10. Juni.
Hanauer Anzeiger
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macht, und als alles in Ordnung gebracht war, wurde der Bauer mit seinem Wagen entlassen und ich erhielt durch des Grafen liebenswürdige Verwendung auf der Kommandantur die Erlaubniß, einen Tag in Versailles bleiben zu dürfen. Mit Zigarren und Wein beschenkt, trat ich meine Rückreise nach Villeneuve-St. Georges an und dachte stets mit Vergnügen an diese Episode zurück. Später traf ich den Grafen Wilhelm — der inzwischen der „dicke Bill" geworden war — mit Paul Lindau auf einer Gebirgstour und wir freuten uns des Wiedersehens bei einer Flasche Wein. Nun deckt' ihn, den Jüngeren, schon der Nasen, mir aber wird bei der Erinnerung an die Jahre 1870/71 sein Name stets im Gedächtnisse haften. - ■ ■
Drei italienische Seeleâ Vou Haifischen verschlungen. Als erstes Schiff des italienischen Geschwaders in China kehrte der Panzer „Calabria" heim. Tie Flagge wehte wegen eines furchtbaren Unglückes, das drei blühende Menschenleben dahingerafft hat, auf Halbmast. Als die „Calabria" in den Hafen von Colombo einlief, stürzte sich ein Matrose in selbstmörderischer Absicht über Bord. Man wollte sofort ein Rettungsboot zu Wasser lassen, aber beim Herablassen öffnete sich einer der Haken des Krahns, das Boot fiel ins Meer und mit ihm die gesammte Bemannung, ein Steuermann und zehn Matrosen, von denen drei den dort zahllos umher wimmelnden Haien zum Opfer sielen, während der „Selbstmörder" wohl und munter wieder an Bord gebracht werden konnte und nun in Eisen gelegt wurde.
Goldgewinnung. Zwei Ingenieuren in Herne soll es nach langen Forschungen gelungen sein, ein neues hochwichtiges Verfahren der Goldgewinnung zu entdecken. Hervorragende Werke des Inlandes und Auslandes wollen die Erfindung ankaufen. Nach der neuen Erfindung ist es möglich, aus goldführendem Sand oder Gestein bis 98 v. H. des Goldgehalts herauszubringen. Das neue Gewinnungsverfahren erfordert nur geringe Wassermengen.
Liebe und Statistik. Eine englische Statistik, in welcher die humorvollste Phantasie mit Zahlen — welche man gut thut, nicht auf ihre Richtigkeit zu prüfen — Fangball spielt, ist das neueste Ergebniß der letzten heißen Tage. Nach dieser Statistik schließen 36 Prozent der englischen Männer bei der Liebeserklärung die Geliebte in die Arme und flüstern leise: „Ich liebe Dich!" Andere begleiten diese wonnevollen Worte mit Küssen auf die Hände, wenn der Bewerber eine kalte Natur ist, auf die Haare, wenn sein Herz etwas lebhafter schlägt, und auf die Lippen, wenn die Schönheit der Geliebten ihn in Flammen versetzt. Nur zwei Prozent fallen bei dieser feierlichen Gelegenheit auf die Knie, und nur ein Zehntel aller englischen Männer wird von Schüchternheit derartig überwältigt, daß sie im entscheidenden Augenblick nur nervös den Mund auf- imb zuzumachen im Stande sind, ohne ein Wort hervorbringen zu können. — Nicht minder ergötzlich ist es zu erfahren, wie sich die holde Weiblichkeit in England bei der Liebeserklärung verhält. 68 Prozent erröthen und bedecken das Gesicht mit den Händen. Eine von hundert sinkt dabei vor Erregung in einen ahnungsvoll bereits vorhandenen Fauteuil, während ebenfalls nur eine von hundert schnell das Zimmer verläßt, um die Neuigkeit ihrer Freundinnen zu erzählen. Soweit der englische Statistiker, dem es vorbehalten bleibt, demnächst seine statistischen Erfahrungen mit Bezug auf Deutschland, Frankreich, Italien, Rußland, sowie alle übrigen Länder der Welt in Anwendung zu bringen.
