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/ __ I__ ^ - ,yn ix.f2il<j*^»"-",**i'**vihTi^*,*frfTni1- tfiyivra*^ st^X-iäKaCBMinaM» — __u x *■■ - / * Parolemstsik. Die Jnfantcriekapelle spielt morgen / Mittag im Schloßgarten folgende Stücke: Ouvertüre zur
/ Operette „Frau Luna" v. Linke; Mimosa, Walzer au^ ber Operette „Die Geisha" v. S. Jones; Largo, v. Handel; Gr. Fantasie aus der Jap. Operette „The Sjashmak" von Lambelet; König Karl-Marsch von Unrath.
* ^tefili^ÜfporL Morgen Sonntag den 16. l. M. findet der Retour-Match der 1. Mannschaft dès Hanauer Fußballklubs „Viktoria 1894" contra 1. Mannschaft des Frankfurter Fußballklubs „Viktoria" auf hiesigem Exerzirplatz statt. Dieses Weltspiel dürfte von Bedeutung sein und kann man auf das Resultat gespannt sein. Dasselbe wird gegen ^zö Uhr seinen Anfang nehmen.
* Rudersport. Die Tage der Frankfurter Regatta nahm. Beide Rudervereine üben fleißig, da sie unsere Vaterstadt in mehreren Rennen vertreten werden. Die „Hanauer Rudergesellschaft 1879" übt fleißig im Zweier ohne Steuermann. Beide Herren arbeiten sehr gut zusammen und geben recht beachtenswerthe Gegner ab. Die Junioren in dem neuen, von Leux erbauten Vierer machen gute Fortschritte. 3 und 4 rudern technisch gut, 1 hat noch manchen Fehler, besonders im Schwingen, 2 muß die Hände schneller weg nehmen, hat sich aber sonst sehr gebessert. Der Seniorvierer führt auch zuweilen. Nr. 4 scheint aber die Kraft zu schnell auszugeben. Die „Hassia", schon bekannt durch die Siege im vorigen Jahre, rudert auch fleißig. Der Einsatz beim Seniorenvierer ist sehr gut, jedoch geht 1 und 2 zu früh mit dem Sitz weg. Im Einser wird auch gefahren, jedoch ist da noch viel zu verbessern. Möge beiden Vereinen die Regatta einen Preis einbringen.
(§) Ausstellung Samoa. Im Zoologischen Garten Frankfurt a. M. sieht man bereits die Vorbereitungen für die Samoaner-Schaustellung, die dort am 20. Juni eröffnet werden und bis zum 8. Juli dauern wird. Das Arrangement wird diesmal ein ganz anderes wie bei früheren Schaustellungen sein. Die Truppe, die jetzt im Dresdener Zoologischen Garten weilt, ist anders zusammen- gesetzt, wie die, welche vor 4 und 5 Jahren hier war, auch die Art der Vorführungen ist anders und so wird auch diePlaci- rung im Garten eine andere sein. Die große Bretterwand, hinter der nur gegen besonderes Eintrittsgeld alle seitherigen Schaustellungen von Völkertruppen zu scheu waren, bleibt ror, an den Ufern des großen Weihers wird das Volk seine Hütten aufschlagen, an geeigneten Stellen werden Estraden für die einzelnen Vorführungen errichtet; die Besucher des Gartens werden von verschiedenen Stellen aus, frei im Garten verkehren, bald dies, bald jenes mitanzusehen Gelegenheit haben, nach einer Seite hin wird die natürliche Szenerie durch ein Tropenbild von ungeheuren Dimensionen abgeschlossen werden und so mitten im Garten eine Südseelandschaft entstehen, in der das Leben und Treiben in unseren Kolonien recht anschaulich vor Augen geführt wird.
* Abgestürzt. Der bei dem Rumpf'schen Neubau am Auheimerweg beschäftigte Tagelöhner Stecho von hier verunglückte heute Morgen kurz nach Beginn der Arbeitszeit. Er stand auf dem Laufbrett und nahm das in einem Eimer hinaufbeförderte Material in Empfang. Jedenfalls infolge eines Fehltrittes stürzte er herunter und zog sich schwere Verletzungen zu. Der Sturz erfolgte aus einer Höhe von etwa 12 Meter. Nach Anlegung eines Nothverbandes wurde er per Tragbahre ins Landkrankenhaus gebracht.
