. 2. Der Geschmack, die Bildung und die Sittlichkeit werden vielfach durch Lesen verdorben, insbesondere durch Zeitungen, Zeitschriften und Kolportagelitteratur. 3. Es ist Pflicht Aller, die ein Herz für unser Volk haben, dem Lesebedürfniß in der rechten Weise entgegenzukommen und dem Volke gesunde Geistesnahrung zu geben. 4. Man darf den Lesern nicht einfach bieten, was sie lesen wollen, aber auch nicht das aufdrängen, was sie lesen sollten. Die durch das Lesebedürfniß gestellte Aufgabe ist eine volkserzieherische. 5. Es ist um des Friedens der Stände und der Einheit der Nation willen wünschenswert, daß alle Stände möglichst aus den gleichen geistigen Bildungs- und Genußquellen schöpfen.
6. Die Mittel, um das Lesebedürfniß zu befriedigen, sind: Volksbibliotheken, Lesehallen, Lesezirkel, Einzel- und Massenverbreitung guter Schriften, Vortrags- und Volksunter- Haltungsabellde.
Schließlich wurde folgende Resolution von Pfarrer Kayser- Frankfurt angenommen:
15. Juni
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„In der Erkenntniß der Gefahren, welche die sittlich und religiös verderbliche Litteratur, besonders auch der periodischen, auf unser Volk ausübt, aber auch der außerordentlichen Bedeutung der Wirkung des gedruckten Wortes auf die Volksseele, richtet die Konferenz an ihre Freunde die dringende Bitte, sowohl der in ihrem Kreise verbreiteten Litteratur sorgfältigste Aufmerksamkeit zu widmen, als auch durch litterarische Mitarbeit und Förderung der Verbreitung guter Litteratur sich zu betheiligen. Hierzu sind die vom Referenten gemachten praktischen Vorschläge zu empfehlen."
Es folgten nun noch: Berathung der Ausschüsse, die Be- : sichtigung der hiesigen Veranstaltungen der Inneren Mission, ein Festessen und ein Ausflug nach Bad-Nauheim. Möge von bem herrlichen Feste ein reicher Segen auf die ev. Kirche aus- ; gehen.
Sport.
Die iriteruatiouale AuLomobilferrtfohrt Paris -Berlin, welche, wie wir kürzlich berichteten, in zwei Abtheilungen vor sich geht, wird folgende Orte berühren:
a) Die Tourenfahrer verlassen Paris am 22. Juni, treffen am 23. abends in Luxemburg ein.
24. Juni: Abfahrt 7 Uhr früh Luxemburg, sodann Greven- macher, Trier, Hetzerath, Wittlich, Bengel, Alf, Eller, Kochem, Carden, Moselfähre Treis-Brodenbach, Coblenz.
25. Juni: Abfahrt 7 Uhr früh Coblenz, sodann Boppard, Oberwesel, Niederheimbach, Bingerbrück, Mainz, Kastel, Hattersheim, Höchst, Frankfurt a. Ak.
26. Juni: Abfahrt 7 Uhr früh Frankfurt a. Vk., sodann Hanau, Gelnhausen, Wächtersbach, Schlüchtern, Fulda, Hünfeld, Rasdorf, Vacha, Dorndorf, Marksuhl, Eisenach.
27. Juni: Abfahrt 7 Uhr früh Eisenach, sodann Mechterstädt, Gotha, Erfurt, Weimar, Naumburg, Schönburg, Weißenfels, Lützen, Markranstädt, Leipzig.
28. Juni: Abfahrt 7 Uhr früh Leipzig, sodann Delitzsch, Bitterfeld, Gräfenhainichen, Wittenberg, Marzahne, Treuenbrietzen, Beelitz, Potsdam.
29. Juni: Abfahrt 8 Uhr früh Potsdam, sodann Glienicker Brücke, Wannsee, Pichelsberg, Neue Welt, Trabrennbahn Westend.
b. Die Rennfahrer verlassen Paris am 27. Juni und treffen an demselben Tage abends in Aachen ein, nachdem sie diesseits der Grenze die Orte Steinmetz, Schirm, St. Vith, Mirfeld, Bütgenbach, Elsenhorn, Kaltenherberg, Montjoie, Imgenbroich, Rötgen, Cornelimünster durcheilt haben.