Der Roman der Maurerstochter von Hoch- felden. In dem nördlich von Straßburg gelegenen Dorf Hochfelden bewohnte bis heute eine in den Fünfzigern stehende Frau das von ihrem Vater ererbte Häuschen. Im Dorf hieß sie nur die „Gräfin" und die tragische Geschichte, die sich mit dem Namen verband, wußte fides Kind zu erzählen. Als junges, auffallcud schönes Mädchen war die „Gräfin", damals eine arme Maurerstochter, wie viele Elsässerinnen nach Paris in Dienst gegangen. Sie machte ihr Glück dort. Sie lernte den jungen italienischen Grafen de C., den Sohn und Erben eines millionenreichen römischen Oelspekulanten und Ntffe eines Kämmerers des Königs, der damals in Paris durch Verschwendung und Exentriciläten viel von sich reden machte, kennen, und dieser heirathete in einer Champagncrlaune die Maurerstochter von Hochfelden. Die gräfliche Familie schlug anfangs um dieser Mesalliance willen umsonst Lärm, schließlich aber verflog der Rausch und da sich die Maurerstochter auf den Parketis der römischen Soireen gar zu elsässisch- bäuerlich benahm, willigte der Graf in die Scheidung. Inzwischen war ihm eine Tochter geboren worden, die bem Vater verblieb, während die „Gräfin" in das heimathliche Hochfelden zurückkehrte und da zuerst mit ihrem Vater und nach dessen Tode allein zurückgezogen in ihrem Häuschen lebte. Eine ihr gerichtlich zugesprochene Reute von vier Francs täglich hat sie stets pünktlich erhalten. Aber all' ihre Versuche, die Tochter einmal wiederzusehen, blieben vergeblich und die Briefe, die sie an ihr Kind schrieb, erreichten nie ihr Ziel. Vor drei Wochur nun endlich hatte sich ihrer der Ortspsarrer angenommen und schrieb ihretwegen an einen Aultsbruder in Rom. Da erfuhr bann die Tochter der „Gräfin", die inzwischen verheiratet und Mutter von drei Kindern geworden war, daß ihre Mutter, von der der verstorbene Vater behauptet hatte, sie sei todt, noc^ am Leben sei. Sofort eilte die junge Gräfin nach Straßburg, wo sie in diesen Tagen mit fürstlicher Dienerschaft im Hotel de Paris abstieg. Die Szene des Wiedersehens zwischen Mutter unb Tochter klingt im Berichte von Augenzeugen wie eine solche aus einem MarliUroman. Noch am gleichen Nachmittag verließ die „Gräfin" mit ihrer Tochier das heimathliche Dorf zum zweiten Male, diesmal wohl für den Nest ihrer Tage. Von Straßburg aus wurde alles nähere geordnet und der Baseler v-Zug entführte die Figuren dieses Romans aus dem Leben nach der ewigen Stadt an dem Tiber.
Einheitliche Postwerthzeiche». Bayern scheint keine Neigung 31t haben, das Beispiel Württembergs zu befolgen und auf die eigenen Postmarken zu verzichten. Der offiziösen „Südd. Reichskorr." wird darüber aus München geschrieben: Die Einheitlichkeit des Wirthschaftsgebietes wird im Deutschen Reiche, das eben kein Einheitsstaat ist, nicht dadurch in Frage gestellt oder auch nur berührt, daß einige
Staaten auf Grund ihres Neservatrechts einige Marken besitzen. Und die auf unerschütterlichen Grundlagen beruhende Einigkeit des Deutschen Reichs und die untrennbare Zusammengehörigkeit aller seiner Glieder ist dem Auslande bisher^nicht minder zum Bewusstsein gekommen. Würde man die Frage im Auslande aufgreifen und daraus einen Mangel nationalen Fühlens zu konstruiren suchen, so wäre dies nur ein Echo der fortgesetzten Erörterungen in diesem Sin^e innerhalb der Reichsgrenzen. Was aber die Frage der Zweckmäßigkeit angeht, so möchten wir hier daran erinnern, daß Bayern bereits im Jahre 1882 den Vorschlag gemacht hatte, an allen Post- apftahen des Reiches den Austausch der verschiedenen Post- werthzeichrn zu gestatten.
Besuch des Kaiserpaares im Kloster KeMgen^ grade in der Ost Vrtegnitz.