* Schwurgericht. Für die am nächsten Montag den 17. d. M. unter dem Vorsitz des Herrn Oberlandesgerichts- raths Ebenau aus Cassel beginnenden Schwurgerichtsverhand- lungen sind bis jetzt folgende Strafsachen auf die Terminsrolle gesetzt: Montag: Buch, Fabrikarbeiter Fulda, Sittlichkeitsoerbrechen. Dienstag: Kammerer, Arbeiter, Gelnhausen, Körperverletzung. Mittwoch : Ehefrau Müller, Orb, Urkundenfälschung. Donnerstag u. f.: Horst und Kalbfleisch, Hellstein, Brandstiftung.
* SehensWürdTgksiten. „Museum der Wetteraui- schen Gesellschaft" (Altstädtcr Schloß, eine Stiege hoch): Geöffnet an Sonn- und Feiertagen vormittags von 11 bis l3/a Uhr. Kindern ohne Begleitung Erwachsener ist der Eintritt nicht gestattet.
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S Langerrselhold, 14. Juni. (Weid e.) Zur Weide werden zur Zeit an nahezu 1400 Stück Gänse getrieben. Die Eigenthümer haben für jede zur Weide gehende Gans 40 Pfg. Lohn pro Jahr an den mit dem Austrieb betrauten Hirten zu zahlen. Die Zahlung dieses Lohnes erfolgt in 2 Raten und zwar dergestalt, daß die erstere zu Johanni (24. Juni) und die andere nach Beendigung des Austriebes (1. Oktober) des Jahres seitens des Hirten erhoben wird.
X Langenselbold, 14. Juni. (Diebstahl.) Gestern Abend nach eingetretener Dämmerung machte sich die Ehefrau eines hiesigen Einwohners damit zu schaffen, von dem in unmittelbarer Nähe des Ortes belegenen Grundstücke des Oekonomen B. hierselbst, welches derselbe theilweise mit Dick- murzel- und sonstigen Krautpflanzen bestellt hatte, mehrere Hunderte solcher Pflanzen durch Ausrupsen sich anzueignen. Der Transport derselben sollte mittelst zweier Körbe (Mahnen) nach der Wohnung ihres Ehemannes erfolgen. Aus dem Wege dorthin passirte sie die Wohnung des Bestohlenen, welcher bereits der Frau auflauerte, da ihm von dem Diebstahl durch Augenzeugen Mittheilung gegeben worden war. Der Bestohlene nahm der Frau die Körbe ab und entleerte deren Inhalt. Die Frau zog dann mit ihren leeren Körben ab. Kurz daraus kam dieselbe wieder zurück und bat den Bestohlenen unter Zugestândniß der That um Verzeihung und er möge von einer Anzeige Abstand nehmen. B. wies jedoch die Zu- muthung ab und erstattete Anzeige bei der zuständigen Behörde auf Bestrafung der Frau.
t Wittdscksn, 14. Juni. (Stiftungsfe st.) Am 23. und 24. d. M. wird der hiesige Gesangverein „Liederkranz" sein 25jähriges Stiftungsfest feiern. Der Festausschuß hat schon vor geraumer Zeit das Programm aufgestellt und inzwischen weitgehende Vorkehrungen getroffen, um den hiesigen Einwohnern und ben in großer Anzahl zu erwartenden Gästen eine angenehme Abwechselung zu bieten. Als Festplatz dient
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die an der Nidder gelegene Bleichwiese. Als Vereinsivirth ist Herr Schüßler von Hanau angenommen.