28. Juni: Abfahrt 5 Uhr früh Aachen, sodann Aldenhoven, Jülich, Bergheim, Köln, Wevelinghoven, Neuß, Düsseldorf, Kaiserswerth, Duisburg, Oberhausen, Dinslaken, Wesel, Schermbeck, Haltern, Dülmen, ' Appelhülsen, Münster, Telgte, Warendorf, Rheda, Gütersloh, Bielefeld, Herford, Oynhausen, Minden, Bückeburg, Stadthagen, Gr.-Nenndorf, Hannover.
29. Juni: Abfahrt 5 Uhr früh Hannover, sodann Burgdorf, Peine, Vechelde, Braunschweig, Königslutter, Helmstedt, Erxleben, Eichenbarleben, Magdeburg, Friedrichsstadt, Burg, Genthin, Plaue, Brandenburg, Gr.-Kreuz, Potsdam, Spandau, Westend (Trabrennbahn).
Beide Abtheilungen haben eine Strecke von fast 1200 km zurückzulegen.
------ - - - ^ -' ^girarL-ttMfc^WSOEEmraraSEi^^ ■ in 'I ■■— '■■■'■ - handel, Gewerbe und Verkehr.
Berlin, 14. Juni. Zu der am 17. ds. Mts. statt- finbenben Wollauktion sind 11 500 Zentner deutsche Wollen angemeldet, enthaltend 6000 Zentner Rückenwüsche und 5500 Zentner ungewaschene.
Dresden, 14. Juni. Der Vorstand der Aktiengesellschaft Elektrizitätswerke vormals Kummer u. Co., Dresden, beantragte heute beim Amtsgericht Dresden die Eröffnung des Konkurses über das Vermögen der Gesellschaft.
Forst i. Laust, 14. Juni. (Wollauktion). Von den ausgestellten 5112 Zentnern deutsche Schweißwollen und Rückenwäschen wurden 3145 Zentner verkauft. Erzielt wurden für Merinos 40—52, für Lammwollen 44—66, für Kreuzzuchten 30—45 Mark. Letztere waren sehr vernachlässigt. Rückenwäschen brachten 105—131 Mark; zurückgezogen wurden nur zu hoch limitirte Wollen. Die nächste Auktion findet Mitte August statt.
Philadelphia, 14. Juni. Die Zeitung „North American" meldet: Britische Kapitalisten seien nach Amerika gekommen, um alle nicht zu dem Morgan'schen Stahltrust gehörigen guten Stahlgesellschaften aufzukaufen.
Frankfurt a. M., 14. Juni. (Ab end börse.) Kreditaktieu 211.80 b. Diskonto - Kommaudit 181.10—40 b. Deutsche Bank 196—195.80 b. Nationalbank 124 b. Anatolier 87.90 b. Staatsbahn 143.50 b. Lombarden 25.30 b. Zellstoff Dresden 68 b. Schlickert 138.50 b. Harpener 174.30 b. Gelsenkirchener 172.35 b. Bochumer 183.25 b. Laura 200.50 b. Griechen 45.50 b. Argentinier 78.70 b, do. innere 77.30 b.
Umsätze von 6V4—6*/2 Uhr: Diskonto-Kommandit 181 b.
Die Abendbörse zeigte auf allen Gebieten eine bessere Haltung. Von fremden Fonds würben besonders Argentinier auf London höher umgesetzt.
Berlin, 11. Juni. Produktenmarkt. Weizen per Juli 169,50. per September 170.50, per Oktober 170.75.
Roggen per Juli 140.—, per September 141.75, per Oktober 141.75.
Hafer per September 129.—, per Oktober —.—.
Mais amerik. Mixed loco, per Juli 108.75, per September 108 25
Rüböl per Oktober 52.60, per November—.—.
Spiritus, 70er loco —.—, 50er —.—.
Hamburg, 14. Juni. Kaffee good raverage Santo. Schluß-Kurse per September 29 V2, per Dezember 30V4 Pf.
Amsterdam, 14. Juni. Weizen per November —.—, per März 1902 —.—, Roggen per Oktober —.—, per März 1902 —.—. Leinöl loco 353/s, per Juli-August 34V«, per September-Dezember 29V4, per Januar-Mai 1902 26Vs. Banca-Zinn loco 778/4. Billiton loco 78V».