Berlin, 8. Juni. '
Der Kaiser und die Kaiserin trafen kurz vor 12 Uhr mittels Sonderzuges auf Station Heiligengrabe ein, begleitet vom Oberhof- und Hausmarschall Grafen Eulenburg, dem General- adjutanten General der Infanterie von Plcsseu, dem Flügel- adjutanten Kapitän-Leutnant Grafen v. Platen, dem Chef des Militärkabinets Generalmajor Grafen Hülseu-Häseler, dem Chef des Zivilkabinets Geheimrath von Lucanas, der Hofdame Fräulein v. Gersdorf, dem Kammerherrn Grafen v. Mülinen und Oberstabsarzt Dr. Jlberg. Auf dem Bahnhöfe war Landrath Graf Bernstorff zum Empfang erschienen. Eskortirt von einer Abtheilung Ziethen-Husaren begab das Kaiserpaar sich zu Wagen nach dem Kloster, vor dessen Kapelle eine Ehrenkompagnie vom Infanterie-Regiment Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin (viertes brandenburgisches) Pr. 24 Aufstellung genommen hatte. Auf dem Wege zum Kloster bildeten die Kliegervereine und Schulen der Umgegend sowie eine zahlreiche Menschenmenge Spalier und brachten dcm Kaiserpaar Ovationen dar. Während die Klosterglockeu läuteten, langten der Kaiser und die Kaiserin um 12 Uhr vor dem Portal der Kapelle an, wo der Kultusminister, der Ober- prästdent, der Regierungspräsident und der Präsident des Evangelischen Kirchenraths sich eingefunden hatten und wo der Kaiser und die Kaiserin von der Aebtistiu Frau Adolphine von Rohr, dem Stiftsprobst General-Superintendent Dr. Faber, dem Stiftshauptmann und dem Pastor deS Ortes empfangen und von der Aeötiftin und dem Probst mit einem Sege^s- spruch begrüßt wurden. Inzwischen halten die Damen des Konvents in ihren. eigenartigen weißen Gewändern, langen Schleiern und Kappen mit ihren Schülerinnen Aufstellung genommen, ebenso die Geistlichen des Patronats. Sobald der Kaiser und die Kaiserin die Kapelle betreten hatten, intönirten die Schülerinnen, eine Hymne.
Hierauf trat der Kaiser vor den Altar und hielt unter Ueberreichung des kunstvollen Aebtissinnen-Stabes bedeckten Hauptes an die Aebtissin folgende Ansprache: „In dem Jublilüumsjahre des preußischen Königthums konnte ich des Stiftes Heiligengrabe nicht vergessen, welches meine Ahnen allezeit auf ihren landeSoäterlichcn Herzen getragen und dem sie |o viele Beweise ihrer treuen Fürsorge gegeben haben. König Friedrich Wilhelm I. war es, der dem Stift die noch jetzt im Wesentlichen geltende Verfassung verlieh. Der Titel „Aebtissin" für die Domina und die Ordensabzeichen für die Konventualinnen beruhen auf einem Gnadenakt König Friedrichs des Großen. In schwerer Zeit wurde das Stift vor der Cäkularisirung seiner Güter durch König Friedrich Wilhelm III. bewahrt. König Friedrich Wilhelm IV., welcher Heiligengrabe zweimal mit seiner Gemahlin, der Königin Elisabeth, besuchte, machte die Stiftung zu einer Anstalt mildthätiger Barmherzigkeit, ließ diese Kapelle wieder Herrichten und begründete die mit dem Stift verbundene Erziehungsanstalt und auch mein hochseliger Herr Großvater, Kaiser Wilhelm der Große, nahm Heiligengrabe unter seinen bescuderen königlichen Schutz, unter dem es sich in erfreulicher Weise und reichen Segen spendend weiter entwickelte. Dieser Ueberlieferung meines Hauses bin ich gern gefolgt und mit Freuden habe ich den 18. Januar d. J4. benutzt, um dem Stift einen neuen Beweis meiner königlichen Huld und Gnade durch Verleihung eiltet Aebtissinnen-Stabes zu geben. Nehmen Sie, Frau Abtissin, aus meiner Hand diesen mit Ihrem Wappen geschmückten Stab! Möge derselbe allezeit ein rechter Hirtenstab mütterlicher Liebe sein, der Alle, die ihm unterstellt sind, zu ihrem wahren Besten regiert und um den sich in willigem Gehorsam alle Schwestern schaaren zu dem verheißungsvollen Werke der Jugenderziehung und Liebesarbeit. Möge er den Mosesstab festen Glaubens bedeuten, der aus dem Felsen der Ewigkeit Wasser des Lebens schlügt; möge er endlich den Pilgerstab freudiger Hoffnung darstellen, mit dem wir auch im finsteren Thale dem guten Hirten nachwandcln unter dem Bekenntniß: „Du bist bei mir, Dein Stecken und Stab trösten mich!" Das walte Gott!"