—i. Groh anheim, 13. Juni. (Kath. Jünglingsverein.) Der Verlauf des gestrigen Vereinsabends des hiesigen katholischen Jünglingsvereins kann wohl mit Recht als einer der schönsten bezeichnet werden; weilte doch zum ersten Mal der hochw. Herr Kaplan Wilke als nunmehriger Präses des Vereins in unsrer Mitte. Leider war nur ein kleiner Theil der Mitglieder erschienen. Absingen erbauender imb fröhlicher Lieder, Solovorträge, Musikeinlagen seitens des hochw. Herrn Präses, zur Begeisterung anspornende Reden u. s. w. boten eine schöne Abwechselung. Den anwesenden Mitgliedern wird dieser Abend gewiß ein Sporn sein, von jetzt ab keine Versammlung mehr zu versäumen, auch Freunde und Bekannte als Mitglieder zu gewinnen suchen, damit der Jünglingsverein doch endlich nach so vielen Versuchen einmal zu einer für Großauheim würdigen Blüthe sich entwickle und nicht nur, wie seither, nur einmal im Jahre durch theatralische Aufführungen, sondern öfter etwas von sich hören lasse. Die Versammlungen finden alle 14 Tage im Vereinslokale (Gasthaus zum goldnen Anker) und zwar am Donnerstag statt. Mögen sich recht viele Jünglinge bei der nächsten Zusammenkunft am 27. d. M. einfinden, um sich an den Darbietungen zu erfreuen und Nutzen zu ziehen für das spätere Leben. .
Hanauer Nereiüsnachrichtskr
für Samstag den 15. Juni.
Kunswerein: In der Aula der Königs. Zeichenakadcmie: Ausstellung von Gemälden, Zeichnungen rc.; geöffnet von vormittags 10 bis nachmittags 5 Uhr.
Sommertheater auf Beck's Felsenkeller: Abends 8 Uhr: Vorstellung.
Evang. Manner- und Jünglingsverein:. Unterhaltung (Evang. Vereinshaus).
Christlicher Arbeiterverein: Vereinsabend und Mitgliederaufnahme im Bereinslokalc zum „Elephanten'"
Turngemeinde: Kürturnen und Vorturnerstuudr.
Verein „Einigkeit": Vereinsabend in der „großen Krone".
Kasino „Eintracht" (Vereinslokal „zum Vraustüb'l"): Vereinsabend, Athletenklub „Germania" : Vereinsabend (Restauration Wagenbach. Parcdeplatz).
Fußballklub „Viktoria": Vereinsabend in der „Brauerei Weismantel". „Hanauer Fußballgesellschast 1899v: Vereinsabend im Gasthaus .zum Grafen Philipp Ludwig".
Hanauer Fußball- und Cricketklub: Gemüthliches Zusammensein in „Altemania".
Stammtisch .BtUterbräu": Jeden Samstag Abend: Uebung.
für Sonntag den 16. Juni.
Hanauer Schützenverein: Nachmittags von 2 Uhr ab: Schießen auf den neuen Schießständen.
Fußballklub „Viktoria": Nachmittags 3 Uhr: Uebungsspiel auf dem Exerzierplatz,
Hanouer Fußball- und Cricketklub: Nachmittags 3 Uhr: Uebungsspiel auf dem Exerzierplatz.
Hanauer Fußballgesellschaft 1899: Nachmittags 3 Uhr: Uebungsspiel :Ls dem Exerzierplatz.
Erster Hanauer Fußballklub 1893: Nachmittags 3 Uhr: Uebungsspiel auf dem Exerzierplatz.
Mrsteigemmgs etc. Kalender
für Montag den 17, Juni.
Vormiltags 11 Uhr sollen verschiedene domänenfiskalische Grundstücke, in der Gemarkung Hanau belegen, in dem Geschäftszimmer des Herrn Domänen-Reutmeisters, Frohnhof Nr. 4, auf 12 Jahre, vom 1. Januar 1902 ab, anderweit verpachtet werden (s. Nr. 136 „Han. Anz.").
Barometerstand
mittags 12 Uhr am 14./6. 15./6.
Sehr trocken Beständig
Schön Veränderlich
Regen (Wind)
Viel Regen Sturm
Telegraphischer Wetterbericht der MWe« Seewarte.
Telsaramm ans Hamburg vom 15. Jimi,
9 Uhr 36 Min.
Ein Manmum über 765 mm lagert westlich von Irland, über Nord- und Centralenropa ein niedriger, gleichmäßig verteilter Luftdruck. In Deutschland ist das Wetter kühl, veränderlich und stellenweise Regen.
Prognose für den 16. Juni: Meist kühles und veränderliches Wetter wahrscheinlich.
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Briefkasten der Redaktion.