Der Probst dankte namens der Aebtissin, des Konvents und deS ganzen Landesthciles unb schloß mit einem Segens- spruch. Der Chor der Schülerinnen sang zwei Verse des Liedes: „Vater, kröne Du lyit Segen." — Cs erfolgte nunmehr die Vorstellung der Stiftsdamen durch die Aebtissin und der Herren durch den Probst. DaH Kaiserpaar besichtigte die Kirche und unternahm unter Vortritt der Damen einen Rund- gang durch den Kreuzgang zum Kapitelsaal, wo eine Festtafel stattfand. Die Rückfahrt zum Vahuhof ging in gleicher Weise wie die Anfahrt vor sich.
Hus J^ab und fern.
Cassel, 8. Juni. Das Ober-Kriegsgericht als Berufungsinstanz erhöhte die Strafe gegen den Vice-Wachtmeister Vollmar vom hiesigen ArtillerieMegimeut Nr. 11 wegen Mißhandlung von Rekruten in 103 Fällen, Anstiftung zur Körperverletzung und Abhalten der Beschwerdeführung zu 7 Monaten Gefängniß. Dagegen wurde die beantragte Degradation nicht ausgesprochen. Die Mitangeklagten 10 Kanoniere behalten je einen Tag Gefängniß.
Wiesbaden, 6. Juni. Ein Radfahrer aus Cassel ist an einer gefährlichen Stelle in der Nähe von Langendernbach
bei Wiesbaden von einem schweren Unfall betroffen worden. An einer sehr stark abschüssigen und engen Stelle der dortigen Staatsstraße, an welcher schon mehrere Unglücksfälle vorgckommen sind, rannte er in der Kurve in voller Fahrt mit solcher Wucht gegen eine eiserne Stange des Schutzgeländers, daß er hoch im Bogen gegen die an der anderen Seite des Weges befindliche Mauer geschleudert wurde und mit schweren Verletzungen blutüberströmt liegen blieb. Ein Arzt wurde telephonisch herbeizeholt, legte den nöthigen Verband an, fand den Zustand des Verletzten jedoch nicht unbedenklich, indem er eine Gehirnerschütterung feststellte. Ter junge Mann wurde darauf in das Krankenhaus transportirt. Er befand sich mit noch zwei anderen Radfahrern aus Cassel auf einer Tour von Limburg an der Lahn über den Westerwald nach Siegen und Rheinland.
1 Vilbel, 9. Juni. Vor dem Schwurgericht Gießen stand gestern unter Anklage der 37 Jahre alte Bahnassistent / Georg Fiege aus Nieder-Kaufungen wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung im Amte. Seit März 1897 war Fiege als Bahnassistent nach Vilbel verfitzt worden, in welcher Stellung er zulctzt ein Gehalt von nahezu 2000 Mk. bezog. Seine Familie bestand nur aus ihm und seiner Frau. Um nun seine kleinen Bedürfnisse zu befriedigen, entnahm er der, ihm unterstellten Güterkasse im Laufe der letzten beiden Jahre kleinere Beträge, sodaß sich bei der am 20. und 28. März lf. Js. stattgehabten Kasfenrevision ein Defizit von 451.80 Mk. ergab. Nach verschiedenen Ausflüchten legte er ein umfassendes Gestäudniß ab, wobei er auch behauptete, in ber Summe von 451.80 Mk. seien auch einzelne Beträge enthalten, die er zur Deckung ihm unerklärlicher Defizits in der Kasse verwandt hätte. Von solchen Fehlbeträgen hat er aber seinem direkten Vorgesetzten, dem Stationsvorsteher Mierse, nichts mitgetheilt. Fiege wußte mit großer Gewandtheit seine Veruntreuungen zu verdecken, indem er die von ihm geführten Bücher und Register falsch führte und Belege unterdrückte oder fälschte. Sämmtliche Zeugen stellen dem Angeklagten das beste Zeugniß aus. Nach Schluß der Beweisaufnahme verliest der Vorsitzende die auf Urkundenfälschung und Unterschlagung im Amtle lautende' Hauptfrage und die Nebenfrage auf mildernde Umstände. Der Staatsanwalt beantragt beide Fragen zu beantworten, welchem Antrag sich der Vertheidiger anschließt. Nach kurzer Rechtsbelehrung der Geschworenen durch den Vorsitzenden ziehen sich diese zur Berathung zurück. Nach 5 Minuten verkündet ihr Obmann Bürgermeister Mascherosch von Lurg-Gräfenrode den Wahrspruch dahin lautend, daß die Hauptfrage wegen Verbrechens im Astete bejaht worden sei, ebenso die Frage bezüglich der mildernden Umstände. Bezüglich des Strafmaßes beantragt der Staatsanwalt die Minimalstraff von 6 Monaten Gefängniß, welchem Antrag sich der Vertheidiger anschließf. Urtheil: 6 Monate Gefängniß und Tragung der Kosten. Der Angeklagte und die Staatsanwaltschaft erkennen die Rechtskraft des Urtheils an.
Frankfurter Theater - Repertotr.
Opernhaus. Dienstag, 11. Juni: „Mignon". Gtw.
Preise. — Mittwoch 12.: Geschlossen. — Donnerstag, 13.: Lèeu einftubirt: „Die Einführung aus dem Serail". Gew. Preise. — Freitag, 14.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen: „Die Geisha". — Samstag, 15.: „Undine". Gew. Preise.
— Sonntag, 16.: „Martha". Große Preise. — Montag, 17.: Vorstellung bei ermäßigten Preisen: Zum Besten des Orchesterpersonals: „Der Zigeunerbaron". — Dienstag, 18.: „Carmen". Große Preise.
Schauspielhaus. Dienstag, den 11. Juni: „Emilie Galotti". Gew. Preise. — Mittwoch, 12.: „Der Verschwender". Gew. Preise. — Donnerstag, 13.: „Johannisfeuer". Gew. Preise. — Freitag, 14.: „Liebelei". Vorher: „Sittliche Forderung, Christine und Rita". Gew. Preise. — Samstag 15.: Gesammtgasispiel des „Bunten Theaters" (Ueber- brettl) aus Berlin, unter Leitung von Ernst von Wolzogen. Große Preise. — Sonntag, 16.:. Vorletztes Gesammtgasispiel des „Bunten Theaters" (Ueberbrettl) aus Berlin, unter Leitung von Ernst von Wolzogen. Große Preise. — Montag, 17.; Letztes Gesammtgasispiel des „Bunten Theaters" (Ueberbrettl) aus Berlin, unter Leitung von Ernst von Wolzogen. Große Preise.
Muster-Register.
(Eitttragungeir beim Königl. Amtsgericht zu Hanau, Abth. 5.)
Nr. 1091. Firma K. Kurz in Kcsselstadt, ein verschlossenes Packet mit 131 Modellen, Nrn. 3793 bis einschließlich 3924, für plastische Erzeugnisse, Schutzfrist 5 Jahre, angemeldet am 6. Mai 1901, vormittags 9 Uhr 7 Minuten.
Nr. 1092. Firma Heinr. u. Aug. Brüning in Hanau, ein verschlossener Briefumschlag mit 23 Mustern, Nrn. 10152, 10153, 10157, 10158, 10362, 10374, 10402 10413, 10414, 10430, 10431, 10435, 10436, 10438, 10443, 10450, 10455, 10456, 10457, 10458, 10461, 10465 und 10477, für Flächenerzeugnisse, Schutzfrist 3 Jahre, angemeldet am 9. Mai 1901, nachmittags 12 • Uhr 38 Minuten.
Nr. 1093. Firma B. Neresheimer L Söhne in Hanau, ein verschlossenes Packet mit 6 Mustern, Nrn. 5284, 5285, 5276, 5277, 5251, 5287, für plastische Erzeugnisse, Schutzfrist 3 Jahre, angemeldet am 17. Mai 1901, vormittags 10 Uhr 40 Minuten.
Nr. 1094. Lechleder L Stroh in Hanau, ein verschlossenes Packet mit 50 Mustern, Nrn. 41313, 41842, 43010, 43105, 43344, 44996, 44415, 44995, 45023, 45308, 45375, 47389, 47817, 47923, 48296, 48383, 49209, 49762, 49777, 49817, 50426, 18 bis mit 22, 28,
29, 45, 47, 62, 85, 89, 91, 92, 98, 100, 102, 110, 111, 112, 113, 116, 118, 119, 120, 123, 125, 126, 127, für Flächenerzeugnisse, Schutzfrist 3 Jahre, angemeldet am 21. Mai 1901, vormittags 11 Uhr 2 Minuten.
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