Alter AbottttSttL N. N. Die Versteuerung der Mieth- verträge erfolgt nicht mehr durch Verwendung der Stempelmarken auf den Verträgen selbst, sondern durch Eintrag der Vertrüge in ein bis Ende Januar jeden Jahres dem Stempel- steueramt vorzulegendes und zu versteuerndes Mieth-Verzeich- niß. Ihr Vertrag ist also giliig und soweit wir ohne Einsicht des Vertrages die Sache übersehen können, werden Sie, wenn es zur Klage kommen sollte, jedenfalls unterliegen.
^tau D. Wenn monatlicher Miethzins verabredet war und auch monatlich gezahlt wurde, können Sie Ende Juni ziehen und brauchen nicht länger zu zahlen.
Hus aller Mâ.
D'e SteueeseeihM der Peofeffoeeu. Aus Jena wird geschrieben: Die so veraltete und oft Erbitterung er-
( 15, Juni
zeugende Einrichtung der Steuerfreiheit der Angehörigen der
Universität würd, wie bereits kurz gemeldet, in Bälde verschwunden sein. Der Gemeinderath hat den dahin zielenden Vertrag mit der Universität einstimmig angenommen. In Zukunft müssen alle neu zu berufenden Dozenten Steuern zahlen, den jetzigen ist es freigestellt, die Steuerfreiheit weiter zu genießen oder darauf zu verzichten; im ersteren Falle nehmen sie an der Gehaltsaufbesserung nicht Theil. Die Gemeinde-Einkommensteuer der Akademiker fließt zu 3/a in die Sladtkasse, zu 2/3 in die Universitätskasse. Aus diesen Erträgen werden die Gehälter der Dozenten, soweit sie auf die Steuerfreiheit verzichtet haben, aufgebessert.
(Bin überaus heftiges Anwetter wüthete am Donnerstag im westlichen Hannover und in den benachbarten Gebieten. Der Hagelschlag richtete auf den Feldern zum Theil sehr erheblichen Schaden an.
Selbstmord eines Vizefeldwebels. In einer Mannschaflsstube der Gumbinner Jnfanteriekaserne erschoß sich der Vizefeldwebel Fabian. Von der Durchschlagskraft der Geschosse zeugt der Umstand, daß die Kugel, nachdem sie das
Herz durchbohrt und im Rücken herausgekommen war, eine Zimmerdecke durchschlug, dann durch ein Spind fuhr und erst in einer Decke stecken blieb. Fabian war seit dem Herbst vorigen Jahres verheirathet. Die Ursache deS Selbstmordes ist in einem unheilbaren Leiden zu suchen.
Explosion in einer Patronenfabri». In einer Patronenfabrik in Jssy in der Nachbarschaft von Paris fand gestern Vormittag eine verheerende Explosion statt. Im Augenblick, als die Arbeiter girabe die Fabrik verlassen wollten, um zu frühstücken, stürzte ein 10 Meter breites und 25 Meter tiefes Gebäude der Fabrik zusammen. Die Rettungsarbeiten wurden sofort in Angriff genommen. Aus den Trümmern sind 15 Todte und 18 mehr ober weniger schwer Verwundete hervorgezogen worden. Die meisten Opfer sind Frauen.
®cm Komitee für das Fichte-Denkmal ist auch der preußische Kultusminister Dr. Studt beigetreten. Das bemerkenswert^, an ben, stellvertretenden Vorsitzenden Gymnasialdirektor Professor Döring gerichtete Schreiben lautet: „Berlin, den 8. Juni 1901. Der philosophischen Gesellschaft beehre ich mich auf die gefällige am 1. Mai b. J. hier einzezangene Zuschrift zu erwidern, daß ich den Plan, für Johann Gottlieb Fichte in Berlin, der Stätte seines bedeutsamsten Wirkens, ein Denkmal zu errichten, in dankbarer Würdigung seiner unvergeßlichen Verdienste um die sittliche und geistige Hebung unseres Volkes in den Zeiten schwerer Noch freudig willkommen heiße und demgemäß gern bereit bin, dem zn diesem Zwecke zu begründenden Komitee beizutreten. Studt."
Großfeuer auf den Petersburger Werftanlagen. Ein Schadenfeuer, wie es in ähnlicher Ausdehnung die russische Hauptstadt seit dem großen Brande von 1862 nicht gesehen hat, wüthet zur Zeit im dortigen Galeerenhafen. Zwar begann das Feuer im Helling, wo der Panzerkreuzer „Witjas" im Bau liegt, dessen Holztheile im Moment in Flammen aufgingen. Sämmtliche Feuerkommandos, sowie die Reserve waren thätig. Doch ist der „Witjas" bereits total vernichtet und nichts wie eine schwimmende Stahlmasse ist von ihm übriggeblieben. Tausend werthvolle Zeichnungen und Dokumente sind mitverbrannt. Zum Glück gelang es, das zunächst bedrohte Panzerschiff „Orel" zu retten. Das Feuer ergriff darauf die Proviantinsel, alles darauf Befindliche vernichtend. Der Marineminister Tyrtow weilte stundenlang an der Unglücksstätte. Viele Feuerwehrleute erhielten Brandwunden, die schwersten Brandmeister Schideikin. Das Feuer zog seinen Herd im Umkreise von vier Werft. Der Schaden wird oberflächlich auf zehn Millionen Rubel veranschlagt, ihn tragen das Marine- und Kriegsministerium. Der Brand wüthet noch fort.
Ihr hundertstes Lebensjahr vollendete gestern Frau Jutta v. Ilten, geb. Freiin Grote-Schauen. Die bis vorigen Herbst in Hannover, seitdem in Waldhausen wohnende Danie erfreut sich noch vollkommener geistiger und seltener körperlicher Frische, so daß sie die Hundertjahrfeier in Freudigkeit begehen konnte. Frau v. Ilten ist geboren zu Schwarmstedt als 'Tochter des Rittmeisters im damaligen kurhannover- schen leichten Dragoner-Regiment Otto Freiherr Grote-Schauen und der Charlotte v. Reichmeister. — Seine Majestät der Kaiser hat ihr eine werthvolle Taffe mit einem Medaillonbildniß und^dem Monogramm des Kaisers nebst einem eigenhändigen Schreiben direkt zugesandt. Außerdem hat Se. Majestät von Neumünster aus an Frau v. Ilten ein Glückwunschtelegramm gelangen lassen.
Der „Mißgriff" eines Tafchendiebes. Entschieden ein „Mißgriff" war es, den der trotz seines Alters von 18 Jahren schon fünf Mal schwer vorbestrafte Berliner Taschendieb Fritz Hamann, ein Vetter des berüchtigten Einbrechers Hamann aus Fichtenau, in der Central-Markthalle gethan hat. Er versuchte nämlich seine „Kunst" an einem Kriminal-Beamten. Dieser hatte sich kaum unter das kauflustige Publikum gemischt, als der Spitzbube seine Hand schon in die Tasche des ihm unbekannten Herrn versenkte, der alsbald mit einem „Guten Morgen" die diebische Rechte kräftig schüttelte und festhielt. H. ergab sich resignirt in sein Schicksal mit den Worten: „So ein Pech konnte mir auch nur passiren, wo ich noch nicht ganz ausgeschlafen habe."
Kleine Ehronik. Berlin, 14. Juni. Prediger Hülle, Leiter des christlichen Zeitschriftenvereins, ist gestern Abend infolge eines Schlaganfalles gestorben. — Profesfor Virchow wurde auf dem Wege nach feiner Wohnung von einem Windstoße gepackt und mit solcher Heftigkeit an einen Baum geschleudert, daß er über dem linken Auge eine ziemlich tiefe Stirnwunde erlitt. Eine ernstere Bedeutung hat der Unfall nicht. — Der Lehrer Schmeichel in Konitz hat bekanntlich eine Reihe von Zeitungen wegen Beleidigung verklagt, weil sie dem Verdacht Raun: gegeben hatten, er (Schmeichel) habe den Tod des Gymnasiasten Winter verschuldet. Im heutigen Termin vor dem hiesigen Schöffengericht endete die Verhandlung gegen den Chefredakteur der „Vossischen Ztg.", Radmann, mit einem Vergleich. — Br emen, 14. Juni. Die Rettungsstation Rüden der deutschen Gesellschaft zur